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UNTEN LINKS

Beate Zschäpe ist mit den Nerven am Ende, hört man. Sogar einen Weinkrampf soll die Hauptangeklagte im NSU-Prozess am Münchner Oberlandesgericht erlitten haben; die Rede war vereinzelt von einem Nervenzusammenbruch. Soll sie nun aussagen oder lieber nicht, und wenn ja: die Wahrheit oder irgendwas anderes? Ein quälender Konflikt. Wie immer ist die geschäftstüchtige Filmbranche schon dabei, das denk...

Ukraine liefert der Krim wieder Strom

Kiew. Die Energieblockade der Schwarzmeerhalbinsel Krim wurde am Dienstagmorgen aufgehoben, wie ukrainische Medien berichten. Danach sei über eine von vier Leitungen die Stromlieferung mit einer Leistung von 120 Megawatt wieder aufgenommen worden. Nach der Sprengung von Strommasten Mitte November hatten radikale Vertreter der Krimtataren und Angehörige des extremistischen Rechten Sektors den Energ...

Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle stieg

Berlin. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist im Jahr 2014 wieder gestiegen. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett besprochen werden soll. Nach den Zahlen, die »nd« vorliegen, starben im letzten Jahr insgesamt 639 Menschen bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg. Den höchsten Anteil machen demnach mit 332 Fällen die bei Wegeunfällen Getöteten ...

Extremisten aus 86 Ländern

New York. Der Zahl der ausländischen Kämpfer in den Reihen extremistischer Gruppen in Syrien und Irak hat sich nach Einschätzung von Analysten seit Mitte vergangenen Jahres mehr als verdoppelt. Zwischen 27 000 und 31 000 Anhänger seien nach Syrien oder Irak gereist, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder anderen Extremisten anzuschließen, heißt es in einem Bericht der Soufan Group aus...

ndPlusAert van Riel

Schnitt ins eigene Fleisch

Vor dem SPD-Parteitag zeichnet sich eine Auseinandersetzung zwischen Sigmar Gabriel und dem linken Flügel der Sozialdemokraten ab. Der Parteichef will die Unterstützung seiner Genossen für TTIP und CETA erzwingen.

Mundschutz statt Klimaschutz

Paris. In Peking ist das öffentliche Leben durch Maßnahmen gegen den Smog lahmgelegt. Er besteht vor allem aus Feinstaub, Schwefeldioxid- und Stickoxidemissionen aus Stromerzeugung und Heizen mit Kohle. Dies sorgt auch für hohen CO2-Ausstoß - Ursache des Klimawandels. Gleichzeitig betreibe China eine »relativ gute« Klimapolitik und baue die Erneuerbaren stark aus, wie die Nichtregierungsorganisati...

Aert van Riel

SPD-Führung provoziert Streit um Freihandel

Die Freihandelsabkommen TTIP und CETA werden von vielen Sozialdemokraten als eine Gefahr für die Demokratie bewertet. Die SPD-Führung will sich nun über diese Bedenken hinwegsetzen.

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Furcht vor der Klagewelle

Paris. Da der Klimawandel mit seinen Folgen wie den sich häufenden starken tropischen Wirbelstürmen oder Dürren nicht von den besonders betroffenen Ländern provoziert wurde, müssten jene zahlen, die mit ihrer Wirtschaftsweise für den Überschuss von CO2 gesorgt haben. Das jedenfalls ist die Forderung von Entwicklungsländern auf der Klimakonferenz in Paris. Unter dem Stichwort »Loss and Damage« (Ver...

Reimar Paul

Bayern stoppt Energiewende

Viele reden derzeit über das Klima. Der Freistaat Bayern handelt: Durch ein Landesgesetz, das die Errichtung von Windrädern einschränkt, ist der ohnehin zögerliche Ausbau der Windenergie zum Erliegen gekommen. »Es ist gekommen, wie wir prophezeit haben«, schimpft der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete und Präsident der Energy Watch Group, Hans-Josef Fell: »Der Windkraftausbau in Bayern wurde dur...

ndPlusHermannus Pfeiffer

Hoffentlich klimaversichert

In Paris setzen die Industriestaaten in der Frage der Begleichung von Klimawandelschäden auf Mikro-Versicherungen. Diese können einige der Folgen lindern, verhindern aber keine Katastrophen.

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Warten auf die Kaltfront

Peking. Dicke Luft in der chinesischen Hauptstadt: Mit dem ersten Smog-Alarm der höchsten Stufe »Rot« sind am Dienstag in Peking weitreichende Fahrverbote in Kraft getreten. Alle Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, damit die Kinder daheim bleiben können. Nach Behördenangaben mussten »einige Fabriken« ihre Produktion herunterfahren oder stoppen. Während eine graue, schmutzige Dunstglocke d...

ndPlusSusanne Götze und 
Susanne Schwarz, Paris

»Wir wollen auf die Straße«

COP21-Kritiker haben es schwer. Diese Woche startete der Alternativgipfel der Klimaaktivisten, aber Demonstrieren ist in Paris immer noch verboten.

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Simon Poelchau

Zahnlos am Leben gehalten

Lange war es still um die Finanztransaktionssteuer. Nun haben sich am Dienstag zehn EU-Finanzminister auf ein Grundgerüst für ihre Einführung geeinigt. Doch ob damit der lang ersehnte Durchbruch erzielt oder die untote Steuer noch etwas am Leben gehalten wurde, beleibt abzuwarten.

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Bärendienst

Da man ja die »einfachen Bürger der Krim« nicht quälen müsse, werde die Energieblockade der Krim aufgehoben, verkünden die Organisatoren des Boykotts. Ganz allein nur bürgernah und menschenfreundlich ist es nicht, wenn wieder Strom von der Ukraine auf die russisch beherrschte Halbinsel geliefert werden darf.

ndPlusUwe Kalbe

Hoffen auf Systemalarm

Dass das Bundesverfassungsgericht sich des NPD-Verbots in einer Hauptsacheverhandlung widmet, lässt hoffen. Darauf, dass der Antrag der Bundesländer nicht scheitert, wie es beim letzten Versuch 2003 geschah.

ndPlusFabian Lambeck

Klima-Moderator

Der deutsche Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth wird zu einem der wichtigsten Akteure bei den Verhandlungen über ein globales Klimaabkommen in Paris. Nach Informationen der Nachrichtenagentur epd gehört der 53-Jährige Volkswirt zu jenem Moderatorenteam, dass mögliche Kompromisse aushandeln soll. Flasbarth kommt aus der Umweltbewegung und war von 1992 bis 2003 Präsident des Deutschen Naturschut...

Eine Entscheidung der Wähler

Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, dass die Unterschiede im Rentenrecht für Ost- und Westdeutschland mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Vereinigung beseitigt werden sollen. Das ist aber alles andere als einfach. Denn die Versicherten in Ostdeutschland wollen im Ergebnis ja keine niedrigeren Renten bekommen. Der Sozialbeirat, der die Regierung in Rentenfragen berät, macht in seinem kürzlich...

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Mordland Nummer eins

Bayern ist das Land, in dem mit fünf Morden die Hälfte der Tötungsdelikte des NSU begangen wurde. Im Juli 2012 begann der Untersuchungsausschuss »Rechtsterrorismus in Bayern - NSU« mit seiner Arbeit und konstatierte nach 31 Sitzungen in seinem Abschlussbericht ein Jahr später unter anderem unzureichende fachliche Kenntnisse des Verfassungsschutzes und dessen ineffektive Organisation. nd...

V-Leute und Schredderei

In Berlin gab es keinen eigenen NSU-Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus, jedoch beschäftigten sich der Verfassungsschutz- und der Innenausschuss des Parlaments immer wieder mit Berliner V-Leuten der Polizei im Umfeld der rechtsextremistischen Terrorzelle, NSU-Kontakten nach Berlin und vor allem der Vernichtung von Akten mit möglichem NSU-Bezug durch den Berliner Verfassungsschutz. nd...

Norden ohne Ausschüsse

In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden bisher keine Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse eingesetzt, obwohl in den beiden Bundesländern jeweils ein NSU-Mord verübt wurde. In Hamburg hatte zuletzt die Linkspartei Mitte des Jahres einen erfolglosen Antrag zur Einsetzung gestellt. In beiden Ländern sehen die Regierungen keinen Bedarf für Ausschüsse. Kritiker halten dem immer wieder Fragen ...

Hessen zierte sich lange

In Hessen lehnte die schwarz-grüne Regierungskoalition einen Untersuchungsausschuss unter Verweis auf die parlamentarischen Untersuchungen des Bundestages über Monate hinweg ab. SPD und LINKE bestanden unter Hinweis auch auf den Mord in einem Kasseler Internet-Café auf Einsetzung eines Ausschusses. Auf Antrag der SPD-Fraktion kam es im Mai 2014 zu einem solchen - CDU, Grünen und FDP enthielten sic...

Die getötete Polizistin

In welchem Zusammenhang der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn mit dem NSU steht - dieses Thema war Teil mehrjähriger Debatten über die Frage, ob auch in Baden-Württemberg ein Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSU-Verbrechen beitragen könne. Im November 2014 endlich entschied sich der Landtag für einen solchen. Ungereimtheiten und und offenkundige Sch...

Landtag Erfurt ahnt Sabotage

Die Vertreter aller Thüringer Landtagsparteien betrachteten die »Fahndung« nach den Mördern des NSU in ihrem Bericht im August 2014 als »einziges Desaster«. Sie stellten fest: »Die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen ... auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen zu.« Nac...

Geteiltes Urteil

In Sachsen und Thüringen, wo der NSU seine Basis hatte, waren die Erwartungen besonders hoch. Gleichwohl endete 2014 die Arbeit des Ausschusses im sächsischen Landtag ohne einen Bericht, der diesen Erwartungen entsprach. CDU und FDP rechtfertigten die Untersuchungsbehörden, die Opposition aus Grünen, Linkspartei und SPD kritisierten diese scharf. Dass die NPD im Landtag und damit im Ausschuss vert...

Beglaubigtes Versagen

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages begann seine Arbeit am 26. Januar 2012, knapp drei Monate nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Nach anderthalb Jahren stellte er in einem Abschlussbericht - im Konsens aller Bundestagsparteien - fest: Versagen des Verfassungsschutzes, eklatante Ermittlungsfehler der Behörden, »diverse Fehler und Versäumnisse« auch der Politik...

Münchner Mammutprozess

Fünf Angeklagte gibt es im Münchner NSU-Prozess, zwei davon sitzen in Untersuchungshaft: Beate Zschäpe und ihr mutmaßlicher Helfer Ralf Wohlleben. Zschäpe ist unter anderem als Mittäterin der überwiegend rassistisch motivierten Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen des NSU angeklagt. Dem Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben und Carsten S. wird Beihilfe zum Mord in neun Fällen vorgeworfe...

René Heilig

... nichts als die Wahrheit?

Die wichtigste Angeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, will am Mittwoch eine Erklärung verlesen lassen. 53 Seiten lang sei die und umfassend, sagt Anwalt Grasel.

Rechtextremisten den Nährboden entziehen

Die Linkspartei fordert von der Bundesregierung, dass sie sich eingängig mit rechtsextremen Strömungen auseinandersetzt. Um die Debatte darüber anzuschieben, hat sie einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt.

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»Alternative« mit Finanzsorgen

Berlin. Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihre Mitglieder um Spenden gebeten, weil sie sich ernsthafte Sorgen um die Finanzierung ihres Bundestagswahlkampfes macht. In einem Schreiben, das der Vorstand an die AfD-Mitglieder verschickte, heißt es: »Wenn die Änderung des Parteiengesetzes in wenigen Tagen verabschiedet wird - und davon müssen wir ausgehen - entsteht eine Finanzierungslücke fü...

Pegida jubelt über Front National

Wie jede Woche verbreitete Pegida auch an diesem Montag seine Hetzparolen. Das blieb nicht unwidersprochen: Auch die Gegner der rechten Bewegung machten wieder mobil.

ndPlusRené Heilig

NPD gibt sich »gut vorbereitet«

Vertreter der Bundesländer, von Parteien und Organisationen haben die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts begrüßt, ein NPD-Verbotsverfahren zu eröffnen.

René Heilig

Tappen im Dunkeln

Seit Mitte 2013 steigt die Anzahl der Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte. Die Sicherheitsbehörden sehen eine besondere Gefahr für den Rechtsfrieden - und versagen bei deren Abwehr.

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ndPlusOliver Eberhardt, Jerusalem

Die Waffen sollen sieben Tage schweigen

In Jemen soll kommende Woche ein einwöchiger Waffenstillstand beginnen; Regierung und Huthi-Miliz wollen sich zu Friedensgesprächen treffen. Doch die Hoffnungen auf ein Kriegsende sind noch gering.

ndPlusMirco Keilberth, Tunis

Die Überraschung von Tunis

Die libyschen Konfliktparteien haben sich unerwartet auf einen Friedensplan geeinigt - bei dem es sich aber um einen Gegenentwurf zu dem unter UN-Vermittlung ausgehandelten Abkommen handelt.

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Toms Ancitis, Riga

Lettland versucht einen Neustart

Die lettische Regierungschefin Laimdota Straujuma ist zurückgetreten. Deutliche Änderungen im lettischen politischen Kurs sind aber nicht zu erwarten.

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Am Anfang war das Chaos

 Ab Sommer 2009 erlebte Berlin das größte S-Bahn-Chaos seiner Geschichte, drei Viertel der Wagen wurden wegen schlechter Wartung aus dem Verkehr gezogen. Ganz erholt davon hat sich die S-Bahn noch immer nicht. 2012 schrieb der Senat das Teilnetz Ring aus mit den Linien S 41, S 42, S 46, S 47 und S 8. 2013 musste es nach Verfahrensfehlern neu gestartet werden. Die Bewerbungsfristen wurden mehrfac...

Mehrheit will kommunale Stadtwerke

Eine Mehrheit der Berliner wünscht sich starke Stadtwerke (79 Prozent) sowie den künftigen Betrieb des Stromnetzes durch ein kommunales Unternehmen (56 Prozent). Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa hervor, das der Berliner Energietisch in Auftrag gegeben hat. Das Bürgerbündnis hatte vor zwei Jahren den knapp gescheiterten Volksentscheid zur Energie initiiert. Es setzt...

Bernd Kammer

Alte Bekannte bleibt auf dem Ring

Die S-Bahn Berlin GmbH erhält die Chance zur Wiedergutmachung: Die bundeseigene Deutsche Bahn wird mit ihrem Tochternehmen weiterhin den S-Bahn-Ring betreiben. Das Ergebnis war zu erwarten.

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Kräftiges Plus bei Fluggästen in Schönefeld

Schönefeld. Der Flughafen Berlin-Schönefeld hat im November einen erheblichen Zuwachs bei den Fluggastzahlen verzeichnet. Nach Angaben der Flughafengesellschaft wurden auf dem früheren DDR-Flughafen 825 812 Passagiere registriert, das entspricht einem Plus von 46,1 Prozent. Dagegen meldete Tegel mit 1,63 Millionen Passagieren für November einen leichten Rückgang um 1,3 Prozent. Insgesamt starteten...

Poppe vor Wiederwahl

Potsdam. Brandenburgs Stasi-Beauftragte Ulrike Poppe steht vor einer zweiten Amtszeit. Die SPD-Landtagsfraktion hat am Dienstag einstimmig beschlossen, sie für eine Wiederwahl vorzuschlagen. Fraktionschef Klaus Ness, der Poppes bisherige Arbeit als erfolgreich würdigte, sagte, er hoffe, dass sich die anderen Fraktionen dem anschließen werden. Poppe habe angekündigt, sie wolle ihre Arbeit noch zwei...

Rainer Balcerowiak

Mietpreisbremse funktioniert nicht richtig

Viele Hoffnungen hatte vor allem die SPD in die Mietpreisbremse gesteckt - in einigen hochpreisigen Stadtteilen gingen die Angebotsmieten zurück, insgesamt gibt es aber eine ungebremste Dynamik.

ndPlusJosephine Schulz

Jeder Dritte bricht ab

Mindestens 1000 Lehrstellen fehlen laut DGB in Berlin. Nur noch knapp zwölf Prozent der Betriebe bilden aus - darunter auch ausgerechnet viele große Betriebe.

ndPlusAndreas Fritsche

Der Bahn ist Eberswalde Wurst

Das mittelständische Verkehrsunternehmen DESAG erläutert seine Pläne für das bedrohte Instandhaltungswerk Eberswalde. Die Deutsche Bahn scheint von diesem Interessenten nichts zu halten.

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Sächsisches Wintermärchen

Eibenstock. Eine große russische Sauna mit Zwiebeltürmchen spiegelt sich in einem Teich der Badegärten Eibenstock (Sachsen). Zu Silvester sollen hier 80 bis 120 Saunagäste den ersten Aufguss erleben können, im April 2016 soll die Anlage - Kostenpunkt: eine Million Euro - samt Außenbereich fertig gestellt sein. Eibenstock liegt in 650 Metern Höhe im Westerzgebirge und ist ein staatlich anerkannter ...

Präsident für 13 Wochen

Magdeburg. Der CDU-Politiker Dieter Steinecke soll am Mittwoch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt werden. Der 71-Jährige wird sein eigener Nach-Nachfolger: Er hatte das Amt bereits von 2006 bis 2011 inne. Seine zweite Amtszeit wird deutlich kürzer; sie dauert 13 Wochen und endet nach der Landtagswahl am 13. März. Nötig wurde die Neuwahl, weil der bisherige Präsident Detlef Gürth (CD...

Schier endlose Geschichte

Sexueller Missbrauch bleibt für die katholische Kirche ein Thema. Die Aufarbeitung der düsteren Vergangenheit läuft immer noch - und wird auch nie aufhören, sagt der Trierer Bischof Ackermann.

Hendrik Lasch, Magdeburg

Ein Minister driftet in die Schneewehe

Wegen akuter Personalnot will Sachsen-Anhalts Verkehrsminister den Winterdienst teilweise privatisieren - trotz schlechter Erfahrungen im Nachbarland. Im Landtag gibt es massiven Widerstand.

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Debatte über Utopien

Im Rahmen der Ausstellung »Utopie und Katastrophe - Kunstansichten zu Schostakowitsch« im Galerie Forum Amalienpark in Pankow diskutiert am Mittwoch, 9. Dezember, ein illustrer Kreis aus Politik, Literatur, Theater und Kirche über die Frage, warum in Deutschland gerade jetzt Utopien wieder eine Hochkonjunktur erleben. U.a. werden Gregor Gysi und Jürgen Trittin darüber philosophieren, ob und warum ...

Klassik von der Knödelfabrik

München. Entscheidung in der Dauerdebatte um einen neuen Münchner Musiksaal: Das neue Konzerthaus soll nach dem Willen des bayerischen Kabinetts im Osten der Stadt gebaut werden. Der Ministerrat einigte sich am Dienstag auf das Werksviertel am Ostbahnhof als künftigen Standort. Ein Grund für die Entscheidung sei »die zeitliche Verfügbarkeit mit einer möglichen Inbetriebnahme bis Ende 2021«, teilte...

Werkschau aus Yad Vashem

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt erstmals in Deutschland Kunstwerke aus der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die 100 Arbeiten stammen von jüdischen Häftlingen aus verschiedenen Konzentrationslagern, Arbeitslagern und Ghettos, wie das Museum mitteilte. Die Ausstellung sei die bislang umfangreichste Präsentation von Kunstwerken aus der Sammlung Yad Vashems außerhalb Isr...

Stromfresser warten am Straßenrand

Erfurt. Thüringens Kommunen könnten bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten bis zu 14 Millionen Euro jährlich sparen. Zudem würde der Ausstoß an klimaschädlichem CO2 um 40 000 Tonnen pro Jahr verringert. Zu diesem Ergebnis kommt ein Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs, der in Erfurt vorgestellt wurde. Die Finanzkontrolleure hatten dafür die Situation in einer Vielzahl von Ko...

ndPlusMathias Schulze

Hallo Leben, ich will Frieden!

Ein beliebter Reflex: benennen, rubrizieren. Dabei kommt es nicht selten vor, dass Phänomene, in Begriffswelten gesteckt, das Leben verlieren. Nur ein Reflex zu viel, schon ist alles verloren. Greift die Sängerin Johanna Zeul, Jahrgang 1981, aufgewachsen in Baden-Württemberg und heute in Berlin lebend, zur Gitarre, können Marketingstrategen Bauchschmerzen bekommen. Minimale Mittel. Zeuls Stimme st...

Hagen Jung, Hannover

Abrissangst weicht Richtfestfreude

Wie geplant, soll der neue Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages 53 Millionen Euro kosten und 2017 fertig sein. Anfang 2015 hatten noch Verzögerungen und Mehrkosten gedroht. Jetzt war Richtfest.

ndPlusKira Taszman

Leicht - nicht trivial

Von Kira TaszmanInwiefern unterscheidet sich das französische Kino vom deutschen? Beide produzieren Dramen, Komödien oder Dokfilme in hoher Zahl. Dennoch kommen französische Filme, das Klischee bedienend, deutlich leichter herüber, und das sollte man nicht mit Trivialität gleichsetzen. 13 französischsprachige Premieren laufen in diesem Jahr auf der Französischen Filmwoche - zusätzlich gibt es vier...

Großspurig über die Insel

Nicht nur der Urlauber stand bisher bei der Anfahrt auf Rügen regelmäßig im Stau, eine neue Schnellstraße soll Abhilfe schaffen. Kanzlerin Merkel gab nun den Südteil frei. Doch es gibt auch viel Kritik.

Thomas Blum

Nackt in der Zukunft

Wenn es auch schwerfällt, die so vielfach missbrauchte Phrase aufs wehrlose Papier zu schreiben: Die Fehlfarben sind sich, auf ihre Art, treu geblieben. Vor 35 Jahren machte die Düsseldorfer Band ziemlich schlecht gelaunte Musik, und ihr Blick auf Gegenwart und Zukunft war ein pessimistischer. Hätte man ihren Mitgliedern damals mitgeteilt, dass es sie in 35 Jahren, also heute, immer noch geben wir...

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Ehrengabe für Uwe Kolbe

Der Lyriker Uwe Kolbe erhält 2016 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Sie ist mit 7500 Euro dotiert. Kolbe sei einer der »bedeutendsten und produktivsten Gegenwartsdichter deutscher Sprache, der in seinem Werk alle Fragen der menschlichen Existenz berührt«, erklärte die Stiftung am Montag in Weimar. In seinen Gedichten und Prosa-Arbeiten versuche er den Zwiespalt zwischen Ost und West im...

Halberstadt und dann die Welt

Der langjährige Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsoper in Berlin, Heinz Fricke, ist tot. Fricke starb am Montag im Alter von 88 Jahren in Berlin-Buch.Der gebürtige Halberstädter war von 1961 bis 1992 künstlerischer Leiter der Staatskapelle Berlin, hatte zuvor das Orchester des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin als Nachfolger von Kurt Masur geleitet. Fricke, der an der Musikhochsc...

Martin Hatzius

Warnung vor dem Schalk

Marco Tschirpke ist ein lustiger Mensch, und er weiß das. Zu behaupten, dass diesem Dichter der Schalk im Nacken sitzt, ist also gewiss nicht falsch, doch man sollte hier Vorsicht walten lassen. Weiß man denn, ob es wirklich nur der Schalk ist, der da sitzt? An einem regnerischen Novembertag, so steht es im Vorwort zu seinen gesammelten Gedichten, sei ihm beim Anschließen des Fahrrads ein Tropfen ...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Tanz gegen die Totenstarre

»Eine heikle Sache, die Seele« heißt das Stück des Bulgaren Dimitré Dinev. Am Theater in Rudolstadt inszenierte Herbert Olschok die deutsche Erstaufführung. Es ist eine Groteske, eine Psychologieskizze geworden.

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Große Erzählkunst

Für ihr Romandebüt »Blutorangen« erhält die Autorin Verena Boos den mit 15 000 Euro dotierten »Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman« des Hamburger Literaturhauses. »Dieser Roman ist große Erzählkunst und wirkt weit über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus«, wurde die Jury in einer Mittelung am Dienstag zitiert. Die 1977 in Rottweil geborene Schriftstellerin lebt in Frankfurt am Main. Ihr Buch er...

Zentraler Erinnerungsort

In Solingen eröffnete am Dienstag das lange geplante Zentrum für verfolgte Künste. Es ist die erste Institution in Europa, die ihre Arbeit ausschließlich verfolgten Künstlern widmet. Das Zentrum soll Werk und Leben der betroffenen Künstler erforschen und ihre Werke öffentlich zeigen. Es erinnert insbesondere an Künstler, die in der NS-Zeit und in der DDR verboten, verfolgt und vertrieben wurden.Da...

Tankstelle wird Kino

Der renommierte britische Turner-Preis für zeitgenössische Kunst geht dieses Jahr an das britische Kollektiv »Assemble«. Die aus 18 jungen Architekten, Designern und Künstlern bestehende Gruppe erhielt den Preis unter anderem für ihr Renovierungs-Projekt »Granby Four Streets« in einem Problemviertel Liverpools - die Gruppe arbeitet dort eng mit Bewohnern zusammen. »Die Nominierung war eine Überras...

Gunnar Decker

Ein Morgenlandfahrer

Das Leben ist kurz, und es wird im Jenseits keiner nach der Zahl der Bücher gefragt, die er bewältigt hat.« Bei dem Bücherkosmos, den Klaus Bellin bewohnt, weiß man nicht so genau, ob er diesem Satz des vom ihm immer wieder gelesenen - und bewunderten - Hermann Hesse nun tatsächlich zustimmen würde. Vielleicht mit jenem leichten Zögern, das den geistigen Menschen auszeichnet. Wo andere Kritiker mi...

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Sklaven unter uns

Offiziell ist die Sklaverei abgeschafft, jedoch leben heute nach Schätzungen bis zu 35 Millionen Menschen weltweit in modernen Formen der Knechtschaft: politische Gefangenschaft, Kinderarbeit, Kindersoldaten sowie Leibeigenschaft und wirtschaftlichen Ausbeutung. Dazu kommen mehr als 100 Millionen Menschen, die in sklavereiähnlichen Verhältnissen leben, wie diese Arbeiter auf eine Coltan-Miene in K...

Der verlorene Bruder

Westdeutschland in den 60er Jahren: Der pubertierende Max (Noah Kraus) erfährt, dass er eigentlich einen Bruder hat, der auf der Flucht 1945 verloren gegangen ist. Seine Eltern (Katharina Lorenz und Charly Hübner) sind sich sicher, dass das Findelkind »2307« ihr Albert ist. Beim schwierigen Unterfangen, das zu beweisen, bleibt Max auf der Strecke, der gar keinen Bruder will. Die Tragikomödie ...

Kriminaler Harald Schmidt

Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner werden künftig für die »Tatort«-Reihe als Kommissare im Schwarzwald ermitteln. Wie der SWR am Dienstag mitteilte, spielt Harald Schmidt ihren Vorgesetzten, Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer. Gedreht werden soll an unterschiedlichen Orten im Schwarzwald. Sitz der zuständigen Kriminalpolizeidirektion ist Freiburg im Breisgau.Hans-Jochen Wagner spiele Hauptkommissar...

Mehr Umsatz dank Internet

Die Hörfunk- und Fernsehanbieter in Deutschland haben im vergangenen Jahr rund 19 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das waren 1,5 Milliarden Euro mehr als 2012, wie die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) am Dienstag in München mitteilte. Die BLM hatte die Federführung für die Studie »Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2014/2015«, die im Auftrag von neun Landesmedienanstal...

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Bayern will Castoren nun doch lagern

Berlin. Bayern hat seinen Widerstand gegen die Aufnahme von Atommüll aus der Wiederaufbereitung im Ausland aufgegeben. Grundlage der Einigung vom Dienstag über eine Lagerung am Standort Isar ist eine gemeinsame Erklärung, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) unterzeichnet haben. Darin halten beide Seiten auch fest, dass der im...

Simon Poelchau

Fortschritte bei der Finanzsteuer

Seit über vier Jahren wird die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa diskutiert. Am Dienstag einigten sich zehn Staaten auf einen Rahmen.

ndPlusBengt Arvidsson, Stockholm

Grundeinkommen gegen die Krise

In Finnland soll das bedingungslose Grundeinkommen großflächig getestet werden. Alle anderen Leistungen werden gestrichen. Das soll das komplizierte Sozialsystem vereinfachen und billiger machen.

ndPlusKnut Henkel

Kuba zurück aufs Finanzparkett

Seit 1986 gilt Kuba in der internationalen Finanzwelt als kreditunwürdig, weil es die Bedienung seiner Schulden verweigerte. Nun verhandeln die Gläubiger des Pariser Club über einen Teilerlass.

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Probeprozess in der Deutschen Bank

München. Die Münchner Staatsanwaltschaft zweifelt an den Zeugenaussagen von Mitarbeitern der Deutschen Bank im Strafprozess gegen Co-Chef Jürgen Fitschen. Es bestehe der Verdacht, dass die Bank die Zeugenaussagen gezielt vorbereite und mit den Zeugen einstudiere, sagte Staatsanwalt Stephan Necknig am Dienstag. Ein Anwalt der Bank forderte die Staatsanwaltschaft auf, die Behauptung zurückzunehmen. ...

Mehr eigene Produktionen von Netflix

San Francisco. Netflix will seine Eigenproduktionen im kommenden Jahr verdoppeln. Dieses Jahr habe der US-Streamingdienst 16 eigene Serien produziert, 2016 werde diese Zahl auf 31 steigen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Eigenproduktionen und die Expansion in immer mehr Länder sind die großen Kostenblöcke bei Netflix - ziehen aber auch immer mehr Abonnenten weltweit an. Netflix ist ...

ndPlusGrit Gernhardt

Pleiten, Pech und Schienen

Ab Sonntag sollen ICE mit bis zu 300 km/h ihre neue Strecke befahren können. Noch wartet die Bahn allerdings auf die Genehmigung.

»Ein jahrelang organisiertes Fehlverhalten«

Gehört Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen in den Knast? Fitschen, für den wie für jeden anderen Bürger bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt, wäre dann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe zu belegen, wenn man ihm tatbestandsmäßige, rechtswidrige und schuldhaft begangene strafbare Handlungen nachweisen könnte. Das Verfahren vor dem Landgericht München w...

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Folge 99: QUEER-
FEMINISMUS

Wer versucht herauszufinden, was es mit Queerfeminismus auf sich hat, stößt auf Erklärungen in einer Sprache, die so lebendig ist wie Latein, aber nicht so logisch. Bedeutungsschwangere Unterstriche und Wort_würste sind dabei ebenso zu verkraften wie Neologismen und grammatikalische Unaussprechlichkeiten. Als wäre nicht der Sachverhalt schon kompliziert genug! Denn Judith Butler sagte einst, nicht...

ndPlusMax Zeising, Leipzig

Offen für alle

In Leipzig soll ein soziales Zentrum entstehen, offen für an den Rand gedrängte Gruppen der Gesellschaft. Aktivisten haben eine Kampagne gestartet, sie steckt aber noch in der Kinderschuhen.

Florian Schmid

Der Wert des weiblichen Körpers

Ebenso wie Haus- und Sorgearbeit als außerökonomisch und »natürlich« angesehen wurde, gilt dies heute für die Verfügbarkeit von Eizellen oder Gewebe. Feministinnen halten diese Sicht für blauäugig.

Seite 19
Peer Lasse Korff, Hamburg

Hamburgs Handballern fehlt wieder mal das Geld

Sportlich im Aufwind, finanziell erneut in Not: Nun muss der HSV Hamburg in den letzten drei Spielen des Jahres auch noch auf Trainer Michael Biegler verzichten.

ndPlusHeiner Gerhardts, Rio de Janeiro

Rio senkt Olympiakosten

Auch wenn (Geld-)Not erfinderisch macht - der Vorschlag, dass die Sportler für die Klimaanlagen auf ihren Zimmern im Athletendorf selbst aufkommen müssen, ging dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) dann doch zu weit. Dennoch regiert wenige Monate vor den Sommerspielen (5. bis 21. August) und den Paralympics (7. bis 18. September) in Rio de Janeiro der Rotstift. Man sei »mitten im Prozess, ...

Denis Trubetskoy, Kiew

Zwischen Erfolg und Fremdenhass

Mit einem Sieg am Mittwoch gegen Maccabi Tel Aviv kann sich Dynamo Kiew erstmals seit 16 Jahren für die K.o.-Runde der Champions League qualifizieren. Doch der Klub macht nicht nur gute Schlagzeilen.

Seite 20
Christian Baron

Zurück in den behüteten Schoß der Familie

Ein Lebensmittelkonzern, ein Pornovideoportal und ein Fotobuchhersteller kurbeln ihr Weihnachtsgeschäft mit Werbespots an, deren Protagonisten ältere Männer sind.

Seite 21

Nach nur einem Gläschen zu Fuß nach Hause

Weihnachtszeit ist auch Glühweinzeit - ob auf Weihnachtsmärkten oder in geselliger Runde zu Hause. Doch Vorsicht ist geboten für jene, die sich anschließend in den Straßenverkehr begeben. Der Leichtsinn nimmt zu.

Seite 22

Mehr Spender, weniger Organe

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist leicht gestiegen, doch die Zahl der Spendeorgane ging etwas zurück. Das geht aus der aktuellen Statistik der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervor.Von Januar bis Oktober dieses Jahres wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,2 Prozent mehr Spender gezählt (736). Zugleich ging die Zahl gespendeter Organe um 1,8 Prozent zurück (2455). Wä...

Seite 23

Streik kein Argument: Chef darf Urlaub nicht zurücknehmen

Hat der Arbeitgeber Urlaub genehmigt, kann er ihn wegen eines anstehenden Streiks in der Firma nicht zurücknehmen. Darauf weist Michael Eckert hin, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins.Wer sich extra für Streik freinehmen will, etwa, damit er hingehen kann und trotzdem das volle Gehalt erhält, hat jedoch häufig schlechte Karten. Den Urlaub ...

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Die Krux der Wohnfläche

Mieten dürfen nach Ansicht des Landgerichts Berlin nicht einfach sprunghaft erhöht werden - dies gilt selbst dann, wenn die Wohnung sehr viel größer ist als im Vertrag beschrieben.

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Alle in einem Boot

Normalerweise gilt in Eigentümergemeinschaften das Mehrheitsprinzip. Das heißt, ein einzelnes Mitglied kann nicht gegen den Rest der Eigentümer seinen Willen durchsetzen. Gibt es Ausnahmen?

Leinenzwang auch für Katzen

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft darf per Hausordnung festlegen, dass Hunde und Katzen in der Wohnanlage nicht frei herumlaufen dürfen.

Teilungserklärung ist Gesetz

Sie möchten eine Eigentumswohnung kaufen, zu der zwei separate Zimmer gehören, die der jetzige Eigentümer vermietet? Dann sollten Sie die Teilungserklärung genau studieren, empfiehlt der Verbraucherschutzverband Woh- nen im Eigentum (WiE).

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Beim Krankenkassenbeitrag auf zehn Jahre zu verteilen

Statt einer langjährigen Unterhaltszahlung kann man bei einer Scheidung auch vereinbaren, eine Unterhaltsabfindung zu erhalten. Diese Abfindung darf die Krankenkasse dann nicht, um den Krankenkassenbeitrag zu berechnen, als Einkommen in zwölf Monaten anrechnen. Wird mit der Abfindungszahlung ein mehrjähriger Unterhalt beglichen, kann die Krankenkasse die Abfindung nur als Einkommen gestreckt auf z...

Bonus von der Krankenkasse ist steuerlich relevant

Erhält jemand von seiner Krankenkasse einen Zuschuss zu privaten Gesundheitsleistungen, so ist das steuerlich nicht mit einer Beitragsrückerstattung gleichzusetzen. So hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 3 K 1387/14) entschieden, dass eine Versicherte ihre im Jahr 2012 gezahlten Beiträge in vollem Umfang als Sonderausgaben von ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen darf Die Frau hatte am...

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Postbank reagierte schnell

Im nd-ratgeber vom 11. November 2015 war der Beitrag »Keine Extrakosten für eine Ersatz-Bankkarte« zu lesen.

ndPlusDr. Johannes Fiala, Rechtsanwalt

Wenn der Insolvenzverwalter zugreift

Bei Insolvenz wird zwischen dem eigentlichen Insolvenzverfahren und der anschließenden mehrjährigen Wohlverhaltensphase unterschieden. Was ist, wenn Versicherungsleistungen aus privater und betrieblicher Altersversorgung (bAV), aber auch aus einer Risikolebensversicherung, in beiden Phasen zur Auszahlung kommen.

Hermannus Pfeiffer

Notgroschen mit Haken und Ösen

»Ist Tagesgeld eine Alternative zum Sparbuch?« oder »Wie sicher ist mein Tagesgeldkonto?« So die lauten unisono Fragen von Leserinnen und Lesern.

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Schummelei - »Smartphone für 1 Euro«?

Ein Mobilfunkanbieter wirbt für Handys mit und ohne Mobilfunkvertrag und hat in einer Werbebeilage ein »Smartphone für 1 Euro« angeboten - versehen mit etlichen Fußnoten.

Fahrtreppen nicht zum Spielen da

Einkaufszentren sind ohne Fahrtreppen heutzutage kaum mehr vorstellbar. Auch in anderen öffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen oder Flughäfen sind sie heute unverzichtbar. Fahrtreppen und Fahrsteige sind faktisch rund um die Uhr in Betriebsbereitschaft. Sie bergen allerdings bei unachtsamer Benutzung auch Gefahren. Fahrtreppen und Fahrsteige unterliegen aufgrund ihrer hohen Beanspr...