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Unten Links

Die Forderung von Linksparteichefin Katja Kipping, US-Präsident Barack Obama solle sich für die NSA-Spitzeleien vor dem Bundestag entschuldigen, ist nicht ohne. Nicht nur, weil sie die Mainstream-Entrüstung über die angeblich sich selbst verbietende Ausspähung durch einen vermeintlich befreundeten Geheimdienst wenig kritisch aufnimmt. Auch weil Kippings Partei unter den Stichworten Entschuldigu...

Keine Trendwende

»Die Trendwende ist geschafft«, jubelte Heinrich Alt am Montag in »Bild«. Was das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit so jubeln ließ, waren nicht etwa rückläufige Zahlen bei Kinderarmut oder Langzeitarbeitslosigkeit

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Böen mit 160 Kilometer pro Stunde

Heftige Herbststürme, die Sonntagnacht und am Montag über Großbritannien tobten, haben mindestens zwei Todesopfer gefordert. Außer einer jungen Frau wurde auch ein Mann von einem Baum erschlagen.

Wärmere Herdplatte für Tropenstürme

Die Zunahme schwerer Stürme ist eindeutig auf den Klimawandel zurückzuführen, meint der Meteorologe und Extremwetter-Experte Frank Böttcher. Mit dem Geschäftsführer eines Hamburger Institutes sprach Reimar Paul.

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Am Ende bleibt nur saures Wasser

Nickel ist ein weißglänzendes Metall, das vor allem zur Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet wird. Meistens werden nur kleine Mengen gebraucht, doch diese läppern sich: Im Jahr 2011 wurden 1,6 Mio. Tonnen gefördert.

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Rücktritt wie er sein muss

Am Ende steht die Pressekonferenz, mit oder ohne Tränen, aber bitte mit Nachtreten. Vorangehen sollte einem ordentlichen Rücktritt ein mindestens wochenlanges Klammern am Posten, heftiges Abstreiten des Vorwurfs, breitgestreute Schuldzuweisungen, ein Hauch Verschwörungstheorie, möglichst viel verbrannte Erde und am wichtigsten: sich so weit in die Scheiße reiten, dass man nicht mehr heraus komm...

Rüsten unter dem Schirm

Mit dem ersten Spatenstich für den US-Raketenschutzschirm in Rumänien ist das Pentagon im Plan. Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass auf dem Stützpunkt in Deveselu das System Aegis Ashore 2015 in Dienst gestellt werden kann. Namentlich vor Angriffen Irans soll es angeblich Schutz bieten. Jenes Land ist allerdings als interkontinentale Atom-Streitmacht bislang nicht sonderlich hervorgetreten. ...

Regierung zu verkaufen

Die Liste der Vorteile, die Bundesregierungen Deutschlands Kraftfahrzeugbauern verschaffen, ist lang. Nun kam mit der Veröffentlichung interner Akten aus dem Wirtschaftsministerium eine weitere Episode hinzu. Dabei haben die von der Deutschen Umwelthilfe erstrittenen Dokumente einen besonderen Wert: Sie begründen den offenkundigen Verdacht, dass sich die schwarz-gelbe Regierung gerne von ...

Sammler

So hatte sich John B. Emerson seinen Ausflug aufs diplomatische Parkett wohl nicht vorgestellt. Als der neue US-amerikanische Botschafter in der Bundesrepublik vor einigen Wochen seinen Antrittsbesuch beim Regierenden Bürgermeister Berlins machte, ging es um abgesagte Reisen und Veranstaltungen wegen der Etatkrise in Washington, die auch die Vertretungen der USA im Ausland zum Sparen zwang. Inz...

ndPlusBernd Zeller

Erste Einigungen

Unser heutiger Bericht befasst sich mit dem Stand der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und ihren Schwesterparteien CSU und SPD, über den wir dank Angela Merkels Telefonaten bestens informiert sind.

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ndPlusRené Heilig

BND - Diener zweier Herren

Egal, wer seit Gründung des Bundesnachrichtendienstes (BND) da Wache hielt oder hält, er hatte und hat neben dem kleinen Chef im Kanzleramt einen großen in den USA. Von dort kommen Kommandos - manchmal auch Schelte. Beispielsweise als man nicht gemeldet hatte, dass in Hamburg eine islamistische Zelle das Terrorfliegen übt.

ndPlusHeinz Krieger, Madrid

Spanien nur zum Jahreswechsel nicht bespitzelt

60 Millionen Telefonate hat die NSA in Spanien in einem knappen Monat mitgehört. Die Empörung ist groß. Spanien reiht sich bei den Ländern ein, die von Washington Aufklärung erwarten.

René Heilig

Obamas Ohr am Tisch

Katja Kipping, die Vorsitzende der Linkspartei, fordert, dass sich US-Präsident Obama im Bundestag für den Geheimdienst NSA entschuldigt. Ernsthaft? Da könnte man ihm ja auch gleich eine Zeugenladung überreichen.

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Dieter Hanisch, Kiel

Kopflos in Kiel

Das Gezerre um die Kieler Oberbürgermeisterin ist vorüber. Nicht einmal die eigene SPD weint Gaschke hinterher. Innerhalb eines halben Jahres muss nun ein Nachfolger gefunden werden.

Dieter Hanisch, Kiel

Vermögensjongleur und Elvisimitator

Die Steuerschulden des 71-jährigen Kieler Augenarztes Detlef Uthoff brachten die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt in Bedrängnis.

Schlechte Zeiten für Whistleblower

In der letzten Woche feierte der Spielfilm »Inside Wikileaks« in Berlin Premiere, der die Freundschaft von Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg sowie ihren Bruch beschreibt. Daniel Domscheit-Berg, Informatiker und einst Pressesprecher der Internet-Enthüllungsplattform WikiLeaks, baute danach die Plattform OpenLeaks auf, seit 2012 engagiert er sich bei den Piraten. Mit ihm sprach Katharina Dockhorn.

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Oliver Eberhardt

Ultrarechte sehen Netanjahu als Mörderfreund

Israels Regierung hat den nächsten Gefangenenaustausch mit den Palästinensern beschlossen – gegen den Widerstand der Ultrarechten, die damit am Stuhl von Premier Netanjahu wackeln.

Jürgen Vogt, Buenos Aires

Argentinier lassen Kirchner im Dorf

Bei den Kongresswahlen in Argentinien hat die Regierungspartei Frente para la Victoria (Front für den Sieg - FPV) von Präsidentin Cristina Kirchner eine schwere Niederlage erlitten. Trotzdem ist sie die stärkste politische Kraft.

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Ian King, London

Salmonds Samen der Spaltung keimen kaum

Die 1370 Beschäftigten des schottischen Petrochemiewerkes und der Ölraffinerie von Grangemouth können aufatmen: Ihre Jobs sowie 4000 weitere Arbeitsplätze bei Lieferanten sind vorerst gerettet.

Anina Valle Thiele, Luxemburg

Luxemburg in Gambias Farben

In Luxemburg kommt es tatsächlich zu einem politischen Wechsel. An diesem Dienstag beginnen die Koalitionsverhandlungen - für ein Dreierbündnis ohne Langzeitpremier Jean-Claude Juncker.

Irina Wolkowa, Moskau

Georgiens Rosenrevolutionär tritt ab

Georgien hat einen neuen Präsidenten: Georgi Margwelaschwili. Für ihn stimmten Sonntag rund 62 Prozent der Wähler. Allerdings hat das georgische Staatsoberhaupt kaum noch Machtbefugnisse.

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Luftfahrt senkt Emissionen von CO2

Berlin. Dank moderner Flugzeuge und einer guten Auslastung haben die großen Fluggesellschaften ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Passagier und Kilometer 2011 nach Berechnungen der Organisation Atmosfair um rund ein Prozent gesenkt. Der CO2-Ausstoß dieser Airlines insgesamt stieg aber im gleichen Zeitraum wegen höheren Passagieraufkommens um fünf Prozent - und lag damit über den weltweiten C...

Kein Ausstieg von Thyssen in Amerika

Der angestrebte Verkauf der verlustreichen Stahlwerke des Industriekonzerns ThyssenKrupp in Übersee wird zunehmend unwahrscheinlich. Das Unternehmen arbeite immer ernsthafter an Alternativlösungen, hieß es am Montag in Konzernkreisen.

ndPlusSimon Poelchau

Autolobby machte Schwarz-Gelb zum Handlanger

Die deutsche Autolobby konnte unter der schwarz-gelben Bundesregierung offenbar Gesetze machen. Dreieinhalb Jahre klagte die Umwelthilfe auf Einsicht von Akten. Die belegen nun die Verquickung von Ministerien mit Lobbyisten.

ndPlusGrit Gernhardt

Der Staat sitzt mit am Küchentisch

Die Politik geht davon aus, dass Paare als Interessenseinheit handeln, wenn es um Familien- und Lebensplanung geht. Dass das ein Irrweg sein könnte, zeigt eine Studie.

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ndPlusOlaf Standke

Geografie der Armut

Die gute Nachricht: Die Zahl der Todesopfer, die Wirbelstürme, Erdbeben oder Überschwemmungen fordern, sinkt. Doch kann solch eine Statistik das Leid der alles in allem rund 139 Millionen Betroffenen natürlich nicht lindern.

Ed McKenna, Delhi

Unternehmen zwingen Delhi in die Knie

In Indien hat die Regierung eine landesweite Untersuchung illegaler Bergbauaktivitäten abgebrochen, die bereits zu einem Verbot solcher Operationen in zwei Bundesstaaten und zur Festnahme hochrangiger Politiker führte.

David Graaff, Bogotá

FARC ließen US-amerikanische Geisel frei

Mit Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes und unter Vermittlung Kubas und Norwegens hat die kolumbianische FARC-Guerilla am Sonntag den im Juni entführten US-Amerikaner Kevin Scott Sutay freigelassen.

Einmal Sklave, immer Sklave

nd: Wie kann es sein, dass es im 21. Jahr- hundert noch Sklaverei gibt, zum Beispiel bei Ihnen im westafrikanischen Land Mali? Mohamed Ag Akèratane: Seit 1960 ist Mali ein unabhängiges und demokratisches Land. Wir hatten gehofft, dass mit dem Ende der französischen Kolonialherrschaft auch diese feudalen Verhältnisse aufgehoben werden. Aber die malische Gesellschaft ist sehr konservativ, die M...

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422 Millionen für Jugendhilfe

Rund 50 000 Kinder und Jugendliche haben im vergangenen Jahr in Berlin fremde Hilfe und Beratung bekommen, weil es Schwierigkeiten in ihren Familien gab. Die Angebote von freien Trägern und staatlichen Stellen kosteten rund 422 Millionen Euro, sagte ein Mitarbeiter des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Im Schnitt waren das demnach etwa 8400 Euro pro Ko...

Wohnungsnot bekämpfen

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin (LIGA Berlin) und die Landesarmutskonferenz Berlin (lak) fordern eine neue Strategie gegen den Wohnungsmangel. Die Verbände appellierten an die Politik, sich vom hergebrachten Ressortdenken zu verabschieden, da dieses oft die notwendigen Kooperationen und Hilfeprozesse verzögere, die für viele der Wohnungslosen, Wohnungssuchenden o...

Anschlag auf SPD-Zentrale in Wedding

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag Steine und mit schwarzer Farbe gefüllte Flaschen gegen die Berliner SPD-Zentrale in der Müllerstraße in Wedding geworfen. Zeugen beobachteten drei bis fünf Personen.

Hassemer verteidigt Fusionsidee

Der Vorsitzende der Stiftung Zukunft Berlin, Volker Hassemer (CDU), hat den Vorstoß zu einer Fusion der Länder Berlin und Brandenburg verteidigt. Es müsse definiert werden, welche Aufgaben die deutsche Hauptstadt für die Bundesrepublik zu übernehmen habe, sagte der frühere Berliner Kultur- und Stadtentwicklungssenator am Montag im Inforadio des RBB. Die Stiftung hatte angeregt, dass Berlin sein...

Länderehe weggefegt

Es gibt viele gute Gründe für eine Fusion von Berlin und Brandenburg, etwa den Bürokratieabbau. Doch die Bevölkerung Brandenburgs will lieber für sich bleiben und hat dafür ebenfalls gute Gründe.

Bernd Kammer

Bahn bremst die S-Bahn

Bei der S-Bahn gilt ein schärferes Tempolimit. Schneller als Tempo 80 darf nicht mehr gefahren werden, manchmal noch weniger. Der Fahrgastverband Igeb befürchtet Pünktlichkeitsprobleme.

ndPlusMarina Mai

Wenig Platz am Frühstückstisch

Die Flüchtlinge vom Brandenburger Tor leben seit mehr als einer Woche in einem Kreuzberger Kulturzentrum. Ihr Alltag gestaltet sich schwierig und die provisorische Unterkunft ist nicht von Dauer.

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91-Jährige tritt in die SPD ein

Potsdam. Die 91-jährige Potsdamerin Ruth Hering wird am heutigen Dienstag in die SPD eintreten. »Gewählt habe ich die SPD schon immer«, begründete Hering ihre Entscheidung. »Gerade jetzt nach der Bundestagswahl und zu den anstehenden Koalitionsverhandlungen geht es darum, einer Partei, die einem wichtig ist, beizustehen.« Die 91-Jährige erhält ihr Parteibuch als Mitglied Nummer 229 im Ortsverei...

Spatenstich für A 14

Mit dem Bau der A 14 verbindet sich die Hoffnung auf eine Verbindung zwischen Ostsee und Adria. Doch noch sind nicht alle Genehmigungen da und die Finanzierung steht auch nicht.

ndPlusAndreas Fritsche

Viele Vorsitzende

Wie sozialistische Kandidaten im Idealfall sein sollten, hat die märkischen LINKE am 19. Oktober per Parteitagsbeschluss fixiert. Nun stellt sich die Frage, wie ein Landesvorsitzender sein sollte.

ndPlusChristin Odoj

Alles nur geklaut

Die Kampagne »No Humboldt 21« will das Ausstellungskonzept des künftigen Humboldt-Forums am liebsten über Bord werfen. Ihre Kritik macht sich vor allem an sogenannter »Beutekunst« fest.

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Aufbauhilfe angelaufen

Erfurt. Fast fünf Monate liegt die Flutkatastrophe in weiten Teilen Thüringens zurück, doch die Folgen sind vielerorts noch immer deutlich zu spüren. In Gera etwa ist das städtische Schwimmbad nach wie vor dicht. Beim Unterricht an der Grund- und Regelschule »Otto Dix« muss wegen der Schäden teils improvisiert werden. Fast 25 Millionen Euro wurden laut Finanzministerium an Soforthilfen ausgezah...

Martin Peters

Schläger von Pömmelte macht weiter

Im September schlugen Nazis in Bernburg (Sachsen-Anhalt) einen türkischen Imbissbesitzer lebensgefährlich zusammen. Einer der Täter ist ein bekannter Wiederholungstäter.

ndPlusReimar Paul

Recht auf Kaugummi

Aus Protest gegen die Art ihrer Unterbringung waren Sicherungsverwahrte in der JVA Rosdorf bereits in den Hungerstreik getreten. Der ist nun zwar ausgesetzt, doch die Gründe bleiben.

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Stolpersteine beschmiert

In Berlin-Mitte sind wieder sieben Stolpersteine mit dunkler Farbe beschmiert worden. Ein Zeuge habe die geschändeten Messingplatten am Sonntagabend im Stadtteil Wedding entdeckt, teilte die Polizei am Montag mit. Die kleinen Messingtafeln liegen inzwischen in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Immer wieder beschmieren Unbekannte die Gedenkplatten - oder stehlen si...

Geschichte der Verfolgten

Wie Hilfe für jüdische Verfolgte während des NS-Regimes aussah, können Schüler jetzt in einer Broschüre nachlesen. Das Heft mit Geschichten über Verfolgte und ihre Helfer zeige, »wie durch persönlichen Einsatz auch unter den Bedingungen einer Diktatur Menschenleben gerettet werden konnten«, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag. Das Heft haben das Landesinstitut für Schule und...

Schmitz lobt Vorschlag

Kulturstaatssekretär André Schmitz hat den Last-Minute-Vorschlag von Architekt Stephan Braunfels für das Berliner Schloss »bestechend« und »schön« genannt. Allerdings sei dies nur seine private Meinung, betonte der SPD-Politiker am Montag im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. »Offiziell muss ich sagen: Es ist eindeutig zu spät.« Braunfels hatte vergangene Woche vorgeschlagen, auf den neuen...

Tirado

Geschmack von Nostalgie

Ein süßer Geschmack von Nostalgie ist Ausgangspunkt für die Inszenierung »Brauner Zucker« ab 21. November 2013. Die Koproduktion der Regisseurin Anne Schneider mit dem Ballhaus Ost ist angelegt wie ein Fest - inspiriert vom Berlin der 20er Jahre - und will den Entwurf einer »Lebensutopie« künftiger Gemeinschaft zeigen. Dialoge, Attraktionen und szenisches Material wechseln sich ab. Schneider, d...

Antje Rößler

Wohlklang vokal und tonal

Berlin ist eine Jazz-Metropole, die Musiker aus aller Welt anzieht. Die Vielfalt der hiesigen Szene brachte der Berliner Jazztreff am Wochenende auf die Bühne. Erstmals war die Veranstaltung in der ufaFabrik zu Gast.

ndPlusPeter H. Feist

Aufweichung einer Definition

Bei der Vielzahl Berliner Kunstausstellungen können nur Sehenswerte erwähnt werden. Verdient das, was die Nationalgalerie ein halbes Jahr lang im Hamburger Bahnhof zeigt, dieses Prädikat? Drei Gründe sprechen dafür.

Rudolf Stumberger

Außer Spesen nichts gewesen

Angeblich sollte die Bertelsmanntochter Arvato der Würzburger Verwaltung großartige Einsparungen bringen. Doch dann platzte das Projekt, an dem Arvato vor allem verdienen wollte.

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Scherf bleibt

Henning Scherf bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Deutschen Chorverbandes (DCV). Die Jahreshauptversammlung der 30 Mitgliedsverbände wählte den ehemaligen Bremer Bürgermeister am Wochenende in Dresden an die Spitze. Scherf führt den Verband seit 2005. »Unsere Mitgliedszahlen steigen«, sagte Scherf nach der Wahl im Plenum des Sächsischen Landtages. »In der ganzen Chorszene herrscht Aufb...

Anwalt warnt den Freistaat

Der Anwalt des Fürstenhauses der Wettiner hat vor einem Scheitern der Verhandlungen mit dem Freistaat Sachsen über den Verbleib von rund 10 000 Kunstgegenständen in den Staatlichen Kunstsammlungen gewarnt. Es gehe vor allem um Handschriften, Musikalien, Bücher und andere Kunstobjekte, sagte Anwalt Gerhard Brand am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht des »Spiegel«. Die Staatlichen Kunstsam...

McBride in Düsseldorf

Die Bildhauerin und Installationskünstlerin Rita McBride hat sich am Montag als neue Rektorin der renommierten Kunstakademie Düsseldorf vorgestellt. »Ich möchte, dass die Hochschule ein offener und lebendiger Ort in der Stadt ist«, sagte sie bei einer Pressekonferenz. McBride will mehr neue Medien in den Unterricht einbringen, internationale Gäste einladen und den Austausch zwischen den Jahrgän...

Irene Constantin

Uneitle Körper tanzen die Liebe

Die Augen schließen, Sonnenwärme spüren, Gräser riechen. Von fern ertönt eine Flöte. Sieht man wieder hin, sollte ein bocksbeiniger Satyr träge auf der Wiese lagern, in Schilfrohre blasen und von Nymphen träumen.

ndPlusTobias Riegel

Der Exorzist

Von Iggy Pop über MC5 oder die New York Dolls gibt es viele Musiker, die für sich reklamieren, die trägen Esoterik-Geister der 60er Jahre vertrieben zu haben. Niemand aber konnte dies wie Lou Reed.

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Martin Hatzius

Melancholiebe und Melanchozorn

Mit Endspielen, nachträglich vorläufigen Endspielen, hat Barbara Thalheim ihre Erfahrungen gemacht. Bereits 1995, das ist bald zwanzig Jahre her, bestritt die Sängerin nach überstandener Erkrankung eine Abschiedstournee. Es kam anders, dem ersten folgte ein zweites Leben. Thalheim verdankte es dem französischen Komponisten und Akkordeon-Virtuosen Jean Pacalet, der ihr musikalischer Lebenspartne...

ndPlusIrmtraud Gutschke

»Los, wir gehen weiter«

Ruth - der Name passt zu der Frau, die uns da entgegenblickt. Die sich furchtlos offen zeigt, indem sie sich kunstvoll versteckt. Monika Maron hat mit »Zwischenspiel« ein höchst persönliches Buch geschrieben.

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ndPlusSebastian Moll

Banksy hält New York in Atem

Bei den Banksys, die jede Nacht in der Stadt auftauchen, geht es nicht so sehr um die Sprühereien als um die Reaktion darauf. Am Ende der vier Wochen hat New York genauso viel über sich selbst gelernt wie über Banksy.

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ndPlusErik Eggers, Doha

In 18 Tagen zur WM

Erstmals in der dann 81-jährigen Geschichte wird die WM der Handballer 2019 in zwei Ländern ausgetragen: Deutschland und Dänemark. Die Deutschen punkteten mit Demut. Bei der letzten Heim-WM gewannen sie den Titel.

Alexander Ludewig

Dem Weltverband hörig

Ein Tor, das keines ist, ist ein Tor. So entschied das DFB-Sportgericht im Fall des Leverkuseners Stefan Kießling, der gegen Hoffenheim nicht getroffen hatte. Bayer bleibt der Sieger, der Sport der Verlierer.

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Carsten Hoffmann

Im 2-Minuten-Takt nach Asien

Der Bahntunnel unter dem Bosporus ist eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre. Pro Stunde sollen bis zu 75 000 Menschen in beide Richtungen befördert werden.