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UNTEN LINKS

Kreisstraßen sollen nicht bemautet werden, sagt eine Frau von der CDU, das blöde Verb perfekt konjugierend. Ich bemaute. Du bemautest. Er, sie, es bemautet. Wir bemauten. Ihr bemautet. Sie bemauten.

Mietpreisbremse löst Panik aus

Berlin. Der Bundestag beriet am Donnerstag in Erster Lesung über den Gesetzentwurf zur Einführung einer Mietpreisbremse. In Gegenden mit Wohnungsknappheit soll die Miete nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Trotz vieler Einschränkungen meldete der Eigentümerverband Haus und Grund grundsätzlichen Widerstand an. Einem von ihm in Auftrag gegebenen Gutachten zufol...

UN-Vertreter sieht in Ukraine Gefahr der Eskalation

Berlin. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reist nach russischen Angaben am Dienstag nach Moskau, um über den Ukraine-Konflikt zu sprechen. Er werde zu Verhandlungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow erwartet, sagte ein Sprecher des russischen Außenministeriums am Donnerstag. Steinmeier hatte am Mittwoch erklärt, die prorussischen Rebellen würden sich offenbar darauf vorberei...

ndPlusUwe Kalbe

Gesetz mit Beigeschmack

Viele verdächtige Köche sind derzeit unterwegs. Sie schleichen um den Gesetzesbrei, der angerührt ist, angeblich, um den Mietern im Lande einen großen Gefallen zu tun.

René Heilig

Deutscher Drill für Diktaturen

Deutschland exportiert nicht nur Waffen und militärisches Gerät in alle Welt, Deutschland bildet auch Militärs für verschiedenste Regime aus. Im laufenden Jahr werden 602 Soldaten aus 51 Staaten bei der Bundeswehr ausgebildet.

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Von G7 zu G20

1975 waren unter dem Eindruck der ersten Ölkrise Vertreter von sechs Ländern (die USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien) zu einem ersten »Weltwirtschaftsgipfel« zusammengekommen. Ein Jahr später wurde Kanada in den Kreis aufgenommen. Die sogenannten G7-Gipfel waren geboren, die sich in Selbstmandatierung neben Wirtschaftsfragen vor allem mit der Außen- und Sicherheitsp...

ndPlusOlaf Standke

Gruppentherapie in Brisbane

Australien erlebt den teuersten Sicherheitseinsatz in Friedenszeiten: 6000 Polizisten und die Armee sollen den G20-Gipfel schützen, von dem nicht zuletzt Signale im Kampf gegen die Armut erwartet werden.

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Hanno Böck

Minenbrand, Drogenhandel, Hackerangriffe

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass bei einem Brand in einem Lagerhaus nahe der thailändischen Hauptstadt Bangkok auch eine Bitcoin-Mine in Flammen aufging, wobei Hardware im Wert von mehreren Millionen Dollar zerstört wurde. Die genauen Ursachen sind unklar, die Betreiber behaupten in einem Forum der Bitcoin-Community, dass die Installation technisch einwandfrei war. Der Vorfall verwei...

ndPlusJohanna Treblin

Keine Bank, kein Staat, keine Namen

Die Bitcoin-Community will keine zentrale Institution, die über das Geldsystem wacht. Sie vertraut Verschlüsselungstechnologien und Computern. Ökonomen bezweifeln, dass das funktioniert.

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Silvia Ottow

Ende wie Anfang

Allem Anschein nach passt Selbstbestimmung nach der Vorstellung vieler patriarchal, christlich-fundamental und hierarchisch aufgestellter Politiker an keiner Stelle des Lebens.

Velten Schäfer

Wut und Hass

Moderner Antisemitismus hat nach akademischen Begriffen drei Gestalten - unklarer umrissen, aberaktuell ist ein drittes Sentiment, das erst kürzlich Evangelische Kirche sowie der Außenminister als besorgniserregendste geißelten.

ndPlusRoland Etzel

Selbstgewählte Wagenburg

Täglich wird in Israel mehr von einer neuen »Intifada«, also einem Aufstand der Palästinenser, gesprochen. Die Regierung könnte ein Signal des Entgegenkommens senden, irgendeines, aber sie tut es nicht.

ndPlusSimon Poelchau

Ex-Rentner

In den letzten Monaten war es ruhig um Josef Ackermann. Denn eigentlich befindet sich der 66-jährige Topbanker quasi im Ruhestand. Nachdem er Ende Mai 2012 die Führung der Deutschen Bank an Anshu Jain und Jürgen Fitschen abgegeben hatte, war der einzige wichtige Posten, den er inne hatte, der des Verwaltungsratspräsidenten des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich. Auch von diesem Amt trat er im ...

ndPlusHerbert Schui

Reichlich Schelte für Sparfüchse

Deutschland will eine Schwarze Null und sich nicht an den Kindern versündigen. Verstehen kann diesen Satz nur, wer auf der Höhe der Zeit ist und vertraut mit den jeweils aktuellen Sprachbildern der Politiker.

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BND will keine »Stasi« sein

Berlin. Der sogenannte NSU-Untersuchungsausschuss setzte am Donnerstag seine Aufklärungsbemühungen fort. Geladen waren Zeugen vom Bundesnachrichtendienst (BND). Er verstehe nicht, so sagte ein Herr W. K. beleidigt, dass sein Arbeitgeber »als eine Art übermächtiger Nachfolger der ›Stasi‹« dargestellt werde, der »im rechtsfreien Raum« operiere. Das Gegenteil sei der Fall, man gehe »nic...

Minister sollen Rede und Antwort stehen

Berlin. Nach Kritik an der Attraktivität der Regierungsbefragung im Bundestag hat die Große Koalition der Opposition eine Reform vorgeschlagen. Demnach soll immer ein Bundesminister erscheinen und das jeweilige Regierungsmitglied am Tag vorher benannt werden, erläuterte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer. Es sollen dabei nicht nur Fragen zum Fachbereich, sondern zu allen Themen,...

Positionen im Bundestag

PARLAMENTARIERGRUPPE DER KOALITION: Eine Gruppe von Koalitionsabgeordneten um Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) sowie die SPD-Fraktionsvize Carola Reimann und Karl Lauterbach will Todkranken die Möglichkeit zur ärztlich assistierten Selbsttötung geben. Sie nennen sieben Bedingungen für einen solchen ärztlich assistierten Suizid. Die Handlung müsse immer durch den Patienten selbst erfolgen...

Mehr Geld für Unis und Studenten

Berlin. Von der Übernahme der Bafög-Kosten durch den Bund erhofft sich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) mehr Dauerstellen an den Hochschulen. Wanka verwies am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur auf 1,2 Milliarden Euro, die der Bund ab 2015 bei der Bafög-Finanzierung den Ländern abnehme. Dies verschaffe den Ländern »dauerhaftes Geld«, mit dem erstmals seit Jahren wieder unbefristete ...

Aert van Riel

Grauzone am Lebensende

Bundestags-Abgeordnete haben sich jenseits von Fraktionsgrenzen zu einer Neuregelung der Sterbehilfe positioniert. In einer Plenardebatte sprachen sich viele für ein Verbot von Sterbehilfevereinen aus.

ndPlusJürgen Amendt

Halbherzige Kehrtwende

Mit der Lockerung des Kooperationsverbots in der Bildung korrigiert Schwarz-Rot einen acht Jahre alten Fehler. Die Beschränkung auf den Wissenschaftsbereich ist aber unzureichend. Ein Grund dürften auch die Finanzen sein.

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Entwicklungshilfe stagniert

Berlin. Hilfsorganisationen werfen der Großen Koalition mangelndes Engagement in der Entwicklungspolitik vor. Die im Wahlkampf versprochene Aufstockung der finanziellen Mittel sei bei weitem nicht eingehalten worden, heißt es einem Bericht von Welthungerhilfe und terre des hommes Deutschland, der am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Die Steigerung des Etats bewege sich im Promillebereich....

Lange Haftstrafen für Al-Qaida-Terroristen

Düsseldorf. Im Düsseldorfer Al-Qaida-Prozess hat das Oberlandesgericht die vier Angeklagten zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Der Staatsschutzsenat des Gerichts verhängte am Donnerstag Strafen zwischen viereinhalb und neun Jahren Haft. »Der Senat ist zu der Überzeugung gelangt, dass die Angeklagten im Auftrag der Al-Qaida-Führung Terroranschläge in Deutschland verüben sollten und wollten«, sag...

Hagen Jung

Hooligans dürfen aufmarschieren

Der in Hannover befürchtete Hooligan-Aufmarsch darf stattfinden. Das Verwaltungsgericht hat das polizeiliche Verbot der Demonstration gekippt. Die Polizei verzichtet auf Rechtsmittel gegen diese Entscheidung.

ndPlusFabian Lambeck

Schröder im Zwielicht, Kohl im Glück

Zwei Millionen Euro per Handschlag für die Rechte an einer Autobiografie, die viel weniger wert war: Ein Deal mit dem AWD-Gründer Maschmeyer bringt Ex-Kanzler Schröder in Erklärungsnot.

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ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Intrige gegen Sarkozy aus den eigenen Reihen

Ein neuer Politskandal entzweit Frankreichs rechte Oppositionspartei UMP, beschädigt aber auch Präsident Hollande. Lachende Dritte ist Marine Le Pen, Chefin der rechtsradikalen Front National.

Oliver Eberhardt, Jerusalem

Ein Machtwort zugunsten der Rechten

Israels Regierung lässt die Mitglieder der UN-Untersuchungskommission zum Gaza-Krieg nicht ins Land. Auch gegen andere internationale Institutionen geht man auf Konfrontationskurs.

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ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Nur die Friedensbemühungen stehen still

Seit Beginn der Ukraine-Krise häufen sich Vorfälle in benachbarten Konfliktregionen wie Aserbaidschan und Moldawien. Dort könnte die aktuelle Eskalation in der Ukraine die Gewalt neu entfachen.

Johannes Spohr

Geeint im Kampf gegen den Hass

Übergriffe auf Migranten - von rechten Schlägern und staatlichen Behörden - beschäftigen die Zivilgesellschaft in der Ukraine und in Russland. In Berlin tauschten sie sich öffentlich darüber aus.

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Senat nimmt Ängste ernst

Der Senat nimmt die Sorgen und Ängste der Anwohner rund um die geplanten sechs Containerdörfer für Flüchtlinge nach eigenen Angaben sehr ernst. Die Anwohner würden zeitnah informiert, um so Sorgen abzubauen, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Federführend seien aber die Bezirke. Der Senat stelle ihnen für Informationsarbeit in den Stadtteilzentren mehr Mittel ...

ndPlusBernd Kammer

Pest und Cholera

Der BER kann starten. Jedenfalls, wenn es nach den Richtern am Bundesverwaltungsgericht geht. Sie haben am Mittwochabend die wohl letzten juristischen Hürden beiseite geräumt.

Martin Kröger

Czaja muss bei Details zu Heimverträgen passen

Die sogenannte Patenkind-Affäre des Präsidenten des LAGeSo, Franz Allert, überschattete am Donnerstag die Fragestunde im Abgeordnetenhaus. Sozialsenator Czaja macht dabei keine gute Figur.

ndPlusChristin Odoj

Vermieten Sie an Flüchtlinge!

Der Senat hat Schwierigkeiten, die ankommenden Flüchtlinge adäquat unterzubringen. Jetzt sollen es die privaten Vermieter richten. Mit einer Plakatkampagne will der Senat sie für sich gewinnen.

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Lohn für 490 Arbeitslose bezuschusst

Potsdam. Mit Lohnkostenzuschüssen sind im vergangenen halben Jahr ältere und alleinerziehende Arbeitslose vermittelt worden. Seit März habe das Land für 490 neu eingestellte Beschäftigte maximal ein Jahr lang bis zu 75 Prozent des Lohns übernommen, sagte Arbeitsministerin Diana Golze (LINKE) am Donnerstag. 335 Unternehmen beantragten die Förderung, in 245 Fällen für Frauen. Die Förderung läuft bis...

ndPlusWilfried Neiße

Jäger erlegen weniger Wild

Nur im Ausnahmefall werden mehr Tiere einer Art abgeschossen oder überfahren als früher. Dabei sollen neue Schutzzäune für Schonungen nicht mehr errichtet werden.

Kerstin Ewald

»Schwarz« großgeschrieben

Die Bustour »Berlin Afrikanisch«, initiiert von der Dienststelle der Integrationsbeauftragten, führte über Orte der Kolonialgeschichte hin zu zukunftsweisenden Projekten wie der Bibliothek von EOTO e.V.

Andreas Fritsche

Geld für Garnisonkirche gebunkert

Befürworter der Garnisonkirche hatten anfangs den Eindruck erweckt, der Wiederaufbau der 1945 nach einem Bombenangriff ausgebrannten Kirche, deren Ruine 1986 beseitigt wurde, lasse sich allein mit Spenden bewerkstelligen.

ndPlusSteffi Bey

Karlshorster fürchten Dauerbaustelle

Die neue Brücke über die Treskowallee ist fertig, doch dieser Bereich im Zentrum Karlshorsts wird noch lange eine Dauerbaustelle bleiben. Zu viele Unklarheiten gibt es im Gesamtprojekt.

ndPlusSven Eichstädt

Lärmpause nur in der Nacht

Wann der neue Berliner Flughafen eröffnet werden wird, ist weiter unklar. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig räumt derweil alle juristischen Schwierigkeiten aus dem Weg und weist Klagen ab.

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Immer was Neues

Wolfsburg. Das Kunstmuseum Wolfsburg will mit Originalabzügen aus den Jahren 1920 bis 1950 die Bandbreite der Fotografie von real bis surreal zeigen. Die Schau »Real SurReal - Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie« präsentiert ab Samstag (bis 6. April 2015) rund 200 fast ausschließlich schwarz-weiße Werke, wie die Macher der Ausstellung am Donnerstag im niedersächsischen Wolfsburg sagten. Die Fot...

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Noch ein Schritt nach rechts

Die CDU in Hessen gilt als erzkonservativ und mit wenig Kontaktscheue gegenüber der AfD behaftet. Zu den Rechtspopulisten liefen bereits mehrere Politiker über.

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Tillichs sächsische Reparaturbrigade

Sachsens neue Regierung steht. Von zehn Ministern sind vier Frauen. Die Opposition ist von einigen Besetzungen enttäuscht - wie auch von zu vagen Vorhaben der Koalition.

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Der Bembel darf weiterleben

Bembel und Viezporz sind gerettet. Aus den Gefäßen darf auch künftig Apfelwein getrunken werden. Was zunächst nach Bürokratie aus Brüssel klang, war doch eher ein Sturm im Wasserglas.

Alice Bachmann, Bremen

Senat will Schuldnern Beine machen

Wird die neue Stelle zur Schuldeneintreibung der Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) der große Wurf? Immerhin ist die Rede von über 60 Millionen Euro Außenständen, die noch eingeholt werden können. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Arten von Schulden - zum Beispiel um Gerichtsgebühren und Geldstrafen, die bisher nicht bezahlt wurden. Oder um ausgebliebene Rückzahlungen von BAfö...

Andreas Gläser

99 schwarze Ballons

Am kommenden Sonntag trifft in Berlin-Mitte, im Deutschen Theater, Gregor Gysi auf Peter Maffay. Sie möchten sich angeregt unterhalten, doch wie mir schwant, singen sie Karats »Schwanenkönig«, die unzensierte Version, deren Kehrreim einst im »Eulenspiegel« auftauchte: »Wenn ein Hahn stirbt/ weinen die Hennen/ wenn ein Hahn stirbt/ heulen sie und flennen /doch wenn ein Huhn stirbt/ danach kräht ...

ndPlusTom Mustroph

Diktatoren in Zivil

Relikte des Kalten Krieges wirken seltsam antiquiert angesichts der Nachrichtenlage von Bürgerkriegen und terroristischen Armeen. Vergessen oder geringschätzen sollte man sie deshalb nicht. An den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea und die Teilung des Landes erinnert die bemerkenswerte Ausstellung »Hidden Agenda Seoul - Berlin - Pjöngjang« des koreanischen Künstlers Jae-Hyun Yoo im Weddinger Pro...

ndPlusAnnika Graf, Ehningen

Gewerkschaft nicht im Programm

Nur wenige Mitarbeiter von IT-Firmen sind in einer Gewerkschaft. Auch Betriebsräte finden sich selten. Flexibilität ist Trumpf. Doch neuerdings gibt es in großen IT-Unternehmen auch Proteste.

Martin Hatzius

Der Weg ist der Weg

»Nach dem Sozialismus ist vor dem Sozialismus«. Man darf, nimmt man den Satz beim Wort, vermuten, dass bereits fleißig trainiert wird, um beim nächsten Versuch die Meisterschaft einzufahren, oder wenigstens den Spieltagssieg.

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Legendärer Zeichner

Johannes Hegenbarth, unter dem Namen Hannes Hegen als Schöpfer der legendären Comic-Zeitschrift »Mosaik« bekannt, ist tot. Wie der Lehmstedt-Verlag, der die Comic-Reihe verlegt, mitteilte, verstarb Hegenbarth bereits am 8. November im Alter von 89 Jahren in Berlin. Seit einem schweren Sturz lebte Hegenbarth in einem Pflegeheim. Die Trauerfeier findet am 18. November in Berlin statt. nd...

Warhol-Bilder aus NRW versteigert

In New York sind am Mittwoch (Ortszeit) zwei Bilder von Andy Warhol aus dem Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen versteigert worden. Bei der umstrittenen Auktion wurde für die beiden Kunstwerke ein Preis von insgesamt 151,5 Millionen US-Dollar (121,7 Millionen Euro) erzielt, wie das Auktionshaus Christie’s auf seiner Internetseite mitteilt. Das Bild »Triple Elvis« wurde für 81,9 Millionen D...

ndPlusChristian Klemm

Abgrund zur Hölle

Heavy Metal wird von bösen, schwarz gekleideten Männern gespielt, die Religion verabscheuen, den Teufel anbeten und sich um Mitternacht auf Friedhöfen herumtreiben. Dieses Bild hält sich wacker in Regionen dieser Erde, wo entweder das Wort des Papstes ein ungeschriebenes Gesetz ist oder das irgendwelcher evangelikalen Sekten gilt. Oder beides. Eine zutreffende Charakterisierung jener Liebhaber här...

ndPlusJürgen Amendt

Vulgärrationalismus

Dass der Bundestag den assistierten Suizid straffrei stellt, ist unwahrscheinlich. Es gibt Befürchtung, dass die Debatte um eine »Liberalisierung« der Sterbehilfe auch nach einer Entscheidung nicht beendet sein wird.

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Die SPD und die Einheit

Dieses Buch ist aus zwei Gründen entstanden. Einmal sollte dargestellt und mit Fakten belegt werden, welchen wesentlichen Beitrag die deutsche Sozialdemokratie zum Zustandekommen der deutschen Einheit geleistet hat. Und zwar nicht nur nach ihrer Neugründung in der ehemaligen DDR. Sondern auch in der alten Bundesrepublik. Das erschien uns notwendig, weil sich in dieser Hinsicht manche Vorurteile...

Wladislaw Hedeler

Fatale innere Zerstrittenheit und Zerrissenheit

Anknüpfend an Publikationen wie die von Ralf Hoffrogge über Werner Scholem, von Mario Kessler über Ruth Fischer und Florian Wilde über Ernst Meyer versucht nun auch Marcel Bois, »das verworrene Geflecht des deutschen Linkskommunismus« zu entwirren. Im Ergebnis aufwendiger Recherchen in Archiven im In- und Ausland gelang es ihm, über 1200 Biografien von in 30 Gruppen organisierten Linkskommunist...

ndPlusTom Strohschneider

In Höchstgeschwindigkeit

Als Michael Gorbatschow dieser Tage anlässlich der Feiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin weilte, fand der frühere sowjetische Staatschef mahnende Worte: »Die Welt ist an der Schwelle zu einem neuen Kalten Krieg. Manche sagen, er hat schon begonnen.« Gorbatschow dachte vor allem an den Ukrainekonflikt, an die Spannungen zwischen Europa und Russland. Und seine Warnung zielt auf eine W...

Seite 15
Robert D. Meyer

Nicht tolerierbar

Im Rundfunkstaatsvertrag heißt es zum Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen, diese sollen den »gesellschaftlichen Zusammenhalt« fördern. Ob die von der ARD angedachte Themenwoche zur Toleranz diesen Zweck erfüllt, ist fraglich.

Seite 16
Jörg Meyer

Selbstbefragt mit klarem Ergebnis

Der Travel Industry Club, ein Lobbyverein der Tourismuswirtschaft, gab anhand von Umfrageergebnissen bekannt, dass 92 Prozent der Reiseindustriemanager kein Verständnis für die jüngsten Pilotenstreiks haben. Und 88 Prozent zeigten sich not amused von den Ausständen der GDL. Wer steckt hinter diesem Club?

Protest zum Weihnachtsgeschäft

Der Kampf um den Handelstarifvertrag bei Amazon geht ins zweite Weihnachtsgeschäft. Mit einer Onlinepetition wollen die Mitarbeiter nun den Druck auf die Unternehmensspitze erhöhen. Tausende haben sie dabei bisher unterstützt.

René Heilig

Die »Letzten vom Letzten«

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat ihre Spitzen in der vergangenen Woche in Berlin versammelt. Jede Menge Grußreden wurden beim 25. Ordentlichen Kongress gehalten: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) streichelte sehr gekonnt die Seelen der Polizisten, Justizminister Heiko Maas kuschelte als Sozialdemokrat, die LINKE hatte ihren gewerkschaftserfahrenen Parteichef Bernd Riexinger auf...

ndPlusMarcus Meier

Die Vorreiterin des Sozialabbaus?

Die Gewerkschaft ver.di fordert bei der AWO einen Tarifabschluss nach Vorbild des öffentlichen Dienstes. Doch die sagt, sie könne sich das nicht leisten.

Seite 17

CETA muss wohl durch den Bundestag

Das geplante Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada muss nach Einschätzung von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wohl auch durch den Bundestag. Doch ob das Parlament entscheiden darf, ist ungewiss.

Reimar Paul

Druckmittel oder echte Drohung?

Für das im Zuge des Atomausstiegs abgeschaltete AKW Biblis läuft das Genehmigungsverfahren für den Rückbau. Oder kommt es zu einem überraschenden Roll-back? Betreiber RWE sendet dazu widersprüchliche Signale.

ndPlusAndreas Knudsen

Nickelgrube wird zum Finanzgrab

Europas größte Nickelmine Talvivaara wird geschlossen - die Schließung und Umweltsanierung wird sich über Jahre hinziehen und vom Staat bezahlt.

Seite 18
Stephan Fischer

Ein Komet namens FIFA

Schöne Bilder liebt der FIFA-Präsident Sepp Blatter, vor allem wenn er selbst im besten Licht erscheint. Gern zeichnet er sich als heilbringenden Patron des weltweiten Fußballs, der global Frieden, Freiheit und Fortschritt stiftet. Dass dieses Bild angesichts der Skandale und Korruptionsvorwürfe gegen ihn und seinen Verband nur noch eine Karikatur darstellt, ficht ihn nicht an - im Gegenteil. In s...

ndPlusKlaus Bergmann und Arne Richter

Ein unglaublicher Sprung

Der Weltmeistertitel hat Jérome Boateng noch mal einen Schub gegeben. Bei Bundestrainer Joachim Löw ist er kein Lückenbüßer mehr, Bayern-Coach Pep Guardiola traut ihm ganz Großes zu.Von Klaus Bergmann und Arne Richter, NürnbergMit seinen 192 Zentimetern Körpergröße und einem Kampfgewicht von 90 Kilogramm ist Jérome Boateng ohnehin eine beeindruckende Erscheinung. Als Fußballweltmeister aber ist di...

ndPlusFrank Hellmann

Europas 54. Fußballkavallerie

Von der FIFA immer noch nicht akzeptiert: Gibraltar ist ein fußballerisches Entwicklungsland, weil es lange um Autonomie kämpfen musste. Nun kommt für viele das Spiel des Lebens - gegen den Weltmeister.

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ndPlusMaximilian Haupt, Levi

Reinkommen am Polarkreis

Beim Auftakt in Sölden war Felix Neureuther nur Zuschauer. Im ersten Slalom des WM-Winters will der beste deutsche Skirennfahrer nun selbst eingreifen - wenn auch noch mit gedämpften Erwartungen.

Kristina Puck

Sehr trotzig in einer sehr schweren Zeit

Dass die Eisbären Berlin seit 2010 erstmals nicht als Titelverteidiger in die DEL-Saison gingen, sollte Motivation sein. Die indes verflog schnell und entpuppte sich als Krise.

Manfred Höhnel

Perfektion braucht Zeit

Dagur Sigurdsson trainiert das Nationalteam und die Berliner Füchse. Während seine Bundesliga- handballer nach einem Auf und Ab am Anfang der Saison stabilisiert erscheinen, ist Sigurdsson auch als Bundestrainer auf Erfolgskurs.

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Joachim Baier, Darmstadt

Stillstand nach holpriger Landung

»Tschuri« ganz nah: Wissenschaftler sind fasziniert von den Daten und Bildern des Kometen. Das auf dem kosmischen Brocken gelandete Minilabor »Philae« scheint nach mehreren Hopsern stabil zu stehen.

ndPlusChristine Longin, Paris

Unterwegs auf maroden Schienen

Das Bild der umgestürzten, zerrissenen Waggons am Bahnhof von Brétigny-sur-Orge passt nicht zum Image der stolzen französischen Staatsbahn SNCF. Die will vor allem mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen TGV werben, die mit 300 km/h durch Europa brausen. Doch Brétigny-sur-Orge, wo im Juli 2013 sieben Menschen starben, wird zum Symbol für alles, was bei der SNCF nicht gut läuft. So die technische Ko...