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ndPlusUwe Kalbe

Unten links

Equal Pay, gleiche Bezahlung für Frauen! Nachdem der Equal Pay Day auch dieses Jahr ohne irgendeine Veränderung verstrichen ist, wird es Zeit für das nächste Frauenprojekt: die Notenquote in Großbritannien. Während Frauen weltweit durchschnittlich 15 Monate arbeiten müssen, um auf das Jahresgehalt von Männern zu kommen, müssen britische Frauen zusätzlich ertragen, dass sie beim Geldausgeben dau...

ndPlusRené Heilig

Was raucht Pofalla?

Man kann sich selbst unter Aufbietung aller Fantasie nicht vorstellen, wie Ronald Pofalla im Garten des Kanzleramtes sitzt und eine »Tüte« raucht. Irgend etwas muss Merkels Hausmeister aber genommen haben, denn schon vor Beginn der gestrigen Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums sagte der CDU-Politiker doch tatsächlich, er werde sämtliche Vorwürfe zweifelsfrei klären.

Lehrer und Facebook

Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (SPD) hat sich bei einem Teil der Medien und der Öffentlichkeit unbeliebt gemacht. »Bild« hat ihn gar zum »Verlierer des Tages« erklärt, die Junge Union bezeichnete ihn als »analoge Spaßbremse«.

Ralf Streck, San Sebastián

Tragödie in Santiago de Compostela

Am Mittwochabend ist ein Schnellzug in einer Kurve drei Kilometer vor dem Stadtzentrum von Santiago de Compostela entgleist. Bei dem Unglück verloren nach offiziellen Angaben mindestens 80 Menschen ihr Leben. Mehr als 130 Menschen wurden verletzt, 20 von ihnen sind in Lebensgefahr.

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Es gibt immer einen Rechtsweg

● Herr Nürnberger, Sie sind erst wenige Tage im Amt und müssen sich schon mit einem Hungerstreik von Häftlingen auseinandersetzen. Ein turbulenter Arbeitsbeginn? Erfreulicherweise hat sich die Lage beruhigt. Zwei Häftlinge nehmen wieder Essen zu sich und bald werden es hoffentlich auch die übrigen tun. Was meine persönliche Situation angeht: Natürlich ist das ein Einstieg, der nicht...

Johanna Treblin

Abschiebung trennt Familien

Flüchtlinge, denen die Abschiebung droht, haben häufig nicht mehr viele Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Doch nahezu bundesweit wird gegen die deutsche Asylpolitik protestiert, die Flüchtlinge werden dabei von zahlreichen Initiativen und unterstützt.

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Rainer Schultz

Internet »a lo cubano«

Kuba hat mit offiziell 25 Prozent eine sehr niedrige Internetdichte. Das heißt, nur jeder vierte Kubaner hat Zugang zum Netz. Von dieser Zahl ist zudem ein Großteil abzuziehen, der eigentlich nur Zugang zum kubanischen Netz hat, dem Intranet. Der Hauptgrund: Das Internet wird von USA-Technologie dominiert und die ist aufgrund des 1962 von der Supermacht verhängten Embargos in Kuba nur schwer ve...

ndPlusRainer Schultz, Havanna

Kubas Revolution erfindet sich neu

Der Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba am 26. Juli 1953 gilt trotz des Scheiterns als Initialzündung für die kubanische Revolution. Auch 60 Jahre danach wird der Tag groß gefeiert. Das Augenmerk der Kubaner gilt 2013 jedoch den Reformen unter Raúl Castro, der vor fünf Jahren seinen Bruder Fidel an der Staatsspitze ablöste - am 26. Juli 2008.

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ndPlusGabriele Oertel

Merkels Mikado

Man kann die Wasserstandsmeldungen diverser Umfrageinstitute ignorieren. Nicht aber, dass die Union sich im Allzeithoch befindet und die Beliebtheitswerte der Kanzlerin offenbar nur noch nach oben offen sind. Dass Angela Merkel sich vom Drohnendebakel und dem NSA-Abhörskandal Wochen vor dem Wahltermin von der bewährten Strategie des Aussitzens abbringen lassen würde, hat vermutlich keiner erwartet.

Roland Etzel

Verdachtsunabhängig

Als der Bürger Louis Capet 1793 vom Nationalkonvent zum Tode verurteilt wurde, geschah das mit einer Mehrheit von 361: 360 Stimmen. Das Beil. Die Knappheit des Urteils vermochte der Schärfe seiner Schneide nicht das Geringste zu nehmen. Wir wissen von der blutigen Angelegenheit deshalb, weil die »Bürger Capet« genannte Person in Frankreich viel besser als König Ludwig XVI. bekannt war.

Thomas Blum

Weniger Unterhosenspione

Keiner behaupte, es gäbe heutzutage keine guten Nachrichten mehr! Hier ist eine: Durch die Zusammenlegung der Redaktionen von »Bild« und »B.Z.« sollen etwa 50 Stellen wegfallen. Der dümmste Satz dazu steht in der »Berliner Zeitung«: »Beide Titel sollen aber ihre publizistische Eigenständigkeit behalten.« Das klingt ein bisschen wie: Beide beschmierten Toilettenwände sollen ihre publizistische Eigenständigkeit behalten.

Detlef D. Pries

Der Advokat

Ein paar Hemden habe er Edward Snowden gebracht, berichtete Anatoli Kutscherena, nachdem er den US-Amerikaner am Mittwoch im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo besucht hatte. Auch Dostojewskis »Schuld und Sühne« und ein Sammelband mit Tschechow-Werken gehörten zu den Mitbringseln des Anwalts.

Häuserkampf in Holland?

nd: Auch in den Niederlanden nehmen Wohnungsnot und Räumungen zu. Gibt es Widerstand? Verweij: Das Problem wird eher als individuelles gesehen. Eine Bewegung dagegen gibt es bisher nicht. Aber es existieren mehrere Mieterorganisationen, von denen die meisten jedoch auf Seiten der Wohnungsbaugesellschaften stehen. Dazu trägt auch die niederländische Tradition der Konsensgesellschaft bei. Sozia...

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Neue Vorwürfe gegen de Maizière

Berlin (dpa/nd). In der Drohnenaffäre hat die SPD nach dem Auftauchen eines neuen, womöglich belastenden Dokuments schwere Vorwürfe gegen Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) erhoben. »Nach der Aktenlage hat er nicht die Wahrheit gesagt«, sagte der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels der »Neuen Westfälischen«. Im Untersuchungsausschuss hatte die SPD am Mittwoch eine E-Mail mit...

René Heilig

Merkels letzte Sandsäcke

Nach wochenlangem Schweigen zur NSA-Spionageaffäre sollte der für den BND und die Koordination aller geheimen Behörden zuständige Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) nun Auskunft geben. Natürlich nur für das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste (PKGr).

ndPlusFabian Lambeck

»Frust und Verzweiflung«

Ein Papier des Bezirkspersonalrates Nordrhein-Westfalen zeigt, wie angespannt die Situation in den Jobcentern ist. Fragwürdige Vermittlungskonzepte, manipulative Zielvorgaben und Probleme mit der neuen E-Akte bringen viele Angestellte auf die Palme.

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René Heilig

Gericht mit Lehrauftrag

Gestern absolvierte der zuständige Senat des Münchner Oberlandesgerichtes den 28. Verhandlungstag gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der rechtsextremistischen NSU-Terrorgruppe, der unter anderem zehn Morde aus zumeist rassistischen Motiven zugeschrieben wird.

ndPlusRudolf Stumberger, München

Aufforderung zum Gesinnungs-TÜV

Ob links oder ganz rechts - die bayerischen Behörden machen da keinen Unterschied. Diese Auffassung bekam jetzt ein Journalist aus der Schweiz zu spüren.

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Unbegrenzte Bespitzelung

Lang genug habe die NSA in privaten Belangen unschuldiger US-Bürger herumgeschnüffelt, fand Justin Amash. Der republikanische Abgeordnete scheiterte jedoch damit, das Ausspähen in den USA zu stoppen.

Prozess gegen Bo Xilai soll bald beginnen

Chinas Staatsanwaltschaft wirft dem entmachteten Spitzenpolitiker Bo Xilai schwere Verbrechen vor. Der Prozess kann daher bald beginnen. Der 64-jährige Bo kooperiert indessen offenbar nicht.

ndPlusKarin Leukefeld, Damaskus

Syrien: Lange Ankunft einer UN-Mission

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile mehr als 100 000 Menschen getötet worden. Diese Zahl nannte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag in New York, wo er neue Anstrengungen für eine Friedenskonferenz forderte.

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EU verlangt gemeinsame Rüstung

Brüssel (Agenturen/nd). Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten der EU zu einer verstärkten Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik aufgerufen. »Ohne gemeinsame Verteidigungspolitik werden wir nicht das nötige Gewicht in der Welt haben«, sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso am Mittwoch in Brüssel. »Dazu müssen wir unseren Verteidigungs- und Sicherheitssektor stärken.« Angesichts v...

ndPlusHarald Neuber

Sonderbehandlung für Kuba

Die EU-Kommission verhandelt seit Monaten über ein Abkommen über den politischen Dialog und die Zusammenarbeit mit Kuba. Nach Angaben eines beteiligten EU-Diplomaten wurde ein entsprechendes Vertragswerk seither mehrfach von Fachgremien hinter verschlossenen Türen beraten.

ndPlusFilippos Sacharis, Athen

Die Krise hinter Gittern

Zur Krise in Griechenland gehören nicht nur steigende Arbeitslosenzahlen, sondern auch der Anstieg von Kriminalität und Drogenkonsum.

Helmut Scholz

Keine Sommerpause

Das Europäische Parlament verabschiedete sich mit Wochenbeginn in die sogenannte Sommerpause. Auch wenn in den nächsten vier Wochen keine Sitzungen stattfinden, wird die Arbeit an Berichten, Stellungnahmen und verschiedenen Gesetzgebungsakten fortgesetzt.

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Facebook versöhnt Börsianer

Menlo Park (dpa/nd). Facebook versöhnt nach dem misslungenen Börsendebüt vor einem Jahr seine Anleger. Das weltgrößte Online-Netzwerk konnte im zweiten Quartal mehr Nutzer und Werbekunden gewinnen als von Analysten erwartet. Die Aktie schoss nachbörslich um bis zu 20 Prozent hoch auf 32 Dollar. Das ist nicht mehr weit entfernt von den 38 Dollar, die das Papier beim Börsengang kostete. Der Tiefs...

ndPlusPeter Nowak

Umbau des Sozialstaats

Ein neuer Film deckt die Mythen von der segensreichen Wirkung der Privatisierung des Sozialsystems auf.

Simon Poelchau

Obamas Offensive für die Mittelschicht

»Es ist gut, wieder da zu sein«, fing Barack Obama seine Rede an. Und auch sonst zeigte sich der US-Präsident bei einer Grundsatzrede am Mittwoch kampfeslustig. Er will der US-Mittelschicht zu neuer Stärke verhelfen und die soziale Ungerechtigkeit bekämpfen.

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ndPlusReimar Paul

Blockierte Brennelementefabrik

Mehrere Dutzend AKW-Gegner haben am Donnerstag die Zufahrt zur Brennelementefabrik im emsländischen Lingen mit einer Sitzblockade versperrt. Der Zulieferverkehr sei »zeitweise zum Erliegen gekommen«. Nach sieben Stunden beendeten Polizisten am Mittag die Aktion

Erich Preuß

Flaute und Flut bremsen Deutsche Bahn

Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet die Deutsche Bahn bis Ende 2013 nicht mit einer Kehrtwende. Die Wirtschaftsflaute macht dem Güterverkehr zu schaffen.

Ralf Streck, San Sebastian

Spaniens Zugunglück: Fluch der hohen Geschwindigkeit

Auf mindestens 80 stieg mittlerweile die Opferzahl beim schlimmsten Zugunglück in der Geschichte Spaniens. Schon seit Jahren verändert sich der Eisenbahnverkehr im Land mit dem weltweit zweitgrößten Schienennetz massiv. Dabei tauchen immer wieder Probleme auf.

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Weniger ALG-II-Klagen

(dpa). In der Bundeshauptstadt sind im ersten Halbjahr 2013 deutlich weniger Klagen gegen ALG-II-Bescheide eingegangen als im Vorjahreszeitraum. Das Sozialgericht Berlin habe zwischen Januar und Juni insgesamt rund 13 500 Klagen gezählt, teilte die Justizsenatsverwaltung am Donnerstag mit. Im Vorjahr waren es zur Jahresmitte noch etwa 14 700 gewesen. Allein im Juni sei die Zahl der ALG-II-Verfa...

Mann nach Überfall im Koma

(dpa). Mit einer Eisenstange haben Unbekannte einen 41 Jahre alten Mann in Neukölln attackiert und lebensgefährlich verletzt. Aus ungeklärter Ursache war der Mann am Donnerstagmorgen angegriffen und mit der Stange geschlagen worden. Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag berichtete, liegt der Mann nun mit schwersten Kopfverletzungen im Koma. Anwohner hätten die Szene beobachtet und die Poli...

Roggenernte auf früherem Mauerstreifen

(dpa). Zum achten Mal ist auf dem ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Straße am Donnerstag Roggen geerntet worden. Wie eine Sprecherin der Gedenkstätte sagte, brachte ein Mähdrescher den Roggen an der Kapelle der Versöhnung auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmeter ein. Mit dem Projekt soll nach den Worten des Gedenkstättenleiters Axel Klausmeier symbolisiert werden, dass an dem einstige...

Vattenfall will um Stromnetz kämpfen

(nd/Agenturen). Entgegen anderslautender Spekulationen in den Medien will der schwedische Staatskonzern Vattenfall nicht aus dem Deutschlandgeschäft aussteigen. »Es gibt derzeit keinerlei Entscheidung von Vattenfall, sich aus Deutschland oder auch unseren Kernmärkten Hamburg und Berlin zurückzuziehen«, erklärte der Sprecher des Energieunternehmens, Stefan Müller, gegenüber dem Sender rbb. In de...

Schulterklopfen bitte später

Berlin wächst. Während die Bevölkerungsentwicklung Mitte der neunziger Jahre noch rückläufig war, geht es seit der Jahrtausendwende bergauf. 2011 waren es 40 000 Neuberliner, im letzten Jahr sogar 50 000, und alles deutet daraufhin, dass es auch 2013 so weiter geht.

Martin Kröger

Stadtbevölkerung steigt rasant an

Von der Bevölkerungszahl her gesehen wuchs Berlin im vergangenen Jahr um eine weitere Stadt in der Größenordnung des bayerischen Passau an. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg stieg demnach 2012 die Zahl der Berliner um fast 50 000 Menschen

Bernd Kammer

Sozialer Wohnungsbau von privat

Wohnungsbau fand in den vergangenen Jahren in Berlin kaum statt, und wenn, entstanden meist Eigentumswohnungen. Jetzt läuft auch der Mietwohnungsbau an, doch Neubau ist teuer. Mieten ab zehn Euro netto/kalt pro Quadratmeter sind für Normalverdiener kaum erschwinglich.

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Roggenernte an der Kapelle

(nd). Am Donnerstag wurde das Roggenfeld auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer abgeerntet. Bereits seit acht Jahren nimmt der kleine Getreideacker rund um die Kapelle der Versöhnung einen wichtigen Teil des Gedenkstättengeländes ein. Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Axel Klausmeier, betonte: »Das Roggenfeld ist in seiner Symbolkraft einzigartig. An einem Ort der Angst u...

Bonbons fürs Berghain

(dpa). Das Verlangen nach Zucker kennt wohl jeder. Für den australischen Künstler Joseph Marr steht es für mehr: für Sehnsucht und die Lust auf Leben. So entwickelte sich die Idee, aus Bonbonmasse Skulpturen zu fertigen. Die bekannteste schimmert wie ein Cola-Bonbon, ist neun Meter lang und zeigt Männer in intimen Posen beim Liebesspiel. Zu sehen ist sie sie in einer Tresenvitrine im Berl...

ndPlusThomas Blum

Obdachlosenzeitung: Perfekt schrabbelig

Ein Interview mit Gregor Gysi, eine Reportage über die Mitarbeiterinnen einer Notunterkunft, eine umfangreiche Artikelstrecke über die Wasserstadt Berlin mit ihren Inseln, Seen und Flussbädern. »strassenfeger« nennt sich die 32 Seiten umfassende, werbefreie Zeitschrift für Berlin und Brandenburg, obwohl sie korrekt »Straßenfeger« heißen müsste. Aber die mal mehr, mal weniger konsequente F...

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Ralf Hutter

Eher vom Blitz als vom Zoll erwischt

Der Zoll hat nicht genügend Leute, um die Einhaltung von Mindestlöhnen zu kontrollieren. Das ist die Überzeugung von Erhard Strobel, Vorsitzender des Bezirks Berlin der IG BAU. »Mittlerweile gibt es in immer mehr Branchen Mindestlöhne«, erklärt der Gewerkschafter

ndPlusCaroline Bock, dpa

Das Neuland ist ganz oben

Die illegalen Clubs im Keller, das waren die 90er. Dann kamen die Bundesregierung, die Strandbars und die Touristen. Wohin zieht es die Berliner Szene jetzt? In der Hauptstadt der Kreativen werden die Spielwiesen rar. Supermärkte, alte Fabriken, das Gebüsch am Spree-Ufer, das Flughafenfeld in Tempelhof.

Hendrik Lasch, Dresden

Teure Trickserei

Die Albertbrücke in Dresden muss saniert werden. Lobbypolitik der FDP sorgt aber für Verzögerung, Mehrkosten - und womöglich sogar eine Vollsperrung der wichtigen Verkehrsader.

ndPlusVelten Schäfer

Schaffneralarm im Zwei-Wochen-Rhythmus

Vor zwei Jahren waren sie ein Sommerthema: Internetgestützte Warn-Netze für Schwarzfahrer. Doch leben solche Initiativen von Beteiligung - und daran mangelt es. Mit Schaffner-Warn-Apps kann man inzwischen sogar reguläre Fahrscheine kaufen.

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Uwe Werner

Willkommen in der Uckermark

Die »Willkommens-Agentur Uckermark« ist erst Anfang April 2013 in Templin eröffnet worden. Inzwischen verzeichnet die deutschlandweit einmalige Institution bereits einen ungeahnten Zulauf. Träger ist der Verein »Zuhause in Brandenburg« e.V. mit Sitz in der Templiner »Altstadtpassage«.

Schranken für Facebook an den Schulen

Auf Facebook die Hausaufgabe erklären oder den Treffpunkt für den Schulausflug festlegen - das ist praktisch, wirft aber Datenschutzfragen auf. Einige Länder wollen den Einsatz von Sozialen Netzwerken für Lehrer einschränken.

Dirk Pfeffer, dpa

Wo der Tierarzt »Gleistrampelmarodepink« heißt

Die überkommene Geheimsprache der Schillingsfürster ist vom Aussterben bedroht. Nur noch wenige pflegen den alten Wortschatz, den fahrende Leute im 18. Jahrhundert mit ins Hohenloher Land und nach Franken brachten. Über Herkunft und Verwendung eines verhüllenden Soziolekts.

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»Bin kurz und heftig«

Regisseur Frank Castorf (62) hat die Probenzeit in Bayreuth für den »Ring des Nibelungen« genossen. »Es gibt schöne, grüne Wälder, Brauereien, schöne Therme. Das sind fast Ferien - aber das darf ich nicht sagen, sonst kriege ich meine Gage gekürzt«, sagte der Chef der Berliner Volksbühne am Donnerstag kurz vor dem Festivalauftakt. Dem »Spiegel« hatte er im Vorfeld erklärt, es habe von der Festi...

Für die Kunst

Lothar Langs autobiografische Erinnerungen, als eines seiner letzten Bücher bei Faber & Faber erschienen, heißt »Ein Leben für die Kunst«. Tatsächlich war der 1928 Geborene als Kenner der Kunstszene der DDR, aber auch internationaler Künstler eine Autorität: als Kunstkritiker, Ausstellungsmacher, Spezialist für Buchkunst, Sammler, kultur(-politischer) Anreger und Ermöglicher. Die »Weltbühne...

Poesie auf dem Kahn

Die zweisprachige Lausitz lädt vom 10. August an zum 35. Fest der sorbischen Poesie ein. Bis Ende September seien Veranstaltungen in Sachsen und Brandenburg geplant, teilte der Sorbische Künstlerbund am Donnerstag in Bautzen mit. Zum Start laden Dichter und Bildhauer im Steinbruch Miltitz (Landkreis Kamenz) zu einem gemeinsamen Programm ein. Im Anschluss ist ein Podium zu Sprach- und Kult...

ndPlusThomas Grossman

Diskussion mit Jean-Paul Sartre?

Fast keiner kennt Mick Jagger so gut wie Keith Richards, seit über 50 Jahren sein Kumpel bei den »Rolling Stones«. Vor drei Jahren veröffentlichte Richards seine Autobiografie »Life«, in der er ausführlich über Jagger schreibt, über dessen gute Seiten und dessen schlechte.

Ulrich Glauber

Der Marsch ins Internet

Deutschlands führender Zeitungs- und Zeitschriftenverlag hält die Tage der Printerzeugnisse offenbar für gezählt. Der Springer-Konzern verkauft die beiden Regionalzeitungen »Berliner Morgenpost« und »Hamburger Abendblatt« an die Funke Mediengruppe. »Die Axel Springer AG wird den eingeschlagenen Weg zum führenden digitalen Medienunternehmen konsequent weitergehen«, kommentierte der Vorstandsvors...

Ute Evers

Wenn Künstler auf die Straßen gehen

Was denken Ägyptens Schriftsteller über die Situation ihres Landes? Welche Funktion sollte Literatur in der Gesellschaft einnehmen? Den Sturz von Husni Mubarak im Januar 2011 als entscheidendes Moment betrachtend, geht Susanne Schanda in ihrem Essayband »Literatur der Rebellion.

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Lena Tietgen

Zahl der Kita-Plätze schöngerechnet

Am 1. August wird der Anspruch auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige rechtskräftig. Schon Wochen vorher alarmierten die Medien, dass es an Plätzen und gut ausgebildeten Kräften fehle. Und dann die Entwarnung. Unter anderem postete www.ard.de (bit.ly/1as0anX), dass die Länder ca. 20 000 mehr Kitaplätze anböten als ursprünglich erwartet. Eine Zahl, die viele in der Netzgemeinde anzweifelten. ...

ndPlusClaudia Rometsch (epd)

Inklusion einmal umgekehrt

Die meisten behinderten Kinder sollen nach dem Wunsch vieler Eltern und der Politik künftig nicht mehr an Förderschulen lernen, sondern in reguläre Schulen integriert werden. Doch es kann auch umgekehrt funktionieren, wie ein Projekt in Köln zeigt.

»Mir gefällt das Wort ›Fremdbetreuung‹ nicht«

In wenigen Tagen haben die Eltern von Ein- und Zweijährigen einen Anspruch auf einen öffentlichen Betreuungsplatz. In der Kritik steht das Krippenprogramm des Bundes nicht nur wegen der möglicherweise fehlenden Plätze, auch die Qualität der öffentlichen Betreuung lässt zu wünschen übrig, meint der Elementar- und Familienpädagoge Hans- Günther Roßbach von der Universität Bamberg. Thomas Gesterkamp hat den Wissenschaftler, der das Nationale Bildungspanel über »Bildungsverläufe in Deutschland« leitet, nach seinen Forschungsergebnissen gefragt.

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ndPlusEckart Roloff

Ein Paragraf wird ignoriert

Da sind auf der einen Seite die Arbeitgeber. Die mögen ihn oft gar nicht und wollen ihn verhindern, auch wenn schon solche Versuche strikt verboten sind. Auf der anderen Seite stehen die Arbeitnehmer. Die denken: Ach, hätten wir ihn bloß! Dann wäre nicht unbedingt gleich alles, aber manches besser. Dann hätten wir immerhin eine Anlaufstelle, einen Vermittler und Fürsprecher, ein Frühwarnsystem....

Ruhige Spree

Alle Lichter stehen auf rot: In Berlin und Brandenburg haben die Schleusenwärter ihre Arbeit niedergelegt. Auch Mecklenburg-Vorpommern war betroffen.

Haidy Damm

Ausbeutung für Billigfleisch

Ärmliche Unterbringung, Lohndumping und Schikane. Ausbeutung durch Werkverträge sind Alltag an deutschen Schlachthöfen. Die miesen Bedingungen hierzulande setzen Arbeitnehmer europaweit unter Druck.

Seite 19

Wie im Rausch

Lange bevor alle Gegner im Ziel waren, durfte sich das Freiwassertrio über seinen ersten WM-Titel im Teamwettbewerb freuen. Thomas Lurz, Christian Reichert und Isabelle Härle deklassierten die Konkurrenz im Kampf gegen die Uhr über 5 Kilometer. »Das war von A bis Z wirklich ein perfektes Rennen«, sagte Thomas Lurz nach seinem insgesamt schon elften WM-Titel am Donnerstag in Barcelona. Mit...

ndPlusChristin Odoj

Arabischer Fußballsommer in Berlin

Beim Fußballfestival »Discover Football« im Berliner Stadtteil Kreuzberg kommen junge Frauen aus der arabischen Welt zusammen, um eine Woche lang gemeinsam und gegeneinander Fußball zu spielen. Für die meisten ist ihre Leidenschaft nicht nur ein sportlicher Kampf.

Frank Hellmann, Göteborg

»Ich grätsch da einfach rein«

Die deutschen Fußballerinnen haben mit einem 1:0 Sieg gegen den favorisierten Gastgeber Schweden das EM-Finale erreicht. Ausgerechnet der erst mit Vorschusslorbeeren angereisten und dann viel kritisierten Dzsenifer Marozsan gelingt dabei der Siegtreffer.