Seite 1

Unten links

Ob der Umstand, dass Männer im Stehen pinkeln, diesen einen evolutionstechnischen Vorteil verschafft hat, ist unter Biologen umstritten. Fest steht: Solch zuchtloses Gebaren zählt heute neben Pegida, Mittelspurschleichern und Klimawandel zu den großen Ärgernissen unserer Zeit. Da wurde es höchste Zeit, dass ein Gericht aufgrund der Klage eines Vermieters (der Marmorboden der Toilette war durch ...

Todesfall von Khaled Idris Bahray offenbar aufgeklärt

Dresden. Der Todesfall des Flüchtlings Khaled Idris Bahray scheint aufgeklärt zu sein. Ein Mitbewohner soll den 20-jährigen Asylbewerber aus Eritrea in Dresden vor gut einer Woche umgebracht haben. Gegen den Mann sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, erklärte Jan Hille von der Dresdner Staatsanwaltschaft am Donnerstag in einer Mitteilung. Demnach soll ein Landsmann des Opfers im Verhör ...

Kein Regen in Athen

Das widerspenstige Griechenland profitiert nicht vom Anleihekauf der EZB. Die obersten Währungshüter sind natürlich so schlau, nicht offen auszusprechen, dass sie keine Anleihen von einem Land wollen, dessen Bevölkerung gerade gegen die Herrschaft der Troika aufbegehrt.

SYRIZA auf dem Sprung

Berlin. Der kommende Sonntag wird ein besonderer. Denn bei der Neuwahl des Parlamentes in Griechenland steht mit einem möglichen Wahlsieg für die noch junge Linkspartei SYRIZA eine historische Wende bevor, die Auswirkungen auf ganz Europa haben kann. Deshalb schüren die Konservativen in zahlreichen Ländern bis zum letzten Moment Ängste vor der Partei, die sich in den vergangenen 25 Jahren aus e...

ndPlusOlaf Standke

Granate in Donezk zerstört Friedenshoffnung

Nur Stunden nach Verhandlungsfortschritten in Berlin zerstörte am Donnerstag eine tödliche Granate in Donezk die Hoffnung auf Entspannung im Ukraine-Konflikt wieder. Die Schuld- zuweisungen ließen sich lange auf sich warten.

Seite 2

Hellas wählt

Wer tritt zur Wahl an?Zur Parlamentswahl in Griechenland am kommenden Sonntag treten insgesamt 22 Parteien und Parteibündnisse an. Umfragen zufolge haben acht Parteien die Chance, die Drei-Prozent-Hürde zu überspringen und damit ins Parlament einzuziehen. Diese sind: die Linkspartei SYRIZA, die konservative Nea Dimokratia (ND), die bürgerliche Technokraten-Partei To Potami (Der Fluss), die Panhell...

ndPlusHermannus Pfeiffer

Sofortprogramm und Schuldenschnitt

Der mögliche neue Regierungschef Alexis Tsipras und seine SYRIZA haben große Pläne: Unter anderem wollen sie Steuerhinterziehung eindämmen und fordern eine EU-Schuldenkonferenz.

ndPlusAnke Stefan, Athen

Hoffnung auf Verantwortung

Wenn am Sonntag in Griechenland gewählt wird, geht es nicht nur darum, wer das Land aus der Krise führen soll. Es geht auch um die Zukunft Europas.

Seite 3
Dominic Heilig

Die Zeiten der Spaltung überwunden

Spätestens seit der letzten Parlamentswahl in Hellas im Juni 2012 ist die Linkspartei SYRIZA nicht mehr aus der griechischen Politik wegzudenken. Das verdankt sie nicht zuletzt ihrem Vorsitzenden Alexis Tsipras.

ndPlusGabriele Oertel

»Wir müssen die Chance ergreifen«

Manolis Glezos wird nicht nur zu Hause in Griechenland als Volksheld verehrt. Das zeigte sich am späten Dienstagabend in Berlin bei einer Veranstaltung der LINKEN im Europaparlament.

Seite 4

Berliner »Nebenaußenpolitik«

Als es den folgenschweren Granateinschlag am Freitagmorgen an der Donezker Bushaltestelle noch nicht gegeben hatte, war in der Nacht davor in Berlin von Hoffnung die Rede beim Bundesaußenminister und seinen Amtskollegen aus Frankreich, Russland und der Ukraine. Zum Beweis dessen präsentierte Steinmeier eine Vereinbarung für einen Abzug schwerer Waffen aus der Kampfzone. Keine Mühe zur Entschärf...

Asymetrische Erfahrungswerte

Rückwärts gewandt zu sein - das ist der Gründungsimpuls der Alternative für Deutschland. Wagen sich die Rechtspopulisten über ihr Kernthema »Zurück zur D-Mark« hinaus, verfestigt sich dieser Eindruck rasant.

Deutschland, einig Teilzeitland

Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Demzufolge geht es auch den deutschen Arbeitnehmern gut, schließlich gibt es genug Arbeit für alle. Das zumindest suggerieren die Meldungen über neue Rekorde auf dem Arbeitsmarkt. Noch nie hatten so viele Menschen in der Bundesrepublik einen Arbeitsplatz, heißt es in offiziellen Verlautbarungen.

ndPlusVelten Schäfer

Quertreiber

Nun ist er angekommen in der Heldenstadt. In keinem Bericht über Legida fehlte Jürgen Elsässer, der Politquertreiber aus Berlin. Nachdem er seit Wochen für alles getrommelt hatte, was auf »Gida« endet, hatte er nun seinen Auftritt vor dem »Volk«. Und, wie war es denn nun, Jürgen? Es ist, wie man nach dem Marsch vernimmt, nicht gut gelaufen für den 1957 in Pforzheim geborenen Lehrer, der e...

Wolfgang Storz

Hoch auf dem klapprigen Gaul

Die deutschen Massenmedien haben Glück: Ihre schärfsten Kritiker weisen ihnen mit der »Lügenpresse« den Ausweg, um erneut der Selbstkritik auszuweichen und stockend vor Empörung Verleumdete zu sein: nein, so nicht, wir, Diener der Demokratie, nicht verdient ....

Seite 5

Dialog und Verachtung

Noch immer ringen die Akteure aus der Politik um den richtigen Umgang mit der Pegida-Bewegung. Ungeachtet des Skandals um den am Mittwochabend zurückgetretenen Pegida-Organisatoren Lutz Bachmann plädieren Politiker über die Parteigrenzen hinweg für einen Dialog mit den Anhängern der islamfeindlichen Bewegung. «Wir müssen als Politiker wieder mit den Tausenden Bürgern ins Gespräch kommen, die da...

Michael Bartsch, Dresden

Offene Ventile in Dresden

»Ohne Pegida gäbe es diese Runde nicht«, rief ein bekennender Christ in den Saal des Dresdner Kongresszentrums, und erhielt den längsten Beifall. Die Sächsische Staatsregierung war in der Tat in Zugzwang geraten, nachdem Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) eine Redeeinladung von Pegida ausgeschlagen hatte. Stattdessen wurde wie 1989 zum »Dialog« geblasen. 477 Bürger folgten dem Angebot un...

ndPlusJennifer Stange, Leipzig

Umgekehrtes Kräfteverhältnis

Legida hat am Mittwoch in Leipzig seine eigenen Ziele verfehlt. 60 000 Teilnehmer hatte der rechtsradikale Pegida-Ableger angekündigt, weit weniger waren gekommen.

ndPlusStephan Fischer

»Spaziergang« mit Jagdszenen

Wird »Lügenpresse!« gebrüllt, wird ein »Auf die Fresse!« oft mitgedacht. In Leipzig haben Legida-Anhänger massiv und mehrmals Journalisten attackiert. Die Übergriffe waren geplant und organisiert.

Seite 6
Stephan Fischer

54 Verletzte - und nur ein Haftbefehl

Berlin. Die Zahl der rechts motivierten Straftaten ist im November 2014 auf insgesamt 1002 gestiegen und hat damit einen neuen Höchststand für das vergangene Jahr erreicht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Insgesamt verzeichnet die vorläufige Statistik für das Bundesgebiet 63 Gewalttaten, bei denen 54 Menschen verletzt wu...

Uwe Kalbe

Was soll ein Zuwanderungsgesetz?

»Humankapital« war Unwort des Jahres 2004. Vielleicht ist das der Vorteil der heutigen gegenüber den damaligen Debatten über ein Zuwanderungsgesetz: der Verzicht auf so ungenierte Verwertungsparolen.

Seite 7

Obama offen vorgeführt

Washington. Zwischen Israel und den USA droht offener Streit. Grund ist eine geplante Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress. Die Einladung für den Auftritt am 11. Februar kam vom Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner - ohne das Weiße Haus informiert zu haben.Themen der Rede: Die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm und den radikalen Islam....

Jemenitische Huthi fordern ihre Rechte ein

Sanaa. Mitten im Machtkampf zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der sunnitischen Führung ist der UN-Sondergesandte Jamal Benomar in Jemen eingetroffen. Wie die Nachrichtenagentur Saba am Donnerstag meldete, will er in der Hauptstadt Sanaa mit führenden Vertretern des Staates und der Regierung sowie mit politischen Gruppen über Wege aus der Krise beraten. Ziel sei ein nationaler Dialog, an des...

Roland Etzel

Koalition mit verklärtem Blick

In London trafen sich am Donnerstag Politiker aus 21 Ländern, um Strategien gegen den IS zu entwickeln. Zum Kern des Problems ist man dabei nicht vorgedrungen, hatte wohl auch nicht die Absicht.

ndPlusMartin Hoffmann

Likud von Rechtsaußen in die Mitte

Nationalreligiösen Kräften in Israel gelang es zuletzt immer häufiger, ihre Inhalte ins Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses zu tragen. Daran regt sich Kritik in Israel, auch von unerwarteter Stelle.

Seite 8
ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Frankreich macht mobil gegen den Terrorismus

Zwei Wochen nach dem Blutbad, das Islamisten unter den Karikaturisten von Charlie Hebdo angerichtet haben, beschloss die französische Regierung ein Maßnahmenpaket zum Anti-Terror-Kampf.

Christian Rollmann, Buenos Aires

Ungereimtheiten im »Fall Nisman«

Der mysteriöse Tod eines Staatsanwaltes in Argentinien wirft viele brisante Fragen auf. Es geht um einen blutigen Anschlag vor 21 Jahren und um die Rolle von Staatschefin Cristina Kirchner.

Seite 9

Welle von Beschwerden bei Banken

Berlin. Zehntausende Kunden fordern von ihren Banken die Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite zurück. Allein die privaten Banken schätzen, dass ihr Ombudsmann bis zum Jahreswechsel mehr als 100 000 Eingaben bekam. Auch bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken sind Tausende Fälle in der Schlichtung. Hinzu kommen die Fälle, in denen sich Kunden direkt mit ihrer Bank einigen konnten...

Fabian Lambeck

Jobwunder auf Teilzeitbasis

Ein Volkswirt des gewerkschaftsnahen IMK-Instituts hat die deutsche Erwerbstätigenquote auf Grundlage genauerer EU-Daten korrigiert. Demnach steht Deutschland gar nicht so gut da.

Andreas Knudsen

Mehr färöischer Fisch für Russland

Während die Europäische Union den Handel mit Russland stark eingeschränkt hat, profitieren die Färöer von steigenden Absatzzahlen.

ndPlusSimon Poelchau

EZB geht auf Shoppingtour

Die Inflation in der Eurozone ist derzeit extrem niedrig. So niedrig, dass EZB-Chef Mario Draghi knapp eine Billion Euro frisches Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpt.

Seite 10
Ines Wallrodt

Keine Diskussion mit Geheimdienst

Wochenlang gab es Streit um die Einladung eines Verfassungsschutzmitarbeiters, nun hat die Hans-Böckler-Stiftung das Seminar abgesagt. Nicht aus Überzeugung, sondern weil ein Großteil der Referenten abgesprungen ist. Nach den Absagen sei das Konzept, sich mit der Rolle der Sicherheitsbehörden kritisch auseinanderzusetzen, hinfällig, erklärte ein Sprecher gegenüber »nd«. Ende Februar sollt...

ndPlusDaniel Weidmann

Nur gemeinsam gegen Mobbing

»Union Busting« ist in Deutschland kein Fremdwort mehr. Dank der unermüdlichen Veröffentlichungsarbeit einiger kritischer JournalistInnen ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass sich im letzten Jahrzehnt auch hier eine Zunft gebildet hat, die Unternehmen bei der Bekämpfung von Gewerkschaften und Betriebsratsmitgliedern berät. Da deren Arbeit mit dem Betriebsverfassungsgesetz rechtlich um...

ndPlusJörg Meyer, Magdeburg

Betriebsrat erwartet Entscheidung

Zum Prozess des Betriebsratsvorsitzenden der Enercon-Tochter WEA Service Ost vor dem Magdeburger Arbeitsgericht waren über 150 Menschen gekommen.

Seite 11

Karneval der Kulturen auf gutem Wege

Der Karneval der Kulturen 2015 scheint auf einem guten Weg zu sein. Die beteiligten Gruppen führten in den nächsten Tagen ihre Gespräche fort, teilte die Senatsverwaltung für Integration am Donnerstag mit. »Die Gruppen haben zudem vereinbart, in der kommenden Woche ein weiteres Gespräch mit dem Senat zu führen.« Medienberichte, wonach das traditionelle Fest schon gesichert ist, wurden aber nicht b...

Müller eröffnet Olympische Wochen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) gibt an diesem Freitag am Brandenburger Tor das Startsignal für die Olympischen und Paralympischen Wochen in der Hauptstadt. Berlin hat wie Hamburg sein Interesse an der Ausrichtung der Spiele 2024 oder 2028 bekundet und will nun versuchen, mit Aktivitäten und Veranstaltungen die Zustimmung der Bürger für Olympia zu gewinnen. Den Auftakt zu di...

ndPlusChristin Odoj

Kinder sind 
kein VW-Werk

Dass Kinder unser aller Zukunft sind, wird in jeder Veranstaltung zu bildungspolitischen Themen vorgetragen. Und es stimmt ja auch. Damit ist aber auch ein Anspruch verbunden, den die Praxis des Öfteren als bigott entlarvt. Bildung ist für die Politik schlichtweg ein Kostenfaktor. Was hinten raus kommt, weiß vorher kein Mensch. Die Schule ist nun mal kein VW-Werk. Dass die soziale Herkunft beim...

Martin Kröger

CDU und SPD verschärfen Umgangston

In gegenseitigen Presseerklärungen beharken sich die Koalitionsparteien, so als wären sie nicht gemeinsam in der Regierung, sondern stünden in Opposition zueinander.

ndPlusChristin Odoj

Lernen am Kickertisch

Das Geld ist da, aber die Räume fehlen. Viele Flüchtlingskinder in Berlin müssen darauf warten, zur Schule gehen zu dürfen. Bei vielen dauert es Monate. Ein Beispiel aus Lichtenberg ist exemplarisch.

Ein gelber Stern auf dem Trikot
ndPlusRonny Blaschke

Ein gelber Stern auf dem Trikot

Ein Dokumentarfilm schildert die Geschichte der Fußballliga in Theresienstadt. Jetzt sind die Macher auf Tour durch Deutschland. In sieben Städten stellen sie den Film vor. Dabei machen sie auch Halt in Berlin.

Seite 12

Berichtigung

In der gestrigen Ausgabe ist uns bei der redaktionellen Bearbeitung des Textes über die Adelsfamilie von Ribbeck ein bedauerliches Missgeschick passiert: Hans von Ribbeck wurde im Februar 1945 von den Nazis im KZ Sachsenhausen ermordet. So lautet die vollständige Information, die wir im ursprünglichen Agenturtext ergänzt hatten. Wir danken unseren aufmerksamen Lesern für den Hinweis und bitten um ...

Gärten der Welt verzeichnen Besucherrekord

Die Gärten der Welt können einen Besucherrekord verbuchen. 2014 kamen mehr als 800 000 Interessierte zu der Anlage nach Marzahn. Es waren so viele wie noch nie, teilte die Grün Berlin GmbH am Donnerstag mit. Zu sehen sind etwa ein chinesischer und ein japanischer Garten, ein Labyrinth aus Bäumen oder eine Pflanzung nach Plänen des bekannten Staudenzüchters Karl Foerster (1874 bis 1970).Die Anlage ...

Andreas Fritsche

AfD schwach in Mathe und Deutsch

Vor vier Jahren beschäftigte Brandenburg rund 9000 Polizisten. Jetzt sind es noch 8200. Nach dem Willen der AfD sollten es 8500 sein. Doch das lehnte der Landtag ab.

ndPlusWilfried Neiße

Bodenpreise in sieben Jahren verdreifacht

Die explodierenden Bodenpreise stehen auch in Brandenburg in keinem Verhältnis mehr zum finanziellen Ertrag der Landwirtschaft. Am Mittwoch debattierte der Landtag darüber.

Rainer Balcerowiak

Tegel bekommt mehr Wohnungen

Auf dem Areal des Flughafens Tegel sollten sich schon längst Bagger und Baukräne statt Flugzeuge bewegen. Wegen des verschobenen Umzugs zum BER geht die Nachnutzungsdebatte weiter.

ndPlusWilfried Neiße

Asylgipfel in der Staatskanzlei

Brandenburg rechnet 2015 mit mehr als 7000 Flüchtlingen, und die Zahlen wachsen weiter. Die Regierung will den Kommunen bei Unterbringung und Betreuung helfen.

Seite 13

Witwensitz mit 140 Räumen

Hannover. Touristen auf dem Weg zu den Welfen: Das Schloss Marienburg nahe Hannover ist eine Schlossanlage, die König Georg V. von Hannover von 1858 bis 1869 als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz erbauen ließ. Das romantische Schloss bezaubert durch die abwechslungsreichen Fassaden, variantenreichen Turm- und Dachformen sowie eine prachtvolle Innenausstattung mit 140 Räumen und S...

Wolfspaar bei Dienstfahrt entdeckt

Neustadt-Glewe. Zwei Wölfe sind auf einem Feld bei Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gesichtet worden. Wie das Agrarministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilte, entdeckte am Mittwoch eine Mitarbeiterin der Veterinärbehörde des Landkreises die Tiere während einer Dienstfahrt. Dem Ministerium zufolge ist dies für die Region südöstlich von Neustadt-Glewe der erste sichere Nachweis von ...

Skandalöse Ortsschilder

Berlin. Im thüringischen Sondershausen haben Unbekannte sechs Schilder mit einer ausländerfeindlichen Botschaft am Ortseingang aufgestellt. Darüber berichtete am Donnerstag «Spiegel Online». Auf den Tafeln heißt es: «Liebe Asylschwindler! Bitte flüchten sie weiter, es gibt hier nichts zu wohnen!» Die Polizei vermutet, dass die Schilder in der Nacht zu Dienstag angebracht wurden. Hinweise auf die T...

Bettina Grachtrup, Stuttgart

Südwest-CDU versucht es mal per Tandem

2011 verlor die CDU in Baden-Württemberg nach 58 Regierungsjahren die Macht. Nun soll ein Team die Ablösung von Grün-Rot einleiten: Wolf als Spitzenkandidat, Strobl als Landeschef. Wird das funktionieren?

Michael Bartsch, Dresden

Minister drängen auf Dresdner OB-Posten

Am 7. Juni wird in Dresden der neue OB gewählt. Mit Eva-Maria Stange (SPD) und Markus Ulbig (CDU) wollen gleich zwei amtierende sächsische Minister an die Spitze des Dresdner Rathauses.

Seite 14

Komische Oper ehrt verfolgte Künstler

Mit »Stolpersteinen« will die Komische Oper Berlin an verfolgte Mitarbeiter des früheren Metropol-Theaters erinnern. Für den Sänger Fritz Spira, den Konzertmeister Kuba Reichmann und den Bibliothekar und Theaterdiener Hans Walter Schapira sollen am 30. Januar (unmittelbar vor der Premiere der Neuproduktion der Oscar-Straus-Operette »Eine Frau, die weiß, was sie will!«) die Gedenktafeln vor dem Hau...

Berlinale: Fernsehen im Kino

Die 65. Berlinale reagiert auf den Erfolg aufwendig produzierter TV-Serien: In einer eigenen Reihe zeigt das Filmfestival (5. bis 15.2.) Fernsehserien auf der Kinoleinwand. Mit der US-Produktion »Better Call Saul« feiert auf der Berlinale das Spin-off der Erfolgsserie »Breaking Bad« mit Bob Odenkirk als Anwalt Saul Goodman seine internationale Premiere. Als Weltpremiere sind die ersten Folgen des ...

Chodowieckis und Rodes Turmbewohner

Es sind imposante Stadtmarken in der Mitte Berlins, die beiden Türme des Deutschen und des Französischen Doms. Im Jahre 1780 auf Geheiß Friedrichs II. errichtet, ragen sie 78 Meter hoch in den Himmel über dem Gendarmenmarkt. Erstmals stellt eine Ausstellung in der Alten Nationalgalerie von diesem Freitag an nun die Entwurfszeichnungen der beiden verantwortlichen Künstler gegenüber (bis 12. April)....

Vorwürfe gegen Mohring

Gegen Abgeordnete kann nur ermittelt werden, wenn ihre Immunität vom Landtag aufgehoben wird. Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring muss sich einem solchen Verfahren stellen.

Musikalischer Scherbenhaufen

Das letzte Studioalbum der Politrocker Ton Steine Scherben von 1981 war laut Bassist Kai Sichtermann »eine Explosion an Kreativität« und ein »Fest an Experimentierfreudigkeit«, beflügelt von der »obligatorischen Whisky-Flasche«, Koks, Opium-Tee, LSD und »magischen Pilzen«. Die anschließende Tour brach der Band jedoch finanziell endgültig das Genick - auch weil viele Linke die Gruppe zwar »als poli...

Andreas Gläser

Was macht eigentlich Heintje?

Vor der Rossmannfiliale kommen mir zwei Radfahrer entgegen. Sie sind irgendwas zwischen 14 und 40, wirken durchaus straßentauglich, fahren aber auf dem Fußweg. Ein Bengel und eine Frau, zwei Solisten gegen alle Sicherheitsauflagen.

ndPlusDieter Hanisch, Kiel

Gericht kippt Landesplanung für Windräder

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat den Landesplanern in Schleswig-Holstein eine schwere Schlappe bereitet, indem es die Handhabung zur Ausweisung von Windparkeignungsflächen für nichtig erklärt hat. Elf Kläger aus dem südlichen und mittleren Teil des Bundeslandes konnten einen Erfolg feiern, der Auswirkungen auf alle entsprechenden Planungen hat. Nun herrscht bei Windkraftinvestoren und -bet...

Hermannus Pfeiffer, Hamburg

Die Chinesen sind da

Mehr als 500 Firmen aus China sind in Hamburg und von Hamburg aus aktiv. Jetzt machte ein Verband der chinesischen Marine in der Hansestadt fest, auch ein Senatsempfang steht auf der Agenda.

Thomas Blum

Wir wollen mehr Missgeburten!

Als Musik galt in der alten Bundesrepublik der 70er Jahre lange Zeit entweder, was in Papas Plattensammlung war (»Oh du schöner Westerwald«), oder das, was Manfred Sexauer im »Musikladen« oder Ilja Richter in »Disco« versendeten: synchron tanzende Soulsängerinnen in kurzen Goldlamé-Kleidchen, die ihre Lippen synchron zum Playback bewegten, oder unbeholfen und wenig ansehnlich umherstolpernde vollb...

Seite 15

»Alle fünf Sparten!«

Der künftige Generalintendant des Anhaltischen Theaters, Johannes Weigand, lehnt Einsparungen ab. Die fünf Sparten des Hauses müssten erhalten bleiben, sagte der 48-Jährige der »Mitteldeutschen Zeitung« (Donnerstag). Ein reines Musiktheater interessiere ihn nicht. Es komme ihm auf ein Zusammenspiel aller Sparten an. Im Mai wolle er dafür seinen Spielplan vorstellen. Weigand tritt im August die Nac...

Land will sich Portigon-Kunst sichern

Die rot-grüne Landesregierung von NRW will die vom Verkauf bedrohte Kunstsammlung der WestLB-Nachfolgerin Portigon für Nordrhein-Westfalen sichern. Das kündigte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) in einer Vorlage an den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages an. Der Ausschuss kam am Donnerstag zusammen.Etwa 150 Werke der Sammlung gelten als hochwertig. Dazu gehören Werke von August ...

Hans Brinkmann

Als Inhalt gähnt die Leere

Dumme Künstler, die es reichlich gibt, begreifen das Dilemma der Gesellschaft, in der sie sich befinden, als Problem anderer Leute. Undumme Künstler haben es am eigenen Leib erfahren, bevor sie sich an die Lösung machen.

ndPlusStefan Amzoll

Aller Unsinn hat Sinn

Das 1893 in Paris uraufgeführte symbolistische Stück «Pelléas et Mélisande» stammt von dem belgischen Dichter Maurice Maeterlinck. Die Dichtung ist «von wunderbarstem Duft», eine Sprache voller Rätsel, geheimer Andeutungen, luftiger Schwebungen. Die Beziehungen der Liebe arbeiten darin nach dem Behuf einer Spinne, die ihre Netze über die äußerlichen Begebenheiten webt und das Reale, Gewohnheitsmäß...

Seite 16

Schalom und Alefbet

Schalom und Alefbet Die ab Oktober 1941 begonnene systematisch Deportation von Juden durch die Gestapo und deren willfährige Helfer aus Berlin machte auch vor den Kindern und Jugendlichen der Jüdischen Mittelschule in Berlin keinen Halt: Bereits im Oktober 1941 fielen die gerade einmal 13-jährigen Mädchen der 7. Klassenstufe Brigitte Ury und Brigitte Glaser dem rassistischen Verfolgungswa...

ndPlusKurt Pätzold

Der Massenmörder aus der zweiten Reihe

Sein Name ist mit dem Blut von Millionen Menschen in die Geschichte des beispiellosen Verbrechens eingeschrieben, das die deutschen Faschisten ins Werk setzten. Odilo Globocnik gehört mit mehreren seiner Landsleute hinter Reinhard Heydrich, Ernst Kaltenbrunner und Adolf Eichmann in die nicht so lange zweite Reihe der Judenmörder. Trotz seiner hervorstechenden Rolle vergingen nach seinem Suizid im ...

Johanna Reinicke

War es wirklich vorbei?

Viele seiner Fotos hat die Welt schon gesehen. Dem Fotografen Wilhelm Brasse, im August 1940 als Häftling mit der Nummer 3444 nach Auschwitz deportiert, hat sein Beruf das Leben gerettet. Als Sohn eines Österreichers und einer Polin hatte er sich geweigert, in die deutsche Wehrmacht einzutreten, die 1939 sein Land überfallen hatte. Er hatte vielmehr versucht, sich zu den »polnischen Streitkräft...

Seite 17
Jürgen Amendt

»Je suis Raif Badawi«

Wo bleibt die Kampagne «Je suis Raif Badawi?» Der saudi-arabische Blogger soll Freitag die zweiten 50 Peitschenhiebe erhalten; insgesamt wurde der Internet-Autor zu 1000 Peitschenhieben verurteilt - eine Hinrichtung auf Raten.

ndPlusRobert D. Meyer

Großvater Erklärbär

Er ist der gutmütige Erklärbär, der geruhsame Großvater, den die Pädagogen am Anfang seiner Karriere argwöhnisch beäugten. "Die Sendung mit der Maus" wäre ohne Armin Meiwald eine andere, an diesem Freitag wird er 75 Jahre.

Seite 18

Glitzerndes Boston

Im Kampf um die Olympischen Spiele 2024 setzt Boston auf Kompaktheit, Nachhaltigkeit und historische Wettkampfstätten. Das geht aus den Hochglanzplänen hervor, die die Organisatoren der Bostoner Bewerbung am Mittwoch (Ortszeit) öffentlich machten. Mit diesen Unterlagen hatte sich die Hauptstadt von Massachusetts national gegen Los Angeles, San Francisco und Washington durchgesetzt.»Diese Spiele si...

Alexander Ludewig

HSV liefert sich Investor aus

Die erste Sturmflut hat Hamburg Anfang des Jahres überstanden, die Pegelstände von Alster und Elbe zeigen längst wieder Normalwerte. Dem HSV steht das Wasser dennoch bis zum Hals - nicht nur sportlich. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Investor Klaus-Michael Kühne nun doch als Gesellschafter in die Fußball AG des Hamburger SV einsteigt. Ende vergangenen Jahres klang Kühne noch so: »Ich ha...

Alexander Ludewig

F.C. Hansa rettet Lizenz

Sportlich und finanziell angeschlagen rettet der Hansa Rostock die Lizenzvergabe und schließt die Liquiditätslücke durch den Verkauf zweier wichtiger Leistungsträger. Das könnte sich sportlich auswirken.

ndPlusFrank Hellmann, Frankfurt am Main

Bundesliga feiert Geldregen

Die Fußball-Bundesliga setzt mehr als zwei Milliarden Euro jährlich um. Die Gewinne, vor allem aus den Fernsehverträgen, werden dabei immer größer. Doch nicht alle Vereine profitieren gleichermaßen von dem Boom.

Seite 19

HSV liefert sich Investor aus

Die erste Sturmflut hat Hamburg Anfang des Jahres überstanden, die Pegelstände von Alster und Elbe zeigen längst wieder Normalwerte. Dem HSV steht das Wasser dennoch bis zum Hals - nicht nur sportlich. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Investor Klaus-Michael Kühne nun doch als Gesellschafter in die Fußball AG des Hamburger SV einsteigt.

Thomas Wolfer

Simon Schempp siegt auch in Atholz

Simon Schempp startet eine Siegesserie. Nach dem Erfolg in Ruhpolding war der Uhinger auch beim Auftakt des Biathlonweltcups von Antholz nicht zu schlagen.Von Thomas Wolfer, AntholzAls Simon Schempp nach dem vierten Weltcupsieg seiner Karriere auf dem Siegertreppchen gefeiert wurde, konnte der neue Star der deutschen Biathleten sein Glück kaum fassen. »Das ist wie im Traum, die letzten drei Rennen...

ndPlusJohn Malamatinas

Kick mit Volksküche und Flyer

Sie hatten genug vom alltäglichen Rassismus auf den Zuschauertribünen in den Stadien, von Korruption und von Kommerz im griechischen Fußball. Also gründeten junge Athener ihre eigene Liga - die Antifa League.

Seite 20
ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Notstand am Baikalsee

Russische Umweltschützer schlagen Alarm. Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen lassen den Baikalsee immer weiter schrumpfen. Eine ganze Region steht damit vor dem ökologischen Kollaps.