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unten links

Kopfgeldjäger genießen keinen guten Ruf, gelten sie doch als grobschlächtig und wenig rücksichtsvoll. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie traditionell auf der Suche nach seltenen Vögeln sind, die keinen Deut besser sind. Im Übrigen dürfen unschöne Charaktereigenschaften kein Grund sein, ihnen das Menschenrecht auf Beschäftigung, angemessene Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Entlohnun...

Am Telefon: Mr. President

Washington. Erstmals nach dem Amtsantritt von Donald Trump wollen der neue US-Präsident und Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Sonnabend miteinander in direkten Kontakt treten. Geplant sei ein Telefonat des Präsidenten mit der Kanzlerin, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, am Freitag in Washington mit.Trump hatte Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik wiederholt scharf kritisie...

Mehr Kameras fürs Sicherheitsgefühl

Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat im Bundestag die geplante Ausweitung der Videoüberwachung verteidigt. Sie verbessere das subjektive Sicherheitsgefühl und habe auch eine präventive Wirkung, sagte de Maizière. Mit dem geplanten Gesetz, das am Freitag in erster Lesung beraten wurde, soll es möglich sein, Einrichtungen und Fahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs, Sport-, V...

Winterkorn noch verdächtiger

Braunschweig. Im VW-Abgas-Skandal rückt der frühere Vorstandschef Martin Winterkorn zunehmend ins Visier der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Gegen ihn werde nun auch wegen des Anfangsverdachts des Betruges ermittelt, teilte die Behörde am Freitag mit. Es hätten sich »zureichende tatsächliche Anhaltspunkte« dafür ergeben, dass Winterkorn früher als von ihm öffentlich behauptet Kenntnis von der »ma...

Aert van Riel

Verdrehte Geschichte

Die Entscheidung des Thüringer Landesparlaments, Höcke vom Gedenken auszuschließen, ist aus guten Gründen erfolgt. Als Antwort auf die AfD werden Ausgrenzungen künftig aber nicht ausreichen.

Wie krank ist Merkel wirklich?

Berlin. Betrachtet die Bundeskanzlerin hier nur ein Bild - oder steckt mehr hinter der scheinbar harmlosen Szene? Zieht sich die einstmals mächtigste Frau der Welt aus der Politik zurück? Ausgebrannt vom Regierungsgeschäft, von EU-Ärger, vom ewigen Streit mit Koalitionspartnern. Immer diese Attacken aus München - und nun auch noch die Nervensäge Donald Trump! Was ist dran an Insideraussagen, die K...

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ndPlusJirka Grahl

Amateurtheater mit Sinn

Ihr Motto »Rettet die Amateurvereine!« ist zwar etwas dramatisch gewählt.Dennoch haben die Fußball spielenden Amateure Recht: Nicht nur angesichts der obszönen Fakten aus dem neuen Bundesligareport.

ndPlusFabian Lambeck

Kamerabeweis für beide Seiten

Schwarz-Rot will Bundespolizisten verstärkt mit »körpernah getragenen Kameras« ausstatten. Wenn der Kameraeinsatz zur Routine wird, dann muss das Filmmaterial auch gegen Beamten verwendet werden dürfen.

Klaus Joachim Herrmann

London first

Der neue Herr des Weißen Hauses, Donald Trump, hat die Britin ganz vorn auf die Besucherliste gesetzt. Zum »America first« kommt für ihn London zuerst. Dort will er auch die Beziehungen zu Europa festmachen.

Johannes Horeb

Steur-Abzug

Dass schlechter Rat für den Ratgeber teurer werden kann als es gutem Rat gemeinhin nachgesagt wird, musste jetzt der niederländische Justizminister Ard van der Steur erfahren. Der Politiker der rechtsliberalen VVD hatte seinem Parteikollegen und Amtsvorgänger Ivo Opstelten den Rat gegeben, im Parlament zu behaupten, der Staat habe an den Mafiaboss und Drogenhändler Cees H. 550 000 Euro gezahlt. Nu...

Martin Leidenfrost

Im sicheren Polen

Neulich sah Europa die größte Truppenverschiebung seit dem Kalten Krieg. Die US-Armee verlagerte 900 Wagen, 400 Kettenfahrzeuge, 400 »Humvees«, 144 »Bradleys«, 87 Panzer der Marke »Abrams« und 18 »Paladins« in den Osten der NATO. Die polnische Regierung begrüßte »Atlantic Resolve« besonders festlich. Es nahm mich wunder, dass die 3500 US-Soldaten nicht etwa an der russischen, sondern unweit der de...

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Zur Erinnerung

Das Mittelmeer ist immer noch die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Immer noch setzen trotzdem viele, viele Menschen ihr Leben aufs Spiel, um Krieg, Verfolgung, Armut und Elend zu entkommen. In den ersten 25 Tagen 2017 waren es zwar deutlich weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr - die IOM zählte 3829; 2016 waren es 48 029. Jedoch sind bereits 249 bei dem verzweifelten Versuch, nach Eur...

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Pofalla: Merkel wusste von nichts

Berlin. Der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) hat in der Affäre um staatliche Datenspionage nach eigener Aussage den Stopp von BND-Ausspähungen befreundeter Botschaften angeordnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe er nicht über den Vorgang informiert, sagte er am Donnerstagabend vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags aus. Merkel hatte am 24. Oktober 2013 ihre bereits ...

ndPlusVelten Schäfer

Was tun gegen Fake News?

Im vergangenen Dezember hausierte Innenminister Thomas de Maizière mit einem »Abwehrzentrum gegen Desinformation«. Nun beginnt eine seriöse Diskussion über den Umgang mit Internet-Falschmeldungen.

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ndPlusFabian Lambeck

Unauffällig und effizient

Im Herbst will Staatssekretärin Brigitte Zypries ihre politische Karriere beenden. Doch bevor sie in Rente gehen kann, muss sie nun das Wirtschaftsressort bis zur Bundestagswahl möglichst geräuschlos führen.

Jörg Staude

Vom Chaos zurück zum Monopoly

Die Bilanz von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: Künftig dominieren wieder die Großkonzerne die Energiewende. Und er hat Politik für die SPD-Wahlkämpfer in Nordrhein-Westfalen gemacht.

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Scharmützel in Trumps Krieg gegen Medien

Washington. US-Präsident Donald Trump und sein Chefstratege Stephen Bannon haben die Medien erneut scharf angegriffen. Trump bezeichnete in einem Fox-News-Interview einen Großteil der US-Medien als »sehr, sehr unaufrichtig«. »Ehrlich, das sind ›fake news‹. Das ist nicht echt. Sie erfinden Dinge«, erklärte er dem konservativen Fox-News-Journalisten Sean Hannity. Sein Strategiechef Bannon attackiert...

ndPlusSascha Zastiral, London

Sie kam, sah - und hofft

Theresa May ist der erste ausländische Staatsgast, der vom neuen US-Präsidenten Donald Trump empfangen wird. Die britische Premierministerin spricht von einer Ära der amerikanischen Erneuerung.

ndPlusWolf H. Wagner, Florenz

Populisten liebäugeln mit »Italien zuerst«

Das Verfassungsgericht Italiens hat das modifizierte Wahlgesetz bestätigt und den Weg für Parlamentswahlen freigegeben. Erschütterungen der politischen Lage in dem Euroland drohen in vielerlei Beziehung.

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Odile Jolys, Dakar

Mit Barrow kehrt die Hoffnung zurück

Gambia steht vor einem politischen Neuanfang: Nach 22 Jahren Regentschaft des Diktators Yahya Jammeh schwingt nun seit Donnerstag Wahlsieger Adama Barrow das Regierungszepter.

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ndPlusKurt Stenger

Was wusste Winterkorn wann?

Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass die VW-Führung nichts vom Betrug bei Diesel-Abgaswerten wusste. Die Justiz hat ebenfalls diesen Anfangsverdacht.

ndPlusSebastian Weiermann

ThyssenKrupp hat Ärger mit Aktionären

Bei der Hauptversammlung von ThyssenKrupp am Freitag in Bochum hatte Vorstandschef Heinrich Hiesinger frohe Botschaften zu verkünden. Im Aufzugsbau sei das Unternehmen innovativ, automatisierte Lenksysteme seien ein zentraler Bestandteil für autonomes Fahren. Kurz gesagt, ThyssenKrupp sei ein »leistungsfähiger Industriekonzern«. Allerdings fiel das Unternehmen beim Gewinn im vergangenen Jahr leich...

Carolin Philipp, Athen

Hängepartie um Griechenland

Im Tauziehen um neue Kürzungsauflagen für die griechische Regierung und die langfristige Tragfähigkeit der Schulden gibt es weiter keine Annäherung. Es soll aber bald eine Lösung gefunden werden.

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Ab in die Mitte

Der Suhrkamp-Verlag will innerhalb Berlins von Prenzlauer Berg nach Mitte ziehen. Geplant sei, Mitte 2019 ein neues Verlagshaus in Berlin-Mitte zu beziehen, sagte die Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil am Donnerstag. Der Sender RBB hatte zuerst darüber berichtet. Demnach soll der neue Sitz des Verlags an der Ecke Torstraße und Rosa-Luxemburg-Straße gebaut werden. Das bestätigte die Sprecherin n...

Innovativ und mutig

Der Regisseur und Medienkünstler Herbert Fritsch wird mit dem diesjährigen Berliner Theaterpreis geehrt. Die Jury sprach ihm die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zu, wie die vergebende Stiftung Preußische Seehandlung am Freitag mitteilte. Der Preis wird im Rahmen des Berliner Theatertreffens (5. bis 21. Mai) vom Regierende...

Streit um Verträge

Die Verträge der Honorarlehrer beim Goethe-Institut in Deutschland stehen auf dem Prüfstand. Wie Instituts-Sprecherin Gabriele Stiller-Kern am Freitag auf Anfrage bestätigte, bezweifelt die Deutsche Rentenversicherung, dass die Honorarlehrer wirklich freie Mitarbeiter sind. Das Goethe-Institut teilt der Sprecherin zufolge die Auffassung der Rentenversicherung nicht. Aus rechtlichen Gründen könne m...

Sebastian Bähr

Ein Heim für Skandalaufdecker

Whistleblower und kritische Journalisten sind in vielen EU-Ländern bedroht. Die Offenlegung von Korruption kann ihre Existenz zerstören oder sie sogar ins Gefängnis bringen. Einheitliche Schutzstrukturen existieren nicht.

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»Yolocaust« vom Netz

Der Autor Shahak Shapira, der Selfies auf dem Berliner Holocaust-Mahnmal mit Bildern aus den deutschen Vernichtungslagern verknüpft hat, stellt seine »Yolocaust«-Aktion nach einer Woche wieder ein. Eine Sprecherin sagte am Freitag, Shapira habe die Fotos aus dem Netz genommen. Nach Angaben Shapiras sei die Seite, auf der er das Verhalten von Mahnmal-Besuchern angeprangert hatte, von mehr als 2,5 M...

Album posthum

Zum 80. Geburtstag von Manfred Krug erscheint ein Best-of-Album, das er selbst vor seinem Tod begonnen hat. Mehr als ein Dutzend bekannter Schauspieler und Sänger haben die Lieder eingesungen - darunter Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Gunter Gabriel, Heinz Rudolf Kunze sowie Krugs »Tatort«-Kompagnon Charles Brauer im Duett mit Bill Ramsey. Auch die Tochter von »Manne«, Fanny Krug, ist...

Iranerin gegen Trump

Aus Protest gegen den »Rassismus« von US-Präsident Donald Trump will die iranische Schauspielerin Taraneh Alidousti die diesjährige Oscar-Zeremonie boykottieren. Die Hauptdarstellerin des oscarnominierten Films »The Salesman« bezeichnete am Donnerstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter die Entscheidung von Trump als »rassistisch«, Iranern und Bürgern mehrerer anderer muslimischer Länder vorläufig ke...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Studienreise: in die Wüste geschickt

Leben ist Aufbruch - irgendwann aber das Erschrecken: Niemand hat dir gesagt, wohin. Karl und Kasimir, zwei talentblasse Caféhaus-Musiker, sitzen kurz vor ihrem Auftritt in einem »elenden Bumslokal« und stecken mitten in diesem Schock: Wohin? Warum? Wie lange noch? Seit acht Jahren quälende, aufgezwungene Kollegenschaft. Hass wie in Thomas Bernhards Musiker-Dämonie »Macht der Gewohnheit«, Absonder...

ndPlusJan Freitag

Kein Hakenkreuzporno

Mit dem TV-Zweiteiler »Landgericht« ist dem Regisseur Matthias Glasner ein Film über den NS-Terror gelungen, der die Diktatur zur Statistin einer erschütternden Familientragödie macht, ohne sie zu verharmlosen.

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Felix Lill, Tokio

Dickes Lob

Japans ältester Traditionssport Sumo hat endlich wieder ein nationales Idol. Nach zwei Jahrzehnten ist ein Japaner zum Yokozuna befördert worden. Der mittlerweile kriselnden Ringdisziplin dürfte das helfen.

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Berlin ehrt ehrenamtliche Helfer

Die Stadt Berlin will am kommenden Sonntag Menschen danken, die sich in einem Ehrenamt engagieren. Dafür sollen unter anderem 10 000 Freikarten für den Berliner Tierpark verschenkt werden, kündigte die Senatskanzlei in einer Pressemitteilung am Freitag an. Auch im Rathaus, in Museen, Theatern und Schwimmbädern werde es kostenfreie Veranstaltungen geben.Der Aktionstag »Berlin sagt Danke!« war im ve...

Polizei schiebt in Lichtenberg Überstunden

Im südlichen Teil des Bezirks Lichtenberg, amtlich Polizeidirektion 6, Abschnitt 64 genannt, mussten die Polizisten 2016 mehr Überstanden machen als noch im Jahr zuvor. Und das, obwohl sie insgesamt weniger Arbeitsstunden zur Verfügung hatten. Waren es 2015 bei 277 815 Arbeitsstunden noch 2742 Überstunden, kamen die Polizisten im darauffolgenden Jahr bei nur noch 272 590 Arbeitsstunden bereits auf...

So viele Lehrplätze frei wie noch nie

Die Berliner Wirtschaft hatte 2016 so viele Ausbildungsplätze wie nie zuvor zu vergeben - und wie nie zuvor blieben viele davon unbesetzt. »Der Berliner Ausbildungsmarkt hat ein Besetzungsproblem«, sagte Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), bei der Jahrespressekonferenz zum Thema Ausbildung. Die Mitglieder der IHK hatten im vergangenen Jahr 14 804 Ausbildungsplätz...

Andreas Fritsche

Bitte Danke sagen

Man kann sich gar nicht oft genug bedanken bei den Menschen, die bereitwillig ihre Freizeit opfern und ehrenamtlich arbeiten, um die Welt ein bisschen besser und freundlicher zu machen, ohne dafür Geld zu verlangen.

ndPlusTim Zülch

Im Landesamt für Flüchtlinge herrscht Chaos

Familiennachzug, Wohnungsnot und ungeklärter Aufenthaltsstatus sind die Probleme laut Flüchtlingsaktivisten. Die Senatorin legt drauf und kritisierte das Landesamt. Sogar Besetzungen seien eine Option.

ndPlusSamuela Nickel

Besser wohnen in Marzahn

Nach jahrelanger Planung steht der erste von 32 Fertighaus-Wohnblöcken für geflüchtete Menschen bereit. Die Senatorinnen Elke Breitenbach und Katrin Lompscher (beide LINKE) loben das Ergebnis.

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Tomas Morgenstern

Alle Bauten am BER genehmigt

Der letzte am Flughafen BER noch ausstehende Bauantrag ist erteilt. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde genehmigte am Freitag den sechsten Nachtrag über Restarbeiten im Terminal.

Gisela Gross

Eine Klinik probt den Ernstfall

Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe: Dank unangemeldeter Übungen sollen Krankenhäuser für Notfälle gewappnet sein. Aber wie bewältigt eine Klinik Dutzende Verletzte auf einen Schlag?

ndPlusSteffi Bey

Das befreite Moor

Kohlenstoffspeicher, Biotop und Lebensraum: 76 ausgewiesene Moore gibt es in Berlin - viele in einem schlechten Zustand. Jetzt wurde der westliche Moorarm der Krummen Laake renaturiert.

ndPlusAndreas Fritsche

Spätaussiedler geben Sprachkurse

Mit 56 Vorschlägen für den Landesintegrationspreis hatte die Jury dieses Mal eine besonders große Auswahl. Am Freitag wurde der Preis zum neunten Mal vergeben.

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Blaue Stunde in der Kaiserstadt

Tangermünde. Das Rathaus in Tangermünde während der blauen Stunde: Tangermünde im Norden von Sachsen-Anhalt gehört zu jenen Städten, die ihr mittelalterlich anmutendes Stadtbild bis heute bewahren konnten. Auf einer Hochfläche über der Mündung des Tangers in die Elbe liegen die alte Burg und die vor etwa 800 Jahren in ihrem Schutze entstandene Stadt. Im Jahr 1373 erwarb Kaiser Karl IV. die Mark Br...

Unfallzahlen im Forst stark gesunken

Erfurt. Die Unfallwahrscheinlichkeit im Thüringer Forst ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesunken. Bezogen auf eine Million Arbeitsstunden ereigneten sich in den 1990er Jahren regelmäßig zwischen 96 und 129 Unfälle von Waldarbeitern. Dies geht aus einer aktuellen Statistik des Thüringer Forstverwaltung hervor. Im Jahr 2015 waren es nur noch 60 Unfälle. Hauptgrund für die Entwicklung sei d...

ndPlusHagen Jung

Politische Bildung und das Moos

Als einziges Bundesland hatte Niedersachsen seit 2004 keine Landeszentrale für politische Bildung. CDU und FDP hatten sie abgeschafft. Nun stimmte sogar die heute oppositionelle CDU für die Neueinrichtung.

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Mörderisch

Zunächst muss etwas klargestellt werden. Denn auch Claudia Roth dankte am Donnerstagabend im Martin-Gropius-Bau posthum Roman Herzog, den Gedenktag für die Opfer des »Nationalsozialismus« initiiert zu haben. Gleiches wurde am Dienstag beim Trauerakt für den ehemaligen Bundespräsidenten behauptet. Doch nicht dem CDU-Politiker, der vor seiner politischen Karriere wissenschaftlicher Assistent beim NS...

Ein Fünftel der Radwege marode

Rostock. Etwa 20 Prozent der Strecken auf den vier wichtigen Radfernwegen in Mecklenburg-Vorpommern sind laut Landestourismusverband in einem schlechten Zustand. Die Oberflächen der Wege seien teilweise stark verwittert, zugewachsen oder beschädigt, zudem sei oft die Beschilderung lücken- oder mangelhaft, sagt Geschäftsführer Bernd Fischer. Auch Rastplätze seien in einem ungenügenden Zustand. Bert...

Lucía Tirado

Rache an der Fledermaus

Man könnte fast sagen, Berlin erlebe endlich mal einen Theaterskandal. So weit reicht es dann aber doch wieder nicht. Es bleibt letztlich bei Regieausschweifung und viel Fleisch. In einer Fassung von Julia Lwowski, Yassu Yabara und Tobias Schwencke zeigt die Neuköllner Oper »Die Fledermaus« nach Johann Strauss. Der Besuch ist wegen »sexuell expliziter Szenen« erst ab 18 Jahren erlaubt. Mit solchen...

ndPlusStefan Amzoll

Amerika von seinen besten Saiten

Es wird groß was los sein währender zweiten Februarhälfte. Allerdings in Abwesenheit des berühmten Julliard String Quartet. Mit dem Slogan »Stars and Styles and Music, Music, Music!« kündigt das ehrwürdige Konzerthaus sein »Festival USA« an. Tolle Sache. Frischer Wind dürfte das Haus wiederum durchlüften. Dass die Julliards nicht eingebunden wurden, hat allein terminliche Gründe. Aber das eröffnet...

Jörg Schurig, Dresden

Sigmund Jähn als Räuchermann

Ein Regierungschef erhält nicht nur zum Geburtstag Geschenke. Wann immer ein Gast kommt, hat er auch ein Mitbringsel im Gepäck. Die Präsente füllen in Sachsens Staatskanzlei inzwischen ein ganzes Depot.

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ndPlusWolfgang Hübner

Halleluja, Trump!

Am ersten Tag stieg Gott aus seinem Hochhaus zu den Menschen herab und sprach: Ich verkündige euch eine große Freude, denn sehet, ich bin euer Erlöser, und ich habe eine prachtvolle Unterschrift geübt, mit der ich von nun an jeden Tag, den ich werden lasse, ein Dekret unterschreibe, mir zum Nutzen und euch zum Frommen. Und er unterschrieb die Abschaffung der Krankenversicherung und sprach: Wozu br...

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2. »Deutschland ist ein sehr gleiches Land«

Die Ungleichheit sei hierzulande »recht unspektakulär«, schreiben die Ökonomen Lars P. Feld und Christoph M. Schmidt. Denn »hinsichtlich der Einkommensverteilung rangiert Deutschland etwa im Mittelfeld der OECD-Länder«. Kein Grund zur Aufregung oder Umverteilung?GegenargumentEs stimmt, in vielen Ländern sind die Einkommen ungleicher verteilt als in Deutschland. Allerdings ist die Kluft zwischen Ar...

1. »Die Armen sind gar nicht arm«

Manche Medien und Forscher behaupten seit einiger Zeit, die Armen seien eigentlich gar nicht arm. »Ein statistischer Trick macht es möglich, dass die Armut auf dem Papier zunimmt, obwohl sich die Lebensverhältnisse in Wirklichkeit seit Jahren günstig entwickeln«, schreibt zum Beispiel die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«. Das Wochenblatt »Die Zeit« spricht von einem »Armutsschwindel«. Und der Stat...

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6. »Wir brauchen bloß Bildung!«

Menschen mit höherer Bildung verdienen in der Regel mehr, unqualifizierte Bürgerinnen und Bürger hingegen weniger. »Bildung ist mit Abstand die effektivste Möglichkeit, Ungleichheit zu verringern«, behauptet beispielsweise Professor Andreas Peichl vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim.GegenargumentUnbestreitbar ist, dass besser Gebildete höhere Einkommen erzielen. Doch darau...

3. »Globalisierung und Technologie sind schuld«

Nach diesem Argument sind nicht die Politik oder das Wirtschaftssystem schuld an der Ungleichheit, sondern ökonomische Trends. Nämlich erstens die Globalisierung - sie sorgt dafür, dass Unternehmen Produktion in Billiglohnländer auslagern oder preiswerte Importware inländische Produzenten vom Markt fegt. Zweitens die Technologie: Maschinen ersetzen einfache Tätigkeiten. Der Lohn der Unqualifiziert...

4. »Ungleichheit ist leistungsgerecht«

Klar, wird gesagt, Ungleichheit gibt es, aber das ist nur angemessen. Denn schließlich sind die Menschen ja auch unterschiedlich leistungsfähig. Diese Unterschiede spiegeln sich im Einkommen und im Vermögen. Und das ist auch gut so - wer mehr leistet, soll ja auch mehr verdienen. Alles andere ist »DDR«. Armut ist daher kein Grund zur Aufregung, sondern nur gerecht. GegenargumentZunächst scheint es...

5. »Wir brauchen Chancengleichheit«

In Deutschland ist die »soziale Mobilität« gering. Das bedeutet: Wer aus reichem Hause kommt, bleibt meist Teil der Oberschicht. Wer aus armem Hause kommt, bleibt unten. Das ist ungerecht. Um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, muss daher die Chancengleichheit erhöht werden. »Chancengleichheit ist der Schlüssel zum Erfolg, nicht Umverteilung«, schreibt die »Süddeutsche Zeitung«. Gegenargument: Tatsäch...

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Nachrufe

Heinrich Senfft 26. 4. 1928 - 14. 1. 2017 Die Liste seiner Mandanten liest fast wie ein »Who is who?« des linksliberalen Spektrums in Deutschland. Heinrich Senfft war einer der prominentesten Anwälte der Bundesrepublik; der Vorkäufer eines Berufszweiges, der sich heute Medienanwalt nennt. Freunde bezeichneten ihn als aufrechten Demokraten; im politischen Koordinatensystem der Bonner Repu...

ndPlusJirka Grahl

»Sie haben ihr Leben, ich meins«

Zuletzt entsprach Dagur Sigurdsson wieder seinem Ruf als wortkarger Eigenbrötler: Als der Handball-Bundestrainer am Montag dieser Woche in Berlin-Tegel landete, war er von den wartenden Reportern zu keinem Statement mehr zu bewegen. Schweigend verließ er das Terminal. Die »größte Enttäuschung« in seiner Zeit als deutscher Nationalcoach hatte der 43-jährige Isländer bereits am Sonntag nach dem 20:2...

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»Wir betreten das Terrain des zivilen Ungehorsams«

Die antikapitalistische CUP ist keine traditionelle Partei, sondern ein Bündnis lokaler Wahlplattformen. Bis 2012 nur auf kommunaler Ebene aktiv, sitzt sie seit einigen Jahren auch im katalanischen Parlament.

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ndPlusPaula Irmschler

Antifa, do it again!

»Make Dresden great again«: Der Patriotismus in Dresden ist ziemlich furchtbar. Ein großes Nerv-Problem ist die Opfermentalität der Ahnungslosen. Aber deswegen gleich nach Köln fliehen? Um Jottes Willen!

Ein sympathischer Teufel

Sie wurde als Kind eines Musiklehrers und einer Weinstubenwirtin in München geboren. Der Vater, ein jähzorniger Trinker, verbot seiner Tochter alles, was diese liebte, mitunter sogar das Klavierspielen. Häufig rebellierte sie, auch gegen ihre Geschwister. »Sie war ein sympathischer Teufel«, witzelte ihr Bruder später. Die Schule absolvierte sie ohne größere Probleme. Sie habe den Unterricht »...

ndPlusSilvia Ottow

Neue Magdwirtschaft

Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Lohnentzug - und das alles mitten in einer demokratischen Gesellschaft. Das ist erst mal kaum zu glauben, doch auch heute noch gibt es viele Fälle von Sklaverei.

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Felix Bartels

Mit dem Weltbild eines Kleinkinds

Es fällt schwer, den Trump an Trump auszublenden. Den stets deplatziert wirkenden Hampelmann, narzisstischen Wichtigtuer mit Syntax und Wortschatz eines Viertklässlers, das Arschloch, das Behinderte nachäfft und Frauen wie Dreck behandelt, den hochmütigen Narren, der seine Unbildung für einen Vorzug hält. All das, und was dergleichen mehr ist, trübt den Blick auf die Politik, die sich in seiner An...

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Weniger ist nicht immer mehr

Ein Gesetz kann vieles regeln, aber längst nicht alles. Immer ist auch entscheidend, wie der »Geist« eines Gesetzes in der Praxis zur Geltung kommt. So ist ein Bundesqualitätsgesetz für die Kitas zwar ein erster, wichtiger Schritt für mehr pädagogische Qualität in der frühkindlichen Bildung. Viel wichtiger ist aber, wie die Beteiligten in diesem Bereich in die Gestaltung z. B. der Räume mit eingeb...

Bildungslexikon

Frühkindliche Bildung. Mit der Debatte nach der ersten PISA-Studie vor rund 15 Jahren wurde auch die Frage nach frühkindlicher Bildung aufgeworfen. 2008 wurde das Kinderförderungsgesetz verabschiedet, das zwar eine qualitative Förderung versprach, aber zunächst lediglich zum quantitativen Ausbau des Betreuungsangebots führte. Der Qualitätsaspekt spielte auch keine Rolle, als 2013 der Rechtsanspruc...

Lena Tietgen

Der dritte Pädagoge

Der Begriff »dritter Erzieher« kommt aus der Reggio-Pädagogik und bezeichnet den Raum, in dem Kinder sich aufhalten, in dem sie spielen, sich bewegen, zurückziehen oder lernen. Er soll sowohl »Geborgenheit« wie »Herausforderungen« vermitteln (sowiport.gesis.org). Reggio-Pädagogik selbst ist ein relativ junger Zweig der Reformpädagogik, die Anfang der 1970er Jahre von dem Pädagogen Loris Malaquzzi ...

Jürgen Amendt

Drei Quadratmeter pro Kind

»Weniger ist mehr« ist eines der Grundprinzipien in einer Kita: weniger Spielsachen, weniger Möbel, dafür mehr Platz für eigene Kreativität. »Weniger ist mehr« gilt allerdings nicht für die Größe der Räume, denn gerade die Kleinsten brauchen Platz - zum Spielen, zum Toben. Durchschnittlich drei Quadratmeter Innenraum steht einem Kita-Kind in Deutschland zur Verfügung. Das ist zu wenig, sagt die fr...

Seite 25
ndPlusTom Mustroph

Von der Auto- zur Sensorstadt?

Die Hymnen auf die »Smart Cities« der Zukunft erinnern an den Irrweg der autogerechten Stadt, die durch Verkehrsschneisen zerschnitten wurde. Eine rein technische Planung geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.

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Elke Bunge

Dinosaurier starben durch Kälte aus

Seit Jahrzehnten wird über die Frage diskutiert, warum genau die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren ausstarben. Die am intensivsten erörterte Theorie geht davon aus, dass der Einschlag eines Asteroiden mit rund zehn Kilometern Durchmesser für diese Katastrophe verantwortlich war. Dieser Einschlag fand vermutlich im heutigen Mexiko statt. Der Aufprall schleuderte enorme Staub- und Rußpartikel in d...

ndPlusSusanne Aigner

Sauerstoffmangel im Ozean

Phosphor bildet die Grundlage für alles Leben auf der Erde. Er ist nicht nur wichtig für den Aufbau von menschlichen Knochen, Gewebe, Zellen, Blut und Erbsubstanz, sondern ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. In der unbelebten Natur kommt das Element im Wesentlichen gebunden in Phosphat-Mineralien wie Apatit, aber auch in Magmagestein vor. Beim Verwittern dieser Gesteine gelangt ein vergleichsweis...

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Wochen-Chronik

28. Januar 1077 Nach dreijähriger Bußleistung vor der norditalienischen Burg Canossa erreicht König Heinrich IV. von Papst Gregor VII. die Aufhebung des Kirchenbanns. Der Streit zwischen dem weltlichen und geistlichen Herrscher hatte sich am Recht zur Einsetzung der Bischöfe (Investitur) entzündet, das beide Potentaten für sich in Anspruch nahmen. Nach jüngster Ansicht des Mediävisten Johanne...

Karlen Vesper

Worüber Seneca sich empörte

Kamen dank Marco Polo die Spaghetti von Italien nach China oder umgekehrt? Eine Streitfrage, die wohl nicht mehr eindeutig zu klären ist. Ebenso wenig wie die von einigen Forschern geäußerte Vermutung, dass der Venezianer selbst nie nach China gereist ist. Weil es in seinen Berichten zu viele Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten gibt und er beispielsweise ausgerechnet die Chinesische Mauer nicht er...

Seite 29
gra

Von Beano über Bingo zum Party-Mathespaß

Angefangen hat alles 1929 auf einem Marktplatz. Dort beobachtete ein gewisser Edwin Lowe eine Gruppe Spanier, die eine Art Zahlenlotto zockten. Die Rundengewinner riefen jeweils »Beano«. Dies, so heißt es, habe den Kiebitz Lowe nach dieser Zufallsbegegnung inspiriert, das dann bald sogar weltweit so erfolgreiche »Bingo« zu kreieren.Das Bingo-Prinzip als Basis findet sich jetzt wieder im Spiel »Noc...

Denklösung »Primzahl«

Am 14./15. Januar sollten Sie sich den Primzahlen mit ihren vielen Geheimnissen nähern. »Von zwei bis unendlich« hieß es in der Überschrift, doch schon da hatten etliche nicht genau hingeschaut: Kombinationen in denen die 1 als Primzahl behandelt wurde, waren natürlich alle falsch, denn die Primzahlen beginnen erst mit der 2. Die komplett richtige Lösung lautete 373. Die schickte auch Bernd-Rainer...

ndPlusMike Mlynar

System und Fantasie

Systematik ist der Mathematik grundlegend eigen. Von den elementaren Operationen bis in ihre höchsten Gefilde. Das ist eine Systematik, die vom Konkreten ausgeht, also beispielsweise von der Zahl und ihren Beziehungen. Letztlich führt sie, wofür viel Fantasie von Nöten ist, in völlig abstrakte Räume.Systematik und Fantasie sind auch Grundbedingungen für andere Wissenschaftszweige, vor allem von de...

ndPlusCarlos Garcia Hernández

Meisterwerk zweier Meister

Diese Fernschachpartie ist eine der besten, die es gibt, für manche überhaupt die beste der Fernschachgeschichte. Dieses Meisterwerk gewann Hans Berliner mit Schwarz gegen Yakov Estrin (UdSSR; 1923-1987). Hans Berliner wurde am 27. Januar 1929 in Berlin geboren und starb vor zwei Wochen, am 13. Januar 2017, in den USA. Dort lebte seine Familie, seit sie 1937 aus Nazi-Deutschland vertrieben worden ...

Flotte Knobelei

Mathematik zählt für die meisten Leute nicht wirklich zu den Lieblingsfächern. Trotzdem hat sich das neue Schmidt-Spiel »Noch mal!« - bei dem es um Zahlen und blitzschnelles Rechnen geht - ohne Übertreibung zu einem veritablen Partyhit entwickelt.Das liegt wahrscheinlich an einem wesentlichen Element des Konzepts: Man muss nicht rechnen, sondern Kästchen abzählen. Und Ankreuzen kennen wir vom Lott...

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ndPlusHeidi Diehl

Preiswert, nicht billig

Die Welt kennenlernen, viel erleben und nichts oder nur wenig bezahlen - geht das? Aber ja doch! Man muss nur wissen, wie und wo man die Schnäppchen findet. Natürlich kann man es nach der Methode Schnipseljagd probieren, also: suchen und vielleicht Glück haben. Einfacher ist es, wenn man sich das jüngst im Kunth-Verlag erschienene Buch »Die Welt (fast) zum Nulltarif« kauft und schon zu Hause im be...

Ekkehart Eichler

Rätselhafter Superstar

Seit nunmehr 780 Jahren steht er hier. Unverändert an immer der gleichen Stelle und unbeirrt von jeglichem Wandel der Zeiten. Als Ross und Reiter erschaffen und in drei Meter Höhe an den Pfeiler am Aufgang zum Ostchor des Bamberger Doms montiert werden, ziehen noch Ritter auf Kreuzzügen ins Heilige Land. Das Paar ist gut 250 Jahre alt, als Kolumbus Amerika entdeckt und etwa 280, als Martin Luther ...

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Michael Müller

Kultur und Käse

Toren bereisen in fremden Ländern die Museen, Weise gehen in die Tavernen«, spöttelte einst der eloquente Erich Kästner. Dümmer macht aber wohl das eine wie das andere nicht. Erhellendes übers aktuelle einheimische Gefühls- und Stimmungsbarometer erfährt der Reporter in fremden Ländern aber ebenso gut in Taxis, Frisiersalons oder in Theaterpausen. Weniger im Politikteil der Zeitungen, dafür mitunt...

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ndPlusSebastian Hachmeyer

Alles ist politisch

Sigrid Fronius war als erste Frau Vorsitzende der 
Studentenvertretung an der FU Berlin, war politisch in Lateinamerika aktiv und sehr engagiert. Heute lebt sie in Bolivien, wo sie ein kleines Hotel betreibt.