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Linkspartei

Was ist in der Linkspartei passiert? Nichts allzu Politisches, so Parteichef Bernd Riexinger im Interview. Für ihren Rückzug habe Sahra Wagenknecht gesundheitliche Gründe. Und »gravierende Folgen« für die Wahlen 2019 sehe er nicht. Aber stimmt das? Droht sich nicht ein Milieu abzuwenden? Bleiben nicht Fragen liegen, die links beantwortet werden müssten? Oder lässt es sich jetzt offensiver, verbind...

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Schnell, schneller, Brexit

Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung. Alles verändert sich immer schneller, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft - angeblich. Beim Brexit kann man das so nicht sagen. Am 23. Juni 2016 stimmten Bürgerinnen und Bürger in Großbritannien für den Austritt aus der EU. Heute, zwei Jahre und rund neun Monate später, befindet sich das Land weiterhin in der EU. Und das ändert sich vielleicht nicht s...

Velten Schäfer

Ärger lohnt im Wochenrhythmus

Mit dem Kaiserreich verschwanden die Kolonien, aber nicht der Kolonialismus: Selbst die SPD reklamierte 1919 plötzlich ein »Recht« darauf. Heute rückt diese Geschichte neu auf die Agenda - in Museen wie in der Wissenschaft: Wem zuhören? Wie theoretisieren?

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ndPlusSebastian Weiermann

Seine Vorbilder waren Breivik und Mosley

Brenton Tarrant, der Hauptverdächtige von Christchurch hat ein Manifest verfasst. Darin will er seine Tat erklären. In einem Moment »ungezügelter Selbstkritik« habe er eine 250 Seiten lange Version gelöscht. Seine Taten sollten für sich selbst sprechen, er musste aber damit rechnen, erschossen zu werden, und schrieb es trotzdem.

Barbara Barkhausen

Die Mörder kamen zum Freitagsgebet

Neuseelands Bevölkerung steht unter Schock, nachdem mehrere Terroristen Dutzende Menschen in zwei Moscheen in Christchurch niedergeschossen haben. Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einem der »dunkelsten Tage« des Landes.

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Aufstehen im ersten Anlauf gescheitert

Eine Gruppe prominenter Unterstützer der Sammlungsbewegung »Aufstehen«, darunter Mitglieder des Vorstands, hat das Anliegen der Bewegung für vorerst gescheitert erklärt. Man müsse nüchtern festhalten, dass »die Bundesebene von Aufstehen im ersten Anlauf gescheitert« sei, heißt es in ihrer Erklärung. Die Bewegung sei dem Anspruch, Spaltungen zu überwinden und unterschiedliche Kräfte zu sammeln, nic...

Susann Witt-Stahl

Kuscheltiere und Blumen

Hamburg ist eine Hochburg von Aufstehen. Bis zu 1000 Anhänger der Linksbewegung kamen zu einer Veranstaltung mit Sahra Wagenknecht - auch um ihr Respekt zu Bezeugen. Ein SPD-Bürgerschaftsabgeordneter hat dagegen einen schweren Stand.

Uwe Kalbe

Zu früh für Personaldebatten

Respekt vor der Entscheidung und ein Aufruf keine neuen Personaldebatten vor der Europawahl zu beginnen: So reagiert LINKE-Chef Bernd Riexinger im Interview auf den Rückzug von Sahra Wagenknecht. Riexinger will mehr inhaltliche Arbeit.

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Rainer Balcerowiak

»Einfache Leute« vertreten

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der angekündigte Rückzug von Sahra Wagenknecht aus der Fraktionsspitze der Linken im Bundestag bedeutet für die Partei eine große Zäsur. Zumal ihr wenig später auch ihre Stellvertreterin und enge Vertraute Sevim Dagdelen folgte. Mit Wagenknecht verliert die Parteispitze nicht nur ihre bekannteste und weit über die eigene Anhängerschaft hinaus beliebte Po...

Thomas Goes

Scheitern als Chance

Die LINKE muss eine verbindende Klassenpolitik machen und Kämpfe gegen Ausbeutung, Rassismus und Sexismus verbinden.

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Aert van Riel

Dzień dobry, liebe PiS

Eigentlich verbindet die deutschen Grünen und die polnische Rechts-Partei PiS nicht viel. In der Ablehnung der Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist man sich allerdings einig.

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ndPlusPhilip Blees Johanna Treblin

Freitags sind die Gymnasien leer

Breite Teile der Gesellschaft haben erkannt, dass der Klimawandel unsere Zukunft gefährdet, vor allem junge Menschen. Doch wer sind die protestierenden Jugendlichen? Beobachtungen zusammen mit Jugendforscher Klaus Hurrelmann.

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Alexander Isele

Ein Signal an die USA

Zum Abschluss des diesjährigen Nationalen Volkskongress verabschieden die Abgeordneten in Peking ein Gesetz, dass Investitionen ausländischer Unternehmen in China schützt - im Handelsstreit eine Geste an die USA.

Stefan Otto

Fehlendes Vertrauen

Beim nun beigelegten Streit um den Digitalpakt zwischen Bund und Ländern ging es auch ums Geld. Der Bund wird fünf Milliarden Euro für fünf Jahre in die digitale Ausstattung der Schulen investieren. Das Geld wird gebraucht, alleine könnten die Länder die notwendigen Investitionen wohl nicht stemmen. Knackpunkt bei den Verhandlungen war allerdings die angestrebte weitreichende Kontrolle des Bu...

Fabian Hillebrand

Im Namen des Sohnes

45 Flüchtlinge sind am Donnerstag bei einem Schiffsunglück ertrunken. Erst am Sonntag wurde ein neunjähriges Mädchen auf der griechischen Insel Samos angespült. Was sich auf dem Mittelmeer abspielt, ist von unendlicher Trostlosigkeit. Es ist eine humanitäre Katastrophe. Das Sterben ist zu einer obszönen Normalität geworden. Katastrophe, Trostlosigkeit, diese Vokabeln wirken verbraucht. Die Sp...

Leo Fischer

Tränen

In Zeiten, da Versetzungen ans andere Ende der Welt Einstellungsvoraussetzung und Schwangerschaften das Ende der Karriere bedeuten, darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, an alledem sei irgendwas auszusetzen. Schon gar nicht sollte man losheulen.

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Schuldig auf Verdacht

In den von Joanne K. Rowling verfassten Harry-Potter-Romanen wird der Magier Voldemort von den meisten Zauberern nur mit »der, dessen Namen nicht genannt werden darf« bezeichnet. Nur der große weise Zauberer Albus Dumbledore und Harry Potter haben den Mut, den Bösewicht bei seinem Namen zu nennen. Der Glaube, man sei gegen das Böse gefeit, wenn man es verleugne, ist so alt wie der religiöse Kult, ...

ndPlusFlorian Schmid

Vom Krieg in den Städten

In US-Romanen erlebt das Thema Aufstand eine neue Konjunktur. Wie Sly Stone schon 1971 gesungen hat: »There‘s a riot going on«. A.G. Lombardo erzählt in »Graffiti-Palast« vom Aufstand 1965 in Watts, Los Angeles.

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Stefan Fischer

Die Ruhestörer

Pendler sind ja nicht per se Misanthropen. Sie reden vielleicht sogar ganz gerne - nur eben gerade nicht um die Zeit und mit den Mitfahrern. Manchmal kommen aber doch Gespräche zustande - wie an jenem ungewöhnlichen Morgen, an dem in Berlin die BVG streikt.

Katharina Schwirkus

Kein Che in Sicht

Ein Museumsbesuch in einem linken Kulturzentrum in Rosario: Besucher- und Betreuer*innen einer Ausstellung über Che Guevara als Fotograf sprechen über die anstehenden Präsidentschaftswahlen und die politische Lage Argentiniens.

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ndPlusMesut Bayraktar

Die anderen in Berlin

»Meine Großtante ist über 80 Jahre alt. Sie ist stolz darauf, 18 Jahre bei Siemens im Kabelwerk gearbeitet zu haben — in einer Abteilung, wo nur türkische Frauen waren, begleitet von der Observation «deutscher Vorarbeiter».«

Harald Kretzschmar

Das Band läuft rückwärts

Wir wolln der Zukunft nicht ins Fenster gaffen. / Sie liegt mit der Vergangenheit im Bett. / Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen, / Und wo ein Kopf ist, ist auch meist ein Brett. Als Erich Kästner das 1928 als Strophe eines Gedichtes in »Herz auf Taille« veröffentlichte, da konnte er unsere ach so in die Zukunft weisende Gegenwart noch nicht kennen. Zuhauf räkeln sich heute groß...

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Guido Speckmann

Populistisch sind immer die anderen

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, Thinktank der CDU, bewertete 2017 den Populismus als »weltweites Stabilitätsrisiko Nr. 1«. Die Ergebnisse der Wahlen zum Europaparlament im Mai könnten dieser Ansicht zufolge eine weitere Gefahr für den Status quo werden. Denn insbesondere die rechtspopulistischen Kräfte könnten an Stimmen hinzugewinnen. Aber auch die linkspopulistische La France Insoumise von Jean-Lu...

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Reservoir Dogs

Gangster Cabot (Lawrence Tierney) hat sechs Kriminelle angeheuert, die einen Juwelierladen ausrauben sollen. Keiner von ihnen ist je einem der anderen begegnet. Anreden dürfen sie sich nur mit Decknamen. Doch der gut geplante Überfall misslingt. Während Mr. Brown (Quentin Tarantino) tödlich von einer Polizeikugel getroffen wird, schafft es Mr. White (Harvey Keitel) mit dem verletzten Mr. Orange (T...

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Der Osten hat viele Seiten - Neuerscheinungen auf der Leipziger Messe

Die letzte Buchempfehlungsseite des »neuen deutschland« vor der Leipziger Buchmesse bedient fast schon wieder das alte, unausrottbare Klischee vom Ostblatt. Das ist nicht ganz falsch, wenn man den Osten etwas weiter fasst, und die Schuld der Buchmesse - Tschechien ist Gastland - und der Verlage, deren Bücher wir zusammen mit Autoren, Übersetzern und Verlegern am nd-Stand vorstellen werden. Sie sin...

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ndPlusAnn Esswein

Gläserne Türen

Thomas hatte es gut hier«, ist auf die Backsteinfassade gekritzelt. An der Terrasse über dem Klinikgarten treffen sich Patienten und Pflegekräfte - wenn Zeit dafür ist. Passanten laufen hinter der Mauer entlang. Draußen spielt sich rund um die Invalidenstraße in Berlin-Mitte der Alltag ab. Drinnen, in der Charité, versuchen die Patienten wieder zu lernen, wie Alltag funktioniert. Es ist Diens...

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Ulrike Wagener und Velten Schäfer

Wir kümmern uns im Selbstgespräch

Mit dem Kaiserreich verschwanden die Kolonien, aber nicht der Kolonialismus. Heute rückt diese Geschichte neu auf die Agenda – in Museen wie in der Wissenschaft: Was erinnern? Wem zuhören? Wie theoretisieren?

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Reiner Tosstorff

Was zur Feier Weimars nicht passt

Kolonial verfasst: Die Weimarer Nationalversammlung gilt als demokratischer Meilenstein. Dabei forderte sie auch die Kolonien zurück – aufgeputscht durch Kolonialsoldaten, die tags darauf gegen Aufständische nach Berlin marschierten.

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ndPlusHenning Melber

Das Stammeln vom Grauen

Mzee Meli besuchte mit 85 Jahren Berlin, auf der Suche nach dem geraubten Kopf seines Großvaters. Auch das erzählt von der Gegenwärtigkeit des kolonialen Grauens und seiner Wirkung in heutigen Werten und Normen.

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Velten Schäfer

Der russische Elefant

Zwischen Russland und Namibia gibt es eine Gemeinsamkeit: Beide Länder waren Schauplätze des deutschen Kolonialismus. Doch während der afrikanische Kolonialismus endlich präsenter wird, muss man den Zweiten Weltkrieg im Osten noch immer erklären: Er war kein »normaler« Staatenkrieg, auch nicht nur ein Kampf des Faschismus gegen den Kommunismus. Er war ein megalomanes Kolonialprojekt. Er trachtete ...

ndPlusMechthild Leutner

Von Tsingtau nach Peking

In China arbeiteten um 1900 die Kolonialmächte zusammen. Bei der brutalen Niederschlagung des »Boxeraufstandes« waren die Deutschen führend. Doch wurde der deutsche Fernost-Kolonialismus hierzulande noch jüngst gefeiert.

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ndPlusChristoph Jünke

Zweierlei Universalismus

Postkoloniale Theorien gelten als integraler Bestandteil des akademischen Betriebs und vieler linker Subkulturen. Vivek Chibber kritisiert Grundannahmen der intellektuellen Strömung.

Seite 22

Ältestes Tätowier-Set

Das vermutlich älteste Tätowier-Werkzeug der Welt kommt aus dem Pazifikstaat Tonga. Das Set ist nach Untersuchungen mit der Radiokarbon-Methode etwa 2700 Jahre alt, wie Forscher der Australian National University (ANU) in Canberra im »Journal of Island and Coastal Archaeology« berichten. Vermutet wird, dass zwei Kämme aus Vogelknochen hergestellt wurden und die anderen beiden Kämme aus Menschenkno...

SpaceX vor NASA

Der Erstflug des »Orion«-Raumschiffs der US-Raumfahrtagentur NASA auf Mitte 2020 verschoben. Immerhin soll dessen erster unbemannter Flug zum Mond und zurück führen. Der private Konkurrent beim Mannschaftstransport, der Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, lässt seinen »CST-100 Starliner« wohl nicht vor April dieses Jahres erstmals fliegen. Dagegen absolvierte das Mannschaftstransportraumschiff »Cre...

Risikofaktoren fürs Hirn

Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch mit Veränderungen im Gehirn verbunden. Das belegt eine britische Studie mit Daten von 9722 Patienten. Je mehr Risikofaktoren ein Patient aufwies, desto deutlicher zeigten sich krankhafte Veränderungen bei der weißen Substanz, der grauen Substanz und beim Gehirnvolumen, berichten Forscher um Simon C...

Neuer Versuch eines Moratoriums

Biowissenschaftler fordern im Fachjournal »Nature« einen weltweiten befristeten Verzicht auf die Schaffung von Designer-Babys mit Methoden wie der Genschere Crispr/Cas9. Anlass war die Geburt zweier genmanipulierter Babys in China.

ndPlusMartin Koch

Bedrohtes »Kulturerbe«

Nicht nur Menschen, auch Schimpansen besitzen eine Kultur. Deren Vielfalt allerdings geht infolge der Kontakte zum Menschen gerade zurück, wie eine Untersuchung von Leipziger Wissenschaftlern in Afrika zeigt.

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ndPlusTom Mustroph

Im Auge der Erde

Auf einer Hochebene in Nordchile sind 66 bewegliche Antennenschüsseln ins Weltall gerichtet. Mit dem größten Radioteleskop der Welt können Astronomen die Entstehung von Planeten ebenso beobachten wie chemische Bausteine des Lebens.

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ndPlusMike Mlynar

Vielseitiges Buch

Am Dienstag dieser Woche wurde das Internet 30 Jahre alt. In seiner entwicklungsgeschichtlichen Wirkung wird es gern mit dem Buchdruck verglichen - womit wir mitten in einem Kulturkampf wären: Machen World Wide Web nebst E-Book das Papierbuch überflüssig? Buchliebhaber sollten gelassen bleiben. Da der Buchdruck in über 500 Jahren die Handschrift nicht verdrängt hat, sind drei Jahrzehnte Inter...

Wolfgang Hübner

Als die Sowjetunion das Internet plante

Russland kann wie China ein eigenes Internet bauen in Konkurrenz und Abgrenzung zum World Wide Web. Damit wäre das Land unabhängig von Servern in den USA. Ein russisches Netz hätte es beinahe schon in der Sowjetunion gegeben.

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Nicolas Šustr

Keine Verkehrswende ohne Tram

Das Berliner Straßenbahnnetz ist rund 195 Kilometer lang und damit das drittgrößte der Welt. Für 3,3 Milliarden Euro soll es bis 2035 um bis zu 90 Kilometer wachsen. Damit liegt die Hauptstadt im weltweiten Trend.

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Marie Frank

Berlin ist nicht erpressbar

Kaum werden die Scheinargumente der Gegner*innen der Enteignung großer Immobilienkonzerne durch ein Gutachten widerlegt, droht die Ratingagentur Moody’s mit einer Abstufung der Kreditwürdigkeit. Doch die Berliner*innen lassen sich nicht erpressen.

Marion Bergermann

Konsequent für Gleichstellung

Sie hat einen Kollegen im Parlament zur Lampe erklärt und landete auf Twitter einen kleinen Hit damit. Ines Schmidt setzt sich als Landespolitikerin vor allem für Geschlechtergleichheit und eine Quote ein, in bestem Berliner Dialekt.

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ndPlusAndreas Fritsche

Die SPD will noch eine Runde drehen

Bevor in Brandenburg der Landtagswahlkampf beginnt, wird wenig nach inhaltlichen Überschneidungen gefragt. Alle Parteien wollen sich alle Optionen offenhalten. Lediglich Koalitionen mit der AfD werden ausgeschlossen.

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Eine Legende im Selbstzerstörungsmodus

Der frühere Champions-League-Sieger Inter Mailand kann seinen aktuellen Niedergang auch in der Europa League nicht stoppen. Nach dem 0:1-Aus gegen Frankfurt wird wieder deutlich, woran es bei Spielern, Trainern und Managern fehlt.

ndPlusOliver Kern

Mit den Großen spielen tut weh

Der Basketballverband FIBA hat 2017 gegen den Willen der Klubs Länderspielfenster durchgesetzt. Vereine wie Alba Berlin hofften auf eine schnelle Lösung des zu vollen Terminkalenders, doch die bleibt aus. Der Frust ist jetzt groß.

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Hetze im Netz

Sexismus im Fußball traf früher oft die Spielerinnen auf dem Feld. Heute sind es vor allem Reporterinnen, die in sozialen Medien mit Beschimpfungen, Häme und blankem Hass überzogen werden. Jüngstes Beispiel war die ZDF-Journalistin Claudia Neumann, die bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland mehrere Männerspiele kommentierte, und dabei unter anderem auf den medialen Kanälen des ZDF zum Teil auf...

ndPlusFrank Hellmann

Kein Problem mit blöden Sprüchen

Celia Sasic hat wichtige Tore fürs deutsche Fußballnationalteam geschossen. Heute kommentiert sie unter Männern Männerspiele. Machosprüche habe ihr noch niemand an den Kopf geworfen, sagt sie. Sie kann sie aber auch gut parieren.

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ndPlusStefan Weißenborn

Saure-Gurken-Zeit

Eine Bootstour durch den Spreewald machen die eisten nur im Sommer. Dabei ist er gerade jetzt wunderbar leer und damit noch viel erholsamer als in der Hochsaison.

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ndPlusTom Mustroph

Riesige Tierbilder als Indiz für Klimaschwankungen

Auf halbem Wege zwischen Perus Hauptstadt Lima und der Inka-Festung Machu Pichu sind Jahrtausende alte riesige Pfeile und Tierbilder zu finden. Eingeritzt in den Boden, sind sie am besten aus dem Flugzeug zu bewundern.

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ndPlusGabriele Summen

»Noch einmal würde ich es nicht packen«

Berlin hat zu wenige Lehrer. Der Senat setzt deshalb auf Quereinsteiger aus anderen Berufen. Gustaf Sparr hat den Schritt gewagt. Noch einmal würde er sich den Stress nicht antun.