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Ach, ihr auch hier?

Sommerzeit, Festivalzeit. Es ist wieder so weit, die Bevölkerung der großen Städte wird komplett ausgetauscht. Und in diesem Fall liegt es einmal nicht an Gentrifizierung und Mietenwahnsinn. Während also Massen von Touristen in die großen Städte reisen und sich dort zusammen mit ihresgleichen die Füße in den Bauch und den wenigen Daheimgebliebenen im Weg stehen, nimmt ein Großteil der Großstädter ...

Regina Stötzel

Die Welt des Andreas S.

Die Zeit drängt, drastische Beschlüsse müssen her - doch eine Klimakonferenz nach der anderen verstreicht ergebnislos. Hoffnung gibt jetzt die IG Metall, die eine Mobilitäts- und Energiewende nicht mehr in Frage stellt und für deren soziale Ausgestaltung in Berlin demonstrieren will. Lesen Sie auch über die Hintergründe der Dauerproteste in Sudan, die Volksdroge Rechtsextremismus und einen Papaya-Workshop zu Schwangerschaftsabbrüchen.

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ndPlusStephan Kaufmann

Leben am Rockzipfel

Handelskrieg, Iran-Konflikt, Russland-Sanktionen - anhand der aktuellen Krisenfälle zeigt sich die Schwäche Europas. Weltpolitik können die EU-Regierungen nur mit Unterstützung der USA machen.

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Uwe Kalbe

Abschiebungen mit »Herz und Härte«

Schädlich für die Integration, rechtlich nicht haltbar - selten hat ein Gesetz so grundsätzliche Kritik geweckt wie das Geordnete Rückkehr-Gesetz. Doch der Bundesrat verzichtet auf Widerstand im Vermittlungsausschuss. Damit ist es gebilligt.

Jana Frielinghaus

Weimarer Republik 4.0

Die Erschießung Walter Lübckes ist zu Recht mit den von rechten Paramilitärs verübten Morden in der Weimarer Republik verglichen worden. Dass es aktuelle Parallelen zu jener Zeit gibt, daran kann schon seit der Selbstoffenbarung der Terrorgruppe NSU kein Zweifel mehr bestehen.

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Susanne Schwarz

Wie ein Kater von der letzten Klimakonferenz

Will die internationale Gemeinschaft das Paris-Abkommen umsetzen, dann wird die Zeit knapp für Verhandlungen. Dabei war in Bonn von Aufbruchstimmung nicht viel zu spüren.

Ines Wallrodt

Auch unsere Mitglieder fahren mit dem Rad zur Arbeit

Die IG Metall mobilisiert nicht alle Tage ihre Mitglieder zu einer Großdemonstration nach Berlin. Die Lage ist ziemlich ernst, oder? Die Metall- und Elektroindustrie steht vor extremen Umbrüchen. Es muss endlich ein umfassender Plan her, wie die Mobilitäts- und Energiewende sozial und ökologisch gestaltet wird. Denn sonst verfehlen wir die Klimaziele, und Arbeitsplätze in Deutschland sind in ...

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Türkei muss Yücel entschädigen

Eine Verletzung von Freiheit und Sicherheit - das türkische Verfassungsgericht gibt Deniz Yücel Recht und bezeichnet seine lange Haft als rechtswidrig. Jedoch lehnen die Richter den Antrag des Journalisten wegen Foltervorwürfen ab.

Max Böhnel , New York

Sanders bestellt das Feld

Nach den ersten beiden TV-Debatten ist der in Umfragen bisher führende Joe Biden unter Druck geraten. Vor allem die Senatorin Elisabeth Warren konnte mit ihrem Auftritt überzeugen.

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ndPlusKarin Leukefeld

Blutige Schlacht um Idlib - UN-Beauftragter empört

Im syrischen Idlib droht drei Millionen Menschen ein humanitärer Albtraum, wie es ihn in diesem Jahrhundert noch nicht gegeben hat. Mit diesen Worten haben elf Chefs von UN- und anderen Organisationen, die in Syrien humanitäre Hilfe leisten, vor einer Eskalation der Krise in der Region gewarnt. Die Bewohner, unter ihnen eine Million Kinder, seien ständigen Angriffen ausgesetzt. »Unsere schlimmsten...

Oliver Eberhardt , Manamah

Den Frieden kaufen

Jared Kushner hat einen Friedensplan für Nahost: Den Konflikt zwischen Israel und Palästina will der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump mit Milliardeninvestitionen lösen. In der Region zeigt man sich wenig begeistert.

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Fabian Hillebrand

La Capitana

»Wenn uns nicht die Gerichte freisprechen, dann die Geschichtsbücher«, sagt Carola Rackete. Die Kapitänin der »Sea-Watch 3« trotzt Matteo Salvini. Und bringt die Flüchtlinge an Bord ihres Schiffes in Sicherheit.

Stefan Otto

Im Hamsterrad

Grünes Wirtschaftswachstum funktioniert nicht, das ist offensichtlich. Folglich sind regulierende Eingriffe der Politik notwendig. Die bleiben bislang aber aus, weil sie tiefe Einschnitte in die freie Marktwirtschaft bedeuten würden.

Simon Poelchau

Unterschätztes Kapital

Der Kapitalismus ist so wandlungsfähig, dass er vermutlich auch die Klimaneutralität hinbekommen wird. Besser macht es ihn deshalb nicht. Er basiert auf einer strukturellen Ungleichheit.

Jörg Kronauer

Brutale Handlanger Brüssels

In Sudan marodieren Söldner. Sie sind brutale Handlanger Brüssels. Wie die Europäische Union die Flüchtlingsabwehr in Sudan organisiert und was das mit dem Bürgerkrieg dort zu tun hat, erklärt Jörg Kronauer.

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Komm mit ins Abenteuerland

Freiheit ist immer die Freiheit des anders Geld Verdienenden (J. Gauck u.a.), das ist einer der demokratischen Leitsätze, die wir aus der sogenannten Wiedervereinigung Deutschlands lernen durften. Der Schrei nach Freiheit, den man vor 30 Jahren in der Bevölkerung der DDR vernahm, war so laut, dass der sogenannte antifaschistische Schutzwall zum Einsturz gebracht wurde, auf dass die Freiheit endlic...

ndPlusPeter Jacobs

Kein Landgang in Havanna

In der klebrigen Frühsommerhitze von Havanna - man schreibt das Jahr 1939 und die Tropenstadt kennt noch kein Aire condicionado - versieht der deutsche Konsul Wilhelm Krüger schwitzend seinen Job als Agentenführer. Er hat schon eine Landungsstelle für die Besatzungen deutscher U-Boote an der Nordküste Kubas ausgemacht. Seine Spione sammeln im ganzen karibischen Raum bis hin zum Panamakanal relevan...

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Georg Seeßlen

Der Rechtsrausch

Was ist Rechtsextremismus? Eine »Meinung«? Eine »Überzeugung«? Eine »Ideologie«? Ein »Weltbild«? Der Versuch, eine langweilige oder einsame Biografie zu »heilen«? Ein fundamentaler Eingriff in die eigene Psyche? Nennen wir es: eine Droge.

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Paula Irmschler

Es ist ja eigentlich ein indisches Zeichen

Wir liegen an einem See irgendwo außerhalb von Berlin, glotzen in die Botanik... Moment mal. Trägt der Typ, der da im Wasser steht, echt ein Hakenkreuz auf der Brust? Natürlich will er, dass es Aufmerksamkeit erregt.

Tom Mustroph

Die Vulgarität von Sandwiches

Das Auge isst mit. Das wussten bereits antike Mosaikkünstler. Köche wissen es, die ihre Gerichte auch nach optischen Kriterien komponieren. Welche Rolle die Inszenierung von Essen in der Fotografie spielte, erkundet nun die Ausstellung »Food for the Eyes«.

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ndPlusPhilip Malzahn

Von Revolution, russischen Söldnern und Goldminen

Seit über sechs Monaten demonstrieren die Menschen in Sudan dauerhaft gegen die eigene Regierung. Wie und vor allem warum entfachte sich dieses Feuer, das im April 2019 schließlich zum Sturz des Langzeitdiktators Omar al-Bashir führte?

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Sudan schwankt: Revolte oder Diktatur?

Es ist der 11. April 2019, als General Ahmed Awad Ibn Auf vor die Kameras des staatlichen Fernsehen tritt und verkündet: Omar al-Bashir, der Mann, der 30 Jahre lang über das Land herrschte, ist nicht mehr Präsident. Stattdessen werde er selbst die Macht für zwei Jahre übernehmen, bis dahin wolle man freie Wahlen für eine demokratische Zukunft Sudans organisieren. Zu diesem Zeitpunkt hat Sudan bere...

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Johanna Treblin (Text) und Nadja Wohlleben (Fotos)

Am Beispiel der Papaya

Absaugmethode anschaulich gemacht: An Papayas üben Studierende der Medizin, wie man Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Mit ihren selbstorganisierten Workshops wollen die Medical Students for Choice Berlin den Lehrplan der Charité ergänzen.

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Velten Schäfer

Elektrifizierung plus X

Wie Uber sich an der hiesigen Verkehrssicherheit rächt - und was der Herr Uljanow zu den elektrischen Tretrollern gesagt hätte, die nun die Städte unsicher machen: Die neue Gesellschaft ist Elektrifizierung plus X. Wofür aber steht das nochmal?

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ndPlusLotte Laloire

Spuren suchen, Stimmen sammeln

Marginalisierte sichtbar machen - das wollen neue Webportale, Archive und Konferenzen, indem sie Berichte von Zeitzeug*innen in den Mittelpunkt rücken. Lotte Laloire hat sich einige von ihnen angeschaut.

Lotte Laloire

Von der Stasi politisiert

Abtreibungsrecht, Kinderbetreuung und Haushaltstage: Für Frauen in der DDR war vieles besser als im Westen – wäre da nicht Paragraf 151 gewesen. Bis vor 30 Jahren bestrafte der Lesben, die eine ganz bestimmte Grenze missachteten.

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ndPlusHoward Taylor

Widersprüche im »Weltganzen«

Zweiter Kolumbus - so wird Alexander von Humboldt bisweilen genannt. Gemeint ist das meist positiv. Was ist aber wirklich dran an Humboldts Image als »gutem Entdecker«? Howard Taylor auf den Spuren eines widersprüchlichen Erbes.

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ndPlusVelten Schäfer

Wege zu Hitler

Der Vertrag von Versailles führte quasi direkt zu Hitler - das ist ein Stehsatz deutschen Geschichtsschreibung. Und auch ein Armutszeugnis.

ndPlusManfred Weißbecker

Revanchistisches Gedöns

Kaum ein anderes internationales Abkommen und kein Friedensschluss haben die Deutschen mehr mit pejorativen Floskeln versehen als jenen Vertrag, der am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles unterzeichnet wurde.

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ndPlusVelten Schäfer

Auf schlechte Nachbarschaft!

Volksabstimmungen und Minderheitenrechte: Die Pariser Verhandlungen versuchten auch, die Wirkung von Annexionen und Staatsgründungen abzufangen. Doch was gut gemeint war, konnte auch nach hinten losgehen.

ndPlusRalf Klingsieck

Realistischer »Tiger«

Der Versailler Vertrag wurde am 28. Juni 1919 im Rahmen einer Inszenierung unterschrieben. Während der Vertrag in Deutschland noch immer als exzessiv gilt, zeigt ein Blick nach Frankreich: Im Vergleich zu populären Forderungen war er geradezu milde.

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ndPlusNorbert Suchanek

Geraubte Saurierknochen kehren zurück

Seit Jahren verschwinden Fossilienfunde aus Brasilien in dunklen Kanälen. Nun entschied erstmals ein Gericht in Frankreich zugunsten des südamerikanischen Staats. 45 Fossilien - darunter viele Saurierknochen - müssen zurückgegeben werden.

ndPlusManfred Ronzheimer

Ökologische »Aufklärung 2.0«

An Warnungen vor dem Klimawandel besteht kein Mangel. Ernst Ulrich von Weizsäcker entwarf schon 1989 eine globale Strategie in Richtung Nachhaltigkeit. Zu seinem 80. Geburtstag zog er allerdings kritisch Bilanz. Was ist schief gelaufen?

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ndPlusSteffen Schmidt

Im Röntgenlicht auf der Suche nach der Dunklen Energie

Statt sich zu verlangsamen, beschleunigt sich die Ausdehnung des Weltalls. Das soll das Werk der »Dunklen Energie« sein. Ein neues Röntgen-Weltraumobservatorium soll durch die Kartierung der Galaxienhaufen im Universum wenigstens genauere Zahlen zur tatsächlichen Geschwindigkeit.

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Christof Meueler

Dem Meeresspiegel ist das Eis schnuppe

Dr. Steffen Schmidt ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Christof Meueler sprach mit ihm über das schmelzende Polareis.

ndPlusMartin Koch

Triumph und Verirrung

Er wurde als Sohn eines Hotelbesitzers in der Nähe von Breslau geboren. Mit zwölf Jahren besuchte er die Realschule, die er allerdings vorzeitig verließ, um eine landwirtschaftliche Ausbildung auf dem Rittergut seines Onkels aufzunehmen. Als er feststellte, dass er dieser Tätigkeit körperlich nicht gewachsen war, brach er die Lehre ab. Anschließend trat er in die Bildhauerklasse der Königlichen Ku...

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Vanessa Fischer

Bye-bye, Birkenstock

Mit ökologischen Utopien hat die durchkommerzialisierte Bio-Branche in Berlin schon lange nichts mehr zu tun. Mit dem »House of Food« sollen aber neben Soja-Latte schlürfenden Gutverdienern bald mehr Menschen in den Öko-Genuss kommen.

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Jérôme Lombard

Beunruhigendes Szenario

Extreme Hitze in Berlin-Brandenburg bereits im Juni? Wie sich die Vorboten des Klimawandels in der Region bemerkbar machen, erklärt BUND-Landeschef Tilmann Heuser im Interview. Es ist der Auftakt der neuen Sommerserie auf den »Hauptstadtregion«-Seiten.

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ndPlusClaudia Krieg

Mit 80 noch viel zu tun

Hospiz heißt nicht gleich Sterben. Die Berliner Kinderhilfe ist mit ihren vielen Angeboten eine lebendige Organisation und hat mit Jürgen Schulz einen noch sehr vitalen 80-jährigen Vorsitzenden.

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ndPlusChristian Henkel , Minsk

Die ignorierten Spiele

Ziemlich unbeachtet von der Öffentlichkeit im Westen sind in Belarus’ Hauptstadt Minsk die 2. European Games zu Ende gegangen. Die europäische Version der Olympischen Spiele hat noch nicht die erhoffte Strahlkraft erreicht, die ein Fortbestehen sichern würde.

Seite 29
Oliver Kern

Der Videobeweis kann funktionieren. Nur nicht so!

Die WM der Fußballerinnen leidet unter den vielen Unterbrechungen der Schiedsrichter an den Bildschirmen. Das Problem hat sich der Fußball selbst eingebrockt, weil er sich nicht an den funktionierenden Modellen anderer Sportarten orientieren wollte.

Frank Hellmann, Rennes

Schwedens Schreckgespenst

Vor dem Viertelfinale der deutschen Fußballerinnen gegen ihre Lieblingsgegnerinnen aus Skandinavien bleibt die Frage, ob Spielmacherin Dzsenifer Marozsan von Beginn an aufläuft. Es wäre nicht unbedingt besser, denn das Team hat sich vom Star emanzipiert.

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Rasso Knoller

Walachische Wanderungen

Der Begriff Walachei bezeichnet in der deutschen Sprache einen entlegenen, irgendwie aus der Zeit gefallenen Ort. Kaum zu glauben, dass es diese Region wirklich gibt - sie liegt im Süden Rumäniens am Fuße der Karpaten.

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ndPlusCarsten Heinke

Sommerferien am Bernsteinsee

Eine Seen- und Waldlandschaft macht das ehemalige Bergbaurevier bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt zum Erholungsort. Hier gibt es Badespaß und Wassersport, Schifffahrt, Kunst, Gastronomie und jede Menge unentdeckte Schätze.

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ndPlusRegine Beyß

»Ich will nicht mehr besitzen, als in den Wohnwagen passt«

Farina Regn wohnt seit zweieinhalb Jahren in einer politischen Kommune in der Nähe von Kassel. Dort kann sie unter Menschen sein und dennoch ihren Individualismus ausleben. In Gemeinschaft ihren eigenen Weg gehen – das ist für Regn kein Widerspruch.

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, es ist Sommer, es ist heiß, und jegliche Aktivität will bei den tropischen Temperaturen gut überlegt sein. Wenn Sie sich trotzdem auf den Weg machen wollen, haben wir in dieser Ausgabe von »nd.Commune« ein lohnenswertes Ziel, und zwar das FMP1. Denn im nd-Gebäude am Franz-Mehring-Platz wird in den Sommermonaten nicht nur gearbeitet. Im neuen Lesecafé »Babett«, das ...

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ndPlusMathias Nehls

Zufallsfund von historischer Bedeutung

Valery Faminsky (1914-1993) war Kriegsfotograf der Roten Armee. 1945, in den letzten drei Monaten des Zweiten Weltkrieges, begleitete er die vorrückenden Truppen auf ihrem Weg nach Berlin. Sein Auftrag war es, die Versorgung und den Transport verwundeter Soldaten für die medizinischen Abteilungen zu dokumentieren. Doch Faminsky fotografierte mehr als das. Dabei entstand eine Vielzahl bemerkenswert...

ndPlusJenny Schindler

Kleine Erfrischung gefällig?

In den Fluren des Gebäudes am Franz-Mehring-Platz 1 wird das Murmeln immer lauter: Da kommt etwas Neues ins Haus. Einen ersten Blick konnten die Besucher der Fête de la Musique bereits am 21. Juni wagen - am 1. Juli ist es dann so weit: Das Lesecafé »Babett« öffnet im Erdgeschoss des FMP1 seine Türen. Und damit zieht nicht mehr nur das Gerücht von einem neuen Café durch die Flure, sondern der Geru...

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ndPlusHenning Springfeldt

Großes Kino im FMP1

Einige bringen ihren Hund mit, andere haben ihre Pizza dabei. Manche kommen mit ihren Freunden, andere mit ihren Kindern. Viele kommen regelmäßig, andere zufällig vorbei. Aber alle kommen sie, um in einem der gemütlichsten Open-Air-Kinos Berlins Filme zu sehen. Denn Sommer in Berlin, das heißt vor allem draußen sein. Und das macht besonderen Spaß im hofkino.berlin im FMP1. Seit nunmehr fünf Jahren...

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ndPlusMichael Müller

»Saschto?« und »Soschto?«

Von Michael MüllerAnfang Juni gab es nicht nur bei vielen Sportfans verwundertes Kopfschütteln. Vardar Skopje hatte im Endspiel der Handball-Champions-League den FC Barcelona geschlagen. Zumindest Westeuropa war verblüfft: Vardar Skopje? Der Name Skopje klang ja noch irgendwie vertraut, aber Vardar? Nun, das ist der Fluss, der durch die Hauptstadt Nordmazedoniens fließt. Und warum hat sie einen so...

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ndPlusSiegfried Wein

Ein Landstrich von eigener Schönheit

Kennen Sie das Oderbruch? Den Landstrich von eigenartig faszinierender Schönheit? Noch immer auch geheimnisvoll, verwoben mit Geschichten und Sagen. Und noch immer weithin unbekannt. Weite Felder schieben eine Hügelkette hin zur Oder. Eine Hügelkette, die auch Schluchten kennt, in denen sich in den Jahrhunderten eigene Biotope gebildet haben. Eine Hügelkette, die sich schließlich in ihren Aus...

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Ausgezeichnet

Leser des »neuen deutschland« kennen ihn inzwischen seit Jahrzehnten: Uwe Kalbe, nd-Redakteur seit Ende der 80er Jahre; streitbarer, nachdenklicher, formulierungsbesessener Politikbeobachter und -kommentator. Geboren 1955, begleitet er mit großer Sachkenntnis vor allem die Parteien und Bewegungen des linken politischen Spektrums. Er schreibt grundsätzliche Kolumnen ebenso wie Anmerkungen zu den Ha...

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11 und 17 Verwandte, anno 1896 und 32 Kanten

»Uhr mit verrücktem Sekundenlauf«1. Der Durchmesser eines kleinen Lichtkreises im »Zifferblatt« dieser Uhr beträgt 1,05 cm. Als richtig ließen wir Einsendungen von 1,04 bis 1,07 cm gelten. 2. Bei der gesuchten »Durchschnittsgeschwindigkeit« werteten wir Einsendungen von 44 bis 47 m/s als richtig, weil die Aufgabe unterschiedlich interpretiert werden konnte. Lösungsweg unter:www.schulmodell.eu/unte...

ndPlusHeidi Diehl

Sportredakteurin war ihr Traumziel

Als Gabi nach dem Abitur ihren Heimatort bei Dresden Richtung Berlin verließ, um bei der »Jungen Welt« ein Volontariat zu absolvieren, hatte sie klare Vorstellungen, was sie nach dem Studium machen wollte - entweder Redakteurin für Außenpolitik, noch lieber aber Sportredakteurin. Doch es kam anders: Das Außenpolitikressort sei »voll«, und eine Sportredakteurin käme für ihn nicht infrage, teilte ih...

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Leckerer Wildwuchs

Vor der Erfindung des Treibhaussalates kam so ziemlich alles in die Schüssel, was grün und aromatisch war. Mit dem spezialisierten Landbau wurde vielen ursprünglich wilden Sorten der vermeintlich unzumutbare herbe oder bittere Geschmack abgezüchtet, mit der Folge, dass die Fadheit umgekehrt proportional zum Inhalt gesunder Bestandteile wie Mineralstoffe, Vitamine und Tannine wuchs. Das Wissen noch...

Frisch, knackig und schnell zubereitet

Bunter Sommersalat30 Grad im Schatten - da reicht allein schon die Vorstellung, den Küchenherd anzumachen, dass man einen Schweißausbruch bekommt. Nein, an solchen Tagen bleibt bei mir die Küche kalt. Statt Kochen steht dann vor allem Schnippeln auf dem Programm. Wie bei meinem Lieblingsgemüsesalat. Schön bunt muss er sein, frisch und knackig. Da kann man alles reinpacken, was einem schmeckt. Basi...

Seite 45
ndPlusMario Pschera

Lektüre für lange Sommerabende

Krimis sind wie die Fleischbrötchen bei McDonalds: heiß, würzig, fettig - man weiß schon vorher, was drin ist, und am Schluss ist man abgefüllt und trotzdem nicht satt. Bücher mit höherem geistigen Nährwert darf man sich natürlich das ganze Jahr über einverleiben. Die Urlaubszeit aber lässt mehr Raum für genussvolles, langsames Lesen, das Sinnieren und Gespräche mit Freunden über das Gelesene, das...

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Wer O kann, kann auch E, oder?

Der Chemnitzer Mathematiklehrer Thomas Jahre veröffentlicht jede Woche eine Aufgabe für Schüler sowie alle mathematisch Interessierten. »nd.Commune« übernimmt die jeweilige Wochenaufgabe, die heutige ist bei www.schulmodell.eu bereits die Nr. 612:»Die Buchstaben von Albrecht Dürer gefallen mir sehr. Deshalb habe ich noch zwei konstruiert«, sagt Maria zu ihrem Bruder. »Das O sieht ja einfach aus, a...

ndPlus⋌Mike Mlynar

Rechentafeln für den Pyramidenbau

Alexander Henry Rhind, der als ganz junger Mann in Edinburgh Jura und Philosophie studierte, starb 1863 bereits mit 30 Jahren. Aber er hatte zuvor als Ägypten-Bildungsreisender noch ein sensationelles Schnäppchen gemacht, mit dem sein Name für die Mathematikgeschichte unsterblich wurde. Er erwarb 1858 in Luxor unter der Hand ein Papyrus aus dem 17. Jahrhundert v. u. Z., ausgerollt etwa fünf Meter ...

Uroma Anna auf der Spur

Heute die Fortsetzung der Aufgabe von Günter Matthiessen aus Bremerhaven. Im ersten Teil (»nd.Commune« 25. Mai) hatte sein Sohn 1896 als Geburtsjahr seines Urgroßvaters Heinrich rekonstruiert. Jetzt ist das von Uroma Anna gesucht: Ich erzählte meinem Sohn: »Deines Urgroßvaters Heinrich spätere Frau Anna, die etwas jünger war als dieser, wurde an einem Dienstag geboren. Sie feierte ihren Gebur...