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Unten links

Das Leben in der Großstadt: Menschen aus 192 Nationen leben in Berlin. Spanische Kindergärten, italienische Grundschulen, französisches Abitur. Russische Supermärkte, ein spanischer Lebensmittelgroßhandel, koreanische und äthiopische Restaurants. Start-ups, in denen man nur Englisch spricht. Die Arabische Straße (aka Sonnenallee), die Thai-Wiese (Preußenpark), Klein-Hanoi (Dong-Xuan-Center). Berli...

Geldstrafe für verhinderte Abschiebung

Göteborg. Die Schwedin Elin Ersson muss nach einer von ihr verhinderten Abschiebung nicht ins Gefängnis, aber eine Geldstrafe von umgerechnet 290 Euro bezahlen. Sie wurde am Montag wegen Verstoßes gegen das schwedische Luftfahrtgesetz verurteilt, wie eine Sprecherin des Bezirksgerichts Göteborg sagte. Ihr Verteidiger kündigte nach der Verurteilung an, in Berufung gehen zu wollen.Die damals 21-jähr...

Laissez-faire bei Rüstungsexporten

Berlin. Deutschland und Frankreich arbeiten an einer Vereinbarung über Rüstungsexporte in Drittstaaten, die aus geplanter gemeinsamer Produktion von Panzern und Kampfflugzeugen erwachsen. Regierungssprecher Steffen Seibert widersprach am Montag in Berlin Berichten, beide Regierungen hätten ein geheimes Zusatzabkommen zur gemeinsamen Rüstungspolitik zum Freundschaftsvertrag von Aachen geschlossen, ...

LINKE-Politiker fordern »Ja zur EU«

Berlin. Führende Vertreter des Reformerlagers in der LINKEN haben mehr Aufgeschlossenheit gegenüber der Europäischen Union angemahnt. Sie präsentierten am Montag in Berlin ein Papier, in dem sie Kritik an den EU-Institutionen üben, zugleich aber die positive Wirkung der »gemeinsamen Wertebasis« betonen. Unterzeichner sind der Präsident der Europäischen Linken (EL), Gregor Gysi, die Vorsitzende der...

Uwe Kalbe

Kleinlauterkeit

Die Bundesregierung hält mit unschuldiger Miene am letzten Rest einer vermeintlichen internationalen Lauterkeit fest, die ohnehin paradox ist: Rüstungsexporte nach strengen Richtlinien. Der Menschlichkeit, falls es jemand glaubt. Ob nun in einem Geheimabkommen oder nicht - auch wenn die Bundesregierung bestreitet, dass es bereits eine vertragliche Vereinbarung mit Frankreich über den Export gemein...

Bolívars Erben streiten ums Öl

Berlin. Zu der Zahl 23 hat Juan Guaidó offenbar ein besonderes Verhältnis: Am 23. Januar ernannte sich Venezuelas Parlamentspräsident mit Rückendeckung der US-Regierung selbst zum Interimsstaatschef und forderte Präsident Nicolás Maduro damit offen heraus. Am 23. Februar soll es zum Show-down an der Grenze zu Kolumbien kommen. Dann würden die ins Nachbarland gelieferten US-Hilfsgüter nach Venezuel...

Vanessa Fischer

Unfairteilung bei den Jobcentern

Jobcenter nutzen hohe Summen aus dem Topf für »Eingliederung« zur Deckung von Verwaltungskosten. Für die Arbeitslosen bleibt so immer weniger.

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Guaidó erhöht den Druck

Caracas. In Venezuela erhöht der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó den Druck auf Maduro. Er bekräftigte, dass am 23. Februar die ins Nachbarland Kolumbien gelieferten US-Hilfsgüter ins Land geholt würden - »komme, was da wolle«. In der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta stehen schon einige Tonnen Lebensmittel und Medikamente bereit, zwei US-Militärflugzeuge lieferten am Samstag Dutzende...

ndPlusRaul Zelik

Das Erdöl wurde nicht gesät

Venezuela galt 15 Jahre lang als Modell eines Politikwechsels: Der Staat erhöhte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft, finanzierte Sozialprogramme und propagierte die demokratische Partizipation der Armen. Sie sagen jetzt in Ihrem Buch, der Bruch unter Präsident Hugo Chávez sei gar nicht so tief gewesen wie vermutet. Es gab natürlich wichtige Veränderungen, aber bemerkenswert ist auch die struk...

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ndPlusAndreas Boueke

»Der Graben zwischen uns Juden wird breiter«

Wie wird Ihre Agentur den Interessen sehr unterschiedlicher Gruppen von Juden gerecht? Juden sagen gerne von sich: »Wir als Juden stehen zusammen.« Aber in Wirklichkeit leben wir voneinander getrennt. Die Orthodoxen interessierten sich vor allem für die Haltung der USA gegenüber Israel. Natürlich schreiben wir darüber. Aber die Mehrheit der Juden in den USA ist liberal. Ihre Priorität sind in...

Andreas Boueke

Lieber nicht erkannt werden

Die Präsidentschaft von Donald Trump hat die Atmosphäre im Land verändert. Insbesondere seit dem Massaker in Pittsburgh 2018 fragen sich immer mehr Juden, ob sie dort noch unbeschwert leben können.

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Waffenexport durch die kalte Küche

Berlin. Über die Verständigung hatte der »Spiegel« berichtet. Deutschland und Frankreich hätten in einer Vereinbarung über den Export von gemeinsam entwickelten Rüstungsgütern festgehalten: »Die Parteien werden sich nicht gegen einen Transfer oder Export in Drittländer stellen.« Dem Bericht zufolge ist vorgesehen, dass ein Land nur dann Bedenken gegen Rüstungsexporte anmelden kann, wenn seine dire...

ndPlusAert van Riel

SPD will EU-Einstimmigkeitsprinzip abschaffen

Bei der Europawahl im Mai will die SPD mit sozialen Themen und in der Steuerpolitik punkten. Allerdings werden manche ihrer Forderungen bereits von einigen Mitgliedstaaten der EU abgelehnt.

Jana Frielinghaus

Visionen für ein neues Europa

Wenige Tage vor dem Europa-Parteitag haben einige LINKE-Politiker die Wähler aufgefordert, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und im Mai einen Rechtsruck in der EU zu verhindern.

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Fabian Hillebrand

Spitzel an den Hochschulen?

Warum untersagte die Universität Leipzig mehrere kritische Bildungsveranstaltungen? Die Studentenschaft vermutet Beeinflussung durch den Verfassungsschutz - und bemüht sich um Aufklärung.

René Heilig

Deutsche beim IS - Heimkehr unerwünscht

Die EU-Staaten sollen »ihre« IS-Kämpfer zurücknehmen, fordert US-Präsident Trump. Die Bundesregierung hält das für »außerordentlich schwierig«.

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EU beschließt neue Russland-Sanktionen

Die EU-Außenminister haben Sanktionen gegen russische Verantwortliche wegen des Vorgehens gegen ukrainische Marineschiffe vor der Krim im November unterstützt. Sie könne bestätigen, dass es für »gezielte« Sanktionen gegen Einzelpersonen einen »politischen Konsens« gebe, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag nach einem Treffen der europäischen Außenminister in Brüssel. Acht Rus...

ndPlusAlexander Isele

Wieder Tote in Kaschmir

Nach dem Terroranschlag und den darauffolgenden Gefechten im indischen Teil Kaschmirs wächst die Angst vor einer neuen Eskalation der Spannungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan. Vier Tage nach einem Anschlag auf indische Sicherheitskräfte mit 42 Toten sind bei Gefechten zwischen Soldaten und Rebellen am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Unter den Toten sind nach Armee-...

ndPlusBarbara Barkhausen, Sydney

»Wir erleben eine schreckliche Zeit«

In den vergangenen Wochen haben sich acht Aboriginal-Kinder in Australien das Leben genommen. Experten fürchten, der Gedanke an Suizid könnte sich unter den Ureinwohnern normalisieren.

ndPlusThomas Berger

Pakistan umwirbt bin Salman

Eine Ölraffinerie, Absichtserklärungen und Kredite - Saudi-Arabien verspricht, 21 Milliarden US-Dollar beim langjährigen Partner zu investieren. Pakistanis erhalten Visumserleichterungen.

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Haidy Damm

Lohnkürzungen befürchtet

Die Post will ihren Paketdienst DHL mit der Billigtochter Delivery zusammenlegen. Gewerkschaften fordern »gleiches Geld für gleiche Arbeit« bei einem gemeinsamen Tarifvertrag für alle Beschäftigten.

Jörg Staude

Kanzlerin soll bei Kohleausstieg eingreifen

Auch seitens der Umweltverbände steht der Kohlekompromiss auf der Kippe. Für sie muss es bei der vereinbarten Abschaltung von 3000 Megawatt bis 2022 in Nordrhein-Westfalen bleiben.

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Markus Drescher

Vorm Kapitalismus sind alle gleich

Wessis sind auch nur Menschen. Doch, glauben Sie es. Manche sind wirklich okay. Weil Ostdeutschland nach der Wende aber manches aus dem Westen blühte, nur nichts Gutes, wie es vielen vorkommen muss, ist es ein Gefühl der Bevormundung und Benachteiligung durch den Besser-Wessi, das auch fast 30 Jahre nach der ungleichen Vereinigung munter in den Landschaften gedeihen kann. Ob daran eine Ost-Quote f...

Sebastian Bähr

Deutschlands Verantwortung

Aus der ganzen Welt waren Tausende Dschihadisten nach Syrien gereist, um sich dort dem »Islamischen Staat« anzuschließen. Das selbst ernannte Kalifat ist mittlerweile so gut wie besiegt, fast 1000 ausländische Kämpfer befinden sich in Gefangenschaft kurdischer Milizen, darunter auch Dutzende Deutsche. Was soll mit ihnen geschehen? Die Kurden und die US-Regierung pochen darauf, dass die internation...

Felix Jaitner

Wenig Aussicht auf Aussöhnung

In Deutschland und in der EU gelten die Russland-Sanktionen als notwendiges Signal im Kampf gegen den »Putinismus«. Das gilt auch für die neuen Strafmaßnahmen gegen die acht Verantwortlichen für den Angriff auf die ukrainischen Schiffe im Asowschen Meer. Litauens Außenminister Linas Linkevicius bringt diese Haltung in einem Interview mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« mustergültig auf den Punkt: ...

Robert D. Meyer

Die grüne Sarah

Wenn TV-Köchen die Arbeit im Fernsehstudio zu eintönig wird, schlagen sie meist erwartbare Zweitkarrieren ein. Nicht so Sarah Wiener. Sie will für Österreichs Grüne in das Europaparlament einziehen. Und soll nebenbei die Partei retten.

Kathrin Gerlof

»Ein Dax-Unternehmen …

Viele Wege gibt es für große Unternehmen, legal Unmengen an Steuern zu vermeiden. Jetzt wollen die Finanzminister eine dieser Möglichkeiten ein ganz klein wenig einschränken. Und was sagt die Wirtschaft? Sie sieht den Finanzplatz Deutschland schon in den Orkus rutschen.

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Andreas Fritsche

Schallschutz mit Geldscheinen

Technisch ist beim Schallschutz eine Menge machbar. In einen nach allen Regeln der Kunst lärmgedämmten Raum dringt von draußen kein Mucks - leider auch kein angenehmes Vogelgezwitscher. Man fühle sich da nicht wohl, sagt der Landtagsabgeordnete Matthias Loehr (LINKE), der solche musterhaft hergerichteten Räume am Flughafen Schönefeld schon besichtigt hat. »Ich würde nicht so leben wollen«, so Loeh...

Ausschuss zu betrunkenem Polizisten

Am Montag beschäftigte sich der Innenausschuss mit dem Fall des mutmaßlich alkoholisierten Polizisten, der eine 21-Jährige mit seinem Dienstwagen tödlich verletzt haben soll.

Rainer Balcerowiak

Vernetzt von A nach B

Neben Bus- und Bahnverbindungen soll eine neue Smartphone-App der BVG den Berlinern anzeigen, wie bestimmte Wegstrecken etwa mit Leihrädern zurückgelegt werden können.

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ndPlusJérôme Lombard

Start für Synagogen-Kuratorium

Als sichtbares Zeichen für die wachsende jüdische Kultur in Berlin soll die historische Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg wieder aufgebaut werden. Das Kuratorium hat jetzt seine Arbeit aufgenommen.

Marie Frank

Jugendämter streiken für bessere Gehälter

Berlins Jugendämter und Freizeiteinrichtungen arbeiten am Limit: Durch die Personalnot steigt die Arbeitsbelastung, doch neue Mitarbeiter sind für das Gehalt kaum zu gewinnen. Das will ver.di ändern.

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ndPlusWilfried Neiße

Halt am Bahnhof Wustermark

Nach lang andauernden Bürgerprotesten konnte am Montag in der Potsdamer Staatskanzlei eine Einigung über die Regionalbahnlinie 21 verkündet werden.

Andreas Fritsche

Statt Schallschutzfenster nur Geld gegeben

Die finanzielle Entschädigung von Anwohnern anstatt von Schallschutzmaßnahmen sollte die Ausnahme sein, ist aber die Regel geworden, rügen die Grünen.

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Umstrittenes Bauen im Schilf

Greifswald. Der Vorwurf der SPD-Fraktion im Kreistag von Vorpommern-Greifswald hat es in sich: Im geschützten Schilfgürtel am Nepperminer See auf Usedom soll Boden aufgeschüttet worden sein, zum Teil mit belastetem Material, um darauf private Ferienhäuser zu bauen. Etwa 800 Quadratmeter streng geschütztes Schilfbiotop seien vernichtet worden.Zu den Eigentümern der vier idyllisch gelegenen Wassergr...

ndPlusCäcilie Bachmann

Bremens Airport hat ein Platzproblem

Etwas banal wirkt die Frage an den Senat des Bundeslandes Bremen nach Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang in den An- und Abflugzonen des heimischen Flughafens. Der heißt seit zwei Jahren offiziell »Bremen Airport Hans Koschnick« - benannt nach dem langjährigen Bremer Bürgermeister sowie Senatspräsidenten und Bundestagsabgeordneten, der vor drei Jahren verstarb.Der rot-grüne Senat Bremens antwortet...

ndPlusFolke Havekost, Hamburg

Verlegung mit Stolperfallen

Die DB AG will den Fernbahnhof Altona verlegen, rund zwei Kilometer weiter an einen Ort ohne Infrastruktur, ohne Bahnhofsgebäude. Die Initiative »Prellbock« kämpft gegen die geplante Verlegung.

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Kongos Kunst

Die Kunsthalle Tübingen will mit ihrer neuen Ausstellung »Congo Stars« den Blick auf afrikanische Kunst verändern. Kunst aus Afrika habe über Jahrhunderte europäischen Künstlern als Inspirationsquelle gedient mit einem höchst einseitigen und oft von unreflektierten Aneignungen geprägten Blick, teilte das Museum mit. Die Ausstellung wird von 9. März bis 30. Juni 2019 zu sehen sein. »Congo Stars« ze...

Urteilskraft

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin gibt nun ein eigenes Magazin heraus: »Historische Urteilskraft«. Es soll »einen Verhandlungsraum übergreifender historischer, philosophisch-ethischer und museologischer Fragen etablieren - und den Leserinnen und Lesern so ermöglichen, auch das eigene Urteil kritisch überprüfen, vergleichend bewerten und reflektiert einordnen zu können«, so Prof. Dr. ...

Ins Musäum

Die Erben des Volkssängers und Komikers Karl Valentin haben dem Valentin-Karlstadt-Musäum in München das Archiv aus der Verwaltung seines Nachlasses geschenkt. Dazu gehörten 120 Ordner mit Unterlagen sowie Bücher, Plakate, Schallplatten, CDs und Filme, teilte das Museum am Montag in München mit. Die Plakate zeigten, dass Valentin auch international sehr bekannt sei, sagte der Nachlassverwalter Gun...

Jürgen Amendt

78.000 Jahre sind ein Tag

Haben Sie sich nicht auch öfter gefragt, ob Sie verrückt sind oder die Welt, in die sich sich täglich begeben müssen? Wenn ja, dann ist der »Tatort«-Krimi »Murot und das Murmeltier« genau die richtige Unterhaltung für Sie.

ndPlusHarald Kretzschmar

Angewandte Kunst - oder nur Gestaltung?

Anlässlich seines 100. Jubiläums feiern wir zurzeit das Bauhaus vollmundig als unvergängliche Errungenschaft. Man schwelgt in Superlativen. Dabei ist das Woher und Wohin dieser grandiosen Einrichtung eine spannende Sache - da sollte man mal genau hinschauen. Tobias Hoffmann als Chef des Berlinar Bröhan-Museums eröffnet uns nun eindrucksvoll den Blick hinter »die Vorgeschichte des Bauhauses und sei...

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Vorboten für den Oscar

Das Drama »Can You Ever Forgive Me?« und die Komödie »Eighth Grade« wurden am Sonntag als beste Drehbücher 2018 in New York und Los Angeles ausgezeichnet - von der Writers Guild of America (WGA), dem Verband der Drehbuchautoren. Eine Woche vor den Oscar-Verleihungen gingen die Favoriten »Roma«, »Green Book« und »Vice« leer aus. »Eighth Grade«, geschrieben von Bo Burnham, gewann in der Kategorie »O...

Zahlreiche »Baustellen«

Am heutigen Dienstag beginnt die Bildungsmesse didacta in Köln. Sie präsentiert Trends und Neues rund um Erziehung, Bildung, Lehren und Lernen. Bis Samstag werden auf dem Kölner Messegelände rund 100 000 Besucher erwartet, wie die Veranstalter ankündigten. Mit 889 Unternehmen aus 55 Ländern sei die didacta die weltweit größte Bildungsmesse, an der auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Polit...

Leben in der großen Stadt

Das Leben in der Großstadt steht im Fokus des diesjährigen Brechtfestivals in Augsburg. Eröffnet wird das Theater-, Literatur- und Musikfest an diesem Freitag mit dem Recherche-Theaterprojekt »Auf der Straße« des Berliner Ensembles. Das Staatstheater Augsburg zeigt einen Tag später als Premiere Brechts »Baal«. Bei dem Festival werden elf Theaterproduktionen, sechs Literaturveranstaltungen und zwöl...

ndPlusSamuela Nickel

Du weißt nicht, welche Kriege toben

Der Fotograf Nihad Nino Pušija setzt sich in seinem 30-jährigen Schaffen mit den Lebensrealitäten der in Europa lebenden Roma und Sinti. Seine Fotografien halten Schicksale fest, die von Krieg, Armut und Flucht geprägt sind.

ndPlusHans-Dieter Schütt

Ganz einfach: Man kämpft

Den erzählendsten Satz sagte sie beiläufig - wie das konzentriert Beiläufige überhaupt Kern dieser Begegnung war. Jenes Präzise, dem kein Aufputz zuarbeiten muss. Jene Ruhe, die unaufgeregt am Platz bleibt. Jener Geist, der sich aufrühren, aber nicht aufscheuchen lässt. Der erzählendste Satz von Jeanine Meerapfel lautete: »Auf Friedhöfen drehe ich besonders gern.« Auf Friedhöfen glauben wir ein kl...

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Stiftung will Fördermittel zurück

Noch vor Ausstrahlung der ARD-Dokumentation »Ewige Schulden - Ostdeutschlands Kirchen und die Staatsleistungen« hat die Bundesstiftung Aufarbeitung Fördergelder für das Projekt zurückgefordert. Der Film, der am Montagabend im Ersten ausgestrahlt wurde, habe mit der ursprünglichen Intention im Förderantrag nichts mehr zu tun, begründete Vorstandsmitglied Christine Lieberknecht (CDU) im Gespräch mit...

Jan Freitag

Götter in Grau

Die zweite Staffel der Fernsehserie »Charité« erzählt über sechs Folgen die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtesten Krankenhaus. Im Gegensatz zur ersten Staffel fordert »Charité 2« sein Publikum spürbar heraus, findet Jan Freitag.

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ndPlusMaximilian Haupt und Manuel Schwarz, Are

Felix Neureuther fordert Veränderungen

Mit seiner Kritik am letzten Tag der Weltmeisterschaften in Are hat Felix Neureuther dem Deutschen Skiverband eine wohl lang anhaltende Debatte beschert.

Moritz Wichmann

Später Sieg für Kaepernick

Footballstar und Polizeigewalt-Kritiker Colin Kaepernick hat der mächtigen NFL in den USA einen Vergleich abgerungen. Für sein Schweigen zur Diskriminierung gegen ihn wird er vermutlich viel Geld bekommen.

Michael Wilkening, Mannheim

Nachspiel in Mannheim

Gegen Waldhof Mannheim verhängte der DFB erstmals im deutschen Fußball eine sportliche Strafe nach Fanausschreitungen. Jetzt kommt es zur Verhandlung vor einem Zivilgericht.