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Wolfgang Hübner

Husten Sie in die Kniekehle!

Wer beschenkt hier eigentlich wen? Einmal Blumen gegen 365 Tage Ungleichheit – na, schönen Dank auch. Zum 8. März: Militante Kämpfe von Frauen, FLT*-WGs in Berlin-Mitte und ein Plädoyer fürs Chillen ohne Geschlechtsverkehr.

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Regina Stötzel

Halbe Rente für die Prinzessin

Vom rosa Kleidchen zur Altersarmut ist ein langer Weg, aber ein direkter. Solange sich die Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit nicht verändern, werden Männer auch mehr verdienen.Dass es das Problem gibt, stellte das Weltwirtschaftsforum mit Blick auf die Arbeitsmärkte fest.

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Lotte Laloire und Katharina Schwirkus

Feminismus heißt Rückgrat haben

Die eine hat noch erlebt, dass Frauen in Gasthäusern auffielen, die andere eine Firma ohne Frauentoilette - vier Feministinnen über Erreichtes, Unerreichtes und die Kategorisierung »alter weißer Mann«.

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Carolin Philipp, Athen

Geflüchtet und gejagt

Push-Backs, Übergriffe, ein mutmaßlicher Mord: Die rechtskonservative griechische Regierung ruft zur Grenzsicherung auf, Faschisten machen Jagd auf Geflüchtete und die EU schaut zu. Aber auch in griechischen Städten gab es Demonstrationen für die Öffnung der Grenze.

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ndPlusNelli Tügel

Erdoğan hat sich verkalkuliert

Der türkische Präsident Erdoğan will die Türkei zu einer Hegemonialmacht im Mittleren Osten machen. Doch er hat sich verkalkuliert. Das zeigt auch die Entwicklung des Konflikts in Idlib.

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ndPlusMarie Frank

Quing of Gesellschaftskritik

Der Clara-Zetkin-Frauenpreis für Sookee ist nur der Anfang: Für ihren unermüdlichen Einsatz gegen Sexismus und Homophobie hätte die feministische Rapperin eigentlich den Friedensnobelpreis verdient - mindestens.

Stephan Kaufmann

Kredit und Corona

Die Welt verfolgt derzeit gebannt Informationen zur Anzahl der Passagiere in der Pekinger U-Bahn, zur Länge der Autostaus in Schanghai oder zum Kohleverbrauch in Chinas großen Kraftwerken.

Aert van Riel

Anpassungsdruck auf die Linke

Linke tun sich keinen Gefallen, wenn sie in den Chor derjenigen einstimmen, die Parteichef Bernd Riexinger wegen seiner unbedachten Äußerungen attackieren. Damit betreiben sie nur das Geschäft der Parteikonkurrenz, die darauf abzielt, die Linke zu diskreditieren und interne Konflikte anzuheizen.

Vanessa Fischer und Samuela Nickel

Das Korsett von »Frau«-Sein ist zu eng

Der 8. März steht bevor - der sogenannte Frauentag. Feministische Kämpfe sind aber keine »Frauenkämpfe«. Sie immer noch so zu nennen und nur ein ganz bestimmtes Bild von »Frau« im Kopf zu haben, schließt viele aus.

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ndPlusPaula Irmschler

»Komm küssen!« - »Och, nö«

Filme, Magazine, Bücher und Co. sind voll mit Tipps, wie es »im Bett« wieder besser läuft. Dabei ist es vollkommen okay, keinen Sex haben zu wollen. Dieser ganze Fickenmüssendruck muss dringend aufhören.

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Max Böhnel und Moritz Wichmann

Onkel Joe ist aufgestanden

Wer fordert am 3. November Donald Trump heraus? Und wird Trump die US-Präsidentschaftswahl verlieren, oder zerfallen die Demokraten wieder im Streit? Ab heute chattet Oliver Kern einmal in der Woche mit Max Böhnel und Moritz Wichmann über Streiche, Strategien und Strapazen im US-Wahlkampf.

Johannes Simon

Harte Arbeit

Natalie Wynn haut auf ihrem Youtube-Kanal «ContraPoints» US-Nazis, Incels und Jordan Peterson in die Pfanne. Mit ihrer campy Ästhetik übt sie Kritik, nicht ohne die dahinterstehenden Strukturen zu offenbaren.

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ndPlusUlrich Domröse

»Er suchte den emotionalen Ausdruck«

Kurzhaarschnitt, neue Mode, ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein: Der Fotograf Umbo gilt als Erfinder des Bildes der Neuen Frau. In der Berlinischen Galerie läuft derzeit seine Retrospektive. Ein Gespräch mit dem Leiter der Fotografischen Sammlung Ulrich Domröse.

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ndPlusInga Dreyer

Anmache und Aufklärung

Montagnachmittag, halb 5 Uhr: Eva, die lieber nur ihren Vornamen nennen will, steht hinter der Bar, räumt ein paar Sachen weg, spült Gläser ab und nimmt eine Kopfschmerztablette. Sie habe das Gefühl, dass sie krank wird, erzählt sie - woraufhin ihre Kolleginnen ihr anbieten, früher zu gehen. Seit August arbeitet Eva, die im Master Kultur und Religion studiert, an der Bar in der »Zukunft am Ostkreu...

ndPlusUlrike Henning

»Dann wächst auch ein Bart«

Ein Gewerbehof in Berlin-Schöneberg. Hier residierte einst der Langenscheidtverlag, jetzt sind es verschiedene Firmen, darunter ein Architekturbüro mit einem großen Saal voller Schreibtische. Daneben einige kleinere Räume, in denen die M.A.T.O. GmbH zu finden ist, eine Baufirma. Ebenfalls große Schreibtische und Monitore, viele Aktenordner in Regalen. An einem der Tische arbeitet Birgit Harz, 47 J...

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ndPlusWarum Miriam Mensel seit zehn Jahren bei der Marine arbeitet. Von Inga Dreyer

Leben auf dem Kriegsschiff

Miriam Mensel kommt gerade von einer Fortbildung und trägt noch Uniform: dunkelblauer Pullover über weißem Hemd mit dunkler Krawatte. Die braunen Haare sind zu einem strengen Zopf gebunden, auf den Schultern drei goldene Streifen: ihr Dienstgrad. Die 29-Jährige ist Kapitänleutnant bei der Marine. Sie kann Fregatten navigieren und berät an Bord als zweiter Schiffseinsatzoffizier den Kommandanten, w...

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»Bring mich nicht um, böse Banalität«

Die Ausgezeichnete. So hieß das 1974 gemalte Bild von Wolfgang Mattheuer. Eine stille Frau, an die Wand gedrückt von einer kahlen Tafel, darauf ein flacher Blumenstrauß. Dafür waren Zetkin und Genossinnen wohl nicht auf die Straßen gegangen. Rechtliche und ökonomische Gleichstellung ist notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für die Gleichheit der Geschlechter; zu stark wirkten noch pri...

Im Aufzug werd ich zickig sein … und in mir platzen Lachballons

Das Eingangsbild findet sich auf dem Buchcover: »Unerhörte Ostfrauen. Lebensspuren in zwei Systemen« von Ellen Händler und Uta Mitscherling-Viertel ist ein ebenso unprätentiöses wie wichtiges Buch, dem Rita Süssmuth ein Vorwort beigegeben hat. Die Idee ist bestechend einfach: Frauen erzählen von ihrem Leben und Werdegang vor und nach 1990. Eine hochinteressante Lektüre; in der Wissenschaft nennt m...

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ndPlusLotte Laloire

»Hätte ich entscheiden können ...«

Der globale Norden schwadroniert von der »Überbevölkerung« Afrikas. Doch was denken die Frauen dort über das Kinderkriegen? Könnten sie mehr selbst entscheiden, liefe einiges anders, erzählen zwei Senegalesinnen.

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ndPlusBirgit Mahnkopf

Hoffen auf das Prinzip Panik

Die spürbaren Klimaveränderungen der letzten Jahre lassen eine Reaktion immer dringlicher werden. Schon vor einigen Jahren riefen Geowissenschaftler ein neues Erdzeitalter aus, das »Anthropozän«. Die Menschen sind darin zu einem entscheidenden geologischen Faktor geworden, der das Klimagleichgewicht des Erdsystems aus der Balance bringt. Die Naturgeschichte ist endgültig zur Menschengeschichte gew...

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ndPlusLinda Peikert

Vom »Schutz« der Kleinfamilie zum rechten Terror

Meinungsfreiheit ist ein beliebtes Stichwort, um Aussagen rechter Politiker*innen zu rechtfertigen, sei es in Talkshows, Zeitungen oder an Universitäten. Das kürzlich erschienene Studienheft »Wissenschaft von rechts II - Rechter Kulturkampf in Hochschule und Bildung« setzt dieser Debatte etwas entgegen und gibt den Leser*innen zahlreiche Argumente im Widerstand gegen rechtsextreme Praktiken und Id...

ndPlusFelix Lill

Ein digitales Wiedersehen

Fliegende Drachen im Stadion, Wiedersehen mit verstorbenen Verwandten und virtuelle Liebhaber: In Südkorea ist das alles möglich. Aber wie viel des Machbaren ist auch wünschenswert?

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ndPlusChristopher Wimmer

Banditinnen für die Freiheit

Dass die weibliche Freiheit sich nicht von selbst einstellt wusste schon Olympe de Gouges. Trotzdem gelten Frauen, die Steine wefen bis heute als Kuriosum. Eine Suche auf den Spuren militanter Feministinnen.

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ndPlusVelten Schäfer

Aufstand der Kindermädchen

»MeToo«, »Care-Revolution«, »Ehe für alle« und »drittes Geschlecht«: wichtige geschlechterpolitische Themen der vergangenen Jahre. Wer aber erinnert sich an den Kitastreik von 2015? Erinnerung an einen verlorenen Kampf - und eine kritische Spurensuche.

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Eisschutz für Flugzeuge

Eis auf Flugzeugoberflächen ist gefährlich: Der erzeugte Auftrieb schwächt sich ab - die Funktionsfähigkeit des Flugzeugs wird beeinträchtigt. Deshalb werden Flugzeuge im Winter vor dem Start mit teilweise problematischen Chemikalien enteist. Im Flug gibt es Enteisungssysteme, mit denen kritische Stellen erhitzt werden können. Um Energie und Chemikalien zu sparen, haben Forscherinnen und Forscher ...

Honigbienen tänzeln im Dialekt

Honigbienen kommunizieren mit verschiedenen Schwänzeltänzen. Dabei gibt es offenbar Varianten: Je weiter die jeweilige Art bei der Futtersuche fliegen kann, desto kürzer ist ihr Schwänzellauf.

Haidy Damm

Dabei sein ist nicht alles

Die Umweltbewegung kennt berühmte Frauen, und bei den jüngsten Klimastreiks sind Männer in der Minderzahl. Dennoch werden die meisten Umweltverbände noch immer von Männern dominiert. Das soll sich nun ändern.

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ndPlusIngrid Wenzl

Klimapolitik als Männersache

Frauen leben im Durchschnitt umweltfreundlicher als Männer und sind ökologischen Maßnahmen zugeneigter. Doch in der Umweltpolitik haben noch immer vor allem Männer das Sagen.

ndPlusIngrid Wenzl

CO2 und Patriarchat

Die globale Erwärmung trifft nicht alle Menschen gleich. Am stärksten unter Klimawandel und Naturkatastrophen leiden die Ärmsten - und die sind zum Großteil weiblich.

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ndPlusChristof Meueler

Kopfsalat oder Papiertaschentuch?

Meine Frau sagt, wer sich Kopfsalat im Winter kauft, könnte genauso gut auch ein Papiertaschentuch essen. Das halte ich für ein Gerücht. Papiertaschentücher kauen sich entschieden unangenehmer. Und Blattsalate sind auch im Winter gesünder als Papier. Allerdings nehmen die Salatpflanzen im Winter durch die geringere Sonneneinstrahlung mehr Nitrat auf. Das kann krebserregend wirken. Interessanterwe...

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Marie Frank

Women only

Freiraum bedeutet für viele Frauen, ganz ohne Männer zu wohnen. In einem Projekt in Berlin-Mitte haben sie daher ein ganzes Haus für sich. Zwei Bewohnerinnen erzählen, wieso Frauenräume so wichtig sind und welche Rolle Transpersonen und Männer spielen.

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ndPlusClaudia Krieg

»Ich bin nie müde«

Solange Keou ist aus Kamerun Repressionen gegen Oppositionelle gewohnt. Politisch aktiv geblieben ist sie trotzdem. In Brandenburg setzt sie sich für die Rechte von Flüchtlingsfrauen ein und kämpft für eine getrennte Unterbringung von Frauen und Kindern.

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Martin Kröger

Parität braucht Zeit

Lediglich 53 der derzeit 160 Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus sind Frauen. Wie in anderen deutschen Parlamenten sank der Anteil auch in Berlin ab, nicht zuletzt wegen der AfD. Ein Paritätsgesetz soll diesen Missstand beseitigen.

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Marion Bergermann

Weniger Platz für Rassisten

Eine Spurensuche im Basketball: Rechte Anfeindungen gibt es ebenso wie im Fußball. Aber alle hoffen, dass das Problem hier nicht so groß ist. In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Vorfällen.

ndPlusOliver Kern

Abbruch nur bei Diskriminierung

Ganz Fußball-Deutschland - und der Deutsche Bundestag - debattieren über Diskriminierungen und Beleidigungen durch Fans. Seit den 80er Jahren gibt es zwar Fortschritte, doch noch immer sind viele Beteiligte fürs Thema Rassismus nicht sensibel genug.

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Rollenwechsel als Chance

Frauen können meist besser tanzen, viele Männer haben Stress mit dem Führen. Ein Rollentausch könnte für beide Seiten überraschende Erkenntnisse bringen - und mehr Spaß auf dem Tanzparkett.

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ndPlusJirka Grahl

Wohin soll denn die Reise geh’n?

as Wissen, dass gewisse Attraktionen gar nicht besucht werden können, sorgt an vielen Touristenhotspots für ungekannte Ruhe. Der Mailänder Dom verwaist dieser Tag und auch im stets überfüllten Louvre in Paris blieben in der vergangenen Woche die Eingangstüren zu.

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ndPlusManfred Lädtke

Hut ab, Udo!

In den Kinos läuft der Film »Lindenberg! Mach Dein Ding« über das Leben des Panik-Rockers, und am 29. und 30. Mai gastiert der Mann mit Hut in der Berliner Waldbühne. Fans, die der Udo-Werdung live auf die Spur kommen wollen, müssen in die westfälische Provinz.

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Carmen Negrete

»Die Bevölkerung macht Druck«

Im Baskenland ist im vergangenen Jahr keine einzige Frau von ihrem Partner oder Expartner ermordet worden - das ist ein großer Erfolg. Izaskun Landaida vom baskischen Fraueninstitut 
Emakunde erläutert im nd-Interview erfolgreiche 
Strategien gegen Femizide.