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UNTEN LINKS

Was dem Sisyphos der Felsblock war, ist den Deutschen das Schlupfloch. Kaum ist eins geschlossen (z. B. bei den Steuergesetzen), öffnet sich schon das nächste (z. B. im Insolvenzrecht). Aktuelle Schlupflöcher werden bei der Rente mit 63 und beim Mindestlohn vermeldet. Wobei meist die einen das betreffende Schlupfloch gut und die anderen schlecht finden. Wieder andere sehen das Schlupfloch gar n...

Teuer, teurer, Flughafen

Schönefeld. Der Hauptstadtflughafen könnte bald dreimal so teuer sein wie ursprünglich geplant. Der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg müssen mindestens 1,1 Milliarden Euro mehr für das Projekt ausgeben als bisher veranschlagt. Der Aufsichtsrat billigte am Montag die Finanzspritze und erhöhte damit den Kostenrahmen für den drittgrößten deutschen Flughafen auf 5,4 Milliarden Euro. »Dies ...

Moskau und Kiew nehmen Kurs auf Waffenruhe

Kiew. Russland und die Ukraine strebten eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand im Osten der Ukraine und über eine wirksame Grenzkontrolle noch am Montag an. Darauf hätten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Montag in einem Telefonat geeinigt, teilte das französische Präsidialamt mit. An dem Telefonat nahmen auch Bundeskanzlerin Angel...

Im Ausnahmen-Zustand

Sonderregeln für Zeitungszusteller, Saisonarbeiter, Erwerbslose und andere stoßen auf heftigen Widerstand bei Gewerkschaften und Linkspartei. Ist der Mindestlohn der Großen Koalition ein Fehlgriff? Oder ein guter Schritt?

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Katharina Strobel

Fraktionslose im Nachteil

Für Europaabgeordnete, die weiter von Brüssel entfernt leben - in Zypern oder im Baltikum zum Beispiel - kann die Arbeit im Europäischen Parlament schon mal zu einer körperlichen Herausforderung werden. Jeden Monat nehmen sie zum Teil große Reisestrapazen auf sich, um nach Straßburg und Brüssel zu kommen, aber auch regelmäßig in ihren Heimatländern zu sein. Dafür erhalten die EU-Abgeordneten je...

ndPlusKatja Herzberg

Ein Parlament voller Selbstbewusstsein

An diesem Dienstag tritt das neunte Europäische Parlament erstmals zusammen. In der nun 751-köpfigen EU-Institution bleibt den neuen Abgeordneten nicht viel Zeit, sich zurechtzufinden. Auf zur Plenartagung.

Katharina Strobel, Brüssel

Geordnetes Gewusel rund um die Mickey-Mouse-Bar

Fast die Hälfte der 751 Abgeordneten im EU-Parlament ist dort neu. Aber auch die Wiedergewählten müssen sich noch an die neuformierten Fraktionen und die gänzlich neuen Parteien gewöhnen.

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Susanne Aigner

Der Konsument als Produzent

Gemeinsame Entscheidungen, Finanzierung und Mitarbeit der Unterstützer sind die tragenden Säulen des Konzepts der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi). Dabei bilden Landwirte gemeinsam mit Verbrauchern eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Beteiligten legen nach ihren Bedürfnissen gemeinsam zu Jahresbeginn den Bedarf an Gemüse und anderen Produkten für eine Saison fest. Die Produktionskosten werde...

ndPlusSusanne Aigner

Kleine Aktie an Kohlrabi und Kopfsalat

Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft breitet sich auch in Deutschland aus. So zum Beispiel in einem Dorf im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Niedersachsen.

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Jonas Wegmann

Überraschendes Ende

Weiß leuchtet ein ziviles Hemd aus der Mitte uniform gekleideter Militärs. Nordkoreas Führer Kim Jong Un hat sich unter eine Raketentruppe gemischt. Die feuerte just am Sonntag zwei Raketen ab. Doch der Oberste Führer, Chef der Verteidigungskommission, Oberkommandierende und auch General kommt im zivilen weißen Freizeithemd mit kurzen Ärmeln daher - ausgerechnet während einer militärischen Mach...

ndPlusSilvia Ottow

Boltes Sauerkohl

Die Aufarbeitung klinischer Arzneimittelprüfungen westlicher Pharmafirmen in der DDR durch eine Bundesstiftung erinnert an den Sauerkohl von Buschs Witwe Bolte. Für den schwärmte sie besonders, »wenn er wieder aufgewärmt«. Die Stiftung schwärmt offenkundig für Themen, die Schlagzeilen von der bösen DDR generieren. Sie sind allerdings schon in den 90er Jahren ad absurdum geführt worden. Wissensc...

ndPlusOlaf Standke

Kein Vertrauen

Bulgarien ist ohnehin das Armenhaus der EU. Und nun auch noch ein krimineller Angriff auf sein Finanzsystem. Nach massenhaft über SMS und Internet verbreiteten Gerüchten über drohende Bankpleiten gab es am Freitag einen Massenansturm auf das drittgrößte Finanzinstitut des Landes. Schon zuvor musste die Nr. 4 ihre Auszahlungen stoppen. Alle präsidialen Beschwörungen, dass das Geld sicher sei, ha...

Peter Nowak

Rechtsdrehend grün

Die »AG für klares Deutsch« der Grünen dürfte kaum bekannt sein, ihr Leiter Rolf Stolz dafür umso mehr. Nicht nur die deutsche Sprache, auch die deutsche Nation haben es dem 65-Jährigen angetan. »Die Mullahs am Rhein. Der Vormarsch des Islams in Europa« und »Der Deutsche Komplex. Alternativen zur Selbstverleugnung« und »Deutschland Deine Zuwanderer« sind nur drei von vielen Büchern, in denen de...

ndPlusKathrin Gerlof

»Wir brauchen …

… diese Ausnahmen.« Nein, diesmal macht die Kolumnistin es dem geneigten Publikum nicht so einfach. Sie fragt stattdessen: Wer könnte das gesagt haben? Theo Zwanziger, als er darüber mitentschieden hat, dass die jährliche Aufwandsentschädigung der 25 Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees von 100 000 auf 200 000 Dollar anhoben wird? Nicht darin enthalten Businessclass-Flüge, Übernachtungen ...

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Jörg Meyer

SPD: Durchbruch beim Mindestlohn

Wenige Tage vor der geplanten Verabschiedung des Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie im Bundestags lagen SPD und Gewerkschaften im Clinch. Den Vorwurf der »groben Wählertäuschung« hat die SPD zurückgewiesen.

Grit Gernhardt

»Der Osten ist Avantgarde«

Bestehende Strukturen und Chancen Ostdeutschlands besser nutzen - das war der Tenor einer Veranstaltung am Montag im Bundestag.

Hendrik Lasch, Dresden

Ruhiger Heimathafen für den NSU

Sachsen war für das rechtsterroristische NSU-Trio eine sichere Zuflucht, weil Ermittler sich nicht zuständig fühlten. Das ist das Fazit eines U-Ausschusses im Landtag, der fortgesetzt werden dürfte.

ndPlusSimon Poelchau

Ausnahmen ohne Ende

Die Arbeitgeber sehen durch die Einführung des Mindestlohns die Tarifautonomie in Gefahr. Doch zu großen Arbeitsplatzverlusten wird es deswegen wohl nicht kommen.

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Umkämpfte Drohnen

Kampfdrohen oder keine Kampfdrohnen? Die Diskussion um die Anschaffung der unbemannten Waffensysteme wird seit Jahren geführt - am Montag waren Experten in einer Bundestagsanhörung dran.

Velten Schäfer

Anfang vom Ende der Projekteritis?

Ein Ende der »Projekteritis« hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) den zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Rechtsextremismus kürzlich versprochen. Auch die Akteure hatten stets auf die Beendung jenes Zustands gedrängt, sich stets von einer Mittelbewilligung zur nächsten zu hangeln. So lautet der Tenor eines am Montag vorgestellten Papiers der »Bundesarbeitsgemeinschaft Dem...

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Rechte setzen im Osten auf »Vernichtung«

Die Entscheidung über eine Fortsetzung oder das Ende der Waffenruhe im ukrainischen Konflikt hatte sich Präsident Petro Poroschenko für Montagabend vorbehalten. Dabei stand er neben einem internationalen auch unter innenpolitischem Druck.

Bagdad kämpft nun gegen ein »Kalifat«

Nach der Ausrufung eines »Kalifats« durch die sunnitischen ISIS-Milizen hat die irakische Armee ihre Angriffe auf die Terrorgruppe fortgesetzt. Kampfhubschrauber attackierten am Montag den Ort Baidschi, wie irakische Medien berichteten.

Irina Wolkowa, Moskau

Journalistentod und C-Waffen

Im Krieg um das ostukrainische Donezk wird der Armee von ihren Gegnern der Einsatz chemischer Waffen vorgeworfen.

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Flucht vor Fluten

Brasilia. Im Süden Brasiliens sind rund 50 000 Menschen vor Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle geflohen. Wie der Zivilschutz mitteilte, sind allein im am schwersten betroffenen Bundesstaat Santa Catarina 40 000 Menschen und 37 Gemeinden betroffen; in mehreren Gemeinden wurde der Notstand ausgerufen. Im Bundesstaat Rio Grande do Sul mussten gut 10 000 Menschen vor den Überschwemm...

Australien schweigt zu SOS-Rufen

Nachrichtensperre in Australien: Die Regierung will Flüchtlinge abschrecken, die per Boot nach Australien gelangen wollen. Bewusst verschweigt Canberra deshalb auch ein aktuelles Seenot-Drama.

Thomas Roser, Belgrad

Bankenansturm kippt Bulgariens Regierung

Die bulgarische Regierung aus Sozialisten und Türkenpartei weicht einem Übergangskabinett bis zu Neuwahlen im Herbst. Sie reagiert damit auf die Panik unter den Bankkunden.

ndPlusAndreas Knobloch

Der lange Schatten des Vorgängers

Nach seiner feierlichen Amtseinführung am Dienstag muss Panamas Präsident Juan Carlos Varela zunächst die Brocken wegräumen, die ihm sein Vorgänger zuletzt noch in den Weg gelegt hat.

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Agenturen mit Gnadenfrist für Argentinien

Buenos Aires. Argentinien hält nach dem US-Urteil zugunsten der Forderungen von Hedgefonds den Verhandlungsweg offen. Der New Yorker Richter Thomas Griesa habe die Zahlung der am Montag fälligen Anleihenverpflichtungen Argentiniens zwar blockiert, das Land aber nicht der Urteilsmissachtung bezichtigt, erklärte Kabinettschef Jorge Capitanich. Griesa habe den von ihm eingesetzten Vermittler aufge...

Schluss mit 
diesem Einsatz

Wer in Kreuzberg 36 wohnt, ist einiges an Demonstrationen und Polizeieinsätzen gewohnt. Die meisten Anwohner sind dementsprechend abgehärtet. Doch was sich seit über sieben Tagen rund um die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule im Reichenberger Kiez abspielt, lässt selbst die Hartgesottensten nervlich auf dem Zahnfleisch gehen.

Zäher Start der Endlagerkommission

Die Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll wird ein hartes Ringen werden. Dies zeigt die zweite Sitzung des offiziellen Gremiums.

ndPlusSebastian Raabe, München

ADAC-Bilanz in Zeiten der Krise

320 000 Mitglieder weg, schlechte Presse, zerschrammtes Image - die Krise beim ADAC hat enormen Flurschaden angerichtet. Doch der Verein ist stabiler, als es wirkt.

Gabriele Oertel

Die Angst vor der Mietpreisbremse

Der GdW wehrt sich gegen »regulatorische Eingriffe« der Bundesregierung und meint die Mietpreisbremse. Andere Regularien, die Bau- und Nebenkosten betreffen, wären ihm aber willkommen.

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Nord-Süd - Termine

Brasilien - »Megagentrifizierung in Rio de Janeiro« FIFA und IOC unter der Hand neoliberaler Stadtpolitik. Im Anschluss wird der Film »We don´t like Samba« (2014, portugiesisch mit englischen Untertiteln) gezeigt und mit den Filmemacher diskutiert. 2. Juli, 19 Uhr, Gecekondu (Kotti & Co), Admiralstr. 1, 10999 Berlin Taksim ist überall. Die Gezi-Bewegung und die Zukunft der Türkei - Le...

Kurt Stenger

Das Diktat der Anpassung

Ihre jüngste Reise führte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, nach Mexiko. Dort lobte sie aktuelle Strukturreformen im Finanz-, Energie- und Telekomsektor. »Strukturreformen« ist im IWF-Sprech nach wie vor gleichbedeutend mit Liberalisierung und Deregulierung: Gerade Schwellen- und Entwicklungsländer müssen ihre Wirtschaft anpassen an die Zwänge des Weltma...

ndPlusFrancis Hweshe und Davison Mudzingwa, Masvingo

Dem Biosprit geopfert

»Das war damals das erste Mal, dass ich in einem Hubschrauber mitgeflogen bin«, sagt John Moyo. »Wir alle wurden von Soldaten mit Gewehren gezwungen, mitzukommen. Ich wollte nicht und versuchte ihnen vergeblich klar zu machen, dass meine Hütte nicht betroffen war.« Für den 70-jährigen Moyo, der eigentlich anders heißt, und weitere 1800 Menschen, die im Chivi-Becken in der simbabwischen Provinz ...

Michael Lenz

Regenbogen über dem Goldenen Land

Die politische Öffnung in Myanmar geht auch mit einer Ausweitung von Rechten einher. Davon profitieren auch Menschen mit sexuellen Orientierungen jenseits der Norm.

ndPlusThomas Berger, Kathmandu

Im Einklang mit der Umwelt

Die Vajra Academy in Patan sagt von sich, die erste »grüne Schule« Nepals zu sein. Auch ökologische Erziehung der Kinder ist dort ganz bewusster Teil des Bildungskonzeptes.

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Tarifeinigung bei Vivantes

In der Tarifauseinandersetzung zwischen dem kommunalen Klinikkonzern Vivantes und seinen angestellten Ärzten gab es am Montagnachmittag eine Einigung. Vorausgegangen war ein zweiwöchiger Streik, an dem sich seit vergangenem Dienstag alle neun Kliniken beteiligt hatten. »Wir sind froh und erleichtert, in der heutigen Verhandlungsrunde für unser Mitglied Vivantes einen - wenn auch für beide Seite...

Guido Speckmann

SPD will sich für Mieter einsetzen

Der geschäftsführende Landesvorstand der Berliner SPD hat sich am Sonntag dafür ausgesprochen, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in den sogenannten Milieuschutzgebieten zu bremsen. Darüber hinaus sollen, wie berichtet, ein Wachstumsfonds geschaffen und die Personalobergrenze von 100 000 Stellen im öffentlichen Dienst aufgeweicht werden. Während die Themen Wachstumsfonds und P...

ndPlusBernd Kammer

BER-Kurs: Sechs Milliarden Euro

Der Flughafen braucht rasch weitere 1,1 Milliarden Euro. Doch damit ist noch lange nicht das Ende Fahnenstange erreicht. Damit würde sich der Flughafen auf 5,4 Milliarden Euro verteuern.

ndPlusMartin Kröger

Ohlauer entert Abgeordnetenhaus

Auch am Montag blieb die Situation in der Schule in Kreuzberg verfahren – im Innenausschuss unterbrachen Unterstützer derweil mit Zwischenrufen die Debatte. Die Polizei räumte einige aus dem Saal.

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Folklore-Fest trotzte Regen

Lübbenau. Die 14. Internationale Folklorelawine im Spreewald hat am Wochenende 3000 Besucher angezogen. Das seien genauso viele wie 2013 gewesen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Spree-Neiße am Montag. Wegen Regens sei das Fest am Sonntag in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) aber früher beendet worden. Der mehrtägige Tanzreigen mit Folkloristen aus aller Welt hatte am Freitag in Lübbenau...

Tomas Morgenstern

Großbrand im Ökodorf Brodowin

Ein Großbrand hat am Sonntag im Ökodorf Brodowin (Barnim) schwere Schäden verursacht. Bis zum Montag war die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung im Einsatz.

Berliner halten Polizei für befangen

Die Mehrheit der Berliner Bevölkerung geht davon aus, dass Zuwanderer von der Polizei tendenziell schlechter behandelt werden als Deutsche. Das geht aus dem Sondergutachten zur kulturellen Vielfalt in Berlin hervor, das der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen (SVR) für Migration und Integration am Montag veröffentlicht hat. Der Sachverständigenrat erstellt alle zwei Jahre einen bundesweite...

Jérôme Lombard

Protest in Bildern

Der Protest gegen die Praxis der Zwangsräumungen in Berlin nimmt zu. Eine Fotoausstellung dokumentiert zwei Jahre zivilen Ungehorsams.

ndPlusAndreas Fritsche

Schule für alle, außer Schlapphüte

Am kommenden Sonnabend beschließt die LINKE in Cottbus ihr Programm für die Landtagswahl am 14. September. Der Entwurf enthält mehrere Versprechen, die kaum zu halten sind.

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Carsten Hoefer, München

Seehofer will sich ändern - sagt der Horst

Am Wochenende, wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag, hat CSU-Chef Horst Seehofer sich neu erfunden: Einer positiv überraschten CSU-Spitze versprach der Chef bei einer Vorstandsklausur ab sofort einen pfleglichen Umgang.

ndPlusOlaf Harning

15 000 bittere Sahnehäubchen

In Schleswig-Holstein dürfte der 1. Juli 2014 als schwarzer Tag in die Geschichte des geförderten Wohnungsbaus eingehen. Das Land verliert mit diesem Tag ein Viertel seiner Sozialwohnungen.

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Wurzelt der Stalinismus im Leninismus?

Münzenberg Forum, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Linke Medienakademie LiMA, »neues deutschland« und die Grundstücksgesellschaft FMP1 laden am Mittwoch um 18 Uhr zur Münzenberglektion in den Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das Thema lautet: Bruch mit dem Stalinismus als System? Es diskutieren Prof. Dr. Michael Brie, Dr. Christoph Jünke und Anja Schindler unter der Moderation von Dr. Inge Münz-Koene...

Bautzener Hotel erwartet Asylbewerber

Bautzen. Das Spreehotel im sächsischen Bautzen bereitet sich auf die Ankunft der ersten Asylbewerber vor. »Im Moment renovieren wir die Zimmer«, sagte Geschäftsführer Peter Kilian Rausch am Montag der dpa. Voraussichtlich Mitte Juli kommen die ersten Flüchtlinge. Mangels Platz in bestehenden Heimen und kurzfristiger Alternativen hat das Landratsamt insgesamt 150 Plätze in dem Hotel am Stausee B...

St. Hedwigs- Kathedrale bald innen neu

Zur künftigen Neugestaltung der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale wird an diesem Dienstag eine Ausstellung eröffnet. Präsentiert werden 15 von einer Jury ausgewählte Architektenentwürfe zum Umbau des Innenraums, wie das Erzbistum Berlin mitteilte. Insgesamt waren zu dem Wettbewerb 169 Entwürfe eingegangen. Außerdem wird am Dienstag der Preisträger des Wettbewerbs bekanntgegeben. Die Ausstellung i...

Grips Theater unterstützt Flüchtlinge

Das Grips Theater Berlin hat sich mit einer Protestnote »Kein Mensch ist illegal!« an die Öffentlichkeit gewandt. Hier der Wortlaut: »Menschen flüchten und kommen in Europa an. In ihren Ländern herrschen Kriege, an denen wir uns durch Waffenverkäufe bereichern. Wir tragen die Kleidung, die sie fertigten, essen die Nahrung, die sie anbauten, wir fahren Autos, deren Produktion sie ausbeutet...

Thüringen: Kurtaxe bringt 3,3 Millionen

Erfurt. Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr in die Kassen von Thüringer Kommunen geflossen. Damit lagen die Einnahmen aus der sogenannten Kurtaxe nach Angaben des Thüringer Finanzministeriums um etwa 400 000 Euro über denen des Jahres 2012. Mindestens 16 Orte hätten 2013 eine solche Abgabe von ihren Übernachtungsgästen kassiert, hieß es ...

Friede, Freude, Eierkuchen

Es ist ein verbrauchter und vielfach missbrauchter Satz, in dem doch viel Wahrheit steckt: Alles Große begann einmal im Kleinen, Unspektakulären - und mit einer Lüge. Im Nachhinein neigen die Sieger der Geschichte dazu, das Kleine zum großen Gründungsmythos zu verklären. Das war schon am 14. Juli vor 225 Jahren so, als ein aufgebrachter Mob vor das Pariser Stadtgefängnis zog, dessen Kommandant ...

Charlotte Mack, Halle

Vier-Meter-Flammen statt Bratwurst

Das gemütliche Bier am Grill ist gefährlich. Tausende Grillunfälle gibt es in Deutschland jährlich. Dann herrscht auch im Brandverletzten-Zentrum Halle in Sachsen-Anhalt oft Hochbetrieb.

ndPlusHagen Jung

Auwälder? Die sind sowieso kaputt

Die Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg kann ihr nächstes Kreuzfahrtschiff über die Ems zur Nordsee überführen. Eine Klage gegen den Zeitpunkt wies das Verwaltungsgericht ab.

ndPlusThomas Blum

Alle fünf Jahre 13 Uhr Zahnarzt

Einer der Gründe, die »taz« zu lesen, heißt Uli Hannemann. Wenn man Glück hat, findet man beim Blättern in der einen oder anderen Ausgabe der Zeitung irgendwo zwischen den Anthroposophie-Seiten und den Lobreden auf die wehrfähige deutsche Zivilgesellschaft eine Kolumne oder Glosse von ihm und darf sich freuen. In seinen Beiträgen gelang es ihm bisher stets, Wahrheiten unterzubringen, die vom Re...

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ndPlusManfred Loimeier

Kap der Angst

So lautet das Rezept für einen Roman über Südafrika, der ein internationales Publikum erreichen soll: viel Korruption, besonders viel Kriminalität, unbedingt Verstrickung in Apartheid oder Anti-Apartheid, etwas Kapstädter Kolorit und jede Menge Angst vor ausschließlich bösen Afrikanern. Will man, wie der in Großbritannien lebende US-Autor Patrick Flanery in seinem Südafrika-Roman »Absolution«, ...

Ein Pfarrer, offen für alle

Der einstige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er wurde am Montagmorgen in die Zentrale Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig eingeliefert, wo nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. Führer, der durch seine prägende Rolle bei den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989 bekannt wurde, litt an einer schweren Lungenerkrankung. ...

Ruth Renée Reif

»Der Traum der Afrikaner ist Afrika«

Der Roman »Iman« erzählt von drei Straßenkindern in Afrika, deren Leben bestimmt wird von Hass und Verrat, Willkür und Gewalt, aber auch Freundschaft und Liebe. Mit dem Autor sprach Ruth Renée Reif.

Andreas Gläser

In Flagge gehüllte Frau

Bildbeschreibung. In einem halbdunklen Raum sehen wir zwei junge Frauen und einen mittelalten Mann. Ein nahezu fotorealistisches Motiv in Öl auf Leinwand. 49 mal 89 Zentimeter. So krumm, warum? Weitestgehend gedeckte Farben, hier und da ein defektes Türkis, ein blasses Blond. Irgendwann nach dem Millennium erschaffen. Drei Menschen in einem zweckmäßig mit Stühlen und Tischen eingerichtete...

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Name gehört Lieberberg nicht alleine

Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg besitzt nicht alleine die Rechte an der Marke »Rock am Ring«. Er dürfe ein Festival mit diesem Namen nicht ohne die Zustimmung der Nürburgring GmbH bewerben oder veranstalten, entschied das Landgericht Koblenz am Montag. Damit hatte ein Antrag auf einstweilige Verfügung der Ringgesellschaft im Wesentlichen Erfolg. Sie wollte verhindern, dass Lieberberg d...

»Exzellente digitale Leistungen«

Der Preis »Bibliothek des Jahres 2014« geht nach Kiel. Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) wird für ihre »exzellenten digitalen Leistungen mit höchster Servicequalität für Forschende, Lehrende und Studierende« geehrt. Auf dem Gebiet der sozialen Medien sei die ZBW im deutschsprachigen Gebiet führend, teilte der Deutsche Bibliothekenverband, der den Preis vergibt, ...

Pflegt das Deutsch der Wissenschaft

Der Linguist Konrad Ehlich ist mit dem Deutschen Sprachpreis 2014 der Henning-Kaufmann-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache würdigte damit Ehlichs Verdienste um die sprachwissenschaftliche Germanistik, das Deutsche als Fremdsprache und die Pflege der Wissenschaftssprache Deutsch. Wie die Stiftung am Montag in Essen mitteilte, gilt der 7...

Renate Parschau

Choriner Regenmusik

Es ist nicht unbedingt das, was man sich für ein Konzert in der Klosterruine Chorin wünscht: Tau und Regen, nichts als Regen. Felix Mendelssohn Bartholdy aber hatte die israelitische Wüste zu alttestamentarischer Zeit im Sinn, als er 1845 für das Birmingham Music Festival dem Propheten Elias ein musikalisches Denkmal setzte. Der eine und einzige Gott, heißt es, helfe den Menschen, ihre existenz...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Was verloren, was gewonnen?

Am Ende dieses Sonntagvormittags im Deutschen Theater Berlin wird Gregor Gysi jenes Gedicht Volker Brauns vorlesen, das gleichsam zur Hymne ostdeutscher Trauer und utopischen Trotzes wurde, hauptsächlich wohl, weil in ihm solche Zeilen vorkommen: »Mein Eigentum, jetzt habt ihrs auf der Kralle/ Wann sag ich wieder MEIN und meine alle.« Man merkt immer am besonders zustimmenden Beifall die wohltu...

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Tobias Riegel

Das Leben ist ein Staubsauger

Beim Wort »Patent« denken viele Menschen möglicherweise an leicht vertrottelte, ölverschmierte mittelständische Garagenbastler im Blaumann mit Bleistift hinter dem Ohr, die ihre Erfindung vor dem Diebstahl durch die Konkurrenz schützen wollen. Es erscheint auf den ersten Blick logisch und gerecht, dass mühsam entwickeltes »geistiges Eigentum« beim Urheber lizenziert werden muss. Denn wer würde ...

ndPlusJohn Dyer

Gefälschte Gefühle

Facebook-Nutzer schäumen vor Wut. »Das schreit zum Himmel«, schrieb Sean Tucker dem Wissenschaftler Adam Kramer auf dessen Facebook-Seite. Tucker war eines von 700 000 Versuchskaninchen, die sich Kramer und andere Wissenschaftler aus der Nutzergemeinde des sozialen Netzwerks herausgepickt hatten, um ihre Studie über emotionale Auswirkungen von Nachrichten zu betreiben. Das Problem: Sie hatten d...

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ndPlusThomas Niklaus und 
Jürgen Zelustek, Porto Alegre

Niersbach hält an Löw fest

Kurz verfinsterte sich die Miene von Joachim Löw. Es ging schon vor dem deutschen Achtelfinale gegen Algerien um seine Trainerkollegen bei dieser WM. Um die, die schon entlassen wurden, zurücktraten oder extrem unter Druck stehen. Um Cesare Prandelli etwa oder Vicente del Bosque. Es ging aber irgendwie auch um den Bundestrainer selbst. So sei die Fußballwelt eben bei großen Nationen. »Da ...

Auch Lwiw zieht sich zurück

Auch die ukrainische Stadt Lwiw bewirbt sich nicht mehr für die Olympischen Winterspiele 2022. Das IOC verliert damit den fünften potenziellen Ausrichter. Nur noch drei Städte sind im Rennen.

Christoph Ruf, Brasilia

Frankreich siegt im Schlussspurt

In einer schwachen Partie setzt sich Frankreich im Achtelfinale spät, aber letztlich verdient mit 2:0 gegen eine nigerianische Mannschaft durch, die im zweiten Durchgang restlos enttäuscht.

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Alexander Ludewig

Götterdämmerung

Überschwängliches Lob hat sich der Costa Ricaner Navas verdient. Mit Mario Balotelli, Andrea Pirlo, Wayne Rooney oder Steven Gerrard ließ er in Brasilien schon viele Fußballikonen verzweifeln: In allen vier Partien.

ndPlusOliver Händler

Falscher Held

Ich muss knapp acht Jahre alt gewesen sein, als ich zum Deppen meiner Fußballmannschaft wurde. Als Torwart eines Kinderteams hatte ich versucht, einen indirekten Freistoß aus dem Torwinkel zu fischen. Es gelang mir nicht, und dass der Treffer überhaupt nur wegen meiner Ballberührung zählte, wurde mir erst durch die Beschimpfungen meiner Mitspieler klar. 1:1 - unsere Führung im Finale des Turnie...

Jirka Grahl, Rio de Janeiro

Die Großkopferten und der Fußball

Der Weltverband FIFA bejubelt das Turnier in Südamerika als großen Erfolg, die ausgeschiedenen Uruguayer und Mexikaner verfluchen hingegen den Weltverband - teilweise drastisch.