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Vom Land in die Stadt
ndPlusStephan Kaufmann

Vom Land in die Stadt

Die Lebensverhältnisse in Deutschland sind sehr ungleich - Städte sind reicher als die Provinz, der Westen reicher als der Osten. Die Angleichung ist aber nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sie lohnt sich auch ökonomisch.

Vom Westen in den Osten
Eva Roth

Vom Westen in den Osten

Obwohl seit 1990 Milliardensummen nach Ostdeutschland geflossen sind, ist die Wirtschaft noch immer schwächer als im Westen und die Gehälter sind niedriger. Ein Grund ist die Art und Weise, wie die Treuhand Betriebe privatisiert hat.

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Korrupt, überfordert, chaotisch
Sebastian Bähr

Korrupt, überfordert, chaotisch

Die Arbeit der Treuhandanstalt ist bis heute hoch umstritten. Der Historiker Marcus Böick sieht einen neuen Untersuchungsausschusses dennoch skeptisch. Die gesellschaftliche Debatte würde sich nur wieder polarisieren.

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Ab ins Risiko
Stephan Kaufmann

Ab ins Risiko

Mit der Weltwirtschaft geht es abwärts, Anleihen bringen keine Zinsen mehr, ein globaler Handelskrieg droht, gleichzeitig erklimmen die Aktienbörsen neue Rekordhöhen. Was ist hier los?

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»Die liberale Idee hat sich überlebt«
ndPlusFelix Jaitner

»Die liberale Idee hat sich überlebt«

Nach Ansicht des russischen Präsidenten Putin ist die »liberale Idee« am Ende. Der Westen reagiert empört, dabei sind autoritäre Entwicklungen in Russland eine Reaktion auf die neoliberale Politik der vergangenen Jahre.

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Ein Deal ist kein Bündnis
Felix Jaitner

Ein Deal ist kein Bündnis

Für eingefleischte Transatlantiker ist die Welt spätestens seit dem Brexit und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten aus den Fugen geraten. Plötzlich gelten die bekannten Spielregeln als überkommen, werden alte Gewohnheiten aufgegeben. Als eine weitere Bestätigung für diese Entwicklung gilt ihnen der türkisch-russische Waffendeal. Am Freitag lieferte der staatliche Rüstungskonzern Almaz-Antej ...

Frieden ist noch lange nicht
Philip Malzahn

Frieden ist noch lange nicht

Es war wohl lediglich eine Frage der Zeit: Nach der historischen Einigung zwischen Militär und Opposition auf eine gemeinsame Übergangsregierung haben Offiziere aus der Armee in Sudan einen Putschversuch gestartet. Das bestätigte der Sicherheitschef des Militärrats, General Gamal Omar Ibrahim am Donnerstagabend im Staatsfernsehen. Ziel der Putschisten sei es gewesen, die vor einer Woche zwischen M...

Klimapolitik der Ordoliberalen
Kurt Stenger

Klimapolitik der Ordoliberalen

Für den wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream in Deutschland ist die Umwelt- und Klimaproblematik etwas von einem anderen Stern. Sie passt einfach nicht in die beschränkten Modelle von Angebot und Nachfrage, von Kosten-Nutzen-Rechnungen und einem sanften Ordnungsrahmen, der den Marktakteuren lediglich ein paar grobe Regeln vorgibt. Beim Klimaschutz geht es hingegen auch um direkte staatliche Ei...

Unwillige Frau
Alina Leimbach

Unwillige Frau

Eine starke Frau mit eigenem Kopf: Valerie Holsboer war als erste weibliche Vorständin der Bundesagentur für Arbeit bei Mitarbeiter*innen hoch geschätzt. Doch der Arbeitgeberseite kam sie quer.

Wurde aber auch Zeit
Gerhard Schick

Wurde aber auch Zeit

Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als gewissen Fortschritt. Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinke die Gefahr, dass die Bank von Steuerzahlern gerettet werden müsse. Dennoch gebe es weiter Risiken.

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Karlen Vesper

Es grenzt an ein Wunder

In Sorge um das eisige Verhältnis zwischen Deutschen und Russen sowie angesichts fataler Russophobie im heutigen Deutschland, hat Egon Krenz ein neues Buch verfasst: »Wir und die Russen«. Es weckt starkes Interesse.

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Schmutzig und stolz
Anna Gyapjas

Schmutzig und stolz

Janelle Monáe produziert keine schnulzigen Chart-konformen Hits, sie erschafft eine ganz eigene Klangwelt und die Kritiker*innen kommen mit Lob nicht hinterher. Auch sonst ist sie alles andere als angepasst.

Seite 11
Beer pressure
Paula Irmschler

Beer pressure

»Hey, komm saufen, alte Ratte, Saufen ist das Geilste.« Kaum irgendwo lässt sich Gruppenzwang so leicht erkennen, wie beim Saufen. Wer freiwillig nicht säuft, soll sich zumindest dafür schämen.

Wer ist Narzisst?
ndPlusSama Maani

Wer ist Narzisst?

Hat der amtierende US-Präsident eine Persönlichkeitsstörung, oder ist er einfach nur ein schlechter Mensch? Sama Maani analysiert, was es mit dem inflationären Gebrauch des Narzissmus-Begriff auf sich hat.

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Antirassistische Zeitreisen
Florian Schmid

Antirassistische Zeitreisen

Mit Zeitmaschine gegen Polizeigewalt: In »See you yesterday« versuchen zwei New Yorker High-School-Kids den rassistischen Mord eines Polizisten ungeschehen zu machen.

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Mit Brief, Pass und Baby
ndPlusInga Dreyer

Mit Brief, Pass und Baby

Als die ägyptische Schauspielerin Abeer nach Deutschland kam, war sie schwanger und hatte keine Krankenversicherung. Doch dann bekommt sie Schmerzen. Was tun? Ein anonymer Krankenschein hätte weitergeholfen. Den gibt es aktuell nur in Thüringen.

Seite 17
Flauschig, blutig, glücklich

Flauschig, blutig, glücklich

Flaumige Küken, grüne Wiesen und glückliche Kälber: All das und noch viel mehr ziert hiesige Lebensmittelverpackungen. Mit der Realität hat das nichts zu tun - Samuela Nickel warnt vor Verwechslungsgefahr und schreddert die harmlose Bildsprache.

Seite 18
Anarchist, Hallodri, linker Netzwerker
ndPlusKarlen Vesper

Anarchist, Hallodri, linker Netzwerker

Hedonistische Affären oder die Revolution: Irgendetwas stand immer zwischen Erich Mühsam und seiner Textproduktion. Mit Ausnahme seiner Tagebücher. Markus Liske über die Edition eben jener, den Homo Politicus Mühsam - und Schüttelreime.

Seite 19
»Die Frau der Familie wiedergeben«
Ulrike Wagener

»Die Frau der Familie wiedergeben«

Rosa Luxemburg als Partnerin des SPD-Vorstands und antifeministische Vorstöße in der Arbeiterbewegung? Die neue Ausgabe von Arbeit - Bewegung - Geschichte wirft pointierte Schlaglichter auf aktuelle politische Diskurse aus historischer Sicht.

Der überlegene Unterton
Nadire Y. Biskin

Der überlegene Unterton

Darf man eigentlich »Fridays for Future« kritisieren? Man muss! Und dies durchaus im Sinn des Klimaschutzes: Denn nolens volens verbreitet diese Gymnasialbewegung Denk- und Redeweisen, die erhebliche Bevölkerungsteile ausschließen.

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Liebevolles Klischee
ndPlusJulia Hummer

Liebevolles Klischee

Deutsche lieben «Winnetou», weniger aber die Auseinandersetzung mit der Geschichte des indigenen Nordamerikas - eine Ausstellung historischer Plakate in Frankfurt am Main will das ändern.

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Fremde Federn
Velten Schäfer

Fremde Federn

Dürfen Kinder »Indianer« spielen? Sind »Westernstädte« in Ordnung, als Karl-May-Bühnenstücke aber verwerflich? Und was hat der fantasierende Sachse eigentlich geschrieben? Gedanken zu einem alljährlichen Kulturkampf.

Seite 22
Schädliche Überproduktion
ndPlusElke Bunge

Schädliche Überproduktion

Weltweit leben mehr als zehn Millionen Menschen mit der Parkinson-Krankheit. Die Ursache ist noch immer unbekannt. Forscher fanden jetzt zwei unterschiedliche Ansätze, die vielleicht ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen könnten.

Seite 25
Damit die Welt nicht kaputtgeht
ndPlusVanessa Fischer

Damit die Welt nicht kaputtgeht

Was sie denn in der Schule lernen soll, wenn sie ohnehin keine Zukunft hat, fragt Emma. Die 15-Jährige steht vor dem großen rechteckigen Brunnen im Invalidenpark. Bei Fridays for Future engagieren sich Berliner Schüler für den Klimaschutz.

Seite 26
Residenzpflicht für Reiche
ndPlusNicolas Šustr

Residenzpflicht für Reiche

»Verbietet das Bauen«, hieß das erste Buch von Daniel Fuhrhop. Er ist überzeugt, dass in Berlin rein physisch kein Wohnungsmangel herrscht, sondern der bestehende Wohnraum trotz Bevölkerungszuwachs noch Platz für Hunderttausende bietet.

Seite 27
Chillen für alle
ndPlusMarie Frank

Chillen für alle

Sitzplätze ohne Konsumzwang: das ermöglicht die Intiative Benching Berlin. Sie baut in Eigeninitiative Sitzbänke und stellt sie dort auf, wo sie nach Meinung der Aktivisten fehlen.

Seite 28
Laute Schreie in der Idylle
Alexander Ludewig, Windischgarsten

Laute Schreie in der Idylle

Manches ist charmant, manches gewöhnungsbedürftig. »Dass muss man mal erlebt haben«, meinen zwei Fans, die für die Reise nach Windischgarsten ins Trainingslager des 1. FC Union Berlin extra ihren Urlaub umgebucht haben.

Seite 30
Im Reich der letzten Seenomaden
ndPlusMarc Vorsatz

Im Reich der letzten Seenomaden

Eine Segeltour durch das Mergui-Archipel führt in die geheimnisvolle Welt der letzten Seenomaden. Die abgelegene Inselwelt gehört zu Myanmar.

Seite 32
»Für mich ist Schluss mit Gequatsche«
ndPlusJohanna Treblin

»Für mich ist Schluss mit Gequatsche«

Birgit Huber verdiente ihr Geld zunächst mit Putzen, dann als Krankenschwester. Heute leitet sie eine Klinik. Seit Kurzem geht sie wieder demonstrieren – weil Klima, Wohnungsnot und der Hass auf Flüchtlinge zu große Themen sind, um sie zu ignorieren.