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Magisches Denken

Magisches Denken ist so eine menschliche Plage, der man auch als gefühlt aufgeklärter und rationaler Zeitgenosse nicht entkommt. Was soll es also bedeuten, wenn nach fünf freien Tagen am Stück mit notorischer winterlich-grauer Wolkendecke am anschließenden ersten Arbeitstag die Sonne frech vom Firmament lacht? Hat sich die Natur gegen einen verschworen? Oder gar die Götter? Ist es das Zeichen, sic...

Kurt Stenger

Paradoxer Strompreis

Im Großhandel ist Strom für Weiterverkäufer fast ein Drittel billiger als vor einem Jahr, trotzdem erhöhen die meisten Grundversorger ihre Preise deutlich. Es ist ein Paradoxon, das niemand so genau erklären kann.

René Heilig

»Umfassenderes Mandat« für Sahel-Region

Die Sicherheitslage in der afrikanischen Sahel-Region spitzt sich zu: Islamistische Terrorgruppen »agieren uneingeschränkt«. UN- und andere Militärmissionen richten nichts aus.

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ndPlusElke Windisch

Nicht kleckern, sondern klotzen

Der Grenzkonflikt mit Slowenien und die erweiterte Einbringung des Westbalkans in die EU-Politik will Kroatien während der sechsmonatigen Amtszeit ansprechen - ein riskantes Unterfangen.

Peter Eßer, Brüssel

Hohe Erwartungen

Asylreform, Gemeinschaftshaushalt, Industriepolitik und Wettbewerbsregeln werden die zentralen Themen sein, wenn Deutschland im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt.

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ndPlusChristopher Braemer

Slowjansk im Nachkrieg

Es ist schon fünf Jahre her, dass der Krieg in Slowjansk hauste, aber seine Narben sind überall zu sehen. Nur langsam kehren Einwohner und das normale Leben zurück.

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Sebastian Bähr, Leipzig

Hacker diskutieren Nachhaltigkeit

Die Klimabewegung sprach in der sächsischen Messestadt mit linken Technik-Nerds. Zentrales Thema war die Schonung von Ressourcen.

Robert D. Meyer

AfD stößt an Wachstumsgrenze

2019 konnte die AfD in Ostdeutschland mehrere Wahlerfolge einfahren. Innerparteilich ist der völkische »Flügel« so einflussreich wie nie zuvor. Doch nächstes Jahr dürfte Ernüchterung einkehren.

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Aue: Rechter Großaufmarsch

Aue. Im erzgebirgischen Ort Aue versammelten sich am Samstagabend mehr als 1000 Rechtsextreme. Für die kurzfristige Mobilisierung benutzt wurde eine Auseinandersetzung zwischen Asylbewerbern, bei der an Heiligabend in einem örtlichen Pfarrhaus ein Helfer verletzt worden war. Der NPD-Stadtrat Stefan Hartung und andere Rechte hatten daraufhin zu einer Kundgebung auf dem Altmarkt aufgerufen. Unter de...

ndPlusRené Heilig

Der Wahn von der »wahren Volksmacht«

Ende 1979 begann die sowjetische Invasion in Afghanistan. »Solidarisch«, im Namen »des Fortschritts«. Das Land wurde zum Massengrab, und das ist es noch immer.

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Ankara will Idlib nicht aufgeben

Seit April läuft die Offensive syrischer Regierungstruppen auf die letzte Rebellenhochburg Idlib. Die syrische Armee wird von Russland unterstützt, die Türkei hilft den Rebellen - nachgeben will niemand.

ndPlusDaniel Kestenholz

Schwache Wirtschaft, harte Politik

Thailands Wirtschaft schwächelt: Der überstarke Baht lässt Exporte einbrechen und hält Touristen fern. Ökonomen munkeln, die Zentralbank halte den Baht stark, damit Großfirmen bei Auslandseinkäufen mehr für ihr Geld erhalten. Bis November machten dieses Jahr landesweit 1400 Fabriken dicht, während Urlaubsorte wie Phuket und Pattaya über niedrige Besuchszahlen klagen. Hinzu kommen die politischen P...

Johannes Gress

»Wissen nicht, was das Ziel ist«

Bei den Nationalratswahlen am 29. September hat die SPÖ ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis auf Bundesebene erzielt. Den Sozialdemokraten fehle der Mut, meint Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreichs.

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ndPlusTom Strohschneider

Sozialpolitik der Einzelpäckchen

Diverse sozialpolitische Maßnahmen konnte die SPD in der Großen Koalition auf den Weg bringen. Trotzdem werden die Wahlresultate nicht besser - aus gutem Grund.

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Christian Klemm

Gruseliges Spektakel in Aue

Eine Messerstecherei zwischen Flüchtlingen ist für Nazis ein willkommener Anlass, um gegen Schutzsuchende zu hetzen. Dabei bringen sich sogenannte Biodeutsche haufenweise gegenseitig um - und niemanden interessiert das.

Ulrike Henning

Systemfehler gematik

Optimisten versuchen, die vom Chaos Computer Club aufgedeckten Schwachstellen im Gesundheitsnetzwerk zu relativieren. Noch lasse sich mit falsch ausgegebenen Arztausweisen in der vorhandenen Infrastruktur nichts bewirken. Noch haben die Feldversuche für elektronischen Medikationsplan und Notfalldatensatz nicht begonnen. Dann aber dürfte das Missbrauchspotenzial steigen. Mit einer Rückholaktio...

Sebastian Bähr

Vor dem rechten Mob eingeknickt

Das Satirelied »Umweltsau« des WDR-Kinderchors hat einen Social-Media Shitstorm ausgelöst. Dass der WDR das Video daraufhin löschte, ist ein unnötiger Geländegewinn für die AfD.

Natalie Mayroth

Unerwünscht

Seit dem 12. Dezember gehen in Indien Zehntausende gegen ein neues Einbürgerungsgesetz auf die Straße. So auch der deutsche Student Jakob Lindenthal. Nun soll er das Land verlassen.

Christoph Ruf

Immer wiederkehrender Wahnsinn

Keine Ahnung, ob bei mir noch irgendwelche Spätfolgen von Weihnachten nachwirken, ich bin jedenfalls kurz vorm Jahreswechsel einigermaßen versöhnlich gestimmt. Deshalb reduziere ich die unendliche Anzahl meiner Wünsche fürs Jahr 2020 auf den einen: Beruhigt euch mal alle wieder da draußen. Ja, ihr: hysterische Politiker, ironiebefreite Normalbürger, Szene-Hygieniker. Alle mal runterfahren, ihr sei...

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Nicolas Šustr

Datenchance nutzen!

Mit Absenkungsanträgen durch den Mietendeckel werden den Behörden die Daten von Mietverträgen in größerem Umfang zur Verfügung stehen. Das ist eine Riesenchance für die Wohnungspolitik der Hauptstadt.

Nicolas Šustr

Anschlag auf Haus der »Diese eG«

In der Nacht zum 24. Dezember ist auf das in Friedrichshain gelegene Haus Krossener Straße 36 ein Anschlag verübt worden. Unbekannte haben die Haustür aufgebrochen und das im Flur aufgehängte Transparent mit dem Slogan »Homes for People, not for profit«, zu deutsch: »Häuser für Menschen, nicht für den Profit«, angezündet. »Es gab eine starke Rauchentwicklung, aber niemand ist zu Schaden gekommen«,...

ndPlusChristine Xuân Müller

Berliner Tafel will Ende von Hartz IV

Die Tafeln bekommen zunehmend Konkurrenz um übriggebliebene Lebensmittel. Das könnte sich zukünftig auf die Versorgung von Bedürftigen auswirken.

Nicolas Šustr

Mit Turboschub

Der Mietendeckel steht vor der Tür. Im ersten Quartal 2020 soll das Gesetz in Kraft treten. Es kann den Berliner Immobilienmarkt nachhaltig verändern, wenn es vor Gericht Bestand hat.

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ndPlusTomas Morgenstern

Schlössern und Gärten drohen weitere Streiks

Am Zweiten Weihnachtsfeiertag standen Besucher vor Schlössern in Berlin und Brandenburg vor verschlossenen Türen. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen.

Tomas Morgenstern

Für Blitz und Donner gewappnet

Berlin wird das Jahr 2020 mit einer großen Silvesterparty samt Höhenfeuerwerk begrüßen. Dazu wird geböllert, was das Zeug hält - nur auf der Partymeile, am Alex sowie in Schöneberg gelten Verbotszonen.

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Gudrun Janicke

Den märkischen Wanderer entstaubt

Fontanes »Effi Briest« ist den meisten vor allem aus dem Schulunterricht bekannt. Naserümpfend wird dann oft an einen angestaubten Autor gedacht. Doch ist das so?

Andreas Fritsche

Der Klimawandel und die kaputte Wand

Der Körbaer Teich war zu DDR-Zeiten ein beliebter Badesee, der Ort am Ufer ein Naherholungsgebiet mit Bungalows, Ferienlagern und Campingplatz. Inzwischen sieht es traurig aus. Das ist bedauerlich.

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ndPlusDieter Hanisch

Mehr Fluch als Segen

Der Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze als vermeintliche Abwehrmaßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) erhitzt die Gemüter. Die Verantwortlichen der dänischen Naturschutzbehörde reagieren mit Genugtuung, weil in Brandenburg an der Grenze zu Polen auch mit einem Zaunbau auf die drohende Tierseuchengefahr reagiert wird. Der knapp 70 Kilometer lange Grenzzaun im Norden ist aus...

ndPlusHagen Jung

Lockruf in die alte Heimat

Möchten Menschen, die aus dem Osten in den Westen Deutschlands abwanderten, wieder in der alten Heimat arbeiten? Das war Thema auf dem »Rückkehrertag« in mehreren Bundesländern.

ndPlusHendrik Lasch

Rote Laterne über der Bühne

Viele freiberuflich tätige Künstler in Sachsen leben von mageren Einkommen. Die Politik auf Landesebene will sich des Themas jetzt annehmen.

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Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

Herr Mosekund saß auf der Parkbank und studierte einen Zeitungsartikel über den Klimawandel und das Waldsterben, als sich mit federndem Schritt ein Bekannter näherte. »Oh, wieder gesund?«, rief Herr Mosekund. »Und wie«, antwortete der Bekannte, der eine Weile gekränkelt hatte, »alles bestens. Ich könnte Bäume ausreißen!« - »Das«, sagte Herr Mosekund und schaute von seiner Lektüre auf, »sollten Sie...

ndPlusMaximilian Schäffer

Der Mann aus Modena

Wer als Kind nicht von den Eltern mit den Freuden der klassischen Musik zwangskonfrontiert wurde, stößt irgendwann rätselnd auf den Pavarotti. Ein sehr dicker Mann in einem sehr großen Anzug, der mit sehr freundlichem Knabengesicht auf Italienisch die Melodien aus der Pizzawerbung singt und dabei Sturzbäche schwitzt. Zu dieser omnipräsenten Karikatur mutierte der Mann aus Modena, der im September ...

Elke Lang

Auf Nachwanderschaft

Am 30. Dezember vor 200 Jahren wurde der Schriftsteller Theodor Fontane in Neuruppin geboren. Till Sailer, dessen Buch den Titel trägt: »Wegspur Fontane. Eine Nachlese im Ruppiner Land«, ist Fontane dorthin nachgewandert.

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Feinde der Demokratie

Mit Empörung und Unverständnis« hat die Historische Kommission der LINKEN die Entscheidung der Berliner Finanzverwaltung zur Kenntnis genommen, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) den Status der Gemeinnützigkeit abzuerkennen. In ihrer Erklärung heißt es: »In einer Zeit, in der neofaschistisches Denken und Handeln immer mehr zum A...

Jakob Hayner

In der weißen Zelle

Brian O’Doherty hat die »weiße Zelle« - den Raum der Galerie - als zentralen Ort der Kunstdebatten der Postmoderne hervorgehoben. Eine solche weiße Zelle ist der Bühnenraum bei der Uraufführung von Thomas Melles »Ode« am Deutschen Theater Berlin.

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Frank Hellmann

Ein ewiger Kampf

Die mutige Sportfotografin Maryam Majd ist einer der wichtigsten Frauen im Iran, die sich für Gleichberechtigung einsetzt. Das Jahr 2019 hat sie in ihrem Kampf für Gleichberechtigung besonders ermutigt.