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Christian Klemm

Chinesen als Sündenböcke

Seitdem Corona sich weltweit ausbreitet, sind Menschen asiatischer Herkunft vermehrt Rassismus ausgesetzt. Das Märchen von der »Gelben Gefahr« wird weiter erzählt. Doch nicht Chinesen sind gefährlich, sondern der Virus.

Coronavirus noch nicht im Griff

Peking. Die Coronavirus-Epidemie wird ihren Höhepunkt nach Ansicht chinesischer Experten erst in zehn Tagen bis zwei Wochen erreichen. Dafür müssten vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden, sagte der Chef des nationalen Expertenteams, Zhong Nanshan, laut Staatsmedien vom Montag. »Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen.« Der Ausbruch der Lungenkrankheit hat in Festland-China mittlerweile...

ndPlusSebastian Haak, Erfurt

Thüringer LINKE stimmt Koalitionsvertrag zu

Vor der für Mittwoch geplanten Wahl eines Ministerpräsidenten herrscht Hektik in Thüringen. Während die LINKE Rot-Rot-Grün absegnet, wird bekannt, wer sich noch um das Amt bewirbt.

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ndPlusKatja Herzberg

Brüssel fordert, Johnson beschwichtigt

Beide wollen ein Abkommen über die künftige Zusammenarbeit, um den No-Deal-Brexit zu vermeiden. Doch die EU und Boris Johnson stehen sich vor den neuen Verhandlungen diametral gegenüber.

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ndPlusKurt Stenger

Quarantäne heißt weniger Geschäft

Quarantäne bedeutet vor allem eines: stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Und diese macht sich gerade in einer vernetzten Welt wirtschaftlich bemerkbar. Und so trifft der Ausbruch des neuartigen Coronavirus zunächst alle Bereiche, die mit Reisen von und nach China befasst sind. Zahlreiche Airlines fliegen nicht mehr in die Volksrepublik, Kreuzfahrtschiffe nehmen keine Passagiere oder Besatzungs...

ndPlusFabian Kretschmer, Peking

Heimtagebuch aus dem Epidemiegebiet

Die Angst vor dem Coronavirus macht viele Chinesen panisch, andere fühlen sich gelangweilt vom Alltag unter Quarantäne. Die Gesundheitskrise verändert das bevölkerungsreichste Land der Welt.

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Finanzierung der Grundrente wackelt

Berlin. Österreich durchkreuzt die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zur Finanzierung der Grundrente: Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigte sich bei seinem Berlin-Besuch am Montag entschlossen, den deutsch-französischen Vorschlag für eine europäische Finanztransaktionssteuer abzuwehren - Einnahmen aus dieser Steuer plant Scholz aber für die Grundrente ein. Kurz mahnte die Bundesregier...

ndPlusMarkus Drescher

Richtig digital vererben

Nur wenige beschäftigen sich zu Lebzeiten mit der Frage des digitalen Nachlasses. Eine Studie hat das Thema untersucht und gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, sein Erbe zu regeln.

Sebastian Bähr

Zahlreiche Einzelfälle

Wie weit sind extrem rechte Positionen in deutschen Behörden verbreitet? Eine aktuelle Untersuchung wird unterschiedlich interpretiert.

Katharina Schwirkus

Linke streiten über Antifa-Mitgliedskarte

Neuerdings kann man sich als »Mitglied der Antifa« ausweisen. Doch nicht alle sind davon begeistert. Die Linke-Politikerin Katharina König-Preuss findet Präsenz in antifaschistischen Gruppen in Ostdeutschland wichtiger als eine Plastikkarte im Portemonnaie.

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CDU-Politiker für eigene Atomwaffen

Berlin. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Johann Wadephul, hat für eine deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Atomwaffen plädiert. Der CDU-Politiker sagte dem »Tagesspiegel« (Montagausgabe) mit Blick auf die französischen Atomwaffen: »Deutschland sollte bereit sein, sich mit eigenen Fähigkeiten und Mitteln an dieser nuklearen Abschreckung zu beteiligen.« Im Gegenzug...

ndPlusReinhard Schwarz, Hamburg

Schill-Seilschaft hat ausgedient

Wie viel von der ehemaligen Schill-Partei steckt in der Hamburger AfD? Nicht mehr sehr viel, meint ein Beobachter. Die meisten Kandidaten der Rechtspopulisten hätten kaum politische Erfahrung vorzuweisen.

Daniel Lücking

Wenn der Bote sterben soll

Der Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange erhält wieder mehr Aufmerksamkeit. Es eilt, denn die Haftbedingungen grenzen an Folter, wie der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer in einem Interview beschreibt.

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Türkei gerät mit Syrien aneinander

Türkische Soldaten geraten in Syrien unter Beschuss, die Vergeltungsmaßnahme folgt prompt - es gibt Opfer auf beiden Seiten. Erdogan spricht von »niederträchtigen Angriffen«.

ndPlusKathrin Zeiske, Tapachula/Ciudad Juárez, Mexiko

Die »Karawane des Teufels«

Neue Karawanen aus Mittelamerika werden von der mexikanischen Regierung schon weit vor ihrem Ziel USA gestoppt. Die US-Regierung fordert Mexiko ein repressives Grenzregime ab.

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Zu viel Arbeit, zu wenig Mitsprache

Düsseldorf. Arbeitnehmervertreter beklagen eine wachsende Arbeitsbelastung und zu wenig Mitbestimmung in deutschen Büros und Fabriken. In einer Umfrage für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, die am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlag, gaben 81 Prozent der befragten Betriebsräte an, die Beschäftigten in ihrem Unternehmen müssten mehr leisten als zwei Jahre zuvor. Die Auswertung basie...

ndPlusRainer Balcerowiak

Warnstreik für die Gesundheit

Viele Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken arbeiten häufig mehr als 60 Stunden pro Woche. Das geht über kurz oder lang zulasten der psychischen Gesundheit - die Arbeitsbelastung steht im Fokus dieser Tarifrunde.

ndPlusNorbert Suchanek, Rio de Janeiro

Cyanotoxine in Rios Trinkwasser

Das Trinkwasser von Rio de Janeiro speist sich aus einer einzigen Quelle: dem Fluss Guandu. Dessen Wasser ist eine Kloake mit Abwässern aus Industrie und Landwirtschaft.

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Jana Frielinghaus

Falken wittern Morgenluft

Seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump taucht sie immer wieder auf, auch in Kommentaren der öffentlich-rechtlichen Medien: die Forderung nach eigenen Atomraketenarsenalen in der EU. Denn, so die jetzt von CDU-Fraktionsvize Wadephul erneut bemühte Logik: In Zeiten abnehmender Verlässlichkeit der transatlantischen Partnerschaft seien »wirksame« Abschreckungspotenziale gegenüber der dräuenden...

Sebastian Bähr

Viele Einzelfälle machen Netzwerke

Deutsche Sicherheitsbehörden haben ein Problem mit extrem rechten Einstellungen. Kritische Beobachter fragen sich weniger, ob es Netzwerke von Verfassungsfeinden in Uniform gibt, sondern wie groß diese bereits sind. Gelegentlich wird das auch öffentlich diskutiert. Etwa, wenn sich hessische Polizisten in Chatgruppen rassistische Nachrichten schreiben, wenn sächsische Staatsbedienstete Journalisten...

Martin Ling

Argentinien braucht Schuldenerlass

»Wir liegen auf der Intensivstation!« Diesen Worten, die Argentiniens Mitte-links-Präsident Alberto Fernández bei seiner Deutschlandvisite am Montag fand, wird niemand widersprechen. Argentiniens Wirtschaft liegt am Boden und noch im März droht eine erneute Zahlungsunfähigkeit, wenn es der neuen Regierung nicht gelingt, bis dahin eine Umschuldung zu erreichen, die für Argentinien mit tragfähigen Z...

ndPlusMoritz Aschemeyer

Unerwünscht

»Ohne Ihre Entbehrungen und Ihren Mut hätte es keine Veränderung im Land gegeben.« Mit diesen die Demonstranten lobenden Worten gab der neue irakische Premier Mohammed Tawfiq Allawi seine Nominierung bekannt. Es ist die vorläufige Krönung seiner politischen Karriere, die der schiitische Muslim 2003 begann, nachdem die USA den damaligen Herrscher Saddam Hussein gestürzt hatten. Zuvor hatte sich All...

Wolfgang Däubler

Es braucht mehr Mitbestimmung

Das Betriebsrätegesetz ist vor genau 100 Jahren im Reichsgesetzblatt veröffentlicht worden. Von vielen abhängig Beschäftigten wurde es keineswegs als große Errungenschaft verstanden. Weniger als einen Monat zuvor, bei der zweiten Lesung des Gesetzentwurfs am 13. Januar 1920, hatte es eine große Demonstration vor dem Reichstagsgebäude gegeben. Die Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition, u...

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Claudia Krieg

Unterbringung ernst nehmen

Entweder es gibt eine Pflicht zur Unterbringung oder es gibt keine. Berlin hat ein Ordnungsgesetz, das diese vorschreibt, und es hat Sozialämter, die sie umsetzen müssen. Hier allerdings geht es oft nicht vor und nicht zurück. Von der Unwilligkeit von Behördenmitarbeiter*innen können Sozialberater*innen und ihre Klient*innen ein Lied singen. Es kann nicht nur um eine gesetzlich festgelegte »a...

ndPlusClaudia Krieg

Wohnung wird doch nicht beschlagnahmt

Selbst bei drohender Zwangsräumung kann eine Wohnung nicht beschlagnahmt werden, so die Sozialverwaltung. Damit ist ein Beschluss der Bezirksverordneten von Berlin-Mitte folgenlos.

ndPlusRainer Rutz

Ein Formblatt und seine möglichen Folgen

In den Ausschreibungsunterlagen für das Schulessen wurde übersehen, dass der Vergabemindestlohn demnächst deutlich steigt. Die LINKE fordert einen unverzüglichen Stopp des Vergabeverfahrens.

Martin Kröger

Konzept für IAA fehlt noch

Berlin will künftig die Internationale Automobilausstellung (IAA) ausrichten. Doch die bisherigen Konzepte sind nicht überzeugend - das zeigt eine Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage.

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ndPlusJonas Wagner

Bis auf Weiteres nicht einsatzbereit

Marode öffentliche Gebäude sind in Berlin nichts Neues. In Marzahn-Hellersdorf können die Feuerwehrleute einer Wache wegen des desolaten Zustandes allerdings keine Einsätze mehr fahren.

Nicolas Šustr

Gleisbauer können bald loslegen

Nach langen Verzögerungen rückt der Baustart für eine Straßenbahn-Neubaustrecke in greifbare Nähe. Für drei weitere Strecken, die bis Ende 2021 hätten fertig sein sollen, ist das derzeit nicht abzusehen.

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Ex-Schulleiter vor Gericht

Cottbus. Weil er Schüler geschlagen und getreten haben soll, muss sich ein ehemaliger Schulleiter aus Forst (Spree-Neiße) seit Montag vor dem Amtsgericht Cottbus verantworten. Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft dem 45-Jährigen Körperverletzung in 20 Fällen vor. Sieben Kinder der Grundschule in der Kleinstadt Forst seien von September 2015 bis März 2017 davon betroffen gewesen.Der Angeklagte soll...

ndPlusTomas Morgenstern

BER-Endspurt wird gefragtes Massenevent

Wenn die TÜV-Prüfer und bald die Bauabnahmebehörde ihr O.K. gegeben haben, bleibt wenig Zeit, um den Flughafen zum Funktionieren zu bringen - an potenziellen Mitmachern fehlt es nicht.

ndPlusAndreas Fritsche

Das alte Problem von Neu-Zittau

Neu-Zittau im Kreis Oder-Spree benötigt eine Ortsumgehung - mit der geplanten Ansiedlung der Tesla-Autofabrik im nahen Grünheide dringender denn je.

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CDU schlägt SPD

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig liegt in der ersten Runde überraschend der CDU-Kandidat vorn. Steht nach drei Jahrzehnten das Ende des roten Leipziger Rathauses bevor?

Hagen Jung

Lernen lässt sich auch mit Nikab

Eine 16-Jährige in Hamburg darf vollverschleiert in die Schule. Das hat das Oberverwaltungsgericht bestätigt. Voraussichtlich kommt nun ein gesetzliches Schleierverbot, wie es Schleswig-Holstein diskutiert.

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ndPlusJohannes Klotz

Osthilfe einst

Endlich hat sich Berlin entschlossen, Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Anlass für einen Blick zurück: Im Januar 1933 überschlugen sich die Ereignisse. Es drohte die Aufdeckung eines Skandals durch einen vom Parlament eingesetzten Untersuchungsausschuss. Schon 1931 waren erste Korruptions- und Missbrauchsvorwürfe laut geworden. Bei weiterer Aufdeckung der Missstände drohte au...

ndPlusInga Dreyer

Undurchdringliche Mienen und abgeklärte Blicke

Den Kopf leicht erhoben, blickt die Frau im signalroten Trägershirt aus schmalen Augen auf die Betrachter*innen herab. Den rechten Ellenbogen hat sie aufgestützt, zwischen Zeige- und Mittelfinger hält sie eine Zigarette. Die Leipziger Künstlerin Monika Geilsdorf stellt sich in ihrem Selbstporträt von 1976 lässig, abgeklärt und erhaben vor, mit breiten, sportlichen Schultern. Sie scheint ihr Gegenü...

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ndPlusPhilip Dethlefs

Der Preis ist weiß

US-Schauspieler Joaquin Phoenix hat bei der Verleihung der Britischen Filmpreise (Baftas) am Sonntag mit einer Stellungnahme gegen Rassismus für Aufsehen gesorgt. Der 45-Jährige wurde bei der Zeremonie in London als Bester Hauptdarsteller für seine Rolle im Comic-Drama »Joker« ausgezeichnet. »Ich fühle mich zerrissen«, sagte Phoenix, als er die Trophäe entgegennahm, »weil so viele meiner Schauspie...

ndPlusFlorian Schmid

Die Banalität des Außergewöhnlichen

Der Erstkontakt zwischen Menschen und Außerirdischen ist eines der wichtigsten und immer wiederkehrenden Motive der Science-Fiction. Das reicht vom mehrmals verfilmten Klassiker »Der Tag an dem die Erde stillstand« über Jodie Foster, die schon vor über 20 Jahren in »Contact« mit einem Alien in der Gestalt ihres verstorbenen Vaters am Strand spazieren ging, bis hin zu Amy Adams, die 2016 in »Arriva...

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Neue alte Grundsätze

Nach dem Relotius-Skandal hat die Redaktion des »Spiegels« ihre journalistischen Grundsätze neu formuliert. »Als Teil dieses Aufarbeitungsprozesses haben in den letzten Monaten rund 50 Kolleginnen und Kollegen Standards für unsere Arbeit formuliert«, erklärte Chefredakteur Steffen Klusmann am Montag. In Abstimmung mit der Chefredaktion sei das 74 Seiten umfassende Booklet mit dem Titel »Die Spiege...

ndPlusMichael Wolf

Vor jedem Gedanken flüchten

Dieser »Hamlet« ist kein Prinz aus Dänemark. »Es ist was faul im Staate Germany« wird hier geflüstert und sich auch mit dem Drama der deutschen Linken seit 1918 beschäftigt – im Maxim Gorki Theater in Berlin.

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ndPlusFrank Hellmann

Bremer Bleifiguren

Vor dem DFB-Pokalachtelfinale gegen Dortmund spricht wenig dafür, dass Werder seinen Halbfinal-Coup aus dem Vorjahr wiederholt. Stattdessen überlagert die Angst vor dem zweiten Abstieg nach 1980 alles.

Florian Lütticke und Patrick Reichardt, Miami

Aufholjagd für die Geschichtsbücher

Aus scheinbar aussichtsloser Lage führte Quarterback Patrick Mahomes die Kansas City Chiefs zum ersten NFL-Titel seit 50 Jahren. Beim Verlierer San Francisco 49ers geht ein deutscher Footballprofi leer aus.