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Unten links

Wer geglaubt hat, dass die Krise mit all ihren Verästelungen bereits den Höhepunkt erreicht hat, täuscht sich gewaltig. Wie echte Verwerfungen aussehen, kann man bald am Beispiel des Atlantiks studieren. Denn dort wird demnächst - stark zusammengefasst - der Meeresboden von seinem Untergrund verschluckt, der Ozean gurgelt hinweg, neue Massive erheben sich - und zack, gibt es in ein paar Million...

Flüchtlinge in Lebensgefahr

Die Lage der hungerstreikenden Flüchtlinge in München spitzt sich immer weiter zu. In der Nacht zum Freitag mussten zwei der rund 50 Protestierenden, die weder Essen noch Flüssigkeit zu sich nehmen, wiederbelebt werden. Insgesamt wurden etwa 20 in Krankenhäusern behandelt.

Roland Etzel

Auf die Straße für und gegen Mursi

In Kairo versammelten sich am Freitag Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsidenten Mursi zu neuen Demonstrationen. Die Wortführer der Opposition lehnen einen Dialog mit ihm ab. Das Gefährliche an der Situation ist momentan wohl ihre Ausweglosigkeit.

ndPlusThomas Schmidt

Die Türkei liebt ihre Anwälte nicht

Die türkische Regierung scheint Anwält_innen nicht zu mögen. Zumindest diejenigen nicht, die als Strafverteidiger_innen für politische Oppositionelle tätig sind. Die Anzeichen mehren sich, dass die türkische Regierung sie lieber im Gefängnis sieht als im Gerichtssaal.

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ndPlusSofian Philip Naceur

Milliardenschulden sind eine Hypothek des Umsturzes

Seit der Revolution steckt Ägypten in einer handfesten Wirtschaftskrise. Weder der Militärrat, der das Land bis vor einem Jahr regierte, noch die jetzige Regierung haben die wirtschaftlichen Probleme nur ansatzweise in den Griff bekommen.

Sofian Philip Naceur, Kairo

Neue Kraftprobe am Nil

»Keine Macht steht über der Macht des Volkes«, sagte Ägyptens frisch gewählter Staatspräsident Mohammed Mursi bei seiner inoffiziellen Antrittsrede auf dem Kairoer Tahrir-Platz vor einem Jahr. Er wolle der »Präsident aller Ägypter« sein. Ägyptens Bevölkerung zieht an diesem Wochenende Bilanz, und die fällt düster aus. Die Muslimbruderschaft, aus deren Reihen Mursi entstammt, und ihr politischer...

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Geschäfte mit Not und Tod

Asit Datta teilt die in dieser Woche in Berlin von Hilfsorganisationen geübte Kritik am Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter Dirk Niebel (FDP) und geht darüber hinaus. Geboren 1937 in Indien, studierte er in München und lehrte später an der Leibniz Universität Hannover. Er ist Gründungsmitglied von German Watch und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Zukunftsfähigkeit. Anklage und Analyse vereint sein neues Buch »Armutszeugnis. Warum heute mehr Menschen hungern als vor 20 Jahren«. Mit dem emeritierten Professor sprach Karlen Vesper.

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Regierung verteidigt Blockade bei CO2-Regeln für Autos

Berlin (dpa/nd). Die Bundesregierung hat ihre Blockadehaltung gegen strengere EU-Klimaschutzvorgaben für Autos gegen heftige Kritik von Umweltschützern und Opposition verteidigt. Es sei völlig richtig, dass sich die Regierung und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) persönlich für die Interessen der deutschen Autoindustrie einsetzten, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag. Es müsse b...

Hans-Gerd Öfinger

Untersuchungsausschuss zu Blockupy abgelehnt

Einen Monat nach der Blockupy-Demonstration in Frankfurt am Main lehnt der Landtag in Hessen die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ab. Die LINKE fordert weiter Aufklärung des Polizeikessels.

Fabian Lambeck

Verdeckte Armut bleibt verdeckt

Das Bundesarbeitsministerium kommt nach Auswertung eines Berichts zu dem Ergebnis, dass verdeckte Armut statistisch nicht erfassbar sei. Somit bleiben die Hartz-Sätze niedriger, als sie eigentlich sein müssten.

Zu allem bereit

Um ein menschenwürdiges Leben in Deutschland zu erkämpfen, riskieren die Flüchtlinge in München ihren Tod. Die Situation der protestierenden Flüchtlinge wird immer dramatischer. In der Nacht zum Freitag mussten zwei der rund 50 Hungerstreikenden wiederbelebt werden.

Die längste Wohnungsbesichtigung aller Zeiten

Die längste Wohnungsbesichtigung aller Zeiten

Aktivisten kritisieren die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf AG: Das kommunale Unternehmen »entmiete« Wohnungen und lasse sie bewusst verrotten. Dabei herrsche in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt krasse Wohnungsnot. Eine mehrtägige Aktion zwang die SWD zum Einlenken.

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Keine Mietpreisbremse

Die Union hat die im eigenen Wahlprogramm geplante Mietpreisbremse im Bundestag mehrheitlich abgelehnt. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion wurde mit Koalitionsstimmen im Bundestag gekippt. Der sah Erhöhungen bis zehn Prozent im Vergleich zur ortsüblichen Miete vor.

Hilfsfonds für Flutopfer

Der Bundestag hat einstimmig den mit acht Milliarden Euro ausgestatteten Aufbaufonds zur Bewältigung der Hochwasserschäden bewilligt. Fraktionsübergreifend waren die Fluthilfen auf breite Zustimmung gestoßen. Der Fonds soll von Bund und Ländern finanziert werden.

ndPlusHeinz-Werner Jezewski

Schlag mit der Moralkeule

Am Ende ist niemand zufrieden. Genau drei Minuten brauchen die wenigen Abgeordneten des Bundestages in der Nacht zum Freitag, um die Richtlinie der Europäischen Union zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels in nationales Recht umzusetzen. Werden Probleme damit gelöst?

Reimar Paul

Gorleben im Hinterkopf

Das Endlagersuchgesetz ist verabschiedet. Atomkraftgegner befürchten, dass der Salzstock im Wendland heimlicher Favorit für einen Standort bleibt. Vor dem Reichstag türmten Demonstranten gelbe Fässer aufeinander, um auf das Atommülldesaster aufmerksam zu machen.

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Obama sagt Senegal Agrarhilfe zu

Dakar (dpa/nd). US-Präsident Barack Obama hat zum Abschluss seines Besuchs in Senegal dem Land Hilfen bei der Landwirtschaft zugesagt. Die US-amerikanische Regierung und private Unternehmen würden neue landwirtschaftliche Initiativen in der Region unterstützen, sagte Obama am Freitag auf einer Veranstaltung des Programms »Feed the Future« in der Hauptstadt Dakar. Zahlreiche senegalesische...

ndPlusRalf Streck, San Sebastián

Rajoy in der Zwickmühle

Der frühere Schatzmeister der derzeitigen spanischen Regierungspartei PP muss hinter Gitter. Ein Richter ordnete am Donnerstag wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr Untersuchungshaft gegen Luis Bárcenas an, der sich wegen Steuerbetrug und Geldwäsche verantworten muss. Der Fall hat in Spanien für große öffentliche Empörung gesorgt.

John Dyer, Boston

Einwanderungsgesetz spaltet US-Politik

Der US-Senat hat am Donnerstag die Reform des Einwanderungsgesetzes beschlossen. Auch wenn das Gesetz damit noch nicht endgültig verabschiedet ist, gilt die Annahme als großer Schritt zur Lösung eines Problems, mit dem sich die Politik schon seit Jahren beschäftigt.

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Iran: Drohung gegen Israel

Teheran (dpa/nd). Die Drohungen Irans gegen Israel gehen auch nach der Präsidentenwahl weiter. Ohne einen aktuellen Anlass drohte der einflussreiche Kleriker Ahmed Chatami Israel mit einem Vergeltungsschlag. »Falls das zionistische Regime dem islamischen System in geringster Weise schaden sollte, dann werden unsere Raketen, mit einer Reichweite von 2500 Kilometern, Tel Aviv und Haifa dem Erdbod...

René Heilig

Sechs Schüsse und kein Händeschütteln

Am Montag wird Kroatien EU-Mitglied. Seit der Anerkennung des damaligen jugoslawischen Separatistenstaates im Jahr 1991 genießt Deutschland in dem Adria-Land höchsten Respekt. Eigentlich wollte Kanzlerin Angela Merkel zum Festakt nach Zagreb fliegen. Ein Exgeneral blockt.

ndPlusJürgen Vogt, Buenos Aires

Bachelet strebt in Chile Comeback an

Bei den Vorwahlen in Chile werden dieses Wochenende die Kandidaten der Präsidentenwahl im kommenden November bestimmt. Gute Aussichten hat Chiles frühere Präsidentin Michelle Bachelet. Für die Wahlen wurden 28 besetzte, als Wahllokale gedachte Schulen, von der Polizei geräumt.

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Kein Geld für Europa

Die Einigung am Freitag zwischen dem Europaparlament und den 27 europäischen Staats- und Regierungschefs auf einen Finanzplan bis 2020 ist keine Sternstunde der EU. Gleich in zweifacher Hinsicht wurde damit ein gemeinsames und demokratisches Europa geschwächt. Der erste Aspekt ist rein monetärer Natur. Infolge der Euro-Krise hat die EU immer mehr Aufgaben bekommen; für einen Großteil der ...

Feigenblatt

Drei Monate nach dem Beschluss der UN-Generalversammlung hat das internationale Waffenhandelsabkommen nun auch den Bundestag passiert. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen hatten die Vereinten Nationen erstmals verbindliche Regeln für den Export konventioneller Waffen von der Pistole bis zum Panzer festgelegt. So wichtig es ist, dass es endlich einen solchen Vertrag gibt und Deutschland ihn rat...

Klimaschutz-Skeptiker

In der US-Politik finden noch immer von der Ölindustrie gesponserte Lobbygruppen Gehör, die leugnen, dass es eine von Menschen gemachte Erderwärmung überhaupt gibt. Klimaschutzmaßnahmen, so die Botschaft dieser sogenannten Klimaskeptiker, seien daher Humbug. In Deutschland würde zwar kein relevanter Politiker öffentlich die Existenz des Klimawandels anzweifeln. Doch wenn es um konkret...

Klaus Joachim Herrmann

Cyber-Krieger

Weil er vielleicht geredet hat, schweigt er nun. Gegen den pensionierten General James »Hoss« Cartwright wird ermittelt, ob er die »New York Times« über die US-Geheimdienstattacke »Stuxnet« informiert habe. Die richtete sich im Jahr 2010 gegen Iran. Dort standen 1000 Zentrifugen zur Urananreicherung plötzlich still. Sie waren von einem Wurm befallen. Den hatten Computerprofis des Geheimdienstes...

ndPlusPeter Nowak

Radeln gegen AKW?

nd: Jährlich protestieren Atomkraftgegner in der Region um das an der Grenze zu Deutschland gelegene, französische AKW Fessenheim. Am Wochenende führt die Fahrraddemonstration »Tour de Fessenheim 2013« von Mulhouse nach Colmar. Was ist geplant? falk: Bereits im vergangenen Jahr haben wir auf etliche Projekte der erneuerbaren Energien in der Region aufmerksam gemacht. Diesmal steht die Besicht...

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Noch keine Entschädigung für Näherinnen

Zwei Monate nach dem Einsturz eines Gebäudes in Bangladesch, in dem mehrere Kleidungsfabriken untergebracht waren, warten die Opfer weiter auf Hilfe. »Die deutschen Unternehmen vertrösten uns auf unsere Anfragen, konkrete Zusagen für Entschädigungen zu geben«, berichtet Frauke Banse von der »Kampagne für Saubere Kleidung«.

Kirche von England will Bankfilialen kaufen

London (epd/nd). Die Kirche von England will sich laut britischen Medienberichten am Kauf von Filialen der angeschlagenen Royal Bank of Scotland (RBS) beteiligen. Die Kirche unterstütze ein Gebot, das für den Kauf von 315 abgestoßenen RBS-Filialen abgegeben wurde, berichteten britische Zeitungen und der Nachrichtensender SkyNews am Freitag. Damit könnte die Grundlage für die Gründung einer »eth...

ndPlusFrederic Spohr, Bangkok

Druck auf Textilexporteur Bangladesch wächst

Die US-Regierung streicht die Zollbegünstigungen für rund 5000 Importprodukte aus Bangladesch. Das Entwicklungsland soll dazu bewegt werden, die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche zu verbessern. Auch in der EU wird darüber nachgedacht.

ndPlusKnut Henkel

Die positive Seite des Goldpreis-Absturzes

Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis rund 30 Prozent an Wert verloren. Das hat auch positive Folgen. In Förderländern nimmt der Druck auf die Umwelt ab. »Umweltzerstörung sowie die Verseuchung von Grundwasser und Flüssen haben in Kolumbien ein extremes Ausmaß ausgenommen«.

Simon Poelchau

Mehr Rabatt für Briten

Der monatelange Haushaltsstreit in der Europäischen Union ist vorerst beigelegt. Ein Kompromiss zwischen Rat und Parlament scheint gefunden. Sechs Milliarden Euro sollen in den nächsten zwei Jahren für Europas Jugend ausgegeben werden. Angesichts der Probleme ist das zu wenig.

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Landesmeister und ein Joker-Duo

Landesmeister und ein Joker-Duo

Die schnellen Männer eröffnen diese Tour de France. Als Novum könnte geschehen, dass drei Landesmeister auf den ersten drei Plätzen bei der Ankunft in der korsischen Inselhauptstadt Bastia liegen. Letzte Woche haben der Rostocker André Greipel (Lotto), der Brite Mark Cavendish (Omega Pharma) und der Slowake Peter Sagan (Cannondale) sich ihre nationalen Meistertrikots geholt. Greipel hatte die m...

Tom Mustroph, Porto Vecchio-Bastia

Im Zickzack-Kurs durch Frankreich

Die 100. Tour de France startet heute erstmals auf der Insel Korsika. Das Ende bleibt dagegen gleich. Am 21. Juli wird auf den Champs-Élysées in Paris gejubelt. Dazwischen liegen bei der Jubiläumsausgabe der Großen Schleife insgesamt 3360 harte Kilometer für die besten Radprofis.

Oliver Händler

Eine Nacht der Spekulationen

Die Ziehung der Lottozahlen wird ab kommender Woche im deutschen Fernsehen eingestellt. Die US-Amerikaner machen aus ihrer eigenen ein Medienspektakel. Nun gut, es ging nicht um Zahlen, sondern um echte Menschen, die in der Nacht zum Freitag beim NBA Draft »gezogen« wurden.

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Mehdorn widerspricht

(dpa). Flughafenchef Hartmut Mehdorn plant nach eigenen Worten nicht, den Flughafen Tegel als »Premiumstandort« weiter zu betreiben. Mehdorn widersprach am Freitag einem entsprechenden Bericht der »Zeit«. »Die Behauptungen des Artikels entsprechen im Wesentlichen nicht den Tatsachen, sondern sind lediglich Mutmaßungen des Autors.« Die Zeitung hatte als Quelle ein Strategiepapier der Betreiberge...

Tödlicher Sturz

(dpa). Ein 15-jähriger Schüler aus den USA ist aus dem Fenster eines Hotels im Bezirk Charlottenburg gestürzt und gestorben. Vermutlich habe er unter Alkoholeinfluss das Gleichgewicht verloren, teilte die Polizei mit. Der Junge fiel am frühen Freitagmorgen aus dem dritten Stock auf den Gehweg. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am Unglücksort starb. Auch ein Notarzt konnte ihm nich...

Bürgerarbeit schlecht bezahlt

(nd). Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKE-Fraktion, Elke Breitenbach, hat den Senat dafür kritisiert, »offene Lohndrückerei« zu betreiben. Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage Breitenbachs geht hervor, dass die Beschäftigten im Öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS) bei einer Vertragsverlängerung nur noch 975 statt wie bisher 1300 Euro im Monat erhalten. 1035 Menschen sind davon...

Polizist erschießt Mann

(dpa/nd). Vor dem Roten Rathaus wurde am Freitagvormittag ein Mann von einem Polizisten angeschossen und starb wenig später an seinen Verletzungen. Der Unbekannte hatte zuvor nackt im Neptunbrunnen gesessen und sich dort mit einem Messer selbst verletzt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, soll er mit dem Messer auch einen Beamten bedroht haben, woraufhin dessen Kollege auf den Mann schoss. Ob d...

Wenn die Blase drückt

Ferienzeit - schönste Zeit. Auch die Berliner Schüler können für ein paar Wochen durchatmen und sich erholen. Und nicht nur vom gewöhnlichen Schulstress mit Mathe und anderen Gemeinheiten, sondern auch von zuweilen bedrückenden Qualen. Darauf machte jetzt der Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu in einer scharfen Anfrage an den Senat aufmerksam. Ob ihm bewusst sei, was es für Schüler bedeute, »...

ndPlusPeter Nowak

Auch die Böll-Stiftung leiht sich Arbeit

»Es tut gut, sich zu wehren und Forderungen zu stellen«, sagte Michael Rocher unter Applaus bei einer Kundgebung am Donnerstagabend vor der Bundeszentrale der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin-Mitte. Er gehört zu den 20 an die Leiharbeitsfirma Xenon vermittelten Beschäftigten.

ndPlusMalene Gürgen

Besser Wohnen für Hartz IV-Mieter

Die Debatte um die Übernahme der Kosten der Unterkunft (KdU) für ALG II-Bezieher geht weiter. Die Grünenfraktion stellte gestern ein Positionspapier zu dem Thema vor, in dem sie unter anderem fordert, ein zur Herstellung der Rechtssicherheit ein »Sanktionsmoratorium« zu verhängen.

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Penderecki kommt

(nd). Der weltweit gefeierte Komponist Krysztof Penderecki kommt nach Berlin, um im Vorfeld seines 80. Geburtstages mit den Schülern des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach drei seiner Werke zu proben und aufzuführen. Das Konzert findet am diesem Samstag um 18 Uhr in der Max-Taut-Aula in der Fischerstraße 36 in Lichtenberg statt. Zur Aufführung kommen Pendereckis Werke »Sinfonietta per ar...

Staatsoper zufrieden

(dpa). Die Berliner Staatsoper Unter den Linden ist mit ihren Besucherzahlen im Ausweichquartier Schillertheater zufrieden. In der dritten Saison in dem Theatergebäude in Berlin-Charlottenburg habe man mit mehr als 185 000 Besuchern eine Auslastung von 87 Prozent erreicht - genauso viel wie in der Saison 2011/12, teilte das Haus mit. Im Schillertheater gibt es mit 1000 Plätzen 400 Sitze weniger...

Filmnächte in Mitte

(nd). Nach der Premiere der UFA Filmnächte in Berlins historischer Mitte vor einem Jahr wird auch 2013 vor historischer Kulisse die große Leinwand gespannt, der Projektor ausgerichtet und die Bühne aufgebaut. Vom 15. bis 17. August zeigt Die Bertelsmann-Repräsentanz auf dem Schinkelplatz, zwischen Stadtkommandantur (heute Bertelsmann-Repräsentanz) und Friedrichwerderscher Kirche, gemeinsam mit ...

ndPlusGunnar Decker

Das gähnende Nichts

Hollywood ist überall. Und George Taboris Verhältnis zu dem Ort, wo man seine Kreativität zum Markte trägt, scheint auf emphatische Weise zwiespältig. Das liegt wohl daran, lag, dass er, der jüdische Emigrant, dort mit Brecht befreundet war und für Alfred Hitchcock Drehbücher schrieb. Da gerät das, was sich für fraglose Wirklichkeit hält, unausweichlich in ein mysteriöses Zwielicht. Georg...

ndPlusKurt Wernicke

Mordorgie als Test

Ein neuer gewichtiger Tupfer der Erinnerung im Rahmen des Themenjahrs »Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933 - 1938 - 1945« erfolgte dieser Tage zum 80. Jahrestag der »Köpenicker Blutwoche« am historischen Ort. Es wurde in neuer Fassung eingeweiht.

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Haasenburg-Kommission nimmt Arbeit auf

Potsdam (epd/nd). Die brandenburgische Untersuchungskommission zur Aufklärung von Misshandlungsvorwürfen gegen die Jugendhilfe-Einrichtung Haasenburg hat am Freitag ihre Arbeit aufgenommen. Untersucht werden sollen die aktuelle Situation in den geschlossenen Heimen des Trägers im Südosten Brandenburgs sowie mögliche Fälle aus zurückliegenden Jahren, sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD)....

ndPlusAlice Bachmann, Bremen

Eine seltsame Abiturfeier

Dieser Tage wurden Bremens beste Abiturienten 2013 im Rathaus empfangen, Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) hatte die jungen Leute eingeladen. Der Auftritt der Senatorin in eigener Sache stieß allerdings bei nicht wenigen auf Unverständnis.

Jörg Fischer, dpa

Exportmeister Saarland

Vor einem Jahr war nach 250 Jahren Schicht im Schacht: An der Saar endete die Kohleförderung. Zwar ist das Saarland schon lange kein Bergbauland mehr, doch die Nachwirkungen werden es noch lange begleiten.

Sara Charusta

Geocachen am Mörderberg

Wieso heißt die Jungfernheide Jungfernheide? Fanden im Springpfuhl früher Weitsprungwettbewerbe statt? Erschienen den Erbauern des Engelbeckens göttliche Lichtgestalten? - Heute startet die Serie »Ortsgeheimnis«, die verschiedenste Orte und die Herkunft ihrer Namen erkundet.

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Gericht lehnt Eilantrag ab

Karlsruhe (dpa). Gegner einer Fusion der Technischen Universität Cottbus mit der Hochschule Lausitz sind vorerst auch beim Bundesverfassungsgericht gescheitert. Ein Eilantrag von zwei Fakultäten der Technischen Universität wurde abgelehnt, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Damit kann die neue Universität Cottbus-Senftenberg am Montag gegründet werden. Mit dem Eilantrag wollten die Faku...

OB-Wahl in Chemnitz

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz fällt an diesem Sonntag die Entscheidung. Nachdem bei einem ersten Wahlgang am 16. Juni keiner der damals noch sieben Bewerber mehr als 50 Prozent erzielt hat, müssen rund 203 000 Chemnitzer jetzt noch einmal abstimmen.

Beratung für 71 000 Verbraucher

Potsdam (dpa). Mehr als 71 000 Bürger suchten im vergangenen Jahr die Hilfe der Verbraucherzentrale Brandenburg. Während die Zahl der Beratungen von Angesicht zu Angesicht bei allgemeinen Themen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zurückgegangen sei, werde das Angebot der Beratung per E-Mail verstärkt genutzt, sagte der scheidende Geschäftsführer Rainer Radloff am Freitag. »Viele nutzen au...

ndPlusKathrin Zeilmann, dpa

Netzwerke und Berührungsängste

Die Informatik ist eine Männerdomäne - an den Hochschulen wie in den Unternehmen. Warum ist das so? Welche beruflichen Perspektiven kann das Fach jungen Frauen bieten? Im bayerischen Bamberg wurde dazu ein Forschungsprojekt gestartet.

Sabrina Gorges, dpa

»Schlagt euch Wohnungen aus dem Fels!«

Aus Verzweiflung entstanden im Harz einst Wohnungen im Fels. Vor mehr als 160 Jahren trotzten Landarbeiterfamilien in Langenstein (Sachsen-Anhalt) dem Gestein den Wohnraum ab - in Handarbeit. Fünf Höhlenwohnungen sind immer noch da. Heute sind sie Attraktionen.

Reimar Paul, Göttingen

Sitzen auf Tropenholz

Neue Bänke stehen in der Göttinger Innenstadt, Sitz und Lehne sind aus Tropenholz. Doch die niedersächsische Stadt hat sich 1989 verpflichtet, zum Schutz der Regenwälder grundsätzlich auf Tropenholz zu verzichten.

ndPlusWilfried Neiße

Den Heimen nichts nachgewiesen

Eine Kommission soll die schweren Misshandlungsvorwürfe gegen die Haasenburg GmbH untersuchen, die drei Kinderheime in Brandenburg betreibt. Bildungsministerin Martina Münch (SPD) verspricht sich davon Antwort auf die Fragen »Was ist tatsächlich passiert?« und »Sind wir unserer Aufsichtspflicht ausreichend nachgekommen?« Bei der Vorstellung der Kommission am Freitag kam zur Sprache, dass ...

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ndPlusRegine Blöcher

Man muss doch wat mach'n!

Auch im Juni haben alle nur vom Wetter geredet. Hitze, Regen. Ich muss hier kein Wetter aushalten, könnte es mir jederzeit leisten, in den Süden zu fliegen, und dachte eines Tages: Dafür helfe ich aber mal anderen, denen es nicht so gut geht! Aktiv wurde ich bei »Laib und Seele«.

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Die freien Schulen von Erbin

In den Städten und Dörfern, die nicht mehr unter Kontrolle des Regimes sind, organisieren die Menschen zunehmend selbstständig die sozialen Dienste. Besonders der durch die kämpferischen Auseinandersetzungen oft und für lange Zeit ausfallende Schulunterricht macht Sorge.

Martin Glasenapp

Die dritte Option

Auch im dritten Jahr des Aufstandes gegen das Baath-Regime ist ein rasches Ende der syrischen Krise nicht abzusehen. Die Konflikte wirken unlösbar. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch ein neues Land erwachen: Frauengruppen streiten für mehr Mitsprache im öffentlichen Leben.

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Dieter Hanisch

Schüler als soziale Helden

Der Verein »Schüler Helfen Leben« (SHL) setzt sich für syrische Kinder und Jugendliche in den Flüchtlingslagern Za'atari und King Abdullah Park in Nordjordanien ein. Er ermöglicht Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten - in Kooperation mit einer lokalen Partnerorganisation.

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ndPlusIrmtraud Gutschke

Lass das Leben atmen

Philosophie: Liebe zur Weisheit. Um Weltzusammenhänge zu verstehen, das große Ganze zu deuten. Aber wozu? Philosophieren sei letztlich Bemühen um Wissen, wie das Leben geführt werden kann, formuliert Wilhelm Schmid - durchaus so, dass es für Laien verständlich klingt.

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ndPlusFranz Schandl

Raum für die meiste Zeit

Durch die Wohnung setze ich anderen eine Schranke, die nicht verletzt werden soll. Eine Wohnung ist, so betrachtet, der Prototyp des nichtöffentlichen Raumes. Die Möglichkeit des Versperrens, des unbegründeten Abschließens und Abschottens hat gewährleistet zu sein.

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Medea Benjamin

Der globale Siegeszug und die Mythen der Drohnen

In den letzten Jahren sind wir Zeuge einer neuen Art der Kriegführung geworden: Drohnenangriffe. Insbesondere seit dem Amtsantritt von USA-Präsident Barack Obama 2009. Die Verheißungen der Drohnen-Befürworter sind groß: preiswert, präzise bedienbar, wirksam gegen Terroristen.

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WOCHEN-CHRONIK

29. Juni 1913: Mit dem Angriff Bulgariens gegen Serbien beginnt der Zweite Balkankrieg, der sich an der Aufteilung Mazedoniens entzündete - Vorbote des im Folgejahr ausbrechenden Ersten Weltkrieges. 30. Juni 1688: Der von der parlamentarischen Opposition in England gegen König Jakob II. zu Hilfe gerufene Statthalter der Niederlande, Wilhelm III., erobert die Insel unblutig und besteigt im...

ndPlusRainer Holze

JahrBuch

Annelies Laschitza und Eckhard Müller arbeiten seit geraumer Zeit mit Hochdruck an der Edition von zwei neuen Bänden der »Gesammelten Werke« Rosa Luxemburg mit bislang unveröffentlichten Texten. Im neuen »JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung« bietet Müller eine Kostprobe.

Hans-Gerd Öfinger

Geprellte »Volksgenossen« und Zwangsarbeit

»Beeindruckend jung« präsentiert sich Wolfsburg zur 75-Jahr-Feier. Die niedersächsische Industriestadt, Stammsitz des mit ihr gewachsenen VW-Konzerns, setzt sich als weltoffene Stadt in Szene, die ihre Geschichte sauber aufgearbeitet habe. Wolfsburg und VW geben sich als Symbiose, als Hochburg deutscher Mitbestimmungs- und Konsenskultur mit einer zufriedenen Belegschaft. Dunkle Flecken, d...

ndPlusWerner Micke

Mit dem Ersten Sekretär unterwegs

Im Frühjahr 1968 wurde ich ins Büro von Walter Ulbricht bestellt. Der Erste Sekretär des ZK der SED suchte einen neuen Mitarbeiter. Er hielt mir einen Vortrag über die neue Verfassung der DDR, die in Kürze in Kraft treten sollte und stellte sie als Krönung des sozialistischen Staatsaufbaus dar, als grundgesetzliche Verankerung der Macht der Arbeiter und Bauern in der DDR. Mir wurde klar, dass e...

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Letzter Fotograf der Monroe

Der US-Modefotograf Bert Stern, der als letzter Fotograf von Marilyn Monroe bekannt wurde, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie seine Lebensgefährtin Shannah Laumeister mitteilte, starb Stern am Mittwoch in New York. In seiner mehr als 50-jährigen Karriere lichtete Stern einige der schönsten Frauen des Showbusiness ab, darunter Audrey Hepburn, Sophia Loren, Elizabeth Taylor und Brigitte Ba...

Zartheit der Lebenszeit

Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse erhält den diesjährigen Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 22. November überreicht. Die 1970 in Wien geborene und in einer Familie mit christlichen und jüdischen Vorfahren aufgewachsene Menasse habe sich von Beginn an als zeitkritische Autorin inmitten unserer Gesellschaft positioniert, heißt es ...

ndPlusKlaus Bellin

Goethes Schützling

Am Abend des 29. Oktober 1786 war es geschafft: Goethe hatte nach langer Flucht Rom erreicht und zog zu Johann Heinrich Wilhelm Tischbein an den Corso. Da wohnten noch zwei andere, Maler aus Deutschland auch sie, der Jüngere, Friedrich Bury. Goethe mochte ihn gleich.

Friedrich Schorlemmer

Leben mit den Fluten - Lernen aus der Flut!

Offensichtlich haben weder »die Politik« noch »das Volk« verstanden, was uns »die Flut« 2013 zum mutigen Umdenken und entschlossenen Umsteuern aufgibt: von der »Jahrhundertflut« - gewissermaßen als einer eher unwahrscheinlichen Ausnahme - redet niemand mehr.

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Volkmar Draeger

Klassik und Moderne - ein Spagat

Einmal jede Saison gehört die Semperoper den Studierenden der Dresdner Palucca Hochschule für Tanz. In dieser Matinee zeigen sie, was im Ausbildungsjahr erreicht wurde. Dabei verpflichtet die Namenspatronin jeweils zum Spagat zwischen Moderne und Klassik.

Der Prophet und sein Pressesprecher

Seit 2002 ist Christian Stückl Intendant am Münchner Volkstheater. Stückl inszenierte u.a. Hugo von Hofmannsthals »Jedermann« für die Salzburger Festspiele. 2006 gestaltete er im Auftrag André Hellers die Eröffnungsfeier der Fußball-WM. Mit dem Regisseur sprach Ingolf Bossenz.

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OUT of SPACE: News und Nonsens

Die Wertschätzung, die deutsche Facebook-Nutzer »seriösen« Medien beimessen, relativiert sich schlagartig angesichts des Erfolgs des Satireblogs www.der-postillon.com. Die Ein-Mann-Redaktion Stefan Sichermann veröffentlicht auf dieser Webseite ausschließlich gefälschte News, zum Bespiel: »Transferwahnsinn: FC Bayern München kauft Borussia Dortmund komplett für 550 Millionen.« Während der Witzge...

Zeugin der Verschwörung

Dass die Schauspielerin Anna Thalbach mal Kronzeugin für eine vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vermutete Verschwörung sein könnte, hat sie sich wohl nicht träumen lassen. Andererseits - sie ist selber Schuld. Ihre Ironie wurde wohl nicht überall gleichermaßen goutiert.

BLOGwoche: Nie mehr TV

Lebewohlsagen kann so lustig sein. Das beweist ein fiktiver Abschiedsbrief, den Torsten Dewi auf www.wortvogel.de an »das Fernsehen« schreibt. Unter dem Titel »Ich bin raus« wendet sich Dewi an alle in Deutschland ausgestrahlten Sender: »Ja klar, WM ging immer. Eurovision Song Contest auch. Dann und wann mal eine Doku im BR, ein Themenabend auf arte. Aber auch das hat nachgelassen, da müssen wi...

Axel Eichholz

Fernsehen der Zuschauer?

Russland hat ein neues öffentliches Fernsehen. Offiziell nahm der Sender OTR seine Sendungen Mitte Mai auf. Das Programm ist kostenlos landesweit zugänglich und wird zu den »Pflichtprogrammen« gezählt, die von allen Kabelnetzen, drahtlos und per Internet verbreitet werden müssen.

ndPlusThomas Klatt

Nicht wahlentscheidend

Keine drei Monate mehr und es ist Bundestagswahl. Wieder wird darüber diskutiert, ob die neuen Medien entscheidend Einfluss auf den Urnengang nehmen werden. Von den USA lernen, heißt Wählen lernen! Obamas Facebookseite mit über 34 Mio. »Gefällt mir«-Angaben ist ein Beispiel.

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Sanfte Roboterhand

Berliner Forscher haben eine weiche Roboterhand entwickelt, die präzise nach Objekten greifen kann. Betrieben werden die Silikonfinger durch Druckluft: Mit Hilfe von Luftkammern krümmen sie sich in die gewünschte Richtung. Die Hand wurde am Donnerstag auf der internationalen Konferenz »Robotics - Science and Systems« (RSS) an der Technischen Universität Berlin vorgestellt. Steuern lässt s...

ndPlusStefan Mentschel, Delhi

Nanopartikel gegen Keime

Dakshin Puri ist ein Slum im Süden der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Für die knapp eintausend Bewohner gibt es nur eine öffentliche Wasserstelle. »Manchmal gibt es zwei Wochen lang kein Frischwasser«, klagt Parvati, eine vierfache Mutter.

Martin Koch

Datensicherheit durch Primzahlen

Jede natürliche Zahl, die nur durch 1 und sich selbst teilbar ist, wird Primzahl genannt. Die 1 gilt per definitionem nicht als eine solche. Mithin ist die gerade Zahl 2 die kleinste Primzahl. Alle anderen Primzahlen sind ungerade: 3, 5, 7, 11, 13, 17 etc.

ndPlusJacqueline Myrrhe

Raumstation für alle

Liu Yang, Chinas First Lady des Weltraums, ist des Landes beste Botschafterin für internationale Raumfahrtkooperation. Sie, die am 16. Juni 2012, am 49. Jahrestag des Fluges von Walentina Tereschkowa in den Weltraum gestartet war, hält ein Jahr später, während der 56. Sitzung des Komitees für die friedliche Nutzung des Weltraums innerhalb des Büros für Weltraumangelegenheiten der Vereinten Nati...

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Udo Bartsch

Gefühlsachterbahn

»Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe«, beginnt August seine Erzählung. »Was immer ihr euch vorstellt - es ist schlimmer.« August ist zehn Jahre alt und hat bereits 27 Operationen hinter sich, die meisten davon im Gesicht. Bislang wurde der Junge zu Hause von seiner Mutter unterrichtet, nun soll er in eine Regelschule. Er will es, weil es ein Schritt in die Normalität wäre. Doch f...

Seniorsieg
ndPlusCarlos García Hernández, Schachlehrer

Seniorsieg

Von den zehn Supergroßmeistern, die das Tal Memorial gespielt haben, waren drei über 35 Jahre alt: Wladimir Kramnik (Russland; 37), Viswanathan Anand (Indien; 43) und Boris Gelfand (Israel; 44). Die Prognose lautete, dass die drei »Veteranen« das Turnier hinter der Nummer 1 der Welt, Magnus Carlsen (Norwegen; 22), beenden würden. Aber die Prognose war dieses Mal falsch. Carlsen wurde Zweiter, w...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges ge...

ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Baldrian und Mutterkraut bringen Licht ins Dunkel

Hätte ich bloß den Herbst nicht erwähnt in der vorigen Kolumne, denn schon haben wir den Salat. Nach extremen Hitzetagen stürzen uns die Wettermacher in fast herbstlich kühle Temperaturen. Aber lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen.

Jungfrau vor dem Untergang

Im Juli ist der Saturnring besonders gut zu beobachten. Mars und Jupiter erscheinen wieder am Morgenhimmel und liefern sich ein Wettrennen durch den Tierkreis. Ende des Monats sind viele Sternschnuppen zu sehen. In der Abenddämmerung erscheint Venus im Juli am Westhimmel.

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Wolfgang Weiß

Wo das Brathähnchen vom Teller sprang

Von Santo Domingo de la Calzada, einem mittelalterlichen Städtchen in der nordspanischen Region La Rioja, wird eine seltsame Geschichte erzählt. Der Sohn einer Pilgerfamilie aus Xanten in Deutschland sei fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt.

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ndPlusGabi Kotlenko

Gegen Oma Heidrun ist kein Kraut gewachsen

»Hier ticken die Uhren noch etwas langsamer. Doch die Menschen, die hier im Thüringer Wald geblieben sind, arbeiten mit viel Liebe für ihre Region.« Dem zweiten Satz ist nichts hinzuzufügen. Doch mit dem ersten widerspricht sich Rita Worm selbst, die auch »die Vorzeigefrau im Thüringer Wald« genannt wird. Wer ihren täglichen Tanz auf vielen »Hochzeiten« erlebt, rätselt: Woher nimmt diese Frau n...