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Unten links

Das Sommerloch kostet in Berlin derzeit 365 Euro. Für diesen Preis sollen in der Hauptstadt irgendwann Jahreskarten für Bus und Bahn zu haben sein. Verkündet Michael Müller, seines Zeichens Regierender Bürgermeister und laut aktueller Umfrage unbeliebtester Landesregierungschef der Republik. Dass der SPD-Politiker mit der Ankündigung bei der Wählerschaft übermäßig wird punkten können, davon ist eh...

Kurt Stenger

Neue, alte Zypern-Frage

Der Ton zwischen der EU und der Türkei verschärft sich: Während die EU als Reaktion auf die Erdgassuche der Türkei vor Zypern erste Sanktionsmaßnahmen beschlossen hat, kündigte Ankara an, die Aktivitäten dort noch zu verstärken. Seit bald zwei Jahren schwelt der Konflikt schon und steuert seither auf eine Eskalation zu, die das maritime Völkerrecht eigentlich verhindern soll. Das Problem ist, dass...

Alexander Isele

Macron will im Streit mit Iran vermitteln

Mit erneuten Drohungen sowie Ankündigungen von Vermittlungsversuchen geht der Streit um das Atomabkommen mit Iran weiter. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt baldige Gespräche mit den Präsidenten Irans, der USA und Russlands an.

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Felix Jaitner

»Der Abschuss ist ein Resultat des Krieges«

Der Abschuss des Flugs MH17 bleibt auch fünf Jahre später nicht aufgeklärt. Ein Teil der Ermittler macht die ostukrainischen Rebellen und Russland verantwortlich, andere Spuren werden dagegen nicht untersucht. Das lässt Raum für Spekulationen.

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ndPlusFrancesco M. Bassano

In einem Meer von Argwohn

Wenn Italien seine Häfen für Seenotretter schließt, richten sich alle Augen auf Malta. Der Inselstaat zeigt sich mit dem Problem hoffnungslos überfordert.

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Flo Osrainik

Wenn das eigene Leben zum Krimi wird

Im »Tatort« löst er als Kommissar spielerisch Kriminalfälle. Nun läuft im echten Leben ein Haftbefehl gegen den deutsch-türkischen Schauspieler Ercan Özçelik. Wem er das zu verdanken hat, weiß er längst.

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Philip Malzahn

Sanktionen gegen, Waffen für Erdogan

Der Streit um das Recht auf Ausbeutung der Erdgasvorkommen im Mittelmeer setzt sich fort. Die EU-Außenminister verkündeten am Montag erste Sanktionen - Ankara zeigt sich unbeeindruckt.

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ndPlusKnut Henkel

Honduras’ Präsident will nicht weichen

Amnesty International wirft in einem Bericht der Militärpolizei in Honduras vor, zwei Demonstranten erschossen und Dutzende verletzt zu haben. Die Regierung zeigt sich weiterhin nicht verhandlungsbereit.

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ndPlusSabine Göttel und Olaf Neumann

Die Sängerin mit der weißen Gardenie

Bäume im Süden tragen eine sonderbare Frucht/Blut auf den Blättern und Blut an der Wurzel/ Schwarzer Körper schaukelt in der Brise des Südens/Sonderbare Frucht hängt von den Pappeln/ ... eine seltsame und bittere Ernte«. Als Billie Holiday dieses Lied 1939 wider rassistische Lynchjustiz in den USA im New Yorker Café Society zum ersten Mal singt, ist sie bereits ein Star, tourt als Jazz- und Blues-...

Wolfgang Hübner

Ein Buch, das an jede Schule gehört

Ein Jahr nach dem Urteil im Prozess um den rechtsterroristischen NSU bringt die Bundeszentrale für politische Bildung das Prozessprotokoll in einer preiswerten Ausgabe heraus. Ein wichtiges Stück politischer Aufklärung, ein Beitrag zum demokratischen Grundwissen.

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Ronald Friedmann

Eine Frage der Fürstenenteignung

Dass die Hohenzollern mehr als hundert Jahre nach dem Ende der Monarchie in Deutschland Restitutionsansprüche erheben, ist auch eine Folge der unentschlossenen Politik von SPD in den Tagen der Novemberrevolution.

ndPlusInga Dreyer

Prunkvolles Schiff auf sumpfigen Grund

Wie ein weißes, kantiges, am Kupfergraben gestrandetes Kreuzfahrtschiff liegt sie da, die neu eröffnete James-Simon-Galerie an der Berliner Museumsinsel. Der vom Büro des Architekten David Chipperfield entworfene Bau nimmt Gestaltungselemente wie die Kolonnaden der umliegenden Museen auf, aber interpretiert sie modern und schnörkellos. Hier wurde zum Glück nicht wie beim Berliner Schloss etwas His...

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ndPlusStefan Gärtner

Fußball ist unser Leben

Die letzte Fußballweltmeisterschaft, die ich verfolgt habe, war 2014, und erst kurz vor Anpfiff des Halbfinales, in dem sich Deutschland und der Gastgeber Brasilien begegneten, kam ich am Bahnhof an und entschied mich gegen das Taxi und für die Straßenbahn; was sollte schon passieren. Bereits in der Bahn wusste dann wer, es stehe schon 2:0, und als ich zu Hause ankam, stand es 5:0, drei Tore sah i...

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Lou Zucker

Schluss mit Lächeln

Wer Ursula von der Leyen kritisieren oder verteidigen will, sollte sich bessere Argumente einfallen lassen, als: Ihre Frisur, ihr Lächeln, ihre sieben Kinder.

Stephan Fischer

Man kann steuern ohne Vorschrift

Aus gutem Grund kann Politik Menschen nicht den Wohnort vorschreiben. Bräuchte sie auch gar nicht: Die Menschen drängeln sich schon von ganz allein in den großen Städten. Nicht etwa, weil sie alle die Enge und steigende Wohnkosten lieben - sondern weil sie die Erwerbsstrukturen dieser Gesellschaft mit der Notwendigkeit des Einkommens in die städtischen Zentren samt deren Erwerbsmöglichkeiten zwing...

Martin Ling

Trumps verfehlte Abschottungspolitik

Dieses Mal wehrt sich Mexiko - die Frage ist, wie lange. Per Federstrich hat die US-Regierung von Donald Trump Mexiko quasi zu einem sicheren Drittstaat erklärt. Wer durch einen Drittstaat in die USA gelangt, soll künftig kein Asyl mehr an der südlichen US-Grenze beantragen können. Eine unilaterale Maßnahme, die geltendem Recht widerspricht. Denn eine solche Regelung der sicheren Drittstaaten setz...

ndPlusMarion Bergermann

Geldherrschaft

Geht es nach der niederländischen Regierung, wird ihr Landsmann Jeroen Dijsselbloem bald neuer Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dann wäre der 53-Jährige zuständig für die weltweite Zusammenarbeit bei Währungspolitik, Kreditvergabe und anderem, was mit hohen Geldsummen und seinen 189 Mitgliedsländern zu tun hat. Laut »Süddeutsche Zeitung« versuchen die Niederlande gerade, für ...

Susanne Schwarz

Autos? Nicht in meinem Hinterhof

Der SUV steht wie kein anderes Auto für den Siegeszug des Neoliberalismus in den 80er Jahren. Aber, damit es keine Missverständnisse gibt: Nicht nur die fetten Wagen sind das Problem. Sie machen nur offensichtlich, was an Autos generell schlecht ist.

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Andreas Fritsche

Szenen einer rot-roten Ehe

Nicht als Ehe, aber als eingetragene Lebenspartnerschaft hat Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (LINKE) den Bund mit der SPD bezeichnet. Den Bund nicht fürs Leben, doch immerhin für zehn Jahre. Das Verhältnis beider Parteien lässt sich durchaus als Beziehungskiste beschreiben: Es war keine Liebe auf den ersten Blick. 1999 gab die SPD der PDS einen Korb. 2004 küsste Ministerpräsident Matth...

ndPlusFrederic Zauels

Berlin feiert 50 Jahre Mondlandung

Das Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg feiert am Samstag die Mondlandung mit einem ganz besonderen Programm und einem echten Astronauten.

Marie Frank

Mit Sichtbarkeit zur Normalität

Eine Woche vor der Berliner Pride Week will das Bündnis gegen Homophobie mit einer neuen Kampagne Trans*personen stärken und die Gesellschaft sensibilisieren. Denn verstecken sollte sich in dieser Stadt niemand.

Nicolas Šustr

Mieterverein will dauerhaften Deckel

Ein Mietendeckel kann Mieter wesentlich effektiver schützen als es bisher der Fall ist, glaubt der Berliner Mieterverein. Ganz einfrieren wie die rot-rot-grüne Koalition will er die Mieten jedoch nicht.

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Nicolas Šustr

S-Bahn mit stabilem Plus bei Zuverlässigkeit

Die Ringbahn versinkt seit diesem Jahr seltener im Chaos als tägliche Nutzer es davor gewohnt waren. Unter anderem, weil die S-Bahn Problemfahrzeuge identifiziert hat, die dauernd Störungen hatten.

ndPlusJérôme Lombard

Lass uns übers Wetter reden

Berlins Regierender Bürgermeister besucht in diesem Sommer wieder ausgewählte Wissenschaftseinrichtungen. Bei den Meteorologen der FU ließ er sich in die Kunst der Wetterbeobachtung einführen.

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Wilfried Neiße

Rot-Rot eine Lebenspartnerschaft

Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) und Finanzminister Christian Görke (LINKE) würden die rot-rote Koalition gern fortsetzen. Doch die Umfragewerte ihrer Parteien geben das nicht her.

ndPlusAndreas Fritsche

Früher, in der DDR, war einiges besser

Was wäre gewesen, wenn die DDR am 13. August 1961 nicht die Mauer gebaut, sondern bereits damals die Wende erlebt hätte? Der Journalist Matthias Krauß spielt diese Frage einmal gedanklich durch.

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ndPlusHagen Jung

Klimaforschung beim Neandertaler

War der Neandertaler ein Kälteflüchtling? Suchte er im Harz bessere Klimaverhältnisse, als er sie anderswo erlebte? Antworten könnten Grabungen geben, die an der Einhornhöhle begonnen haben.

Dirk Farke, Freiburg

Teilsieg für Michael Moos

Die jahrzehntelange Überwachung des Freiburger Rechtsanwaltes Michael Moos durch den Verfassungsschutz war in vielen Teilen rechtswidrig. Das entschied nun das Verwaltungsgericht Stuttgart.

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ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Alle Kraft gegen Mercosur-Deal

Preisdumping, Genmanipulation, unkontrollierter Pestizideinsatz - die Kritik am Freihandelsabkommen der EU mit dem Mercosur ist in Frankreich besonders massiv.

John Dyer

US-Bauern im Schuldensumpf

Die Einkommen der US-Landwirte sind in den vergangenen Jahren stark gesunken, auch wegen des Handelskonflikts mit China. Nun könnten sie es auch noch mit einer Kreditknappheit zu tun bekommen.

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Gelbes Trikot, gelbe Westen und ein neues ’68

Halb Frankreich war beglückt, als zum Nationalfeiertag Julian Alaphilippe ins Gelbe Trikot des Führenden der Tour de France schlüpfte. Anderen war das eher egal. Ein mit Maschinenpistole bewaffneter Polizist, der durchs Startdorf der Tour de France patrouillierte, zuckte auf nd-Nachfrage nur mit den Schultern. »Ach, Radsport interessiert mich nicht so. Wer dieses Gelbe Trikot hat, auch nicht«, sag...

Andreas Morbach

Hauen, ziehen, untertauchen

Nach EM-Gold im Becken wagte Florian Wellbrock 2019 den Ausflug ins offene Wasser. Mit Erfolg. Der Magdeburger krönte sich am Dienstag in Südkorea zum Weltmeister. Teamkamerad Rob Muffels holte Bronze.

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ndPlusERV-Reiseexpertin Birgit Dreyer und Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz

Mit dem Auto unterwegs im Linksverkehr

In etlichen Reiseländern herrscht Linksverkehr. Da kommt bei deutschen Autofahrern, die das Rechtsfahren gewohnt sind, schnell Stress auf. Worauf sollte man sich beim Linksverkehr einstellen?

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Tipp: Pflegerechtsberatung

Eine alleinstehende Pflegebedürftige aus der Börde erhält eine monatliche Rente von 1800 Euro und liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt von 1060 Euro für eine Frau mit Alters- und Witwenrente. Doch der Eigenanteil ihres Heimplatzes stieg nach der letzten Entgelterhöhung auf 2100 Euro. Damit ergibt sich ein Finanzloch von 300 Euro.Selbst Heimbewohner mit überdurchschnittlichem Renteneinkomme...

Nicht selbstständig tätig

Pflegefachkräfte in Heimen wie auch Honorarärzte in Kliniken können in der Regel nicht als selbstständige Honorarkräfte arbeiten. Auch mit entsprechenden Verträgen gelten sie in der Regel als abhängig beschäftigt und sind daher sozialversicherungspflichtig.

Was die Pflegeversicherung zahlt

Anziehen, Kochen, Körperpflege - alltägliche Dinge, die für immer mehr Menschen nicht allein zu bewältigen sind. Doch die gesetzliche Pflegeversicherung reicht oft nicht aus, um die finanziellen Lasten zu stemmen.

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Einsicht in die Personalakte

In der Personalakte dokumentieren Arbeitgeber neben Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Vertragsdokumenten zum Teil auch Fehlzeitenübersichten, Abmahnungen oder Protokolle aus den Mitarbeitergesprächen. »Prinzipiell haben alle Arbeitnehmer das Recht, Ein- blick in die Personalakte zu bekommen«, sagt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Gütersloh. Das sei durch die Persönlichkeitsrechte ...

Darf der Arbeitgeber das Rauchen verbieten?

Auf eine Zigarette kurz vor die Tür oder in den Raucherraum - für viele Raucher ist das auch am Arbeitsplatz selbstverständlich. Darf der Arbeitgeber das Rauchen verbieten?

+++ Zahlen & Fakten +++

Familienunternehmen sind Jobmotor Deutsche Familienunternehmen sind einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) zufolge die Jobmotoren der heimischen Wirtschaft. Die 500 größten Familienunternehmen bauten ihre Mitarbeiterzahl in Deutschland zwischen 2007 und 2016 um 23 Prozent auf 2,54 Millionen aus. Selbstständige ...

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Begründung einer Mieterhöhung

Mieterhöhungen, die Vermieter auf Auskunft einer Stadtverwaltung oder Vergleichszahlen eines Internetportals stützen, sind schon aus formellen Gründen unwirksam.

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtschutz Leistungs-GmbH

Mieterin muss Handwerker in die Wohnung lassen

Beauftragt ein Vermieter notwendige Instandsetzungsarbeiten, müssen die Mieter die Handwerker nach Voranmeldung in die Wohnung lassen. Ein hohes Alter der Mieter ändert daran nichts.

In der Wohnung cool bleiben

So mancher Mieter oder Hauseigentümer ist in letzter Zeit kräftig ins Schwitzen gekommen. Haus & Grund Rheinland Westfalen gibt Hitzetipps.

Wenn Massen nerven ...

Eine aktuelle Befragung von YouGov im Auftrag von eBay Kleinanzeigen hat die größten Störfaktoren bei der Wohnungssuche sowie die beliebtesten Ausstattungsmerkmale untersucht.

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Keine Spekulation zulasten der Wohnungseigentümer

Eine nachträgliche Dachaufstockung durch Umwandler darf nicht zulasten der Wohnungseigentümergemeinschaft erfolgen. Wohnungseigentümer brauchen gesetzlich verankerte Vorkaufsrechte, Sicherheiten und Mitspracherechte. Darauf verweist der Verbrauchersachutzverband Wohnen im Eigentum (WiE).

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Was ist steuerlich absetzbar?

Arbeiten beide Elternteile, müssen sie mit ihrem Urlaub insgesamt 13 Wochen Schulferien im Jahr abdecken. Bei manchen Familien helfen Oma und Opa. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Betreuungsangebote. Was zu beachten ist.

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Hermannus Pfeiffer

Firmen locken Sparer mit hohen Zinsen

Das niedrige Zinsniveau treibt Sparer in scheinbar sichere Anlagen, die attraktive Zinsen versprechen. Solche Sparprodukte bieten jede Sparkasse und Genossenschaftsbank ihren Kunden an. Das muss kein Fehler sein, kann aber.

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ndPlusSabine Fischer-Volk, Rechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg

Wie Verbraucher bei der Deutschen Post sparen können

Briefe mit der Deutschen Post verschicken ist ab Juli 2019 deutlich teurer geworden: Ein Standardbrief kostet 80 statt bisher 70 Cent. Die neuen Portopreise sollen vorerst bis Ende 2021 gelten. Dennoch können Verbraucher sparen.