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The end of May

Am Ende kamen die Tränen. Und es waren keine Tränen der Erleichterung: Theresa May, Premierministerin des Vereinigten Königreichs, gab am Freitagvormittag vor der Downing Street Nr. 10 ihren Rücktritt zum 7. Juni bekannt - als Regierungschefin und als Vorsitzende der Tories. Sie geht diesen Schritt nicht freiwillig, sondern unter Druck der eigenen Partei. Das wurde in dem Statement der 62-Jährigen...

Regina Stötzel

Skandale ändern nichts, ...?

Ginge der Lauf der Dinge einmal angemessen vonstatten, so verschwänden Heinz-Christian Strache, Johann Gudenus und mit ihnen die gesamte österreichische Gruselregierung ganz schnell in einem Kellerloch der Geschichte.

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ndPlusMartin Ling

Was Konflikte verhindert

Der katalanische Politiker Carles Puigdemont will im Falle eines Erfolgs bei der EU-Wahl »das Recht auf Selbstbestimmung auf die europäische Agenda bringen«. Im nd-Interview erklärt er, die katalanische Unabhängigkeitsbewegung sei weiter gesprächsbereit.

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Andreas Fisahn

Die Wirkung des EU-Wahlkampfs

Wer in den vergangenen Tagen mit offenen Augen durch die politische Landschaft ging, den konnte ein beklemmendes Gefühl beschleichen. Die Wahlwerbung der meisten Parteien beschränkt sich auf ein Bejubeln Europas. Doch: Ist EU-lismus besser als Nationalismus?

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Fridays for Future agiert weltweit

An einem weltweiten Klimaprotesttag ließen Schüler am Freitag die Schule ausfallen. Weltweit waren Proteste an mehr als 1600 Orten in mindestens 125 Ländern geplant, darunter mindestens 218 in der Bundesrepublik.

Michael Bonvalot

Schwarz-Blau von A bis Z

Die österreichische Rechtsregierung ist am Strache-Video zerbrochen. Doch in den rund 17 Monaten der Koalition aus ÖVP und FPÖ wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt - zulasten von Beschäftigten, Geflüchteten, Frauen und Bürgerrechten.

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ndPlusJohannes Simon

Lizenz zum Machterhalt

Nach dem Willen der USA darf Huawei bald keine Android-Software von Google für seine Smartphones mehr verwenden. In dem Streit geht es um viel - ein Kompromiss ist darum derzeit unwahrscheinlich.

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ndPlusNatalie Mayroth

Politik des Trennens

Fast überall auf dem Subkontinent hat die BJP gewonnen; gestimmt wurde offenbar für die Partei, die lokalen Kandidat*innen spielten eine untergeordnete Rolle. Der Lotus, das BJP-Symbol, blühte bemerkenswerterweise auch im Osten des Landes auf.

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Nelli Tügel

Hänge-Party

Die Tories wollen keine Neuwahlen aus Angst vor Machtverlust, die EU besteht auf dem mit May ausgehandelten Brexit-Deal als »alternativlos«. Beides ist unverantwortlich.

Jana Frielinghaus

100 Prozent Schulz

Wie kommt es, dass überhaupt noch jemand diese SPD wählt? Es sind ja nicht mehr viele, aber immer noch mehr als jene, die mit der LINKEN der einzig verbliebenen sozialdemokratischen Partei den Vorzug geben. Und das, obwohl sich jeden Tag irgendein Sozi freiwillig zum Horst macht. Vor kurzem zum Beispiel Sigmar Gabriel, der mit weiteren Steuersenkungen für Konzerne einen »sozialen Kapitalismus...

Aert van Riel

Der Timmermans-Bonus

Die niederländischen Sozialdemokraten haben laut Prognosen die EU-Wahlen für sich entschieden. Das liegt vor allem an der europaweiten Spitzenkandidatur von Frans Timmermans.

ndPlusLou Zucker

Mentaler Wandel

Sie ist die erste Schwarze Frau, die in Italien als Bürgermeisterin einer größeren Stadt kandidiert. Sie tritt als einzige Frau gegen acht Männer an. Und sie ist langjährige linke Aktivistin: Antonella Bundu. Ihre Kandidatur sei ein wichtiges Symbol in einem Italien unter Salvini, sagt die 49-Jährige, die am Sonntag Bürgermeisterin von Florenz werden will. Salvinis ultra-rechte Lega-Partei, d...

Leo Fischer

Korruption

Niemand in den Rechtsparteien macht sich ernsthaft Illusionen über die Korrumpierbarkeit der eigenen Elite - Hauptsache, man kann mit ihrer Hilfe nach unten treten. Daran ändern auch zehn Strache-Videos nichts.

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Europas Werteverfall

Konservative und Reaktionäre jammern gerne über den Werteverfall. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa. Der einzige »Werteverfall« den die Europäische Union bislang erreicht hat, fand im Tabakgeschäft statt. Hier wirkte die EU tatsächlich als eine Erziehungsdiktatur. Damit ist nicht das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Zügen gemeint. Auch nicht das Werbeverbot für Tabakwar...

Karlen Vesper

Das unterschlagene Vermächtnis

Solange ein klares Bekenntnis wider alle Faschismen ausbleibt, bleibt nur banges Hoffen, dass die Sonne der EU nicht erlischt, nicht wieder die Nacht des Faschismus über Europa hereinbricht.

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Der Willi im Türmchen

Gelegentlich passiert es dass beim Aufguss nur noch Männer sind. Dann dauert es keine zwei Minuten, und ein Mann stöhnt auf. Hat der erste mit einem solchen Saunabrunfzer vorgelegt, stimmen die anderen bald ein in einen Überbietungswettbewerb. Wer röhrt lauter?

ndPlusMaria Jordan

Lust auf Techno-Sex

Vibratoren, Sexpuppen und andere Toys? Ist von gestern. Jetzt kommen die Sexroboter - aber sie sollen bitte wie eine Maschine aussehen, schreibt Sophie Wennerscheid in ihrem Buch »Sex machina«.

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ndPlusRené Hamann

Die Fünffarbenopferspende

Wien hat jetzt endlich ebenfalls einen Wutraum. Irgendwie haben solche Orte etwas unendlich Trauriges. Es wäre doch viel schöner, den eigenen Flachbildfernseher mal ordentlich zu zerhacken - und den der Nachbar*innen gleich mit!

ndPlusRadek Krolczyk

Gegen Objektivität

Der US-Fotograf Jerry Berndt wurde mit seinen Chroniken der Vietnam-Demonstrationen bekannt. Kürzlich erschien sein Fotoband »Beautiful America«. Die Kunst der Vergrößerung lernte er beim Betrachten der Bücher des US-amerikanischen Fotografen Ansel Adams.

Seite 13
ndPlusHarald Kretzschmar

Ein Bauhaus zu Tode feiern

Das »Haus am Horn« wurde 1923 von Adolf Sommerfeld aus Berlin finanziert und von Georg Muche als innovativer 
Experimentalbau mitten in der Inflationszeit 
errichtet. Nun wurde dieser erste und einzige Bauhaus-Musterbau 
in Weimar wiedereröffnet.

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Stefan Otto

»Ohne uns kein Wir«

In der nordhessischen Provinz gibt es erbitterten Streit darüber, wie blühende Landschaften aussehen sollen. Ein Logistikgebiet soll hier gebaut werden. Muss die Wirtschaft auch im Dorf brummen, wie es Altkanzler Helmut Kohl ausgemalt hat - oder sollten die Äcker behutsam genutzt werden?

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Siegerkrone für ein »Auslaufmodell«
Heidi Diehl

Siegerkrone für ein »Auslaufmodell«

Viele hatten Zeilen zu Papier gebracht und damit am 17. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb teilgenommen. Im Münzenbergsaal trafen sie sich, um zuzuhören wie Esther Esche und Horst Schwartz zehn ausgewählte Werke lasen.

Seite 16
Helen Roth

Gottlos glücklich

Die Giordano-Bruno-Stiftung will mit ihrer säkularen Buskampagne auf die »Diskriminierung religionsfreier Menschen« hinweisen. Ihr Ziel: Die »Kirchenrepublik Deutschland beenden. Vom 4. bis 30. Mai tourt die Kampagne durch 25 deutsche Städte.

Seite 17
Christof Meueler

Alle Fragen machen weiter

Fortschritt heute kommt nicht mehr von Fortschreiten. Fortschrittlich wäre es, anzuhalten, Luft zu holen und sich umzuschauen. Wie im Gedicht von Rolf Dieter Brinkmann: »Auch alle Fragen machen weiter, wie alle Antworten weitermachen.

Seite 18
ndPlusSebastian Köthe

Kein Abend, kein Morgen

Seit mehr als 17 Jahren existiert das Gefangenenlager Guantanamo. Wir wissen, dass dort gefoltert wird. Doch um zu verstehen, was den Gefangenen dort angetan wird, müssen wir ihnen zuhören, meint Sebastian Köthe.

Seite 19
ndPlusUlrike Wagener

Lehre, auch unkomfortabel

Triggerwarnungen an der Uni? Für die Rechtswissenschaftlerin Sarah Elsuni ist das schon denkbar. Wichtiger ist ihr aber, die Universität als Ort kritischer Auseinandersetzung zu bewahren. Und mutet dabei Studierenden auch mal Unzumutbares zu.

ndPlusJan Mollenhauer

Dauerstellen und Teilhabe

Dauerstellen für Daueraufgaben - die Rufe danach aus dem Mittelbau werden bundesweit lauter. Berlin plant derzeit eine Novelle des Hochschulgesetzes und verspricht die Einführung einer neuen Stellenkategorie und mehr Mitspracherecht für Studierende.

Seite 20
Velten Schäfer

Schmerbauch im Schlabbershirt

40 Jahre nach seinem Hauptwerk »Die feinen Unterschiede« rollt mal wieder eine Pierre-Bourdieu-Welle durch die Lande. Zu recht, denn gerade heute kann uns dieses viel sagen – sogar über das Ibiza-Video mit FPÖ-Mann Strache.

Seite 21

Beobachtungen eines »Überläufers«

Pierre Bourdieu wurde im Algerienkrieg zum Soziologen. Er wollte die Franzosen der Linken aufrütteln, sie sensibilisieren, für das was dort vor sich ging. Danach blieb er seiner Methode treu, die auch darin bestand, die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplinen zu überschreiten.

Seite 22

Bibelzitat in Morsezeichen

Was hat Gott bewirkt?« Es ist eine Frage aus der Bibel, über die man lange philosophieren kann. Doch am 24. Mai 1844 - vor 175 Jahren - zeigten diese Worte eines ganz klar: Dass die Erfindung von Tüftler Samuel Morse auch über größere Distanzen funktionierte. Denn das Zitat aus dem Alten Testament markierte eine technische Revolution. Mehr als 60 Kilometer wurden die Worte mit einem Telegrafen von...

ndPlusIris Rapoport

Jacob und die Gentechnik

Was Gentechnik ist, ist klar definiert: ein gezielter Eingriff in das Erbgut eines Organismus. Die Methoden sind neu, doch das Anliegen ist alt. Als Ahnherr aller gezielten Genmanipulationen kann der biblische Jacob gelten. Wie er zu gewaltigen Herden mit schwarzen Schafen und bunten Ziegen kam, ist im ersten Buch Mose verewigt. Und offensichtlich hat der Allmächtige ihm sein Spiel mit den Genen k...

Michael Lenz

Zurück zur Natur

Malaysia ist der größte Palmölproduzent der Welt. Auf Borneo versucht ein Pilotprojekt, aus Palmölplantagen wieder Urwald zu machen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Seite 23
ndPlusSteffen Schmidt

Geht den Batterien der Treibstoff aus?

Der E-Auto-Hersteller Tesla befürchtet eine Rohstoffknappheit bei wachsender Elektromobilität. Und nicht nur er. Doch es schrecken wohl vor allem steigende Preise.

Seite 24
Christof Meueler

Wie teuer ist 1 Cent?

Dr. Steffen Schmidt, Jahrgang 1952, ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Dieses Mal geht es um Kupfermünzen und die Metalle in unserem Geld.

ndPlusMartin Koch

Der Traum vom Himmel

Sie kam als einzige Tochter eines Garde-Oboisten in Hannover zur Welt. Ihr Vater tat alles, damit sie wie ihre vier Brüder eine solide musikalische Ausbildung erhielt. In der Familie wurde aber nicht nur fleißig musiziert, auch Probleme der Philosophie und Naturforschung waren oft Gegenstand lebhafter Diskussionen. »Ich erinnere mich«, erzählte sie später, »dass mein Vater mich in einer kalten Nac...

Seite 25
Martin Kröger, Tokio

Big in Japan

Wenn Berlin lebenswert bleiben will, das zeigt das Beispiel Tokio, muss das Stadtgrün erhalten bleiben, die Stadt nach einem guten Masterplan entwickelt und der Öffentliche Personennahverkehr auf lange Sicht mit U-Bahnen ausgebaut werden.

Seite 26
ndPlusTim Zülch

Ohne Licht und Heizung

Eine Energieberatung in Berlin berät Menschen, denen die Abschaltung des Stroms droht oder die bereits gesperrt wurden. Durch die Beratung will das Land Berlin verhindern, dass Menschen ohne Strom leben müssen.

Seite 27
Andreas Fritsche

Jung und alt und links

Die brandenburgische LINKE leidet unter Mitgliederschwund und hat zunehmend Schwierigkeiten, flächendeckend präsent zu sein. Der Kreisverband Ostprignitz-Ruppin konnte den Trend jedoch umkehren und erlebt seit Jahren einen leichten Zuwachs.

Seite 28
Christoph Ruf

Konzentrierte Freude

Die Siegesgewissheit des VfB schlug im Stuttgarter Stadion schnell in Missgunst um. Weil der Erstligist gegen den 1. FC Union Berlin im Hinspiel der Relegation nur ein Remis erspielen konnte, traf die Stuttgarter Profis die volle Wut der Fans.

Seite 29
ndPlusThomas Lipinski

Frust nach WM-Aus: Es war viel mehr drin

Nach dem 1:5-Viertelfinal-Aus bei der WM gegen Tschechien war die Enttäuschung riesig. Denn die deutschen Nationalspieler hatten das Gefühl, dass sie viel mehr hätten erreichen können.

Oliver Kern

Empörung beim Boxweltverband

Boxen bleibt auch 2020 im Olympiaprogramm. Das Turnier in Tokio darf aber nicht der Weltverband AIBA ausrichten, sagt das IOC. Die Besetzung von Führungsposten und das Finanzgebaren verstießen immer noch gegen Ethikregeln. Die AIBA reagiert erbost.

Seite 30
Rasso Knoller

Hola, ¿qué tal?

Etwas entspannter geht es womöglich im Ü50-Spanischkurs in Sevilla zu. Ein Selbstversuch, zu lernen, Tapas und Wein in der Landessprache zu bestellen.

Seite 31
Oliver Gerhard

Traumberuf Sennerin

Viele Almen in den Chiemgauer Alpen werden von Frauen bewirtschaftet. Auf geführten Wanderungen kann man sie kennenlernen.

Seite 32
ndPlusJulia Wasenmüller

»Wir fallen und stehen wieder auf«

In Argentinien gehört wirtschaftliche Instabilität zum 
Alltag. Deshalb machen die Menschen auch in einer Krise wie der aktuellen einfach weiter wie bisher. Inés Ripari schreibt und verlegt Gedichte. Ihre literarische Inspiration findet sie im Alltag des wirtschaftlichen Auf und Ab.

Seite 33

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, der 47. GutsMuths-Rennsteiglauf ist inzwischen Geschichte. Selbstverständlich war wie seit vielen Jahren ein nd-Team mit am Start. 54 Sportlerinnen und Sportler nahmen die Strapazen freiwillig auf sich, und das nur, um das schönste Ziel der Welt, den Sportplatz von Schmiedefeld, zu erreichen. Impressionen von dem Laufereignis haben wir für Sie auf Seite 6 eingefangen. ...

Seite 34
Erinnerungsarbeit für die Gegenwart

Erinnerungsarbeit für die Gegenwart

Im Herbst wird das Humboldt-Forum eröffnet, die Berliner werden es wahrscheinlich immer Schloss nennen. Das Forum wird ein Ort der Geschichte, und es steht genau auf jenem Platz, den der Palast der Republik einnahm. Der war ein Bau der Moderne, eine Referenz an die arbeitende Bevölkerung und zugleich ideologisches Prestigeprojekt der DDR-Staatsführung. 1976 eingeweiht, zählte der Palast bis zu sei...

Seite 35
Michael Müller

Kluge Köpfe zwischen 10 und 97

Sie gehören zu den fleißigsten Schreiberinnen und Schreibern ans »nd«, dabei zu denen mit den knappsten Texten. Sie werfen selten Fragen auf, sondern beantworten allermeist welche. Sie sind - wie hier recherchiert - von 10 bis 97 Jahren alt, was etwas ungewöhnlich für den Leserkreis einer überregionalen Tageszeitung ist. Es handelt sich um all jene, die sich auf die »Denkspiele mit Mike Mlynar« in...

Seite 36
Irmtraud Gutschke

Auf den Spuren einer Jugendliebe

Dass er im Ruf stand, »der letzte Romantiker« zu sein, dass ihm manch einer die Gefühlsbetontheit seines Schreibens auch übel nahm - von den verschiedenen Deutungen seines Werkes ahnte ich nichts, als ich in meiner Schulzeit immer wieder in der Stadtbibliothek von Karl-Marx-Stadt Bücher von Theodor Storm verlangte. Dabei muss mir doch vieles fremd gewesen sein, angefangen von der norddeutschen Lan...

Seite 37
Heidi Diehl

Stadionrunde statt Grönlandlauf

Können Sie sich vorstellen, einmal quer durch Grönland zu laufen? Oder Tausende Kilometer durch sengende Hitze in Mittelamerika? Ich jedenfalls nicht! Aber was ich mir gut vorstellen kann, ist, mal wenigstens so einen Hauch mitzuerleben, wie aus dem körperlichen Wrack Robby Clemens der Extremsportler wurde, der von April 2017 bis Dezember 2018 rund 23 000 Kilometer vom Nordpol bis (fast) zum Südpo...

Seite 38
Heidi Diehl

Versprechen eingelöst

21 Monate lang lief Robby Clemens rund 23 000 Kilometer vom Nordpol bis fast zum Südpol zu Fuß. Ich durfte ihn - gewissermaßen in seinem virtuellen Windschatten - begleiten, indem ich einen Blog über seine Erlebnisse schrieb. Durch regelmäßige Telefonate war ich auf dem Laufenden - über die Strecke und seine Befindlichkeiten. Als wir im Jahr 2018 telefonierten - elf Monate lagen da noch vor ihm -,...

Heidi Diehl

nd-Team »rockte« den Türinger Wald

Mit jeder Anmeldung für das nd-Rennsteiglaufteam, die uns in den letzten Wochen als E-Mail, telefonisch oder postalisch erreichte, mit jedem Mannschaftslaufshirt, das wir an die Team-Mitglieder verschickten, wuchs die Vorfreude auf den 47. GutsMuths-Rennsteiglauf. Doch spätestens am Tag davor, als wir in Oberhof die Startunterlagen abholten, hatte uns das alljährliche Lauf-, Walk- und Wanderfest a...

Seite 44
Florian Brand

Ficus, Schwalbe, Aboservice

Hinter einem hochgewachsenen Ficus und einigen anderen Zimmerpflanzen versteckt sich Frank Launer - unfreiwillig, wie er betont. Es habe einfach keinen anderen Ort gegeben, für all das viele Grünzeug. Der Kundenbetreuer zieht sich die Schuhe an und kommt gemütlich hinter seinem Schreibtisch im zweiten Stock des nd-Gebäudes am Franz-Mehring-Platz 1 hervor. Er mag es gerne ruhig, sagt er. »Hier läss...

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Zeitgeschichte im Film

Zeitgeschichte im Film

Genesung Sanitäter Friedel wird nach dem Krieg durch ein Versehen für einen Arzt gehalten. Der Medizinstudent, der als Regimegegner sein Studium abbrechen musste, klärt den Irrtum nicht auf und arbeitet jahrelang erfolgreich als Krankenhausarzt. Die komplizierte Behandlung eines ehemaligen Widerstandskämpfers verursacht ihm Gewissensbisse. Soll er sich als Hochstapler den Behörden stellen? ...

Seite 46
mim

kurz & knackig

Verringert man das Siebenfache einer Zahl um 20 und multipliziert diese Differenz mit 3, erhält man weniger als -165. Welche Zahlen kommen dafür infrage? Eine Pyramide hat 17 Flächen. Wie viele Kanten hat sie? Eine Tippgemeinschaft aus vier Personen gewinnt 75 450 Euro. Beteiligt sind: Anton mit 2 Euro, Bea mit 3, Cecilia mit 4 und Danny mit 6 Euro. Wie viel vom Gewinn erhält jeder antei...

Mike Mlynar

Rätselhafte Familienbande

Zum Thema Familie fallen den Leuten seit ewigen Zeiten Sprüche aller Art ein: Jubeleien und Warnungen, sarkastische und blödelnde Witzeleien, ganz Tiefes wie ganz Flaches. Für Karl Kraus hatte »das Wort Familienbande einen Beigeschmack von Wahrheit«. Und Erich Maria Remarque meinte, dass man erst genau wisse, »wie man seine Kinder erzogen hat, wenn man genau weiß, wie die Enkel ausgefallen sind«. ...

Wanduhr mit verrücktem Sekundenlauf

Der Chemnitzer Mathematiklehrer Thomas Jahre veröffentlicht bei www.schulmodell.eu jede Woche eine Aufgabe, die sich an Schüler sowie alle mathematisch Interessierten richtet. Der sechssprachige Newsletter hat inzwischen weltweit fast 2000 Empfänger. Wir übernehmen für »nd.Commune« die jeweilige Wochenaufgabe. Bei dem Format »Aufgabe der Woche« von www.schulmodell.eu ist es inzwischen bereits die ...

mim

Einmal Opa, zweimal Mittwoch

Für diese Rubrik bitten wir Leserinnen und Leser stets um Denkspielvorschläge. Das Echo hält an, könnte aber wieder stärker werden. (Kontakte siehe Spalte links). Heute eine Aufgabe von Günter Matthiessen aus Bremerhaven: Mein Sohn wollte etwas aus meiner Familiengeschichte erfahren. Also erzählte ich. Die Daten sind authentisch, der Dialog mit meinem Sohn ist fiktiv. »Mein Großvater Heinrich...