Seite 1

UNTEN LINKS

Die deutsche Einheit ist noch längst nicht dort angekommen, wo wir sie uns wünschen. Beispielsweise ist die Verteilung der Feiertage ganz und gar nicht einheitlich, was der DGB jetzt angeprangert hat. Es gibt ein Feiertagsgefälle, und zwar von Nord nach Süd. Hoch oben gibt es teils nur neun Feiertage im Jahr, tief unten bis zu 13. In Augsburg sogar 14. Wie kann man diese eklatante Ungleichheit bes...

Feuerpause hilft belagerten Orten

Genf. UN-Organisationen und ihre Partner in Syrien haben mit der Lieferung von Hilfsgütern in belagerte Städte und Dörfer des Landes begonnen. Etwa 154 000 Menschen sollen in den nächsten Tagen erreicht werden. Am Montag hatte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad al-Hussein (Jordanien) in Genf betont, dass die Gefahr eines Hungertodes für Tausende Menschen in den eingekesselten Orten...

Eisenharter Jobabbau in China

Peking. China will wegen massiver Überkapazitäten rund 1,8 Millionen Jobs in der Stahl- und Kohleindustrie abbauen. »Die Aufgabe wird sehr schwierig, aber wir sind dennoch sehr zuversichtlich«, sagte der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Yin Weimin, bei einer Pressekonferenz am Montag. Die Regierung in Peking wird demnach umgerechnet etwa 14 Milliarden Euro zur Unterstützung entlass...

20 Euro weniger als im Jahr 1992

Berlin. Die Beschäftigten in Deutschland haben trotz Lohnerhöhungen des vergangenen Jahres im Schnitt 20 Euro weniger verdient als 1992. Das ist ein Ergebnis des Verteilungsberichts des DGB, über den die »Frankfurter Rundschau« berichtete. Zwar sei der durchschnittliche Bruttolohn seit 1991 von 1659 auf 2721 Euro gestiegen, also um 64 Prozent. Der Zuwachs sei aber durch höhere Abgaben und steigend...

ndPlusAert van Riel

Letzte Chance

Die NPD ist nach wie vor gefährlich. Deshalb ist es unbedingt notwendig den Neofaschisten endlich den staatlichen Geldhahn zuzudrehen, denn gerade in Ostdeutschland ist die Partei noch fest verankert.

Tausende Belege für rechte Hetze

Berlin. Das zweite Verbotsverfahren gegen die NPD ist bereits weiter gekommen als der erste Versuch im Jahr 2003. An diesem Dienstag beginnt vor dem Bundesverfassungsgericht die zunächst dreitägige Verhandlung. Den neuen Antrag haben die Bundesländer vor mehr als drei Jahren beschlossen. Der erste Versuch war vor allem an der Quellengrundlage gescheitert. Die Karlsruher Richter mussten davon ausge...

Velten Schäfer

CDU beteuert Rückhalt für Merkel

Angela Merkel verteidigt ihre Flüchtlingspolitik, die CSU bleibt auf Distanz. Laut einer aktuellen Umfrage ist die Popularität der Kanzlerin zuletzt wieder deutlich gestiegen.

Seite 2

Aggressiv und kämpferisch

Der Bundesrat hatte den Verbotsantrag gegen die 1964 in der alten Bundesrepublik gegründeten Nationaldemokratische Partei (NPD) im Dezember 2013 eingereicht. Grundlage ist Artikel 21, Absatz 2 des Grundgesetzes. Auf 264 Seiten und gestützt von über 300 Belegen wird darin das Bild einer antidemokratischen, menschenverachtenden und rassistischen Partei skizziert, die in der Tradition des Nationalsoz...

Andere sind auch nicht besser

Für die rechtsextreme NPD kommt der Prozesstermin zur Unzeit: 2016 wird für die NPD das entscheidende Jahr. Denn es wird gewählt. Doch man hat bundesweit harte Konkurrenz am rechten politischen Rand erhalten.

ndPlusRené Heilig, Karlsruhe

Letzter Halt Karlsruhe

Sind die Tage der NPD gezählt oder stärkt das Bundesverfassungsgericht letztlich die Position der Rechtsextremen? Am Dienstag beginnt die Verhandlung zum Parteiverbot vor dem Zweiten Senat.

Seite 3
ndPlusKurt Stenger

Gesteuert, nicht begrenzt

Angesichts der vielen Flüchtlinge stellt sich die Politik die Frage: Wo sollen sie wohnen? Die Wirtschaft interessiert sich mehr für die Frage, wie sie Jobs finden können.

Andrej Holm

Häuser für den Profit, nicht für Menschen

Wo sollen die Flüchtlinge alle wohnen? Versteckt hinter der Wir-schaffen-das-Rhetorik präsentieren sich nun ausgerecht all jene als Retter in der Not, die unsere Städte in die Wohnungsnot manövriert haben.

Seite 4
ndPlusIngolf Bossenz

Instinkt der Infamie

Nach wie vor liegt der Missbrauchsskandal als tiefdunkler Schatten über der römisch-katholischen Kirche. Trotz jahrelanger Aufklärung und hochrangig besetzter Gremien ist die entscheidende Frage unbeantwortet.

ndPlusUwe Kalbe

Lob bis zum Abwinken

Nachdem Sigmar Gabriel nun aus allen Richtungen Ärger für seinen Vorschlag bekommen hat, ein Solidaritätspaket für Inländer aufzulegen, bleibt nur noch eine Frage zu klären: War es das?

Silvia Ottow

Wildwuchs statt Qualität

Der Patient kann niemals sicher sein, ob er mit seinem kleinen ambulanten Eingriff auch wirklich an der für ihn besten Stelle gelandet ist.

ndPlusGuido Speckmann

Die Macht des Films

In Pakistan gibt es jedes Jahr rund 1.000 Ehrenmorde. Die Journalistin Sharmeen Obaid-Chinoy hat einen besonders dramatischen Fall einer 19-jährigen dokumentiert. Das Mädchen überlebte den Versuch ihres Vaters sie zu töten.

Kathrin Gerlof

»In einer Welt ....

2000 gründete sich mit dem Geld von Arbeitgebern (das sind die, die anderen die Ergebnisse ihrer Arbeit wegnehmen, um daraus Profit zu machen) die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Sie hat seit 16 Jahren einen Lauf.

Seite 5
ndPlusPeter Nowak

Rechten Taten auf der Spur

»Gersdorf - Heil Hitler rufende Gruppe verprügelt Anwohner«, »Pirna - brutaler Angriff auf Asylsuchende mit abgebrochenem Flaschenhals«, »Altenberg - Nazi mit Stahlhelm und Hakenkreuz greift Geflüchtete an«. Das sind drei von 107 rechten Vorfällen in den letzten 2 Monaten in Sachsen. Sie sind auf einer Liste zu finden, die die ehrenamtlich arbeitende Antirassistischen Initiative Berlin (ARI) kürzl...

ndPlusAert van Riel

BND will sich selbst kontrollieren

Guido Müller hatte zuletzt die ausufernden Spionagetätigkeiten des BND heruntergespielt. Dass er nun Ambitionen hat, Geheimdienste zu kontrollieren, wird sogar in Teilen der Union kritisch gesehen.

Hendrik Lasch, Dresden

Einer löscht, einer zündelt

Richtungsstreit oder Spiel mit verteilten Rollen? Im Umgang mit rassistischen Vorfällen in Sachsen zeigt sich die CDU erneut gespalten. Für die LINKE sitzen in der Unionsfraktion "geistige Brandstifter"

Seite 6
Christina Palitzsch

Ein Tag gegen Antiziganismus

Ein gesamtgesellschaftliches Bündnis aus 25 Organisationen bekundet seine Solidarität mit den Sinti und Roma Europas, um der wachsenden Diskriminierung entgegenzutreten.

Seite 7
Takis Tsafos, Athen

Für 3000 Euro »neue geheime Wege«

Ein Zaun im Süden des Balkans droht zum Symbol des Scheiterns der europäischen Flüchtlingspolitik zu werden. Tausende Menschen flehen die mazedonischen Behörden an: »Öffnet die Grenze!«

ndPlusReiner Oschmann

Super Tuesday kann vorentscheiden

Ist Donald Trump noch zu stoppen? Das ist die wohl spannendste Frage, die die US-Politik vor dem »Super Tuesday« umtreibt. Und Bernie Sanders kämpft mit der vom Establishment gestützten Clinton auf Augenhöhe.

ndPlusJan Keetman

Erdogan - der beleidigte Präsident

Drei Monate saßen der Chefredakteur der Istanbuler »Cumhuriyet« und ein Kollege in Untersuchungshaft. Wenn es nach Staatspräsident Erdogan geht, kommen sie da auch wieder hin.

Seite 8

Vorwürfe abgestritten

Der australische Kardinal Pell hat immer bestritten, Missbrauchsfälle in der Kirche vertuscht zu haben. Dabei bleibt er auch unter Eid vor einer Regierungskommission.

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Jawlinski meldet sich für den Kreml

Die Jabloko-Partei rüstet für Russlands Präsidentenwahl. Ihr Kandidat Jawlinski hat aber keine Chance - auch weil die Demokraten uneins bleiben.

Irina Wolkowa, Moskau

Russische Wechsel auf die Zukunft

Die Privatisierung russischen Staatseigentum steht einmal mehr auf der Tagesordnung - wie einst unter Boris Jelzin in den 90ern.

Seite 9

DGB: Löhne sehr ungleich verteilt

Berlin. Beschäftigte in Deutschland haben trotz Lohnerhöhungen 2015 im Schnitt 20 Euro weniger verdient als 1992. Das ist ein Ergebnis des Verteilungsberichts des DGB, der am Montag veröffentlicht wurde. Zwar sei der durchschnittliche Bruttolohn seit 1991 von 1659 auf 2721 Euro gestiegen - ein Plus von 64 Prozent. Der Zuwachs sei aber durch höhere Abgaben und steigende Preise zunichte gemacht word...

ndPlusHermannus Pfeiffer

Inflation wieder passé

Der niedrige Ölpreis drückt auch in Europa auf die Inflation. Die Europäische Zentralbank könnte deswegen bald handeln.

Simon Poelchau

Schlusslicht in Westeuropa

Ende Juni beschließt die Mindestlohnkommission eine Anhebung der gesetzlichen Lohnuntergrenze. Mit einem Plus von voraussichtlich 30 Cent wird diese mager ausfallen.

Seite 10
ndPlusMartin Ling

Ausbildung schafft keine Arbeitsplätze

Der Entwicklungsminister geht, der Innenminister kommt. Nahtlos schließt sich der Besuch von Thomas de Maizière (CDU) in den Maghrebländern Marokko, Tunesien und Algerien jenem von Gerd Müller (CSU) an, der am Sonntag zurückkehrte. »Schaffen wir es nicht, die nordafrikanischen Mittelmeerstaaten bei ihrem gesellschaftlichen Umbruch erfolgreich zu unterstützen, machen sich die Menschen auf der Suche...

ndPlusJohannes Süßmann, Quito

Blutrache im Regenwald

Durch die Erdölförderung im ecuadorianischen Nationalpark Yasuní sind die Territorien der dort lebenden Ureinwohner drastisch geschrumpft. Immer wieder kommt es zu blutigen Zusammenstößen.

»Wir müssen die Schwachen stärken«

Um Simbabwe ist es in den hiesigen Medien zuletzt ziemlich still geworden, seit die EU vor einem Jahr im Februar 2015 die meisten der Anfang der 2000er Jahre gegen die Regierung Mugabe verhängten Sanktionen aufhob. War das sinnvoll, auch wenn Langzeitherrscher Robert Mugabe weiter autokratisch regiert? Ja. Die Sanktionen haben vor allem die normalen Menschen zu spüren bekommen. Die Aufhebung ...

Seite 11

Charité mit Gewinn

Die Berliner Charité hat 2015 erneut einen Überschuss erwirtschaftet. »Wir sind wieder positiv«, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Max Einhäupl am Montag in Berlin. Das Plus liegt bei 3,7 Millionen Euro. Damit schreibt die Universitätsmedizin bereits das fünfte Jahr in Folge schwarze Zahlen. Dies sei ein Zeichen dafür, dass sich die Prozesse in der Charité konsolidiert hätten, so Einhäupl. Noch ...

LAGeSo-Leiter in Haft

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen die Verdächtigen in der Korruptionsaffäre im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). Die beiden Hauptbeschuldigten - ein Referatsleiter aus dem LAGeSo und der Chef einer Sicherheitsfirma - befinden sich in Untersuchungshaft, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte. Der Vorwurf laute auf gewerbsmäßigen Betrug in ...

Sechs inklusive Schulen

Zum Beginn des Schuljahres 2016/2017 werden die ersten sechs von insgesamt 36 Inklusiven Schwerpunktschulen in Berlin eingerichtet. Diese Schulen sind personell, räumlich und sächlich besser ausgestattet, so dass sie Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf wie »Körperliche und motorische Entwicklung«, »Sehen«, »Hören und Kommunikation«, »Geistige Entwicklung« und »Autismus« in die Regelschule...

ndPlusBernd Kammer

Gute Fahrt in den Frühling

Endlich Frühling. Wie haben wir ihn herbeigesehnt nach diesem schier endlosen Winterdesaster mit ekligem Aprilwetter und Schneeabstinenz. Sogar einen Tag länger als üblich mussten wir aushalten, bis er uns heute zumindest beim Blick auf den Kalender ein wenig das Herz erwärmen darf. Besonders für Radler und Tänzer hält er großartige technische Neuerungen parat: Am S- und U-Bahnhof Pankow wurde am ...

Maria Jordan

Grüne fordern nachhaltige Unterkünfte

Die Grünen schlagen ein eigenes Konzept zur langfristigen Unterbringung von Geflüchteten vor. Es soll nachhaltig, kostengünstig und lebenswert sein.Die bisher von Senat und Koalition geplanten Modulbauten reichten nur für die aktuell in Notunterkünften untergebrachten Flüchtlinge, nicht aber für diejenigen, die noch kommen werden. »Wir müssen 2016 mit mehreren Zehntausenden Neuankömmlingen rechnen...

ndPlusJohanna Treblin

Morddrohung gegen Innensenator

Sollte das alternative Hausprojekt in der Rigaer Straße geräumt werden, wollen Unterstützer linker Strukturen Millionensachschaden anrichten und Innensenator Frank Henkel im "Kofferraum" sehen.

Seite 12
Georg-Stefan Russew

Hoffen auf ein Bleiberecht für den Coach

Dem Co-Trainer der Flüchtlingsmannschaft »Welcome United« droht die Abschiebung. Selbst Prominente fordern ein Bleiberecht für den Mazedonier.

ndPlusAntje Müller

Der schöne Schein

Einfach nur teuer und antiquiert oder bedeutender Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt? Der Streit um die Berliner Gaslaternen geht weiter. Jetzt kommt ein neues Argument auf den Tisch.

Nicolas Šustr

Weniger Flüge, bessere Luft

Der Umweltverband BUND fordert von Bund und Senat wirksame Maßnahmen gegen das ungehemmte Flugverkehrswachstum, da sonst Klimaziele nicht erreicht würden.

ndPlusAndreas Fritsche

Deutliches Plus mit dem Plusbus

Wenn Busse stündlich kommen und auch am Wochenende, dann steigen in ländlichen Regionen viel mehr Menschen zu. In Brandenburg soll es mehr Plusbusse geben.

Wilfried Neiße

Frauen sollen öfter »Action!« rufen

Für einen Frauenförderplan auch im Filmwesen will sich die LINKE stark machen. Noch immer reichen aus Sicht der Partei zu wenige Frauen bei den Fördergremien Filmprojekte ein.

Seite 13

Brinkmann darf klagen

Stralsund. Im Rechtsstreit um die Gültigkeit des Jahresabschlusses der P+S-Werften aus dem Jahr 2010 hat das Landgericht Stralsund die Klage von Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann zugelassen. Demnach ist Brinkmann berechtigt, gegen die von ihm als Insolvenzverwalter vertretenen P+S-Werften zu klagen, wie der Vorsitzende Richter, Siegfried Imkamp, am Montag sagte. Brinkmann hatte geklagt, weil e...

Die Opposition befürchtet Zeitspiel

Schwerin. Nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern zum E-Mail-Streit im Werften-Untersuchungsausschuss in der letzten Woche bleibt das weitere Vorgehen zunächst offen. Überraschend fasste das Gremium in seiner Sitzung am Montag keinen Beschluss dazu. Die SPD/CDU-Koalition habe erklärt, sie habe das 27-seitige Urteil noch nicht auswerten können, teilten LINKE und Grüne ...

ndPlusHans-Gerd Öfinger

RTL im Kommunalwahlkampf

Mängel und Engpässe grassieren nach einem kritischen Medienbericht am 2012 teilprivatisierten Wiesbadener Klinikum. Vor der Kommunalwahl wird nun eine Rekommunalisierung gefordert.

Seite 14

Orchester spielen für Geflüchtete

Drei Spitzenorchester in Berlin laden Flüchtlinge und ihre Helfer am Dienstag zu einem gemeinsamen Konzert ein. Es steht unter dem Motto »Willkommen in unserer Mitte«. Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übernommen. Rund 2200 kostenlose Tickets waren zu vergeben.Bei dem Konzert in der Philharmonie treten nacheinander die Staatskapelle, das Konzerthausorchester und die Berl...

Berlin Festival fällt aus

Noch im letzten Jahr kamen mehr als 10 000 Besucher zum Berlin Festival an der Arena in Treptow. Doch für für dieses Jahr haben sich die Veranstalter eine »Kreativpause« verordnet, wie sie in einer Mitteilung am Montag bekannt gaben. »Auch wenn wir mit der Ausgabe des Berlin Festivals 2015 im Arena Park das Gefühl hatten, dass das Festival ein neues Zuhause gefunden hat und ein Stück weit angekomm...

Philharmonie: Intendant hört 2017 auf

Martin Hoffmann, der Intendant der Berliner Philharmoniker, gibt 2017 seinen Job auf - ein Jahr vor dem Amtsantritt des neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko. Der noch amtierende Chefdirigent Sir Simon Rattle dankte Hoffmann am Montag für eine sechsjährige gute Zusammenarbeit.»Er hat einen der schwierigsten Jobs in unserer Branche mit gesundem Menschenverstand, gutem Humor und einem großen Maß an K...

Ariane Mann

Zwei Städte zu Beginn des Krieges

»Es gibt keine Chance, die Geschichte zu ändern. Man kann aber dafür sorgen, die Zukunft so zu gestalten, dass es keine Konflikte mehr gibt«. Für Monika Wielunska, Schülerin des Katholischen Gymnasiums in Łódź, ist das eine Erkenntnis, die sie aus dem Erforschen der leidvollen Geschichte ihrer Heimatstadt gewonnen hat. Nadine Mecke von der Neuen Oberschule Braunschweig hat vor allem gelernt, dass ...

ndPlusHagen Jung

Borkum will keinen Schlick

In einem Naturschutzgebiet der Nordsee nahe der Insel Borkum wollen die Niederlande rund 2,3 Millionen Kubikmeter ausgebaggerten Sand und Schlick verklappen.

Matthias Hoenig, Neukirchen

Im Alter intensiv

Farbensatt, romantisch und episch - das Spätwerk Emil Noldes, das jetzt erstmals umfassend gezeigt wird, fesselt den Betrachter.

ndPlusStefan Amzoll

Vive la France!

Französischer Esprit mitten in Berlin. Chansons trällerten schon im Foyer. Die Karten rissen hübsche junge Mädchen mit jakobinischen roten Mützen ab. Reges Treiben in jenem Haus, das von Schinkel einst erbaut, im Hitlerkrieg zerbombt und in DDR-Tagen wieder errichtet wurde. Präsenz französischer Kultur ist dem Konzerthaus keine Pflichtübung, wohl aber Selbstverständlichkeit. Hierarchien zu gehorch...

Seite 15
ndPlusTobias Riegel

Druck und Ausgleich

Der afroamerikanische Moderator Chris Rock brauchte nur einige Minuten, um die Oscar-Gala in der Nacht zu Montag mit sich selber zu versöhnen. Im Dolby-Theatre in Los Angeles verwandelte sich jeder Lacher des Publikums über die kluge und zynische Witzkanonade Rocks in ein Statement gegen Rassismus und in eine erleichterte Selbstversicherung, auf der guten Seite zu stehen. Ganz so, als würde Afroam...

Ingolf Bossenz

Tiefschläge und Tiefpunkte

Pack, Pöbel, Mob, Verbrecher. Die deutsche Debatte um Merkels Migrationskurs ist zunehmend ein Wettstreit um Verbalinjurien und eine Bankrotterklärung der Politik, ihrer ureigensten Aufgabe in der Demokratie nachzukommen.

Seite 16

Einblicke

Von der Nobelpreis-Medaille von Ferdinand Braun aus reinem Gold bis zur Werkstattzeichnung Otto Lilienthals zur Konstruktion des »Normal-Segelapparats« - die Schätze in den Archiven des Deutschen Museums in München füllen 4,7 Regalkilometer und stammen aus allen Bereichen von Wissenschaft und Technik. Zum bundesweiten »Tag der Archive« gewährt das Museum an diesem Samstag einen Blick in seine Scha...

Neue Software soll helfen

Rund sieben Jahre nach dem Einsturz des Historischen Archivs in Köln sind Experten immer noch damit beschäftigt, damals auseinandergerissene Dokumente wieder zusammenzusetzen. Nach Angaben der Stadt greifen die Restauratoren und Archivare dabei nunmehr auf eine Software zurück, die Risslinien erkennt und zuordnet, Wortfetzen kombiniert und so mitunter ganze Seiten rekonstruieren kann. Bei dem Eins...

Zirkus als neue Bühne

Wilfried Schulz, der künftige Intendant des Düsseldorfer Schauspiels, fügt den beiden provisorischen Spielstätten seines Theaters eine weitere hinzu: Ein Zirkuszelt wird zu Beginn seiner ersten Spielzeit im Herbst 2016 vorübergehend zur Bühne. Das Zelt für 500 Zuschauer werde am Ende der Königsallee stehen (»Kö«), sagte Schulz am Montag in Düsseldorf. Der 63-Jährige ist derzeit noch Chef des Staat...

Orchester wird zum Botschafter

Das West-Eastern Divan Orchestra ist am Montag in Genf zum UN-Botschafter für Kultur ernannt worden. Das 1999 in Weimar gegründete Projekt steht für die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in Nahost. Es spielen israelische und arabische Musiker Seite an Seite. »Die Arbeit des Orchesters ist Zeugnis für die Macht der Musik, um Barrieren abzubauen und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen«...

Michael Saager

Wahrscheinlich Ecstasy

Die prallen Boulevardgeschichten sind selten die netten. Sie handeln von Abstürzen und Exzessen. Was, nebenbei, ein bisschen an besonders risikofreudige Sportereignisse erinnert, wo der Zuschauer ja auch möglichst harte und brutale Bilder sehen will, wie zuletzt beim sturzsatten Skirennen auf der Streif - heulsusige Live-Kommentare (»Das sind Bilder, die wir nicht sehen wollen!«) hin oder her.Im P...

Hans-Dieter Schütt

Halt deinen Straßenrand!

Das Licht ist ein Maler. Denn ein einziger Schwenk eines Scheinwerfers zaubert einen großen schwungvollen Bogen Helle auf die Bühne. So leicht entsteht eine kurvige Straße. Eine Spiel-Straße. Und der große Bogen - genau um den geht es. Um den großen Bogen Welt. Oder eher um den großen Bogen, den man um die Welt schlagen muss, um sich selbst näher zu kommen. Aus dem Boden hervor bricht plötzlich ei...

Seite 17

Klage gegen ZDF abgewiesen

Im Streit zwischen den deutschen Kabelnetzbetreibern und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat das Mainzer Verwaltungsgericht eine Klage des Kabelanbieters Unitymedia gegen das ZDF als unzulässig abgewiesen. Der von dem Kabelanbieter eingeforderte Entgeltvertrag mit dem ZDF müsse über ein Zivilgericht eingeklagt werden, urteilten die Richter in ihrer am Montag bekanntgegebenen Entscheidung. Unit...

Ismail Küpeli

Kein TV-Sendeplatz mehr für kritische Berichterstattung

Wer in der Türkei über zivile Opfer des türkischen Militärs berichtet, muss damit rechnen, von der regierenden AKP der Terrorpropaganda beschuldigt zu werden, wie der oppositionelle TV-Sender IMC leidvoll erfahren musste.

Seite 19

Kurz vor der WM: Die deutschen Biathleten bekommen die nd-Sportpokale

In Ruhpolding bereiteten sich dieser Tage die besten deutschen Biathleten auf die am Donnerstag beginnenden Weltmeisterschaften vor. In Norwegens Hauptstadt Oslo wollen sie dann an die besonders erfolgreichen Titelkämpfe aus dem Vorjahr anknüpfen, bei denen sie in Kontiolahti nicht weniger als drei Gold- und zwei Silbermedaillen sammelten. Unter anderem für diese Erfolge hatten sie die Leserinnen ...

Martin Pfaffenzeller

Berlins Basketballer setzen auf ihre Nervenstärke

Beim klaren 96:65 der Bayern-Basketballer in der Bundesliga gegen Alba Berlin geraten mehrere Spieler aneinander. Am Dienstag treffen die beiden Rivalen im Eurocup wieder aufeinander. Es geht um viel.

An einen Fluch habe ich nie geglaubt

Herzlichen Glückwunsch zum Pokalsieg. Viel Schlaf dürften Sie danach kaum bekommen haben. Nein, wir mussten schon am Morgen zum Flughafen. Die Feier ging so etwa bis um vier. Der Bus vom Hotel fuhr um acht Uhr los. Haben sie bei all der Feierei mal an den 1. Februar 2004 gedacht? Warum denn an diesen Tag? Damals verloren Sie in Dessau ihr erstes Finale mit dem SCC Berlin? Ich kann mic...

Seite 20

Uli Hoeneß vorzeitig entlassen

München. Uli Hoeneß ist wieder ein freier Mann. Nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe wurde der 64-Jährige am Montag vorzeitig aus der Haft entlassen, wie das bayerische Justizministerium in München mitteilte. Einzelheiten zum genauen Zeitpunkt und zum Ort der Entlassung nannte es nicht. Hoeneß kam auf Bewährung frei. Die Frist beträgt drei Jahre. Nach Angaben seines Sohn...

Im Angebot: Heroin, Pässe, Waffen

Ermittler haben bei einer internationalen Großrazzia Betreiber und Nutzer von geheime Internet-Marktplätzen festgenommen, darunter fünf deutsche Beschuldigte.