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UNTEN LINKS

Heute endet eine Themenwoche der ARD, die es in sich hatte. »Zum Glück« hieß das Motto, und schon lange hatten all die ARD-Sender die Werbetrommel dafür gerührt. Alleine schon diese schier nicht enden wollende Reklamephase hat ausgereicht, um eigentlich einigermaßen glückliche Menschen an den Rand der Verzweiflung zu treiben. Umso erstaunlicher, was man alles auf dem Sendeplan der beteiligten A...

Zuppeln am Rockzipfel

Die für den Betrachter unendlich ermüdenden Koalitionsverhandlungen haben doch auch etwas Gutes. Man merkt, die CDU besteht tatsächlich aus mehr als nur der Kanzlerin Angela Merkel. Das hatte man schon fast vergessen.

Ukraine stoppt Kurs gen Westen

Kiew. Die Ukraine hat das Assoziierungsabkommen mit der EU eine Woche vor der geplanten Unterzeichnung auf Eis gelegt. Der Schritt erfolge aus »Gründen der nationalen Sicherheit«, teilte die Regierung in Kiew am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung mit. Die EU und die Ukraine sollten die Folgen des Abkommens zunächst mit Russland besprechen, hieß es. Genau dies hatte kurz zuvor Russlands Präs...

Silvia Ottow

Grüne Kittel, rote Zahlen

Die Kliniken - oftmals letzte Hoffnung für Patienten - kommen nicht aus den Schlagzeilen heraus. Unnötige Operationen, schlechte Qualität und rote Zahlen bestimmen die Diskussion.

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Auf dem Weg zu einem Korridor des Todes

Der Jesuitenpater Ismael Moreno ist seit 2001 Direktor des regierungskritischen Senders Radio Progreso in Honduras. Über die Chancen auf eine politische Veränderung sprach mit ihm Jutta Blume.

Jutta Blume, Tegucigalpa

Linke mit guten Chancen in Honduras

Am Sonntag werden in Honduras 5,4 Millionen Wahlberechtigte ein neues Parlament, die Abgeordneten des Kongresses sowie die Kommunalregierungen wählen. Die nach dem Putsch gegen Manuel Zelaya 2009 gegründete linke Partei LIBRE liegt aussichtsreich im Rennen. Zelayas Ehefrau Xiomara Castro trifft bei der Präsidentschaftswahl unter anderem auf den militärischen Anführer des Putsches, General Romeo Vásquez Velásquez. Bei den Wahlen in Honduras treten erstmals vier neue Parteien an. Das traditionelle Zweiparteiensystem könnte damit Geschichte werden.

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Max Böhnel, New York

Ein Armeechor in Dallas, Gebete und Hillary Clinton

Am Grab von John F. Kennedy hat US-Präsident Barack Obama der Ermordung des legendären Staatsmannes vor 50 Jahren gedacht. Begleitet von First Lady Michelle Obama und der früheren Außenministerin Hillary Clinton.

ndPlusReiner Oschmann

Der Was-wäre-wenn-Präsident

Zu spätem Ruhm verhilft oft früher Tod. Das wissen wir seit Georg Büchner (er starb mit 23), James Dean (24) - und seit John Fitzgerald Kennedy, der erst 46 war, als ihn am 22. November 1963 in Dallas Mordkugeln trafen.

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Immun am Hindukusch

Der afghanische Präsident will das umstrittene Sicherheitsabkommen ebenso wie die Obama-Regierung. Ohne gäbe es keine militärische Unterstützung von geplanten 15 000 ausländischen Soldaten und zudem riesige Finanzlöcher, vor allem bei Polizei und Armee.

Kurt Stenger

Rückzug vom Klimagipfel

Die deutsche Umweltbewegung agierte in den vergangenen Jahren mehr in den warmen Hinterzimmern des politischen Lobbyierens - von den großem Klimakonferenzen bis hin zu den Wandelhallen der Bundespolitik.

Keine Schlacht um Julia

Der Kreml mochte dem strategischen Partner aus der einstigen Sowjetunion bei einer Abwanderung in den Westen nicht tatenlos zusehen. Die Ukraine versucht nun einen dritten Weg. Der führte erst einmal zu größerer Besonnenheit.

ndPlusTobias Riegel

Wiedervereiniger

Hat er eine Verbindung zum Jenseits? Es scheint so. Schließlich wollte Eric Idle erst dann über eine Wiedervereinigung der Anarcho-Truppe Monty Python reden, wenn der verstorbene Ex-Partner Graham Chapman sein OK geben würde

ndPlusDominic Heilig

Vom Block zum Raum

Sternstunden des Parlamentarismus. In diese Kategorie gehört ohne Zweifel die Bundestagsdebatte von Montag. In dieser versuchten LINKE und Grüne Licht ins Trübe der NSA-Abhöraffäre zu bringen.

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ndPlusTom Strohschneider

Jenseits von »Irrealos« und »Kneipenrunden«

Die Debatte über rot-rot-grüne Möglichkeiten macht sich auch auf den Flügeln der Linkspartei bemerkbar: hier in scharfer Abgrenzung zu SPD und Grünen, dort im Bemühen, neue linke Wege zu gehen.

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Koalition der schmerzhaften Kompromisse

Die Unterhändler von SPD und Union tagten am Donnerstag erneut in großer Runde. Großartig vorwärtsgekommen sind sie dabei allerdings nicht. Vielmehr werden zum nahenden Ende der Koalitionsverhandlungen die Knackpunkte immer deutlicher.

Stefan Otto

Kinderrechte in der Paragrafenmühle

»Dein Weg zum Recht« lautet der Slogan für eine Kampagne, die ein Beschwerderecht für Kindern bei der UNO fordert. Zum Tag der Kinderrechte gab es auf einer Konferenz Kritik an dem Vorhaben.

Guido Speckmann

Hartz-IV-Kritik unerwünscht

Die Zusammenarbeit von Bundesagentur für Arbeit (BA) und Bundeswehr war Grund für die öffentliche Kritik eines Mitarbeiters - ihm droht nun die Entlassung. Er wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt.

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Protest vor saudischer Botschaft

Berlin. »Stoppt die rassistischen Pogrome in Saudi-Arabien« - das war eines der Transparente, die am Donnerstag vor der Botschaft des Königreiches in Berlin-Tiergarten hochgehalten wurden. Auch gegen »Sexuelle Gewalt gege Äthiopierinnen« wurde protestiert. Auf eine Reaktion aus dem Inneren der Auslandsvertretung warteten die etwa hundert Demonstranten vergeblich, obwohl Vorwürfe dieser Art seit...

Misstrauen und Immunität in Kabul

Präsident Karsai sagt, er traue den USA nicht, und das beruhe auf Gegenseitigkeit. Doch Afghanistan benötige das Sicherheitsabkommen mit Washington. Nun berät die Loja Dschirga über den Vertrag.

ndPlusRalf Streck

Spaniens Stacheldrahtgrenze unter Kritik

Der Versuch von 1000 Flüchtlingen, die Grenze zur spanischen Exklave Melilla an der marokkanischen Küste zu überwinden, dort, wo das reiche Europa direkt an das arme Afrika grenzt, wurde gewaltsam abgewehrt.

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Maoisten kritisieren Wahlfälschung in Nepal

Kathmandu. Zwei Tage nach der Parlamentswahl in Nepal haben die Maoisten ihren Gegnern Wahlfälschung vorgeworfen. Parteiführer Pushpa Kamal Dahal, genannt Prachanda, forderte am Donnerstag einen Stopp der Auszählung. »Wir akzeptieren das Urteil des Volkes, können aber keine Verschwörung und keine Fälschung hinnehmen«, sagte Prachanda. Laut Fernsehberichten droht Prachanda, der nach Ende des Bür...

Julian Bartosz, Wroclaw

Polens Regierungschef verschafft sich Zeit

Drei Monate dauerte es, bis Polens Premier Donald Tusk die Ankündigung wahr machte, seine zweite Amtszeit mit besseren Politikern zu vollenden: Am Mittwoch bildete er seine Regierung um.

ndPlusThomas Frahm, Sofia

Bulgariens zäher Aufstieg aus der Talsohle

Will man Sensationsberichten über blutige Demonstrantenköpfe, Korruption und politische Machtkämpfe in Bulgarien etwas entgegensetzen, empfiehlt sich der nüchterne Blick in den Staatshaushalt.

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Verbände verlassen Klimagipfel

Aus Protest gegen mangelnden Fortschritte bei den Verhandlungen haben große Umweltorganisationen wie Greenpeace, WWF, Friends of the Earth, Oxfam und andere am Donnerstag die Weltklimakonferenz verlassen.

ndPlusFelix Lill, Tokio

Exportförderung für Toyota & Co.

Die heute beginnende Tokioter Automesse soll zeigen, dass mit Japans Exportbranche weiterhin zu rechnen ist. Die internationale Konkurrenz dagegen macht sich rar.

ndPlusReinhard Schwarz, Hamburg

Bluten für die Mietkaution

Heute wird möglicherweise über das Schicksal von 3600 Beschäftigten der Max-Bahr-Gruppe entschieden. Die Gläubiger verhandeln in Hamburg über die Zukunft von 73 Baumärkten.

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RECHTSFRAGE

Erfurt. Schwesterfirmen eines insolventen Unternehmens müssen in bestimmten Fällen Lohnzahlungen mit dem Insolvenzverwalter abstimmen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) in Erfurt vom Donnerstag hervor. Im vorliegenden Fall hatte ein Polier einer Baufirma in Nordthüringen Gehalt für seine Arbeit von den Schwesterunternehmen erhalten, obwohl sein eigentlicher Arbeit...

Hans-Gerd Öfinger

EVG souverän

Die aus einer Fusion der DGB-Gewerkschaft Transnet mit der Beamtenorganisation GDBA hervorgegangene neue Gewerkschaft ist aus dem Schatten des früheren Transnet-Vorsitzenden Norbert Hansen heraus getreten.

ndPlusOlaf Harning

Arbeitsplätze statt Gehalt

»Bei uns sind Sie in guten Händen.« Mit diesem Slogan werben die Paracelsus-Kliniken dieser Tage um Patienten. Ob sich auch die Beschäftigten des angeschlagenen Krankenhauskonzerns gut aufgehoben fühlen, darf bezweifelt werden.

Eckart Roloff

Zu alt fürs Radio

Arbeiten mit über 65 - für viele freie Journalisten die Realität. Aber dürfen Auftraggeber die Zusammenarbeit wegen des Alters beenden?

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Bahngewerkschaft will mitmischen

Bei einem Gewerkschaftstag diskutieren Eisenbahner über die Ausrichtung ihres Verbandes. Einige Delegierte wollen sich auf Verkehrspolitik zu konzentrieren, andere weitreichenderen Einfluss.

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Üble Gerüche im Parlament

Im Abgeordnetenhaus hat es am Donnerstag gestunken - es roch deutlich verbrannt. In der Lüftungsanlage sei etwas durchgebrannt, sagte Parlamentspräsident Ralf Wieland. Nach zwei Stunden unterbrach er für zehn Minuten die Sitzung, um für Frischluft zu sorgen. Wielands Stellvertreter Andreas Gram (CDU) forderte anschließend seine Kollegen auf, wieder den Saal zu betreten. Die Ursache war dann bal...

Unterschriften für Lärmpause

26 000 Unterschriften für ein erweitertes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am Hauptstadtflughafen BER sowie an den bestehenden Flughäfen in Tegel und Schönefeld haben Bürgerinitiativen gestern an Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland (SPD) übergeben. Mit dieser Volksinitiative wollen sie erreichen, dass sich das Parlament nochmals mit dem Thema beschäftigt und den Senat auffordert, mit Branden...

Nazis wollen demonstrieren

Berliner Neonazis mobilisieren zu einem Aufmarsch am Samstag. Die »Jungen Nationaldemokraten« haben laut Polizei für 15 Uhr eine Demonstration angemeldet, mit 100 Teilnehmern wird gerechnet. Letzten Freitag war der Vorsitzende der Gruppe in Kreuzberg verprügelt worden - nun wollen die Nazis gegen »Linksextremisten« protestieren. Offensichtlich geht es aber vor allem darum, die zeitgleich ...

Ruhe, bitte

Parlamentspräsident Ralf Wieland bekam gestern viel Post: 26 000 Berliner bekundeten mit ihrer Unterschrift, dass sie an den Flughäfen - den derzeitigen wie dem eventuell künftigen - wenigstens nachts ihre Ruhe haben wollen. Der neue Anlauf nach dem gescheiterten Volksbegehren in Berlin zielt vor allem darauf ab, den Senat zur Aufgabe seiner Verweigerungshaltung zu bewegen und mit Brandenburg ü...

Messe: Nachschlag für »City-Cube«

Die Kosten für die künftige Berliner Kongresshalle »City Cube« sind erneut gestiegen. Der Aufsichtsrat der Messegesellschaft habe drei weitere Millionen Euro für den Bau bewilligt, teilte Wolf-Dieter Wolf, Vorsitzender des Investitionsausschusses, am Donnerstag mit. Die Projektkosten wachsen damit auf 83 Millionen Euro - das sind 18 Millionen mehr als 2010 geschätzt worden waren. Ende März 2014...

ndPlusJan Tölva

Die einfache Welt der Alice Schwarzer

Bei ihrer Buchvorstellung »Prostitution - Ein deutscher Skandal« in Berlin gingen vor allem Sexarbeiterinnen gegen Alice Schwarzers Verbotsfeldzug auf die Barrikaden. Eine Betrachtung.

Christin Odoj

Sexarbeit lässt sich nicht verbannen

In der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg fiel am Mittwoch ein CDU-Antrag durch, der die Straßenprostitution rund um die Kurfürstenstraße tagsüber verbieten wollte.

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Flüchtlinge an Tuberkulose erkrankt

Eisenhüttenstadt. Die zentrale Erstaufnahmestelle des Landes Brandenburg für Asylbewerber platzt sowieso schon aus den Nähten. Sie ist total überfüllt. Und nun dies! Die Verteilung der Flüchtlinge auf die Landkreise musste vorerst teilweise gestoppt werden. Die Weisung des Sozialministeriums an neun Landkreise und kreisfreie Städte, dass sie eine bestimmte Zahl an Asylbewerbern aufnehmen müssen...

Wilfried Neiße

Anschlussbeiträge verjähren erst nach 25 Jahren

Die rot-rote Koalition beschloss im Landtag eine Verjährungsfrist für Beitragszahlungen von Altanschließern. Die Hoffnung auf einen nun einkehrenden Rechtsfrieden scheint sich aber nicht zu erfüllen.

ndPlusMarina Mai

Ohne Dusche und Waschmaschine

Weil der Senat mit Betreibern von Flüchtlingsheimen in Berlin nur kurzzeitige Verträge abschließt, gibt es keine Kredite. Die Piratenfraktion fordert Mindeststandards für alle 33 Berliner Flüchtlingsunterkünfte.

ndPlusWilfried Neiße

Auch mit drei Millionen kein Sonnenschein

Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) setzte sich über die Bedenken hinweg. Er organisierte eine Finanzspritze für den Solarmodulhersteller Odersun. Die AG ging trotzdem Pleite.

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Mehr Hilfe für Senioren gefordert

Mecklenburg-Vorpommerns Altenparlament hat am Mittwoch in Schwerin getagt. Im Zentrum stand die medizinische Versorgung. Auch bezahlbares Wohnen ist ein Thema, das Senioren stark beschäftigt.

Es kracht in Thüringens Regierung

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat die umstrittene Verwaltungsreform in ihrem Bundesland gegen Kritik verteidigt. Sie sei weder ein »Reförmchen« noch ein Paradigmenwechsel, sagte Lieberknecht am Donnerstag.

Hendrik Lasch, Magdeburg

Filmerlaubnis für Weiße Mäuse

Seit April gilt in Sachsen-Anhalt ein schärferes Polizeigesetz, gegen das jetzt LINKE und Grüne beim Verfassungsgericht Klage einreichten.

Ferienfreuden nicht mehr im Wohngebiet

Wie viele Ferienwohnungen es in Berlin gibt, kann keiner genau sagen. In beliebten Kiezen sind sie ziemlich häufig anzutreffen - und die Berliner finden keine reguläre Bleibe. Jetzt schreitet die Politik ein.

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Geheimtipp aus Argentinien

»Georginas Stimme scheint mit dem Wind zu reisen«, heißt es in einer Konzertkritik über die argentinische Musikerin Giorgina Hassan. Ihr Stil ist geprägt von lateinamerikanischer Musik, vom Jazz und sephardischer Musik.

Blue Man Group mit neuer Show

Jubiläum im Berliner Stage Bluemax Theater: Die »Blue Man Group« feiert im kommenden Frühjahr 10. Geburtstag in Deutschland! Grund genug für ein Update der Erfolgsshow: Noch aufwendiger und intensiver soll sie werden. Mit neuen Show-Elementen, neuen Songs und neuer Technik gibt es zum Jubiläum einen umfangreichen Relaunch in Berlin. Stage Entertainment verspricht eine weltweit einzigartige »Blu...

Konstanzer Intendant bittet für Hus

Konstanz. Der Intendant des Theaters Konstanz, Christoph Nix, will im kommenden Jahr in Rom bei Papst Franziskus vorsprechen, um eine Rehabilitierung des böhmischen Reformators Jan Hus (um 1370-1415) zu erwirken. Hus war vor fast 600 Jahren beim Konstanzer Konzil als Ketzer verurteilt und verbrannt worden. In einem Schreiben an den Papst bittet Nix um eine Audienz am 6. Juli 2014, dem Tag des F...

ndPlusBirgit Criegern

Visionen vom Aufbruch

In Berlin wird derzeit wieder über Zuwanderung, Asyl und Flüchtlingspolitik debattiert. Anlass sind die gestiegenen Asylbewerberzahlen. Die Stimmen der Einwanderer, die ja zunächst Auswanderer sind, kommen dabei oftmals zu kurz. Auf einer Tagung des Heinrich-Böll-Bildungswerkes zur »Globalen Welt und Zivilgesellschaft« kamen sie zu Wort. Was bedeutet Auswanderung, und welche Rolle könnte ...

Sandra Schipp, Neustadt

Ein Föhn für den Weinberg

Eisige Kälte zählt zu den größten Feinden der Weinbauern. Schon ein einziger Maifrost kann sie um die Ernte bringen. In einem pfälzischen Ort sollen Frostschutzwindräder so etwas künftig verhindern.

ndPlusDieter Hanisch, Kiel

Die zweite braune Phase

1950 war Walter Bartram der erste Nationalsozialist, der es in der Bundesrepublik zum Ministerpräsidenten eines Landes brachte. Der Kieler Landtag will nun den Nazi-Einfluss nach 1945 aufarbeiten.

ndPlusTom Mustroph

Hören wie David Bowie

Ihr Vorgänger ist legendär. 1977 nahm David Bowie in den Hansa Studios in der Köthener Straße sein Album »Heroes« auf und integrierte dort auch das Instrumentalstück »Neuköln«.

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Ab 2014 Intendant in Senftenberg

Manuel Soubeyrand wird von September 2014 an als Intendant die Neue Bühne Senftenberg leiten. Das beschloss der Zweckverband Niederlausitzer Theaterstädtebund am Donnerstag einstimmig, wie der Verband mitteilte. Der 56-jährige Soubeyrand ist derzeit künstlerischer Leiter der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Er soll ab der Spielzeit 2014/15 Nachfolger des 52-jährigen Sewan Latchinian wer...

Russland will Schweizer Villa kaufen

Siebzig Jahre nach dem Tod des Komponisten und Pianisten Sergej Rachmaninow (1873-1943) will sich Russland in der Schweiz die Villa des Künstlers samt dessen Archiv sichern. Kremlchef Wladimir Putin verfügte, bis zum 20. Dezember einen Ankauf aus russischem Staatsvermögen zu prüfen. Nach offiziellen Angaben in Moskau wollen Rachmaninows Erben das Anwesen in der Gemeinde Weggis im Kanton Luzern ...

Hans-Dieter Schütt

Die bitterste Art der freien Wahl

November 1933: Der Schauspieler Hans Otto ist einer der ersten Kommunisten, die von den Nazis ermordet werden. Sein Bild bleibt in der Geschichte stehen als Gegenbild - zu allen anderen (verständlichen, weil hautrettenden) Formen, mit einer Diktatur fertig zu werden. Ein Gegenbild auch zu dem, was nach 1945 geschah. Die DDR benannte Leipzigs Theaterhochschule nach Hans Otto, Potsdam seine Bühne...

ndPlusStefan Amzoll

England war für ihn Musik

Dies Volk des Segens, diese kleine Welt, Dies Kleinod, in der Silbersee gefasst, Die ihr den Dienst von einer Mauer leistet, Von einem Graben, der das Haus verteidigt Vor weniger beglückter Länder Neid; Der segensvolle Fleck, dies Reich, dies England. William Shakespeare Von Stefan Amzoll In diesem England wurde Benjamin Britten Nationalkomponist. Wie kam das? Gab es i...

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»Warum ich aufhöre, Jude zu sein. Ein israelischer Standpunkt«

Das Thema dieses Essays werden viele Leser als illegitim, ja sogar als hetzerisch empfinden. Viele säkulare Juden, die sich über ihre eigene Identität im Unklaren sind, werden sagen, es sei schierer Unsinn. Andere werden mich für einen widerwärtigen Verräter voller Selbsthass halten. Überzeugte Judophobe werden mein Thema als haltlose, ja dreiste Spekulation betrachten, denn ihrer Meinung nach ...

ndPlusMarlene Göring

»Man lacht – und fühlt sich schlecht dabei«

Drei sehr unterschiedliche Autoren, aber sie sind sich einig: Das Politische kehrt notgedrungen in die ungarische Literatur zurück. Aber auch unter Orbán gibt es kein „Hollywood für Konservative“.

ndPlusRupert Neudeck

Es gibt kein nationales Privileg

Der Autor Moshe Machover, geboren in Tel Aviv, variiert immer wieder die klaren Prinzipien seines sozialistischen Ansatzes, der kein diskriminierend-zionistischer sein kann. An erster Stelle steht die Gleichberechtigung.

ndPlusPhilipp Martin

Endet Nürnberg nun in Afrika?

Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass es auf der heute in Kapstadt beginnenden Tagung »Afrika und der Internationale Strafgerichtshof« heiß hergehen wird. Auf dem Sondergipfel der Afrikanischen Union Mitte Oktober waren bereits harsche Töne an die Adresse von Den Haag zu hören. Der Westen wurde angeklagt, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) »zu benutzen, um Politik...

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ndPlusJürgen Amendt

Sex im Amt

In Niederbayern hatte ein Landrat in seinem Amtszimmer Sex. Das geht eigentlich niemanden etwas an, aber die Lokalpresse hat versucht, einen Skandal zu konstruieren. Es wäre eine Provinzposse geblieben, hätte nicht die »Bild« die Geschichte aufgegriffen.

ndPlusGuido Speckmann

Das moderne Opium des Volkes

Der Glücksanspruch hat einen gefährlichen Klang in einer Ordnung, die für die meisten Not, Mangel und Mühe bringt», schrieb Herbert Marcuse - vor Jahrzehnten. Von dem gefährlichen Klang ist heute nichts mehr zu spüren. Gefühlt jedes dritte Ratgeberbuch ist der Erlangung von Glück gewidmet und jetzt hat sich sogar die ARD in einer Themenwoche des Sujets angenommen. Auch dort: keine Gefahr für di...

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In Cottbus wird schon immer hart gearbeitet

Stephan Schmidt ist seit zwei Wochen Trainer in Cottbus. Den FC Energie übernahm er als Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga. Wie er den FC Energie wieder in die Erfolgsspur bringen will, erzählte er Alexander Ludewig.

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ndPlusThomas Wolfer und Nicolas Reimer

Weggehen in Zufriedenheit

Die Generalprobe hätte nicht besser laufen können. Gleich zwei Siege feierte Doppelolympiasiegerin Andrea Henkel am vergangenen Wochenende bei einem hochklassig besetzten Testwettkampf in Norwegen.

Erik Roos

Von Klingenthal bis Titisee

Am Wochenende beginnt die Saison erstmals in Klingenthal, insgesamt stehen fünf deutsche Stationen im Kalender. Die DSV-Skispringer hoffen auf Rückenwind für Olympia.

Dagobert Kohlmeyer

Trauer im Land des Champions

Bei der Schach-WM in Indien steht der Norweger Magnus Carlsen kurz vor dem Titelgewinn. Der 22 Jahre alte Herausforderer gewann am Donnerstag gegen den amtierenden Champion Viswanathan Anand aus Indien auch die 9. Partie und führt jetzt im Gesamtklassement mit 6:3 Punkten.