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Eva Roth

Leistungsträger und steigende Steuern

Es ist unfair, wenn bereits Facharbeiter den Spitzensatz zahlen – hier sind sich Politiker der Linkspartei und der FDP mal einig. Tatsächlich sind die Steuerzahlungen von Menschen mit mittleren Einkünften gestiegen. Das liegt aber nicht am Spitzensteuersatz.

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Hans-Gerd Öfinger, Frankfurt am Main

Tarifrunde in schwierigen Zeiten

Die IG Metall geht mit der Forderung nach einem »Moratorium für fairen Wandel« in die anstehende Tarifrunde. Sie will dabei über sichere Jobs und Investitionen sprechen, statt knallhart zusätzliche Lohnprozente herauszuholen.

Ines Wallrodt

Das Versprechen

Nach der schmerzhaften Niederlage 2003 hat sie sich lange nicht getraut, doch jetzt will die IG Metall die 35-Stunden-Woche im Osten noch einmal in einer Tarifrunde angehen.

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Jana Frielinghaus

Kinder dürfen bei kurdischer Aktivistin bleiben

Ein 13-jähriges Mädchen ist von Beamten auf einer Demonstration gegen die Isolationshaft des PKK-Gründers Öcalan gesehen worden. Daraufhin sollte der Mutter das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen werden. Nun hat ein Gericht entschieden.

ndPlusMax Zeising

Suhl auf der Suche

Suhl war in der DDR Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Eine wichtige Stadt, bekannt zudem für seine Waffenproduktion und natürlich die »Simson-Schwalbe«. Übrig geblieben sind davon nur Museen. Gibt es noch die Chance auf eine lebendige Zukunft?

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ndPlusSimon Poelchau

Kein Limit ist auch keine Lösung

Für Gegner einer Geschwindigkeitsbegrenzung sind Autobahnen ohne Tempolimits so etwas wie der heilige Gral. Doch mit der Kehrtwende des mächtigen ADAC ändert sich etwas in der Diskussion.

ndPlusRalf Klingsieck

Macron bleibt stur

Unbeeindruckt von den Demonstrationen und Arbeitsniederlagen des siebenten Streik- und Aktionstages hat der Ministerrat unter Vorsitz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag den Gesetzentwurf für die Rentenreform verabschiedet. 50 Tage Streik bei der Staatsbahn SNCF, 45 Tage bei den Pariser Verkehrsbetrieben RATP, viele kleinere und kürzere Streiks sowie ein halbes Dutzend Aktionstage...

Aert van Riel

Genossen als Lobbyisten

Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden. Der neue Job des früheren SPD-Vorsitzenden erinnert an Lobbytätigkeiten zahlreicher Sozialdemokraten aus dem Umfeld von Gerhard Schröder.

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Anna Maldini, Rom

Fisch ohne Fahne

Dass Italiens ultrarechter Ex-Innenminister Matteo Salvini ihr erklärter Feind ist, spricht für die »Sardinen«. Aber auch vor Italiens »Schicksalswahl« äußern sich die Flashmobber ansonsten lieber ethisch-moralisch als politisch.

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Klaus Joachim Herrmann

Putins Peremena

Will Putin nur seine Macht sichern? Manche Kritiker glauben das. Andere räumen ein, dass er sogar ein wenig Macht abgibt und sich den Weg in eine weitere Amtszeit verbaut. Auf jeden Fall hat er es eilig mit den Verfassungsänderungen.

Seite 8

Erdoğan macht, was er will

Der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei bleibt unangetastet. Dieses zentrale Ziel hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Stippvisite beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erreicht.

ndPlusHagen Jung

Klare Worte

»Wir Brauer sind sauer«, bekunden Beschäftigte der Gildebrauerei in Hannover auf einem Pappschild. Unweit des Mannes mit dem Schild ist eine Politikerin zu sehen: Anja Piel, Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion in Niedersachsen. Noch steht sie in diesem Tarifkonflikt mitten unter den Demonstrierenden, ab März wird sie in Berlin mit an der Spitze jener Organisation stehen, deren erste Aufgabe es...

Gerd Wiegel

Staatliches Ablenkungsmanöver

Das Verbot von Combat 18 soll Handlungsstärke des Staates zeigen, seine Umsetzung lässt dagegen den Verdacht aufkommen, dass es auch um die Vertuschung der Verstrickung des Staates mit dieser Szene gehen könnte.

Velten Schäfer

Ein deutscher Egotrip

Am Donnerstag wurde in Israel an die Befreiung von Auschwitz erinnert. Neben Überlebenden waren auch Staatsgäste zugegen: Russlands Präsident Putin und Israels Ministerpräsident Netanjahu zum Beispiel. Ein Kommentar der »Tagesschau« dazu sorgt für Empörung.

Seite 9
ndPlusChristof Meueler

Solo in die Rente

Das E-Gitarrensolo ist unüberwindbar. Eddie van Halen gehört zur »Population musikalischer Brontosaurier« (»FAZ«) und wird jetzt 65 Jahre alt. Nur Musik ist nichts für ihn.

Stefan Gärtner

Make forests great again

Soll man leben wie ein Wald? Für Peter Wohlleben sind die Bäume die besten Freunde der Menschen. Aber eigentlich geht es nur um ihn. Nach seinem seinem Baum-Bestseller jetzt auch im Kino.

Seite 10
Paula Irmschler

Bitte nicht mit Schauspielern beschäftigen!

Wir wollen uns von Schauspielern verzaubern lassen. Aber wir müssen dringend aufhören, hinter die Fassade gucken zu wollen. DA IST NICHTS. Denn die Schauspielerwerdung ist ein absolut grausames ständiges Mitsichselbstbeschäftigtsein.

Der alte Mann und das Bier
ndPlusChristian Y. Schmidt

Der alte Mann und das Bier

Christian Y. Schmidt lebt schon lange in Peking. Jedes Jahr kommt er nach Deutschland, wo er notiert, was ihm Sonderbares auffällt: Dieses Mal war er auf der Luxemburg-Liebknecht-Demo, auf der Fridays-for-Future-Demo und in Reinheim, dem deutschen Twin Peaks.

Seite 13
ndPlusSamuela Nickel

Von der Newa nach Neukölln

An welchem Punkt setzt man an, um die eigene Geschichte des Überlebens zu erzählen? Mit der Befreiung, mit den prägendsten Erinnerungen? Die Zeitzeug*innen im Film »Kinder der Blockade« beginnen von vorne: Am ersten Tag des Krieges war herrliches Wetter, erzählt Israel Potiha. Er war am See baden, als plötzlich die Menschen aufbrachen - was ist los, war ist passiert? »Kinder! Es ist Krieg!«, ruft ...

ndPlusRobert Putzbach

Die Straße des Lebens

Valentina Trofimovna Gerschunina hat die Leningrader Blockade überlebt und teilt ihre Erinnerungen mit nachfolgenden Generationen. Die Anzahl derer, die Geschichte durch ihr Schicksal lebendig machen können, werden jedes Jahr weniger.

Seite 14
Rendezvous mit Nur-Sultan
ndPlusNancy Waldmann

Rendezvous mit Nur-Sultan

Vor einem Jahr wurde Kasachstans Hauptstadt Astana – in der Landessprache »Hauptstadt« – über Nacht in Nur-Sultan umgetauft: eine Verbeugung vor dem abgetretenen Langzeitpräsidenten Nursultan Nasarbajew.

Seite 16
Felix Lill

Fly me to the Moon

Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa hat zehn Tickets für eine Rakete zum Mond gekauft. Neben acht Künstlern will er seine Freundin mitnehmen. Weil er seit Kurzem keine mehr hat, schaltete er eine exklusive Kontaktanzeige.

Seite 17
Conny Höflich

So alt wie ich

Was bleibt nach einem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz, was von dem Wissen um Einzelschicksale des millionenfachen Mordes? Betroffenheit, Mitgefühl, Trauer. Und die Verpflichtung zur Achtsamkeit.

Seite 18
Erster Schritt ins Dritte Reich
Manfred Weißbecker

Erster Schritt ins Dritte Reich

In Thüringen stellte im Januar 1930 die NSDAP die ersten Minister einer Landesregierung - Menetekel für das, was folgen sollte: Die Übertragung der Macht an die Nazis drei Jahre darauf mit der Ernennung von Hitler zum Reichskanzler.

Seite 19
»Ich hoffe auf mehr Achtsamkeit«
ndPlusKarlen Vesper

»Ich hoffe auf mehr Achtsamkeit«

»Unser Denkmal muss eine wahrhaft demokratische Gesellschaft sein. Damit ist der Erinnerung an alle Opfer am besten gedient«, mahnt der Historiker und Rabbiner Andreas Nachama, Sohn von Shoah-Überlebenden.

Seite 20
Josef Burg will heim
ndPlusKarsten Krampitz

Josef Burg will heim

Der Historiker Dr. Karsten Krampitz sah sich dem Auftrag nicht gewachsen, auf einer Zeitungsseite ein stimmiges Bild vom Verhältnis der DDR zu Holocaust und Antisemitismus zu zeichnen. Er musste an den Romanschriftsteller Karsten Krampitz übergeben.

Seite 21
Fenster zum Stacheldraht
Ingrid Heinisch

Fenster zum Stacheldraht

Kasimierz Smolen kam im Juli 1940 nach Auschwitz. Er hat überlebt. Zusammen mit Tadeusz Szymanski und Adam Zlobnicki hat er nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Gedenkstätte aufgebaut.

Seite 22

Knapp 11 000 Meter unter dem Meer

Eingepfercht in einer Art Röhre haben die beiden Männer vor 60 Jahren Tiefseegeschichte geschrieben: Der Schweizer Jacques Piccard und der Amerikaner Don Walsh erreichten im Pazifik als erste Menschen eine der tiefsten Stelle der Meere, das Challenger-Tief im Marianengraben. Die beiden ließen sich in ihrem Tiefsee-U-Boot »Trieste« hinabgleiten, mit Sauerstoff für zwei Tage und einem Unterwassertel...

ndPlusSteffen Schmidt

Puppen für die Mondmission

Die »Apollo«-Astronauten hatten Glück, dass sie nicht in einen Sonnensturm gerieten. Bei künftigen Flügen will man weniger Risiko eingehen. Beim unbemannten Flug der NASA-Kapsel »Orion« fliegen zwei mit Strahlenmessgeräten gespickte Puppen mit.

Seite 23
ndPlusReinhard Renneberg

Die DNA des Jahrzwölfts

Die chinesischen Tierzeichen haben nichts mit dem Sternenhimmel zu tun. Aber auch ihnen werden Eigenschaften zugeschrieben. Am 25. Januar 2020 beginnt das chinesische Jahr der Ratte.

Seite 24
Ulrike Wagener

»In günstigen Fällen rausgewürgt«

Dr. Steffen Schmidt ist nd-Wissenschaftsredakteur. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Ulrike Wagener fragte ihn nach dem 
Ursprung eines komischen Geruchs.

ndPlusSven Gerner

Gefahren für das Leben

Er war Ingenieur und Chemiker, trug mehrere Ehrendoktortitel und erhielt hochrangige Wissenschaftspreise. Seine beiden großen Entdeckungen erwiesen sich jedoch als sehr umweltschädlich. Ihr Einsatz ist heute in den Industrieländern verboten. Eine dritte Erfindung hat ihm schließlich selbst den Tod gebracht. Ein komplexes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen besaß vor 100 Jahren noch den Nachteil, ...

Seite 25
Beschlagnahmt wegen Leerstands
Nicolas Šustr

Beschlagnahmt wegen Leerstands

Rund 100 leerstehende Geisterhäuser soll es in Berlin geben. In eines von ihnen kann wohl noch 2020 wieder Leben zurückkehren. Der Fall war vergleichsweise einfach, trotzdem zeigt er, dass nur eine engagierte Verwaltung Gesetze auch durchsetzen kann.

Seite 26
ndPlusSimone Schmollack

Bittere Bilanz der Aufarbeitung

Matthias Katsch, ehemaliger Schüler des Berliner Elitegymnasiums Canisius-Kolleg, hatte Glück. Denn der Pater, dem er sich vor zehn Jahren offenbarte, glaubte ihm, dass er missbraucht worden ist. In seinem neuen Buch zieht er eine bittere Bilanz.

Seite 27
Eine Doppelspitze für schwere Zeiten
Andreas Fritsche

Eine Doppelspitze für schwere Zeiten

Ein halbes Jahr nach der Wahlschlappe vom 1. September wird Brandenburgs LINKE einen neuen Vorstand wählen. Aus der bisherigen Doppelspitze tritt Ex-Sozialministerin Diana Golze nicht wieder an.

Seite 28
ndPlusStefan Tabeling und Roland Siegloff, Brüssel

Doping in Dosen

Mit einem Buch über Dopingpraktiken im Radsport sorgt Rudy Pevenage für Wirbel. Mit ausgeklügelten Methoden ging der frühere T-Mobile-Teamchef und Mentor von Jan Ullrich zu Werke. Der Belgier nennt düstere Details.

Max Zeising

Appell an ein Lebensgefühl

Rückrundenstart in der 3. Liga: In Magdeburg treffen sich der gebürtige Westfale Claus-Dieter Wollitz und der US-Amerikaner Joe Enochs zum Ostduell. Ihre Sympathie für den Fußballosten offenbart aber auch ein gewisses Repräsentationsproblem.

Seite 29
ndPlusFrank Hellmann, Frankfurt am Main

Explosive Duelle

Die gesamte Fanszene und weite Teile des Vereins Eintracht Frankfurt lehnen Fußball unter dem Red-Bull-Dach ab: Nun geht es gleich vier Mal gegen die vom Brausekonzern alimentierten Klubs aus Leipzig und Salzburg.

ndPlusChristoph Ruf

«Definitiv ostdeutsch geprägt»

«Freiburg und ich, das passt», wusste Nils Petersen recht schnell nach seinem Wechsel zum SC. Fünf Jahre später hat der im Harz geborenen sogar Heimatgefühle im Breisgau entwickelt. Auf seine Sozialisation im Osten Deutschlands blickt er auch dankbar zurück.

Seite 30
Axel Pinck

Winterfreuden auf friesischen Inseln

Strandwanderungen in herrlicher Ruhe, Watterkundung im Nationalpark, Fahrradfahren durch Inselwälder, die Idylle eines friesischen Inseldorfs und echter Algenkäse. Vlieland und die anderen »Waddeneilanden« vor der niederländisch-friesischen Küste haben in der kälteren Jahrszeit ihre besonderen Reize.

Seite 31
ndPlusOliver Gerhard

Im Reich der Karettschildkröten

Das einstige Bürgerkriegsland El Salvador setzt zunehmend auf Umweltschutz: Fischer retten jetzt Schildkröten. Bis 2007 glaubte man noch, dass die Art ausgestorben sei, doch dann wurden wieder einzelne Exemplare vor der Küste gesichtet.

Seite 32
»Da sagte ich mir: Ich bin Sorbe«
ndPlusHendrik Lasch

»Da sagte ich mir: Ich bin Sorbe«

Wie wird man Sorbe? Marcel Braumann aus Hamburg kann das erklären. Seine Tätigkeit als nd-Korrespondent in Sachsen und Sachsen-Anhalt dürfte dazu beigetragen haben, dass er heute beim sorbischen Dachverband Domowina tätig ist.

Seite 33

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, Sie halten hier die erste »nd.Commune« Ausgabe des neuen Jahres in den Händen. Ich bin offen gesagt froh, dass das alte Jahr vorbei ist. Denn es war aus journalistischer Sicht und für viele Leserbriefredakteure kein einfaches. Debatten und Diskussionen laufen an vielen Stellen, insbesondere im Internet, aus dem Ruder. Der Ton wird unangenehm und rauer. Stichwort: H...

Seite 34
Katja Choudhuri

Keine Diskussion mehr möglich

Im Netz und in den sozialen Medien wird der Ton immer rauer. Beleidigungen, Anfeindungen oder gar unverhohlenen Gewaltandrohungen sind an der Tagesordnung. Das hat Folgen. Nicht für Medienschaffende und Poliker.

Seite 35
Katharina Schwirkus

Hass gibt’s nicht ohne Liebe

Wer schon einmal einen Kommentar mit einer steilen These geschrieben hat oder regelmäßig über die AfD berichtet, hat auch schon mal einen beleidigenden Leser*innenbrief erhalten. Journalist*innen sind heutzutage zudem über E-Mail und soziale Medien wie den Kurznachrichtendienst Twitter zu erreichen. Viele haben auch eine eigene Homepage, über die man sie kontaktieren kann. Die Distanz zu den Leser...

Seite 36
Ein Reisebonbon zum Frühlingsbeginn
Heidi Diehl

Ein Reisebonbon zum Frühlingsbeginn

Hamburg kann man immer wieder besuchen, nie wird es langweilig in der Hafenstadt. Aber nicht immer hat man das Glück, dass gerade die Mailänder Scala in der Elbphilharmonie ein Konzert gibt. Und mal so einfach eine Karte für das Konzerthaus zu bekommen, gleicht der Chance, die Nadel im Heuhaufen zu finden. Mit Ihrem »nd« aber können sie alles auf einmal erleben: Kommen Sie mit auf diese einma...

Seite 37
Die Geheimnisse von Tatarstan
Irmtraud Gutschke

Die Geheimnisse von Tatarstan

Lange bin ich nicht auf die Idee gekommen, Tschingis Aitmatow mit einem anderen Ort als Kirgistan in Verbindung zu bringen. Das Porträt seiner Eltern weckte kurze Verwunderung: Die schöne Mutter sah nicht wie eine Kirgisin aus. Sei’s drum. Ich habe ihn nicht danach gefragt, und er hat über die Mutter kaum gesprochen. Als ich später in Kirgistan erfuhr, dass sie Tatarin war, bekam ich Lust, mehr üb...

Seite 38
Katja Choudhuri

argumentum ad honinem

Irritiert Sie das auch? Sie sind in einer Diskussion und plötzlich rechtfertigen Sie sich für Dinge, die mit der von Ihnen vorgetragenen Kritik gar nichts zu tun haben. Kein Wunder, schließlich ist dies ein rhetorisches Manöver.

Seite 43
Eine Anzeige im »nd« spielte Schicksal
Heidi Diehl

Eine Anzeige im »nd« spielte Schicksal

»Ich hatte mein Abitur in der Tasche und keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte. Ich wusste nur eins: Studieren will ich nicht, sondern einen Beruf lernen und schnell auf eigenen Füßen stehen«, erinnert sich Jana Heyden. Doch dann kam Oma, seit Jahrzehnten treue - und ganz offensichtlich auch gründliche - Leserin von »neues deutschland«. Sie entdeckte die Anzeige in ihrer Zeitung, mit der der...

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Anleitung zum Widerspruch

Anleitung zum Widerspruch

Ob Impfgegner, Klimawandelleugner oder Islamfeinde. Sie alle werfen mit Lügen, Halbwahrheiten und maximal schwierigen Weltbildern um sich. Doch Widerspruch ist möglich. Unsere Buchempfehlungen helfen Ihnen, sachlich und souverän Kontra zu geben.

Seite 45

Gegenrede

Immer weniger Wutmails sind anonym, selbst Drohungen kommen inzwischen mit vollem Namen und Adresse an. In Zeiten, in denen selbst Staats- und Regierungschefs Hass per Twitter verbreiten, setzt sich weltweit der Glaube durch, es wäre in Ordnung, andere Menschen zu beleidigen und zu bedrohen. Mit anderen Worten: Menschenverachtende Dinge werden sagbar, sie werden normalisiert. Wer das kritisiert, b...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungen:für alle Aufgaben bis Freitag, 31. Januar. Jede Lösung kann auch einzeln geschickt werden, denn für jede richtige gibt es eine Buchauslosung! (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe!)Per E-Mail an: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter Kennwort »nd.Commune/Denkspiele« an neues deutschland, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Bitte Ihren Absender nicht vergessen! ...

mim

kurz & knackig

Ein Holzklotz in der Form eines Quaders wiegt fünf Kilogramm. Wie viel wiegt ein gleich geformter Holzklotz, dessen Kantenlängen jeweils nur ein Fünftel so lang wie die des großen sind?Kann die Summe von vier aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen eine Primzahl sein, also eine, die nur durch sich selbst teilbar ist?Aus einem Stück Furnier wurde ein Quadrat mit der Seitenlänge von 45 Zentimetern h...

nd

Wenn der Dampfer Dampf macht

Für diese Rubrik bitten wir Sie stets herzlich um neue Denkspielvorschläge. Für jede veröffentlichte Aufgabe erhalten Einsenderin bzw. Einsender ein Buch (Mail- und Postadresse siehe links unten). Das heutige Problem hat Ingeborg Bartsch aus Grammow gefunden und geschickt - besten Dank! Es stammt aus der Broschüre »Aufgaben für mathematische Schülerwettstreite« des sowjetischen Professors P. J. Ge...

Zwei Funktionen bringen die Sache in Form

Der Chemnitzer Mathelehrer Thomas Jahre veröffentlicht bei www.schulmodell.eu seit vielen Jahren wöchentlich eine Aufgabe, die sich an Schüler sowie alle mathematisch Interessierten richtet. Wir übernehmen hier immer die jeweilige Wochenaufgabe. Bei www.schulmodell.eu selbst ist es bereits die Nummer 629: 1. Etwas leichter: Mike hat Millimeterpapier vor sich liegen und ist am Rechnen. »Was wi...

Mike Mlynar

Volkszählung unter Rittern und Räubern

Zum klassischen Repertoire von Denkspielereien gehören Logikrätsel, inzwischen meist Logical (engl.) genannt. Ihr Knobelpotenzial ergibt sich häufig aus dem Unterschied, der zwischen einer natürlichen Sprache (also zum Beispiel Deutsch) und der Sprache der Logik existiert. Die Schwächen der einen sind bekanntlich die Vorteile der anderen und umgekehrt. Die natürliche Sprache macht die Welt erlebba...