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Unten links

Teilen, neudeutsch Schäring, liegt schwer im Trend. Weil es so leicht ist: Warum die Bohrmaschine oder das Auto noch besitzen - und nicht nur dann gebrauchen, wenn man’s braucht? Hört sich gut an und lässt sich in vielen Lebensbereichen anwenden. Man kann Food schären, Roller schären - man kann sogar Freitage für die Zukunft schären, eine Reise auf die Schären schären, Scherings Scheren scheren. O...

Martin Ling

Sánchez’ verfehlter Plan

Spaniens Regierungschef hat sich verkalkuliert. Das zeigt das Wahlergebnis vom Sonntag. Jetzt rächt sich, dass Pedro Sánchez im Sommer nicht versucht hat, ein progressives Bündnis der linken Mitte zu schmieden.

Bolivien vor schweren Zeiten

Berlin. Der erste indigene Präsident Boliviens, Evo Morales, ist nach anhaltenden Protesten und unter dem Druck von Militär und Polizei am Sonntag (Ortszeit) zurückgetreten. Wenngleich Morales schon in seiner Rücktrittsrede von einem »Putsch« sprach, beharrt die Opposition darauf, dass er nicht vom Militär, sondern von den Protesten zum Abtreten gezwungen wurde. Am Sonntag hatte die Organisat...

Aert van Riel

SPD-Glücksgefühle in der Großen Koalition

Die Junge Union und der Wirtschaftsflügel der Partei torpedieren die Einigung in der Koalition zur Grundrente. Viele Sozialdemokraten sind hingegen weitgehend zufrieden.

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Markus Drescher

(K)ein Meilenstein

Sozialverbände zeigen sich zufrieden, die Opposition nicht, und innerhalb der CDU regt sich Widerstand: Der Grundrenten-Einigung folgt die Auseinandersetzung über die Bewertung des Kompromisses.

Jana Frielinghaus

Viele bleiben ausgeschlossen

Mit der Grundrente bekommen viele Menschen einen Rechtsanspruch auf Zahlungen etwas oberhalb des Hartz-IV-Niveaus. Hunderttausende prekär Beschäftigte bleiben aber Bittsteller beim Sozialamt.

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ndPlusAndrew Beatty und Daniel De Carteret, Sydney

Notstand nach Buschbränden

Angesichts der sich ausbreitenden Buschfeuer hat die Regierungschefin von New South Wales einen einwöchigen Notstand ausgerufen. Auch die Millionenmetropole Sydney ist bedroht.

ndPlusThomas Berger, Melbourne

Klimagipfel geschwänzt

Selbst Gebiete in Australien, die üblicherweise reichlich Wasser haben, müssen inzwischen mit deutlich weniger Regen auskommen. In einigen Regionen ist die Lage durch die Rekorddürre dramatisch.

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Türkei schiebt IS-Mitglieder ab

Die Türkei wollte Montag mit der Abschiebung von deutschen IS-Mitgliedern beginnen. In Nordsyrien wurden derweil Sanitäter der deutschen Organisation Cadus beschossen.

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Katharina Schwirkus

Loslassen lernen

Es ist nicht schön, wie sich Evo Morales aus dem Präsidentenamt verabschieden musste. Doch wie auch andere Beispiele aus Lateinamerika zeigen: Morales ist nur eine von vielen Personen, die ihre Macht nicht abgegeben wollen und damit einer ganzen Bewegung schaden.

Christian Klemm

Niederlage für die Linke

Der erzwungene Rückzug von Evo Morales als Präsident von Bolivien ist eine historische Zäsur, nach der vor allem die Armen leiden werden. Es ist eine weitere Niederlage für die Linke auf dem lateinamerikanischen Subkontinent.

Knut Henkel

Das Ende des »Buen Vivir«

Während Morales bei Polizei und Militär den Rückhalt verloren hat, gewinnen rechte und evangelikale Kreise in Bolivien an Einfluss. Nun steht die Linke ohne potenziellen Kandidaten für die Neuwahlen da.

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ndPlusSilviu Mihai

Johannis liegt klar vorn

Mit knapp 25 Prozent der Stimmen schaffte es die Sozialdemokratin Dăncilă im Präsidentschaftsrennen gerade noch in die Stichwahl. Doch die dürfte für ihren Gegner zu einem leichten Spiel werden.

Johannes Greß, Wien

»Wir wissen, es wird hart«

Trotz großer inhaltlicher Differenzen hat der Bundesvorstand der Grünen in Österreich für Koalitionsverhandlungen mit der rechten ÖVP gestimmt. Schwierig dürfte es bei den Themen Migration und Landwirtschaft werden.

Ralf Streck, Barcelona

Die Wahl gewonnen und trotzdem ratlos

Die Parlamentswahlen in Spanien sorgen in Katalonien nicht für Befriedung. Das zeigen die Straßenblockaden am Montag. Die ultrarechte VOX wurde in Madrid zur drittstärksten Kraft in Spanien.

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Reimar Paul

Atomlobby macht auf Klimabewegung

Als »Sundays for Future« und »Nuclear Pride Coalition« versucht die Atomlobby, im Fahrwasser von »Fridays for Future« zu schwimmen. Doch zum Klimaschutz kann die Kernenergie nichts beitragen.

Rainer Balcerowiak

Wenn bezahlbarer Wohnraum fehlt

Trotz explodierender Mieten sinkt die Zahl der Sozialwohnungen. Die Folge dieser staatlichen Tatenlosigkeit: Immer mehr Menschen landen auf der Straße oder in Notunterkünften.

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Simon Poelchau

Im Zweifel für das größere Übel

Es verging in den letzten Monaten gefühlt keine Woche, in der Wirtschaftslobbyisten nicht vor den Auswirkungen eines Brexit warnten. Im Februar etwa vermeldete die DIHK, dass nur noch jede fünfte Firma über gute Geschäfte im Vereinigten Königreich berichte. Nur gibt es etwas, das die Wirtschaftslobby noch mehr fürchtet als Nationalisten an der Macht - nämlich, wenn jemand versucht, das neoliberale...

Stefan Otto

Bauen, bauen, bauen reicht nicht

Das große Problem hinter der Wohnungslosigkeit ist allseits bekannt: Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum - nicht mehr nur in Städten mit steigenden Einwohnerzahlen, sondern paradoxerweise auch dort, wo sie stagnieren. Wer im Niedriglohnsektor arbeitet oder ohne Job ist, hat es schwer auf dem freien Wohnungsmarkt. Das einfache Rezept lautet gemeinhin, es müsse mehr gebaut werden, dann regele sich alle...

René Heilig

Befunde aus der Intensivstation

Wenn sich Frankreichs Präsident am Sonntag mit Steinmeier und Merkel mal fix zum Abendessen verabredet und tags darauf die französische Botschafterin bei einem von der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik veranstalteten Forum unangekündigt auf dem Podium sitzt, kann es nur um Nachrichten aus der Intensivstation gehen. Dort liegt die NATO. »Hirntot«, wie ...

ndPlusKatharina Schwirkus

Kein Scharfmacher

Carlos Mesa ist nicht neu in der Politik, wenngleich er lange Zeit im Journalismus gearbeitet hat. Im Medienbusiness ist er anerkannt und hat zahlreiche Preise gewonnen. Bekannt geworden ist er als stellvertretender Herausgeber der bolivianischen Tageszeitung Última Hora, die 2001 eingestellt wurde, und als Fernsehmoderator. Hierdurch lassen sich seine besonnenen Kameraauftritte erklären, die er i...

Andreas Koristka

Alles ganz unbürokratisch

Der Rentenkompromiss ist da! Nicht nur, weil uns jetzt die Koalition aus CDU, CSU und SPD erhalten bleibt, ist das eine hervorragende Nachricht. Denn wer künftig 35 Beitragsjahre für die Rentenversicherung vorweisen kann - egal, wie diese zustande kamen -, der bekommt im Alter unter Umständen mehr Geld, als es bei der Grundsicherung der Fall wäre. Kein Wunder, dass in der ganzen Republik die ...

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Andreas Fritsche

Die Wende im Bahnverkehr

Wenn die Opposition behauptet, unter der Koalition herrsche Stillstand, ist das meistens eine hohle Phrase. Es geschieht dann in der Regel auch nicht viel mehr, sobald nach einer Wahl die Rollen vertauscht sind und die bisherige Opposition regieren darf. Die alte rot-rote Koalition in Brandenburg hat durchaus eine Menge bewegt. Das lässt sich beweisen. Die neue rot-schwarz-grüne Koalition wird auc...

Nicolas Šustr

Keine E-Busse mehr auf der Linie 204

Stilles Ende eines Pilotprojekts bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Wegen hoher anstehender Investitionen lässt das Unternehmen wieder Dieselbusse auf einer einstigen E-Linie fahren.

Claudia Krieg

Inklusionspreis für Berliner Firmen

Die Gewinner des 17. Berliner Inklusionspreises fordern mehr Teilhabe und Diversität, besonders bei Arbeit und Ausbildung: Inklusion könne man nicht verordnen, sie beruhe auf Haltung und Vertrauen.

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Gedenkort die Würde zurückgegeben

Die Gedenkstätte an der Levetzowstraße, die in den letzten Monaten umgestaltet wurde, ist am Montag wiedereröffnet worden. Sabine Weißler, Grünen-Kulturstadträtin von Mitte, hatte eingeladen. Der Ort erinnert an eine der größten Synagogen Berlins, die hier 1914 eingeweiht und die ab 1941 durch Nationalsozialisten zum Sammellager für Berliner Juden gemacht wurde. Von hier aus wurden die Menschen zu...

Nicolas Šustr

Bevölkerung kaum gewachsen

Der Neubau brummt, der Zuzug sinkt, der Mietendeckel soll kommen. Wird sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Berlin nun entspannen? Zumindest besteht die Möglichkeit.

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Rollstühle könnten knapp werden

Die EU verschärfte die Kontrollen bei der Zulassung von Medizinprodukten. Bislang gibt es nur wenige Prüfstellen. Das könnte auch in Brandenburg zu Engpässen führen.

ndPlusTomas Morgenstern

Pückler als Leitfigur für die Lausitz

Mit dem Pünkler-Park Branitz verfügt Cottbus über ein Kleinod deutscher Gartenbaukunst, um das sich seit 2018 eine Landesstiftung kümmert. Sie will Branitz fit machen für die Bundesgartenschau 2033.

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Ebling bleibt OB in Mainz

Mainz. Der SPD-Politiker Michael Ebling bleibt Oberbürgermeister der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Bei der Stichwahl am Sonntag setzte sich der 52-Jährige gegen den parteilosen Nino Haase durch, der unter anderem von der CDU unterstützt wurde. Ebling erhielt im zweiten Wahlgang nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 55,2 Prozent der Stimmen, Haase 44,8. Ebling sprach von einem ...

Hagen Jung

Grüner regiert künftig Hannover

Hannover hat einen Oberbürgermeister der Grünen. Der Jurist Belit Onay (38) gewann am Sonntag mit 52,9 Prozent der Stimmen die Stichwahl gegen CDU-Bewerber Eckhard Scholz. Er erhielt 47,1 Prozent.

Hendrik Lasch

Im Bündnis gegen den angeschlagenen Platzhirsch

Überraschend klar gewann der Bewerber von SPD, LINKE und Grünen die erste Runde der Landratswahl im Kreis Stendal (Sachsen-Anhalt). Ein Grund: eine alte Politaffäre, deren Aufklärung andauert.

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ndPlusMaik Bierwirth

Morgen wird es schlimmer

Als die Düsseldorf Düsterboys im Sommer 2017 beim Berliner Indie-Festival »Down By the River« auftraten, standen sie nur zu zweit auf der Bühne: zwei Stimmen, zwei Akustikgitarren - Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti als eine verschmitzte Ruhrpott-Variante von Simon & Garfunkel, damals noch kaum einem der Gäste bekannt. Bereits »Teneriffa«, ihre erste Single aus dem Jahr 2016, heruntergekla...

ndPlusGeorg Fülberth

Was bleibt und was kommt

Das Marx-Doppeljahr 2017/2018 war ein großes Bumbum. Es hallte das Weltall von Selbstdarstellungen. Wird etwas übrig bleiben – nicht von diesen, sondern von Marx selber? Ja. Nur mit dem ersten Band seines »Kapital« ist er fertig geworden. Er hat nicht nur den zweiten und dritten nicht mehr selbst herausgeben können, auch über den ersten ist er, dem äußeren Anschein zuwider, hinweg gestorben. D...

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ndPlusKlaus Hammer

Ein ganzer Zoo als Plastik

Viele Jahre hat er an der Bronzeplastik »Kämpfende Wisente« gearbeitet. Bei eigentlich äußerster Bewegtheit der mächtigen Tiere wird hier ein Moment äußerster Ruhe erreicht. Diese Übergangsphase zwischen Bewegung und Ruhe ist charakteristisch für seine Tierfiguren. Die zwei unterschiedlichen Wisent-Exemplare, die jetzt im Kollwitz-Museum gezeigt werden, sind Vorentwürfe für eine wuchtige Figurengr...

Tim Wolff

Versuch, einen »Watson«-Text zu verstehen - autsch!

Das alltägliche Elend des deutschen Printjournalismus ist nichts gegen das, was täglich in der buzzfeedisierten Sektion des Onlinejournalismus passiert. Tim Wolff über das ebenso verblödete wie verblödende Boulevardnachrichten-Onlineportal »Watson«.

ndPlusKira Taszman

Der Schatz im Braunkohlehaufen

Cottbus ist bekannt für seine Spreewaldgurken, den FC Energie Cottbus und den Tagebau. Zwar hält sich die Spreewaldgurke wacker, doch mittlerweile kann man sie auch außerhalb der Lausitz erwerben. Der Fußballclub hat sich dagegen in die Quasi-Bedeutungslosigkeit der Regionalliga Nordost gekickt. Und der Tagebau wurde abgewickelt. Darauf verwies auch der leicht enigmatische Trailer des 29. Filmfest...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Ein Strahlenkranz aus Messern

Gern verbindet der Mensch das Datum seiner Geburt mit der leichtfertigen Behauptung, er sei zur Welt gekommen. Als ginge das so schnell. Als dauere dies nicht lebenslang. Als stehe nicht fortwährend die Frage, wie man zur Welt und gleichzeitig zu sich selbst kommt. Durch die Welt hindurch? An ihr vorbei? Zur Welt zu kommen heißt, zur Vernunft kommen zu müssen - die dir irgendwann und unerbittlich ...

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ndPlusHolger Schmidt, Dubai

Vom Rasen auf die Tartanbahn

Nach einem Motorradunfall folgten 18 Operationen und eine Amputation. Den Sport hat Maria Tietze aber nicht aufgegeben. Sie spielt wieder Fußball - und startet auch bei der Para-Leichtathletik-WM.

Christoph Ruf, Freiburg

»Alles gut«

Freiburgs anhaltender sportlicher Höhenflug ging nach dem ersten Bodycheck eines Spielers gegen einen Trainer seit Bundesligagründung und großem Gerangel danach etwas unter.