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Kamele für Saudi-Arabien

Dieses Herz aus Kamelen ist wohl nur eine zufällige Formation der Wüstentiere, die hier auf dem »King Abdulaziz Camel Festival« in Saudi-Arabien von potenziellen Käufern und Geländewagen umzingelt sind. Auf dem Festival, benannt nach dem Begründer des Königreichs, der dieses wohl einst mithilfe von 40 Kamelreitern eroberte, werden die Tiere nicht nur verkauft, sie treten auch in Schönheitswettbewe...

Stephan Fischer

Die große Ernüchterung

Turnschuhe, ein Farbbeutel, »Agenda 2010« - und der Klimawandel: 40 Jahre nach ihrer Gründung werden die Grünen als Volkspartei gehandelt. Doch Linke werfen ihnen am liebsten vor, »bürgerlich« zu sein. Lesen Sie auch über Taiwans Wahl zwischen China und Hongkong, vegane Tierrechtler mit Hang nach rechts und warum kein Alkohol keine Lösung ist.

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ndPlusArmin Meier

Unter Monstern

Es gibt Menschen, die vor ausländischen Monstern zu inländischen Monstern fliehen oder umgekehrt. In den Reaktionen auf den Mord am iranischen General Qasem Soleimani meinten einige, die USA hätten die Region von einem Monster befreit. Die einen, die darauf hoffen oder warten, dass die USA (oder andere ausländische Mächte) die Nahostdiktaturen von ihren tyrannischen Monstern befreien, sollten die ...

René Heilig

176 Tote. Eine Hoffnung?

Hat Irans Flugabwehr eine ukrainische Boeing abgeschossen? Die Regierungen Kanadas, Großbritanniens, Australiens und der USA gehen davon aus. Die Länder sind im »Five Eyes«-Geheimdienst-Verbund vereint. So wurde das, was US-Satelliten und -Drohnen am Dienstag kurz nach dem Start der Passagiermaschine vom Teheraner Khomeini-Airport aufzeichneten, auf kurzem Weg weitergereicht. Bereits bevor der kan...

Philip Malzahn

Ewiger Spielball

Hohe Arbeitslosigkeit und die Tatsache, dass sozialer Aufstieg nur durch Partizipation im korrupten Staatswesen erlangt werden kann, trieben Hunderttausende Iraker auf die Straße. Irak hat sein eigenen Probleme und genug davon Spielball zu sein.

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Tom Strohschneider

Bürgerliche Geschmeidigkeit

Nicht mehr so wie damals oder bloß anders als man selbst? Die kritische Abgrenzung von den »bürgerlichen« Grünen ist empirisch nicht ganz haltbar. Auch Marx hätte mit dem Begriff so nicht viel anfangen können.

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Tom Strohschneider

Grün schlägt Rot

Die US-Autoren Andrej S. Markovits und Philip S. Gorski wussten es schon lange: Das neue, grüne Linkssein wird gegenüber dem alten, roten Linkssein an Bedeutung gewinnen. Mit den Fehlern etwa der SPD hat das nur bedingt zu tun.

ndPlusHendrik Lasch

Die Saat sprießt auch im Osten

Die Normalität für die Grünen in Sachsen – wie auch anderswo in Ostdeutschland – sah lange so aus: Stimmen gab es allenfalls in Städten mit Universitäten zu holen. Doch in Sachsens Provinz streifen die Grünen ihr Image als West- und Großstadtpartei ab.

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Jana Frielinghaus

80 Prozent Einigung

Über Klimapolitik wurde auf der Klausurtagung der Linksfraktion in Rheinsberg kontrovers diskutiert. Vom »Aktionsplan Klimagerechtigkeit« beschlossen die Abgeordneten immerhin die meisten Kapitel. Das innerfraktionelle Klima scheint sich immerhin verbessert zu haben.

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ndPlusRalf Streck

Der Dialog ist einen Versuch wert

Spaniens Regierung steht - jetzt wird verhandelt. Für Marta Vilalta und die katalanischen Linksrepublikaner der ERC ist klar: Wenn die Gespräche über die Zukunft Kataloniens nicht vorankommen, wird es keine weitere Unterstützung geben.

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ndPlusAlexander Isele

Morrison gräbt Australiens Grab

Australiens Premierminister Scott Morrison handelt gegen die allererste Aufgabe eines Staatschefs - er setzt die Bewohnbarkeit seines Landes aufs Spiel. Morrison streitet vehement ab, dass die Rekordbuschbrände etwas mit seiner Klimapolitik zu tun haben. »Enttäuscht« zeigt er sich, wenn ein solcher Zusammenhang hergestellt wird - während immer neue Katastrophennachrichten aus Australien in die Wel...

ndPlusJana Frielinghaus

In der Zwickmühle

Die von der US-Regierung geplanten Strafzölle auf mexikanische Importe bedeuten eine neue Eskalationsstufe in der Bekämpfung von Migrationsbewegungen in den globalen Norden. Transitländer werden durch offenen Zwang dazu genötigt, eine zunehmend repressive Innenpolitik zu übernehmen.

Robert D. Meyer

Dreist, dreister, Meuthen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat bestätigt: Die Strafzahlung des Bundestags aufgrund einer illegalen Wahlkampfunterstützung zugunsten der AfD ist zulässig. Erschreckend ist, wie sich Parteichef Meuthen in der Sache als unwissender Naivling inszenierte.

ndPlusMarion Bergermann

Halb abgedankt

Besten Boulevardstoff lieferten diese Woche Prinz Harry (35) und Meghan Markle (38). Sie wollen den Großteil ihrer royalen Verpflichtungen niederlegen, sich finanziell unabhängig machen und neben England auch in den USA leben. »Warum bloß?«, fragen sich Medien und Fußvolk seitdem. Dass es not amusing ist, zur Königinnenfamilie zu gehören, ließen der Herzog und die Herzogin von Sussex mehrmals durc...

Katja Kipping

Was die Iran-Krise zeigt

Der gegenwärtigen Bundesregierung ist in der Kriegsfrage nicht über den Weg zu trauen. Sie duckt sich weg. Nur mit der LINKEN in einer kommenden Regierung ist sichergestellt, dass Deutschland in keinen neuen Krieg stolpert.

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Mjam!

Guten Tag! Gestatten, »Fat Cat« mein Name. Mein mit polierten Brillanten besetzter Napf ist immer voll, und mein Lieblingsseidenkissen auf der antiken Kommode neben dem Gucci-Paravent ist immer frisch gewaschen. Schnurr. Ich kann also nicht wirklich klagen. Meine einzige Sorge ist derzeit, dass in der von Herrchen neulich ausgebauten Speisekammer im Keller (200 Quadratmeter) schon wieder der ...

Mesut Bayraktar

Was habe ich mit Oury Jalloh zu tun?

»Meine Mutter muss sich anhören, dass sie Deutsch lernen müsse, aber niemand bietet ihr einen Stuhl an, um ihr Deutsch beizubringen, bis heute nicht.« Mesut Bayraktar über den Rassismus in Deutschland, der die Herzen kolonialisiert.

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Paula Irmschler

Solicocktail

Auf den Glückseinkommensnachweis zu lange gewartet, die 
Kaution des Lebens nicht zurückbekommen: Paula Irmschler sammelt in ihrer Schlager-Kolumne Haben und Soll und findet Gold in jeder Scheiße.

ndPlusVeronika Kracher

Hände weg von Bambi!

Ich selbst habe mich eine Zeit lang vegan ernährt. Das wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert, denn vegane Ernährung ist nicht mehr und nicht weniger als der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, oftmals auch auf Leder oder Wolle. Aber ich habe mich nicht nur vegan ernährt, ich war Veganerin. Der Veganismus war bei mir, wie bei vielen, das, was meine Identität konstituierte. Und ich war...

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Inga Dreyer

Die Zukunft steht auf dem Spiel

Wenn in Berlin eine Miniaturstadt errichtet wird, dann gehört auch ein Laden dazu, der alles verkauft, was man so braucht. An einer der Holzbuden, die in der Galerie der »neuen Gesellschaft für bildende Kunst« (nGbK) in der Berliner Oranienstraße aufgebaut sind, prangt ein Schild mit der Aufschrift »SPÄTI«. Es gibt auch einen Copyshop mit Kopierer und Stiften und ein Hotel mit moderaten Preisen. »...

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Keine Angst vorm Fliegen

Das Passagierflugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel. Wenn es beim Flug wackelt, sind es nur harmlose Winde. Im Katastrophenfilm »Flight« aber ist es ein Sturm, der die Hydraulik ausfallen lässt und die Maschine in den Sturzflug zwingt. Doch dem Piloten (Denzel Washington) gelingt Unglaubliches: Er dreht das Flugzeug auf den Rücken und kann es so wieder steuern - wie im Videospiel. Der traut sic...

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Radek Krolczyk

Sozialismus in French-Houses

Anjar ist eine kleine armenische Stadt in Libanon. Ihre Gründung war eine politische Notwendigkeit. Mit seinem Buch hat Vartivar Jaklian die Geschichte dieser diasporischen Gemeinde überhaupt erst wahrnehmbar gemacht.

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ndPlusAlexander Isele

«Heute Hongkong, morgen Taiwan»

Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen wird am Samstag höchstwahrscheinlich wiedergewählt. Die Furcht vor einem größeren Einfluss Chinas verhilft ihr nach einem Umfragetief zum politischen Comeback.

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ndPlusAlexander Isele

Hackerangriffe von 9 bis 17 Uhr

In ihrer Neujahrsansprache erhob Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen schwerwiegende Vorwürfe gegen die Volksrepublik China. »In den vergangenen Jahren haben sich Chinas diplomatische Offensive, der militärische Druck, die Einmischung und Infiltration unvermindert fortgesetzt«, so Tsai. Das Ziel sei klar: »China will Taiwan dazu zwingen, Abstriche bei unserer Souveränität zu machen.« Für Tsai ist das ...

ndPlusAlexander Isele

Generationenfrage China

In Taiwan sind es vor allem die jungen Menschen, die sich mehr mit ihrem Land verbunden fühlen als mit dem chinesischen Festland. 35 Prozent geben in Umfragen an, die Unabhängigkeit Taiwans zu wollen. Sie könnten am Samstag die Wahl entscheiden.

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Johanna Treblin

Youtuber, Influencer, Parlamentarier

Bijan Kaffenberger macht Selfies mit Schülern, kauft Punsch bei Kita-Erzieherinnen, scherzt mit Kollegen anderer Parteien. Derweil zuckt sein Finger, biegt sich sein Oberkörper. Der hessische SPD-Politiker ist der einzige Landtagsabgeordnete mit Tourette.

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Ulrike Wagener

Rauchfrei Rauchen

Limonade ohne Kalorien, Käse ohne Fett, Bier ohne Alkohol. Der Genuss ohne Reue ist einer der vielen Träume, die unzählige Werbeagenturen angetreten sind zu erfüllen. Ihr neuster Clou: Rauchen ohne Rauch. Kaum eine Branche vermag es besser, wissentlich ein sehr schädliches und einigermaßen teures Produkt anzupreisen, als die Tabakindustrie: »Aufhören ohne aufzuhören«, lockt ihr neuestes Oxymo...

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ndPlusGeorg Quaas

Marx, Mathematik und Googles Profit

Es herrscht eine Kluft in Deutschland zwischen marxistischen und anderen ökonomischen Strömungen. Dabei haben diese sich in der Vergangenheit durchaus befruchtet. Eine Brücke könnte die Mathematik bilden.

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Peter Nowak

»So stolz und so bedroht«

Hilfsbrigaden und Soli-Kaffee: Nicaraguas Sandinisten erschienen der weltweiten Linken lange als Paradebeispiel des Kampfes Davids gegen Goliath. Doch was ist daraus geworden?

Thomas Gesterkamp Velten Schäfer

Katastrophe und Wunder

Auf das Gedenkjahr 2019 - 70 Jahre Grundgesetz und Bundesrepublik - folgt nahlos die Saison 2020, die sich um das 75. Jubiläum des Kriegsendes rankt. Bahnbrechend wäre es, beides zusammenzudenken - Hinweise für die Redenschreiber in Geschichtsdeutschland.

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ndPlusUlrike Henning

Besser als gar kein Alkohol

Die Prohibition in den USA zwischen 1920 und 1933 veränderte Herstellung, Verkauf und Konsum von Alkohol. Allerdings nicht in der gewünschten Art und Weise. Whiskey auf Rezept war nur eine der skurrileren Auswirkungen des staatlichen Alkoholverbots.

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Lidia Polito

Legalisierung außer Sicht

Alkohol ist legal, Cannabis aber nicht. Über die Legitimität dieser Gesetzeslage wird immer wieder debattiert. Doch die deutsche Politik hält an dem Verbot fest - obwohl die Strafen hauptsächlich Konsument*innen treffen.

Lidia Polito

Der Konsum der Anderen

Kommunismus, Migranten, Wahnsinn - die innersten Ängste der US-amerikanischen Bevölkerung führten dazu, dass der Kampf gegen Drogen allgemeine Akzeptanz fand. Und seine verheerenden Folgen bis heute sichtbar sind.

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Weniger Eis auf Flüssen

Breite Flüsse werden infolge der Klimaerwärmung künftig seltener zugefroren sein, heißt es in einer Studie, die im Fachblatt »Nature« (DOI: 10.1038/s41586-019-1848-1) erschien. In den vergangenen drei Jahrzehnten sei der Anteil der von Eis bedeckten Flussfläche global gesehen im Schnitt um 2,5 Prozentpunkte gesunken, schreibt das Team. Am stärksten betroffen waren demnach das Hochland von Tibet, O...

TESS findet Planeten

Auf der Suche nach womöglich bewohnbaren Planeten außerhalb unseres Sonnensystems hat der NASA-Forschungssatellit TESS eine erste Entdeckung gemacht: Der Exoplanet TOI 700 d sei von seiner Größe her mit der Erde vergleichbar und verfüge möglicherweise über flüssiges Wasser, teilte die US-Raumfahrtbehörde beim Jahrestreffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Honolulu (Hawaii) mit. TO...

Lithium-Schwefel-Batterie

Australische Forscher haben nach eigenen Angaben den bislang leistungsfähigsten Lithium-Schwefel-Akku entwickelt. Die wiederaufladbare Batterie könne die Leistung der aktuellen Marktführer um mehr als das Vierfache übertreffen, berichtete die Monash-Universität im australischen Clayton. Kern des derzeitigen Labormusters ist eine besonders robuste Schwefel-Elektrode, die das Team um Monash-Forscher...

Beteigeuze schwächelt

Astronomen rätseln über eine außergewöhnliche Schwächeperiode des Roten Riesen Beteigeuze im Sternbild Orion. Die Helligkeit der Riesensonne hat sich seit Oktober mehr als halbiert. Die genaue Ursache für den starken Helligkeitsabfall sei nicht bekannt, erläuterte Thomas Janka vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München. Als Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Supernov...

ndPlusBarbara Barkhausen

Durch die Augen der Tiere

Wie Tiere die Welt sehen, untersuchen Wissenschaftler schon seit Langem. Dabei haben sie entdeckt, dass Geckos selbst nachts Farben erkennen können, Bienen UV-Licht und Schlangen Infrarot sehen. Auch der Spruch »Augen wie ein Adler« stimmt tatsächlich: Adler und andere Raubvögel können noch aus mehreren hundert Metern Höhe ihre oft winzige Beute am Boden erspähen. Doch die meisten Tiere - mit...

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Graswurzeln mit Revolutionspotenzial
ndPlusKnut Henkel

Graswurzeln mit Revolutionspotenzial

Vetiver heißt ein bis zu drei Meter tief wurzelndes Gras aus Asien. In Lateinamerika könnte es helfen, die Bodenerosion zu bekämpfen. Ein Umweltspezialist wirbt seit Jahren für den Einsatz des Süßgrases – stößt aber oft auf taube Ohren.

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Ines Wallrodt

»Gutes Neues« ist eher was Süddeutsches

Hatten wir uns eigentlich schon ein frohes Neues gewünscht? Bin ich mir nicht sicher. Ich bin ja nicht unbedingt so der große Höfliche. Höchstens per E-Mail. (schaut nach) Aber doch, ja, ich habe mich sogar einer gehobenen Ausdrucksweise bedient: »... auch Dir sei ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr gewünscht.« Klingt wirklich nicht nach dir. Aber da sieht man es: Neujahrwünsche si...

ndPlusMike Mlynar

Simpler Schluss

Wie zu hören, seien die Berater des US-Präsidenten überrascht gewesen, dass er sich unter den Vergeltungsmöglichkeiten gegen Iran für vorsätzlichen Mord entschied. Zwar agieren andere Staaten, wenn auch nicht so weltöffentlich inszeniert, durchaus vergleichbar. Dennoch steht aktuell nur diese Frage im Raum: Welcher Logik, politischer oder auch klassisch-formaler, folgte dieses US-Verbrechen? Den L...

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ndPlusClaudia Krieg

«Viele verstecken sich»

Wir wollen nicht nur zählen, wir wollen zeigen: Obdachlose Menschen gehören zu dieser Stadt, und wir heißen sie auch willkommen«, erklärt Sozialsenatorin Elke Breitenbach (LINKE) zur Nacht der Solidarität. »Auch die Obdachlosen sind Teil dieser Stadtgesellschaft, und diese Stadtgesellschaft übernimmt Verantwortung füreinander. Wir sind solidarisch mit den Menschen, die in prekären Lebenssituatione...

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Nicolas Šustr

Lösungen für die Berliner Misere

Es ist ein Dokument des Schreckens, denn es dokumentiert die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt. «Wohnraumbedarfsbericht» heißt es.

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ndPlusAndreas Fritsche

Fotograf im Dienst der Nazijäger

Michael Maor war 27 Jahre alt und studierte in Köln Fotografie. Im Frühjahr 1960 fuhr er mit dem Zug nach Frankfurt am Main und drang abends als Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad in das Büro des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer ein. Dort fotografierte er Dokumente. Es waren Beweismittel gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, den Organisator der Deportation der Juden. El...

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Andreas Knobloch, Havanna

Kalter Krieg in der Karibik

2014 hatte es US-Präsident Barack Obama geschafft, dass ein kubanisches Baseballteam nach 54 Jahren wieder an der Serie del Caribe teilnehmen konnte. Kommando zurück, heißt es unter Donald Trump.

ndPlusMichael Wilkening

Geliebter Angstgegner

Nach dem 34:23 bei ihrem EM-Auftakt gegen die Niederlande müssen die deutschen Handballer am Sonnabend schon gegen den Titelverteidiger Spanien ran.

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ndPlusJirka Grahl

»Ich fühle mich dann wie früher«

In Dresden tragen olympische und paralympische Skiläufer erstmals ihre Weltcups gemeinsam aus. Paralympics-Siegerin Andrea Eskau erzählt über den Skiweltcup, den Rausch der Geschwindigkeit und den Dopingbann für die russischen Sportler.

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ndPlusMichael Juhran

Auf Skiern durchs Welterbe

Seit dem 6. Juli 2019 gehört die deutsch-tschechische Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Welterbe der UNESCO. Ein Blick auf die Loipen, die Langläufer auf die tschechische Seite des Gebirges locken sollen.

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ndPlusLou Zucker

»Frauenkörper sind immer politisch«

Riah May Knight war früh politisiert. Mit drei Jahren beschwerte sie sich, dass sie »Amen« statt »Awomen« sagen sollte. Ein paar Jahre später wurde es weniger witzig: Ihre Mutter, eine Romni, erhielt Morddrohungen.