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ndPlusKurt Stenger

Kohle, Klima, Katastrophen

Für keine andere Industriebranche dürften die Türen in Kanzleramt und Bundesministerien dermaßen weit offen stehen wie für den Stromsektor. Und doch danken die Konzernchefs die vielen offenen Ohren nicht: Milliardenschwere Schadenersatzklagen begleiten den Atomausstieg. Das soll sich im Kohlesektor nicht wiederholen - meint Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und will die CO2-intensivste Stromer...

Gespräche mit Iran beendet - weiter kein Abkommen

Wien. Die entscheidenden Verhandlungen über Irans Atomprogramm sind ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Die Außenminister aus den fünf Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates, Deutschland und Iran gingen am Montag in Wien ohne Einigung auseinander. Vereinbart wurde jedoch, weiter im Gespräch zu bleiben. Als neue Frist, innerhalb derer man zu einem Kompromiss kommen will, ist nun der 1. Juli 2015 im ...

Pentagon-Chef Hagel tritt zurück

Washington. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel tritt laut einem Bericht der »New York Times« zurück. Präsident Barack Obama habe den Republikaner Hagel bereits vergangene Woche zu diesem Schritt aufgefordert, schreibt die Zeitung. Der Schritt kam weitgehend überraschend. In Washington wird spekuliert, dass Obama eine andere Strategie im Kampf gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) wil...

Gefahr am Küchentisch

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen erleben 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Der heutige Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen will darauf hinweisen.

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Wenig Schutz gegen tödliche Racheakte

In der Türkei nimmt die tödliche Gewalt gegen Frauen nach Recherchen eines Frauenverbandes drastisch zu. In diesem Jahr seien bereits 260 Frauen von ihren Männern, anderen Verwandten oder Lebensgefährten getötet worden, ergab eine Untersuchung des Verbandes Kamer, wie die Zeitung »Cumhuriyet« am Montag meldete. Im gesamten vergangenen Jahr hatte die Zahl der Todesopfer bei 214 gelegen. De...

TV-Clip über bundesweites Hilfetelefon

In Deutschland erleiden 35 Prozent der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) geht jedoch von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus. Die Gewalttaten verursachen schwere und nachhaltige gesundheitliche Schäden bei den Opfern. »Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Frauen ist eine gravierende Menschenrechtsverletzung. Wir begrüßen deshalb ...

ndPlusPhilipp Hedemann

Die Opfer schlagen zurück

In Indien sind die Strafen für Vergewaltigung inzwischen verschärft worden. Doch viele Mädchen und Frauen wollen sich nicht auf Politik, Polizei und Justiz verlassen und lernen, sich selbst zu verteidigen.

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Schikanen, Schüsse, Abschiebungen

Für Syrer, die ihr Land verlassen wollen oder schon haben, verschärfen sich die Bedingungen in Gastländern - derzeit besonders in den Nachbarstaaten Jordanien und Libanon.

ndPlusKarin Leukefeld, Homs

Die tiefen Wunden im Herzen von Homs

Im Sommer 2011 gingen Tausende Menschen in der drittgrößten Stadt Syriens auf die Straßen, um gegen die Regierung zu protestieren. Drei Jahre danach ist Homs schwer vom Krieg gezeichnet.

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ndPlusRoland Etzel

Keine Einigung, doch ein Ergebnis

Fast herrscht eine Art Katzenjammer angesichts der ausgebliebenen Einigung mit Iran. Hatte es bei dieser Runde der Verhandlungen über Teherans Atomprogramm wirklich eine realistische Chance auf Abschluss gegeben? Doch nur dann, wenn eine Konfliktpartei ihren Standpunkt so modifiziert hätte, dass dies einer Kapitulation gleichgekommen wäre.

Dieter Janke

Ende eines Etikettenschwindels

Der Vorstoß aus den von SPD und Grünen geführten Bundesländern zur Umetikettierung des eher ungeliebte Solidaritätszuschlags kommt nicht ganz überraschend. Für den Steuerbürger wie auch die öffentlichen Kassen ändert sich indes mit dem Vorstoß kaum etwas.

ndPlusRené Heilig

Drillen und killen

Bei aller Flexibilität, die die angeblich moderne Welt von Spitzenpolitikern verlangt, sollten sie einen bauernschlauen Gedanken beachten: »Steck deinen Kopf nie da rein, wo du mit dem Arsch nicht durch kommst!« Bush junior hat sich beim Überfall auf Afghanistan vor 13 Jahren nicht daran gehalten, nun steckt Obama fest.

Velten Schäfer

Panikmacher

Deutschland leidet unter einem Marschkolonnensyndrom: Gilt etwas als richtig, wird es in aller Konsequenz verfolgt - vom Förderprogramm bis zu einem ideologischen Überbau, der als Alternative nur noch die Apokalypse kennt. Beispiel »Bioenergie«: Die Idee aus Grünzeug statt Braunkohle Strom zu machen, schien einst so bestechend, dass sich halb Ostdeutschland in eine Maisplantage verwandelte. Auch b...

ndPlusKathrin Gerlof

»Deutschland ächzt ...

... unter der hohen Zahl von Flüchtlingen.« So etwas nennt man eine stehende Redewendung. Sie wird gern in großen, bürgerlichen, unabhängigen Zeitungen gedruckt. »Die Welt« ist da ganz weit vorn.

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ndPlusFabian Lambeck

Zinsen vom Amt

Eine Berliner Rentnerin wartete acht Monate auf ihr Wohngeld. Sie legte Widerspruch ein. Nun wird das Geld vom Amt mit vier Prozent verzinst. Solche Wartezinsen gibt es auch auf Hartz-IV-Leistungen.

Seite 6

Eingebildetes Opfer des BND

»So spähte der BND den Verlag Axel Springer aus«. Was das Blatt da so empört enthüllt, ist brandheiß – seit 16 Jahren, denn schon damals war klar, dass der BND mit seinen »Pressesonderverbindungen« etwas Illegales tat.

Ärger über Seehofers Mahnungen zu Russland

Die Spitzen der Großen Koalition wollen am Dienstagabend strittige Fragen klären. Vor dem Treffen bemühten sich CDU und SPD, dem Eindruck von Differenzen in der Russlandpolitik entgegenzuwirken.

Reimar Paul

Teilerfolg für bespitzelten Journalisten

Teilerfolg für Kai Budler: In der juristischen Auseinandersetzung um die langjährige Überwachung des Journalisten, der auch für »nd« schreibt, durch den niedersächsischen Verfassungsschutz muss der Geheimdienst nunmehr weitere 50 Seiten aus den Observierungsakten vorlegen. Das beschloss das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) (Az 14 PS 2/14 und 10 A 5548/11). Das Urteil wurde am Montag b...

René Heilig

Die eine Hand und die andere

Wer legte die Bombe auf dem Oktoberfest in München? Wer sind die Hintermänner, was ihr Motiv? Auch 34 Jahren danach schwafelt die Bundesregierung. Statt Antworten zu liefern.

Eskalation in Schwarz-Weiß

Ihr Buch ist unterschrieben mit dem Titel »Ansichten eines Putinverstehers«. Finden Sie Gefallen an russischen Ex-Geheimdienstlern, die eine sehr robuste Außenpolitik betreiben? Etwas zu verstehen, heißt ja nicht, dass man es verehrt. Etwas verstehen heißt, es zu analysieren. Das heißt, Verständnis zu entwickeln. Es heißt aber nicht, dass man zu einem Fan von Putin wird. Das bin ich beile...

Seite 7

Sanktionen kosten Moskau 120 Milliarden

Moskau. Russlands Finanzminister Anton Siluanow hat vor den Auswirkungen westlicher Sanktionen auf sein Land gewarnt. »Wir verlieren um die 40 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro) pro Jahr«, sagte Siluanow am Montag laut TASS. Weitere Verluste in Höhe von 72 bis 80 Milliarden Euro drohten wegen des 30-prozentigen Einbruchs des Ölpreises. . Vergangene Woche war der Ölpreis in London erstmals seit...

Irina Wolkowa, Moskau

Mächtiger Partner für Abchasien

Offiziell unterhielt Russland nach dem georgisch-abchasischen Krieg eine Friedenstruppe der GUS in der abtrünnigen Kaukasusrepublik. Daraus wird nun ein Militärpakt.

ndPlusJean-Luc Renaudie, Jerusalem

Militärschlag in der Hinterhand

Israel droht für den Fall eines »schlechten Abkommens« zum Atomprogramm Irans weiter mit einem Militärschlag. Experten halten dies für Taktik, um die Verhandlungen zu beeinflussen.

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ndPlusSusanne Wienke

Wenn der Boden nicht mehr trägt

Mit ökologischer Landwirtschaft mindert die nepalische Hilfsorganisation SAHAS die Nahrungsunsicherheit in Nepal. Unterstützt wird sie dabei von SODI und der Michaelis Kirchengemeinde in Hamburg.

Ian King, London

Farages Truppen weiter auf dem Vormarsch

Nach dem zweiten Nachwahlsieg gegen die Konservativen frohlockt UKIP-Chef Farage. Premier Cameron schmollt, doch auch Labour hat Grund zur Sorge. Und im nächsten Jahr stehen Parlamentswahlen an.

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EU prüft Aufspaltung von Google

Brüssel. Im EU-Parlament wird eine Aufspaltung von Google diskutiert. In einem Resolutionsentwurf, der am Donnerstag im Parlament abgestimmt werden soll, wird die EU-Kommission aufgefordert, Vorschläge mit dem Ziel zu prüfen, »Suchmaschinen von anderen kommerziellen Diensten zu entkoppeln«. Google kommt darin zwar nicht vor, und auch von einer Aufspaltung ist nicht wörtlich die Rede. Dass es um...

Letzter Ausweg Insolvenz?

Nach der Kündigung des Franchise-Vertrages mit Yi-Ko bereiten sich Burger-King-Mitarbeiter und die Gewerkschaft auf eine Insolvenz vor. Ob die betroffenen Filialen noch einmal öffnen, kann niemand sagen.

Hendrik Lasch

Braunkohle auf Reisen

Der Tagebaubetreiber Mibrag liefert Kohle aus dem Revier bei Leipzig nach Tschechien und Niedersachsen. Womöglich wird so Nachfrage für eine neue Grube erzeugt.

Seite 10

Keine Welt ohne Hunger

An ehrgeizigen Zielen fehlt es Gerd Müller nicht: »Wir wollen eine Welt ohne Hunger schaffen!«, ließ der Entwicklungsminister am Montag in Berlin verlauten. Anlass war das »Zukunftsforum EineWelt«, zu dem sein Haus eingeladen hatte.

Prossy Nandudu, Kampala

Ernteverluste für Ugandas Bauern

Allen Nambozo ist Gemüsebäuerin. Doch der heftige Regen, der im Oktober über dem Mount Elgon im ostugandischen Bezirk Bulambuli niederging und mehrere Wochen anhielt, riss ihren Salat, ihre Möhren und Bananenstauden in die Tiefe. »Wir müssen von vorn beginnen«, sagt Nambozo im IPS-Gespräch. Den Bezirk auf und um den Elgon will sie nicht verlassen, auch wenn im Zuge des Klimawandels mit immer neuen...

ndPlusRoland Bunzenthal

Es fehlt der politische Wille

Der Süden ist von den Folgen des Klimawandels überproportional stark betroffen. Aufwändige Investitionen könnten helfen, doch dafür fehlt im Süden das Geld und im Norden der politische Wille.

»Wir decken Korruption auf«

In Mosambiks Parlament sind künftig drei Parteien vertreten - die MDM (Demokratische Bewegung Mosambiks) mit 17, die frühere Rebellenorganisation Renamo mit 89 und die einstige Befreiungsbewegung Frelimo mit 144 Sitzen. Die Renamo erkennt das Ergebnis nicht an. Heißt das, wir müssen mit neuen Gewalttätigkeiten rechnen? Ob militärische Auseinandersetzungen erneut ausbrechen werden, ist im Moment no...

Seite 11

So manche Sau braucht die FDP

Als die märkische FDP im Landtagswahlkampf plakatierte, »Keine Sau braucht die FDP«, hatte sie die Absicht, ihre bisherigen Anhänger doch noch vom Gegenteil zu überzeugen. Das ist ihr nicht gelungen. Mit 1,5 Prozent unterbot sie ihren vorherigen Negativrekord von 1,9 Prozent bei der Landtagswahl 1999. Stimmt es denn, dass niemand die FDP benötigt? Habgierige Versicherungsagenten, die künf...

Gewalt gegen Polizisten

Die zahlreichen Angriffe auf Polizisten sind von Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) und Abgeordneten aller Fraktionen scharf verurteilt worden. Henkel sprach am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses von einer »gesellschaftlichen Fehlentwicklung«. Die Fallzahlen befänden sich auf einem »nicht hinnehmbaren hohen Niveau«.Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte eine Verschärfung der...

Beirat für Freundlichkeit

150 000 Euro gibt der Senat für ein Gremium, das Sozialsenator Mario Czaja (CDU) unterstützen soll. Geplante Flüchtlingsunterkünfte sollen Anwohnern besser vermittelt werden.

ndPlusMarina Mai

Berliner Schnoddrigkeit

Der Lichtenberger Bezirksbürgermeister übernimmt vom designierten Regierenden Bürgermeister Michael Müller das Ressort für Stadtentwicklung und Umwelt.

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Sanierung verschoben

»Bei der Umsetzung des Schallschutzes haben wir Probleme«, sagte der Chef der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlins und Brandenburgs (LuBB), Wolfgang Fried, am Montag. Die FBB wollte mit der Sanierung ab dem 29. März 2015 beginnen. Nun verschob die LuBB die Arbeiten um vier Wochen. Flughafenchef Hartmut Mehdorn erklärte, man habe alles unternommen, damit die Anwohner rechtzeitig ihren Schall...

Mehr als der FC Energie

Was werden Sie als Oberbürgermeister als Erstes angehen?Die Wirtschaftsförderung. Wir haben hier in der Stadt ein breites Angebot an vielfältigen Leistungen, etwa im Kulturbereich. Aber wir haben das Problem, dass der wirtschaftliche Unterbau zu dünn ist. Wir können noch enger verzahnen, um Cottbus als Motor der Lausitz wieder wirken zu lassen.Wie?Wir wollen verstärkt auf das bestehende Gewerbe im...

FDP möchte Schluss machen mit »Wischi-Waschi«

Keine Sau braucht die FDP? Von wegen. Brandenburgs Liberale wollen wieder mitmischen. Neuer Vorsitzender soll Axel Graf Bülow werden - ein Mann aus der Wirtschaft und Urahn des Preußengenerals.

ndPlusSteffi Bey

Einsatz gegen den Verfall

Gegen den Willen des Eigentümers sichert der Bezirk Treptow-Köpenick die historischen Ausflugslokale Riviera und Gesellschaftshaus in Grünau. Das Bezirksamt setzte das vor Gericht durch.

Tim Zülch

Ein unermüdlicher Aktivist

Philosophieren ist nicht seine Spezialität, er will Dirigent werden. Christian Specht setzt sich auf fast allen Ebenen für die Rechte von Behinderten ein.

ndPlusAndreas Fritsche

Einer der ankam, OB zu werden

Am 1. Dezember wird der neue Oberbürgermeister von Cottbus, Holger Kelch (CDU), ins Amt eingeführt. Eine Fotoreportage von Thomas Richert zeigt den Kommunalpolitiker im Wahlkampf.

Seite 13

Wenn es Nacht wird in Saarbrücken

Saarbrücken. Vier Männer trainieren auf dem Landwehrplatz in Saarbrücken (Saarland) im abendlichen Nebel Shaolin Kung Fu. Zweimal in der Woche treffen sich Interessierte auf dem Platz, um die fernöstliche Kampfkunst zu praktizieren. Die Akteure knüpfen damit an frühere Zeiten an: Im Süden des Areals liegt die alte Feuerwache, eines der schönsten Bauwerke des Viertels, in dem über viele Jahre die T...

Mehr als der FC Energie

Was werden Sie als Oberbürgermeister als Erstes angehen?Die Wirtschaftsförderung. Wir haben hier in der Stadt ein breites Angebot an vielfältigen Leistungen, etwa im Kulturbereich. Aber wir haben das Problem, dass der wirtschaftliche Unterbau zu dünn ist. Wir können noch enger verzahnen, um Cottbus als Motor der Lausitz wieder wirken zu lassen.Wie?Wir wollen verstärkt auf das bestehende Gewerbe im...

Der Schatten des Ludwig Siebert

Ludwig Siebert war ein wichtiger Hitler-Gefolgsmann und von 1933 bis 1942 bayerischer Ministerpräsident. In Rothenburg ob der Tauber heißt noch immer eine Straße nach ihm. Das soll sich ändern.

ndPlusHans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Ein Fall fürs Museum

Gegen ein Mietmodell in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (PPP) für ein kommunales Stadtmuseum regt sich in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden Widerstand. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Donnerstag grünes Licht für das umstrittene Finanzierungsmodell gegeben hat, begannen Unterstützer der parteiübergreifenden privatisierungskritischen Bürgerinitiative »Gemeinwohl hat ...

ndPlusRudolf Stumberger, München

»Zeichen der Sklaverei«

Schlafsäcke, Decken und ein offenes Zelt zum Schutz vor dem Wetter: 30 Flüchtlinge sind in München in einen Hungerstreik getreten, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Der Protest erinnert an 2013.

ndPlusAndreas Fritsche

Einer der ankam, OB zu werden

Am 1. Dezember wird der neue Oberbürgermeister von Cottbus, Holger Kelch (CDU), ins Amt eingeführt. Eine Fotoreportage von Thomas Richert zeigt den Kommunalpolitiker im Wahlkampf.

Seite 14

Weltweit bisher 41 Städte

Das UNESCO-Programm »Creative Cities« gibt es seit 2004. Es vernetzt weltweit Städte, die den kreativen Austausch in Kunst und Kultur suchen: Es geht um Erfahrungen, Strategien und Ideen. Die sieben Kategorien sind Musik, Design, Film, Gastronomie, Handwerk, Medienkunst und Literatur. Wer den Titel trägt, dessen Kreativwirtschaft wird stärker gefordert. Bisher sind 41 Städte dabei, neben Berlin al...

Jugendtheater bei »Festiwalla«

Mit der Demonstration »NO Justice - NO Peace!«, die am U-Bahnhof Turmstraße beginnt, wird am Mittwoch das Jugendtheaterfestival 2014 »Festiwalla« eröffnet. Anschließend ziehen die Jugendtheatergruppen ins Haus der Kulturen der Welt ein. Das Eröffnungsstück am Abend (19 Uhr) kommt vom JugendtheaterBüro Berlin. »Gefahrengebiete« erzählt die Geschichte von AggroBold im Land der staatlichen Überwachun...

Widersprüche und Poesie

Die Dokumentation »Winter adé« zeigt das Kino Toni im »nd«-Filmclub an diesem Mittwoch (18 Uhr). In dem Film von 1988 reist Regisseurin Helke Misselwitz mit der Eisenbahn von ihrer Geburtsstadt Zwickau quer durch die DDR ans Meer. In verabredeten und zufälligen Begegnungen spricht sie mit Frauen verschiedener Generationen und unterschiedlicher sozialer Prägung über deren Leben, Sorgen und Hoffnung...

»ensemble mosaik« in der AdK

An diesem Dienstag beginnt in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Musikwoche »Hören und Sehen« mit dem »ensemble mosaik«. Zur Aufführung kommen Werke von Carola Bauckholt, Michael Beil, Matthias Kranebitter, Stefan Prins, Trond Reinholdtsen. In frei zugänglichen Proben (25.11., 10-18 Uhr) und Voraufführungen am 26. (18 Uhr) und 28. November (14 Uhr) können die einzelnen Stücke und ihre Aut...

Sebastian Haak, Schmalkalden

Wenn der Nationalpark Ärger bringt

Thüringer Forscher wollen einen Beitrag dazu leisten, dass es bei der Ausweisung von Nationalparks in Deutschland weniger Widerstand durch die Anlieger der entsprechenden Flächen und andere Betroffene gibt als bislang. In der Vergangenheit seien bei der Einrichtung solcher Areale nicht selten Konflikte aufgetreten, die durchaus mit dem Widerstand gegen große Infrastrukturprojekte wie Stuttgart 21 ...

ndPlusKira Taszman

Liebe in Zeiten der Selbstvermarktung

Die Taiga - Wälder, Berge, reißende Ströme und wilde Tiere machen dem Menschen das Überleben dort schwer. Und doch mahnt der russische Film »Die Flüchtigen«, sich in der Wildnis eher vor den Menschen als vor den Tieren in Acht zu nehmen. Im Jahre 1907 ist der politische Gefangene Pawel einem sibirischen Straflager entflohen und wird von Kopfgeldjägern unbarmherzig verfolgt. Die Natur und eine mit ...

Jürgen Drewes, Rostock

Zucker bis zum Hals

Berge von Zuckerrüben lagern noch an den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landwirte wissen nicht, wohin damit. Die Zuckerfabrik Anklam will nun ihre Verarbeitungssaison verlängern.

ndPlusChristine Cornelius, Mannheim

Bewerbung mit Genius Loci

Kreativ sind sie alle, aber wer schafft den Sprung ins UNESCO-Netzwerk der Kreativen Städte? Fünf deutsche Bewerber hoffen am 30. November auf den Titel - und zeigen sich von ihrer fantasievollen Seite.

Seite 15

Es ist offiziell: Museum Bern nimmt an

Das Kunstmuseum Bern nimmt das Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt an. Das bestätigte der Stiftungsratspräsident des Museums, Christoph Schäublin, am Montag in Berlin. Schäublin sprach von einer »komplexen Verantwortung« gegenüber denjenigen, die nach Jahrzehnten berechtigte Ansprüche auf die Bilder hätten. Kein Bild, das aus der Raubkunst stamme oder unter Verdacht stehe, werde die »Schwelle...

Martin Hatzius

Hier bin ich geboren

Markus Witzel alias Mawil lässt wie aus dem Nichts aus den letzten Tagen vor dem Mauerfall lauter Dinge auftauchen, die in der unaufgeräumten Rumpelkammer, die das Gedächtnis ist, seit Jahren verloren waren.

Seite 16

Geschichte von Arbeit

Der mit 25 000 Euro dotierte Bochumer Historikerpreis geht in diesem Jahr an den niederländischen Geschichts- und Sozialwissenschaftler Marcel van der Linden. Der 62-jährige Amsterdamer Professor erhalte die Auszeichnung für seine beeindruckenden Leistungen auf dem Feld der Geschichte von Arbeit und Arbeiterbewegung in globaler Perspektive, teilte die Ruhr-Universität am Montag in Bochum mit.Van d...

Geschichte von Arbeit

Der mit 25 000 Euro dotierte Bochumer Historikerpreis geht in diesem Jahr an den niederländischen Geschichts- und Sozialwissenschaftler Marcel van der Linden. Der 62-jährige Amsterdamer Professor erhalte die Auszeichnung für seine beeindruckenden Leistungen auf dem Feld der Geschichte von Arbeit und Arbeiterbewegung in globaler Perspektive, teilte die Ruhr-Universität am Montag in Bochum mit.Van d...

Geschichte von Arbeit

Der mit 25 000 Euro dotierte Bochumer Historikerpreis geht in diesem Jahr an den niederländischen Geschichts- und Sozialwissenschaftler Marcel van der Linden. Der 62-jährige Amsterdamer Professor erhalte die Auszeichnung für seine beeindruckenden Leistungen auf dem Feld der Geschichte von Arbeit und Arbeiterbewegung in globaler Perspektive, teilte die Ruhr-Universität am Montag in Bochum mit.Van d...

Cool: »Läuft bei Dir«

Ein Satz ist das neue »Jugendwort des Jahres«: »Läuft bei Dir« als Synonym für cool oder krass wurde in diesem Jahr gekürt, wie der Langenscheidt-Verlag am Montag in München mitteilte. Die Redewendung sei unter Jugendlichen weit verbreitet und werde ohne regionale oder soziale Begrenzungen verwendet. Der Ausdruck beschreibe »einfach perfekt eine für Jugendliche typische Situation«. Die Wendung pas...

Cool: »Läuft bei Dir«

Ein Satz ist das neue »Jugendwort des Jahres«: »Läuft bei Dir« als Synonym für cool oder krass wurde in diesem Jahr gekürt, wie der Langenscheidt-Verlag am Montag in München mitteilte. Die Redewendung sei unter Jugendlichen weit verbreitet und werde ohne regionale oder soziale Begrenzungen verwendet. Der Ausdruck beschreibe »einfach perfekt eine für Jugendliche typische Situation«. Die Wendung pas...

Cool: »Läuft bei Dir«

Ein Satz ist das neue »Jugendwort des Jahres«: »Läuft bei Dir« als Synonym für cool oder krass wurde in diesem Jahr gekürt, wie der Langenscheidt-Verlag am Montag in München mitteilte. Die Redewendung sei unter Jugendlichen weit verbreitet und werde ohne regionale oder soziale Begrenzungen verwendet. Der Ausdruck beschreibe »einfach perfekt eine für Jugendliche typische Situation«. Die Wendung pas...

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Pariser Museen Opfer ihres Erfolgs

Bislang müssen sich die Touristen in Paris gut informieren, um bei den gefragtesten Museen nicht vor verschlossener Tür zu stehen: das Orsay-Museum und das Schloss von Versailles sind montags geschlossen, der Louvre dienstags. Aufgrund des großen Andrangs wurde jetzt entschieden, ab 2015 stufenweise auf diese Schließtage zu verzichten und diese drei Besuchermagneten künftig an allen Tagen der Woch...

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Pariser Museen Opfer ihres Erfolgs

Bislang müssen sich die Touristen in Paris gut informieren, um bei den gefragtesten Museen nicht vor verschlossener Tür zu stehen: das Orsay-Museum und das Schloss von Versailles sind montags geschlossen, der Louvre dienstags. Aufgrund des großen Andrangs wurde jetzt entschieden, ab 2015 stufenweise auf diese Schließtage zu verzichten und diese drei Besuchermagneten künftig an allen Tagen der Woch...

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Pariser Museen Opfer ihres Erfolgs

Bislang müssen sich die Touristen in Paris gut informieren, um bei den gefragtesten Museen nicht vor verschlossener Tür zu stehen: das Orsay-Museum und das Schloss von Versailles sind montags geschlossen, der Louvre dienstags. Aufgrund des großen Andrangs wurde jetzt entschieden, ab 2015 stufenweise auf diese Schließtage zu verzichten und diese drei Besuchermagneten künftig an allen Tagen der Woch...

ndPlusKlaus Bellin

Freude auf die Sommerwochen

Achtzehn Jahre lang Kafka. Leben mit einem Mann, der Rätsel aufgibt. Mit Kafka aufstehen und abends zu Bett gehen. Sammeln, lesen, reisen, schreiben. Reiner Stach hatte über den Prager Dichter promoviert und 1985 die Doktorarbeit auch publiziert, nun sollte eine Biografie folgen. Das war 1996. Noch ließ sich nicht absehen, wie lange er brauchen würde. Klar war nur, dass er mit einem einzigen Buch ...

ndPlusKlaus Bellin

Freude auf die Sommerwochen

Achtzehn Jahre lang Kafka. Leben mit einem Mann, der Rätsel aufgibt. Mit Kafka aufstehen und abends zu Bett gehen. Sammeln, lesen, reisen, schreiben. Reiner Stach hatte über den Prager Dichter promoviert und 1985 die Doktorarbeit auch publiziert, nun sollte eine Biografie folgen. Das war 1996. Noch ließ sich nicht absehen, wie lange er brauchen würde. Klar war nur, dass er mit einem einzigen Buch ...

ndPlusKlaus Bellin

Freude auf die Sommerwochen

Achtzehn Jahre lang Kafka. Leben mit einem Mann, der Rätsel aufgibt. Mit Kafka aufstehen und abends zu Bett gehen. Sammeln, lesen, reisen, schreiben.

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Klage gegen »Die Anstalt« abgewiesen

Das Hamburger Landgericht hat die Klage des »Zeit«-Herausgebers Josef Joffe gegen einen Beitrag der ZDF-Satiresendung »Die Anstalt« als unbegründet abgewiesen. Die Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig.

Mehr Zuschauer

Der deutsch-französische Kultursender Arte verzeichnet ein Jahr nach Einführung seiner digitalen Strategie wachsende Zuschauerzahlen. Mit einem Prozent Marktanteil in Deutschland befinde sich der Sender auf dem bisherigen Höhepunkt der Entwicklung, sagte Vizepräsident Gottfried Langenstein bei der Vorstellung des Programmes 2015 in Hamburg. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Zuschauerzahlen um zeh...

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Alexander Ludewig

Gesunde Distanz

Man kann Armin Veh kritisieren. Das ist einfach. Und das machen gerade viele. Er selbst auch. »Dafür bin ich verantwortlich«, sagte er am Sonntagabend nach der 0:1 Heimniederlage des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg.

ndPlusHajo Obuchoff

Der Supertrainer

Mit der sowjetischen Auswahl gewann Viktor Tichonow acht Weltmeistertitel, dreimal olympisches Gold, zehn EM-Titel und den Canada Cup. Der Supertrainer starb am Montag 84-jährig in Moskau.

Dagobert Kohlmeyer

Karpows Präzision, Fischers Mut

Norwegen feiert Schach-König Magnus Carlsen. Carlsen erhielt für seinen zweiten WM-Sieg viel Lob, für die Zukunft erwarten die Experten nun ein Duell zwischen Carlsen und dem Italiener Caruana.

Seite 20

30 000 Karten für Franzosen

Lille. Nach einem Aufruf im Internet hat ein Franzose mit Downsyndrom zum Geburtstag so viele Glückwunschkarten erhalten, dass die Post sie am Ende per Lastwagen ausliefern musste. Bis zum 30. Geburtstag von Manuel Parisseaux am Samstag erhielt die Familie in Calais 30 000 Karten, so dass sie zur Lagerung auf die Garage eines Nachbarn ausweichen musste. »Ich verstehe nicht, wie es so groß werde...

Italiens erste Frau im Weltall

Die Nachfolgerin von Alexander Gerst ist auf der Raumstation ISS eingetroffen: Die Italienerin Samantha Cristoforetti soll im Weltall viele Experimente des deutschen Astronauten fortsetzen.

ndPlusBarbara Barkhausen, Sydney

Baby überlebt fünftägiges Martyrium

Am Sonntag entdeckten Radfahrer in Sydney ein neugeborenes Baby in einem Abwasserschacht. Zunächst vermutete man, es sei kurz zuvor ausgesetzt worden, doch es lag bereits seit fünf Tagen dort.