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UNTEN LINKS

Es ist schon wieder passiert! In einer Nacht- und Nebelaktion wurden in Los Angeles die Oscars verliehen. Obwohl noch nie einer zurückgegeben wurde, ist jeder Oscar nur eine Verleihgabe. Mit der Gabe zur Erinnerung. Sobald ein Oscar seinen neuen Standort in einer Vitrine oder auf dem Marmorboard einer Künstlervilla erhalten hat, fängt er sofort an, suggestiv an einen Film zu erinnern. Der Betra...

ndPlusTom Strohschneider

Maßstäbe

Es heißt nun überall, es seien die Russen, die einen Krieg entfachten. Das wollen die Russen gewiss nicht. Wer aber wie die Regierung in Moskau erklärt, seine Streitkräfte gegebenenfalls »zur Normalisierung« der Lage in einem anderen, souveränen Land einzusetzen, muss sich fragen lassen, ob er alles unternimmt, damit ein Krieg ausbleibt.

Verstärkte Flucht in Gottes Obhut

In der kurzen Zeit seit Jahresbeginn ist die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland in Kirchenasylen Zuflucht suchen, deutlich angestiegen. Noch Anfang des Jahres sei lediglich an 34 Orten 62 Menschen Zuflucht geboten worden, inzwischen seien es 57 Orte mit 108 Personen. Das teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft »Asyl in der Kirche« am Dienstag mit.

Vorhang auf für Parteispenden

Im parlamentarischen System haben Parteien eine prägende Stellung. Damit begründet sich auch, dass der Staat sie teilfinanziert. Diese Subvention ist größer, als die offiziellen Zahlen zeigen. Eine Untersuchung.

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Dialog, Drohung und kein Ultimatum

Die Krise um die Krim bewegt sich international zwischen Drohungen und Diplomatie. In Moskau fallen die Kurse und in der Ukraine werden Regionalverwaltungen besetzt.

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ndPlusJörg Meyer

Mindestlohn british oder français?

Es bewegt sich etwas in der Union. Die Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion im Bundestag fordert im Entwurf zu einem Positionspapier, auf die von CDU- und CSU-Politikern geforderten Ausnahmen beim gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn zu verzichten, der bis Anfang 2017 endlich kommen soll. Zwar ist Papier bekanntermaßen geduldig, auf die Diskussion zu dem Vorstoß in der Union darf man indes gespannt sein.

Roland Etzel

Netanjahu prüft Obama

Die Aussichten, den Dauerkonflikt im Nahen Osten zu beenden, sind momentan so schlecht wie selten zuvor. Der stärkere Verhandlungspartner glaubt, substanzielle Zugeständnisse nicht nötig zu haben, und die deutlich schwächere Seite weiß nicht, wie sie welche erzwingen könnte.

ndPlusVelten Schäfer

Prekäre Freiheit der Altäre

Die Tradition, dass Ausgestoßene sich unabhängig von Schuld und Herkunft in sakrale Räume flüchten können, ist uralt - und eine zivilisatorische Errungenschaft. Über die antike »Hikesie« gelangte sie ins Christentum und spielte im Mittelalter eine große Rolle. Die Stadt Freising etwa war in ihrer Gänze Asyl; noch im frühen 18. Jahrhundert waren dort selbst unstrittige Totschläger sicher. Erst mit der Durchsetzung moderner Staatlichkeit kam dieses Institut an ein vorläufiges Ende.

Thomas Mell, Tallinn

Rekordhalter

Neun Jahre war er Estlands Ministerpräsident, zuletzt durfte er sich sogar rühmen, der dienstälteste Regierungschef in der Europäischen Union zu sein, doch nun hat Andrus Ansip seinen Amtsverzicht angekündigt.

ndPlusBernd Zeller

Möglicherweise gestörter Konsens

Unser heutiger Bericht beleuchtet die Folgen des folgenreichen Urteils des Verfassungsgerichts zur Wahl des Europaparlaments, bei der die Parteien nicht mehr über drei Prozent kommen müssen. Das Gericht hat in seiner Begründung erstmals die Bedeutungslosigkeit des Europaparlaments festgestellt, durch welche eine Drei-Prozent-Hürde nicht gerechtfertigt ist, und hat zugleich die Erwartung geäußert, dass dies wohl auf absehbare Zeit so bleiben wird.

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Sturm auf Verwaltungen

Kiew. In der Ukraine ist es am Montag laut örtlichen Medien zum Sturm auf mehrere regionale Verwaltungen gekommen. So seien die Gebietsverwaltungen der im Osten des Landes gelegenen Industrieregion Donezk und der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer von angeblich prorussischen Gruppen besetzt worden. Als Hintergrund der Aktionen wurden Forderungen nach Volksabstimmungen über eine größere Autonom...

Hubert Thielicke

Mit Putins Russland muss gerechnet werden

Die Ereignisse in der Ukraine überschlagen sich. NATO und EU tagen, die USA drohen Russland mit Konsequenzen. Waren westliche Politiker und Diplomaten wirklich so naiv zu glauben, dass die gewaltsame Veränderung der Machtbalance in Kiew zugunsten westukrainischer Kräfte, darunter extrem rechter, problemlos ablaufen würde?

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Andreas Knudsen, Kopenhagen

Dänische Volkssozialisten suchen neuen Kurs

Nachdem die Sozialistische Volkspartei (SF) Ende Januar die dänische Regierung verlassen haben und ihre Vorsitzende Annette Vilhelmsen zurückgetreten ist, sucht sie einen neuen Kurs.

Die Wahl zwischen rechts und extrem rechts

Volodymyr Ishchenko (31), arbeitet am Zentrum für Gesellschaftsforschung in Kiew. Katharina Strobel befragte ihn für »nd« über die Lage in der Ukraine und mögliche Auswege aus der politischen Krise.

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ndPlusJörg Meyer

Arbeitnehmer in Union gegen Ausnahmen

Die Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion warnt vor Ausnahmen beim gesetzlichen Mindestlohn. Im Entwurf zu einem Positionspapier heißt es, in der Diskussion um den Mindestlohn würden rechtlich hohen Hürden nicht baechtet.

René Heilig

Bremer Hafenalltag: 41 Tonnen Munition

Man sieht Containern ihren Inhalt nicht an. Der ist bisweilen extrem tödlich und wird auch von Bremen aus in die Welt geschickt. Denn die Lürssen-Werft hat einen Auftrag für Saudi-Arabien unter Dach und Fach.

Fabian Lambeck

Fukushima ist Staatsgeheimnis

Es ist ruhig geworden um den Katastrophenreaktor Fukushima Daiichi. Diese Ruhe verdankt sich auch dem enormen Druck, den man in Japan auf kritische Ärzte und Journalisten ausübt.

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Eine Neue und fünf Bekannte

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl hat die sächsische LINKE ihr »Kernteam« für den anstehenden Wahlkampf vorgestellt. Es besteht nach Angaben des Landeschefs und designierten Spitzenkandidaten Rico Gebhardt aus sechs Politikern, von denen fünf schon dem bisherigen Landtag angehören.

Hendrik Lasch, Zwickau

Petrys Truppe stört das »Yeah, yeah, yeah«

Nach 6,9 Prozent Stimmenanteil in Sachsen bei der Bundestagswahl drängt die AfD im Freistaat nun auch in den Landtag. Um Wählerstimmen wirbt sie mit viel Populismus.

Arme, Alte und Ausländer werden verdrängt

Dr. Eckard Pahlke ist seit fast 40 Jahren Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg und dem Wohnungsmarkt vertraut. Volker Stahl sprach für »nd« mit dem Juristen über die Gründe der Wohnungsknappheit in Hamburg.

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Boom der Leiharbeit hält an

Der Boom in der Leiharbeitsbranche hält an. Wie aus einer Mitteilung der Bundesregierung hervorgeht, ist sowohl die Zahl der Verleihfirmen als auch die Anzahl der verliehenen Mitarbeiter zwischen 2009 und 2012 angestiegen.

EU debattiert Regeln für Genmaisverbote

In der Debatte um Genmais in der EU zeichnet sich eine Einigung auf neue Regeln für Anbauverbote auf nationaler Ebene ab. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte am Montag am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister in Brüssel, sie gehe davon aus, »dass die Änderungen kommen«.

Simon Poelchau

Haste mal ’ne Mille?

1645 Dollar-Milliardäre gibt es weltweit. Reichster Deutscher ist nach wie vor laut der sogenannten Forbes-Liste der Gründer von Aldi-Süd, Karl Albrecht. An der Spitze weltweit regiert wieder Bill Gates.

Caroline Uhl

Harter Kampf um alte Klamotten

H&M ist in das Geschäft mit Altkleidern eingestiegen, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Der Konzern nimmt in seinen Läden abgetragene Textilien an, die er an ein Schweizer Unternehmen weiterverkauft.

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Keine Kredite für Homophobie

Innenpolitik ist der Weltbank Sache eigentlich nicht. Uganda hat nun eine rote Linie überschritten: Ächtung von Homosexualität. Die Weltbank hat deswegen einen 90-Millionen-Dollar-Kredit für das Gesundheitswesen kurzerhand auf Eis gelegt. Doch Homophobie wird sie dadurch nicht bekämpfen.

ndPlusAthar Parvaiz, Leh

Indien kocht mit der Kraft der Sonne

Surendar Mohan, der für das Jawahar-Novodiya-Vidyalya-Internat kocht, schaut dankbar zur Sonne, die ihre Strahlen in die kalte Hochgebirgslandschaft in Ladakh im Nordwesten Indiens schickt. »Früher mussten wir viele Solarkocher einsetzen, um klarzukommen. Doch heute gibt es die großen Geräte, mit denen wir Unmengen an Reis, Hülsenfrüchten und Gemüse kochen können.«

Awajún sind keine Wilden

Fernando Vílchez Rodríguez ist ein peruanischer Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Philosophie in Lima und Filmwissenschaft in Madrid. Auf der Berlinale 2011 kam sein Kurzfilm »La Calma« über ein Erdbeben in Peru in die offizielle Auswahl. 2014 war es sein Kurzfilm »Solo te puedo mostar el color« (Ich kann Dir nur die Farbe zeigen). Er ist bei der Produktionsfirma »Bergman was right Films« bestellbar. Mit Vílchez Rodríguez sprach für »nd« Benjamin Beutler.

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Gassperren nehmen zu

Im vergangenen Jahr ist wesentlich mehr Berliner Haushalten und Kleingewerben der Gasanschluss gesperrt worden als im Vorjahr. Wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf eine Anfrage der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus mitteilte, stieg die Zahl der Gassperren um mehr als 50 Prozent auf rund 2900. Die Zahl der Stromsperren ist dagegen leicht gesunken. In rund 17 000 Fällen wurde im vergange...

Streit um Reisekosten

Die Reisekosten einer Delegation des Berliner Senats zu dem Olympischen Winterspielen in Sotschi stehen weiter in der Kritik. Die dreitätige Reise der fünfköpfigen Gruppe kostete rund 38 000 Euro. Die Opposition aus LINKEN und Grünen kritisierte im Sportausschuss vor allem die Größe der Delegation, die mit vielen Parallelveranstaltungen begründet wurde. Davon gab es aber nach Angaben von Gabrie...

Neues System für S-Bahnen

Mit Hilfe eines neuen technischen Systems sollen die Züge der S-Bahn künftig schneller abgefertigt werden können. Künftig bekommt der Lokführer dort die Bilder der Bahnsteigkameras auf einen Monitor im Führerstand übertragen. Er kann so den Wechsel der Fahrgäste beobachten und den Zug für die Abfahrt vorbereiten. Die Umstellung des Verfahrens beginnt im April und wird die Hälfte der 166 S-Bahn-...

Orange vs. grau

»Berlin ist ja schon wirklich sehr schmutzig«, haben Münchner Freunde und Kölner Kollegen immer in diesem nörgelnden Tonfall gesagt, als ich noch Exilant war im Alpenvorland, beziehungsweise in der Karnevalshochburg. Nun bin ich schon seit ein paar Jahren wieder in Berlin und freue mich wie immer auf den Sommer, wenn die Stadt unter der Glocke ihrer eigenen Ausdünstungen brütet. Und nicht selten stinkt.

Innenausschuss tagte geheim zu V-Mann

Drei Stunden lang tagte der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses am Montag im Geheimschutzraum zu Nick Greger, der ehemaligen »VP 598« des Landeskriminalamtes. Während die Opposition einen Bezug Gregers zu den Mördern des »Nationalsozialistischen Untergrundes« erkennt, weisen die Innenbehörden einen solchen Zusammenhang zurück.

ndPlusMartin Kröger

Zoff um Tempelhof-Unterschriften

Die Diskussion über die Rechtmäßigkeit der Signaturen für das Volksbegehren zum Tempelhofer Feld wird durch ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Parlaments neu befeuert.

ndPlusStephan Fischer

Funksignal aus der Tonne

Im Stadtzentrum bitte lieber in unauffälligem Grau: Das Signalorange der Mülleimer der BSR ist nicht überall gern gesehen. In der Stadt wird indes der Kaffeebecher zum großen Entsorgungsproblem.

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Neue Obergrenze für Mietzuschüsse

Bad Belzig. Die LINKE in Potsdam-Mittelmark kann einen Erfolg verbuchen. Von ihrem Anliegen, die Mietobergrenzen schneller und womöglich auch deutlicher anzuheben, überzeugte sie nach eigenen Angaben den Kreistag. Der Hintergrund: Die Miete der Empfänger von Arbeitslosengeld II wird staatlich gestützt - bis zu einer Obergrenze, die sich nach Wohnungsgröße und Wohnort richtet. Nach Darstel...

ndPlusSteffi Bey

Gründerzentrum für Start-Ups

Ein großes Potenzial voll erschlossener Flächen und eine gute Verkehrsanbindung zahlen sich aus: Immer mehr Unternehmen siedeln sich in Marzahn-Hellersdorf an.

ndPlusKlaus Peters

Riesige Kulissen aus nahtlosem Stoff

Filmkulissen und Bühnenbilder liefert ein Stoffdrucker in Potsdam-Babelsberg. Studenten der Technischen Universität Berlin mussten lange daran tüfteln.

Wilfried Neiße

Woidke will kein Sachse sein

Dem Verhältnis von Brandenburg und Sachsen widmet sich eine Ausstellung in Schloss Doberlug. Kurator Kurt Winkler würde sich über 100 000 Besucher freuen.

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25 rechte Konzerte in Thüringen

Erfurt. Das mobile Beratungsteam in Thüringen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus (MOBIT) hat im vergangenen Jahr 25 Konzerte der rechten Szene registriert. Damit werde im Durchschnitt an jedem zweiten Wochenende im Freistaat eine entsprechende Veranstaltung angeboten, teilte die Initiative am Montag in Erfurt mit. Vier extrem rechte Konzerte seien von der Polizei aufgelöst worden. Keine...

Nordosten lockt Lehrer

Mit einer bundesweiten Anzeigenkampagne will Mecklenburg-Vorpommern das Image seiner Bildungslandschaft aufpolieren. Hunderte freie Lehrerstellen sollen angeboten werden.

Investor sagt Pläne für Hühnerfarm ab

Mainz. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ist die geplante Ansiedlung einer großen Hühnerfarm in der Eifel mit bis zu 480 000 Legehennen gescheitert. Der Bürgermeister der Ortsgemeinde Eppenberg (Kreis Cochem-Zell), Bernd Brachtendorf, sagte am Montag, der niederländische Investor habe abgesagt. Er finde die Umstände bedauerlich, sagte Brachtendorf. »Es war ein ergebnisoffener Dialog, der...

Hagen Jung

Ein bisschen Aufklärung

Das Feuer, das im Sommer 2012 auf dem Containerschiff Flaminia ausgebrochen war, ist wahrscheinlich durch eine erhitzte Chemikalie verursacht worden. Der Untersuchungsbericht liegt jetzt vor.

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McQueen war in Berlin zu Gast

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD gratuliert dem bildenden Künstler und Regisseur Steve McQueen zum Academy Award Bester Film für seinen Film »12 Years a Slave«. 1999 lebte Steve McQueen als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD ein Jahr lang in Berlin. Im selben Jahr wurde ihm der renommierte Turner Prize verliehen. 2000 präsentierte die daadgalerie die Ausstellung »Barrage« von St...

11. Festival Georges Brassens

Freunde des französischen Chansons kommen rund um Berlin wieder auf ihre Kosten. Mit großer internationaler Beteiligung wird am kommenden Freitag im Künstlerhof Berlin-Buch das 11. Festival Georges Brassens eröffnet. Bis zum 10. März werden rund 20 Musiker aus sechs Ländern an verschiedenen Orten in Berlin und Umgebung Lieder des berühmten französischen Sängers und anderer französischer Chanson...

Julia Vitalis

Taktiererei um Skelette

Das Depot der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) in Berlin-Friedrichshagen birgt ein brisantes Erbe aus der deutschen Kolonialzeit: 10 000 menschliche Überreste aus den drei ethnologischen Sammlungen, die Kaufleute, Wissenschaftler und Eroberer im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Berlin gebracht hatten, werden dort derzeit noch gelagert. Bereits 2011 gingen die Sammlungen der Char...

ndPlusLucía Tirado

»Ich habe eine starke Bühnenpräsenz«

Bernadette La Hengst ist eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Künstlerin - und immer für eine Überraschung gut. Auf einem Klangteppich tänzelte sie mit ihrem Solo, zeichnete Muster in den Berliner Sophiensaelen.

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Aus Sachsen

Eine in Sachsen gebaute Orgel erklingt künftig in Deutschlands ältester Stadt Trier (Rheinland-Pfalz). Das Instrument mit 87 Registern, mehr als 6000 Pfeifen und einem Gewicht von 32 Tonnen sei für die Konstantin-Basilika gefertigt worden, teilte die verantwortliche Orgelbaufirma »Her- mann Eule« am Montag in Bautzen mit. Nach Transport und Aufbau soll es am ersten Advent festlich geweiht werde...

Tweetfonie

Beim Kurt Weill Fest in Dessau-Roßlau gab es am Montag erstmals in Deutschland ein Live-Konzert, das mit Hilfe des Kurznachrichtendienstes Twitter entstanden ist. Das Projekt heißt »Tweetfonie«. Komponisten aus der ganzen Welt konnten bis Sonntag im Internet ein Stück mit maximal 140 Zeichen komponieren und es in einem digitalen Notenbuch abspeichern. Es wurde über den persönlichen Twitter-Acco...

Alles Wichtige

Mit dem »Sorbischen Kulturlexikon« kommt erstmals ein kompaktes Nachschlagewerk zur slawischen Minderheit in der Lausitz heraus. »Alle wichtigen Informationen über die Sorben sind nun in einem Buch zusammengefasst«, sagte die Geschäftsführerin des Domowina-Verlages, Maria Matschie, am Montag in Bautzen. Das neue Standardwerk enthält 230 Stichworte zu Geschichte, Sprache, Literatur, Brauchtum, T...

ndPlusTobias Riegel

Gegen die Schwerkraft

Erstmals wurde ein schwarzer Regisseur mit dem wichtigsten Filmpreis der Welt ausgezeichnet. So erfreulich historische Überwindungen von Rassenschranken sind: Auch unabhängig davon ist das eine gute Entscheidung.

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Barbara Barkhausen

Eklat wegen Asylpolitik

Es ist ein deutliches Zeichen - eine Protestaktion. Ein großer Anteil aller Künstler, die in diesem Jahr an der Biennale in Sydney teilnehmen sollen, hat in einem Brief damit gedroht, das Kulturereignis zu boykottieren. »Wir sehen unsere Teilnahme an der Biennale als ein direktes Bindeglied in einer Assoziationskette, die zum Missbrauch von Menschenrechten führt«, schrieben die Künstler in eine...

Obdachlose Seelen an der Selektionsrampe

Er tritt an die Rampe und lächelt. Er sagt »Nun« und setzt gleichsam einen Punkt. In diesen drei Buchstaben ist alle Gesetzlichkeit dieser Welt beschlossen: Nur wer ohne Hoffnung auskommt, darf als gerettet gelten.

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Politisches statt Modisches

Die »Tagesthemen« bekommen Verstärkung: Ab kommenden Freitag wird Pinar Atalay zum ersten Mal die Nachrichtensendung in der ARD moderieren. Die gebürtige Ostwestfälin wird künftig Caren Miosga und Thomas Roth vertreten und ist die Nachfolgerin von Ingo Zamperoni, der seit Februar Korrespondent des Ersten im Studio Washington ist. Die 35-jährige Journalistin arbeitet seit rund acht Jahren ...

Picasso und das Fernsehen

Die Liebe Picassos zum Fernsehen ist seit vergangenen Samstag Thema einer Sonderausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster. Im Mittelpunkt der Schau »Picasso sieht fern!« steht der Einfluss der »Flimmerkiste« auf die Kunst des berühmten Spaniers, der sich in den 1960er Jahren ein TV-Gerät in seinen südfranzösischen Alterssitz geholt hatte.

ndPlusSebastian Moll

Herr der Klötzchen

Es ist Samstagnacht in Manhattan und man könnte meinen, die New Yorker würden sich die Filme der diesjährigen Oscar-Saison anschauen. Doch die längste Schlange im Multiplex am oberen Broadway bildet sich nicht etwa vor den Theatern, die »American Hustle« oder »Wolf of Wall Street« zeigen. Um den Andrang zu bewältigen, wird stattdessen gleich in zwei Sälen ein Streifen gezeigt, der niemals Preis...

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Alexander Ludewig

Selbstschutz

Ob er auch diesmal die richtige Entscheidung getroffen hat? Am Montag verkündete Armin Veh, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Trainer bei Eintracht Frankfurt nicht verlängern zu wollen. Ihm fehle die sportliche Perspektive. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren verabschiedete er sich mit den gleichen Worten aus Hamburg. Die Entwicklung beim HSV gibt ihm Recht. Aufgrund des st...

ndPlusRené Gralla

Olympiatour feiert Höhepunkt beim »nd«

Die Schachspielerinnen aus Norwegen und Deutschland messen sich im nd-Verlagsgebäude ab Mittwoch im Länderkampf. Dabei haben alle schon die Schacholympiade in Tromsö im Kopf.

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