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Regina Stötzel

Fragen Sie Ihren Foodbeauftragten!

Smart Farming oder Urban Gardening – der Gegensatz zwischen Stadt und Land ist nicht so gewaltig, wie die Feindbilder in der aktuellen Agrardebatte vermuten lassen. Lesen Sie auch, wie Kevin Kühnert die SPD retten will, was die jüngsten Proteste im Iran bedeuten und wie die Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co enteignen« wieder in Schwung kommt.

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ndPlusBernard Schmid

Ein Zugeständnis, das keines ist

Die französische Regierung will auf die Anhebung der Altersgrenze, ab der man abschlagsfrei in Rente gehen kann, verzichten. Doch bei dem angeblichen Rückzug handelt es sich lediglich um einen Aufschub. Und der harte Kern der Rentenreform bleibt ohnehin unangetastet.

Bernard Schmid

Rente und noch viel mehr

Nicht zum ersten Mal gehen die Franzosen gegen Rentenpläne ihrer Regierung auf die Straße. Man glaubt, die Bilder zu kennen - und doch unterscheiden sich die aktuellen Streiks von früheren. Nicht nur hinsichtlich ihrer wahrhaft »historischen« Länge.

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Haidy Damm

Falscher Fokus

Der Städter ist ja angeblich so: kosmopolitisch, liberal und in der Debatte um Agrarpolitik auf jeden Fall öko-beseelte Mittelklasse. Doch das Feinbild Stadtmensch nützt in der Agrardebatte vor allem der Lebensmittelindustrie.

ndPlusHaidy Damm

Die Aqua-Farm in der Stadt

Es ist Grüne Woche 
in Berlin, in vielen Städten wird für oder gegen eine Agrarwende demonstriert. Alle reden über Landwirtschaft. Die wird nicht nur auf dem Lande gemacht, wie ein Besuch in der Stadtfarm zeigt.

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Jana Frielinghaus

Entfremdung überwinden

Stadt-Land-Konflikte sind auch im Kritischen Agrarbericht Schwerpunktthema. Der von Landwirten, Umwelt- und Tierschützern sowie entwicklungspolitisch Aktiven erarbeitete Report ist ein Dialog- und Informationsangebot an agrarpolitisch Interessierte.

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ndPlusFriedrich Burschel

NSU-Komplex, Zelle Kassel

Der so genannte Verfassungsschutz, ein V-Mann und jede Menge Neonazis: Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sollte nicht mehr unabhängig vom NSU-Komplex betrachtet werden.

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Sebastian Haak , Erfurt

Thüringer Machtfragen

Eigentlich wollte Rot-Rot-Grün am Freitag den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über die Bildung einer Minderheitsregierung in Thüringen verkünden. Doch es bleibt offen, wie die Ministerien der neuen Landesregierung zugeschnitten sein sollen.

ndPlusJohanna Treblin

Gleicher Lohn? Doch nicht

Künftig soll in der EU gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. So sieht es die neue EU-Entsenderichtlinie vor. Doch ein Gesetzentwurf, der diese Richtlinie in nationales Recht umsetzen soll, ist nach Ansicht von Kritikerinnen eine Mogelpackung.

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Robert Putzbach

Schmutzige Mitschnitte

Nachdem Audiomitschnitte im Internet auftauchen, bietet der ukrainische Premierminister Oleksij Hontscharuk nach nur vier Monaten im Amt seinen Rücktritt an. Doch wer profitiert vom Wirbel innerhalb der Regierung?

Aert van Riel

Polizeischutz reicht nicht

Es ist eine gute Nachricht, dass der Kamp-Lintforter Bürgermeister Schutz erhält und keinen Waffenschein mehr will. Doch wichtiger wäre es, nun auch die Ursachen für rechte Hetze und Gewalt endlich wirkungsvoll zu bekämpfen.

Uwe Kalbe

Jeder gegen jeden

Am Sonntag erwartet Berlin die libyschen Konfliktparteien und die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates. Dass sich irgendjemand unter den Teilnehmern aus Deutschland oder der EU als überparteilicher Vermittler ansieht, ist allerdings unwahrscheinlich.

Haidy Damm

Königin der Gifte

Brasiliens Agrarministerin Tereza Cristina darf auf dem Auftaktplenum des Global Forum for Agriculture sprechen, obwohl sie es Indigenen im eigenen Land schwer macht. Zudem ist ihre eigene Familie in die unrechtmäßige Aneignung von Land involviert.

Andreas Thomsen

In der Schwäche liegt eine Chance

Spanien hat eine neue Regierung. Es brauchte zwei Parlamentswahlen im vergangenen Jahr, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Und nach wie vor handelt es sich um eine Regierung ohne eigene Mehrheit, erneut um eine Minderheitsregierung. Das ist nicht neu. Neu ist jedoch zweierlei: Es ist die erste Koalitionsregierung des postfranquistischen Spanien. Und sie ermöglicht auch die erste Regierungsbeteiligun...

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ndPlusFritz Tietz

Bald ist autofrei

Vor einigen Jahren fing das an. Als es gelegentlich noch schneite. Ein Montagmorgen, es hatte einen heftigen Wintereinbruch gegeben. Nichts ging mehr auf den Autobahnen. Entsprechend lang gerieten die Verkehrsmeldungen im Deutschlandfunk, den ich zum Frühstück immer höre. Nie zuvor aber war ich auf die Idee gekommen, alle Staus zu einer Gesamtlänge zu addieren. Ich kam auf über 300 Kilometer. Dami...

Ali Nouri

»Habt Angst, wir sind alle zusammen«

Bei den jüngsten Unruhen in Iran ist die Mittelschicht wieder dabei, die sich vom Flugzeugabschuss besonders betroffen zeigte. Auch viele Prominente der Kulturszene haben sich den Protesten angeschlossen.

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ndPlusJasper Nicolaisen

Die Sehnsucht nach den Kröten

Es lebe die Lesebühne! In Berlin wird die »Reformbühne Heim & Welt« 25 Jahre alt. Ein Gespräch mit den Heiko Werning und Jakob Hein über das undoofe Lesen und Trinken im Stehen.

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Thomas Blum

Die ganze Geschichte der Musik

Experiment, Euphorie, Ekstase: Der Dokumentarfilm »Where Does a Body End?« zeichnet den Werdegang der ebenso einflussreichen wie radikalen US-amerikanischen Band Swans nach.

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Spendenziel der nd-Soliaktion um über 3.900 Euro übertroffen

Spendenziel der nd-Soliaktion um über 3.900 Euro übertroffen

Liebe Leserinnen und Leser, der Kontostand zum Ende der nd-Spendenaktion 2019/2020 ist: 73.912 Euro! Nur 2015/16 konnte in der seit 2002 alle Jahre um die Weihnachtszeit laufenden nd-Soliaktion die 70 000er-Schwelle übertroffen werden. Das Spendenkonto bleibt diese Woche geöffnet, um niemandem die Chance zu verbauen, sich noch zu beteiligen. Die Projekte in Senegal, Nepal und Ghana, die von d...

Senegal: So geht konkrete Hilfe

Mariam Sow, die Direktorin von Enda Pronat, ist begeistert: »Die Unterstützung aus Deutschland hat die positive Entwicklung in Lérabé angekurbelt. Auf diese Weise werden alle Mitglieder der Gemeinschaft miteinbezogen. Sie lernen ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig in Wert zu setzen; denn nur das bietet ihnen ein sicheres Fundament für die Zukunft.« Die senegalesische Nichtregierungsorganis...

Ghana: Solidarität ist herzlich willkommen

Ghana: Solidarität ist herzlich willkommen

Anfang des Jahres habe ich Sandra Kwabea Sarkwah von der Kakaobauernorganisation SEND-Ghana angerufen und ihr mitgeteilt, wie viel Geld die Leser und Leserinnen des »neuen deutschland« schon für die Unterstützung der Kakaobauern gespendet haben. Sie war begeistert: »Es ist für uns immer wieder wichtig zu sehen, wie viele Menschen auch in Deutschland am Wohlergehen der Kakaobauernfamilien und an de...

Nepal: Gemeinsame Ziele verbinden

»Wir zeigen hier, dass gesellschaftliche Veränderungen - also mehr Gemeinschaft, mehr Gleichberechtigung und mehr Solidarität - direkt in einer Sicherung der Ernährungslage münden können. Das ist auch durch die starke Solidarität aus Deutschland möglich und dafür danke ich ihnen«, schrieb Surendra Shrestha von SAHAS Nepal. Als Direktor der nepalesischen Partnerorganisation des Solidaritätsdienstes...

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Julia Wycisk

Die Elite klaut zurück

Bezug auf die Unterklasse, aber bitte ironisch: Was die neuesten Stile des Fashionbetriebes über die Jetztzeit sagen - und eine Kulturgeschichte der Aldi-Tüte.

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ndPlusMarcel Bois

Blaue Fronten, rote Ideen

Der Arbeiter hat »mehr von seinem Spülstein als von dem Engel auf dem Dach«. Die Urheberin dieses Zitats, Margarete Schütte-Lihotzkys, ist für die Einbauküche berühmt geworden. Doch das ist nicht ihr einziger Verdienst im sozialen Wohnungsbau.

Seite 19
Ulrike Wagener

Das Schwesternsyndrom

»Ein großes Herz«: Derlei Vorstellungen über die Expertise von Pflegekräften zeugt von der Genese des Berufs, gestützt auf sexistische Strukturen. Will man den Pflegekräftemangel lösen, muss man die gesellschaftliche Stellung von Sorgearbeit überdenken.

Seite 20
ndPlusKim Schröther

Die «Reinigung»

Man hätte was sagen sollen, traute sich aber nicht. Man sah die Widersprüche, fand aber keinen Umgang damit: Die Protokolle der Befragungen der Politbüromitglieder beim Ausschlussverfahren vor 30 Jahren zeichnen ein Sittenbild der politischen Agonie der DDR-Führung.

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ndPlusMichael Lenz

Karotten vom Himmel

Die Buschfeuer in Australien bedrohen nicht nur Menschen. Viele bereits seltene Arten sind vom Untergang bedroht. Manche Pflanzen wie der heimische Eukalyptus hingegen haben sich den Flammen angepasst. Frisches Grün sprießt aus der Asche.

Seite 23
Iris Rapoport

»Omnis cellula e cellula«

»Jede Zelle entsteht aus einer Zelle«, das hat Rudolf Virchow im Jahre 1855 erkannt. Tatsächlich gibt es eine Kontinuität des Lebens. Alle Organismen - vom einzelligen Bakterium bis hin zum vielzelligen Tier - sind Nachfahren einer Urzelle, die vor rund drei Milliarden Jahren auf unserer Erde entstand. Jede Zellvermehrung läuft als geordnete Kette von Ereignissen ab. Dabei verdoppelt sich ihr...

ndPlusManfred Ronzheimer

Bauer sucht Computer

Digitalisierung der Landwirtschaft soll helfen, Lebensmittel effektiver und nachhaltiger zu produzieren. Doch schon die längst existierenden Techniken des Precision Farming halten nicht, was sie versprechen.

Seite 24
Wolfgang Hübner

»Das ist digitale Bananenware«

Dr. Steffen Schmidt ist Wissenschaftsredakteur des »nd« Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Wolfgang Hübner fragte ihn nach Lücken in den Windows-Betriebssystemen.

Seite 25
Nicolas Šustr

Nach dem Deckel die Enteignung

»Nach dem Deckel ist vor der Enteignung«, heißt es für die Aktivisten der Initiative »Deutsche Wohnen & Co enteignen«. Sie wollen die Vorstellungen für eine künftige demokratische Bewirtschaftung mit der Stadtgesellschaft diskutieren.

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Claudia Krieg

Entscheidende 90 Minuten

Einfache Sprache, Barrierefreiheit, «Design für alle»: Die neue Ausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz ist ein Versuch, die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten allen Menschen nahezubringen.

Seite 27
ndPlusWilfried Neiße

Der Unmut wächst mit dem Turm

Der umstrittene Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche schreitet voran. Das nachgebildete Glockenspiel, an dem verdächtige rechte Sprüche angebracht sind, wurde Ende vergangenen Jahres immerhin abgestellt.

Seite 28
Christoph Stukenbrock und Irina Gnep

Der gern gesehene Dieb

Zum Auftakt der EM-Hauptrunde in Österreich feiern die deutschen Handballer einen klaren Sieg gegen Belarus. Dabei spielt sich ein Debütant endgültig in den Mittelpunkt. Dabei war seine Nominierung umstritten.

Alexander Ludewig

Träumen ohne Lizenz

Sportlich hatte bei Hertha BSC lange Zeit Michael Preetz das Sagen. Nun ist der Manager in der Rolle des Bremsers - um überhaupt noch gehört zu werden. Und, um größenwahnsinnige Ziele von Investor Windhorst und Trainer Klinsmann zu relativieren.

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ndPlusRonny Blaschke

Die ultimative Flucht vor der Religion

Schon vor der Islamischen Revolution wurde der Fußball in Iran für politische Zwecke vereinnahmt. Dabei suchen Fans gerade in den Stadien einen Zufluchtsort weg von Politik und Religion.

Seite 30
Solveig Michelsen

Antworten auf »Overtourism«

In vielen Städten Europas sorgt der überbordende Tourismus für immer mehr Verdruss unter den Anwohnern. Smart gesteuerte Besucherströme könnten Abhilfe schaffen. In einigen Städten klappt es schon.

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ndPlusJirka Grahl

Die Demut schwindet

Immer mehr Menschen sind in den Bergen unterwegs, sagt Alexander Egger vom Österreichischen Bergrettungsdienst. Nicht alle kennen ihre Grenzen. Häufigste Unglücksursachen sind zu hohes Risiko und fehlendes Wissen über die Gefahren im Gebirge.

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Tom Mustroph

»Es ist seefräuische Pflicht, zu retten«

Wer mit dem Auto eine Panne hat, ruft den ADAC. Aber was macht man auf dem Meer? Da muss man sich darauf verlassen können, dass andere Schiffe Menschen in Seenot helfen, sagt Stephanie Lehmann, Kapitänin des Seenotrettungsschiffs »Eleonore«.