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UNTEN LINKS

Nach der jüngsten Flugzeugkatastrophe plant Airbus, alle Maschinen mit auswerfbaren Flugdatenschreibern auszustatten. Ein Schleudersitz für die Blackbox also. Damit ist die Chance auf einen Neubeginn vertan, ein kurzer Augenblick der Hoffnung geht zu Ende. Das wäre die Lösung gewesen! Schleudersitze für alle Insassen! Kurz vor dem Aufprall öffnen sich die Fenster, und alle Passagiere fliegen lä...

Mordanklage gegen US-Beamten wegen tödlicher Schüsse

Washington. Ein neuer Fall von Polizeigewalt erschüttert die USA: Im Bundesstaat South Carolina ist ein weißer Polizist wegen Mordes angeklagt worden, weil er bei einer Verkehrskontrolle einen unbewaffneten Schwarzen erschossen haben soll. Wie aus am Dienstag veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht, wird dem 33-jährigen Beamten Michael Slager vorgeworfen, dem fliehenden Walter Scott »meh...

Lebenslänglich für Mord in Srebrenica

Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat einen bosnisch-serbischen Ex-General zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Völkermord in Srebrenica gilt als das schlimmste Massaker in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

Klaus Joachim Herrmann

Letzte Instanz

8000 muslimische Jungen und Männer wurden 1995 in Srebrenica getötet. Ein Urteil macht Untaten nicht ungeschehen. Aber es bewertet sie, benennt Schuld, Schuldige und deren Strafmaß.

Facebook verliert Freunde

Berlin. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will beim Internetriesen Google schärfere Datenschutzstandards durchsetzen. Wie Caspars Behörde am Mittwoch mitteilte, hat sie jetzt einen Widerspruch des Unternehmens gegen eine von ihr erlassene Anordnung zurückgewiesen. Demnach konnte sich Google nur mit einigen »rechtsförmlichen Einwänden« durchsetzen, muss die geforderten Nachbes...

ndPlusHendrik Lasch

Gefährlicher als die Trauermarsch-Nazis

Wohin steuert Pegida? Mit einem Auftritt des niederländischen Islamhassers Geert Wilders strebt Pegida in Dresden nach europäischer Vernetzung. Doch der Auftritt könnte auf breiten Widerstand stoßen.

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Die Werbung bringt das Geld

Schon beim Vorläufer von Facebook war laxer Umgang mit Datenschutz der Geburtsfehler: Auf der von einigen Harvard-Studenten um Mark Zuckerberg 2003 als Macho-Spielerei entwickelten Website facemash.com wurden Fotos von Studentinnen ohne deren Erlaubnis ins Internet gestellt. Wegen heftiger Proteste wurde das öffentliche Bewertungssystem nach wenigen Tagen eingestellt. Das im Jahr danach g...

Manfred Maurer, Wien, und Kurt Stenger

Mutmacher im Kampf für mehr Datenschutz

Er gehört zu den profiliertesten Kämpfern für mehr Datenschutz in Europa: Max Schrems. Dafür wurde er schon vielfach ausgezeichnet.

ndPlusFabian Köhler

Facebooks Sammelwut vor Gericht

Nicht erst seit den Enthüllungen Edward Snowdens ist Facebook für viele zum Inbegriff privater Datenspionage geworden. Ein Österreicher will das mit einer Schadenersatzklage nun ändern.

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Krieg der Sanktionen

Kiew. Mit dem alarmierenden Ruf, dass in der Ostukraine mehr als eine Million Menschen um ihre Rente gebracht werden, machten die Chefs der »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, auf international bislang wenig beachtete Sanktionen aufmerksam. Dabei handelt es sich um die spätestens seit November 2014 von der Zentralmacht in Kiew auch offiziell verhän...

ndPlusUlrich Heyden, Donezk

Ostern in Donezk unter fernem Grollen

Igor hat Freunde und Verwandte nach Donezk zum Grillen eingeladen. Sie kommen aus dem Teil der Region, der von den ukrainischen Truppen kontrolliert wird.

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Simon Poelchau

Endliche Geschäftsgrundlage

Ist eine Branche in der Krise, findet fast zwangsläufig eine Marktbereinigung statt. Die schwachen Unternehmen gehen entweder unter oder werden von den starken geschluckt. So wie jetzt bei BP und Shell.

René Heilig

Urteil für mehr Menschlichkeit

Nach den Prügelorgien gegen Globalisierungsgegner bekam der italienische Staat das Urteil zugestellt: Wer Staatsbüttel losschickt, um Menschen zu foltern, begeht ein Verbrechen. Das aber gilt auch für andere europäische Länder.

Uwe Sattler

Wer braucht schon Europa?

Europa wirbt um die Türkei. Als »einer der wichtigsten Partner Europas« bezeichnet Martin Schulz das Land. Dabei braucht die Türkei schon lange nicht mehr Europa. Europa braucht die Türkei.

ndPlusMax Boehnel, New York

Rechter Rahmbo

Der alte Bürgermeister der drittgrößten US-Metropole Chicago ist seit der Stichwahl am Dienstag auch der neue: Rahm Emanuel. Mit 56 Prozent setzte sich der Apparatschik gehen einen Linksliberalen in der Demokratischen Partei durch. »Rahmbo«, wie Emanuel nicht nur wegen seines losen Mundwerks genannt wird, ist eine Schlüsselfigur im rechten Parteiflügel der Demokraten. Zu Beginn von US-Prä...

Cornelia Ernst

Das Geschäft mit der Zukunft

Bei einem Besuch der USA werden die Unterschiede zu Europa dramatisch bewusst: Die Geheimdienste haben eine Allmacht erhalten, die jetzt durch Gesetze kaum noch gezügelt werden kann. Doch auch in Europa werden Daten gesammelt.

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Hessen greift bei Kommunen durch

Frankfurt am Main. Die hessische Landesregierung will den Kommunen des Landes spekulative Finanzgeschäfte untersagen. Ein entsprechendes Gesetz sei derzeit »im Beratungsverfahren«, sagte ein Sprecher des hessischen Innenministeriums am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit einen Bericht der »Frankfurter Rundschau«, wollte sich aber nicht zu Details äußern. Noch vo...

Folke Havekost, Hamburg

Mehr Fahrräder, weniger Frauen

Punktsieg für die SPD: Der gestern vorgestellte Koalitionsvertrag ändert die bisherige sozialdemokratische Alleinregierungspolitik allenfalls in wenigen Nuancen. Für die Flüchtlingsgruppe Lampedusa heißt das nichts Gutes.

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Saudi-Arabien verlangt UN-Unterstützung

Saudi-Arabien hat über Jordanien im UN-Sicherheitsrat einen Antrag zur Verurteilung der Huthis in Jemen einbringen lassen. Die USA haben dem Königshaus weitere Waffenlieferungen zugesagt.

Fabian Lambeck

»Derzeit nicht sichtbar«

Weil die Journalisten eines linken Magazins Fotos einer Geiselnahme in Istanbul veröffentlichten, blockierte Facebook die Seite. Der Fall zeigt, wie bereitwillig der Internetkonzern Zensurwünschen folgt.

ndPlusRené Heilig

Mit Lizenzen zum Töten

Unlängst galt Jemen noch als Beispiel dafür, wie erfolgreich die USA Terrorismus bekämpfen können. Nun wurde daraus ein regionaler Krieg, der auch mit deutschen Waffen geführt wird.

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Kampf gegen Ebola bleibt aktuell

Accra. Der Ebolabeauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner, hat davor gewarnt, angesichts der abklingenden Epidemie in Westafrika im Engagement nachzulassen. »Natürlich sehen wir Licht am Ende des Tunnel. Aber die letzte Meile ist noch sehr holprig«, sagte Lindner. »Da kann es durchaus noch Rückfälle geben. «Einige Zahlen seien zwar wieder angestiegen. Aber im Vergleich zu den Horror...

ndPlusAnne Gonschorek, Kapstadt

Kenia fürchtet die Teilung

Kenias Nordosten ist seit der Kolonialzeit politisch und wirtschaftlich benachteiligt. Nun beansprucht die islamistische Al-Shabaab-Miliz die Region für sich. Eine Teilung des Landes wird befürchtet.

Chile hat sein Versprechen gebrochen

Bolivien geht nach Den Haag zum Internationalen Gerichtshof, wo es gegen Chile auf einen Meereszugang klagt. Was fordert Bolivien? Im internationalen Recht gibt es zwei wichtige Grundsätze. Einer ist die Pflicht zu Verhandlungen, jeder aggressiven oder kriegerischen Handlung vorangestellt, so schreiben es die Vereinten Nationen vor. Worauf Bolivien hier abhebt, sind zweitens die einseitig...

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FN bricht mit Le Pen

Frankreichs rechtsextreme Front National will ihren Gründer Jean-Marie Le Pen politisch kaltstellen. »Vollständig und definitiv« soll es diesmal sein. Das verlangt die Parteichefin - seine Tochter.

Anna Maldini, Rom

Folterer sollen nicht wieder davonkommen

»Es ist eine gute Nachricht.« Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das brutale Vorgehen italienischer Polizisten am Rande des G8-Gipfels 2001 in Genua als Folter gewertet.

Ralf Klingsieck, Paris

Wenn der Laizismus zum Deckmantel wird

Nicht nur die rechtsradikale Front National, auch Sarkozys UMP versucht, den verfassungsrechtlich verankerten Laizismus in Frankreich für eigene politische Ziele zu instrumentalisieren.

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Das Gift aus dem Kohlekraftwerk

Hamburg. Die Umweltorganisation Greenpeace wirft der Koalition vor, nicht genug über Gesundheitsrisiken durch Kohlekraftwerke aufzuklären. 81 Prozent der Deutschen wüssten nicht, dass Braunkohlekraftwerke giftiges Quecksilber ausstießen, berichteten die Umweltschützer am Mittwoch unter Berufung auf eine Umfrage. Die Kraftwerke seien für die Hälfte der deutschen Quecksilberemissionen verantwortl...

Haidy Damm

TTIP in Deutschland besonders unbeliebt

In vielen europäischen Ländern wird weniger über das geplante Freihandelsabkommen EU-USA diskutiert als in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage. Kritik gibt es aber fast überall.

Simon Poelchau

Shell will BG Group schlucken

Der Ölpreis hat sich in den vergangenen Monaten halbiert. Für die Ölkonzerne ist dies ein ernsthaftes Problem, das Shell nun mit einer Übernahme lösen will.

ndPlusSusanne Ehlerding

Vor Paris ist nach Paris

Nur wenige Staaten haben bisher mitgeteilt, um wie viel der Ausstoß von Kohlendioxid gesenkt werden soll. Hoffnung machen Maßnahmen in den Schwellenländern. doch es bleibt viel zu tun.

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Das Leiden als industrielles Produkt

Berlin. Burnout, chronische Migräne, Wechseljahre des Mannes - werden mit diesen Beschwerdebildern tatsächlich Krankheiten erfasst oder neue Krankheiten frei erfunden? Werden soziale Probleme zu Krankheiten umgedeutet? Über den Drahtseilakt zwischen überflüssiger Medikalisierung und notwendiger Therapie diskutierte kürzlich der Deutsche Ethikrat auf einer Veranstaltung der Reihe »Forum Bioethik« i...

ndPlusMartin Koch

Fehlalarm im Immunsystem

Sie sind zwar nicht ansteckend, dennoch breiten sie sich in den Industriestaaten epidemieartig aus: Allergien. Warum das so ist, diskutiert die Wissenschaft kontrovers.

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Mehr Diebstahl in Berlin

Angesichts der extrem gestiegenen Zahl von Taschendiebstählen in Berlin hat die Polizei Tipps zum Schutz vor Dieben gegeben. Im vergangenen Jahr waren deutlich mehr Taschendiebstähle registriert worden - insgesamt wurden der Polizei rund 32 000 Fälle gemeldet. Das waren nach Angaben der Behörde etwa 11 000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Man solle besonders darauf achten, dass Wertgegenstände imm...

ndPlusMartin Kröger

Henkels Wille fehlt

Brandanschläge, Bedrohungen und Schmierereien. Viele Politiker stellen gar keine Strafanzeige mehr, wenn sie an ihrem Wahlkreisbüro etwa einen Aufkleber der rechtsextremen NPD entdecken. Es wird sowieso nie jemand geschnappt. Das zeigt auch die jetzt vorgelegte Statistik der Innenverwaltung zu Anschlägen. Wie weit das Ausmaß der Bedrohungen gediehen ist, belegt auch das Beispiel Treptow-Köpenic...

25 000 zum 1. Mai erwartet

Der Arbeiterkampftag in Berlin ist in den vergangenen Jahren immer mehr befriedet worden. Mit ihrem Konzept »der ausgestreckten Hand« verbucht die Polizei das als Erfolg für sich.

ndPlusChristian Baron

Sparkurs wird gehalten

Ein positives Jahresergebnis konnte Vivantes-Geschäftsführerin Andrea Grebe am Mittwoch präsentieren. Die Personalkosten will sie durch Ausgliederung von Service-Leistungen dennoch reduzieren.

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Frau stirbt nach Kollision mit Lok

Nach der Kollision einer Rangierlok mit einem Auto in Köpenick ist in der Nacht zum Mittwoch eine 29-jährige Frau an ihren schweren Verletzungen gestorben. Der Wagen mitsamt der Fahrerin stand laut Bundespolizei zwischen den Bahnhöfen Friedrichshagen und Rahnsdorf quer auf den Schienen, als die Diesellok näher kam. Nach Ermittlungen der Polizei müsse von einer Suizid-Absicht der Berlinerin ausgega...

Betriebe mit Umsatzplus

Die Berliner Industriebetriebe haben ihren Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert. Firmen mit 50 oder mehr Beschäftigten erwirtschafteten zusammen rund 22,3 Milliarden Euro, wie aus der Antwort der Senatsverwaltung für Wirtschaft auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Damit lagen sie 2,66 Prozent über dem Vorjahreswert, aber noch immer unter dem Niveau von 2011. Den größten Teil des Umsat...

ndPlusTomas Morgenstern

Eine Million Blüten entlang der Havel

In neun Tagen öffnet die Bundesgartenschau 2015 an fünf Standorten entlang der Havel, sie soll bis Oktober 1,5 Millionen Besucher für die bundesweit bislang wenig bekannte Region begeistern.

ndPlusSteffi Bey

Futter aus der Schüttelbox

Was Tolles entsteht, wenn Reste verwertet werden, ist im Affenhaus in Friedrichsfelde zu sehen: Mit viel Liebe und vor allem handwerklichem Geschick gestalten Tierpfleger die Innenanlagen naturnah.

Andreas Fritsche

Kein Ort für Flüchtlingsfeinde

Die rechte Gruppierung »Frankfurt (Oder) wehrt sich« will erneut gegen die Asylpolitik protestieren. Ein antirassistisches Bündnis möchte sich der Hetze entgegenstellen.

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Wo die Elbe endet

Cuxhaven. Spaziergänger besteigen das Fundament der sogenannten Kugelbake im niedersächsischen Cuxhaven. Geographisch endet hier die Elbe - es beginnt die Nordsee. Aus nautischer Sicht trennt die 30 Meter hohe Kugelbake Außen- und Unterelbe, die Elbmündung hat auf Höhe des Seezeichens eine Breite von etwa 18 Kilometern. Nicht zuletzt markiert die Kugelbake den nördlichsten Punkt Niedersachsens....

Polizeiruf wird zentralisiert

Wiesbaden. Der Polizei-Notruf 110 wird in Hessen zentralisiert. Die Anrufe sollen nur noch bei sieben zentralen Leitstellen eingehen statt wie bisher an 65 Standorten. Das teilte das Innenministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit und bestätigte damit einen Bericht des Hessischen Rundfunks. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht für die Zentralisierung keine Notwendigkeit. GdP-Landeschef Andrea...

Thüringen meldet Steuer-Rekord

Erfurt. Die gute Konjunktur und der die Entwicklung am Arbeitsmarkt haben Thüringen 2014 Rekord-Steuereinnahmen beschert. Insgesamt flossen 5,94 Milliarden Euro in die Kassen der Finanzämter. Das waren rund 182 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor und der höchste Wert seit der Wiedervereinigung, wie Landesfinanzministerin Heike Taubert (SPD) in Erfurt mitteilte. »Wir haben eine gute wirtschaft...

ndPlusTomas Morgenstern

Eine Million Blüten entlang der Havel

In neun Tagen öffnet die Bundesgartenschau 2015 an fünf Standorten entlang der Havel, sie soll bis Oktober 1,5 Millionen Besucher für die bundesweit bislang wenig bekannte Region begeistern.

ndPlusAndreas Fritsche

Kein Ort für Flüchtlingsfeinde

Die rechte Gruppierung »Frankfurt (Oder) wehrt sich« will erneut gegen die Asylpolitik protestieren. Ein antirassistisches Bündnis möchte sich der Hetze entgegenstellen.

Folke Havekost, Hamburg

Die Falken machen sich startklar

Im Juni 2014 entstand aus den Reihen der HSV-Fans ein alternativer Fußballverein. In diesem Sommer will die Hamburger Truppe in der Kreisklasse starten, mittelfristig ist die Oberliga anvisiert.

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ndPlusHans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Bürgervotum als Bremse bei Privatisierung

Auch wenn Privatisierungen öffentlicher Einrichtungen inzwischen deutlich unpopulärer sind als noch vor zehn, fünfzehn Jahren und Beispiele für erfolgreiche Rekommunalisierungen bundesweit aufhorchen lassen, hält der Privatisierungsdruck in vielen Kommunen an. Intensive Lobbyarbeit und von der »Schuldenbremse« ausgehende Auflagen sind ein Grund, hinzu kommt die Unterfinanzierung von Gemeinden, Stä...

Iris Leithold, Schlagsdorf

Die Pampa ruft

Wer Nandus in freier Flur beobachten will, muss nicht nach Südamerika fliegen. In Deutschlands Norden fühlen sich über 100 wild lebende Nandus wohl. Die Riesenvögel haben aber nicht nur Freunde.

Jörg Schurig, Stolpen

Abserviert nach Burg Stolpen - für 49 Jahre

250 Jahre ist es her, dass Gräfin Cosel, Mätresse von August dem Starken, auf der sächsischen Burg Stolpen in Sachsen in der Verbannung starb. Nun ist ihr dort eine neue Dauerausstellung gewidmet.

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Abschied in München

Rund zwei Wochen nach seinem Tod können die Münchner Abschied von Regisseur Helmut Dietl nehmen. An diesem Sonntag (12. April) soll es eine Trauerzeremonie in der Aussegnungshalle des Münchner Nordfriedhofs geben. Von 10 bis 14 Uhr soll ein Kondolenzbuch neben dem mit Blumen geschmückten Sarg des Filmemachers ausliegen. Die Beisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Künstlerfriedhof im...

1700 Jahre alte Münzen

Ein 8,5 Kilo schwerer Münzschatz aus der Spätantike ist seit Mittwoch im Museum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Bonn zu sehen. Die Ausstellung zeigt 859 versilberte Bronzemünzen, die nach Angaben des Museums im 3. Jahrhundert in einer Münzstätte in Trier geprägt wurden. Auf den Geldstücken seien noch deutlich die Abbildungen der vier Hierarchen zu erkennen, die als römische Vierkais...

ndPlusTobias Riegel

Der Seher aus Königsbronn

Georg Elser nutzte für die Vorbereitung seines Sprengstoffattentats auf Adolf Hitler und andere Naziführer Kraft, Ausdauer und Genauigkeit. Dennoch misslang der Anschlag. Ein Film begibt sich auf Spurensuche.

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ndPlusJennifer Munro

Lyrik »vom Leben«

Bis zu einem gewissen Grad ist Lyrik Geschmackssache. Aber wenn sie gelungen ist, kann man sich darüber freuen, darüber nachdenken, sich darauf einlassen. So ging es mir bei Wolfgang Bittners neuem Gedichtband »Südlich von mir«. Er bietet eine unverkennbar eigene Form von Naturlyrik voller hintergründiger Symbolik als auch beeindruckende politische Gedichte.Bezüge zu Orten oder Landschaften sind i...

Irmtraud Gutschke

»Gläsern flimmernde, unwirklich klare Luft«

Wo findet man noch Prosa, die so im Schweben bleibt? Wer wagt es noch, Lesern gegenüberzutreten, ohne zugespitzte Konflikte und Pointen in der Tasche zu haben? Was verbindet Hanns Zischler, Schauspieler, Fotograf, Publizist, mit dem jungen Mädchen Elsa, die Mitte der 50er Jahre mit ihrem Vater aus Dresden nach Bayern kam? Woraus kam der Anstoß für seinen ersten literarischen Text? Nicht von ungefä...

Alfons Huckebrink

Der Teufel als Autostopper

Gerade in kurzen und sehr kurzen Texten mag die Maxime, die Walter Benjamin in seinen »Dreizehn Thesen« zur Technik des Schriftstellers formulierte, besondere Gültigkeit erhalten: »Die Rede erobert den Gedanken, aber die Schrift beherrscht ihn.« Ein Anspruch an die Schriftform, der sich besonders streng im Paradoxon erweisen muss. In Sätzen wie diesem: »In Gelsenkirchen ist die Natur das Unnatü...

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Drama in Bolivien

Regisseur Werner Herzog (72) beginnt in den kommenden Tagen mit dem Dreh seines neuen Dramas »Salt and Fire« mit Veronica Ferres in der Hauptrolle. Dazu kam der Regisseur am Dienstag nach Bolivien, wie das Kulturministerium mitteilte. Der Thriller werde demnach hauptsächlich in Uyuni, der größten Salzwüste der Welt, im Süden des Landes gedreht. Das auf einer Kurzgeschichte des US-Amerikan...

Engagement für den Frieden

Das Frauenmuseum in Bonn erinnert mit einer Sonderausstellung an das Engagement von Frauen für Frieden in Europa. Anlass sei die Internationale Friedenskonferenz sozialistischer Frauen von Bern sowie der Internationale Frauenfriedenskongress von Frauenrechtlerinnen in Den Haag vor 100 Jahren, teilte das Museum am Mittwoch mit. Vom 19. April bis 1. November gehe es in einem historischen und eine...

Streit um die neue Welt

Über Umbrüche in der Astronomie und Veränderungen des Weltmodells im frühen Protestantismus informiert von Samstag an eine Ausstellung der Forschungsbibliothek Gotha im Schloss Friedenstein. Unter dem Motto »Himmelsspektakel« werde der Konflikt zwischen Religion und Naturwissenschaft um ein das neue Weltbild nachgezeichnet, sagte Kurator Sascha Salatowsky am Mittwoch. Dazu werden rund 45 Handsc...

ndPlusMonika Melchert

»Nesthäkchen« half ihr nicht

Den Namen Nesthäkchen als Figur in Mädchenbüchern kennt jeder, der Name der Autorin Else Ury ist manchem kein Begriff. Die Berlinerin (1877-1943) war eine Bestsellerautorin mit fast sieben Millionen Gesamtauflage ihrer Bücher. Allein die zehn Bände der »Nesthäkchen«-Serie, erschienen zwischen 1913 und 1925, brachten ihr so viel Popularität und finanziellen Wohlstand, dass ein glückliches und un...

ndPlusSabine Neubert

Bis zum bitteren Ende

Es liegt nahe, den Lebensweg Dietrich Bonhoeffers, des berühmten Theologen und Widerständlers gegen das Nazi-Regime, von seinem Tod her zu lesen. Eine neue Biografie versucht genau das.

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Cobain: Montage of Heck

Regie: Brett Morgen. 20 Jahre nach seinem Suizid nähert sich der Film Nirwana-Frontmann Kurt Cobain. Als erster Filmemacher erhielt Brett Morgen für dieses Projekt die volle Autorisierung der Cobain-Familie sowie uneingeschränkten Zugriff auf umfangreiches Archiv-Material. Die nach einem Mixtape von Kurt Cobain benannte Dokumentation zeichnet den Weg von einer behüteten Kindheit in Aberdeen übe...

ndPlusCaroline M. Buck

Scharfzüngige Schmerzensmutter

Jennifer Aniston, die als hibbelige, verwöhnte Rachel Green aus »Friends« berühmt wurde, einer US-Fernsehfigur, die zu den beliebtesten TV-Figuren aller Zeiten gehört, legt gut zehn Jahre nach dem Ende der Sitcom erneut Beweis dafür ab, dass sie mehr kann als nur jedermanns Liebling spielen. In »Cake« gibt sie eine Mater Dolorosa mit strähnigen Haaren, steilen Stirnfalten und schmerzgebeu...

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ndPlusOliver Kern

Die Geschichte macht nervös

Für die Basketballer von Alba Berlin beginnen an diesem Donnerstag die wohl wichtigsten vier Tage der Saison. Dem letzten Gruppenspiel in der Euroleague, in dem gegen Maccabi Tel Aviv der Einzug unter die besten Acht Europas möglich ist, folgt zwei Tage später das Halbfinale im Pokal - und am Sonntag vielleicht das Finale. Vor allem dem Duell mit den Israelis vor Heimpublikum fiebern Albas Spie...

ndPlusGünter Bork, Dortmund

Der Dortmunder Weg nach Europa wird immer kürzer

Borussia Dortmund wahrte die Chance auf einen Titel. Nach dem 3:2 in der Verlängerung im Pokal-Viertelfinale über Hoffenheim träumt Matchwinner Sebastian Kehl vom glanzvollen Ende seiner Karriere.

ndPlusTom Mustroph, Cremona

Zum Betrügen reichen ein paar Bälle

Es gibt klare Betrugsmuster im Tennis. Doch der weiße Sport wehrt sich noch, Verträge mit Überwachungsspezialisten abzuschließen, die den Wettmarkt beobachten.

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ndPlusRené Heilig

Schwarzer Rauch über der «Orjol»

Bei Reparaturarbeiten in einer Werft in Sewerodwinsk war am Dienstag ein Feuer an Bord eines russischen Atom-U-Bootes ausgebrochen. Russlands Marinerüstung kommt somit ins Stocken.

Detlef D. Pries

Brückenschlag bei Neak Luong

In Kambodscha wurde jetzt die längste Brücke über den Mekong eingeweiht. Sie erleichtert den Weg vom Süden Vietnams nach Phnom Penh erheblich.

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»Etwas, das auf ein ganz anderes Morgen zielt«

Acht Mal ist von »Zukunft« im Programm der Linkspartei die Rede. Die gesellschaftliche Linke war einmal eine von Fortschrittsoptimismus beseelte Bewegung. Man versprach sich etwas von dem Morgen. Wo ist das geblieben?