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Stephan Kaufmann

Lebende Verlierer

Alle reden von E-Autos - und wie lässt sich der Autoverkehr insgesamt verringeren? Wir berichten über eine sehr wirkungsvolle Methode. Ver.di-Chef Frank Bsirske findet die Klimabewegung Fridays for Future toll und verteidigt sie gegen Kritik. Vor allem wollten wir im nd-Interview von ihm wissen, wie sich die Lage von Beschäftigten und Rentnern verbessern lässt. Bsirkse hat jede Menge Erfahrung mit sozialen Konflikten und berichtet, welche Strategien er für erfolgversprechend hält.

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ndPlusJörg Meyer

Beschäftigte in Zeiten der Wende

Die Automobilindustrie steht heute inmitten einer Wende. Gründe sind der Klimawandel, die anstehende Konversion zur Elektromobilität und die Rezessionsgefahr. Die Beschäftigten haben indes weniger Angst vor dem Wandel als noch vor einem halben Jahr.

Kurt Stenger

Autoindustrie tunt sich

Konversion der Autoindustrie» - so lautete ein Konzept aus Kreisen linker Gewerkschafter und Kapitalismuskritiker, das im Zuge der Weltwirtschaftskrise ab 2008 in Deutschland auf Resonanz stieß. Konzerne setzen auf Elektroantrieb, Digitalisierung und den Staat.

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Susanne Romanowski

Sozialpolitik von rechts

Die nationalkonservative PiS dürfte bei den polnischen Parlamentswahlen am 13. Oktober wieder stärkste Partei werden. Ihr Erfolg ist nur zu verstehen, wenn man ihre Sozialpolitik und den Sozialabbau ihrer Vorgängerregierung in den Blick nimmt.

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Jana Frielinghaus

Lernen aus dem Debakel

In der LINKEN nimmt die Debatte über Ursachen der Wahlniederlagen in Brandenburg und Sachsen Fahrt auf. Parteibasis und zivilgesellschafte Akteure sollen nun auf einem Kongress Gelegenheit bekommen, ihre Erwartungen an die Partei zu formulieren.

Philip Malzahn

Wahlen, an die keiner glaubt

Am Sonntag wählt Tunesien einen neuen Präsidenten. Aufgestellt sind 24 Kandidaten, darunter zwei Frauen. Tunesien ist nicht nur die einzige Demokratie der arabischen Welt, sondern war auch Ausgangspunkt des so genannten Arabischen Frühlings.

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Sebastian Weiermann

Schwarzer Freitag für Tönnies

Die miesen Arbeitsbedingungen auf deutschen Schlachthöfen standen im Mittelpunkt von Aktionen in fast 30 Städten. Seit Jahren prangert der Verein »Aktion Arbeitsunrecht« immer am Freitag den 13. unhaltbare Zustände in der Arbeitswelt an.

Thomas Gesterkamp

Verteilung mangelhaft

Fehlprognosen zu den Schülerzahlen der Zukunft haben in Deutschland fast schon Tradition. Grundschullehrer fehlen überall, aber besonders an Brennpunktschulen. Dabei wäre hier eine bessere Ausstattung als anderswo nötig.

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Uwe Kalbe

Billiger Ersatz

Rente für einstige Billigarbeiter in den Ghettos der Nazis? Die steht längst nicht allen Betroffenen zu. Eine 2017 beschlossene Einmalzahlung für damalige Kinder zeigt, dass der Staat lange genug gewartet hat. Sie kostet ihn nicht mehr viel.

Sebastian Bähr

Zeichen des Niedergangs

Die »Fridays for Future«-Bewegung hat ihren Auftritt auf der internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main abgesagt. Die Absage der Jugendlichen ist ein starkes Signal.

Martin Ling

Kuba steht vor Energiewende

Kubas Energiekrise ist akut. Staatschef Miguel Díaz-Canel bereitet im Fernsehen die Bevölkerung auf Kraftstoffengpässe vor. Noch ist man vom Ziel, 2030 mit regenerativen Energiequellen ein Viertel des Energiebedarfs zu decken, weit entfernt.

Alexander Isele

Ungehorsam

Die Umweltschützer von Extinction Rebellion haben es nicht geschafft, den größten Flughafen Europas in London lahmzulegen. Viele ihrer Aktivisten wurden zuvor festgenommen. Wie zum Beispiel ihr Mitbegründer Roger Hallam.

Leo Fischer

Herrenumarmung

Wenn Männer sich zur Begrüßung umarmen, ist dies meist eine Geste ohne Innigkeit. Sie wollen strikt den Eindruck vermeiden, dass hier irgendwelche über das Platonische hinausgehenden Gefühle im Raum stünden.

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Josef Bauer

Wie soft ist das deutsche Wesen?

Mit den Goethe-Instituten will die Bundsrepublik als »sanfte Macht« und als »Kulturnation« erscheinen. Das ist alter Wein in neuen Schläuchen, zeigt eine Studie der Kulturwissenschaftlerin Sigrid Weigel.

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ndPlusKalle

Die Zeit ist reif

10. September 1989: Ich habe unseren Nachbarn zur Gedenkkundgebung für die Opfer des Faschismus auf dem Bebelplatz begleitet. Hermann Axen, ehemaliger Auschwitz-Häftling, sprach, ein Admiral vom Komitee der sowjetischen Kriegsveteranen, ein französischer Résistancekämpfer, der Vorsitzende unseres OdF und des westdeutschen VVN und und und. Der Redemarathon ermüdete den Veteran des Widerstands. Er w...

Christopher Wimmer

Ein Ort zum Anderssein

Techno als Praxis des Widerstands: Zwei Clubs - das ://about blank in Berlin und das Zhao Dai in Peking - wehren sich gegen rechte Angriffe und kapitalistische Vereinnahmung.

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ndPlusWolfgang Hübner

Es muss bio sein!

Man tut ja schon, was man kann: für die Gesundheit, für die Umwelt, für die Zukunft. In dieser Reihenfolge. Man geht also schwimmen, seit Jahren, regelmäßig. Erstens, weil es schon in den Geboten der Jungpioniere stand (Gebot Nummer 6: Wir Jungpioniere treiben Sport und halten unseren Körper sauber und gesund). Und zweitens, weil man der Krankenkasse nicht zur Last fallen möchte. Die Krankenkassen...

ndPlusJan Paersch

Ein Wohnzimmer an der Reeperbahn

Sag mir, wo du feiern gehst, und ich sage dir, wer du bist: Ein Gespräch mit Leif Nüske vom Hamburger Mojo Club über Touristen, das Zweckentfremden von Räumen und Clubkultur als Spielwiese.

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Thomas Blum

In der atonalen Waldhütte

Wer das deutsche Fernsehprogramm mag, der oder die lobt auch eine zuckerfreie Reiswaffel als den höchsten der Genüsse. Alle anderen sollten auf das Fantasyfilmfest gehen, um sich zu vergnügen.

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Eva Roth und Ines Wallrodt

»Hier schwingt Sozialromantik mit«

In den vergangenen fast 20 Jahren Jahren hat ver.di-Chef Frank Bsirske erlebt, wie Verbesserungen für Beschäftigte erreicht werden können - und wie es der Gegenseite gelingt, Verschlechterungen durchzusetzen.

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ndPlusUte Weinmann

Erst Kleinkram, dann bessere Bildung

Alexandra Sapolskaja hatte zunächst gegen Besuchsverbote in Wohnheimen protestiert, dann auch gegen die Kommerzialisierung der Universitäten. Heute demonstriert sie mit der Opposition.

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Ulrike Wagener

Schwarz, rot, wie?

Kaum gibt es in Deutschland Koalitionsgespräche, klingt es in deutschen Zeitungen nahezu kriegerisch: Mit Titeln wie »Kretschmers steiniger Weg nach Kenia« (Spiegel), »Sachsen nimmt Kurs auf Kenia« (nd) oder »Kommt Kenia in Sachsen?« (Zeit) wird derzeit über einen möglichen Zusammenschluss von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen berichtet. Die Idee, Koalitionen nach Ländern zu benennen - respe...

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ndPlusJürgen Große

Die letzte Utopie

Wer Visionen habe, müsse zum Arzt: Was von Helmut Schmidt als Bonmot überliefert ist, präsentierte Karl Popper als ausgearbeitete Theorie. Doch heute dient sein Kernbegriff - »Offene Gesellschaft« - selbst als geschichtsphilosophisch grundierte Großutopie.

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Velten Schäfer

Humboldts Rache

Geschichtspolitischer Bumerang: 2002 hielt man den Beschluss für unverfänglich, das Berliner Schloss als »Humboldt Forum« aufzubauen. Doch wurde der Plan zum Anlass einer neuen Diskussion über Kolonialverbrechen. Den Namensgeber würde das freuen.

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ndPlusFlorian Schmid

Von Buffy und Bernie

Dramaserien gelten 
inzwischen als das 
»narrative Leitmedium« unserer Zeit. Wie viel Sozialkritik steckt in diesen Produkten der Kulturindustrie? Oder geht es dabei nur ums »Verschlingen« ohne 
Unterbrechung?

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ndPlusUlrike Wagener

Wissen aus dem Wunderland

Was weiß Alice im Wunderland über Kommunikationstheorie? Wenn es nach den Herausgebern von »Vom Binge Watching zum Binge Thinking« geht viel. Sie untersuchen die Regeln und Normen fiktiver Welten - und was das mit uns zu tun hat.

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Wasserdampf auf Exoplaneten entdeckt

Bei der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems ist ein internationales Forscherteam womöglich einen wichtigen Schritt vorangekommen: Astronomen entdeckten zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre eines fernen Planeten, der seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreist, wie aus einer im Fachjournal »Nature Astronomy« veröffentlichten Studie hervorgeht.Der Himmelskörper ist...

ndPlusAndreas Knudsen

Antikes Anthropozän

Jährlich werden Hunderte archäologische Untersuchungen publiziert, allen gemein ist, dass sie sich auf einen speziellen Zeitabschnitt oder ein begrenztes geografisches Gebiet konzentrieren. Um die großen Muster zu erkennen, muss man jedoch gelegentlich den Blick von den einzelnen, sorgsam freigelegten Puzzlesteinen lösen. Dies war das Anliegen des ArchaeoGlobe-Projekts, an dem 255 auf Landwirtscha...

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ndPlusManfred Ronzheimer

Forschen für die Energiewende

Technologien zur Energiespeicherung und zur Nutzung von Ökostrom im Verkehrssektor gibt es kaum im großen Maßstab. Grund sind die niedrigen Preise fossiler Energieträger.

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Christof Meueler

Mehr neugierig als gescheit

Dr. Steffen Schmidt ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Christof Meueler sprach mit ihm über eine Leserfrage zur Menschwerdung des Affen.

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ndPlusOliver Kern, Shenzhen

Im Schatten des digitalen Wandels

Der digitale Boom in chinesischen Metropolen wie Shenzhen ist außergewöhnlich. China will die ganze Region am Perflussdelta zur Megaregion entwickeln. Aber der Fortschritt hat auch Schattenseiten - die Technologien bieten Möglichkeiten zum Missbrauch.

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Martin Kröger

Mit einem guten ÖPNV ginge es auch ohne Autos

Nach dem Unfall mit vier Toten in Berlin-Mitte, der durch einen Porsche-Fahrer verursacht wurde, tobt die Debatte über die Verkehrssicherheit in der Stadt. Von einer Verkehrswende weg vom Auto hin zu einer Vision Zero, in der Menschen nicht mehr durch Unfälle verletzt werden, ist die Metropole noch weit entfernt.

Nicolas Šustr

Die Rückeroberung der Stadt

Wer Straßen baut, wir Verkehr ernten. Und wer Straßen abreißt produziert damit nicht zwingend weitere Staus. Wissenschaftler und Aktivisten wissen das seit Jahrzehnten, die Politik zögert immer noch bei der Umsetzung.

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Jürgen Holz

Mit jungen Wilden in die neue Eiszeit

»Mit alten Tugenden« wollen die Eisbären Berlin »zu neuen Erfolgen.« Neu sind beim DEL-Rekordmeister auch die Mannschaft und der Trainer. Deshalb war vor dem Ligastart gegen Wolfsburg auch die Ungewissheit über die eigene Stärke noch recht groß.

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Frank Willmann

Ein Buch der Liebe

Das »Jubelbuch« zum Bundesligaaufstieg des 1. FC Union Berlin: Der Autor und Fotograf Matthias Koch nennt es selbst einen »Fotorückblick auf die großen und kleinen Union-Momente.«

Oliver Kern, Peking

Erfolgreiche Rückkehr

Vor elf Jahren verlor Ricky Rubio in Peking das Olympiafinale gegen die USA. Nun steht er dort mit Spanien wieder in einem Endspiel: Weil aus dem «Baby» ein starker Anführer geworden ist, können die Iberer nach 13 Jahren wieder Weltmeister werden.

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ndPlusTom Mustroph

Geisterstädte in der Atacama-Wüste

Die Orte rund um die stillgelegten Salpeterminen in 
Chile sind heute Freiluftmonumente. Einblicke in eine längst abgeschlossene Industriegeschichte. Ein Trip, der an die alten Westernstädte in Nordamerika erinnert.

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ndPlusSamuela Nickel

»Arbeit ist immer politisch«

Deliveroo adé: Seit August hat in Berlin Lieferando das Monopol über den Essenslieferservice. Stefano Lombardo vom Radkollektivprojekt »Kolyma 2« will den Hauptstädter*innen eine Alternative bieten - ökologisch, transparent und sozial.