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UNTEN LINKS

Mit dem Glückwunsch von Bayerns Ex-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber an Angela Merkel zum 15-jährigen Jubiläum als CDU-Chefin wurde das Rätselraten um das legendäre Wolfratshauser Frühstück 2002 neu entfacht. »Viel gegessen haben wir dabei nicht«, erklärte Stoiber jetzt in der »Bild«-Zeitung unter Bezug auf das damalige Gerangel am Küchentisch um die K-Frage in der Union. Eine überraschende We...

Außenminister verhandeln über Ukraine

Berlin. Eine Entschärfung des Konfliktes in der Ostukraine sollte laut Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Abend in Berlin vorangebracht werden. Gemeldet wurde aber auch ein Wiederaufflammen »intensiver Gefechte nahe Donezk und Schirokin«. Unmittelbar vor einem Treffen der Außenminister aus Russland, der Ukraine, Frankreich und Deutschland sagte Steinmeiers Sprecher Martin Schäfer...

800 000 Kinder sind in Nigeria auf der Flucht

Köln. Rund 800 000 Kinder sind nach UN-Angaben in Nigeria auf der Flucht vor dem Konflikt mit der Islamistengruppe Boko Haram. In einem Jahr habe sich die Zahl der Binnenflüchtlinge auf 1,2 Millionen Menschen fast verdoppelt, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Ein Jahr nach der Entführung von über 200 Schülerinnen im Norden Nigerias durch Boko Haram...

ndPlusTom Strohschneider

Gegen den Furor des Hasses

Wer angesichts von Anschlägen einen »Aufstand der Anständigen« herbeiwünscht, darf nicht übersehen: Eine rassistische Welle bezieht ihre Energie aus dem Bauch einer Gesellschaft, die auf Spaltung gründet.

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Hendrik Lasch, Dresden

Selbst Ulbig sieht es ein

Der Auftritt war ungewöhnlich: Drei Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in Dresden teilten sich ein Podium, obwohl »es nicht um Stimmenwerbung geht«, wie FDP-Mann Dirk Hilbert sagte: »Es geht um Dresden«. Genauer: gegen den Auftritt des Rechtspopulisten Geert Wilders aus Holland bei einer Kundgebung der islamfeindlichen Bewegung Pegida, der für den Montagabend in der Flutrinne, einer Hoc...

ndPlusVelten Schäfer

Die Republik am Scheideweg

Thüringens Ministerpräsident erhält Morddrohungen, Bayern will die Grenzen schärfer überwachen - nach einem Wochenende der Attacken steht die Flüchtlingsfrage einmal mehr im Zentrum.

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Hymne auf die Vogelscheuche

Seine Literatur roch gern am Verderblichen. Hörte gern das Verrauschende. Schmeckte gern das Verträgliche. Sah gern das Vergängliche. Fühlte gern das Verzeihliche. Sagte gern das Vergebliche.

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Klaus Joachim Herrmann

Änderung der Geschäftsordnung

In den Beziehungen NATO-Russland hat sich die gesamte Geschäftsordnung gründlich geändert. Was offiziell noch unter »Partnerschaft« firmiert, ist längst aufgekündigt zugunsten alter Gegnerschaft.

ndPlusRoland Etzel

Das Rote Tuch Armenierfrage

Es steht dem Papst frei, die armenische Tragödie Völkermord zu nennen; ob es klug war, ist eine andere Sache. Auf jeden Fall fragwürdig ist die Einordnung als »erster Völkermord im 20. Jahrhundert«.

Simon Poelchau

Bürgernepp

Eine Expertenkommission aus Wirtschaftsvertretern, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, wie Investitionen hierzulande gestärkt werden können. Besonders der Staat muss mehr investieren.

ndPlusOliver Kern

Radschüttler

Jedes Jahr dasselbe: Da lassen sich die besten Radprofis dieser Welt etwa sechs Stunden lang von dem schlimmsten Kopfsteinpflaster durchschütteln, das in Frankreich noch zu finden ist, und danach fluchen alle über diese selbst auferlegte Qual. Nur einer nicht, der Sieger. Der jubelt und küsst auch noch einen dieser Steine, der passender Weise anstelle eines Kelchs als Pokal gereicht wird. Diese...

Vorschnelle Freude
Andreas Koristka

Vorschnelle Freude

So groß die Euphorie ist - eine vage Angst bleibt. Haben die Öffentlich-Rechtlichen zu gönnerhaft gehandelt, als sie den Rundfunkbeitrag senkten? Ihnen bleibt nach der Reformierung der GEZ-Gebühr nur noch eine Milliarde an Mehreinnahmen.

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Inszenierung der Macht

In Lübeck tagen die G7-Außenminister am Dienstag und Mittwoch mitten in der Stadt. 3500 Polizisten sollen sie vor Kritik bewahren. Ein Gespräch mit Christoph Kleine, dem Sprecher des Lübecker Bündnisses "Stop G7".

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ndPlusFabian Lambeck

Jobcentern fehlt Geld für die Verwaltung

Die Verwaltung in den Jobcentern kommt mit dem ihr zugedachten Geld vielerorts nicht aus. Das ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer, die dem »nd« vorliegt. Deutliches Indiz dafür ist die massive Umschichtung zwischen den getrennten Haushaltsposten für Verwaltung und Eingliederungsmaßnahmen. Die Höhe der dabei umge...

ndPlusSebastian Haak, Erfurt

Es geht um viel mehr als die Tarifeinheit

Die Debatte für ein Tarifeinheitsgesetz macht die Gräben sichtbar, die seit Jahren viele Gewerkschafter trennen. Auf einer Fachtagung haben gestandene Arbeitnehmervertreter Versöhnung gefordert.

Grit Gernhardt

Schwesig gegen Schwesig

Vor dem Bundesverfassungsgericht steht ab Dienstag eine Säule der konservativen Familienpolitik zur Debatte. Hamburg will, dass das Betreuungsgeld abgeschafft wird. Eine besondere Rolle kommt de Familienministerin zu.

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Jemen: Kämpfe und Luftangriffe

Aden. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat erneut Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen im Süden Jemens geflogen. Kampfflugzeuge griffen am frühen Montagmorgen Straßensperren und Stellungen der schiitischen Rebellen am Zugang zur südlichen Hafenstadt Aden an, wie Rettungskräfte und Einwohner berichteten. Die Flugzeuge bombardierten auch den Präsidentenpalast in Aden, in dem Präsiden...

ndPlusOlaf Standke

Ein Gebot der Stunde

Die weltweiten Rüstungsausgaben seien nach wie vor immens hoch, der marginale Rückgang von 0,4 Prozent angesichts der Gefahr neuer Rüstungsspiralen keineswegs ein Zeichen der Entwarnung, so Agnieszka Brugger zum jüngsten Report des Friedensforschungsinstituts SIPRI, der am Montag vorgelegt wurde. Die sicherheits- und abrüstungspolitische Sprecherin der grünen Fraktion gehört zu den Unterzeichnerin...

Olaf Standke

Lange Haft für Massaker in Bagdad

Sieben Jahre nach einem Blutbad in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier ehemalige Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

ndPlusKristin Palitza, Abuja

»Ich sah die Mädchen aus Chibok«

Vor einem Jahr entführte die Terrorgruppe Boko Haram über 200 Mädchen in der nordnigerianischen Stadt Chibok. Jetzt sagt eine Frau, die den Entführern entkam, sie habe die Mädchen gesehen.

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Ankara: Der Papst interpretiert falsch

Papst Franziskus nennt die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren »Völkermord«. Türkei- Premier Davutoglu meint, er interpretiere die Geschichte falsch.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Familienzwist im Hause Front National

Nur wenige Tage nachdem der Streit zwischen Jean-Marie und Marine Le Pen wegen der gezielten verbalen Ausfälle des Vaters entbrannte, erklärte der 86-jährige FN-Gründer seinen Rückzug von einer Regionalkandidatur.

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Die Machtverhältnisse bei VW

Im Volkswagen-Konzern gibt es eine besonderen Konstellation aus Familienunternehmen, Börsenorientierung, Einfluss der öffentlichen Hand und starkem Betriebsrat. Das alles spiegelt sich auch im 20-köpfigen Aufsichtsrat wider. Ihn leitet der VW-Patriarch und Großaktionär Ferdinand Piëch. Der bald 78-Jährige war früher VW-Vorstandschef und gilt mit seinem Familienstamm Porsche/Piëch als Zentrum de...

Bürgerfonds sollen Straßen sanieren

Berlin. Bürger könnten sich künftig an der Finanzierung großer Infrastrukturprojekte beteiligen und so bessere Zinsen bekommen als mit Lebensversicherungen oder Bausparverträgen. Dieser Vorschlag gehört zu einem Zehn-Punkte-Plan einer Expertenkommission, die für die Bundesregierung Ideen gesammelt hat, wie marode Straßen, Brücken oder Schulen schnell saniert werden können. Der Chef des 21-köpfi...

Rückendeckung für Winterkorn

Es ist keine schnelle Lösung der Führungskrise bei Europas größtem Autobauer VW in Sicht. VW-Boss Martin Winterkorn gibt sich trotz der Attacken des Konzernpatriarchen Ferdinand Piëch gelassen. Zu Recht?

ndPlusHans-Gerd Öfinger Wiesbaden

Tarife nur für Hessen

Einen Tag vor Beginn der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Hessen haben die Gewerkschaften mit einem ganztägigen Warnstreik den Druck auf die Landesregierung erhöht.

Istvan Deak

Franken-Kredit als Falle

Die rumänische Regierung weigert sich, das Problem der Franken-Kredite gesetzlich zu regeln. Betroffene sind auf den Goodwill von Banken angewiesen.

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ndPlusMartin Ling

Ohne Bildung keine Entwicklung

Der Zusammenhang ist entwicklungspolitisch unumstritten: Mangelnde Bildung ist eine der Hauptursachen für materielle Verarmung. Im Umkehrschluss: Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen, sind ein zentraler Schlüssel für Entwicklung. Diese Einsicht schlug sich in einem der acht Millenniumsentwicklungsziele nieder, die sich die Staatengemeinschaft 2000 einstimmig zu Eigen gemacht hat: Bis...

Mario Osava

Brasiliens hausgemachte Energiekrise

Rio de Janeiro. Millionen Menschen im brasilianischen Amazonasgebiet müssen mit Wasser- und Stromrationierungen rechnen, da es in den vergangenen zwei Jahren kaum geregnet hat. Die Krise zeigt, dass eine Wiederaufforstung der Flussufer dringend notwendig ist. Das größte lateinamerikanische Land bezieht etwa zwei Drittel seiner Elektrizität aus gestauten Flüssen, deren Pegelstände mittlerw...

Jeffrey Moyo

Landraub nach Kolonialherrenart

Im südlichen Afrika nimmt die Zahl der Zwangsvertreibungen in Verbindung mit dem Phänomen des Land Grabbing zu. Politiker, Unternehmer und Konzerne sind die Hauptakteure bei diesem Geschäft.

Sonderrechte für Minenkonzerne

Inwieweit bedrohen die Projekte wie Wasserkraftwerke und Bergbau die Lebensgrundlagen der honduranischen Dorfgemeinschaften? Juan Mejía: Das, was für die Unternehmen Rohstoffe sind, sind für die Dorfgemeinschaften keine Waren, sondern Naturgüter. Die Wasserquellen werden verschmutzt, die Berge und die Wälder beispielsweise durch den Tagebau zerstört. Die Gemeinden verteidigen ihr Recht in...

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Tod in Ruine: Verdächtigter schweigt

Rund eine Woche nach dem gewaltsamen Tod eines 22-jährigen Israelis schweigt der festgenommene Tatverdächtige. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag weiter sagte, sei dem in Tschechien Festgenommenen dort inzwischen ein Haftbefehl wegen Totschlags verkündet worden. Wann der 28-Jährige nach Berlin ausgeliefert wird, stand noch nicht fest. Es könnte bis zu mehreren Wochen dauern. Nach de...

UEFA will kein Fanfest beim Frauen-Finale

Unterschiedlichste fußballsportliche Aktivitäten, Mitmachaktionen und sogar Livemusik waren geplant. Um den Frauenfußball in der Hauptstadt weiter zu fördern, war im Rahmen des UEFA-Champions-League-Fußball-Finales der Frauen im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark in Prenzlauer Berg ein »Fan-Fest« geplant. Insbesondere Mädchen-Mannschaften als auch Fans sollten bei einem Turnier einen »schönen Nachmitt...

Vermutlich rechter Angriff auf Schule

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verübten Unbekannte in der Nacht von Samstag zu Sonntag eine rechtsradikale Attacke auf eine deutsch-russische Grundschule. Au dem Geländer der Schule wurden Flugblätter und Pappschilder mit volksverhetzenden Inhalten gefunden, am Eingangstor hing eine Reichskriegsflagge und an einem Mast hatten Täter mit offensichtlich rechtsextremem Hintergrund eine Puppe aufgeknüpf...

Nee-Government

Das Land Berlin hat seit Beginn dieses Jahres den Vorsitz des IT-Planungsrates inne. Das zentrale Gremium steuert die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Informationstechnik und im sogenannten E-Government. Was die Entwicklung zukunftsweisender elektronischer Verwaltung angeht, müsste Berlin angesichts der Aufgabe mehr als vorbildlich sein, möchte man meinen. Das Gegenteil ist der Fall. ...

Endstation Sammelunterkunft

Ungefähr 2.000 anerkannte Flüchtlinge leben nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften des Landes Berlin, obwohl die Bezirke für diese Menschen zuständig sind. Wohnungen gibt es allerdings kaum für sie.

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Martin Kröger

Behörden setzen auf veraltetes XP

Für eine Verlängerung der Unterstützung für PC-Systeme mit dem Betriebssystem Windows XP hat das Land Berlin 300 000 Euro bezahlt. Zum 14. April läuft der Support nach einer einjährigen Verlängerung aus.

Beamter nach Luxusreisen vor Gericht

Finanzbeamte suchten im Ausland Investoren für brandenburgische Anleihen. Ihre Reisen nach Südostasien und in den arabischen Raum haben ein gerichtliches Nachspiel.

Wilfried Neiße

Darlehn für den Großflughafen

Berichten zufolge will das Land Brandenburg der Flughafengesellschaft mehr als 400 Millionen Euro geben - als zinsloses Darlehn.

Bernd Kammer

Zwangsumstieg am Gleisdreieck

Rund 70 000 Fahrgäste sind täglich auf der U 2 zwischen Potsdamer und Wittenbergplatz unterwegs. Sie müssen jetzt mehr Zeit einplanen, denn am Gleisdreieck wird wieder gebaut.

Wilfried Neiße

Zeit ist Geld

Etwa jeder fünfte Beschäftigte im Land Brandenburg profitiert vom Mindestlohn. Drei Monate nach Einführung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro zieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein zwiespältiges Fazit.

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Klettern im Weißen Jura

Loch. Klettern an einer Felswand bei Loch in Bayern: Wie kaum ein anderes Klettergebiet bietet die Fränkische Schweiz eine große Fülle an Routen - auch für Kletterer, die untere Schwierigkeitsgrade bevorzugen, wird sehr viel geboten. Die Fränkische Schweiz ist geprägt von Kalk- und Dolomitfelsen des Weißen Jura. Es handelt sich um eine typische Karstlandschaft mit tief eingeschnittenen Flusstälern...

30 Prozent mehr Kormorane

Sie stehen unter Artenschutz, werden aber zunehmend für die Fischerei zum Problem: Kormorane. 12 000 Paare gibt es im Nordosten.

ndPlusValentin Gensch, 
Frankfurt am Main

Einbruch unter polizeilicher Aufsicht

Es geschah am Karfreitag, irgendwann zwischen Nachmittag und frühem Abend. Ein Einbrecher machte sich an der massiven Holztür am Eingang zur Wohnung einer 48-jährigen Frau zu schaffen. Die Tür splitterte - doch der Einbrecher gelangte nicht in die Altbauwohnung in Frankfurt am Main. Eine Woche später steht die Frau sichtlich aufgewühlt in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in der Frankfurte...

ndPlusWilfried Neiße

Zeit ist Geld

Drei Monate nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns bietet auch Brandenburg ein zwiespältiges Bild. Zwar profitiert jeder fünfte Beschäftigte davon, doch es gibt auch Branchen, die den Mindestlohn unterlaufen.

Sebastian Haak, Erfurt

Leben im »Reduziert!«-Modus

Zehn Jahre ist die Einführung des ALG II jetzt her. Von den derzeit etwa 132 000 erwerbsfähigen Beziehern in Thüringen lebt ein fast Viertel seit 2005 von diesen Zahlungen. Zum Beispiel Herr Ralph.

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ndPlusE.K.

Politisches Musiktheater

»Moses und Aron«, Arnold Schönbergs einzige und einmalige Oper, darf man auf keinen Fall verpassen, wenn man an zeitgenössischer Oper so leidenschaftlich Anteil nimmt, wie sie es verdient. 25 Jahre hat Barrie Kosky auf die Chance ihrer Inszenierung gewartet - jetzt ist es an der Komischen Oper ein »Großprojekt zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz« geworden.In Schönbergs unvollendeter, an ...

Krötenschlucken an der Elbe

Nun hängt es nur noch an der SPD. Stimmen nach den Grünen auch die Sozialdemokraten dem Koalitionsvertrag zu, steht der zweiten rot-grünen Koalition in Hamburg nichts mehr im Weg.

DSO sucht neuen Dirigenten

Ein Jahr vor dem Weggang von Tugan Sokhiev als Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) Berlin sucht das Ensemble noch einen Nachfolger. Eine Findungskommission sei dabei, Kandidaten unter die Lupe zu nehmen, sagte ein Sprecher des Orchesters am Montag in Berlin. Namen nannte er nicht. Der aus Ossetien stammende Sokhiev verlässt das DSO zum Ende der kommenden Spielzeit. Er will sich v...

ndPlusRochus Görgen, Magdeburg

Land stellt nun doch mehr Polizisten ein

Sachsen-Anhalt will künftig weit mehr Polizisten beschäftigen als bislang avisiert. Von 2016 an sollen jährlich 250 statt 200 Polizeianwärter an der Polizei-Fachhochschule Aschersleben aufgenommen und zwei zusätzliche Klassen eingerichtet werden, sagte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Montag der dpa. Ursprünglich waren sogar nur 150 Neueinstellungen vorgesehen, diese Zahl wurde aber berei...

ndPlusVolkmar Draeger

Das Politische im Körper

Ricardo de Paula gehört zu den Berliner Choreografen, die sich weder mit modernem Schöntanz noch mit individueller Nabelschau zufriedengeben. Seine Stücke wurzeln im Alltag und scheuen heiße Eisen nicht. So fragte etwa »Sight«, wie dem weltweiten Phänomen wachsender Müllberge beizukommen sei. Ausgangspunkt war die reale Geschichte einer Frau, die über 20 Jahre in der Müllstadt nahe Rio de Janeiro ...

ndPlusSabine Fuchs, Colditz

Der Bettlakenflieger kehrt zurück

Die Fluchtversuche alliierter Offiziere während des Zweiten Weltkrieges aus dem Gefangenenlager Schloss Colditz waren abenteuerlich. Der kühnste Plan ist nun in der Schlosskapelle dokumentiert.

Frank Christiansen

»Ich gehe mit Glasperlen auf Wählerfang«

Er ist der berühmteste Kriminalbiologe Deutschlands. Sein Faible für Insekten, die Leichen besiedeln, hat ihm den Spitznamen »Dr. Made« eingebracht. Nun kandidiert er für das Amt des OB von Köln.

Lucía Tirado

Perfekter Ort, sich zu verfehlen

Umringt von wild tippenden Smartphonikern fragt ein alter Mann einen jungen in der U-Bahn: »Machen Sie hier einen Wettkampf oder spielt jeder für sich allein?« Tja, gute Frage. Eine Antwort bekommt er nicht. Zwei junge Leute stecken verdattert ihr vermeintliches Kommunikationsinstrument weg. Shakespeares Julia vor dem Computerbildschirm ruft in der Theaterinszenierung »(The) Rolling Floyd...

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Gute Kunst, teure Kunst

Qualität und Erfolg sind nach Einschätzung von Art-Cologne-Chef Daniel Hug in der Kunstwelt nicht zwangsläufig aneinandergekoppelt. »Markterfolg hat leider nicht immer etwas mit guter Kunst zu tun«, sagte der Direktor der wichtigsten deutschen Kunstmesse in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Köln. »Was historisch wichtig ist für die Kunst, ist nicht unbedingt das, was sich auf...

Variationen der Apokalypse

Ausgebrannte Räume und zerstörte Autobahnen: Der Regisseur Georg Schmiedleitner will auch bei seinem dritten Teil des Nürnberger »Ring des Nibelungen« seinem Apokalypse-Thema treu bleiben. »In «Rheingold» ging es um Umweltkatastrophen, in der «Walküre» um Kriegs- und Krisensituationen. Da gibt es jetzt noch mal eine Verschärfung«, kündigte Schmiedleitner vor der für nächsten Sonntag (19. April) ge...

ndPlusFokke Joel

Im »Orient« der Araber

Ein Buch von biblischem Umfang, über tausend Seiten im Großformat, zweispaltig gesetzt. »Tausend und Ein Tag«, das sind orientalische Geschichten, Abenteuer von Königen und Kaufleuten, von Prinzen und Prinzessinnen; es geht um Liebe und Tod, Treue und Verrat. Viele der Erzählungen aus der Schwestersammlung von »Tausendundeine Nacht« sind als Motive in die abendländische Literatur und Musik eingega...

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Schau zu Herzog und Segers

Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum zeigt ab Dienstag die Sonderschau »Werner Herzog & Hercules Segers - Seelenlandschaften«. Die Schau nähert sich dem niederländischen Künstler Segers (1590-1638) auf zwei Wegen: dem kunsthistorischen Weg über Werke seiner Ahnen und Zeitgenossen sowie dem experimentellen Weg des Filmemachers Werner Herzog (»Nosferatu«, »Fitzcarraldo«). Herzog empfindet...

hds

Napoleon, Mussolini

Da war dieser auffallend körperliche Zugriff, diese Stämmigkeit, die sich noch in jeder Zerfahrenheit und jeder Brüchigkeit behauptete. Ein Sturheitsbündel. Aber selbst in seiner so sehr präsenten Massigkeit konnte er ein schwebendes Gemüt sein; in seiner Kraft war er nur in gebotenen Maßen derb, und noch als Stärkebrocken entwickelte er den Gestus eines staunenden Kindes.Rod Steiger wurde 1925 in...

ndPlusMartin Ling

Anschreiben gegen die Ungerechtigkeit

Mit seiner bildhaften Sprache verzauberte er seine Leser, ob als Schriftsteller oder als Journalist. Sein bekanntestes Werk: "Die offenen Adern Lateinamerikas". Nun ist der Autor Eduardo Galeano mit 74 Jahren verstorben.

Hans Canjé

Geschichte, die noch »qualmt«

Zwölf Porträts von Zeitzeugen - elf Männer und eine Frau - sind in diesem Band vereint. Zwölf Schicksale wie sie unterschiedlicher kaum sein können und doch eines gemeinsam haben: Sie alle waren blutjung, Teen᠆ager würde man sie heute nennen, als sie durch die herrschenden Zustände im Lande auf ihren Weg gebracht wurden, über den sie hier berichten. Die einen führte dieser ins Konzen-trat...

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Asyl und Flucht

Das Schicksal von Flüchtlingen und belastende Arbeitswelten sind zwei Themenschwerpunkte des Karlsruher Dokumentarfilmfestivals Dokka. Für das Festival Anfang Juni wurden 160 Filme, 90 Hördokumentationen und 20 Installationen eingereicht. Die Auswahlkommission hat daraus jetzt ein sechstägiges Programm zusammengestellt, wie die Festivalleitung am Montag mitteilte. Neben dem Zentrum für Kunst und M...

Medienzensur in der DDR

Die Einschränkung der Pressefreiheit in der DDR ist Thema einer neuen Ausstellung in Leipzig. Die Schau steht unter dem Titel »Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR« und wurde vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig erarbeitet, wie der Verein am Montag mitteilte. Die Ausstellung zeige, wie die SED den Bürgern wesentliche Informationen vorenthalten und »den Rotstift im Sinne ihrer i...

Spitzenquote bei Premiere

Der Franken-»Tatort« hat mit einer Spitzenquote seinen Einstand in der ARD gegeben. Im Schnitt waren 12,11 Millionen am Sonntagabend dabei. Der Krimi »Der Himmel ist ein Platz auf Erden« mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs gehört damit zu den erfolgreichsten »Tatort«-Episoden der vergangenen 20 Jahre.Der Marktanteil für den Film des Bayerischen Rundfunks (BR) unter der Regie von Max Färberböck l...

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Jirka Grahl

Kiel wird aufgetakelt

Die Hamburger Olympiaplaner gehen auf Nummer sicher und bewerben sich mit Kiel um die Olympischen Sommerspiele 2024. Hier wurde bereits 1936 und 1972 um Medaillen gesegelt.

ndPlusAlexander Ludewig

Was gibt der Fußball preis?

»Canal+« fängt am Rand des Spiels von Spielern der Fußballclubs Paris St. Germain und Olympique Marseille hitzige Kommentare auf. Die Vereine sehen die Bilder nicht gerne und boykottieren seitdem den französischen TV-Sender.

Wolfgang Müller

Angelique Kerber kämpft sich zum Erfolg zurück

Erstmals seit 18 Monaten hat Angelique Kerber wieder ein Tennisturnier gewonnen. Nach Wochen voller Zweifel und Niederlagen reist sie wiedererstarkt zum Fed-Cup-Halbfinale nach Russland.

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Barbara Barkhausen

Kein Geld für Impfverweigerer

In Australien greift die Regierung gegen Eltern durch, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Künftig sollen sie keine der Sozialleistungen mehr erhalten, die Familien zustehen.

Ulf Mauder, Moskau

Sibirische Wälder brennen

Eine Feuerwalze rollt über Teile Sibiriens. Viele Menschen sterben. Milliardenschäden treiben Russland noch tiefer in die Wirtschaftskrise. Umweltschützer machen Behörden verantwortlich.