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Stephan Kaufmann

Was die Thomas-Cook-Pleite lehrt

Am Sonntag sind Wahlen in Österreich. Unsere Autoren beschreiben die erfolgreiche Machtstrategie der nach rechts gerückten ÖVP und der FPÖ. Außerdem: Wut am Bau – wie ein Arbeiter auf Lohnprellerei reagiert hat.

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Jörg Meyer

Hambi, Rente, Arbeitszeit

Die Wahlen sind über die Bühne gegangen, der neue Bundesvorstand ist besetzt. Seit Mittwochnachmittag berieten die rund 950 Delegierten beim ver.di-Bundeskongresses fast 1000 Anträge zu Tarifpolitik, Sozial-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik sowie Nachhaltigkeit oder Jugend.

Ines Wallrodt

Stilwechsel

Als »nüchterner Technokrat« wird der neue ver.di-Chef Frank Werneke oft beschrieben. Das ist er nicht. Der 52-Jährige kann die Menschen nicht so mitreißen wie sein Vorgänger Frank Bsirske, dafür aber mitnehmen.

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Benjamin Opratko

Für Gott und Kapital

Sebastian Kurz wird wohl wieder Kanzler Österreichs. Er hat das Land nach rechts gerückt und wird diesen Weg weiter gehen. Denn das große Kapital wie auch Migrationsgegner erwarten noch viel von ihm.

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ndPlusStephan Schulmeister

Es genügt, ein Drittel abzuhängen

Ein Großteil der Österreicher*innen wird am Sonntag seine Stimme gegen die eigenen Interessen und auch gegen die eigenen Grundwerte abgeben, meint der Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister.

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Aert van Riel

Zwei vom gleichen Schlag

Es ist noch nicht ausgemacht, dass Boris Johnson und Donald Trump ihre jüngsten Niederlagen schaden werden. Viele ihrer Wähler interessieren sich nämlich nicht für seriöse Politik, sondern sie lieben die Show und nationalistisches Getöse.

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Alexander Isele

Der Kaiser wankt

Von außen wirkt Chinas Präsident Xi Jinping unangreifbar. Doch der Handelskrieg mit den USA und die Proteste in Hongkong haben seine Position geschwächt, sagt Willy Wo-Lap Lam. Ein Interview zum 70. Jahrestag der Volksrepublik.

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Philip Malzahn

Nicht mal eine Flasche Wasser

Gegen die derzeitigen Proteste in Ägypten reagiert die Regierung mit harter Hand. Sie lässt mit scharfer Munition auf die Bevölkerung schießen, über 2000 Festgenommene gesellen sich in den Gefängnissen zu den 60.000 politischen Gefangenen, die dort bereits einsitzen.

Robert D. Meyer

Wir sind alle Antifa

Die AfD empört sich über angeblich »staatlich finanzierten Antifaschismus«. In Wahrheit fasst die extreme Rechte darunter faktisch sämtliche Initiativen, die sich für die Grundwerte einer pluralistischen Gesellschaft engagieren.

Uwe Kalbe

Zu früh gefreut

Vier Länder - Deutschland, Frankreich, Italien und Malta - überraschten in dieser Woche mit einer Vereinbarung über die Seenotrettung, die aufhorchen ließ. Die lange umstrittene Aufnahme gestrandeter Flüchtlinge schien plötzlich geklärt. Nun zeigt sich: Deutschland und die anderen drei Länder bleiben bei ihrer Politik der Abschreckung und Blockade.

ndPlusPhilip Malzahn

Brutal

Der brutale Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 versetzte die Welt in Aufruhr. Jetzt hat der Kronprinz Saudi-Arabiens, Mohammad Bin Salman, die Verantwortung für den Mord an Jamal Khashoggi übernommen. »Ich übernehme die ganze Verantwortung, weil es unter meiner Aufsicht passiert ist«, sagte der 33-Jährige dem Journalisten Martin Smith. Dessen neue Dokumentation, »Der Kronprin...

Leo Fischer

Sigmar Gabriel

Zehn Jahre lang hat Sigmar Gabriel erfolgreich das Erbe Schröders verteidigt, hat die SPD mit brachialer Gewalt in Große Koalitionen gedrängt, in denen ihre Substanz verbraucht wurde. An der unglaublichen personellen Leere der Partei hat er gehörig Mitschuld.

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Johanna Treblin

Der mit den Häftlingen duscht

Der Skandal um Claas Relotius hat das Leben von Juan Moreno verändert und den »Spiegel« erschüttert. In seinem Buch »Tausend Zeilen Lüge«, das das »System Relotius« entlarvt, bedient sich Moreno aber selbst der Methoden, die er eigentlich kritisiert.

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Thomas Blum

»Wir haben Frankfurt nach vorne gebumst!«

»Titanic«, das »endgültige Satiremagazin« aus Frankfurt, wird dieser Tage 40 Jahre alt. »Titanic«-Chefredakteur Moritz Hürtgen über die 30 Prozent rechtsextremes Wählerpotenzial in Deutschland, Satire-Millionäre und den Wahrheitsmarkt

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ndPlusVolker Surmann

Alt aussehen

Jugendmoden werden ja von Jahr zu Jahr absurder. Es begann mit den Bärten. Stand früher ein Rauschebart für ein reifes Lebensalter, schlossen sich Vollbärtigkeit und Volljährigkeit zuletzt fast aus. Je zugewachsener die Fresse, desto pickeliger die Haut darunter. Dann entdeckten die Hipster den Clochard-Look für sich und wickelten sich in viele Schichten aus teuren Lumpen. In manchem Berliner Bezi...

Jakob Hayner

Ein Musical von unten

Mit Anleitung gegen Entmietung und einem Chor aus Berliner Mietaktivisten: Das Kreuzberger Musical »Stadt unter Einfluss« kümmert sich nicht um Sojamilchschaum, denn: Es ist der Kapitalismus, der die Städte verändert.

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Niklas Franzen

Die Geister der Vergangenheit

Der Brexit naht - mit unklarem Ausgang für Nordirland. In Belfast geht die Angst vor einem Rückfall in alte Zeiten um. Besuch in einer geteilten Stadt.

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Johanna Treblin

Wut am Bau

Daniel Neagu wurde um seinen Lohn geprellt. Um seinen, und den von fünf seiner Kollegen. Die glaubten ihm nicht, drohten ihm. Neagu bekam Angst, ging zur Polizei, wurde weggeschickt. Dann stieg er wieder auf den Bagger. Heute sitzt er im Gefängnis. Wir haben ihn dort besucht.

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Stephan Kaufmann

Vorsicht, defekt!

Die Temperaturregulierung der Erde ist kaputt. Da hilft nichts, wir brauchen bessere Technik! Saubere Autos, sauberer Strom, sauberes Fleisch. Wie das aussehen könnte wissen wir sogar. Es gibt nur einen Haken...

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ndPlusUlrike Wagener

Der Verzicht der anderen

Probleme des Sozialstaats werden oft durch nicht-europäische Migrant*innen erklärt. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Während der europäischen Kolonisierung profitierte Großbritannien etwa von Finanzströmen in Billionenhöhe.

ndPlusMax Zeising

Nach dem Umbruch der Aufbruch

Ostdeutschland hat die große Transformation bereits hinter sich. Gesellschaftliche Analysen beschäftigen sich mit dieser Zeit, ihren Auswirkungen auf die Menschen vor Ort - und wie es weitergeht.

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ndPlusVelten Schäfer

Sowjetunion = Drittes Reich

Der Parlamentspolitik ist ein Hang zum Kuhandel inhärent: Gewährst Du mir dies, gesteh’ ich Dir jenes zu. Wenn nun dabei Indikativsätze über historische Vorgänge und Sachverhalte in die Waagschale geraten, droht die Geschichte, wie Michel Foucault geschrieben hat, zur »Magd der Philosophie« zu werden. Zu einem Punkt in der Vergangenheit, der als Ausgangspunkt einer Gegenwart dieselbe und eine Zuku...

ndPlusIrmtraud Gutschke

Wo gesiegt wird

»Mit allem kann man fertig werden, Hauptsache es gibt keinen Krieg.« Diese Haltung russischer Bürger und Bürgerinnen wird von der Politik nicht immer geteilt. Horst Teltschik, langjähriger außenpolitischer Berater Helmut Kohls, vergleicht diese sogar mit Russisch Roulette.

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ndPlusMartin Peichl

Wenn’s so weitergeht

Trachtenoffensive, Waldviertelkult, Schweinsschnitzlpflicht und eine linguistische Großfahndung: Kurz vor den Wahlen wagt Martin Peichl wagt einen prognostischer Blick auf 
Österreich im Jahr 2024. 


ndPlusJana Volkmann

Ein schöner Heimatroman

Auf ihren Wahlplakaten inszenierten sich Sebastian Kurz (ÖVP) als auch der FPÖ-Abgeordnete Herbert Kickl qua Slogan als »Einer, der unsere Sprache spricht«. Damit hatte, um das Ganze noch peinlicher zu machen, 1999 schon Jörg Haider geworben.

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Norbert Suchanek, Rio de Janeiro

Gentech-Moskito OX513A verbreitet sich in Brasilien

In Brasilien hat man versucht, die Tigermücken, die Gelbfieber, Dengue und andere gefährliche Krankheiten übertragen, mit Hilfe genveränderter Moskitos zu dezimieren. Der Erfolg war nur kurzlebig.

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ndPlusEckart Roloff

Geschickte Tölpel und friedliche Tyrannen

Ziegenmelker, Brillenwürger, Rotkopftyrann oder gar Göttervogel - Vögel haben oft kuriose Namen. Viele davon gehen auf den Schweden Carl von Linné zurück, der bei der Namensgebung oft von Äußerlichkeiten oder Verhaltensweisen der Tiere ausging.

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Christof Meueler

Können Vögel im Fliegen schlafen?

Dr. Steffen Schmidt, Jahrgang 1952, ist der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Christof Meueler fragte ihn nach den 
Gewohnheiten von Vögeln.

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ndPlusNicolas Šustr, New York

Schleichen in the City

Die U-Bahn ist marode, die Busse sind zum Teil kaum schneller als Fußgänger. Viel zu lange wurde der Nahverkehr in New York vernachlässigt. Nun sollen über 50 Milliarden Dollar in fünf Jahren investiert werden.

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Martin Kröger

Guter Tag für eine offene und bürgernahe Polizei

Die individuelle Kennzeichnung von Polizisten war ein Meilenstein. Dass das Oberverwaltungsgericht in Leipzig die Musterklage von zwei Polizisten aus Brandenburg gegen die Kennzeichnung abgewiesen hat, ist ein starkes Signal.

Marie Frank

Pyjamaparty am Ku’damm

Am Wochenende wird in Berlin mit verschiedenen Aktionen gegen Verdrängung protestiert. Den Auftakt machten die Bewohner*innen der Liebig34 mit einer Pyjama-Party vor dem Büro ihres Eigentümers Gijora Padovicz, nach dem Motto: Wirfst Du uns raus, ziehen wir bei dir ein!

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Wilfried Neiße

Loblied auf den Militarismus

Das Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche ist von der Stadt abgestellt worden. Sie fürchtet Wehrmachtsverherrlichung. Aus Protest versammeln sich sonntags dort Gegner des Vorgehens, um aus Protest «Lobet den Herrn» zu singen.

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Nikolaj Stobbe

Gegen das Monopol

Über den DFB meckern viele. René Jacobi hat sich entschlossen zu handeln. Mit der Confederation of Football hat er in Leipzig einen neuen Verband gegründet, der den Fußball zurück zur Basis bringen will.

Frank Hellmann

Zum Glück zwingen

Fritz Keller hat viel Arbeit vor sich. Der neue DFB-Präsident soll den Verband mit der Basis versöhnen und mit den Nationalteams den Anschluss an die Weltspitze herstellen. Selbst hat er sich die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Aufgabe gemacht.

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ndPlusJirka Grahl, Doha

»Eine WM kann nicht immer in Europa stattfinden«

Richard Ringer will bei der WM der Leichtathleten ins Finale über 5000 Meter kommen. Mit Hitze hat er immer große Probleme. Dennoch hat er sich nicht gesondert auf die Titelkämpfe in Katar vorbereitet. Die Klimaanlage im Stadion soll helfen.

Jirka Grahl, Doha

Laufen und springen gegen den Krieg

Katar wird seit Jahren von vier Nachbarstaaten mit einer Blockade belegt. Das Leben geht dennoch recht normal weiter im Emirat. Dennoch werden Sportereignisse dazu genutzt, die politischen Spannungen möglichst zu entschärfen.

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Stephan Brünjes

Kein Stein der Weißen

Einst dachte niemand, er könnte Touristen anlocken. Inzischen ist der ehemals Ayers Rock genannte Berg Uluru in Australien weltweit berühmt. 
Doch viel zu viele Touristen bestiegen den heiligen Berg der Aborigines. 
Damit ist Ende Oktober Schluss.

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ndPlusFelix Lill

»In Fukushima kann man herrlich wandern«

Der Bielefelder Simon Essler lebt seit Anfang August 2018 im japanischen Fukushima und arbeitet dort für die Präfekturregierung. Anfangs war er skeptisch. Mittlerweile preist er den lokalen Reiswein und die schöne Natur.