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Unten links

Divide et impera, teile und herrsche - dieses Mantra hat den Mächtigen der Welt stets gute Dienste geleistet. Wie mächtig es ist, zeigt sich, da es die Herrschenden gegen sich selbst einsetzen. Nun beruht die Macht von Königshäusern heute und des Vatikans schon immer nicht auf Divisionen - und fürs Dividieren gab es immer schon fähige Banker -, sondern auf dem Verteilen von Souvenirs, steilen Schl...

Wolfgang Hübner

Das Hufeisen lässt grüßen

Dass Donald Trump es mit der Wahrheit nicht besonders ernst nimmt, ist hinlänglich bekannt. Der US-Präsident biegt sich die Fakten und Fantasmen alternativ zurecht, wie er es gerade braucht. Was er der Welt allerdings zur Begründung des Mordes an dem iranischen General Soleimani erzählt, erscheint immer deutlicher als faustdicke Lüge. Der General habe unmittelbar bevorstehende Angriffe auf US-Bürg...

Sebastian Haak, Erfurt

Thüringens Politik im Krisenmodus

Erstmals seit der Landtagswahl Ende Oktober haben sich in Thüringen die Spitzen von LINKE, CDU, SPD, Grünen und FDP zu einem formalen Gespräch getroffen. Es blieb jedoch ohne Ergebnis.

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ndPlusKurt Stenger

Feuerstürme und trockene Gewitter

Die australischen Buschbrände sind Folge von Dürre und Hitze. Doch sie erzeugen auch ihre eigenen Wettersysteme, die die Brände noch beschleunigen.

ndPlusThomas Berger

Einsicht ohne Kehrtwende

Während sich die Waldbrände in Australien weiter voranfressen, hat Premier Scott Morrison in einem Interview erstmals Fehler eingeräumt und Nachbesserungen im politischen Handeln angekündigt.

Barbara Barkhausen (Sydney) und Kurt Stenger

Stoppsignal für Klimaschutz

Erst umgarnte der Chef des deutschen Siemens-Konzerns die Klimaschutzbewegung - jetzt bringt er sie noch mehr gegen sich auf. Wegen »lächerlicher« 20 Millionen Euro.

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ndPlusNils Brock

Stopft mir den Mund!

Chile hat mit Mónica Echeverría eine wache und unbequeme Chronistin verloren. Die Anhängerin des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende sparte mit ihrer Kritik auch nicht prominente Parteigänger aus.

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Anträge auf Todes-Arznei abgelehnt

Berlin. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat einem Medienbericht zufolge auf Weisung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehr als 100 Anträge auf tödliche Medikamente zur Sterbehilfe abgelehnt. Wie das Bundesinstitut dem Berliner »Tagesspiegel« mitteilte, sei in insgesamt 102 Fällen der Zugang schwerstkranker Patienten zu tödlichen Medikamenten versagt worden. In ...

ndPlusUwe Kalbe

Heimlich unersetzlich

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt den Schutz ausländischer Bürger vor dem BND. Journalisten sehen sich pauschal überwacht. Eine Verletzung ihrer Grundrechte, obwohl alles im Ausland geschieht?

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Uwe Sattler

»Es herrschen apokalyptische Zustände«

Pushbacks, das gewaltsame Zurückdrängen von Geflüchteten, ohne ihnen die Chance zu geben, einen Asylantrag zu stellen, sind in der EU verboten. Doch die beiden LINKEN-Poltikerinnen Cornelia Ernst und Özlem Alev Demirel haben genau das im Grenzgebiet zwischen Bosnien und Kroatien beobachtet.

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Kontinuität in Malta

Der Rechtsanwalt Robert Abela übernimmt in Malta die Macht von Premier Joseph Muscat. Seine Wahl zum Parteichef ist eine Überraschung, denn der 42-Jährige ist noch nicht lange im Parlament.

ndPlusChristian Selz, Kapstadt

»Tiefe Spaltung der Organisation«

Der zweite Samstag des Jahres hat einen festen Platz im politischen Kalender Südafrikas. Der African National Congress (ANC) feiert dann seinen Gründungstag und stellt sein Programm für das Jahr vor.

Philip Malzahn

Irans Flucht vor der Verantwortung

Während in Iran Tausende protestieren, dementiert die Regierung in Teheran, den Abschuss des Flugs PS 752 vertuscht zu haben.

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Alina Leimbach

Sozialstaat ist auch Nahverkehr

Die LINKE hat ein neues Konzept für den »Sozialstaat der Zukunft« beschlossen. Die Partei will einen Mindestlohn von 13 Euro und eine Mindestrente von 1200 Euro.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Betrügerischer Überschuss

In den europäischen Handelsbilanzen gibt es Ungereimtheiten. Reine Messfehler, wiegelt das Bundesfinanzministerium ab. Dabei könnte eine EU-Datenbank leicht Abhilfe schaffen.

Sebastian Weiermann

Aus Datteln 4 dampft es schon

Das Kohlekraftwerk Datteln 4 des Energiekonzerns Uniper speist Strom ins Netz ein und soll im Sommer in den regulären Betrieb gehen. Für Klimaschützer ist dies ein Skandal.

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Kurt Stenger

Kaesers Richtungsentscheidung

Es ist ein reichlich perfides Spiel, das Siemens-Chef Joe Kaeser gerade inszeniert. Garniert mit ein paar Krokodilstränen, verkündet er das Festhalten an einem klimaschädlichen Kohleprojekt in Australien, wo gerade als Folge der Erderwärmung gewaltige Buschbrände toben. Generös verspricht er, sich am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zu beteiligen. Ein Mitverursacher also, der vom Elend de...

Markus Drescher

Die Antwort ist Debatte

Wer sich im Internet in sozialen Medien bewegt, soll das unter seinem Klarnamen tun. Diese Forderung gibt es ebenso regelmäßig - zuletzt war es nun Wolfgang Schäuble -, wie sich zwangsläufig Protest dagegen erhebt.

Stefan Otto

Unwürdiges Hinhalten

Passive Sterbehilfe ist in Deutschland im Prinzip erlaubt. Menschen dürfen sich von ihrem Leid mit Medikamenten erlösen. Das entsprechende Gesetz aus dem Jahr 2015 verbietet nur die kommerzielle Sterbehilfe. Um Missbrauch zu verhindern, muss allerdings jeder Einzelfall geprüft werden. Genau das verwehrt aber der Gesundheitsminister mit einem behördeninternen Erlass. Anträge auf die Bereitstellung ...

Hagen Jung

Kein Ekeltest

Schweinesperma, Känguruhoden oder andere »Genüsse«, wie sie in früheren Folgen der RTL-Sendung »Dschungelcamp« den Kandidaten als Ekeltest vorgesetzt wurden, braucht der ehemalige Bundesverkehrsminister Günther Krause nicht in sich hinein zu würgen.

Andreas Koristka

Der ganz große Kompromiss

Mehr Kitas, aber nur, wenn die Kinder dort von den eigenen Müttern betreut werden - könnten so die ganz großen Kompromisse einer Thüringer Projektregierung zwischen Rot-Rot-Grün und CDU aussehen?

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Martin Kröger

Die Loveparade braucht keiner

Einst hat die Loveparade den Ruf Berlins als Metropole der elektronischen Clubmusik mit befeuert. Doch mit den Jahren wurde die Veranstaltung immer kommerzieller. Am Schluss hatte die Parade in Berlin nichts mehr mit ihrer ursprünglichen Intention zu tun. Es war deshalb damals konsequent und richtig, der Loveparade den politischen Charakter abzusprechen. Dass der Umzug irgendwann nach Nordrhein-We...

Philip Blees

Immer mehr Waffen zu Silvester

Die Innenpolitik zieht Resümee aus der Silvesternacht: Schreckschusspistolen stellen demnach ein immer größeres Problem zu Silvester dar. Die Böller-Verbotszonen sind derweil erfolgreich.

ndPlusPeter Nowak

Ausverkauf wider Willen

Seit 17 Jahren verkauft Daniela Wisotzky in der Samariterstraße 8 Kleidung für den kleinen Geldbeutel. Damit ist nun Schluss: Zum Monatsende wurde ihr gekündigt.

Martin Kröger

Stellenboom fördert Integration

Der Anstieg der Beschäftigung wird sich in Berlin wohl 2020 fortsetzen. Trotz der Eintrübung der Konjunktur wird es deutlich mehr Jobs geben. Das Berliner Jobwunder bringt auch Geflüchtete in Lohn und Brot.

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ndPlusClaudia Krieg

Kiezklinik statt Profitgier

Auf dem Areal der ehemaligen Kindl-Brauerei entsteht ein Gesundheitszentrum, in dem die Versorgung am tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung ausgerichtet werden soll. Nächstes Jahr soll es eröffnen.

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ndPlusAndreas Fritsche

Regen, Sonne, Klimawandel

Das von einem Verein getragene Wettermuseum in Lindenberg lädt Lehrer und Erzieher zur Eröffnung einer Lernwerkstatt ein. Hier soll es ab Februar Projekttage für Schulklassen geben.

Wilfried Neiße

Volksinitiative Artenvielfalt eingereicht

Die Volksinitiative »Artenvielfalt retten« übergab am Montag 73.052 Unterschriften an Landtagsvizepräsidentin Barbara Richstein (CDU). Lehnt der Landtag die Initiative ab, so wollen die Umweltverbände ein Volksbegehren starten.

Nicolas Šustr

Easyjet wartet Flugzeuge selbst

Der britische Billigflieger Easyjet will am Flughafen BER seinen ersten eigenen Wartungsstandort in Kontinentaleuropa eröffnen. Nach London-Gatwick ist Berlin der zweitgrößte Standort.

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ndPlusVolker Stahl, Hamburg

»Chaotisches Geschäftsgebaren«

Ein Hamburger wechselte zum Energieanbieter Immergrün und erlebte sein »blaues Wunder«. Die Verbraucherzentrale wies ihm letztlich den Weg, um zu seinem Recht zu kommen.

ndPlusHerbert Mackert, Nürnberg

Leben zurückholen

Überraschend kündigte Ulrich Maly im März seinen Rückzug aus der Politik an. Für die SPD ist der Abgang des populären Rathauschefs ein herber Verlust, für Maly ein Gewinn an Freiheit.

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ndPlusWalter Kaufmann

Heimatsuche, Heimatfinden

In der bestechend gut geschriebenen Geschichte von Maxim Leos »verschwundener Familie« tun sich jüdische Schicksale aus bedrängten Zeiten auf: Vor den Nazis geflohen, verschlägt es sie in verschiedene Länder und Orte. In Old England hat sich André, Hildes kleiner Sohn, den Gepflogenheiten eigenwilliger, oftmals allzu strenger Pflegeeltern anzupassen. Bis er endlich mithilfe eines neu in sein Leben...

Reiner Oschmann

Modernisierungsstau bei Hofe

Der Lieblingsenkel der Queen schmeißt hin. Zusammen mit seiner Frau. Harry & Meghan haben einen Unabhängigkeitskrieg gestartet, den sie kaum gewinnen können. Weil die britische Monarchie ein absurdes Theater ist.

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ndPlusMartin Stolzenau

Flotter Dreier

Für erste Schlagzeilen sorgte die gebürtige Rheinländerin Ida Dehmel mit einer Dreierbeziehung. Am 14. Januar 1870 in Bingen am Rhein unter dem Namen Ida Coblenz in einer reichen und recht konservativen jüdischen Familie geboren, hatte sie 1892 Bekanntschaft mit dem Lyriker Stefan George gemacht, der sie als seine »innige Freundin« zu ersten eigenen Versen inspirierte. Um sie seinem Einfluss zu en...

Tim Wolff

Jens und Jogi

Überall, wo Homosexualität nicht bekämpft, ja vielleicht nicht mal benannt werden muss, leben alle besser. Dort – und das wiederum gilt leider für fast alle Zeiten und Orte –, wo es nicht so war und ist, herrscht das Unglück.

ndPlusRainer Balcerowiak

Einfach den Flügel abfackeln

Es gehört zur Tragik des Kulturbetriebs, dass Künstler, die während ihres Lebens ein Nischendasein fristeten, nach ihrem Tod zur Lichtgestalt stilisiert werden. Für zeitgenössische deutsche Musiker aus den Sparten Avantgarde und Jazz ist dieses Schicksal nahezu unausweichlich. Und so schaffte es auch Wolfgang Dauner, der am vergangenen Freitag im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit in seiner...

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Jan Freitag

Teufels Werk und Gottes Beitrag

Läuft ab jetzt auf Sky: »The Righteous Gemstones«. Eine Serie über Fernsehprediger. Sie werden dargestellt als 
ein Haufen zynischer, 
gieriger, egoistischer, geschmacksverirrter, brandgefährlicher Scheusale.

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ndPlusKirsten Opitz

Stolz auch ohne Olympia

Die Olympiaturniere in Tokio finden ohne deutsche Volleyballteams statt. Sportdirektor Christian Dünnes ist trotzdem positiv gestimmt.

Bahareh Ebrahimi

Eine von Millionen Unterdrückten

»Ich bin weder Heldin noch Fahnenträgerin iranischer Teams. Ich bin eine von Millionen unterdrückter Frauen in Iran.« Das schrieb Kimia Alizadeh, Taekwondokämpferin und einzige olympische Medaillengewinnerin Irans, am Wochenende auf Instagram.

Klaus Weise

»Oder ihr sinkt wie ein Stein«

In Budapest wollen die deutschen Frauen und Männer bei den Wasserball-Europameisterschaften ihre letzten Olympiachancen wahren. Dafür muss jedoch vieles perfekt zusammenkommen.