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UNTEN LINKS

Wieder einmal vorbildlich ist Dein Bemühen, Deutsche Post, die Welt mit tollen Erfindungen zu beglücken. Deine Kunden sollen sich künftig einen überdimensionierten Briefkasten an die Haustür schrauben dürfen. Der Zweck der postalischen Revolution: Weil die Menschen so viel Krempel im Internet bestellen, dann aber von unterbezahlten Zustellern niemals zu Hause angetroffen werden, soll der Versan...

Atomare Zeitbombe

Hin und wieder kommt das japanische Katastrophen-AKW noch in die Schlagzeilen. Wenn mal etwas mehr radioaktiv belastetes Wasser als üblich ins Meer läuft, ist das noch eine Nachricht. Auch der sich Japan nähernde Taifun »Wipha« wird vielfach nur als normale Naturgewalt wahrgenommen. Dabei geht fast völlig unter, dass innerhalb der vier Reaktorblöcke noch der größte Teil des radioaktiven Inventa...

Jobwunder im Hause Niebel

Berlin. Dirk Niebel ist Spitzenreiter: In der vergangenen Wahlperiode hatte kein Minister so viele Mitarbeiter aus der eigenen Bundestagsfraktion geholt wie der FDP-Mann. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der scheidenden Abgeordneten Barbara Höll (LINKE) hervor. Demnach wechselten 16 Beschäftigte zwischen 2009 und Herbst 2013 in das Entwicklungsministerium. »Lib...

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ndPlusKurt Stenger

Staatskohle für teuren AKW-Strom

Erstmals seit rund zwei Jahrzehnten werden in Großbritannien neue Atomkraftwerke gebaut. Die beiden Meiler sollen in der Grafschaft Somerset an der englischen Südwestküste entstehen und im Jahr 2023 ans Netz gehen.

Der Erdboden als radioaktiver Sondermüll

Die Situation in der Gegend um das im März 2011 havarierte Atomkraftwerk Fukushima ist weit besorgniserregender, als dies von UN-Organisationen dargestellt wird. Das zumindest sagt der Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital, der kürzlich die Region bereist hat. Mit dem Kernphysiker sprach nd-Redakteurin Haidy Damm.

ndPlusSteffen Schmidt

Atomenergieagentur lobt Japan

Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) stellte am Montag einen vorläufigen Bericht zur Sanierung radioaktiv verseuchter Gebiete um die AKW-Ruine Fukushima vor. Kritik - Fehlanzeige.

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ndPlusOliver Eberhardt

Erstmals arabische Kandidatin

In 191 israelischen Städten und Gemeinden werden heute Bürgermeister und Kommunalparlamente gewählt. Anders als bei Parlamentswahlen sind alle ständigen Einwohner des Landes wahlberechtigt. Dies hat vor allem in Ost-Jerusalem Bedeutung.

Ein Linker wagt sich in die Dreckecken
Oliver Eberhardt, Tel Aviv

Ein Linker wagt sich in die Dreckecken

Tel Aviv vor der Wahl des Bürgermeisters: Jetzt kommt Horowitz, der unkonventionelle Bürgermeisterkandidat. Zum ersten Mal seit 15 Jahren muss in Tel Aviv der Amtsinhaber um seinen Posten zittern.

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Reform? Wozu?

Die CDU sieht keinen Bedarf für eine Reform der Parteispenden. Wieso auch? Sie profitiert schließlich am meisten von der aktuellen Regelung. So wurde vergangene Woche bekannt, dass die BMW-Erben Quandt und Klatten und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie an CDU und CSU jeweils mehr als 500 000 Euro spendeten. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe will an der derzeitigen Praxis f...

Strategie des Weiterwurstelns

Wenn man überlegt, wie brachial in zahlreichen Staaten vor allem die Sozialausgaben gekürzt und die Massensteuern erhöht wurden, so ist der Effekt für den Gesamthaushalt doch erstaunlich winzig. Um gerade mal 0,5 Prozentpunkte ist das Defizit 2012 im Euroraum binnen Jahresfrist in Relation zur Wirtschaftsleistung gesunken. Und die Gesamtverschuldung ist sogar um 3,3 Prozent weiter gestiegen. ...

Streit der Juniorpartner

Man könnte es Posse nennen, wäre es für die Betroffenen nicht eine lebensgefährliche Angelegenheit. Israel beschwert sich über die Türkei, weil sie iranische Informanten des israelische Geheimdienstes an Teheran verraten habe - angeblich. Für die beteiligten Staaten und noch mehr ihre Spionagezentralen ist das eine ziemliche Peinlichkeit. Am wenigsten noch für Teheran. Es bekommt den Bewe...

Guido Speckmann

Auf freiem Fuß

Seine soziale Herkunft deutet nicht auf eine typische Kriminellen-»Karriere« hin. Thomas Drach, der gestern aus über 14-jähriger Haft entlassene Reemtsma-Entführer, stammt aus guten Verhältnissen. Der Vater war leitender Angestellter bei Miele, die Mutter Sekretärin - so ungefähr sah das Ideal einer westdeutschen Mittelschichtfamilie einmal aus. Aufstiegsorientiert schickten die Eltern Drach ih...

»Unser Mitgefühl gilt ...
ndPlusKathrin Gerlof

»Unser Mitgefühl gilt ...

... den Angehörigen derjenigen, die durch dieses schreckliche Unglück ihr Leben verloren haben.« Wortstanzen menscheln, sorgen für Hochgefühle, kleine Orgasmen der Seele. Sie berühren uns. Wenn Leute sterben ist das nicht schön. Egal, ob sie vor dem Brandenburger Tor verdursten oder im Mittelmeer ertrinken. Die Kanzlerin ist uns ganz nah in solchen Momenten kollektiven Mitgefühls. Wenn sie sagt...

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Steinbrück verzichtet auf Vorträge

Berlin. Der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will »auf absehbare Zeit« keine Vorträge gegen Honorar halten. »Bezahlte Vorträge sind auf absehbare Zeit nicht geplant, diesbezügliche Anfragen werden abschlägig beschieden«, sagte ein Sprecher des SPD-Politikers der »Bild«-Zeitung. Er widersprach zugleich Berichten, wonach Steinbrück von seinem angeblichen Agenten Siegfried Haider bereits ...

SPD-Punkte: Kein Wort zum Wohnungsbau

Die zehn Kernforderungen der SPD zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen sind in den eigenen Reihen nicht auf ungeteilte Begeisterung gestoßen. Berlins Bausenator fehlt das Thema Wohnungsbau völlig.

ndPlusMarian Krüger

Zentrale Positionen voreilig geräumt

Mit zehn Kernforderungen geht die SPD in die Verhandlungen um eine Koalition mit der Union. Sie sie eine Kampfansage der Sozialdemokraten oder voreilige Kapitulation?

ndPlusVincent Körner

Weder Koch noch Kellner sein

Begleitet von laut hörbarem Murren bei der SPD-Basis auf der einen und dem Beharren auf starren Positionen bei der CDU auf der andern Seite ruckelt Schwarz-Rot weiter auf dem Weg zur Großen Koalition.

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Migranten im Alltag diskriminiert

Berlin. Türkischstämmige Migranten in Deutschland sehen sich nach einer Umfrage häufig mit Alltagsrassismus konfrontiert. In der Befragung des Info-Instituts habe fast jeder vierte angegeben, wegen seines türkischen Aussehens in der Öffentlichkeit bereits beschimpft worden zu sein, berichtete am Montag der Rundfunk Berlin-Brandenburg, der die Untersuchung in Auftrag gegeben hatte. 19 Proz...

Aert van Riel

Opposition droht Marginalisierung

LINKE und Grüne fürchten wegen ihrer zahlenmäßigen Schwäche, eine mögliche Große Koalition nicht effektiv kontrollieren zu können. Sie pochen nun auf verbindliche Regeln für die Rechte der Opposition.

ndPlusHagen Jung

Vereint nach Monaten der Zwangstrennung

Nahezu acht Monate war die Roma-Familie Osmani getrennt. Jetzt ist die Familie aus Lüchow wieder vereint. Die CDU gibt Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Schuld an der Abschiebung.

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Empörung in Ankara

Die »Washington Post« hatte geschrieben, Ankara habe Teheran Iraner genannt, die bei Treffen in der Türkei Informationen an den Mossad gegeben hätten. Die Regierung in Ankara stellt sich indes vor den Chef des türkischen Geheimdienstes MIT.

Botschafter der USA einbestellt

Paris kritisiert die Verletzung der Privatsphäre seiner Bürger, die mexikanische Regierung die Überwachung von Regierungsmitgliedern.

EU drängt auf Freilassung Timoschenkos

Das Ende einer »politisch motivierten Justiz« ist neben einer Lösung im Fall Timoschenko für die Außenminister der EU Bedingung für die verstärkte Zusammenarbeit mit der Ukraine.

ndPlusUwe Sievers

Umkämpftes Wissen

PRISM und Tempora haben es gezeigt: Es fehlt eine weltweit gültige Datenschutzvereinbarung. Immerhin: In der EU soll der Datenschutz mit einem neuen Gesetzespaket verbessert werden.

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Anina Valle Thiele, Luxemburg

Juncker muss zappeln

Klare Mehrheitsverhältnisse blieben bei der Parlamentswahl in Luxemburg aus. Jean-Claude Junckers konservative CSV ist aber stärkste Partei geblieben.

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Kampagne für Saubere Kleidung will höhere Löhne

Berlin. Es geht auch mit Arbeitsschutz und unter nicht lebensgefährlichen Bedingungen wie auf dem Foto aus der Vorzeigefabrik Viyellatex in einem Vorort von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka zu sehen - allerdings ist das eine Ausnahmeerscheinung in der asiatischen Bekleidungsindustrie. Auch mit den Löhnen ist es nicht weit her. Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign - CCC) ...

Defizite in den Eurostaaten sinken

Das Defizit im krisengeschüttelten Griechenland lag 2012 mit neun Prozent der Wirtschaftsleistung einen ganzen Punkt unter dem bisher erwarteten Wert. Das teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mit.

Andreas Knudsen, Kopenhagen

Massentourismus und Tankerunglücke im Eis

Die Baffin-Bay zwischen Grönland und Kanada bedeutet für viele Fischer vom Stamm der Inuit ihre Existenzgrundlage. Nun fordern sie deren Schutz durch die Politik.

Jörg Meyer

Schlachter wollen Mindestlohn

Unterirdische Löhne und Arbeitsbedingungen: Die Fleischindustrie hat in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit bekommen. Am Dienstag beginnen die Verhandlungen für einen Branchenmindestlohntarifvertrag.

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Nord-Süd - Termine

AFRIKA - »Podiumsdiskussion zum Thema ›Rolle der Afrikanischen Union und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas im regionalen Friedenprozess‹«, 24. Oktober, 18.30 Uhr, Afrika-Haus Berlin, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin. BRASILIEN - »Im Schatten der Spiele: Fußball-WM in Brasilien: Vertreibung, Verdrängung, Widerstand.« Mit: Cláudia Fávaro, Architektin/Stadtplanerin, Mitglied...

ndPlusHarald Neuber

Amerikas Schweigen

Das Motto des 23. Iberoamerikanischen Gipfels war unfreiwillig prägnant. Es ging um »die iberoamerikanische Gemeinschaft im neuen weltweiten Kontext«. Lateinamerikanische Regierungen setzen allerdings auf Süd-Süd-Kooperation, ohne EU.

Fabiola Ortiz, Rio de Janeiro

Brasilien unter den Sündern

In den letzten fünf Jahren ist Brasilien in die Riege der schlimmsten Klimasünder aufgerückt. Experten führen die Zunahme der klimaschädlichen Treibhausgase auf eine Reihe von Faktoren zurück. Sie empfehlen unter anderem den Ausbau eines nachhaltigen Personentransportsystems in den Städten und die verstärkte Entwicklung der erneuerbaren Energien. »Mit dem Ausmaß der Klimaverschmutzung pas...

Die Zärtlichkeit der Völker hat kein Ende

Seit 20 Jahren macht sich das Netzwerks Cuba - Informationsbüro e. V. um die Koordination von Solidaritätsgruppen verdient, die sich Kuba widmen. Eine Festschrift verschafft einen Überblick.

»Mexikos Regierung hat keine weiße Weste«

In Mexiko verschwinden regelmäßig Menschen. Landesweit wird die Zahl der Verschwundenen auf mehr als 26 000 geschätzt. Knut Henkel interviewte die 29-jährige Aktivistin Alma Rosa García Guevara aus Saltillo für »nd«.

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Bleiberecht nicht für alle

Die Flüchtlinge vom Brandenburger Tor haben nach dem Ende ihres Hungerstreiks noch kein dauerhaftes Quartier. Das zuständige Bundesamt in Nürnberg sagte am Montag in einzelnen Fällen eine beschleunigte Bearbeitung der Asylanträge zu.

Bus als Dreckschleuder

Seit Einführung der Umweltzone 2008, in der man seit 2010 nur noch mit grüner Plakette fahren kann, ist die Luft in Berlin sauberer geworden. Aber immer noch sind Tausende Berliner zu hohen Schadstoffkonzentrationen ausgesetzt. Denn die Umweltzone kann nur ein Teil der Lösung sein, ein anderer beispielsweise der automobile Fortschritt. An dem hapert es ausgerechnet bei der BVG. Seit Jahre...

ndPlusnd/bme

Senatstrojaner in der Kritik

Die Piratenfraktion stellte am Montag fest, dass Innensenator Frank Henkel (CDU) den »200 000 Euro teuren Berliner Staatstrojaner endgültig unbrauchbar« macht. Die Fraktion kritisiert die Technologie ohnehin, doch wie der Senator diese in Berlin durchsetzt, gibt den Piraten zu denken. Anfang des Jahres hatte Henkel mitgeteilt, der Hersteller des Trojaners, den das Landeskriminalamt erworb...

Bernd Kammer

BER bleibt ein Rätsel

Die Rätsel des Hauptstadtflughafens BER werden wohl auch bei der kommenden Aufsichtsratssitzung am Mittwoch nicht gelöst: Wann eröffnet der BER, und wer wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender.

Robert D. Meyer

Pappen für den Volksentscheid

Grüne und LINKE werben mit eigenen Kampagnen für ein Ja der Bevölkerung zum Strom-Volksentscheid. Die Wirtschaftsverwaltung bremst hingegen die Erwartungen an eine Rekommunalisierung.

ndPlusStephan Fischer

Große Gelbe nicht ganz grün

Im Juni beschloss der Senat den Luftreinhalteplan für die Jahre 2011 bis 2017. Der BUND fordert nun, wirksame Maßnahmen auch umzusetzen. Die Umweltschützer haben dabei auch die BVG im Blick.

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Andreas Fritsche

Gericht weist Städte ab

Justiz gesteht dem Land Brandenburg Ermessensspielraum bei der Verteilung von Steuergeldern auf die Kommunen zu.

ndPlusPeter Nowak

Kahlschlag am Schäfersee

Am Schäfersee in Reinickendorf lässt der Bezirk zahlreiche Pflanzen entfernen. Die Informationspolitik dazu war mangelhaft, lautet nun die Kritik der Anwohner.

Johannes Kulms

Schulessen im Härtetest

Letztes Jahr hatten verseuchte Erdbeeren im Schulessen eine Massenerkrankung ausgelöst. Der Preisdruck war groß, die Qualität dementsprechend schlecht. Jetzt soll alles besser werden.

ndPlusAndreas Fritsche

Gemeinwohl wichtiger als der Gewinn

Sozial denkende Unternehmer in einer aufs Gemeinwohl ausgerichteten Wirtschaft - mit dieser Vision beschäftigt sich eine Tagung des Kommunalpolitischen Forums.

Wilfried Neiße

Schüler-BAföG künftig immer 100 Euro

Die Landesregierung liest aus einer unabhängigen Studie eine Bestätigung für ihr vor drei Jahren eingeführtes Schüler-BAföG heraus. Kritik gibt es aber auch, und Korrekturen sind auf dem Wege.

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Betrug in 144 Fällen

Rostock. Im Rostocker Landgericht hat am Montag der Betrugsprozess gegen einen früheren Manager der Volkssolidarität begonnen. Der heute 63-Jährige muss sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 144 Fällen mit einem Schaden von 1,1 Millionen Euro zwischen Juli 2004 und Oktober 2005 sowie Insolvenzverschleppung verantworten. Der zweite Manager, der an den Vorgängen beteiligt gewesen sein soll, muss n...

Der Berg ruft - zur Seilbahn

Deutschlands Seilbahnen haben in der vergangenen Saison einen Rekord eingefahren. Im Winter und Sommer transportierten Seilbahnen und Schlepplifte rund zehn Millionen Menschen, wie der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) mitteilte.

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Gebhardt will im Wahlkampf an die Spitze

Sachsens LINKE-Landeschef Rico Gebhardt will seine Partei in den Landtagswahlkampf 2014 führen. Das gab er gestern bekannt. Der Landesvorstand hatte die Personalie am vergangenen Freitag beraten und die Kandidatur des 50-Jährigen einhellig befürwortet.

Reinhard Schwarz, Hamburg

Kollision mit radioaktiver Ladung?

Am frühen Freitagmorgen kollidierte der 100 Meter lange russische Frachter »Mikhail Lomonosov« vor Rügen mit einer 15 Meter großen britischen Yacht. Die Yacht wurde schwer beschädigt in den nächsten Hafen geschleppt, die Mannschaft blieb unverletzt.

Nur ein Drittel beantragte BAföG

Nur noch eine Minderheit der Thüringer Hochschüler bemüht sich um BAföG. Das liegt vor allem an der Struktur der Studentenschaft.

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Akustische Gitarren in der ufaFabrik

Am 1. November um 20 Uhr spielen die Musiker Peter Autschbach & Ralf Illenberger erstmals in der ufaFabrik. Mit packender akustischer Gitarrenmusik demonstrieren sie gelebte Musikalität. Auf ihrer aktuellen Tour stellen Autschbach und Illenberger ihre neue CD »No Boundaries« vor, die sie 2012 in Sedona, Arizona, eingespielt haben und auf der ihre individuellen Stile zu einer harmonisc...

Formen der Trauer im Theaterlabor

Ein sich über mehrere Monate erstreckendes transdisziplinäres Forschungsprojekt »Formen der Trauer« beginnt am 17. November im Theaterdiscounter in der Klosterstraße 44 in Mitte. Bis Februar 2014 werden sich eine Philosophin, zwei Theaterwissenschaftler, ein Musiker, eine Bühnenbildnerin, eine Performerin und Regisseurin den Phänomenen des Trauerns widmen. Zu dem Projekt nach dem Konzept ...

Abschauen von den Nachbarn

Am 11. November eröffnen die Berliner Festspiele in ihrem Haus eine neue Gesprächsreihe. Sie steht vor dem Hintergrund von Strukturwandel, Schuldenbremse und Kulturinfarkt. Man wolle agieren statt reagieren, sich nicht treiben lassen von Veränderungen der politischen Landschaft, nicht auf schmaler werdende Etats starren oder die freie Szene gegen die Institutionen in Stellung bringen, sondern m...

Rechnungshof rügt Zulagen im Landtag

Rudolstadt. Der Thüringer Rechnungshof hat die Zulagen für Landtagsabgeordnete mit besonderen Aufgaben gerügt. Nach geltendem Recht sei es unzulässig, wenn Fraktionen aus den ihnen zugewiesenen Mitteln Extrazahlungen etwa an Vorsitzende von Ausschüssen oder Arbeitskreisen zahlten, heißt es in einer Stellungnahme der Prüfer für Landtagspräsidium und Fraktionen. Ein Sprecher der Rudolstädter Behö...

Interaktive Machtanalysen

Sieben Jahre lang schrieb der iranische Autor Nassim Soleimanpour an seinem Stück »White Rabbit, Red Rabbit«. Vor den fünf Vorstellungen im English Theatre Berlin sprach Tom Mustroph mit Soleimanpour.

Unterm Lärmteppich

Kaum eine Betonpiste hat für so viel Unruhe gesorgt wie die neue Landebahn des Frankfurter Flughafens. Seit zwei Jahren ist sie in Betrieb, der Fluglärm sorgt weiter für Ärger.

ndPlusGunter Geidel, Halle

Geschichtsunterricht in der Siedehalle

Das Leipziger Völkerschlachtspektakel ist zwar vorbei, doch vielerorts gibt es auch weiterhin interessante Ausstellungen zum Thema. In Halle sind es gleich zwei - eine wurde von Arbeitslosen geschaffen.

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Einsatz für Demokratie

Die Stiftung Friedliche Revolution wird im Rahmen des Dokumentarfilmfestivals DOK Leipzig zum vierten Mal den Filmpreis »Leipziger Ring« vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung soll an ein Werk verliehen werden, das »bürgerschaftliches Engagement für Demokratie und Menschenrechte beispielhaft aufzeigt«. Insgesamt nehmen zwölf Filme aus 13 Ländern an dem Wettbewerb teil. Die meisten de...

Offene Ateliers

Bei der Aktion »Kunst heute« werden an diesem Wochenende (26. und 27. Oktober) mehr als 150 professionelle Künstler Mecklenburg-Vorpommerns an 61 Orten ihre Arbeiten präsentieren. Landesweit laden Ateliers, Galerien, Museen oder Vereine zu Workshops, Führungen und Gesprächsrunden ein, wie Miro Zahra, Vorsitzende des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern, am Montag in Schwerin sagte. »Kunst ...

Gerhard Richters »Atlas«

Das Münchner Lenbachhaus bietet mit einer neuen Ausstellung ungewohnte Einblicke in das Werk des Künstlers Gerhard Richter. Unter dem Titel »Atlas Mikromega« werden ab Mittwoch mehr als 1000 Fotografien, Skizzen und Kollagen des berühmten Malers ausgestellt. Das als »Atlas« bekannte Werk ist Grundlage vieler Gemälde Richters (81), zeigt aber auch Ideen, die der in Köln lebende Künstler nie verw...

Thomas Blum

Schulterror, Seelenpein, Jesusgeschenke

Die Wahrheit» sei, «dass kein britischer Politiker jemals mehr gehasst wurde von den Briten als Margaret Thatcher», sagte der Sänger Morrissey nach dem Tod der erzkonservativen Radikalkapitalistin und Superschreckschraube. Da waren viele Briten und Britinnen erleichtert und dankbar, dass es unter all den Trauer Heuchelnden einen Künstler gab, der offen sprach. Auch sonst gibt der Nörgler ...

Kleine Laster, große Rollen

Am 22. Oktober wird die gebürtige Pariserin und Schauspielerin Catherine Deneuve 70 Jahre alt. Mit der Grand Dame des französischen Kinos sprach Marc Hairapetian über kleine Laster und große Rollen.

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ndPlusChris Melzer

Fotograf des Krieges

Seine Maxime war »Ist ein Bild nicht gut genug, war der Fotograf nicht nah genug dran«. Mit dieser Einstellung hat der Ungar André Ernó Friedmann eine Weltkarriere gemacht, sie hat ihn allerdings auch das Leben gekostet. Der Fotograf hat eines der berühmtesten Bilder des 20. Jahrhunderts gemacht und wurde unter seinem Künstlernamen zu einer Legende des Fotojournalismus: Robert Capa war einer de...

Daniela Fuchs

Der Sadist und Mörder aus »Schindlers Liste«

Es war ein gewaltiger Schock für die 38-jährige Ehefrau und zweifache Mutter Jennifer Teege, als sie durch Zufall in einer Bibliothek auf ein Buch stieß. Sie ist die Enkelin eines skrupellosen Massenmörders,

ndPlusHans-Dieter Schütt

Dreht auf. Ist aber kein Aufschneyder

Er ist Provinzler. Toll. »Man lebt abgeschieden, hat für nichts Vergleiche und ist also mit achtzehn gebildet.« Ende des Lebens. »Gregor Gysi trifft Zeitgenossen«, diesmal: Werner Schneyder.

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Kopierer und Kopisten

Schon lange vor Karl-Theodor zu Guttenberg beherrschte die Menschheit die Kunst des Kopierens. Mit der Kunstfertigkeit, fremde Texte als die eigenen auszugeben und damit politisch Karriere zu machen.

Ricarda Bethke

»Kairo, 11. Februar«

Viele Ägypter leiden heute an der furchtbaren Alternative, Gottesstaat oder Militärdiktatur. Einer von ihnen ist im Hörspiel »Kairo, 11. Februar« der Schriftsteller Sonallah Ibrahim, ein alter Oppositioneller.

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ndPlusThomas Weitekamp, Zürich

Das denkbar schlechteste Los

Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic - die WM 2014 wird ohne einen der beiden Weltstars stattfinden. Frankreich zog derweil ein relativ leichtes Los, macht sich aber erneut selbst das Leben schwer.

Frank Hellmann, London

Genuss und Geschwindigkeit

Am Dienstag ist der BVB zu Gast in London. Dort ist beim FC Arsenal dank Mesut Özil, Per Mertesacker, Lukas Podolski der Glaube ans Gute zurück. Die nächste Genration deutscher Talente ist auch schon da.

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ndPlusAndré Anwar, Stockholm

Schwedinnen langen zu

Männer werden in Schweden häufiger Opfer häuslicher Gewalt als Frauen. Eine Studie der Universität Göteborg kommt zu diesem Ergebnis.