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Geraubte Kunst

»Was der Griechen Kunst erschaffen, / Mag der Franke mit den Waffen / Führen nach der Seine Strand, / Und in prangenden Museen / Zeig er seine Siegstrophäen / Dem erstaunten Vaterland«, schrieb Friedrich Schiller in dem Gedicht »Die Antiken zu Paris«. Französische Museen sind gefüllt mit Zehntausenden geraubten Kunstwerken aus kolonialen und anderen Zeiten - darunter die hier abgebildeten Statuen ...

Stephan Kaufmann

Weltklasse und Unterklasse

Die Entscheidung der EU zum Brexit-Entwurf steht bevor, während sich für die Europawahl im nächsten Jahr gleich mehrere Linksbewegungen vorbereiten. Linke Akademiker definieren die Klassentheorie neu, während Deutschland vor allem Weltklasse sein will.

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Simone Schmollack und Wolfgang Hübner

Die Stellvertreterin, die jeder kennt

Angela Merkel hätte sich stärker für gleiche Lebensverhältnisse in West und Ost einsetzen müssen, meint der LINKE-Politiker Gregor Gysi im nd-Interview. Dennoch habe die DDR-Herkunft der Bundeskanzlerin ihre Politik beeinflusst.

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Hans-Gerd Öfinger

Die Druckmacher

Die 35-Stunden-Woche und einige weitere hart erkämpfte Errungenschaften stehen auf dem Spiel. Für die Druckindustrie und ihre Beschäftigten ist die aktuelle Tarifrunde von grundlegender Bedeutung.

Stephan Kaufmann

Industrie als Waffe

Digitalisierung - früher dachte man dabei an vernetzte Produktion und selbstfahrende Autos. Heute steht der Begriff für den Kampf um technologische Vorherrschaft. Den machen die USA und China unter sich aus. Europa fällt ab.

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Sebastian Bähr

Keine Abschiebungen nach Syrien

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern nach Syrien zum jetzigen Zeitpunkt kategorisch ausgeschlossen. »Im Moment kann in keine Region Syriens abgeschoben werden, das gilt auch für Kriminelle«, sagte Seehofer Medien zufolge am Freitag. Damit gibt Seehofer die Linie der Bundesregierung für die anstehende Konferenz der Landesinnenminister vor, bei d...

René Heilig

Killerformel F2T2EA

Während in Genf um das Verbot automatischer Waffensysteme gerungen wird, freuen sich die deutschen Streitkräfte, dass die Bundesregierung die Entwicklung Künstlicher Intelligenz fördern will. Ihr Traum ist digitale Überlegenheit.

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ndPlusNelli Tügel

Einflussreiche Nordiren

Am Samstag beginnt der Parteitag der nordirischen Democratic Unionist Party, auf deren zehn Abgeordnete im nationalen Parlament Theresa Mays Minderheitsregierung angewiesen ist. Die DUP lehnt das ausgehandelte Brexit-Abkommen vehement ab.

ndPlusNelli Tügel und Vanessa Fischer

Scheidungspapiere

16 Monate lang wurde gehandelt, geschimpft, gedroht und gezockt. Nun liegt seit zehn Tagen der Entwurf für ein Brexit-Abkommen vor. Auf 585 Seiten wird die Scheidung zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union geregelt. Wir haben uns den Entwurf genauer angeschaut.

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Uwe Sattler

Jagen, sammeln, spalten

Da sind die Etablierten von der LINKEN und die Newcomer von DiEM25, außerdem gibt es noch die Zerstrittenen von der Partei der Europäischen Linken und die Unentschlossenen rund um »Aufstehen«. Der nd-Überblick zur Europawahl.

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Aert van Riel

Die imaginäre Bedrohung

43,2 Milliarden Euro im Bundeshaushalt sind für das Militär vorgesehen. Damit setzt die Bundesregierung die sinnlose Aufrüstung der Bundeswehr fort, anstatt sich stärker auf Soziales, Umwelt und Bildung zu konzentrieren.

Samuela Nickel

Ein Feiertag als Maulkorb

Verwaiste Bürostühle, geschlossene Kassen, ungemachte Betten und leere Kochtöpfe sollen am 8. März 2019 das Bild prägen: Denn die Frauen sind in den Streik getreten. Das bundesweite Bündnis Frauen*streik ruft für das kommende Jahr dazu auf, sich am Frauentag querzustellen, um das patriarchale und kapitalistische System lahmzulegen. Das Bündnis fordert unter anderem die Abschaffung der Abtreib...

Martin Ling

Rambo aus Zentralafrika

Er hat seinen Spitznamen Rambo nicht von ungefähr: Alfred Yekatom, ehemaliger Anführer einer Fraktion der christlichen Anti-Balaka-Milizen, die in der Zentralafrikanischen Republik gegen die muslimischen Séléka-Rebellen kämpften und kämpfen. Der offene Krieg tobte von Ende Dezember 2012 bis zur Vertreibung der Séléka aus der Hauptstadt Bangui im Frühjahr 2014, rund ein Jahr nachdem die Séléka den ...

Leo Fischer

Helden

Sich nichts anmerken lassen, Start-up-Vibe verströmen: Die »Helden«-Figuren der digitalen Dienstleistungsgesellschaft überdecken martialisch Selbstausbeutung, Härte und Herrschaft in der Produktion - doch die sind nichts Neues.

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Das Prinzip Hoffnung

Am Sonntag ist Totensonntag - das Ende des Kirchenjahres. Nicht nur Christen gedenken an diesem Tag der Toten. Dass der Tod nicht das Ende ist, hoffen allerdings nur die Gläubigen. Doch was wäre der Mensch ohne Hoffnung. Wir können zum Beispiel hoffen, dass der Klimawandel nicht so schlimm wird, wie die Wissenschaftler ihn erwarten. Wissen können wir das nicht. Auf das Prinzip Hoffnung setzen...

Klaus Bittermann

Denn sie wissen, was sie tun

Soll man mit Rechten reden? Soll man an jeder Mülltonne schnuppern, um zu wissen, wie es daraus stinkt? Argumente sind für AfD-Wähler höchstens Lügen, aber niemand sonst bekommt soviel Verständnis.

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Stephan Fischer

Pendelmasse - Pendlermasse

Rund elf Millionen Menschen in Deutschland pendeln zur Arbeit, also mehr als ein Viertel aller Beschäftigten. Zur Arbeit - das ist ja nur der Hinweg. Zurück geht es auch noch. Unser Autor ist einer von ihnen.

Stefan Ripplinger

Land auf dem Trödel

Nicolas Offenstadts Buch über »das verschwundene Land« DDR hat einen einzigen Nachteil: Der französische Historiker hat das Land, über das er schreibt, nie besucht. Seine Erklärung für dieses Versäumnis ist nicht sonderlich überzeugend; er schreibt, es sei ihm zu viel Papierkram gewesen, ein Visum zu beantragen. Doch am Ende schlägt seiner Untersuchung dieser Nachteil gerade zum Vorteil aus. ...

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ndPlusReiner Oschmann

Sprache der Vogelpathologie

Englisch gehört längst nicht mehr nur den US-Amerikanern und Briten. Die Sprache hat sich längst auf der ganzen Welt ausgebreitet. Tatsächlich wurde noch nie eine Sprache von so vielen Menschen in so vielen Teilen der Erde gesprochen.

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Ulrike Kumpe

Schutz mit Tücken

Laut Polizei ermittelte für 2017, dass Frauen 103.364 Mal Opfer gewalttätiger Männer wurden. Deshalb gibt es in Deutschland etwa 350 Frauenhäuser mit rund 6800 Plätzen. Doch diesen Einrichtungen fehlt es an Geld und Personal.

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ndPlusUlrike Gramann

Alles kann auch anders sein

Unpolitisch war Claudia Fingerhuth nie, doch hatte sie die Verhältnisse als unverrückbar angesehen. Dann schmiss sie alles hin. Ihr Leben teilt sich in die Zeit bis 1987 und in die Zeit danach.

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Velten Schäfer

Die verkürzte Verkürzung

»Fight the game, not the players« ist eine gute Parole. Eigentlich. Schlecht aber wird sie, wenn aus ihr geschlossen wird, dass man Banker nicht kritisieren darf, weil das eine »verkürzte« Kapitalismuskritik wäre.

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Helmut Rasch

Held der Zwischentöne

Friedrich Schleiermacher war anders: »Deutsche Christen« hinter dem Führer waren die Konsequenz protestantischer Tradition. Von 1918 bis 1933 hetzten Protestanten gegen die Republik. Zeit sich dieser Geschichte zu stellen!

Heinrich Fink

Reformator der Reformierten

Karl Barth hat die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert einmal »das klassische Jahrhundert des Staatskirchentums« genannt: »Gemeinde und Kirchenmänner, Theologen und Juristen, Orthodoxe, Pietisten und Aufklärer scheinen einig in der Überzeugung, dass alles in dieser Hinsicht so sein müsse, wie es ist.« Friedrich Schleiermacher hingegen, beeindruckt von den Ideen der Französischen Revolution, war eine...

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Johanna Treblin

Finanzieren geht über Studieren

Es wäre schön, wenn alle Menschen nur einer solchen Arbeit nachgehen könnten, die ihnen Spaß macht. Das lässt sich natürlich schon deswegen schwer verwirklichen, weil nicht jede Arbeit zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar ist. Was Spaß macht, ist schließlich individuell verschieden. Wobei es auch Menschen gibt, denen grundsätzlich alles Spaß macht - und andere, die an nichts Spaß haben. M...

Jens Grandt

Im Zweifel gegen den Zweifel

Der Zweifel ist eine scharfe Waffe gegen Dogmen und blinden Glauben, er animiert zur Prüfung. Doch derzeit wird auch versucht, die gezielte Produktion von Zweifeln als Machtmittel missbrauchen – zum Beispiel in der Flüchtlingsfrage.

Seite 20
Klaus Dörre

Aus drei mach einen

Der Begriff Ungleichheit bezeichnet nur das Nebeneinander von Arm und Reich. Der Soziologe Klaus Dörre meint, eine Klassentheorie muss die Mechanismen benennen, »die das Glück der Starken mit der Not der Schwachen verbinden«.

Seite 22
Michael Lenz

Affen in der Dschungelschule

Die Erkenntnis, dass zwei Galaxien sich umso schneller voneinander entfernen, je größer ihr Abstand ist, wurde dem US-Forscher Edwin Hubble zugeschrieben. Der Belgier Georges Lemaître kam zur gleichen Erkenntnis. Deshalb soll aus dem Hubble-Gesetz das Hubble-Lemaître-Gesetz werden.

Iris Rapoport

Erfahrung macht klug

Erfahrungen weiterzugeben ist schwierig. Das gilt auch für die genetische Weitergabe von Erfahrungen mit Krankheitserregern. Lediglich mit einem Ungeborenen oder Säugling kann ein erworbener Immunschutz geteilt werden - und das auch nur mittels der »Hardcopy«: den Antikörpern. Jeder Antikörper besitzt für einen Erreger zwei hochspezifische Bindungsorte. Deren Passgenauigkeit entsteht erst als...

Martin Koch

Vermisste Materie gefunden

Meereswellen und Gezeiten könnten jede Menge Energie liefern. Leider verlaufen sie sich an den kilometerlangen Küsten. Chinesische Forscher wollen Wellenkraftwerke mit einem Wellenkonzentrator verbessern, dessen Konstruktionsidee aus der Optik kommt.

Seite 23

Gekreuzte und verschlungene Fäden

Weben ist eine der ältesten Kulturtechniken. Archäologische Funde reichen 32 000 Jahre zurück. Noch älter ist vermutlich das Flechten, während das Filzen - verwandt mit der Herstellung heutiger Vliesstoffe - viel jünger ist. Die ältesten nachgewiesenen Filzmützen sind knapp 4000 Jahre alt. Zwei heute in der Textilindustrie ziemlich wichtige Verfahren sind dagegen vergleichsweise jung: Das Stricken...

Thomas Isenburg

Hochtechnologie aus lauter Fäden

Längst lassen die meisten deutschen Textilhersteller in Asien produzieren, wo die Umwelt- und Sozialstandards niedrig sind. Eine Ausnahme bilden technische Textilien, Stoffe also, die für technische Anwendungen produziert werden. Der Löwenanteil der Produktion - 23 Prozent - landet im Fahrzeugbau. Das Spektrum reicht dabei vom Reifencord über Klappverdecke von Cabrios, Sitzbezüge und Sicherheitsgu...

Seite 24
Ines Wallrodt

Das macht die schönste Theorie kaputt

nd-Wissenschaftsredakteur Steffen Schmidt liebt die Theorie. Ein Fan der Empirie ist er dagegen nicht. Zu viel davon macht die schönste Theorie kaputt. Das habe der Asytrophysiker Stephen Hawking schon gewusst.

Mike Mlynar

Teilen macht Spaß

Kürzlich, am 11. November, war Martinstag. Christen feiern da Messen für St. Martin, und Atheisten feiern zumindest bei Martinsgans und Umzügen mit; der 11.11. ist schließlich auch Karnevalsstart. Man teilt sich den Spaß also gewissermaßen. Wofür es einen lange überlieferten Anlass gibt. Teilen soll nämlich für den Bischof von Tours, den späteren St. Martin, gelebte Tugend gewesen sein. »Wer gibt ...

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Maria Jordan

Syndikat gegen Goliath

In Berlin verschwinden alteingesessene Geschäfte, weil sie auf dem Mietmarkt nicht mithalten können. Auch die linke Kneipe Syndikat kämpft um die Verlängerung ihres Mietvertrags. Probleme macht dabei vor allem der Eigentümer.

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Marie Frank

Kompetenzgerangel um Menschenleben

Seit die BVG erklärt hat, dass sie ihre Bahnhöfe nicht mehr nachts für Obdachlose offen lassen wird, schieben sich Politik und Verkehrsbetriebe gegenseitig die Verantwortung für den nächsten Kältetoten zu. Es wird Zeit, dass beide Seiten eine Lösung finden.

Jérôme Lombard

Auf Annes Spuren

Bis heute ist nicht geklärt, wer das Amsterdamer Versteck von Anne Frank verraten und so das Mädchen den Nationalsozialisten ausgeliefert hat. Doch so tief wie nun konnten Interessierte bisher kaum in ihr Leben blicken.

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ndPlusTomas Morgenstern

Ein Bannkreis gegen die Flammen

Die Lieberoser Heide, ein alter Truppenübungsplatz, war 2018 ein Hotspot der Waldbrandsaison in Brandenburg. Blindgänger im Boden machen Löscheinsätze dort lebensgefährlich, für die vorbeugende Munitionssuche gibt es jetzt zusätzliches Geld vom Land.

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Magnus Carlsen

Der 27-jährige Norweger gehörte zur seltenen Spezies der Wunderkinder. Im Alter von nur 13 Jahren wurde er Großmeister, damals als zweitjüngster Spieler in der Geschichte des Sports, und luchste dem bis dahin besten Spieler der Welt, Garri Kasparow, bei einem Blitzturnier sogar ein Remis ab. Carlsen ist seit 2013 Weltmeister. Seine derzeitige Elo-Zahl beträgt 2835. Foto: imago/ZUMA Press...

Fabiano Caruana

Am Brett ist der US-Amerikaner ein Riese. Der 26-Jährige brütet wie kaum ein anderer über Varianten und versucht in jeder Stellung den besten Zug zu finden. Das bringt ihn manchmal in Zeitnot - im Gegensatz zu Carlsen, der selten seine komplette Bedenkzeit verbraucht. Caruana lebt in St. Louis, dem Epizentrum des US-Schachsports. Seine derzeitige Elo-Zahl beträgt 2832. Foto: imago/ZUMA Press...

Caruana verpasst im achten Spiel den Sieg

Das achte Remis im achten Match fühlte sich für Carlsen wie ein kleiner Sieg an - denn der Norweger hätte fast verloren. Die Rettung in höchster Not kam als falscher Bauernzug Caruanas daher, der sich in der Eröffnung mit Weiß für die Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung entschieden hatte. Trotz des weißen Bauernopfers auf c5 im 21. Zug und dem darauffolgenden Tausch des Springers ...

Carlsen verschenkt die neunte Partie

Carlsen wählte - wie bereits in der vierten Partie - die Englische Eröffnung und eine harmlose Variante. Allerdings hatte er sie so gut vorbereitet, dass er die ersten 17 Züge im Blitztempo absolvierte und seinen Gegner auf der Uhr unter Druck setzte. Diese Strategie lohnte sich zunächst, denn Caruana setzte im Mittelspiel ohne Not ungenau fort. Carlsen besaß die bessere Bauernstruktur und den bes...

Florian Brand

Remis, Rekord und Renaissance

Die Schach-WM zwischen Fabiano Caruana und Magnus Carlsen nähert sich dem Höhepunkt. Das Duell elektrisiert Schachfans weltweit. Und davon gibt es immer mehr. Grund dafür ist die Digitalisierung. Das Spiel an sich hat sich in Jahrhunderten kaum verändert.

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Alexander Ludewig

Geflüchtete als Lebensretter

Der SchwimmClub1001 ist so etwas wie eine sportliche Antwort auf Pegida: Hier werden unter anderem Geflüchtete zu Rettungsschwimmern ausgebildet. Respekt und Anerkennung sind die Folge – und dadurch ein besseres Miteinander.

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Jirka Grahl

Im dunklen Tann

Besonders aufregend ist der Bayerische Wald bei einer Nachtwanderung am Tierfreigehege des Nationalparks - vor allem, wenn kurz zuvor in der Nähe Wölfe aus einem Gehege entkommen sind.

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ndPlusCorinna Ada Koch

»Was mich hielt, war das Verrücktspielen«

Wolf-Dietrich Kosbab ging in den 1980er Jahren in ein meditatives Exil nach Indien. Im Aschram lernte er sich selbst und andere Suchende kennen. Als er von Champagner- und Motorradmeditationen hörte, wandte er sich von der Bewegung ab.

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Editorial

Gar nicht mehr lange, liebe Leserinnen und Leser, dann liegt 2018 schon wieder hinter uns. In dieser vorweihnachtlichen Ausgabe der Commune rufen wir dazu auf, Gutes zu tun - mit Spenden bei der nd-Soliaktion. 50 000 Euro sind die Marke, die wir anpeilen. Zudem halten wir auch schon eine erste kleine Rückschau: In der Novemberausgabe spielt das Sportjahr 2018 eine Hauptrolle. Auf den Seiten 2...

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Der November kann auch bunt sein
Sabine Genge

Der November kann auch bunt sein

Bereits beim Sektempfang am ersten Abend im Parkhotel Rügen in Bergen war die Wiedersehensfreude groß. Denn viele der mehr als 150 Leser, die beim 21. nd-Leserreisentreffen Mitte November auf Rügen dabei waren, kennen sich seit Jahren. Der Stargast des ersten Abends war Hartmut Schulze-Gerlach, besser bekannt als Muck. Er stellte sich anderthalb Stunden humorvoll den vielen Fragen von nd-Verw...

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Traditionelles Saatgut bewahren
Christine Wild

Traditionelles Saatgut bewahren

Bartolomeu Antonio ist ein viel beschäftigter Mann: Er ist Projektkoordinator beim Bauernverband UNAC in Mosambik und zuständig für die Bewahrung und Vervielfältigung von traditionellem Saatgut - zwei Themen, die in Mosambik aktuell und umkämpft sind. Er ist dankbar für die Unterstützung, die er aus Deutschland und von den Lesern und Leserinnen des »nd« erhalten hat. »Wir haben in den vergangenen ...

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Florian Brand

Das »nd« gehört zum Gemeinwohl

»Eigentlich wollte ich ja zur Druschba-Trasse«, beginnt Monika Gadegast von ihrer DDR-Jugend hier in Berlin zu erzählen. Doch die Partei wusste ihren jugendlichen Eifer anderweitig einzusetzen. Man machte sie zur Parteisekretärin und schickte sie ans Theater der Freundschaft - das heutige Theater an der Parkaue. »Das war eine tolle Zeit«, sagt sie mit einem Leuchten in den Augen. Parteitreu sei si...

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Aufbruch in die Moderne

Dass der Kaiser zum Holzhacken ins holländische Exil geschickt wurde, haben die deutschen Kulturträger noch nicht verwunden, da klopft schon die nächste Revolution an die Tür: Die Moderne schickt sich an, die verlogene Ornamentik des 19. Jahrhunderts in den Orkus zu schicken. Die Wohnungen sollen hell, hygienisch und bezahlbar sein, Geschirr funktional und erschwinglich, Behördenformulare und Verk...

Bau1haus. Die Moderne in der Welt

Die markanten Bauten in Berlin, Chemnitz, Zwickau, Ruhla, Bremen und Dessau selbst mögen bekannt sein, weniger bekannt dürfte die Bauhaus-Architektur als Exportschlager sein: In ganz unterschiedlichen geografischen Kontexten entfalten die futuristischen Formen ihre Wirkung. In Miami, Paris, London, Havanna, Guadeloupe, Beirut, Phnom Penh, selbst in Kabul, wenn auch nur noch als Ruine, begegnen sie...

Futura. Die Schrift

Die Geschichte einer Druckschrift mag nur etwas für schrullige Designfreaks sein, ist sie doch etwas so Alltägliches. Wer denkt schon beim Anblick eines U-Bahn-Schildes an kulturelle Zeitenwende, Demokratisierung des Alltags und Universalismus? Alles begann mit dem erbitterten Streit zwischen traditionellen Schriftgestaltern, denen Fraktur, Schnörkel und »künstlerischer Ausdruck« wichtig ware...

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Mit Freude schenken und dabei Gutes tun

Mit Freude schenken und dabei Gutes tun

Liebe Leser*innen der ndCommune, bestimmt erinnern Sie sich noch. Selbstwert, Stolz und sozialer Kontakt: Davon, dass Arbeit so viel mehr ist als Geldverdienen, erzählte Ihnen unsere Redakteurin Heidi Diehl. Sie hatte die Fürstenwalder Christophorus-Werkstätten besucht und ist dort auf behinderte Menschen getroffen, die mit Herzblut, Handarbeit und Hingabe unter anderem Spielzeug und Keramik-...

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& mim

Zart und hart

Für diese Rubrik bitten wir Leserinnen und Leser um Ideen für kleine Denkspielaufgaben. Das Echo war und ist erfreulich, könnte aber durchaus noch stärker sein (Kontakt siehe Spalte links). Herzlichen Dank für die bisherigen Einsendungen und schon mal im Voraus für die kommenden! Gerlinde Kühn aus Chemnitz schickte diese ebenso logische wie physikalische Frage zu ihren Herbstbeobachtungen im Garte...

Auch kleine Pyramiden haben ihre Rätsel

Die Internetseite www.schulmodell.eu ist einzigartig. Der Chemnitzer Mathematiklehrer Thomas Jahre veröffentlicht dort jede Woche eine Aufgabe, die sich an seine Schüler, aber darüber hinaus an alle mathematisch Interessierten richtet. Der sechssprachige Newsletter hat weltweit 1800 Empfänger. Gesucht wird nun auch noch ein Russisch-Übersetzer. Gibt es den vielleicht in der weitverzweigten nd-Denk...

Mike Mlynar

Heute schon mal etwas vergessen?

Na, heute schon wieder etwas vergessen? Sollte Ihnen das öfter passieren und sollten Sie im siebten Lebensjahrzehnt sein, wird Ihnen in Fach- wie Boulevardmedien fürsorglich geraten, nicht etwa in Panik zu verfallen. In diesem Alter sei ohnehin kaum noch etwas, wie es mit 20 war, wird getröstet. Stattdessen gibt es 999 gute Ratschläge, was zu tun ist, damit sie Ihre 60er- Form möglichst lange...