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Hunderte Flüchtlinge erreichten Ceuta

Ceuta. Hunderte afrikanische Flüchtlinge haben am Montag die spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta erreicht. Etwa 700 Menschen hätten versucht, über den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu klettern, berichtete der Sender Telecinco. 350 von ihnen sei es gelungen, Europa zu erreichen, teilte das Rote Kreuz mit. Dabei hätten sich elf Migranten Verletzungen zugezogen, einige mussten mit Knochenbrüc...

Unten Links

Ach, wäre Markus Söder bei seiner Karriereplanung doch genauso kreativ wie bei der Wahl seines Fastnachtsauftrittes. Dann hätte es vermutlich mit seinem Einzug in die Münchner Staatskanzlei schon längst geklappt. Aber so gekonnt der Finanz- und Heimatminister schon die Franken mit seinen Darstellungen von Gandhi, Stoiber, Shrek, einem Punk, der Monroe und am Wochenende von Homer Simpson entzückte ...

Pence sichert EU Zusammenarbeit zu

Brüssel. US-Präsident Donald Trump sendet nach seinen irritierenden Äußerungen über die EU versöhnliche Signale aus. »Es ist mir eine Ehre, heute im Auftrag von Präsident Trump zu erklären, dass die Vereinigten Staaten sich der weiteren Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der EU verpflichtet fühlen«, sagte Vizepräsident Mike Pence am Montag in Brüssel. Bei allen Differenzen teile man doch dasselb...

Lenín siegt sich in die zweite Runde

Quito. Der linke Regierungskandidat Lenín Moreno hat die Präsidentschaftswahl in Ecuador deutlich gewonnen, muss aber wohl in eine Stichwahl. Der frühere Vizepräsident, der seit einem Raubüberfall im Rollstuhl sitzt, kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 39,1 Prozent, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte. Moreno will den linken Kurs von Präsident Rafael Correa fortsetzen, der nach zehn Jah...

ndPlusAert van Riel

Links reden, unsozial handeln

Schulz hat die neoliberalen Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit begrüßt. Andererseits sollen die einstigen Unterstützer zurückgewonnen werden, welche die Partei aus guten Gründen verlassen haben.

Bis in alle Ewigkeit

Berlin. Vielen Deutschen kommt der Einkauf inzwischen nicht mehr in die Tüte. Das ist nicht nur das Verdienst von Umweltschützern, sondern auch einer freiwilligen Selbstverpflichtung vieler großer Einzelhändler geschuldet, die damit einer gesetzlichen Regelung zuvorkommen wollten. Einige Läden verbannten Einmal-Tüten von den Kassen, andere geben sie nur noch gegen ein kleines Entgelt ab. Manche er...

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Trump in Oranje

Dass das Parteiprogramm der rechtspopulistischen PVV von Geert Wilders es mit dem Rechtsstaat und den Menschenrechten nicht ganz so genau nimmt, wundert nicht. Dass aber auch die rechtsliberale Regierungspartei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte Forderungen aufstellt, die die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit überschreiten, dann doch. Exakt das jedoch hat vor Kurzem ein Kommissionsbericht von nied...

ndPlusSteffi Weber, Amsterdam

Klein in den Umfragen, groß in den Medien

Die Migrantenpartei DENK holt laut Umfragen null bis zwei Sitze, schafft es aber immer wieder ins mediale Rampenlicht. Die Gründer stehen angeblich der türkischen Regierungspartei AKP nahe.

Steffi Weber, Spijkenisse

»Es. Wird. Nicht. Geschehen.«

Lange führte Geert Wilders deutlich die Umfragen an. Doch seitdem Ministerpräsident Rutte eine Koalition mit dem Rechtspopulisten ausschloss und deren Themen aufgriff, verliert Wilders an Zustimmung.

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ndPlusSebastian Grundke

Vom Supermarkt direkt in die Weltmeere

Plastiktüten schaden der Umwelt. Hierzulande haben sich inzwischen einige große Einzelhändler verpflichtet, die Tütenmenge in den Geschäften einzuschränken. Greenpeace-Expertin Sandra Schöttner geht das aber nicht weit genug.

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ndPlusGrit Gernhardt

Teilzeitstempel

In kaum einem der 35-OECD-Länder arbeiten mehr Mütter in Teilzeit als in Deutschland. Der gewichtigste Grund dafür: Die noch immer verbreitete gesellschaftliche Geringschätzung vollzeitarbeitender Frauen mit Kindern.

ndPlusUwe Kalbe

Bleibeausschlussregeln

Eine jahrzehntelange rigide Ausländer- und Asylpolitik in Deutschland schien mit Amtsantritt der Großen Koalition 2013 durch kleinere Zeichen der Menschlichkeit gemildert zu werden. Integrationshilfen wurden in Aussicht gestellt, der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert und eine Bleiberechtsregelung verankert, nach der lange Jahre geduldete Flüchtlinge eine Perspektive erhalten sollten, statt von T...

Olaf Standke

Mauer des Widerstands gegen Trump

In den USA wächst eine breite Protestbewegung heran. Die kollektive Wut über den Präsidenten Trump gibt Linken im Lande neuen Auftrieb. Wer nicht mit dieser Entwicklung mitzuhalten scheint, ist die Demokratische Partei.

Fabian Lambeck

Geliefert

Es wird eng für Kim Schmitz alias Kim Dotcom. Das oberste Gericht Neuseelands, wo der deutsche Internetunternehmer seit vielen Jahren lebt, entschied am Montag, dass Kim in die USA ausgeliefert werden darf. Damit bestätigte Richter Murray Gilbert die Entscheidung einer unteren Instanz, die einer Auslieferung des 43-Jährigen und dreier Mitangeklagter zugestimmt hatte. Die Verteidiger der vier Angek...

Kathrin Gerlof

Wie ein SPD-Sonnyboy Özdemir und Co. die Show stiehlt

Der Wahlkampf ist schon in vollem Gange, das zeigen nicht nur die vielen Umfragen, mit denen wir bombardiert werden. Auch die Zeit der starken und gleichzeitig schiefen Bilder in Politikeräußerungen ist längst angebrochen.

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Jörg Meyer

Kampf ums Gremium

Die Leitung wollte die Betriebsräte loswerden und hat darum neue Zustellgesellschaften für die »Neue Westfälische« gegründet, lautet der Vorwurf. Die Geschäftsführung sieht das ganz anders.

ndPlusAert van Riel

Schulz umarmt die Gewerkschaften

Martin Schulz hat ein gutes Gespür dafür, dem Wähler seine SPD wieder schmackhaft zu machen. In Bielefeld hat er dem Neoliberalismus abgeschworen. Einigen »hart arbeitenden Menschen« verspricht er nun Verbesserungen.

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Algerien sagt Besuch der Kanzlerin ab

Algier. Die algerische Regierung hat den für Montag geplanten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kurzfristig abgesagt. Das Präsidialamt in Algier begründete die Absage mit einer »akuten Bronchitis« des 79-jährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika. Der Besuch, bei dem Merkel auch über den Flüchtlingszuzugs nach Europa beraten wollte, soll den Angaben zufolge zu einem späteren Zeitpunkt ...

Uwe Kalbe

Staat greift nach Kontaktliste

Strenge gegenüber Ausreisepflichtigen, Integrationshilfe für Bleibeberechtigte - so beschreibt die deutsche Regierung ihren Umgang mit Flüchtlingen. Dies ist eine Fälschung der Tatsachen.

Velten Schäfer

Wenn die Kleinen auf der Matte stehen

Fast nirgends in Europa tragen Frauen mit Kindern weniger zum Familieneinkommen bei als In Deutschland. Denn sie arbeiten oft nur in Teilzeit. Eine OECD-Studie sieht nicht nur darin ein Problem.

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ndPlusRegine Reibling, Quito

Lenín auf dem Weg zum Präsidenten

»Lenín - Präsident«, riefen Anhänger der linksgerichteten Regierungspartei Alianza Pais nach den ersten Prognosen in Ecuador euphorisch. Sie feierten den Sozialisten Lenín Moreno bereits am späten Sonntagnachmittag als Sieger und stützten sich dabei auf Hochrechnungen des regierungsnahen Instituts Opinión Pública. Das sagt dem ehemaligen Vizepräsidenten mehr als 40 Prozent der Stimmen und einen de...

Klaus Joachim Herrmann

Krim zur Pacht und keine Kohle

Hielt die Waffenruhe oder wurde sie gebrochen - die Antworten fielen gegensätzlich aus. Widersprüchliches aus der Ukraine gab es zu Wochenbeginn aber nicht nur auf militärischem Gebiet.

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Wolf H. Wagner, Florenz

Italiens Linke im Chaos

Die Generalversammlung der Demokratischen Partei konnte den Streit unter den in Rom regierenden Sozialdemokraten nicht beilegen.

Ralf Klingsieck, Paris

Protest gegen korrupte Politiker

In Paris, Lyon, Angers, Lille und Toulouse demonstrierten am Sonntag Bürger gegen die Korruption ihrer Politiker. Anlass waren die Skandale um die rechten und rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten.

ndPlusOlaf Standke

Rüstungsgeschäfte wie im Kalten Krieg

Das Volumen der globalen Rüstungsexporte ist seit 2004 stetig gestiegen. Grund dafür sei vor allem die verstärkte Nachfrage aus Nahost und Asien, so das Friedensforschungsinstitut SIPRI am Montag.

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Ulrike Henning

Junge Leute in der Pillenfalle

Laut dem aktuellen Barmer- Arztreport leiden besonders viele junge Erwachsene unter Kopfschmerzen. In Sachen Prävention bleibt aus Sicht der Krankenkasse noch viel zu tun.

Andreas Knudsen, Kopenhagen

Es ist etwas faul im Staate Siemens

Siemens Windenergie macht gute Gewinne, hat Rekordaufträge und expandiert weltweit. Umso schlechter kommt es in Dänemark an, dass der Konzern eine Fabrik für Rotorblätter schließen möchte.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Erdgas unter Druck

Schiffe sind für ihre gute Klimabilanz bekannt - jedenfalls, wenn man sie am Lkw misst. Dennoch gehören ihre gesundheitsschädlichen Abgase zu den größten Emissionsquellen in der EU.

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ndPlusMartin Ling

Bill Gates und 
Gerd Müller Hand in Hand

Die »Bill & Melinda Gates«-Stiftung und der Entwicklungsminister wollen ihre Kooperation ausbauen. Doch ohne demokratische Kontrolle ist eine Verquickung mit Geschäftsinteressen nicht auszuschließen.

ndPlusElvira Treffinger

»In der Wüste gibt es keine Rettungsaktionen«

Niger ist afrikaweit eines der wichtigsten Transitländer für die Reise nach Norden Richtung Mittelmeer. Die verschärften Kontrollen führen zu höheren Risiken, Schlepperpreisen und alternativen Fluchtrouten.

Bettina Müller, Montecarlo

Kampf um Land und Leben

Tareferos werden die Matepflücker in der Provinz Misiones im Nordosten Argentiniens genannt. Ein Teil von ihnen ist arbeitslos und versucht, sich mit Landnahmen das (Über-)Leben zu sichern.

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Nicht alle Hauptstraßen einspurig

Der Verkehrssenat will nicht alle Hauptstraßen in Berlin einspurig machen, um Platz für Radler zu gewinnen. Das sagte Sprecher Matthias Tang am Montag. Zwar hatte sich Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) am Freitagabend entsprechend geäußert, wie auch der Videomitschnitt einer Gesprächsrunde belegt. Wenn das so wäre, sei Kirchner falsch verstanden worden, sagte Tang. »Wir werden nicht alle...

Opposition beantragt Sondersitzung

Die Opposition hat eine Sondersitzung des Rechtsausschusses wegen der Neubesetzung des Postens des Generalstaatsanwalts beantragt. Das erfuhr »nd« aus Parlamentskreisen. Geklärt werden müsse, ob Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) Einfluss auf die Auswahlkommission genommen hat, teilte der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sven Rissmann, am Montag mit. Es geht um Spekulationen, wonach Vi...

Kein Garant für mehr Sicherheit

Kann die Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen oder Kriminalitätsschwerpunkten für mehr Sicherheit sorgen? Die Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, der erhoffte Abschreckungseffekt allein durch die offene Anbringung von Kameras ist aber wohl nirgends eingetreten.Für die aufwendige Technik scheinen spektakuläre Aufklärungserfolge nach Straftaten wie in der Berliner U-Bahn zu sprechen. ...

ndPlusAndreas Fritsche

Zeit im Wachregiment, die nie vergeht

Andrej Holm musste wegen seiner Vergangenheit gehen - Ausgemustert als Staatssekretär, könnte man sagen. »Ausgemustert« heißt auch ein Buch von Lothar Tyb›l über das Wachregiment »Feliks Dzierzynski«.

ndPlusJohanna Treblin

Gesichtserkennung am Südkreuz

Bundesinnenministerium, Bundespolizei und Deutsche Bahn wollen mit neuer Technik die Fahndung nach Verdächtigen erleichtern. Dazu soll am Berliner Südbahnhof nun modernste Gesichtserkennungstechnik erprobt werden.

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Prozess zu Reizgasangriff im Asylheim

Königs Wusterhausen. An diesem Mittwoch beginnt am Amtsgericht Königs Wusterhausen der Prozess gegen einen Bauarbeiter, der am 1. September 2015 Flüchtlinge in einer Asylunterkunft in Massow (Dahme-Spreewald) mit Reizgas attackiert haben soll. Das teilte der Verein Opferperspektive am Montag mit. Der Angreifer sei zuvor schon mit rechten Sprüchen aufgefallen und habe die Flüchtlinge einschüchtern ...

Yves Bellinghausen

Studierende streiten für selbstverwalteten Raum

Die Besetzung der Humboldt-Universität ist beendet. Doch Studierende wollen einen Raum weiter selbst verwalten. Der Universitätsleitung passt das nicht - sie stellte Strafantrag.

Andreas Fritsche

Keine zehn Sonntage im Laden arbeiten

Verrät die Linksfraktion mit der geplanten Novelle des Ladenöffnungsgesetzes die Arbeiter? Keineswegs, heißt es. Aber das sagt der Handelsverband.

ndPlusWilfried Neiße

Nun erst recht KZ-Gedenkstätte

Die Gedenkstätte des einstigen KZ-Außenlagers Jamlitz ist Ziel neofaschistischer Anschläge gewesen. Nun soll sie erweitert werden.

ndPlusJérôme Lombard

Mit Darlehen zur Hausgemeinschaft

Im städtebaulichen Entwicklungsgebiet nahe dem Schöneberger Bahnhof Südkreuz soll mit der »LINSE« ein alternatives Wohnprojekt als Gegenentwurf zu üblichen Finanzierungsmodellen entstehen.Von Jérôme LombardSie wollen es solidarisch, kreativ und selbstorganisiert tun: ein Mietshaus in bester City-Lage bauen. Das ist das ambitionierte Ziel des Hausprojekts »LINSE«. Rund 60 Männer, Frauen und Kinder ...

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Pogo in der Wall City

Der Berliner Punk-Musiker Gerrit Meijer ist mit 69 Jahren unerwartet gestorben. Wie der Eulenspiegel-Verlag am Montag nach einem Gespräch mit seiner Familie mitteilte, erlag der Gitarrist am Freitag einem Herzinfarkt. Meijer hatte 1977 die erste Berliner Punkband PVC gegründet. Ende letzten Jahres erschien sein Buch »Berlin, Punk, PVC«, in dem er nicht nur die Geschichte seines Lebens erzählt, son...

Im Zwiespalt

Diese Geschichte beginnt in Zeiten der griechischen Militärdiktatur. Es geht um Mary und ihre Liebe zu Dimos, einem Anführer der Studentenbewegung. Im November 1973 wird Mary festgenommen, in den Verliesen des Sicherheitsdiensts ist sie Hunger, Kälte und Folter ausgesetzt. In »Mary« geht es um eine junge Frau, die sich entscheiden muss zwischen ihrem Freund und dem Kind, mit dem sie schwanger ist....

Marienmosaik in Erfurt bis 2018 teils neu

Erfurt. Voraussichtlich 2018 werden die Erfurter und ihre Gäste wieder das Marienmosaik des Doms in der thüringischen Landeshauptstadt sehen können. »Allerdings nicht in seinen ganzen gigantischen Ausmaßen, sondern mit den aussagekräftigsten Teilen - das Gesicht der Mutter Gottes, ihre Hand sowie ein Teil des Regenbogens«, sagte Dombaumeister Andreas Gold am Montag in Erfurt. Auf 40 Metallplatten ...

Entgrenzte Verständigung

Eine neue Ausstellung in der Humboldt-Universität erzählt die vor 200 Jahren beginnende Geschichte der deutschen Siedler im Südkaukasus. Unter dem Titel »Entgrenzung. Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien« thematisiert die vom Auswärtigen Amt geförderte Präsentation unter anderem die Ursachen der Auswanderung aus dem damaligen Württemberg, teilte das Deutsche Kulturforum östl...

Thüringen will Netzagentur kündigen

Erfurt. Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) will einem Vertrag mit der Bundesnetzagentur kündigen, um die Regulierung regionaler Energienetze wieder nach Thüringen zu holen. Sie hoffe, dass dazu in der ersten Jahreshälfte ein Beschluss der Landesregierung falle. Dann könnte die Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende erfolgen, sagte Siegesmund der dpa.Das von Ro...

Hagen Jung

Kack, Sack, Pack, Zack!

Rund eine Tonne Hundekot musste die Stadt Goslar in Niedersachsen 2016 entsorgen. Bunte Fähnchen, die in die Haufen gesteckt werden, sollen die Halter der Vierbeiner auf das Problem aufmerksam machen.

ndPlusVolkmar Draeger

Warum die Männer nicht bleiben

Nebelhaft grau wie die vage Naturkulisse auf dem Rundhorizont im Renaissance-Theater erscheint auch Marcs Zukunft. Vor Monaten hat er sein Abitur gemacht und tut nun - nichts. Das heißt: Party, Kiffen, Rumhängen. Zur Abreaktion turnt er an Ringen, was ihm Szenenapplaus einbringt, nicht aber das Lob der Eltern. Gerade sind sie aus den USA zurück und suchen nun nach ihrem Weg, so wie auch Marc. Die ...

ndPlusPaul Winterer, Ingolstadt

Sumpfblasen in der Seehofer-Stadt

Es geht um dubiose Geschäfte am Klinikum, fragwürdige Immobilienkäufe: Neben Regensburg ist Ingolstadt in den Sog eines Korruptionsskandals geraten. CSU-Chef Seehofer lässt sich genau unterrichten.

Tom Mustroph

Das gute Werk der Sägespäne

Hakan Gündays Roman »Flucht« ist aus der Perspektive eines Schleppers erzählt. In der Bühnenadaption des Buches versteht es ein einziger Schauspieler, Alexander Eebert, das Publikum in menschliche Abgründe zu ziehen.

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Noch so viel Zukunft übrig

Der deutsche Theaterregisseur Patrick Schlösser ist tot. Der 1971 geborene Künstler starb bereits am Donnerstag in Berlin. Das teilte das Stadttheater Klagenfurt im Namen seiner Familie am Montag mit. Ein Grund für das frühe Ableben des Regisseurs wurde nicht genannt. Die Beisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Geburtsort Bitburg (Rheinland-Pfalz) stattfinden, hieß es. »Er hat unsere...

Auf Orgelsafari

Die Litauer beginnen ihr Rahmenprogramm zum Auftritt auf der Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März) bereits im Februar. Insgesamt seien mehr als 50 Veranstaltungen geplant, sagte Ausrine Zilinskiene, Direktorin des Litauischen Kulturinstituts. Dazu gehören verschiedene Ausstellungen und musikalische Aufführungen. Den Anfang macht am 23. Februar der Komponist Arturas Bumsteinas mit seinen »Orgelsaf...

Irmtraud Gutschke

»Suleika Walijewa!« - »Das bin ich.«

Die Autorin, 1977 in Kasan geboren, verarbeitete Erlebnisse ihrer Großmutter, die in sibirischer Verbannung war. Bildreich und packend, wurzelt der Roman in etwas Paradoxem, das landläufigen 
Vorstellungen 
zuwiderläuft.

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Erinnerung an »Juller«

An die Ausgrenzung und Diskriminierung jüdischer Fußballspieler im Deutschland der NS-Zeit erinnert das Stück »Juller«. Es hat am 8. April im Leipziger Theater der Jungen Welt Premiere. Zugrunde liegt dem Stück die Lebensgeschichte von Julius »Juller« Hirsch, der siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft spielte und der in Auschwitz ermordet wurde, wie Autor Jörg Menke-Peitzmeyer am Montag sag...

Unitalienisch

Ein Palmengarten vor dem berühmten Mailänder Dom ist am Sonntag in Brand gesetzt worden. Drei der 42 Palmen gingen in der Nacht in Flammen auf. Die Brandstiftung folgte auf eine Demonstration fremdenfeindlicher Gruppen gegen die exotische Anpflanzung.Die von einer Kaffeehauskette finanzierten Palmen auf dem Domplatz haben eine heftige Kontroverse ausgelöst. Unter anderem kritisierte ein bekannter ...

Angst vor Entfremdung

Der Deutsche Kulturrat hat angesichts des Brexit vor einer kulturellen Entfremdung zwischen Deutschland und Großbritannien gewarnt. »Der Brexit kommt zur absoluten Unzeit. Es hätte ihn nicht geben dürfen«, sagte Verbandsgeschäftsführer Olaf Zimmermann. »Er beschädigt Europa gerade in einer Zeit, in der es eigentlich Stärke und Gemeinsamkeit braucht.« Der Kulturrat ist die Dachorganisation von rund...

Hans-Dieter Schütt

Bitte keine Frauschaft

Internationalismus ist gut - denn wer viele Sprachen spricht, kann in vielen Sprachen Unsinn reden. Aber Internationalismus darf auch mal enden. Also, trotz des toll großen Turms von Babbel: Lob der Muttersprache! Heute ist deren UNESCO-Welttag. Allen Völkern die ihre. Uns die schöne deutsche. Gottfried August Bürger lässt die Muttersprache das Wort ergreifen: »Wer mich verachtet, der wird wieder ...

Monika Melchert

Der Schimmer der Haut

Kann man Leben und Tod gleichzeitig in ein Bild bannen? Lässt sich mit Farben erzählen, wie der eine Zustand in den anderen übergeht? Die Hamburger Autorin Dagmar Fohl folgt dieser Fragestellung in einem berührenden Künstlerroman, der Geschichte der jungen Malerin Emma Bendes. Die wird getrieben vom Trauma ihrer Schuld am Unfalltod des kleinen Bruders, auf den sie nicht achtgegeben hat: Sein Sterb...

Keinerlei Kraft und Würde

Der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II sieht das Verhältnis zwischen den USA und seinem Heimatland »nicht so sehr in Trump und seinen Verrücktheiten«, sondern in der »Unterwürfigkeit der mexikanischen Regierung.

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Protektorate ohne Zukunft

Dass Kosovo erhebliche wirtschaftliche Probleme hat, zeigte sich im Frühjahr 2015 in aller Deutlichkeit, als Zehntausende Kosovaren nach Deutschland kamen, um hier Asyl zu beantragen. Der Massenansturm der Verzweifelten vom Balkan markierte den Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise, die im Herbst 2015 ihren Höhepunkt fand. Konsequenterweise beginnt die Arte-Doku »Bosnien und Kosovo - Europas ver...

Aus für Mona Lisa

Nach knapp 30 Jahren steht das ZDF-Magazin »Mona Lisa« vor dem Aus. Der öffentlich-rechtliche Sender plant, das Format im Spätsommer einzustellen. »Das ZDF ist dazu im Gespräch mit dem Personalrat und der Redaktion«, teilte ein Sprecher am Montag in Mainz mit. Ersetzen soll die Sendung mit Schwerpunkt auf Frauenthemen ein Dokumentationsformat mit »gesellschaftspolitischen Themen im europäischen Ve...

Katharina Dockhorn

Eine feste Burg für Martin

Über Martin Luther wissen wir viel, über seine Ehefrau Katharina von Bora dagegen recht wenig. Ein Film, der am Mittwoch in der ARD ausgestrahlt wird, zeichnet das Bild einer selbstbewussten, gebildeten Frau.

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Neue Vorwürfe gegen Franz Beckenbauer

Frankfurt am Main. Ein Konto im Steuerparadies Gibraltar bringt Franz Beckenbauer in Bedrängnis: Die Schweizer Staatsanwaltschaft ist im Strafverfahren gegen den 71-Jährigen offenbar auf eine fragwürdige Zahlung gestoßen. Laut »Bild« war Beckenbauer im Rahmen der WM-Vergabe 2010 als Berater für den späteren Ausrichter Südafrika tätig - und wurde dafür entlohnt.Der südafrikanische Fußballverband SA...

ndPlusMaximilian Haupt und
Manuel Schwarz, St. Moritz

»Wir müssen etwas ändern«

Die Erleichterung über Bronze von Felix Neureuther im Slalom war so groß, dass viele deutsche Trainer vor Freude weinten. Die kritische Analyse einer ansonsten schwachen WM soll davon aber unberührt bleiben.

ndPlusAlexander Ludewig

Betreutes Spielen

Die Ansprüche in Leverkusen sind hoch, doch der jungen Elf fehlen Konstanz und Mentalität. Das macht die unangenehme Aufgabe in der Champions League nicht leichter. »Natürlich will ich Titel gewinnen«, sagt Trainer Roger Schmidt.

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ndPlusMathias Peer, Bangkok

In Myanmar spielt sich ein Drogenkrimi ab

Südostasien wird mit Methamphetamin überflutet. Der Großteil der Droge stammt aus Myanmar, einem der ärmsten Länder der Region. Eine Festnahme könnte für Drogenhändler gefährlich werden.

Jenny Barke, Mexiko-Stadt

Unheilabwehr mit Schokolade

Sie wird mit Schokolade und Marihuana beschenkt und bewahrt dafür ihre Anhänger angeblich vor dem Unheil. Die »Santa Muerte« wird in Mexiko verehrt - und der Kult findet immer mehr Anhänger.