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Kater gefunden

Es war ein echtes Mysterium: Seit rund 30 Jahren wurden immer wieder Zeugnisse einer früheren Epoche des Anthropozäns in der Nähe des nordwestlichen französischen Küstenortes Plouarzel am Strand gefunden: orangefarbene Plastiktelefone mit Tasten in Form des gefräßigen Katers Garfield. Allein 200 Telefone in erstaunlich gutem Zustand sollen Mitglieder eines lokalen Umweltschutzvereins im vergangene...

Demokratie und Kredite

Gut, dass Deutschland einen Außenminister hat, denn der kennt sich im Ausland aus. Mit dieser Kenntnis bewaffnet warnte uns Außenminister Heiko Maas diese Woche vor fremdartigen Gebräuchen jenseits der deutschen Grenzen. So seien »Zukunftstechnologien in den USA auch Mittel zur Profitmaximierung«. Man stelle sich das vor - Apple, Google, Facebook wollen nur Geld! Gott sei Dank sorgt Maas hier für ...

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ndPlusMartin Ling

»Wir sind keine Hooligans«

Seit Oktober 2018 sind Sie als Außenminister Kataloniens damit betraut, in Europa und der Europäischen Union die politische Lage in Katalonien zu erklären. Auf wie viel Resonanz und auf wie viele Vorkenntnisse stoßen Sie dabei in einer Zeit, in der die Europäische Union, angefangen vom Brexit, mit Problemen konfrontiert ist, die vielen als gewichtiger erscheinen als der Katalonien-Konflikt im Mitg...

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»Wir wollen eine Zukunft, ist das zu viel verlangt?«
Benjamin von Brackel

»Wir wollen eine Zukunft, ist das zu viel verlangt?«

Politiker fordern die für mehr Klimaschutz protestierenden Schüler auf, wieder zur Schule zu gehen. Zehntausende von ihnen sehen dafür keinen Grund und demonstrieren mit prominenter Unterstützung erneut in Berlin.

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Nelli Tügel

»Dieses Land verdient einen besseren Deal«

Zum dritten Mal in Folge ist das zwischen der britischen Regierung und der Europäischen Union ausgehandelte Brexit-Abkommen im Parlament gescheitert. Am Freitag votierte eine deutliche Mehrheit gegen den Deal, der damit gestorben sein dürfte.

Uwe Kalbe

»Sophia« am Ende

Nur Beobachtungen aus der Luft leistet sich die EU noch bis September. Frontex soll aufgestockt werden - bis 2027. Beide Beschlüsse zeugen von Ignoranz gegenüber Menschenleben wie von Ohnmacht gegenüber eigenen Defiziten.

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ndPlusStefan Otto

Exportverbot mit Schlupflöchern

Das Verbot von Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien wird verlängert - allerdings nur für deutsche Produkte. Bei europäischen Gemeinschaftsprojekten gibt es komplizierte Ausnahmen. Womöglich werden diese Güter letztlich doch im Jemen-Krieg eingesetzt.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Die schlechten Datensätze

Die digitale Infrastruktur wird rasant ausgebaut. Schon jetzt gehört die deutsche Wirtschaft zu den innovationsstärksten weltweit. Dennoch stockt der Umbau zu Industrie 4.0 bisher noch.

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Adam Baltner

Liberale auf Verschwörerjagd

Seit vergangenen Sonntag sind sie da, die Kernpunkte des »Mueller-Berichts« - des Ergebnisses der Untersuchungen des Sonderstaatsanwalts und Ex-FBI-Direktors Robert Mueller über eine Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl von 2016 durch Russland. Was drin steht, ist herzlich wenig. Russland hat versucht, im Wahlkampf mitzumischen - eine Praxis, die den USA selbst keineswegs fremd ist, wie etwa ...

Katharina Schwirkus

»Sexismus gehört im Europaparlament zum Alltag«

Julia Reda hat die Piratenpartei verlassen und dazu aufgerufen, bei der Europawahl nicht für die Partei zu stimmen. Grund dafür seien Belästigungsvorwürfe gegen ihren ehemaligen Büroleiter Gilles Bordelais. Ein Interview mit der EU-Politikerin.

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Wolfgang Hübner

Michael statt Mohammed

Dass Ausländer, zumal Flüchtlinge, kaum etwas anderes bringen als Unheil, ist erwiesen - jedenfalls für die AfD. Die saarländischen Rechtspopulisten glauben deshalb auch nicht der Polizeistatistik, derzufolge im kleinsten deutschen Flächenland 2017 der Anteil der Zuwanderer an allen Straftaten bei 7,1 Prozent lag. Fake-Statistik, dachten sich die drei rechten Abgeordneten im Saarbrücker Landt...

Stephan Kaufmann

Vorbereitung auf die Krise

Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die Schuldenbremse beschlossen. Zwar gab es damals einige kritische Stimmen. Doch die Mehrheit des politökonomischen Sachverstandes hielt sie für wirtschaftlich solide fundiert und schlicht notwendig. Denn sie führe Deutschland auf den Pfad der finanziellen Tugend zurück, war man überzeugt. Gemessen daran ist es bemerkenswert, wie schnell die Schuldenbremse in ...

Kurt Stenger

Aus der Mitte der Gesellschaft

Kleine Kinder sagen bekanntlich, was sie denken, und werden dafür von den Erwachsenen geliebt oder belächelt. Wenn Jugendliche dies tun, reagieren viele Ältere schon nicht mehr so freundlich, denn man muss sich mit Argumenten auseinandersetzen. Und die in immer mehr Ländern seit Wochen demonstrierenden Schüler stellen auch noch die Scheinheiligkeit der Erwachsenen bloß: Alle Regierungen haben sich...

ndPlusSimon Poelchau

Nicht der letzte Keynesianer

Die Finanzkrise von 2007 und 2008 hat das Denken in der Volkswirtschaftslehre verändert. Findet Gustav Horn. »Kein Ökonom kann mehr ernsthaft behaupten, dass die Finanzmärkte in sich stabil sind«, sagte der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in dieser Woche vor Journalisten. Selbst mit arbeitgebernahen Ökonomen gebe e...

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Was guckt ihr da?

Alle reden vom Uploadfilter, aber was ist mit dem Umschaltfilter? Leider wurde er noch nicht erfunden, obwohl er in den Wohnzimmern dringend benötigt wird. Denn wer den Fernseher anmacht, der oder die lässt bekanntlich alle Hoffnung fahren. »1000 tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen«, hieß es zwar früher in der »Sesamstraße«, nur gilt das eben nicht für das Fernsehprogramm. Das versteht man ...

Franz Schandl

Ist das Ich ein Ich oder tut es nur so?

Man ist, was man ist. Ist das noch der freie Wille? »Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen«, urteilte Adorno. Das Ich gibt gerne an, besonders dann, wenn es nichts zu melden hat.

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ndPlusTom Strohschneider

Wo man singt

Das Festival des politischen Liedes war eines der größten Happenings in der DDR, eine Mischung aus Engagement und Instrumentalisierung, Weltoffenheit und Enge. Eine Erinnerung zum Auftakt des Nachfolgers, des 20. Festivals Musik und Politik.

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Die Frage der Verortung

Pendler sind ja nicht per se Misanthropen. Sie reden vielleicht sogar ganz gerne - nur eben gerade nicht um die Zeit und mit den Mitfahrern. Manchmal kommen aber doch Gespräche zustande - wie an jenem ungewöhnlichen Morgen, an dem in Berlin die BVG streikt.

ndPlusFlorian Brand

»Ich bin Positivdenkerin«

Die Popfeministin Bernadette La Hengst hat ein neues Album veröffentlicht: »Wir sind die Vielen«. Diesen Samstag spielt sie beim Festival Musik und Politik in Berlin. Denn das politische Lied wird nie tot sein - sagt sie im Interview.

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ndPlusAndreas Gläser

Bin ich unmodern?

Gelegentlich passiert es , dass beim Aufguss nur noch Männer sind. Dann dauert es keine zwei Minuten, und ein Mann stöhnt auf. Hat der erste mit einem solchen Saunabrunfzer vorgelegt, stimmen die anderen bald ein in einen Überbietungswettbewerb. Wer röhrt lauter?

ndPlusHans-Dieter Schütt

Freiheit tanzt im Käfig

Der Theatermacher Achim Freyer ist ein Kombinationskunstwerk aus André Heller und Robert Wilson. Bei ihm trifft sich das Schnelle und das Langsame, das Grelle und das Düstere, das Flirrende und das Fleckige. Dieser Universalist des Träumens wird 85 - ein Glückwunsch.

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Denis Trubetskoy

»Die Rechnungen sind unbezahlbar«

Die Ukraine hat Moldawien als das ärmste Land Europas abgelöst. Steigende Tarife für Strom und Wasser bereiten der Bevölkerung große Probleme. Eine gute Möglichkeit für die Favoriten der Präsidentschaftswahl, um von populistischen Forderungen zu profitieren.

ndPlusDenis Trubetskoy

Zwei fremde Welten

Sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Vor der Präsidentschaftswahlin der Ukraine am 31. März ist Charkiw die Hochburg des Komikers Wolodymyr Selenskyj, die Stadt Lwiw unterstützt den amtierenden Präsidenten Petro Poroschenko.

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Coach, Mutterersatz, Sonderpädagogin
ndPlusJérôme Lombard

Coach, Mutterersatz, Sonderpädagogin

Sophie Klahr ist Sonderpädagogin an einer Schule für Kinder mit körperlichen und motorischen Behinderungen. Eine Regelschule wäre ihr zu langweilig. Wenn die Kinder etwas machen, was sie vorher nicht konnten, ist Klahr glücklich.

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Erbsen und Töpfchen

Was mögen Sie lieber, Bäumchen- und Tortendiagramme oder doch eher den umfangreichen Einzelfall? Velten Schäfer liebäugelt mit quantitativer Sozialforschung.

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Velten Schäfer

Es bleibt immer etwas hängen

Orahovac, Racak, Rogovo: Mit angeblichen serbischen Verbrechen wurde der Kosovokrieg begründet. Das erste «Massaker» ist widerlegt, das zweite und dritte sind unbewiesen. Doch die Erzählung wirkt weiter.

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Velten Schäfer

Vom Schreiben im Krieg

Ein Hauptschauplatz des Kosovokrieges waren die Medien in den NATO-Staaten. Velten Schäfer blickt darauf zurück, wie Ende der 90’er Jahre ein militärisches »Eingreifen« in innerstaatliche Konflikte durch »den Westen« normalisiert wurde.

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Jan Mollenhauer

Schlaf, allerorten

Haben Sie sich schon immer gewünscht, den Kopf an Ort und Stelle in einem flauschigen Rundumkissen zu versenken und einfach wegzudösen? Für den Fall hat sich Jan Mollenhauer das Straußenkissen für mobiles Powernapping angeschaut.

Renate Wolf-Götz

Hinlegen und Sterben

80 Prozent der arbeitenden Bevölkerung leiden laut DAK häufig unter Schlafstörungen. Doch was wir als «normalen Schlaf» - ausreichend lang und möglichst nahtlos - betrachten, ist ein kulturelles Produkt.

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Früher aufstehen gegen die Verschwendung des Tageslichts - eine Chronologie

1784 Unter dem Motto »Sonnenschein statt Kerzen« ruft Benjamin Franklin, selbsternannter Liebhaber der Wirtschaftlichkeit, in »The Journal of Paris« die Pariser Bevölkerung dazu auf, früher aufzustehen, um das Tageslicht besser zu nutzen und Ressourcen einzusparen. 1895 Der neuseeländische Insektenforscher George Vernon Hudson schlägt der Royal Society of New Zealand vor, die Zeit im Sommer u...

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Kosmonaut Bykowski tot

Der frühere sowjetische Kosmonaut Waleri Bykowski ist tot. Der einstige Weltraum-Begleiter von DDR-Raumfahrer Sigmund Jähn sei bereits am Mittwoch mit 84 Jahren nahe Moskau gestorben, teilte das Kosmonautenausbildungszentrum »Juri Gagarin« mit. Insgesamt verbrachte der gelernte Kampfpilot Bykowski mehr als 20 Tage im All. Beim Weltraumflug mit dem Deutschen Jähn 1978 war Bykowski Kommandant des so...

Staub vom Asteroiden

Die Oberfläche des Asteroiden Bennu sieht aus wie eine Geröllhalde. Das ist auf Bildern der Raumsonde »Osiris Rex« zu erkennen, die die NASA veröffentlichte. In sieben Forschungsarbeiten in Fachblättern der »Nature«-Gruppe präsentierten Wissenschaftler jetzt neue Erkenntnisse zu Bennu. So ist auf Nahaufnahmen zu sehen, wie Bennu aktiv Partikel ins All ausstößt. »Das ist eine der größten Überraschu...

Das »F« und die Zähne

Gemeinhin wird angenommen, dass sich das Lautspektrum mit der Entstehung des Homo sapiens vor ungefähr 300 000 Jahren stabilisierte. Doch ein Team von Forschern von der Universität Zürich, zwei Max-Planck-Instituten, der Universität Lyon und der Nanyang Technological University in Singapur zeigt im Fachjournal »Science«, dass sich Laute wie »f« und »v« erst vor relativ kurzer Zeit verbreitet haben...

Dürreprognose für die Bauern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt Landwirte künftig vor Dürregefahren. Die Behörde stellte bei ihrer alljährlichen Klima-Pressekonferenz in Berlin ein neues Prognosemodell vor, mit dem sie Wetterbedingungen nach eigenen Angaben auf sechs Wochen vorhersagen kann. Bauern in Deutschland sollen sich somit besser auf trockene Phasen einstellen und Ertragsausfälle vermeiden können.Im Sommer 2018 lit...

ndPlusIngrid Wenzl

Schlüssel für die Vielfalt

Die Lektion des Hamletbarsches: Lange dachte man, neue Arten entstünden nur in räumlicher Isolation. Nun zeigt sich, dass dem nicht immer so ist – so erklärt sich der extreme Artenreichtum tropischer Korallenriffe.

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ndPlusSusanne Aigner

Ökologisch wirtschaften und anders essen

Boden, Klima, Tiere: Ob ökologischer Landbau wirklich immer das Beste wäre, ist wissenschaftlich nicht unumstritten. Eine Metastudie des Thünen-Instituts schafft nun zumindest etwas Klarheit.

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Lotte Laloire

Fängt der frühe Vogel wirklich den Wurm?

Wachsende Wüsten und frühe Vögel – warum Weißstörche die Gewinner des Klimawandels sind und warum uns faule großstädtische Amseln erhebliche wissenschaftliche Rätsel aufgeben.

Stephan Kaufmann

Demokratie, Freiheit und Kredite

Sie meinen es ernst: »Das ist erst der Anfang vom Anfang«, sagen die für das Klima streikenden Schülerinnen und Schüler. Lesen Sie auch ein Interview mit dem inoffiziellen katalanischen Außenminister Alfred Bosch, wie der Kosovokrieg vor 20 Jahren in den Medien tobte, eine kleine Kulturgeschichte des Schlafs und Bernadette La Hengst über Popfeminismus, Musik und Politik.

ndPlusMartin Koch

Die Poesie der Farben

Er wurde als ältester Sohn eines orthodoxen jüdischen Arbeiters in Weißrussland geboren. Die städtische Schule durfte er nur deshalb besuchen, weil seine Mutter einen Lehrer bestochen hatte. Er lernte nun Russisch statt Jiddisch, erhielt regelmäßig Gesangs- und Geigenunterricht und begann zu zeichnen. Mit 19 Jahren wurde er Schüler eines angesehenen Malers, von dessen realistischer Malweise auch e...

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ndPlusTim Zülch

Arbeiterstadt der Zukunft

Die Metropole Berlin will die Wirtschaft mit Zukunftsorten stärken. Einer dieser Ort ist der Wissenschafts- und Technologiepark in Adlershof, der seit 1991 aufgebaut wird. Wie geht das Konzept auf? Ein Rundgang.

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Jérôme Lombard

SPD diskutiert über Beamtenstatus für Lehrer

In der Berliner SPD wird kontrovers das Thema Enteignungen von Wohnungskonzernen diskutiert. Eine weitere aufgeladene Debatte auf der Parteiversammlung wird zum Thema Verbeamtung von Lehrern erwartet.

Der BerlKönig kannibalisiert
Nicolas Šustr

Der BerlKönig kannibalisiert

Der 2018 in Betrieb genommene Sammeltaxidienst BerlKönig der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sorgt in seiner jetzigen Form für mehr Autoverkehr in der Innenstadt, kritisiert der SPD-Abgeordnete Tino Schopf.

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Andreas Fritsche

Mitwisser der Todesmärsche

Auf über 500 Seiten hat der Historiker Martin Clemens Winter die Ereignisse während der sogenannten Todesmärsche aus deutschen Konzentrationslagern in den letzten Monaten vor der Befreiung vom Nazi-Joch untersucht.

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ndPlusFrank Hellmann

Bundesligaklubs müssen bald zahlen

Das Bundesverwaltungsgericht hat zwar noch kein abschließendes Urteil gesprochen. Der Profifußball darf aber grundsätzlich vom Land Bremen an zusätzlichen Polizeikosten für Hochrisikospiele beteiligt werden. Andere Länder dürften bald nachziehen.

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Alexander Ludewig

»Die Zeit ist nun gekommen«

Auch wenn der Aufstieg in die 1. Bundesliga bis dahin noch nicht gelingt, wird der 1. FC Union Berlin im Sommer 2020 in einem Atemzug mit Bayern München, Real Madrid oder Manchester United genannt werden. Ausschlaggebend dafür war das Jahr 2004.

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ndPlusFelix Lill

Der Himmel über Samarkand

Usbekistan hat das Zeug zum Lieblingsziel für Fernreisende: Das einstige Zentrum eines Großreichs war trotz seiner Schönheit lange Zeit wenig besucht. Mit der neuen Visafreiheit für 45 Länder wird sich das ändern.

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ndPlusSamuela Nickel

»Schreiben ist eine Art von Exorzismus«

Sie leben in Nairobi, haben in London studiert, sind nach Brisbane gegangen und halten sich derzeit in Berlin auf - das ist viel Bewegung. Dazwischen schreiben Sie. Wie verbinden Sie diese zwei unterschiedlichen Lebensmodi? Interessanterweise geben mir diese Städte genau den Raum, den ich zum Schreiben brauche. Wie beispielsweise Berlin: zehn Monate der Bewegungslosigkeit, nur um kreativ zu s...

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Heidi Diehl

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, der Dichter Theodor Fontane wurde vor 200 Jahren in Neuruppin geboren und wird in diesem Jahr auf vielfältige Art gefeiert. Nicht nur mit seinen »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« hat er sich ein literarisches Denkmal gesetzt. Ums Wandern im engeren und weiteren Sinne geht es auch in dieser Ausgabe von »ndCommune«. Am 14. April findet die 101. nd-Wanderung st...

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Heidi Diehl

Wanderungen durch die Zeit

Es wird wieder Zeit - Zeit zum Geschichten erzählen. Nicht irgendwelche, sondern Geschichten, die das Leben schrieb. Wie jedes Jahr im Frühling rufen wir auch in diesem Jahr wieder zum nd-Lesergeschichten-Wettbewerb auf. Zum 17. Mal nun schon! Bei vielen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hat er längst einen festen Platz im Jahreskalender. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: »Wanderu...

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Gemeinsam unterwegs im Wuhletal
Andreas Fritsche

Gemeinsam unterwegs im Wuhletal

Vielversprechend schon der Name dieser Berliner U-Bahnstation. »Kienberg/Gärten der Welt«, heißt sie. Hier startet am 14. April von 9 bis 11 Uhr die 101. nd-Leserwanderung. Ziel ist die Vereinsgaststätte »Daheim« der Kleingartenanlage »Kaulsdorfer Busch« an der Mieltschiner Straße 52. Auf die Idee gebracht hat uns Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (LINKE). Sie wünschte sich bei der 100. Wan...

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Irmtraud Gutschke

Auf den Spuren von Tschingis Aitmatow

Wer von den Erzählungen und Romanen Tschingis Aitmatows mitgerissen war, hat sich wahrscheinlich schon immer mal gewünscht, in Wirklichkeit jene Landschaften zu sehen, die er uns in seinen Texten so eindrucksvoll vor Augen führt. Tatsächlich wurzeln die Werke des weltberühmten kirgisischen Schriftstellers viel tiefer in seiner heimatlichen Realität, als seine große Kunst es vielleicht vermuten läs...

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Gedränge am nd-Stand

Gedränge am nd-Stand

»neues deutschland« präsentierte sich auch in diesem Jahr sehr erfolgreich vom 21. bis 24. März auf der Leipziger Buchmesse. Am nd-Stand fanden gut besuchte Lesungen und Gespräche mit über 30 Autorinnen und Autoren statt. Besonders umlagert waren zum Beispiel der Auftritt von DDR-Fußballlegende Lutz Lindemann (Bild 7), das Gespräch mit der bekannten Schauspielerin Anne Kasprik (Bild 5) sowie die P...

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Michael Müller

»Toll, dass ihr wieder kommt!«

nd: Wie viele Teilnehmer werden diesmal insgesamt auf allen Strecken dabei sein? Lange: Wir haben aktuell fast exakt den gleichen Anmeldestand wie im Vorjahr. 2018 waren es am Ende rund 17 000 - geht die Erfolgsgeschichte also weiter? Daran arbeiten die Organisatoren unserer Rennsteiglauf GmbH zusammen mit Hunderten Ehrenamtlichen wie immer seit einem Jahr hart und erfolgsorientiert. U...

Erster Zieleinlauf: unvergesslich!
Michael Müller

Erster Zieleinlauf: unvergesslich!

Auf das Stichwort »Rennsteiglauf« reagieren Zeitgenossen meist ungläubig oder ehrfürchtig. Denn nur wenige wissen um dessen sportliche Breite vom Supermarathon (73,9 km) bis zum Juniorcross (1100 m). Und noch weniger können sie sich in die euphorisierende Atmosphäre hineindenken. Deshalb hier ein paar erklärende Stimmen aus dem nd-Team mit seinem diesjährigen Ehrenkapitän Robby Clemens, das am 18....

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Marketing in links
Vanessa Fischer

Marketing in links

Eine Zeitung muss nicht nur geschrieben, sie muss auch verkauft werden - dass das selbst für eine sozialistische Zeitung gilt, weiß David König, Marketing-Chef beim »nd«, nur zu gut. »Die Menschen lesen heute so viele Nachrichten wie nie zuvor. Sie wollen aber auch so wenig dafür bezahlen und die Nachrichten so schnell bekommen wie nie zuvor«, erklärt der junge Mann mit der eckigen Brille. Di...

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Vom weisen Schakal und schlauen Frosch
Mario Pschera

Vom weisen Schakal und schlauen Frosch

»Es gibt keine bösen Menschen, sagt man, nur böse Taten. Das stimmt. Jeder Mensch hat etwas Gutes in sich. Dieses Gute ist sein gutes Herz. Je gutherziger, desto besser ist der Mensch. Die Grundlagen dafür werden in der Kindheit geschaffen: durch die Zärtlichkeit der Mutter, die Arme des Vaters, die Freunde, die Märchen, die Bücher, die Kinderfilme«, schreibt der ukrainische Schriftsteller und Reg...

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Gelesen
Sabine Fielow

Gelesen

Damit sich Bienen und Schmetterlinge zu Hause fühlen, soll mein Balkon bunt sein wie eine Wiese. Deswegen habe ich nach Informationen gesucht, wie ich die Tiere anlocken kann - und habe einen Schatz gefunden: das Buch »Wir retten die Bienen , Igel und Käfer!«. Kennen Sie gartentaugliche Schnecken? Wo fühlen sich Marienkäfer wohl, und was sind eigentlich Saatbomben? In dem Buch erfahren Sie es...

Heidi Diehl

Damit es im Garten summt und brummt

Noch schlafen viele Insekten, doch bald schon werden sie wieder in unseren Gärten, auf den Terrassen oder auf dem Balkons unterwegs sein - immer auf der Suche nach Nahrung, die sie in Blüten aller Art finden. Nicht nur, dass sie so dazu beitragen, Bäume und Sträucher zu befruchten, sie gehören auch zu Frühling und Sommer wie die Sonne und die Wärme. Damit sich die Nützlinge auch wohlfühlen un...

Ohne Insekten geht nichts

nd: Wie groß ist das Ausmaß des Insektensterbens? Franzisi: Mehr als 40 Prozent aller weltweit vorkommenden Insektenarten sind vom Aussterben bedroht. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Fachmagazin »Biological Conservation«. Ein Forscherteam aus Australien, Vietnam und China wertete 73 Studien zur Situation der Insekten aus. Wenn in Kürze fast jede zweite Insektenart ...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungen:»Ein W und gewusst wie« bis Donnerstag, 4. April, »Ziemlich schlitzohrig«, »Überschätzte Spionagecodes« sowie »kurz & knackig« bis Donnerstag, 11. April. Jede Lösung kann auch einzeln eingeschickt werden (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe), denn für jede richtige Lösung gibt es eine Buchauslosung!E-Mail: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter dem Kennwort »ndCommune/De...

kurz & knackig

Oma Lisa und Opa Ralf haben sieben Enkel. Das Durchschnittsalter von allen zusammen ist 28 Jahre, das von den Enkeln 15 Jahre. Lisa ist drei Jahre älter als Ralf - wie alt ist sie?Der schwarze Stein ist neunmal schwerer als der bunte, der graue ist 20-mal leichter als der bunte, der weiße Stein ist sechsmal so schwer wie der graue - wievielmal ist der schwarze Stein schwerer als der weiße?Marie, N...

Ein W und gewusst wie

Der Chemnitzer Mathematiklehrer Thomas Jahre veröffentlicht bei www.schulmodell.eu jede Woche eine Aufgabe, die sich an Schüler sowie alle mathematisch Interessierten richtet. Der sechssprachige Newsletter hat weltweit 1800 Empfänger. Wir übernehmen für »ndCommune« die jeweilige Wochenaufgabe. Bei dem Format »Aufgabe der Woche« von ww.schulmodell.eu ist es inzwischen bereits die Jubiläumsnummer 60...

Mike Mlynar

Überschätzte Spionagecodes

Ein beliebtes Spannungselement in Krimis, besonders in Spionagekrimis, sind Geheimcodes - bzw. diese zu »knacken«. Meist werden in der Handlung sogar Versatzstücke davon zum intellektuellen Zünglein an der Waage hochstilisiert. So wie aber reale Kriminalfälle meist viel profaner ablaufen als ihre literarischen Adaptionen, so spielt auch die geheimnisumwobene Kryptologie in der realen Spionage und ...

nd

Ziemlich schlitzohrig

Für diese Rubrik bitten wir Leserinnen und Leser um Denkspielideen oder auch komplette Aufgaben. Das Echo hält an - herzlichen Dank! -, könnte aber wieder stärker werden. (Kontakte siehe Spalte links) Hier die Zuschrift von unserem Mit-Denkspieler Florian Habermann aus Berlin: Es seien x und y zwei reelle Zahlen und es gelte: x = y mit x multiplizieren: x² = xy y² abziehen: x²-...