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Markus Drescher

Harte Folgen

Sanft und unmerklich ist der Übergang von der vernichtenden Konsumgesellschaft zu einem nachhaltigen Danach nicht mehr hinzubekommen. Dafür sind die Folgen unseres Handelns jetzt schon zu hart.

Markus Drescher

Mit der EU gegen den Einwegmüll

Wie der (Plastik-)Müllflut Herr werden? Diese Frage ist gegenwärtig auch Teil der Diskussionen zu mehr Umwelt- und Klimaschutz, die mit immer neuen Vorschlägen befeuert wird - auch, weil die Union das Thema für sich entdeckt hat.

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Karin Leukefeld

»Ungeheuerliche Aggression«

Der türkische Außenminister Çavuşoğlu will alle Gebiete östlich des Euphrat von kurdischen YPG-Milizen »säubern« - auch ohne Zustimmung der USA.

Jan-Lukas Kuhley

Wir müssen auf unsere Kräfte vertrauen

Newroz Ahmed ist Vorsitzende der syrisch-kurdischen Frauenverteidigungseinheiten. Mit der Kommandantin sprach in der nordsyrischen Stadt Qamischli für »nd« Jan-Lukas Kuhley über die türkischen Invasionspläne und den Konflikt in Nordsyrien.

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ndPlusPhilipp Hedeman, Buikwe

Blutopfer für Reichtum

In Uganda lassen Hexenmeister Kinder umbringen. Ihren Kunden versprechen sie dafür Reichtum und Gesundheit. Jetzt kämpfen christliche und muslimische Geistliche gegen den tödlichen Aberglauben.

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Uwe Kalbe

Schwung oder Intrige?

Mitglieder der Linkspartei haben mit ihrer Initiative zu einer Urwahl der Parteispitze eine interne Debatte ausgelöst. Parteichefin Katja Kipping reagierte zurückhaltend auf den Vorschlag.

René Heilig

SPD fordert Verbot von »Combat 18«

Die SPD fordert ein härteres Vorgehen der Sicherheitsbehörden gegen Neonazis. »Wer sich mit der Demokratie anlegt, der muss viel konsequenter ihre Wehrhaftigkeit zu spüren bekommen«.

Hendrik Lasch

»Der Wahlausgang ist offen wie nie«

Die LINKE in Sachsen war jahrelang zweitstärkste Kraft im Landtag. Bei der Landtagswahl am 1. September indes gilt die AfD als gefährlichster Herausforderer der CDU; die LINKE droht auch auf Landesebene abzurutschen. Noch aber ist alles offen, sagt Rico Gebhardt.

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Jana Frielinghaus

Stadtflucht als Gruppenprojekt

Viele Großstädter würden gern auf dem Land leben, aber wenige ziehen wirklich um. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur könnte so manchen zum Umzug ermutigen, glauben Wissenschaftler.

ndPlusAnna Maldini, Rom

Italiens Süden blutet aus

Die neueste Studie über den Süden Italiens belegt: Die Schere zum Norden geht immer weiter auseinander. Hier ist die Krise von 2008 noch lange nicht überwunden.

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Jürgen Vogt, Buenos Aires

Eine »logische Überraschung«

Argentiniens amtierender neoliberaler Präsident Mauricio Macri musste bei den Vorwahlen eine deftige Niederlage einstecken. Argentiniens Opposition erlebte derweil einen triumphalen Sonntag.

ndPlusOliver Eberhardt

Militärkoalition vor dem Bruch

Jemenitische Regierungstruppen kämpfen gegen Separatisten, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt werden. Bislang waren sie gemeinsam gegen die Huthi-Rebellen vorgegangen.

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Scholz verteidigt Soli-Abschaffung
Simon Poelchau

Scholz verteidigt Soli-Abschaffung

Ende vergangener Woche wurden Pläne des Bundesfinanzministeriums zur fast kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags bekannt. Union, FDP und AfD gehen sie indes nicht weit genug.

Ralf Klingsieck, Paris

Mit Streik und Boykottaufrufen

Sie sind das Symbol der Prekarität auf dem Arbeitsmarkt, aber sie haben begonnen zu kämpfen: französische Deliveroo-Fahrer. In Deutschland stellt Essenslieferdienst noch in dieser Woche seinen Dienst ein.

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Lea Schönborn

Bahnfahren weiterdenken

Annegret Kramp-Karrenbauer möchte durch kostenfreie Bahnfahrten die »Sichtbarkeit der Bundeswehr in der Öffentlichkeit« erhöhen. Folgende Frage stellt sich: Warum ist das nötig? Eine einfache Frage, deren Antwort nicht nahe liegt. Kanzlerin Merkel möchte »Anerkennung und Dankbarkeit« zeigen. Es gibt noch eine Menge anderer Berufsgruppen, die Anerkennung und Dankbarkeit verdienen. Zum Beispiel Scho...

Martin Ling

Guatemala driftet ins rechte Elend

Eine harte Hand in der Krise: Offenbar haben die Wähler und Wählerinnen, die am Sonntag in der Stichwahl in Guatemala dem Politiker Alejandro Giammattei ihre Stimme gegeben haben, dieses Kalkül verfolgt. Denn über einen guten Leumund verfügt Giammattei, dem beste Verbindungen zu kriminellen Kreisen, dem Militär und der extremen Rechten nachgesagt werden, nicht. Was er verspricht, ist ein hartes Vo...

Christian Klemm

Falsche Tierfreunde

Bis Donnerstag geht noch das islamische Opferfest. Klar, dass von Rechten wieder das Schächten zum Thema gemacht wird. Dass es bei ihrer »Kritik« nicht um das Wohl von Tieren geht, ist mehr als offensichtlich.

Bernd Zeller

Menschen, die auf Möwen starren

Wenn man am Strand picknicken will, gibt es zwei Möglichkeiten, seine Ruhe zu bekommen: Entweder starrt man räuberische Möwen durchdringend an, wie es eine Studie nahelegt - oder man räumt sein Zeug einfach weg, wenn man sich entfernt.

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Claudia Krieg

Wir sind nicht außen vor

Berlin ist vieles, aber ganz sicher keine Insel der Toleranz und Weltoffenheit. Berlin ist eine Stadt mit festen Strukturen rechtsextremer, gewaltbereiter Netzwerke, eine Stadt, in der die Behörden mauern, wenn es um die Aufklärung der Verstrickung ihrer Beamt*innen geht. Das zeigt der Schattenbericht »Berliner Zustände« eindeutig. Er ist Analyse, Dokumentation, Empfehlung, Unterstützungsangebot. ...

Claudia Krieg

Berlin hält den Rassismus-Rekord

Von wegen Hauptstadt der Toleranz: Nirgendwo im Osten Deutschlands werden, auf die Einwohnerzahl gerechnet, mehr Menschen angegriffen als in Berlin.

Zäune, Abschiebungen, Hausdurchsuchungen
Philip Blees

Zäune, Abschiebungen, Hausdurchsuchungen

Gewalt in der Rigaer Straße, Drogen am Görli: Es sind die innenpolitischen Dauerbrenner der Stadt, die am Montag wieder auf den Tisch kamen. Es gibt Vorstöße in Richtung »Law and Order«

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Rechtslastiger Grenzgänger
Peter Nowak

Rechtslastiger Grenzgänger

Am 13. August 1989 legte sich Carl-Wolfgang Holzapfel am US-Checkpoint Charlie in Berlin über die »Weiße Grenzlinie«, zwang mit seiner »Lebendigen Brücke« Amerikaner und Sowjets zu einer Reaktion.

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Wilfried Neiße

Die ersten Maßnahmen der CDU-Macht

Wenn Ingo Senftleben (CDU) nach der Brandenburger Landtagswahl am 1. September Ministerpräsident wird, dann hat er ein Sofortprogramm für die ersten 100 Tage im Schreibtisch.

Kein Abschied von der Politik
ndPlusAndreas Fritsche

Kein Abschied von der Politik

Ein Leben ohne Landtag kann sich Ralf Christoffers nach 27 Jahren im Parlament noch gut vorstellen, ein Leben ohne Politik aber nicht.

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Zusammen solidarisch arbeiten
Ulrike Kumpe

Zusammen solidarisch arbeiten

Wie ist es ohne Chef und ohne große Gewinne zu arbeiten? Zum fünften Mal öffnen Berliner und Brandenburger Kollektivbetriebe für Interessierte im Rahmen der Wandelwoche ihre Türen.

Hack, hack, hurra
Sebastian Haak

Hack, hack, hurra

Vor allem in den USA sehen Tausende Menschen zu, wenn Männer Holz machen - aus sportlichem Antrieb heraus. In Deutschland ist dies eher eine Randsportart.

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ndPlusFabian Goldmann

Schon wieder keine Attentäterin

Der kleine Unterschied: Es hat etwas mit unserer Vorstellung von »Männlichkeit« zu tun, wenn mal wieder keine Attentäterin in den Schlagzeilen steht. Fabian Goldmann über Männer als Dschihadisten, Terroristen, Amokläufer und Massenmörder.

Seite 14
Alles über Menschen wissen, die nicht wir sind
Tim Wolff

Alles über Menschen wissen, die nicht wir sind

Phrasen und Rassismus: Wie die »Bild«-Zeitung eine Jagd auf einen Gambier veranstaltet und warum Sportjournalisten oft nichts anderes sind als die PR-Abteilung eines Massenbetrugsgeschäfts, erfährt man aus Tim Wolffs »Müllabfuhr«.

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Schaut auf uns!
Frank Hellmann, Frankfurt am Main

Schaut auf uns!

Am Freitag startet die neue Bundesligasaison der Fußballerinnen. Ihre Spieltage werden fürs Fernsehen zersplittert. Mehr Geld gibt es dafür nicht. Die Hoffnung heißt Aufmerksamkeitssteigerung.