Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Seite 1

Unten links

Es gibt wieder einmal Streit um den Soli. Die einen wollen ihn behalten, die anderen bieten ihm Paroli. O Soli mio! Soli steht für Solidaritätszuschlag. Doch so etwas Ödes will heutzutage niemand mehr hören oder lesen. Deutschland ist nicht nur der Hort der Demokratie, sondern auch des Diminutivs. Es gibt Spätis (Spätverkaufsstellen) und Petis (Petitionen), Lautis (Lautsprecher) und Transpis (T...

ndPlusTom Strohschneider

Unser Soli

Brauchen wir den Solidaritätszuschlag noch? Ein Stammtisch ohne ist jedenfalls kaum vorstellbar: Die einen glauben, sie und sie allein hätten darüber den »Aufschwung Ost« finanziert. Andere beklagen, hier seien Milliarden im Osten allenfalls ausgegeben worden - verdient worden sei daran nur im Westen.

FDP rebelliert gegen Merkels Solipläne

Berlin (nd-van Riel). Zwischen CDU und FDP ist ein Streit über die Zukunft des Solidaritätszuschlages entbrannt. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich am Wochenende dafür ausgesprochen hatte, die spezifische Förderung Ostdeutschlands nach 2019 zu beenden, den Solidaritätszuschlag aber beizubehalten, widersprachen nun die Liberalen. »Die Kanzlerin macht einen Fehler«, sagte FDP-Hausha...

ndPlusFabian Lambeck

Pofalla unter Druck

Über das Ausmaß der deutsch-amerikanischen Kooperation bei der Überwachung des Internets kann nur spekuliert werden. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, der für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig ist, war tagelang von der Bildfläche verschwunden. Nun will er den Geheimausschuss des Bundestages informieren.

Seite 2

Chance für Sündenböcke

Der Weltjugendtag gilt als das größte von der römisch-katholischen Kirche veranstaltete internationale Treffen. Initiator war der polnische Papst Johannes Paul II. 1984 wurde in Rom erstmals das »Internationale Jubiläum der Jugend« gefeiert. Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. Köln war als erste deutsche Stadt 2005 Gastgeber, der deutsche Papst Benedikt XVI. ließ sich dort bej...

ndPlusIngolf Bossenz

Schleudersitz Heiliger Stuhl

Franziskus verlässt das erste Mal seit seiner Wahl zum Papst den Kirchenstaat zu einer großen Auslandsreise. Während er in Lateinamerika zu Hause ist, wohnt er im Vatikan immer noch im Gästehaus Santa Marta.

Andreas Behn, Rio de Janeiro

Zuckerhut und Peitsche

Papst Franziskus erwarten in Brasilien neue Proteste gegen Pomp und Geldverschwendung. Derweil bedrohen protestantische Pfingstkirchen die Vormachtstellung der Katholiken.

Seite 3
ndPlusHans-Dieter Schütt

Siegerjustiz und Talent

Alle Justiz ist Siegerjustiz. Wer dies Wort moralisch klagend ausspricht, leugnet eine Grundwahrheit: Wer siegt, sagt an. Dass Siegerjustiz ungerecht ist, stimmt: Sie bevorzugt nicht den, der bislang herrschte, nutznießerte.

Hans-Dieter Schütt

Weltmeister in der »Kreisklasse«

Natürlich umgibt ihn das Traumatische, das Dämonische, das Ersehnte, das sich in jede kräftige Schauspielergestalt krallt: Der Ort vor der Kamera möge ein unbedingter Erfüllungsort sein, und zwar für das eigentliche Substanzleben. Wo man denn spielen darf, als ginge es um alles. Wo man›s spielend genießt - obwohl es um gar nichts geht. Wo man mit jeder Rolle den Weltumfassungsschädel eines gewa...

Seite 4
ndPlusKurt Stenger

Kein »Weiter so«

Für die Bundesregierung ist klar: Die Lage bei den Steuereinnahmen ist angesichts neuer Rekordstände gut; irgendwelche Erhöhungspläne, wie sie die Oppositionsparteien hegen, würden nur Wirtschaft und Investoren verunsichern. Doch ist in der Bundesrepublik wirklich alles in Butter, da im Unterschied zu den meisten anderen Euroländern die Staatseinnahmen spürbar steigen und die Haushaltsdefizite schwinden?

Detlef D. Pries

Japans »eine Partei«

Japan sei zurückgekehrt zur »Ein-Parteien-Demokratie«, heißt es nach dem Erfolg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) unter Regierungschef Shinzo Abe bei den Oberhauswahlen. Tatsächlich beherrscht die LDP im Verein mit ihrem Juniorpartner Komeito wieder beide Häuser des japanischen Parlaments und kann Gesetze ganz nach ihren Vorstellungen verabschieden.

ndPlusRené Heilig

Ab in den Urlaub!

Ein neuer Untersuchungsausschuss hat seine Arbeit aufgenommen. Über 500 Millionen Euro Steuergeld wurden verbrannt, um eine Aufklärungsdrohne zu bauen, die einen Technologiesprung darstellen sollte. Mit Hilfe des »Euro Hawk« wollte Deutschland in der ersten Liga der militärischen Weltverbesserer mitspielen.

ndPlusUwe Kalbe

Grenzgänger

Beim Einkaufen wird er noch immer erkannt. Ihn vorzustellen ist dennoch eine nicht ganz einfache Sache. Er ist: ein Niederbayer in Senegal, ein Bayer in Hessen, ein CSU-Mitglied auf einem CDU-Mandat. Ein Mann mit Standortproblemen.

Stinkend faul und böse

Den modernen, flexiblen, hippen Geheimdienst der USA darf man auf gar keinen Fall nicht mit der Stasi vergleichen. Gott behüte! Das meine nicht nur ich, das meint auch die Bundeskanzlerin. Einen fußwunden Wanderer kann man ja auch nicht mit einem dieser Flugzeuge vergleichen, die schneller als der Schall sind. Die NSA hat das papierfreie Büro eingeführt - und die Stasi?

Seite 5
ndPlusAert van Riel

Jeder kämpft für sich allein

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Debatte über den Solidaritätszuschlag gegen ihren Koalitionspartner FDP gestellt. Wahlkampfhilfe soll es dieses Mal für die Liberalen offenbar nicht geben.

Rudolf Stumberger

Geheime Zusatznote

Der Süden Deutschlands ist nach Presseberichten bevorzugte Abhörregion des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Und das beruhe sogar auf geheimen Abkommen, meint der Freiburger Historiker Josef Foschepoth.

Seite 6

Bundesanwalt klagt Syrier an

Karlsruhe (dpa/nd). Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Spion des syrischen Geheimdienstes erhoben. Der Mann soll syrische Oppositionelle ausgespäht haben, teilte die Behörde am Montag mit. Es ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Tage. Am vergangenen Freitag hatte die Anwaltschaft einen Deutsch-Syrer wegen Agententätigkeit für die Regierung von Baschar al-Assad ...

Warnung vor nationalem Egoismus

Berlin (epd/nd). Mit einem Offenen Brief haben sich prominente Christen vor der Bundestagswahl gegen eine »Militarisierung« und einen »neuen Nationalismus« in der Bundesrepublik stark gemacht. »Deutschland wird immer mehr zum Akteur einer militärgestützten Interessen- und Machtpolitik«, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben. Anstatt eine Friedenspolitik zu pflegen, bediene die de...

Hohe Mieten machen arm

Die Miete ist für viele Haushalte der größte feste Ausgabeposten - und laut einer Studie teilweise so hoch, dass sie ärmere Familien mit Kindern vor allem in Ballungszentren unter die Armutsgrenze drückt.

ndPlusRené Heilig

Drohnendebakel: Mehr Würstchen als »Euro Hawk«

Der Untersuchungsausschuss um die Aufklärungsdrohne »Euro Hawk« hat am Montag mit der Zeugenbefragung begonnen. Ihm bleibt wenig Zeit bis zur Bundestagswahl. An 6 Sitzungstagen sind 19 Zeugen geladen - darunter zwei einstige und der aktuelle Verteidigungsminister.

Seite 7

Vorwürfe an Kairo

Kairo (dpa/nd). Die Familie des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat schwere Vorwürfe gegen das Militär erhoben, das den Politiker an einem unbekannten Ort festhält. »Wir klagen (den Armeekommandanten) Abdel Fatah al-Sisi und die anderen Putschführer an, den Bürger und Präsidenten Mohammed Mursi entführt zu haben«, sagte Mursis Sohn Osama am Montag auf einer Pressekonferenz in ...

Portugal setzt Sparkurs fort

Nach einer Rede von Präsident Aníbal Cavaco Silva will Portugals Ministerpräsident einen Schlussstrich unter die schwere Regierungskrise ziehen.

Zwischen Nationalismus und Pragmatismus

Japans Regierungschef festigt seine Machtbasis mit dem Sieg bei der Oberhauswahl. Jetzt kann er seine nationalistischen und wirtschaftlichen Ziele gestärkt angehen. Dabei muss er unterschiedliche Erwartungen erfüllen - ein schwieriger Balanceakt.

ndPlusOliver Eberhardt, Kairo

Abbas und Netanjahu in heikler Lage

Zur Unterstützung der verabredeten neuen Runde von Nahostfriedensgesprächen will die israelische Regierung rund 80 palästinensische Langzeithäftlinge freilassen. Einzelheiten müssen offenbar noch beschlossen werden. Die EU will die Friedensinitiative unterstützen.

Seite 8

Assad will nach Genf

Moskau (dpa/nd). Syrien verhandelt mit Russland über einen Kredit. Er hoffe, dass es noch in diesem Jahr eine Einigung geben werde, sagte der syrische Vizeregierungschef Kadri Dschamil am Montag nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Allerdings sei es noch zu früh, Zahlen zu nennen, sagte Dschamil der Agentur Interfax zufolge. Der Minister kündigte zu...

Hisbollah auf Terrorliste

Ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien setzt die Europäische Union den militärischen Arm der libanesischen Hisbollah-Miliz auf die EU-Terrorliste.

Anna Maldini, Rom

Streit um Flughafen Comiso

Er wurde in den 30er Jahren von den Faschisten gebaut und ein paar Jahre lang auch von der deutschen Luftwaffe benutzt, bevor er zum US-amerikanischen Stützpunkt wurde. Seit Wochen kämpfen Bürger dafür, dass der Flughafen Comiso auf Sizilien umbenannt wird. Wieder einmal.

Jürgen Vogt, Buenos Aires

Frauenduell ums Präsidentenamt in Chile

In Chile kommt es bei der Präsidentschaftswahl im November zu einem Frauenduell. Am vergangenen Sonnabend wurde Arbeitsministerin Evelyn Matthei von der rechten Unabhängigen Demokratischen Union (UDI) zur Spitzenkandidatin des Regierungslagers ernannt.

Seite 9

Wachsender Schuldenberg

Während sich der deutsche Staat über höhere Steuereinnahmen freuen kann, sind anderswo in Europa rote Zahlen zu verzeichnen. Nach am Montag veröffentlichten Berechnungen des EU-Statistikamtes Eurostat für das erste Quartal 2013 sind die Schuldenberge weiter gewachsen - nicht zuletzt aufgrund von rezessionsbedingt gesunkenen Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte. Demnach betrug der öffentli...

Amazon-Mitarbeiter streiken weiter

Bad Hersfeld (Agenturen/nd). Im Streit um einen angemessenen Tariflohn beim Internet-Versandhändler Amazon macht die Gewerkschaft ver.di weiter Druck. Die Beschäftigten am bundesweit größten Standort im hessischen Bad Hersfeld haben am Montag erneut die Arbeit niedergelegt. Zahlreiche Mitarbeiter der Frühschicht seien in den Ausstand getreten, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft. »Wir ...

Kurt Stenger

Fiskalbericht: Verbesserte Kassenlage

Die Finanzminister von Bund und Ländern plagen aktuell keine akuten Nöte. Ihre Einnahmen liegen auf Rekordniveau. Von Januar bis Ende Juni betrug das Aufkommen 277,5 Milliarden Euro, wie aus dem am Montag veröffentlichten Juli-Bericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Seite 10
Carey L. Biron, Washington (IPS)

Ethnische Vertreibung mit US-Hilfe?

Die USA und Großbritannien sehen sich derzeit mit Vorwürfen konfrontiert, Berichte äthiopischer Volksgruppen über Zwangsvertreibungen und Menschenrechtsverletzungen im Zuge großer Entwicklungsprojekte ignoriert, toleriert oder verharmlost zu haben. Obwohl die US-Entwicklungsagentur USAID und ihr britisches Pendant DFID Untersuchungsmissionen zu den betroffenen Gemeinschaften entsandt habe...

Martin Ling

Legt die Multis an die Kette!

Es ist mehr als nichts: Die 20 führenden Industrienationen (G20) haben dem Aktionsplan für faire Besteuerung multinationaler Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) am Wochenende in Moskau ihre Zustimmung erteilt.

ndPlusHilmar König, Delhi

Schulessen mit tödlichen Folgen

Eines der größten und bedeutendsten Wohltätigkeitsprogramme Indiens - das »Mid-day meal« - ist durch mehrere verheerende Vorkommnisse der letzten Tage in Kritik geraten. Besonders hart traf es eine Grundschule , wo am Dienstag vor einer Woche 23 Kinder starben.

»Die Wut an der Basis wächst«

Adam Mahomed Habib ist Vizekanzler und Prinzipal an der Witwatersrand- Universität in Johannesburg. Mit dem Professor für Politikwissenschaftler sprach für »nd« Christa Schaffmann über das Südafrika fast 20 Jahre nach der Überwindung der Apartheid.

Seite 11

Teileröffnung verzögert nicht Gesamtprojekt

(dpa). Die Betreibergesellschaft hält Bedenken gegen eine Teileröffnung des neuen Hauptstadtflughafens für unbegründet. »Die Teileröffnung, über die wir nachdenken, verzögert nicht die Gesamtinbetriebnahme des Flughafens«, sagte der Sprecher Ralf Kunkel am Montag. Er reagierte damit auf Äußerungen des für die Flughafen-Baugenehmigungen zuständigen Landrats Stephan Loge (SPD) aus dem Landkreis D...

Der Beutel ist Pflicht

Das ist gut zu wissen: Auch für die Ordnungshüter bzw. deren vierbeinige Helfer gibt es keine Sonderregelungen. »Gilt die allgemeine Beseitigungspflicht von Hundekot auch für HundeführerInnen der Berliner Polizei?«, wollte die Abgeordnete Susanne Graf (Piraten) vom Senat wissen. Ein klares »Ja« gab es dazu jetzt aus der Innenverwaltung. Selbst HundeführerInnen aus anderen Bundesländern müssen i...

Hochschulen kriegen mehr Geld

(nd-Hutter). Die Präsidien der Berliner Hochschulen haben vergangene Woche einen Entwurf der neuen Hochschulverträge unterzeichnet. Damit einigten sie sich mit Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) auf einen Finanzrahmen bis 2017. Er sieht vor, dass Berlins Hochschulen schrittweise mehr Geld bekommen: von rund 1,06 Milliarden für 2013 bis 1,18 Milliarden für 2017. Diese Steigerung ...

ndPlusMalene Gürgen

Kita-Kinder haben’s leichter

Kein Kind kommt um die Einschulungsuntersuchung herum. Hier werden die künftigen Schulkinder gemessen und gewogen, ihr Impfstatus wird erfasst, ihr Seh- und Hörvermögen getestet. Außerdem wird die motorische, kognitive und sprachliche Entwicklung überprüft.

Marina Mai

»Weltpolitische Probleme vor unserer Haustür«

In Reinickendorf haben sich Nachbarn juristisch gegen ein Asylbewerberheim in der Nachbarschaft zur Wehr gesetzt. Demnach hat eine Wohneigentümergemeinschaft der angrenzenden Wohnungen Widerspruch gegen eine Baugenehmigung eingelegt.

Seite 12

Berliner Küche: deftig oder raffiniert

Ein Blick in die Historie des Berliner Brauerei- und Gaststättenwesens darf nicht fehlen im reich illustrierten Buch »Typisch Berliner Küche«. Aber vor allem ist es der Autorin Ute Scheffler um eine Zusammenstellung von Rezepten gegangen. Unter dem Motto »So schmeckt Berlin« findet sich Traditionell-Deftiges wie Currywurst, Berliner Sauerbraten, Königsberger Klopse und natürlich das Eisbein nic...

Tage der jüdischen Kultur

(epd). Zum 27. Mal laden die Jüdischen Kulturtage in Berlin vom 15. bis 25. August zu Musik, Theater, Lesungen, Ausstellungen und Straßenfest ein. Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, stehen zahlreiche Konzerte auf dem Programm, darunter mit Klezmer-Klarinettist Giora Feidman im Team mit Schauspieler Ben Becker oder dem israelischen Superstar Shlomo Artzi. Dieser füllt den Angaben zufolge...

Hanna Ongjerth

Kulturachse Berlin-Budapest

Ein junger Mann balanciert auf dem Tisch und klebt ein anderthalb Meter breites weißes Plakat mit einem Tesafilm an die Fassade der Budapester Kulturkneipe »Telep«. Sein Kopf ist kahl rasiert, sein Gesicht von einem dunkelbraunen Stoppelbart bedeckt.

Seite 13
ndPlusBernd Kammer

Auch Zwergschnauzer schnappten zu

In der Beißstatistik des vergangenen Jahres haben sich wieder allerlei possierliche Vierbeiner verewigt. Pudel und Zwergschnauzer zum Beispiel je dreimal, der Mops zweimal. Damit haben diese Tierchen nach Senatsangaben in etwa genau so häufig gebissen wie Bull Terrier.

ndPlusAlexander Riedel, dpa

Wenn Behörden Geheimsprache sprechen

Je weniger ein Bürger die Behördenpost versteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Widerspruchs oder einer Klage dieses Bürgers dagegen. Dennoch bleiben viele Behörden bei unverständlichem Amtsdeutsch. Warum? »Fachsprache ist immer auch Geheimsprache und dient dazu, Macht zu erhalten«, meint Lothar Wiegand in Potsdam.

Martin Kröger

Turnen am Alternativstandort

Die Ermittlungen zum Brand der Turnhalle des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums vor drei Wochen in Lichtenberg laufen noch. »Die Brandursache war mit 99,9-prozentiger Sicherheit vorsätzlich«, erklärt Polizeisprecher Guido Busch gegenüber »nd«.

Seite 14

Hungerstreik im Hospital

Eisenhüttenstadt (dpa/nd). Zwei am Hungerstreik im Abschiebegefängnis in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) beteiligte Männer befinden sich noch im Krankenhaus. Die Situation sei unverändert, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Montag. In der Haftanstalt hatten vor der Abschiebung stehende Ausländer vor gut einer Woche einen Hungerstreik begonnen. Sie wollten damit gegen die ihrer Meinun...

Robert Luchs, Mainz

Mainz reaktiviert verlassene Notquartiere

In Mainz werden leer stehende Notunterkünfte in der Zwerchallee wohl wieder zu Flüchtlingsherbergen. Der ursprüngliche Plan der Stadt war auf Widerstand Mainzer Bürger gestoßen.

Rätsel ums Rind

Zelliner Loose (dpa). Eine Herde mit knapp 30 jungen Rindern ist im Oderbruch eine Woche nach ihrem Verschwinden wieder aufgetaucht. Die Tiere standen am frühen Montagmorgen vor dem Stall, in dem ein kleiner Bauernbetrieb in Giesdorf-Zelliner Loose (Märkisch-Oderbruch) seine Mutterkühe hält. Experten können sich das Verschwinden bislang nicht erklären. »Es ist fast ein Wunder«, meinte Fri...

Stefan Engelbrecht, dpa

Vergessene Strahlenquellen

Mitten im Thüringer Wald schlummern ehemalige Uran-Bergwerke vor sich hin. Sie sind nicht Teil des Wismut-Sanierungskonzepts, obwohl die Gefahr laut Umweltschützern auch hier groß ist. Das Umweltministerium will die Sache nun neu bewerten.

ndPlusJürgen Ruf, dpa

Inhalt statt Dudelfunk

Radio Dreyeckland funkt gerne dazwischen: Der links-alternative Sender aus Freiburg ist Vorreiter der freien Radios in Deutschland. Vor 25 Jahren wurde er als erstes freies Radio in Deutschland legal.

Seite 15

Vorteil für Barlach

Im juristischen Tauziehen um das Schicksal von Suhrkamp gibt es eine abermalige Wende: Die Familienstiftung von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz darf ihre eigenen Gewinnforderungen für 2010 und 2011 nicht fällig stellen. Dies hat das Landgericht Frankfurt auf Antrag von Minderheitsgesellschafter Hans Barlach in einer einstweiligen Verfügung entschieden. Ein Gerichtssprecher bestätigte am Mon...

ndPlusKlaus Bellin

Traum vom vollendeten Buch

Der Boden war brüchig, aller Einsatz vergebens, die Krise unübersehbar. Harry Graf Kessler stand 1906 als Geschlagener da, vertrieben von einem ungehobelten, machtgierigen Großherzog und seinen Getreuen.

Seite 16
Irmtraud Gutschke

Maskierter Bestseller

Autorin stinksauer, Verlag hocherfreut. Nicht nur deshalb kann man bei Blanvalet München jubeln, weil man bald den neuen Roman von J. K. Rowling zu verkaufen hat, den es bislang nur als E-Book gibt, sondern auch, weil die Lizenz dafür nicht so teuer war, wie sie es mit dem Namen der Schriftstellerin gewesen wäre, die die »Harry Potter«-Reihe verfasste. »The Cuckoo›s Calling« war im Febru...

ndPlusSabine Neubert

Schweigen brechen

Als Kind wurde ich missbraucht. Von einem Mann, der sich mein Vater nannte. Ich bin aufgewachsen in Dunkelheit und Schweigen.» Die Sätze stammen aus dem Brief einer jungen Verwandten der Autorin, den sie ihrem Roman hinzugefügt hat, und er benennt genau das, was Corinna T. Sievers mit ihrer Geschichte bezwecken möchte: Sie will Schweigen brechen, sie will Licht ins Dunkel bringen. Corinna...

Gabriel Rath

Tragisches wird ausgeblendet

Ein typisches Trauergebet auf einer jüdischen Beerdigung gedenkt der Verstorbenen mit den Versen aus dem Buch Kohelet: »So lange wir leben, werden auch sie leben.« Das trifft ganz besonders auf die Musikerin Amy Winehouse zu, deren Todestag sich am Dienstag zum zweiten Mal jährt.

ndPlusSebastian Moll

Schlimmer als befürchtet

Es war klar, dass das nicht gut gehen konnte. Eine Hommage an den Punk in den Hallen der vielleicht bekanntesten großbürgerlichen Institution, die man sich nur vorstellen kann, muss schief gehen. Doch die Ausstellung zum Einfluss des Punk auf die Mode im Metropolitan Museum an der New Yorker Fifth Avenue übersteigt noch die schlimmsten Befürchtungen. Jedem Besucher, der auch nur den vagesten Be...

Seite 17
ndPlusUlrike Henning

Bohne mit Biss

Das Sortiment besteht schon lange nicht mehr nur aus Kaffeebohnen: Schmuck, Kleidung, Geschirr, Möbel, Bahntickets oder Fernkurse gibt es bei Tchibo. Jetzt hat sich der Kaffeeröster etwas Neues einfallen lassen. Über eine spezielle Kundenkarte bietet er Zahnersatz an.

André Anwar

Autist gesucht

Die dänische Organisation »Die Spezialisten« vermittelt seit neun Jahren anspruchsvolle Arbeitsstellen für Autisten. Ihre Schützlinge haben oft ein besseres Gefühl für Details als Nicht-Autisten. Die deutsche Softwareschmiede SAP will weltweit 650 Autisten anstellen.

Seite 19
Alexander Sarter und Jana Lange, SID

Frauenfußball-EM: Einfach schön

Simone Laudehr konnte in der Rückrunde kein Bundesliga-Spiel absolvieren und wurde dennoch für die EM nominiert. Nach der historischen Pleite im Vorrundenspiel gegen Norwegen hat das Risiko nun im Viertelfinale ausgezahlt.

ndPlusAndreas Morbach, Barcelona

Schwere Majestätsbeleidigung

Nachdem Patrick Hausding mit Sascha Klein das erste deutsche WM-Gold im Turmspringen seit 40 Jahren gewonnen hat, kündigt er in Barcelona weitere Großtaten an.

Seite 20
ndPlusStephan Scheuer, dpa

Beben in China tötet 75 Menschen

Schon wieder bebt die Erde in China. 75 Menschen sterben, Hunderte werden verletzt. Tausende Häuser stürzen ein. Das genaue Ausmaß kennt niemand, die Retter arbeiten sich durch die Trümmer.

Barbara Barkhausen

Wellington fürchtet neue Erdstöße

Von Barbara Barkhausen Nach einem schweren Erdbeben am Sonntag hat die Bürgermeisterin von Wellington, Celia Wade-Brown, ihre Bürger am Montag gebeten, zu Hause zu bleiben und nicht in die Büros in der Innenstadt zu kommen. Experten versuchten derweil fieberhaft, das Ausmaß der Schäden an Gebäuden und Straßen zu beurteilen, während etliche Nachbeben die Menschen in der Hauptstadt Neuseela...

ndPlusReiner Oschmann

»Überstunden sind eine Auszeichnung«

In diesen NSA-beherrschten Wochen soll einmal nicht von Lauschangriffen die Rede sein. Schließlich ist Urlaubszeit, da will die Seele baumeln. Das ist in den USA nicht anders als bei uns. Nur: Der Urlaubswunsch geht in Amerika viel seltener als bei uns in Erfüllung.