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Wolfgang Hübner

Der weltberühmteste Brandenburger

Manche Berliner machen sich lustig über Brandenburg. Doch mittlerweile ziehen immer mehr dorthin. Das prägt den Wahlkampf im rot-rot regierten Bundesland. Die Fußball-Bundesliga ist geprägt von der Dominanz der Bayern. Das langweilt Fans. Oliver Kern plädiert für ein Modell, das mehr Spannung brächte.

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Alexander Isele

Hongkongs langer Atem

Seit der Rückgabe der einstigen britischen Kolonie an China kämpfen Aktivisten für die Erhaltung ihrer Rechte und gegen ein demokratisches System, das den Willen der Bevölkerung nicht repräsentiert.

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Uwe Kalbe und Andreas Fritsche

Macht links den Unterschied?

Brandenburg ist derzeit das einzige Bundesland mit einer rot-roten Koalition. Bereits seit zehn Jahren regieren SPD und Linkspartei. Die Regierung kann auf Erfolge verweisen und steht doch vor dem Aus.

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Stephan Kaufmann

Deutschlands reiche Erben

Die Erbschaftswelle rollt weiter durch Deutschland: Im vergangenen Jahr registrierten die Finanzverwaltungen Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 84,7 Milliarden Euro. Schlupflöcher bei der Versteuerung helfen vor allem den Reichen.

ndPlusSimon Poelchau

Kein Konjunkturmittel

Laut der neoliberalen Theorie wäre die Abschaffung ein Mittel zur Stützung der strauchelnden Konjunktur, weil die Menschen dann mehr Geld haben. Doch so plausibel sich dies zunächst anhört, so viele Tücken hat es in der Wirklichkeit.

Andreas Fritsche

Auf Zugsuche

Viele Gegenden in Brandenburg werden veröden. So lauteten lange Zeit die Prognosen und die Politik orientierte sich daran. Es kam anders. Und nun ist die Infrastruktur Topthema im Wahlkampf.

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Ines Wallrodt

Von Österreich lernen

Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitswelt in rasantem Tempo. Von der Weiterbildung wird es maßgeblich abhängen, ob Beschäftige von diesen Umbrüchen überrollt werden oder ob sie sie gestalten können.

Katharina Schwirkus

Ein Sozialarbeiter, der Kühe melkt

Wer in Deutschland eine längere Auszeit vom Job einlegen möchte, hat es schwer. In Österreich ist es dagegen viel verbreiteter, eine Pause im Arbeitsleben einzulegen. Dort gibt es ein Programm, das sich Bildungskarenz nennt.

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Jana Frielinghaus

Ende der Zurückhaltung

Inzwischen bewerben sich mit Olaf Scholz der Vizekanzler und mit Petra Köpping und Boris Pistorius zwei Landesminister um den SPD-Vorsitz. Wirtschaftsliberale warnen indes vor einem Linksruck der Partei.

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Alina Leimbach

Heimliche Liebe: Politcasting

Castingshows sind aus unserer Zeit nicht mehr wegzudenken. Die SPD könnte als Veranstalter auf jeden Fall davon profitieren: Wenn sie beginnt, endlich wieder öffentlich über ihren Kurs zu streiten - und dringend benötigte Zukunftsvisionen zu entwickeln.

Stephan Kaufmann

Deutschland, das Opfer

Die deutsche Wirtschaftsleistung wächst nicht mehr, und laut Expertenmeinung stehen die Schuldigen dafür fest: der US-Präsident und der britische Premierminister. Mit Handelskrieg und Brexit, so die Erklärung, »verunsichern« Donald Trump und Boris Johnson die Investoren, die daraufhin nicht mehr investieren, was die exportabhängige Industrienation Deutschland in die »Trump-Johnson-Rezession« treib...

Moritz Wichmann

Rassisten unter sich

Donald Trump bewundert Benjamin Netanjahu, weil er ein ethnisch homogen weißes Amerika will und sieht, das Israel bei der Diskriminierung ganzer Bevölkerungsteile viel weiter ist. Die Affäre um die Einreise der Demokratinnen Tlaib und Omar ist nur der neueste Höhepunkt einer Entwicklung.

ndPlusEva Tepest und Julia Nowecki

»Du kannst schwul und scheiße sein«

Der tunesische Anwalt Mounir Baatour wollte als erster offen Schwuler bei Präsidentschaftswahlen in einem arabischsprachigen Land antreten. Doch die Geschichte, die als märchenhafter Traum eines Außenseiters begann, hat einen gewaltigen Haken. Mounir Baatour, Anwalt und LGBT-Aktivist, versprach nicht nur, den Paragrafen 230 abzuschaffen, der männliche Homosexualität unter Strafe stellt, sonde...

Leo Fischer

Generation 60+

Leute aus der Generation 60+ empfinden sich als Rebellen gegen die eigenen Kinder. Feminismus bspw. war für sie gut, als sie ihn noch selbst gemacht haben - das heute ist in ihren Augen kein echter Feminismus.

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Karlen Vesper

Tragischer Held

Ernst Thälmann irrte manches Mal, doch er führte die größte kommunistische Partei Westeuropas an, von deren Mitgliederzahl linke Parteien heute nur träumen können. Er war ein tragischer Held und ein Opfer des Faschismus, an den würdig zu erinnern ist.

Irmtraud Gutschke

Neoliberalismus in der Zombiephase

Der Kapitalismus lockt mit Konsum im Überfluss, aber die Plätze an der Sonne sind nur begrenzt verfügbar. Wer keinen bekommt, soll sich schuldig fühlen. Rainer Mausfeld hat darüber ein Buch geschrieben.

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Turnschuhe im Handschuhfach

Die Grenzöffnung der Ungarn im Frühsommer 1989 ließ in den folgenden Wochen und Monaten die DDR ausbluten - was sich auch auf die Volkseigenen Betriebe, VEB, auswirken sollte.

ndPlusJürgen Roth

Die Welt hinter der Welt

Aus Gordian Meyer-Plath hätte ein Komiker werden können, doch er wurde Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen. Früher war er autoritätsverachtend - eine Erinnerung an eine Westjugend in den 80ern.

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Antonia Witt

Nikab, Abaja und Businesskostüm

Über den Bewegungsradius von Frauen in Saudi-Arabien bestimmen immer noch zumeist ihre Väter oder Ehemänner. Nur ganz allmählich erhalten Frauen mehr Rechte - zumindest theoretisch.

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Nichts ist rosarot
Silvia Ottow

Nichts ist rosarot

Ein Besuch im Wohnbereich für Demenzkranke eines Berliner Seniorenzentrums: Über Demenzkranke und Pflegekräfte, ungewöhnliche Ausflüge und eine Stunde Entspannung, höhere Löhne und Geldsorgen von Angehörigen.

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ndPlusAstrid Kloock

Kind zweier Welten

Der Maler Aram Galstyan lebt seit 14 Jahren in Deutschland. Ihn faszinieren Plattenbauten, vor allem die der ehemaligen Sowjetunion. Bei aller Uniformität würden sich die Bewohner ihre individuelle Welt schaffen.

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Velten Schäfer

Vergleichen oder Gleichheitszeichen

Die AfD ist sicher nicht »die Wende«, die SPD aber ist freilich auch nicht mehr so »Willy«, wie sie nun in Brandenburg behauptet - vom Elend einer historisierenden Symbolpolitik, die den Blick auf reale Kämpfe verstellt.

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ndPlusTom Strohschneider

Als die Tore geöffnet wurden

Seit einigen Wochen diskutieren ostdeutsche Wissenschaftler und Bürgerrechtler in der »Frankfurter Allgemeine« darüber, wem die Friedliche Revolution gehört: Über Ausreiser und Dableiber und die Frage, wer den Aufbruch von 1989 brachte.

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Johannes Spohr

Opferidentität und Staatsräson

Marie-Sophie Hingst ist im Juli tot aufgefunden worden. Wenige Wochen zuvor hatte der »Spiegel« aufgedeckt, dass sie eine jüdische Familiengeschichte erfunden hatte. Was die Erfindung über deutsche »Erinnerungskultur« aussagt.

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ndPlusDieter Reinisch

Die Barrikaden von Bogside

Diskriminierung, Ausgrenzung, Provokationen - in den 1960ern war Nordirland kaum etwas anderes als eine Kolonie. 1968 begann ein politisches Aufbegehren, das sich im August 1969 mit den Straßenschlachten von Derry zu einem Kriegszustand radikalisierte.

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Dieter Reinisch

Befriedung statt Frieden

Explosionen und Schüsse: Die »Gewalt« droht nach Nordirland zurückzukehren. Doch genauer gesehen war sie nie ganz abwesend - weder auf der Straße, noch in den sozialen Strukturen.

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ndPlusAndré Klohn

Vitamin C gegen Seekrankheit

Sie ist einfach zum Kotzen und kann jeden erwischen: die Seekrankheit. Während manche Medikamente Nebenwirkungen haben, kann Vitamin C die Lösung sein. Die Marine schickt Soldaten auf Fregatten deshalb nun Kaugummi.

ndPlusBernd Schröder

Fliegenpilze als Rohstoff für Batterien

Redox-Flow-Batterien mit Vanadium gelten als potente Energiespeichertechnologie. Einige Giftpilze sammeln das Metall. Eine Vanadiumverbindung aus Fliegenpilzen könnte die Batterien noch besser machen.

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ndPlusDieter B. Herrmann

Leuchtender Himmel und falsche Sterne

Licht in der Nacht ist einerseits praktisch. Andererseits verändert es den Biorhythmus des Menschen und stört beim Schlafen. Für Astronomen ist die Aufhellung des Himmels ein besonderes Problem. Und nun blitzen auch noch zig neue Satelliten ins Bild.

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Ines Wallrodt

Hart am Wind

Sind Blähungen für Rennradfahrer ein besonderes Problem? Das hat Wissenschaftsredakteur Steffen Schmidt noch nie gehört. Er weiß aber, ob Toilettenpupen klimafreundlicher ist.

ndPlusMike Mlynar

70 Prozent Zufall

An diesem Wochenende beginnt Deutschlands übliche Sonderjahreszeit, zumindest für einen ziemlich großen Teil des Landes, nämlich für Fußballdeutschland: die Bundesligasaison. Hinzugefügt sei hier gleich, dass besagte Zeit den anderen, ebenfalls recht großen Landesteil nicht die Bohne interessiert. Man hält es dort eher mit dem Verdikt des Schriftstellers Martin Walser: »Sinnloser als Fußball ist n...

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ndPlusTim Zülch

Jung. Weiblich. Wohnungslos.

Obdachlose Menschen sind in Berlin verzweifelt auf der Suche nach Orten, an denen sie nicht vertrieben werden, berichten Sozialarbeiter. Der Senat reagiert mit neuen Leitlinien zur Wohnungslosenpolitik, ein neues Wohnheim ist gerade eröffnet worden.

Seite 26
Nicolas Šustr

Vom Papier auf die Straße

Im letzten Teil unserer Klimaschutzserie werfen einen Blick auf die Berliner Straßen. Die Bewohner fordern immer deutlicher die Verkehrswende ein, eine Umsetzung auf breiter Front lässt noch auf sich warten. Besonders hakt es beim Umbau der Infrastruktur.

Seite 27
Andreas Fritsche

Aufgalopp für den Bürgermeister

Am 1. September wird in Brandenburg nicht nur der Landtag gewählt. In 30 Städten und Gemeinden sind außerdem Bürgermeisterwahlen angesetzt. Hoppegarten ist einer dieser Orte. Hier möchte Bürgermeister Karsten Knobbe (LINKE) seinen Posten verteidigen.

Seite 28
Oliver Kern

Führt die Playoffs ein!

Siebenmal in Folge gewann der FC Bayern die Bundesliga. Das aktuelle System begünstigt diese Langeweile. Es wird also Zeit, Playoffs auch im Fußball einzuführen. Allein mit Glück wird deswegen noch längst niemand Meister.

Seite 29
Jirka Grahl , El Médano, Teneriffa

An die Flaute gewöhnt

Noch vor 10, 15 Jahren zählte Windsurfen zu den angesagten Extremsportarten. Die Gagen waren selbst für weniger erfolgreiche Profis üppig, die Besten machte der Sport reich und berühmt. Doch diese Ära ist vorbei. Heute ist Idealismus vonnöten, will man den Sport professionell bestreiten.

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ndPlusIngolf Bossenz

Die Passion Christians

Im Jahr 1633 beschlossen die Dorfbewohner von Oberammergau, alle zehn Jahre ein Passionsspiel zum Lobe Gottes aufzuführen. Anlass war die Pest. Im Jahr 2020 gibt es wieder eine Aufführung.

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ndPlusInga Dreyer

»Ich bin ein kleiner Blitzableiter«

Franziska Fischer sitzt bei jeder Vorstellung in der 
ersten Reihe – sie ist Souffleuse. Am liebsten ist es ihr, während der Vorstellung gar nichts sagen zu müssen. Dabei hat sie früher selbst als Schauspielerin gearbeitet.