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UNTEN LINKS

Die Substanz dieses Beitrags wurde leider von der NSA abgeschöp... (Jetzt geht das schon wieder los!) Also: Wir sind auf der Suche nach dem verlorenen Sinn. Auf der Suche nach der dabei verlorenen Zeit ist unser Praktikant Marcel. Prost! ibo ...

Grit Gernhardt

Öko bleibt ein Wunschtraum

Da hat sich die EU ja etwas vorgenommen: Mit einer verbindlichen Vorgabe sollen die Mitgliedsstaaten die Menge ihrer Einwegplastiktüten reduzieren - möglichst um 80 Prozent in den nächsten Jahren. Bis wann genau, bleibt unklar, auch eine konkrete Zielvorgabe fehlt. Die zu ergreifenden Maßnahmen gegen wachsende Plastikmüllberge und quadratkilometergroße Abfallstrudel im Meer überlässt man ebenfa...

Koalitionsknatsch nach erfolglosem Volksentscheid

Berlin. Nach dem knappen Scheitern des Volksentscheids zur Berliner Stromversorgung deutete sich am Montag in der rot-schwarzen Senatskoalition eine neue Auseinandersetzung über die Ausstattung des geplanten Stadtwerks an. Die SPD will das Budget von 1,5 Millionen Euro pro Jahr für das Stadtwerk jetzt deutlich aufstocken. »Das ist bereits seit drei Wochen Gegenstand von Verhandlungen«, bestätig...

Gabriele Oertel

Eine Mietpreisbremse für alle Fälle

Auch wenn Union und SPD ihre Koalitionsgespräche in unzähligen Arbeitsgruppen beschleunigen wollen - am Montag ging es ums Bremsen. Die Mietpreisbremse stand zur Debatte.

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»Iranischen Aktivisten würde ich zu Google raten«

»Iranischen Aktivisten würde ich zu Google raten«

Vor drei Jahren gründete Moritz Bartl das Projekt »Torservers.net«. Im Gespräch mit Fabian Köhler spricht er u.a. über Revolutionäre mit Trillerpfeifen und den gesellschaftlichen Wert von Anonymität.

ndPlusRobert D. Meyer

Im Namen einer Filmfigur

Nicht weniger als einen »Krieg im Netz« hat die Hackergruppe Anonymous für diesen Dienstag angekündigt: gegen Sparpolitik & Überwachung, für eine bessere Welt. Doch die Realität des anonymen Netzes ist nicht Schwarz-Weiß.

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ndPlusFabian Köhler

Licht am Ende des VPN-Tunnels

Regierungen verteufeln es als einen Ort von Terrorismus und Kriminalität. Seine Befürworter schwärmen vom einzigen Zufluchtsort in einer totalüberwachten Welt. Ein Abstieg ins Darknet.

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Leere Versprechen

Zur Agenda der Berliner Koalitionsrunde gehört in dieser Woche das Thema Kernwaffen und atomare Abrüstung. Anlass genug für über 100 Bürgermeister aus aller Welt, sich an die Verhandlungspartner zu wenden.

Wahlverlierer überall

Die von ihren Planern voreilig als »historisch« gefeierten Kommunalwahlen in Kosovo sind im serbisch besiedelten Norden zum Debakel geworden. Und das nicht nur wegen der Gewalt und der Einschüchterungsversuche zwielichtiger Existenzen, denen durchaus daran gelegen ist, dass es keine durchsetzungsfähigen staatlichen Organe in diesem Gebiet gibt. Den Wahlboykott eines Großteils der serbischen Bev...

Falsches Team für falsche Gespräche

Spionieren unter Freunden - geht gar nicht! Das hat die Bundesregierung wirklich geglaubt? Na ja, jedenfalls hat die NSA jetzt unfreiwillig bewiesen, dass solches Denken Unfug ist. Aber nun steckt das Kanzleramt in einer Klemme. Irgendwie muss man sich empören und zugleich die Aufregung runterkühlen. Die war aufgeflammt, weil die USA sich nicht nur am gemeinen Volk sondern auch an dessen Erwähl...

ndPlusJirka Grahl

Angeklagter

Es könnte eng werden im Landgericht München - die Presseplätze für das Hauptverfahren gegen Uli Hoeneß werden wohl per Los verteilt werden müssen. Vor allem aber wird es für den Angeklagten ungemütlich:

Andreas Koristka

Das Geheimnis

Nach wie vor schlägt die Abhöraffäre rund um die NSA riesige Wellen. Das ist kein Wunder, denn was auf dem Spiel steht, ist der Deutschen höchstes Gut. Wir wissen aus unserer historischen Verantwortung heraus, den schlimmen Erfahrungen im Dritten Reich und der ausufernden Bespitzelung der Stasi, dass eines in unserem Land in keiner Weise verhandelbar ist: die Privatsphäre. Und zwar jene unserer...

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Sachsen macht einen Fehler

Mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linksfraktion) sprach René Heilig über den Bundestags-Untersuchungsausschuss zur NSU, Rassismus in Sachsen und überfällige Anti-Neonazi-Programme.

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Vorbild wird abgewickelt

Bei dem Untersuchungsausschuss zum NSU-Terrortrio wurde auch überlegt, wie zu vermeiden ist, dass sich eine solche braune Mordserie wiederholt. In Sachsen ist für 2014 kein Geld für solche Projekte eingeplant.

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Erich Preuß

Wieder flott nach Hannover

Fünf Monate nach dem Dammbruch bei Fischbeck (Sachsen-Anhalt) fahren die Züge zwischen Berlin und Hannover wieder nach dem alten Fahrplan.

Silvia Ottow

Hackebeilchen gegen Florett

Gesundheit rückt in dieser Woche in den Mittelpunkt der Koalitionsgespräche. Weil die CDU/CSU auf Privatisierung und die SPD auf die Bürgerversicherung setzt, könnte bestenfalls alles beim Alten bleiben.

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Olaf Standke

Appell gegen Atomwaffen in Deutschland

104 Bürgermeister des weltweiten Bündnisses »Mayors for Peace« haben die Vertreter von CDU, CSU und SPD in einem Appell aufgefordert, sich zu einem atomwaffenfreien Deutschland sowie einer Welt ohne Kernwaffen zu bekennen.

ndPlusOliver Eberhardt

Mursi-Prozess auf 2014 vertagt

Unter fragwürdigen Umständen hat in Ägypten der Prozess gegen den gestürzten Präsidenten Mursi begonnen. US-Außenminister Kerry glaubt das Land dennoch auf der Rückkehr zur Demokratie.

Teilannullierung der Wahl in Kosovo erwogen

Nach Störungen und Gewalttaten bei der Kommunalwahl in Kosovo muss die Abstimmung im betroffenen serbisch geprägten Norden womöglich wiederholt werden. In der EU und in Berlin wurde die Gewalt verurteilt.

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Irina Wolkowa, Moskau

Russische Märsche mit »deutschem Gruß«

Russlands Staatsfeiertag stand am Montag in Moskau im Zeichen der Rechtsextremen: Sie formierten sich zum »Russischen Marsch«. Gut zwei Dutzend der Demonstranten wurden zeitweilig festgenommen.

Max Böhnel, New York

Ein Bürgermeister für die zwei New Yorks

Aus den Vorwahlen ihrer Parteien sind sie als Sieger hervorgegangen. Am Dienstag treten der Demokrat Bill de Blasio oder der Republikaner Joe Lhota zur Bürgermeisterwahl in New York an.

Hans-Ulrich Dillmann, 
Santo Domingo

Plötzlich staatenlos im Geburtsland

Juliana Dequis-Pierre, Tochter haitianischer Einwanderer, wurde von einem Tag auf den anderen die dominikanische Staatsbürgerschaft aberkannt.

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Ackermann von Börsenaufsicht entlastet

Zürich. Josef Ackermann ist von Verdächtigungen im Zusammenhang mit dem Selbstmord des Finanzvorstands des Versicherungskonzerns Zurich entlastet worden. Zwei Untersuchungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht hätten »keine Hinweise auf ungebührlichen oder unangemessenen Druck auf Pierre Wau-thier festgestellt«, teilte der Konzern am Montag mit.

ndPlusHermannus Pfeiffer

»Überschüsse, wohin man sieht«

Experten erwarten für das laufende Jahr eine Rekordernte bei verschiedenen Getreidesorten. Doch gerecht verteilt ist der Segen nicht. Weltweit sind nach Schätzungen der UNO 842 Millionen Menschen chronisch unterernährt.

Grit Gernhardt

Kampf gegen die Einwegtüte

Mikroskopisch kleine Plastikteilchen sind längst zu einer unüberschaubaren Gefahr für die Umwelt geworden. Naturschutzorganisationen versuchen dies seit Jahren zu verhindern - bisher mit wenig Erfolg.

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Das stille Sterben der Statisten

»Der Tod eines Menschen: das ist eine Katastrophe. Hunderttausend Tote: das ist eine Statistik!«, sagte Kurt Tucholsky. Vergangene Woche fand man 92 dieser Statisten in der Sahara: 52 Kinder, 33 Frauen, 7 Männer.

ndPlusCatherine Wilson, Honiara

Noch immer droht Kindern die Erblindung

Seit Generationen fordern Augenkrankheiten in den Pazifikstaaten einen hohen Tribut. Nach einer auf den Salomonen durchgeführten Untersuchung sind Trachome, die in jungen Jahren zur Erblindung führen können, unter den Bewohnern ländlicher Regionen stark verbreitet.

Ute Evers

»Menschenkapitalismus« über die Atlantikroute

War der Aufstieg des »christlichen Abendlandes« überhaupt denkbar ohne die hunderttausendfache Verletzung elementarster Menschenrechtsverletzungen in der »dritten Welt«? Nein, sagt Michael Zeuske.

Regierungsfähigkeit neu erfinden

Juan Rodríguez ist Aktivist des Campamiento de Pioneros, das den Aufbau neuer Wohnhäuser organisiert. Mit Rodríguez sprach für »nd« Tobias Lambert über Kampf gegen Korruption und das Wohnungsbauprogramm der Regierung.

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Europäische Rabbiner in Berlin

In Erinnerung an die Pogromnacht vor 75 Jahren wollen in der kommenden Woche rund 200 Rabbiner aus Europa in Berlin zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche vom 10. bis 12. November stehen die Rechte religiöser Minderheiten in Europa, wie die Europäische Rabbinerkonferenz (CER) am Montag mitteilte. Die Konferenz werde sich auch mit dem Schutz der Rechte von jüdischen Frauen beschäftigen, d...

Halb Berlin für eine Zukunft ohne Wowereit

Die Mehrheit der Berliner kann sich einer Umfrage zufolge eine Zukunft ohne den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vorstellen. 56 Prozent sind dafür, dass Wowereit bei der nächsten Abgeordnetenhauswahl nicht noch einmal antritt, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der »Berliner Zeitung« ergab. Allerdings sind laut Umfrage 67 Prozent dafür, dass Wowereit nicht vorzeitig seinen Posten v...

Gewonnen ohne zu siegen

Viel knapper hätte der Volksentscheid zur Energie in Berlin nicht scheitern können. Das Herzschlagfinale am Sonntagabend war mindestens genauso spannend wie ein großes Fußballendspiel. Dass es am Ende für die tapferen Kämpfer vom Energietisch nicht gereicht hat, ist indes ziemlich bitter. Schließlich wurde bis zuletzt hart um jede Stimme auf der Straße gekämpft. Schmerzlich ist das Ergebnis abe...

ndPlusChristin Odoj

Keine Frage des Geschlechts

Bei einer Flüchtlingsdemonstration Ende Oktober nahm die Polizei einen Demonstranten fest, der in Gewahrsam mehrfach transphob beleidigt und erniedrigt worden sein soll. Er erstattete Anzeige.

ndPlusMartin Kröger

Energietisch will weiter leuchten

Großer Bilanztag am Tag eins nach dem gescheiterten Volksentscheid: Während sich Wirtschaft und Rot-Schwarz in ihrem Kurs bestätigt sehen, wollen Opposition und Energietisch weiter Druck machen.

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Wilfried Neiße

Versorgung mit Wasser am Tropf

Trotz jahrelanger Zuschüsse ist die Stabilisierung der Wasser- und Abwasserverbände nicht vollständig gelungen. Sieben hängen noch am Tropf und stecken tief in der Kreide.

Seniorin mit Liebe zum scharfen Metall

Kriminelle Gewalt ist eigentlich seit Menschengedenken eine männliche Angelegenheit. Noch dazu, wenn ein Messer im Spiel ist. In dem vorliegenden Fall ist die Sachlage etwas anders.

Neubau statt Abriss

Zwischen Januar und September ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen um 40 Prozent gestiegen. Allein im Bezirk Marzahn-Hellersdorf kann auf zehn Flächen gebaut werden.

ndPlusRainer Funke

Spionageabwehr im Luftraum

Die Geschichte der Fliegerei in der Region soll erforscht werden. Das Luftfahrtmuseum in Finowfurt setzt auf die Berichte von Zeitzeugen.

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Alice Bachmann, Bremen

Löcher für Bremens V-Leute

In Reaktion auf die NSU-Mordserie und die in diesem Zusammenhang aufgedeckten Missstände im Bereich des Verfassungsschutzes hat sich Bremen daran gemacht, sein Verfassungsschutzgesetz zu ändern.

ndPlusRalf Hübner, Zschopau

Die MZ-Legende lebt

Als der sächsische Motorradhersteller MZ im Jahr 2012 zahlungsunfähig wurde, schien dies das endgültige Aus für den traditionsreichen Zschopauer Motorradbau zu sein. Doch es kam anders.

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Jazzfest 2013 erfolgreich

Mit dem Konzert von Shabaka Hutchings und seiner Band Sons of Kemet ist Sonntagnacht das Jazzfest Berlin 2013 im Quasimodo zu Ende gegangen. Fast alle 22 Veranstaltungen des Jazzfestes waren ausverkauft. Es konnte eine Auslastung der Konzerte von 93 Prozent erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Konzertbesucher abermals angestiegen. Somit war auch die zweite Festivalausgabe ...

Aufregung um weißes Pulver bei Erfurts Polizei

Erfurt. Ein Brief mit weißem Pulver hat am Montag für Aufregung bei der Landespolizeiinspektion Erfurt gesorgt. Der Brief ging am Vormittag mit der Dienstpost ein, wie ein Polizeisprecher sagte. Als eine Mitarbeiterin ihn öffnete, rieselte das Pulver heraus. Die 52-jährige Frau wurde vorsorglich in einem Krankenhaus stationär aufgenommen. Worum es sich bei der Substanz handelte, war noch unklar...

Honeckers Enkel kehrt zurück

Erich Honeckers Enkel Roberto Yañez eröffnet am 12. November seine erste Deutschland-Ausstellung in Berlin. Der deutsch-chilenische Maler, Lyriker und Musiker ist dafür nach Angaben des Senders MDR das erste Mal seit 1990 wieder in seine frühere Heimatstadt zurückgekehrt. Yañez werde bei der Ausstellungseröffnung auch aus seinem Gedichtband »Frühlingsregen« lesen, teilte die Galerie Kornfeld mi...

ndPlusMonika Melchert

Metropole der Kunst

Eines Abends sitzt Max Reinhardt, Theatermann aus Wien, mit seinem Bruder Edmund zusammen in Berlin und räsoniert: Wenn wir jetzt nicht den großen Durchbruch schaffen, geht gar nichts. In die zweite Reihe wollte er sich nicht drängen lassen. Während sein Bruder für alles Kaufmännische verantwortlich zeichnet, ist Max der große Regisseur mit den atemberaubend neuen Ideen. Und tatsächlich gelingt...

Hagen Jung

Klassenfahrten sind erst mal gestrichen

»Niedersachsen schnürt das größte Bildungspaket aller Zeiten«, hatte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) im Juli angekündigt Zur Finanzierung sollen auch die Gymnasiallehrer beitragen.

Kathrin Streckenbach, Biberach

Wo Fledermäuse Brücken bekommen

An der Ortsumfahrung von Biberach in Baden-Württemberg wurden zwei teure Brücken für Fledermäuse gebaut. Beim Bund der Steuerzahler sieht man das Projekt sehr skeptisch.

Museum mit Gleisanschluss

Das Arp Museum Remagen war früher ein Bahnhof, in einem Bunker in Ludwigshafen tobt heute das Nachtleben. In Rheinland-Pfalz stehen etliche Gebäude mit ungewöhnlicher Vorgeschichte.

ndPlusVolker Trauth

In der Endlosschleife

Nach Orten des Träumens und des Räsonierens sucht der Autor Lothar Trolle in manchen seiner Stücke. In »Die 81 Minuten des Fräuleins A« war es die Umkleidekabine eines Supermarkts, in der sich die Mitarbei᠆terinnen in Fantasiewelten flüchteten und Antwort auf die Frage suchten, ob es neben ihrem tristen Leben noch ein anderes, besseres gäbe, und in »Die Heimarbeiterin« macht sich die Held...

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Ministerium statt Provisorium

Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD zur Kulturpolitik hat der Deutsche Kulturrat erneut die Schaffung eines eigenständigen Ministeriums für diesen Bereich gefordert. Fünfzehn Jahre nach der »Erfindung« der Bundeskulturpolitik müsse das Provisorium im Kanzleramt endlich durch ein reguläres Ministerium abgelöst werden, erklärte Verbandsgeschäftsführer Olaf Zimmermann am Mont...

Verzeichnis mit 8000 Abbildungen

Mehr als 11 000 Skizzen des Bildhauers Ernst Barlach (1870-1938) sind jetzt erstmals veröffentlicht worden. Das teilte die Ernst Barlach Stiftung in Güstrow am Montag zum Erscheinen des neuen, zweibändigen Werkverzeichnisses mit. Band eins enthalte die Zeichnungen der Jahre 1887 bis zum Tod des Künstlers 1938. Darin enthalten seien mehr als 400 Zeichnungen, die im bisher gültigen Werkverzeichni...

Erstmals verliehen

Der Rapper Eminem und die Popsängerin Taylor Swift sind mit den erstmals verliehenen YouTube Music Awards ausgezeichnet worden. Eminem bekam bei der Gala in New York in der Nacht zum Montag den Preis als Künstler des Jahres. Swift wurde mit ihrem Hit »I Knew You Were Trouble« zum YouTube-Phänomen des Jahres gekürt. Die Auszeichnung für das Video des Jahres ging an die südkoreanische Mädchenband...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Dämonie und Dreck und Dylan

Das Erhabene prangt, wo es hingehört: ganz oben. In einem Eisenband über der Bühne. »Liberté Egalité Fraternité«! Solch ein Eisenband krönte einst auch ein anderes Tor, nur hieß der Spruch: »Arbeit macht frei!«

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ndPlusManfred Loimeier

Überall und nirgendwo zu Hause

Die junge, 34-jährige US-amerikanische Autorin Taiye Selasi hat mit dem von ihr geschaffenen Begriff der Afropoliten für Furore unter den Intellektuellen des Westens gesorgt. Mit Afropoliten meint Selasi Menschen mit afrikanischen Wurzeln, die weniger - wie zuletzt Generationen von Einwanderern - sowohl in einer alten als auch in einer neuen Heimat zu Hause sind, sondern die im Nirwana einer gl...

Irene Constantin

Kostümiertes Konzert und XXL-Geflimmer

Quietschbunt wie Schokolinsen kommen sie einherstolziert, die uniformierten Männer mit ihrem Plastik-Schießzeug. Macbeth, Banquo, Macduff, Malcolm, Fleance und wie sie alle heißen. Lady Macbeth trägt pink beim großen Bankett, aber wenn sie und ihr Mann privat sind, zum Beispiel bei seiner Krönung, hat man die langen, gemütlichen, selbstredend schottenkarierten Flanellnachthemden an. Und weil ma...

ndPlusGunnar Decker

Der Schamane ist fort

Hinterher, ich stehe draußen vor der Tür im feuchten Novembersonntagmittag, tritt ein Ehepaar auf mich zu. Was das denn eben für eine Vorstellung gewesen sei? - Wie bitte? - Na, diese Matinee, was wurde da eigentlich gespielt? - Was? - Sie seien nur zufällig hereingeraten. - Zufällig hereingeraten? - Ich schaue diese beiden an, bildungsbürgerliche Berlin-Touristen, Ahnungslose, die sich gewiss ...

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Neue Entdeckungen nicht ausgeschlossen

Nach dem erst jetzt bekanntgewordenen Fund eines Kunstschatzes in München im Frühjahr 2011 gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag bekannt, dass die Bundesregierung »seit mehreren Monaten über den Fall unterrichtet« ist. Durch die Vermittlung von Experten, die sich mit »Entarteter Kunst« und von den Nationalsozialisten geraubter Kunst auskennen, würden die Ermittlungen der Staatsanwalt...

ndPlusJürgen Amendt

Mit dem Zweiten regiert sichs besser

Falls der frühere Chefredakteur des ZDF, heute die Nachrichten im Zweiten sieht, erfährt er, dass sich wegen ihm das Bundesverfassungsgericht mit der Frage beschäftigen muss, ob der Einfluss der Parteien auf das ZDF zu groß ist.

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ndPlusAndreas Morbach

Das Spiel brechen

Im Gruppenspiel der Champions League bei Schachtjor Donezk kann Bayer Leverkusen die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen - und die Bundesligapleite in Braunschweig vergessen machen.

Sabine Dobel, München

Kommerz kontra Naturschutz

Naturschutz als ständiger Streitpunkt: Er manifestiert sich wieder in der Olympiabewerbung Münchens - und bringt den Deutschen Alpenverein erneut an den Scheideweg.

Seite 20
Annette Birschel

Der »Mann mit zwei Gesichtern«

Das Warten der Opfer hat ein Ende: Skandalarzt Ernst Jansen steht in den Niederlanden vor Gericht. Patienten, die schwer gelitten haben, erhoffen sich Antworten auf ihre Fragen.

ndPlusElke Bunge

Morgens wird weniger gelogen

Menschen sind morgens ehrlicher. Das haben zwei US-Wissenschaftler nachgewiesen. Sie machen dafür die über den Tag nachlassende Selbstkontrolle verantwortlich.