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Zimmer frei

Es ist ein Aufstand in Orange: Angesichts der humanitären Katastrophe im Mittelmeer haben sich über 50 deutsche Städte bereit erklärt, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen. »Sichere Häfen« nennen sie sich, Orange ist ihre Farbe - wie die Rettungsringe der Seenothelfer. Vielerorts wurden Unterkünfte vorbereitet, aber was geschah dann? »nd« hat bei den Städten nachgefragt, die sich zu sicheren Häfen ...

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Frauen, Männer und Migranten

Was zeigen diese Bilder? Mein erster Gedanke beim Anblick der Plakate auf dem Berliner Hauptbahnhof war: Ach ja, die Frauen stehen fürs Schmusen und Vergnügen, der Mann für den beruflichen Erfolg. Dafür muss er auch im Zug vor dem Laptop sitzen, der Arme. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat beim Betrachten der Werbekampagne der Deutschen Bahn öffentlich gefragt, welche Gesellschaft das...

Regina Stötzel​​​​​​​

Von Flug- und Raumfahrtscham

Viele deutsche Städte wollen zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen. Doch nach einer nd-Recherche stellt sich die Bundesregierung quer. Außerdem: Der App-Betreiber Uber will an die Börse. Warum sind Investoren bereit, dem Fahrdienstleister Milliarden zu geben? Die Digitalisierung wirft weitere Fragen auf: Können Roboter und Software Jobabbau beschließen?

ndPlusRegina Stötzel

Von Flug- und Raumfahrtscham

Was haben Greta Thunberg und Kim Jong Un gemeinsam? Richtig: Sie reisen mit dem Zug. Was bei der schwedischen Klimaaktivistin naheliegend sein mag - bei dem Staatsmann muss man, unabhängig davon, was man ihm ansonsten vorwerfen mag, von einem außergewöhnlichen und für die heutige Zeit vorbildlichen Reiseverhalten sprechen. So nahm er für das Treffen mit Wladimir Putin in Wladiwostok eine etwa neun...

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ndPlusMartin Ling

Angst mobilisiert die spanische Linke

Das spanische Szenario beginnt sich dem in Italien der vergangenen Jahre anzunähern: unterschiedlichste Allianzen, die zu Regierungen führen, auch über die klassischen Links-Rechts-Lager hinweg, sagt der Soziologe César Rendueles vor den Wahlen.

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ndPlusRalf Klingsieck

Weiter so, mit mehr Gefühl

Vier Wochen vor der Europawahl hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den Franzosen neue milliardenschwere Zugeständnisse in Aussicht gestellt. Auf der ersten Pressekonferenz seiner Amtszeit im Élysée-Palast gab er am Donnerstag Maßnahmen bekannt, die der Unzufriedenheit vieler Franzosen Rechnung tragen sollen, wie sie in der Protestbewegung der Gelben Westen zum Ausdruck kam. In der Bevölkeru...

ndPlusTheresa Tschenker

Streikziel: Entlastung

In Krankenhäusern sind sie inzwischen fast üblich: Entlastungstarifverträge, die zu Neueinstellungen verpflichten und so die Arbeitsbelastung senken. Die Gewerkschaft will sie nun auch in der Altenpflege.

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ndPlusSusanne Lang

Daten uber alles

Der Fahrdienstleister Uber geht an die Börse. Das Unternehmen wird eine gigantische Geldmenge einsammeln. Warum geben Investmentfirmen dem Unternehmen Milliarden?

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ndPlusVina Thiru, Colombo

Chance für Nationalisten

Eigentlich waren die Brüder Gotabaya und Mahinda Rajapaksa nach dem gescheiterten Putschversuch Ende 2018 politisch isoliert. Doch nach den Anschlägen hoffen die nationalistisch-autoritären Kräfte auf das Präsidentenamt.

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Martin Ling

Hunkos verdienstvoller Besuch

Politiker von SPD und CDU finden es »skandalös«, dass der LINKEN-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko sich auch mit dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro getroffen hat. Doch den auszusparen wäre töricht gewesen wäre.

Alexander Isele

Weltordnung am seidenen Faden

40 Staats- und Regierungschefs, über 60 Abgesandte von weiteren Staaten: Die zweite Neue-Seidenstraßenkonferenz in Peking an diesem Freitag und Samstag zeugt von der wirtschaftspolitischen Verschiebung, die seit dem Aufstieg der Volksrepublik die Welt verblüfft. Die damit einhergehenden machpolitischen Konsequenzen werden anhand der Konferenzen und Foren deutlich, die in den vergangenen zwei Monat...

Lotte Laloire

Danke, Yannic Hendricks!

Dieser Freitag ist ein Freudentag für viele Frauen: Der Abtreibungsgegner Yannic Hendricks hat vor Gericht in Hamburg verloren. Dieses Urteil stärkt sowohl die feministische Bewegung, als auch die Pressefreiheit.

ndPlusOliver Kern

Oberster Gegner

Dass Joe Biden seine erste Wahlkampfrede als Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten am Montag vor Tausenden Gewerkschaftern in Pennsylvania halten wird, ist kein Zufall. Er wurde schließlich vor 76 Jahren in dem nordöstlichen Bundesstaat geboren und sprach auch in den 36 Jahren als Senator von Delaware immer die Sprache des kleinen, meist gebeutelten, meist weißen Mannes aus den industriell ge...

Leo Fischer

Abfall

Die allgemeine deutsche Satirefreiheit beruht auf einem stillen Konsens: Satire darf zwar alles, aber nicht alle dürfen Satire. Kommt ganz auf den Nachnamen an. Da ist sich eine breite Koalition von Spiegel Online bis AfD einig.

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Gereimte Grütze

Christian Schilcher saß vor Ostern, als er noch FPÖ-Funktionär und Vize-Bürgermeister von Braunau war, versonnen in seinem Kämmerlein. Das, was andere niederschreiben, das kann er schon lange! Das muss er sich gedacht haben und seinen Erguss zur Veröffentlichung an eine Parteizeitung der FPÖ geschickt haben. Heraus kam jedenfalls kein Gedicht, sondern Abscheuliches, Menschenverachtendes mit zutief...

ndPlusŞeyda Kurt

Das Märchen von der rosa Heimat

Das rosa Häuschen sollte ein Ort werden, an dem sie Wurzeln schlagen konnten. Zu spät merkte Familie Ü., dass das, was sie sich als Heimat erkoren hatten, unerreichbar war. Nur der Maschendrahtzaun blieb.

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ndPlusBahareh Ebrahimi

Damals im Café

In einem Hinterzimmer des Café »Einstein Unter den Linden« in Berlin trafen sich mal der ehemalige Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, Stefan Rosinski, und der ehemalige Rektor der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Wolfgang Engler. Ersterer wollte ein Gebäude verkaufen, der zweite suchte seit langem ein neues Haus für seine Hochschule. Die Rede war von den Opernwerkstätten in der...

ndPlusUlrike Wagener

Heute im Waschsalon

Um ein »Recht auf Stadt« geht es auch am alten Standort der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Schöneweide. Das Gebäude steht seit letztem Jahr leer, ein rot umrandetes Schild an der Tür warnt vor Asbestfasern - betreten kann man die ehemalige Schauspielschule derzeit nicht. Und das wird wohl noch mindestens zwei Jahre so bleiben, bevor hier, so der Plan, das »bisher größte Pro...

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Gerontokratie

Gelegentlich passiert es , dass beim Aufguss nur noch Männer sind. Dann dauert es keine zwei Minuten, und ein Mann stöhnt auf. Hat der erste mit einem solchen Saunabrunfzer vorgelegt, stimmen die anderen bald ein in einen Überbietungswettbewerb. Wer röhrt lauter?

ndPlusGeorg Leisten

Böse Verwandtschaft

Kaputte Uniformen, riesige Penisse. Mit offener Hose meldet sich die Vergangenheit zurück. »Helden« heißt jene frühe Werkgruppe von Georg Baselitz, in der eine Armee von geschundenen Kriegsheimkehrern aufmarschiert. Es war in den 60er Jahren, als die westdeutsche Kunst begann, jene Bilder zu malen, die das Land eigentlich schon 1945 gebraucht hätte: Abrechnungen mit der Verstrickung einer ganzen G...

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ndPlusSamuela Nickel

Zahme Wut

Wien hat jetzt endlich ebenfalls einen Wutraum. Irgendwie haben solche Orte etwas unendlich Trauriges. Es wäre doch viel schöner, den eigenen Flachbildfernseher mal ordentlich zu zerhacken - und den der Nachbar*innen gleich mit!

ndPlusNicolai Hagedorn

Schlimmer als Hitler

Wie hält man es innerhalb einer liberalen bis radikalen Linken mit Israel? Antworten auf die Frage sucht die Ausstellung »Das Gegenteil von gut – Antisemitismus in der Linken« der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank.

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Eine Schule gegen die AfD
Niklas Franzen

Eine Schule gegen die AfD

Die Ida-Ehre-Schule in Hamburg wurde durch die AfD unfreiwillig zu einem bundesweiten Symbol im Kampf gegen rechts. Ein Besuch in der etwas anderen Bildungseinrichtung.

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Sebastian Bähr

Der Sechskantschlüssel zur Stadt

Toni Greiff holt einen bearbeiteten Sechskant-Rohrsteckschlüssel aus der Bauchtasche und setzt ihn an den versteckten Drehverschluss der Werbevitrine an. Er rollt das mitgebrachte Plakat aus und setzt es in die Vitrine: ein verfremdetes Bundeswehr-Wahlplakat. Greiff ist Adbuster, er verändert Plakate, um auf Missstände aufmerksam zu machen.

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Velten Schäfer

Die Neuerfindung des Baumes

Warum immer so negativ? Das System, das Geld in Ware und diese in mehr Geld verwandelt, ist ein beständiger Quell bahnbrechend nützlicher Neuerfindungen - vom Fernsehen über die postlagernde Sendung bis hin zur Straßenbegrünung.

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ndPlusFlorian Schmid

Linksradikale Gründerzeit

»Schleichender Mai« - so wird in Italien die Zeit zwischen 1968 und 1978 genannt. Angefangen bei Fabrikinterventionen bei Opel und Neckermann entwickelte die Sponti-Bewegung in dieser Zeit ganze gegenkulturelle Landschaften.

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ndPlusChristopher Wimmer

Die Welt oder gar nichts

Schlachtenlärm macht Paul stets Hoffnung. Und doch spürt er zugleich, dass dieses Bild nicht mehr stimmt. Ein Blick auf den nahenden Berliner 1. Mai - durch die Augen von Sebastian Lotzers Romanheld Paul.

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ndPlusThomas Klebe

Arbeitsanweisung vom Algorithmus

Kundenservice vom Chatbot, Personalauswahl vom Algorithmus und Transportsysteme ohne Fahrer. Die Arbeitswelt ist durchdrungen von künstlicher Intelligenz. Gesetzlich reguliert wird dies allerdings kaum – Ein Fehler, meint Arbeitsrechtler Thomas Klebe.

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ndPlusStephan Kaufmann

Schuld sind Roboter

Können Roboter Unfälle verantworten oder menschlichen Lohnarbeitern die Jobs wegnehmen? Intelligente Roboter werden hier gern ins Feld geführt, sucht man nach einem Schuldigen. Die eigentlichen Ursachen für Missstände bleiben so verdeckt.

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Uraltes Pferdeblut

Russische Wissenschaftler haben in einem etwa 40 000 Jahre altem Fossil eines Fohlens Blut und Urinreste gefunden. »Das ist wirklich eine Sensation«, sagte Semjon Grigorjew von der Universität Jakutsk im Fernen Osten Russlands. Die Proben seien unter anderem im Herz des im vergangenen Jahr aus dem sibirischen Permafrostboden ausgegrabenen Fossils entnommen worden. »Wir können jetzt schon feststell...

Kampagne gegen Malaria

In Malawi hat nach jahrelangen Vorbereitungen die weltweit erste Impfkampagne gegen Malaria begonnen. Sie ist Teil eines Pilotversuchs, bei dem bis 2022 jedes Jahr insgesamt rund 360 000 Kleinkinder gegen die gefährliche Krankheit geimpft werden sollen. In Ghana und Kenia soll die Impfkampagne in Kürze begonnen werden. Der über drei Jahrzehnte entwickelte Impfstoff »RTS,S« wirkt gegen den in Afrik...

Medikamente per Drohne

Das westafrikanische Ghana hat einen Drohnen-Lieferdienst für dringende Medikamente und Blutkonserven eingerichtet. Das US-Unternehmen Zipline werde dafür zwölf Millionen US-Dollar für die nächsten vier Jahre bekommen, berichtete der britische Sender BBC. Laut der Firma sind bei vollem Betrieb im Mittel 150 Lieferungen pro Tag an mehr als 2000 Gesundheitseinrichtungen möglich. Per SMS oder WhatsAp...

ndPlusSara Lemel

Pumpen wie gedruckt

Israelische Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein Mini-Herz aus menschlichem Gewebe erzeugt. Der Prototyp, dessen Zellen sich allerdings noch nicht synchron zusammenziehen können, habe die Größe eines Hasenherzens, sagte Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv vor Journalisten. Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über Kammern. Die Forscher stellen ihre Entwicklung...

ndPlusMartin Koch

Ein Zwilling im Weltraum

Zu den verblüffendsten Folgerungen der Einsteinschen Relativitätstheorie gehört das sogenannte Zwillingsparadoxon. Es beruht auf einem Gedankenexperiment, demzufolge ein Zwilling, nennen wir ihn A, in einem Raumschiff mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ins Weltall fliegt, während Zwilling B auf der Erde bleibt. Nach einiger Zeit kehrt A um und rast mit gleicher Geschwindigkeit zurück zur Erde, auf de...

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ndPlusDieter B. Herrmann

Wo ist die Antimaterie geblieben?

Geradezu aberwitzig erscheint vielen Laien das Forschungsziel der Astrophysiker, herauszufinden, was im Kosmos vor 13,8 Milliarden Jahren geschah, als weder unsere Sonne, noch die Erde und erst recht keine Menschen existierten. Dennoch sind die Forscher davon überzeugt, dass die Ereignisse im frühen Universum ihre Spuren hinterlassen haben, die uns verraten können, wie es zu jenem Universum kam, i...

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ndPlusInes Wallrodt

So sicher wie im Film »Spaceballs«

Mein Vater erzählte mir von einer Frau in einem Seniorenheim, die bei sich etwas ausdrucken wollte, aber dann kam das Ganze zwei Etagen tiefer in einer anderen Wohnung aus dem Drucker. Rentenbelege, Kontoauszüge - fand sie nicht so toll. Was ist schiefgegangen? Sowas kann relativ leicht passieren, da die meisten modernen Drucker über WLAN angesteuert werden können. Allerdings muss sich der Co...

ndPlusMartin Koch

Bürgerschreck & Visionär

Er wurde als einziger Sohn eines im Staatsdienst tätigen Ökonomen und einer Buchhalterin geboren. Den größten Teil seiner Kindheit verbrachte er in einem Kurort an der Adriaküste, wo er sich gern in die Einsamkeit flüchtete und Bücher regelrecht verschlang. Vor allem solche, die ihm Zugang zur Kultur des in seiner Heimat als dekadent verschrienen Westens eröffneten. Als Teenager besuchte er das Gy...

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Martin Kröger

Mehr Transparenz wagen

Rot-Rot-Grün in Berlin will ein Transparenzgesetz verabschieden. Damit das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt wird, macht jetzt ein zivilgesellschaftliches Bündnis mit einem Volksbegehren Druck.

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Jérôme Lombard

Klimawandel hautnah

Während die Berliner dazu aufgerufen sind, Straßenbäume zu gießen, herrscht in Brandenburg höchste Waldbrandgefahr. Angesichts der herrschenden Trockenheit müssen Brandprävention und Wassermanagement eine hohe Priorität haben.

Jérôme Lombard

Autofrei und Spaß dabei

Ein Kiez ohne Autos ist machbar. Der Sozialwissenschaftler Davide Brocchi organisiert in Berlin im kommenden Jahr einen sogenannten »Tag des guten Lebens«. In drei Kiezen in sollen an diesem Tag keine Autos fahren.

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ndPlusClaudia Krieg

Freundlich in Frankfurt

Noch einwanderungsfreundlicher müsse das Land Brandenburg werden, fordern unterschiedliche Akteure der Stadt Frankfurt (Oder) und eröffnen das erste Kommunale Integrationszentrum des Landes.

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Frank Willmann

Gurken pflastern seinen Weg

Es gibt tatsächlich 111 Gründe, den Ostfußballklub Energie Cottbus zu lieben. Auch wenn es oft schwer ist, denn das Stadion der Freundschaft sah schon viel Schweiß und viele Tränen. Aber auch zwei Siege gegen die Bayern.

Matthias Koch

Die Rückkehr der Hoffnung

Vor wenigen Wochen war der Abstieg von Fußball-Drittligist Carl Zeiss Jena fast besiegelt. Nach drei Siegen lebt die Hoffnung aber wieder. Der Verbleib im Profigeschäft wäre aber auch an finanzielle Bedingungen geknüpft.

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Wappen und Wunder
ndPlusAndreas Gläser

Wappen und Wunder

Logos verraten viel über Politik und Geschichte ihrer Fußballklubs. Manche wurden häufiger gewechselt, als der Verein Titel gewonnen hat. Welcher Leipziger Verein mal eine echte Lok im Wappen trug, ist sehr überraschend.

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ndPlusMarc Vorsatz

Die Kunst der Erosion

Die iranischen Inseln Hormus und Qeschm entdecken den Tourismus für sich. In dem »UNESCO Global Geopark« sind einige geologische Wunder zu entdecken. Manchmal wähnt man sich gar auf einem anderen Planeten.

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ndPlusInga Dreyer

»Ich bin bis heute froh über die Entscheidung«

Johanna hat zwei Schwangerschaften abgebrochen. Sie fühlte sich zu jung, zu überfordert, beim zweiten Mal stand sie vor einer kaputten Beziehung. Gründe wie diese kommen in der aktuellen Debatte um den Paragrafen 219a nicht vor, kritisiert sie.

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Editorial
Heidi Diehl

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, wieder liegt eine neue Ausgabe von »ndCommune« vor, randvoll mit spannenden Geschichten und Informationen. Die beiden Reisegruppen, die mit dem bekannten Fotografen Thomas Billhardt in Vietnam unterwegs waren, sind zurück - voller Erlebnisse und Eindrücke von diesem fantastischen Land. Wer nicht dabei sein konnte, kann sich mit den in dieser Ausgabe veröffentlichten Fot...

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Melden Sie sich jetzt an!

Täglich erreichen uns weitere Geschichten zum 17. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb unter dem Motto »Wanderungen durch die Zeit«. Es ist unglaublich spannend zu lesen, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns geschrieben haben. Ich bin schon ganz gespannt, für welche zehn Geschichten sich die Jury letztendlich entscheidet. Natürlich drücke ich Ihnen allen die Daumen, dass Ihre dabei ist. Und sollten ...

Die Uhr meines Vaters
Helmut Hauck

Die Uhr meines Vaters

Beim Aufräumen war ich auf den alten Wecker meines Vaters gestoßen. Ich hatte ihn nach seinem Tode als Andenken aus den belanglosen Habseligkeiten mitgenommen. Nun ruht er bei mir in einer Schublade. Wie alt mag er wohl sein? Jedenfalls ist er älter als ich, und ich bin ja schon fast neunzig. Mein Vater ist 1897 geboren. Ich vermute, es war eine seiner ersten Anschaffungen, als er in der Juge...

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Heidi Diehl

Wohnen zwischen Kunst und 1001 Nacht

Stefan Zweig erholte sich hier ebenso wie Arthur Schnitzler und viele andere Künstler und Promis aller Art. Jetzt könnten Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich in diese illustre Gästeschar des historischen Hotels »Castell« in Zuoz einreihen. Zumindest eine oder einer von Ihnen - sofern Sie zu den Gewinnern des 17. nd-Lesergeschichten-Wettbewerbs gehören. In diesem Fall könnten Sie schon bald die K...

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Carola Scherzer

Mit Billhardt unterwegs in Vietnam

Zehnmal war Thomas Billhardt während des Vietnamkriegs (1964-1975) als Fotoreporter im Land. Als 1979 die Vietnamesen den Kambodschanern halfen, sich vom mörderischen Pol-Pot-System zu befreien, das von China militärisch unterstützt wurde, war er wieder vor Ort. 21 Jahre später kehrte er mit seinen Kriegsfotos ins friedliche Vietnam zurück, um Überlebende ausfindig zu machen. Im März 2019 begleite...

Seite 37
Heidi Diehl

Ein genüssliches Fest für die Sinne

Haben Sie Lust auf etwas Besonderes? Dann habe ich was für Sie: eine genüssliche Reise für die Sinne, ein Fest für Augen, Ohren, Geschmack und Gefühl! Das alles können Sie erleben, wenn Sie mich auf einer Reise entlang der Sächsischen Weinstraße begleiten. Versprochen! Zwei Tage werden wir immer wieder auf den Spuren August des Starken wandeln. Los geht’s im Pillnitzer Königlichen Weinberg. N...

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Michael Müller

Für Robby ist der Weg das Ziel

In drei Wochen ist es wieder so weit. Am 18. Mai steigt die 47. Auflage des GutsMuths-Rennsteiglaufs. Im Breitensport gilt er als der härteste und schönste Cross Europas. Um seine »Königsstrecke«, den Supermarathon (heute 73,9 Kilometer), mit dem einst alles begann, haben sich längst weitere Distanzen etabliert. In diesem Jahr fallen die Startschüsse zu acht Veranstaltungen. Gelaufen, gewandert, g...

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Am Anfang war ein Helm
Wolfgang Hübner

Am Anfang war ein Helm

Was wird jemand, wenn die Mutter Journalistin ist und der Vater Historiker? Vorsehung ist nicht die Sache von Atheisten, aber das Vorbild der Eltern darf vermutet werden, wenn die Tochter Geschichtsredakteurin wird. So geschehen bei Karlen Vesper, beim »nd« verantwortlich für Geschichte und Geschichtspolitik. Karlen - mancher ist unsicher, ob es sich um Frau oder Mann handelt; andere zeigten ...

Seite 44
Hans-Dieter Schütt

Der Pechvogel als Glückspilz

Behaupte niemand leichtfertig, der Mensch tue nichts für die Erhaltung von Tierarten. Das stimmt keineswegs. Sorgt er sich doch, dass in den Büros der Papiertiger nicht ausstirbt, und im Rauschen der Zeit bewahrt er den Stille suchenden Leseratten ihre Schlupfwinkel. Er lockt und pflegt mit klingenden Gläsern den Schluckspecht, und in Kindern auf Spielplätzen jubiliert, Sand im Schnabel, der Schmu...

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10 000 Liter Solidarität
Anne Schindler und Mathias Nehls

10 000 Liter Solidarität

Vor über einem Jahr gingen 10 000 Liter Olivenöl auf die Reise: von Daras in Südwestpeloponnes zum Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin. Das Ziel: solidarischer direkter Handel, der Produzent*innen, Konsument*innen und solidarischen Projekten zugute kommt. Heute sind die 10 000 Liter Öl fast verkauft. Die Bäuerinnen und Bauern der Kooperative »Messinis Gea« bekamen für ihr Olivenöl 40 Prozent über...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungen:»Pyramideale Stapelangelegenheit« bis Donnerstag, 2. Mai, »In großer Zahl auf Stellensuche«, »Drei Akkorde veränderten die Welt« sowie »kurz & knackig« bis Freitag, 3. Mai. Jede Lösung kann auch einzeln eingeschickt werden (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe), denn für jede richtige Lösung gibt es eine Buchauslosung!E-Mail: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter dem Ken...

mim

kurz & knackig

Fragt Jenny ihre Freundin Kathi, wie alt deren Oma sei. Kathi antwortet postwendend, denn die pfiffige Oma hat ihr jüngst aufgezählt: »Würde ich 100 werden, wäre mein jetziges Alter in Jahren gerechnet vier Drittel der Hälfte der bis zu jenen 100 Jahren verbleibenden Jahre.« Wie alt ist Kathis Oma? Die Zahlenfolge 7 - 15 - 32 - ? - 138 - 281 folgt einem Bildungsgesetz. Wie heißt die fehlende ...

Mike Mlynar

Drei Akkorde veränderten die Welt

Für die deutsche Schriftsprache braucht es lediglich 26 Buchstaben, für die Arithmetik die Zahlen 1 bis 9 und die Null. Die Sintflut begann mit ein paar Regentropfen. Aus zwei Zellkernen wächst die menschliche Zygote. Die gesamte moderne EDV basiert auf den Ziffern 1 und 0. Der Musikkosmos, der uns umgibt, kommt mit acht Stamm- und fünf Halbtönen in einer Oktave aus. Wirklich Bedeutsames fängt als...

Pyramideale Stapelangelegenheit

Der Chemnitzer Mathematiklehrer Thomas Jahre veröffentlicht bei www.schulmodell.eu jede Woche eine Aufgabe, die sich an Schüler sowie alle mathematisch Interessierten richtet. Der sechssprachige Newsletter hat inzwischen weltweit fast 2000 Empfänger. Wir übernehmen für «ndCommune» die jeweilige Wochenaufgabe. Bei dem Format «Aufgabe der Woche» von www.schulmodell.eu ist es inzwischen bereits die N...

In großer Zahl auf Stellensuche

Für diese Rubrik bitten wir Leserinnen und Leser stets um Denkspielvorschläge. Das Echo hält an - herzlichen Dank! -, es könnte aber wieder stärker werden. (Kontakte siehe Spalte links). Dass wir nicht alle Einsendungen berücksichtigen können, liegt übrigens nicht zuletzt daran, dass sie sich untereinander mitunter im Kern gleichen. Dr. Magdalene Meyer aus Chemnitz schickte die folgende Aufgabe. S...