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Runterfahren
Stephan Fischer

Runterfahren

Abstürzende Ölpreise, abgesperrte Regionen, abgesagter Schulunterricht: Zwar ist noch nicht ganz klar, wie gefährlich das Coronavirus ist, doch seine Ausbreitung hat bereits heftige reale Auswirkungen. Spekulanten haben rasend schnell reagiert – und erneut gezeigt, dass niemand so schwungvoll enteignet wie der Finanzmarkt selbst, schreibt unser Autor. Unsere Korrespondenten haben recherchiert, unter welchen Bedingungen Klinikpersonal arbeitet und wie gut oder schlecht Patienten versorgt sind. Bei all der Aufregung werden diese direkt Betroffenen manchmal fast vergessen.

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Arztpraxen wieder geöffnet
ndPlusSebastian Weiermann

Arztpraxen wieder geöffnet

Über 400 bestätigte Corona-Fälle und zwei Todesfälle. Das sind die blanken Zahlen des am schwersten von Corona betroffenen Gebietes in Deutschland. Der Kreis Heinsberg ist seit einer Karnevalsfeier im Örtchen Gangelt das Epizentrum der Viruserkrankung. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Und wie ist die medizinische Versorgung? In dem Kreis mit 252 000 Einwohnern mussten zeitweise aufg...

Gefährliche Geheimniskrämerei
Oliver Eberhardt

Gefährliche Geheimniskrämerei

Im Iran zeigt das Coronavirus, was es anrichten kann, wenn es auf Geheimniskrämerei, Bürokratie und Inkompetenz trifft. In dem Land herrscht ein Verteilungskampf um medizinische Versorgung.

»Jetzt sterben die Menschen allein«
ndPlusAnna Maldini

»Jetzt sterben die Menschen allein«

»Für mich ist das Schlimmste, dass die Menschen jetzt alleine sterben«, sagt eine junge Ärztin aus Norditalien. Nichts ist bei ihrer Arbeit mehr normal. Anna Maldini berichtet über die Angst und die Hoffnung der Ärztin in Zeiten von Corona.

Die Nebenwirkungen
Fabian Kretschmer

Die Nebenwirkungen

Zuerst war das Personal in der chinesischen Region Hubei völlig überlastet. Dann hat die Regierung eine Massenmobilisierung gegen das Coronavirus gestartet. Doch die Entsendung von 40.000 Pflegekräften hatte unerwünschte Nebenwirkungen.

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Ausgerechnet in diesem Jahr
Vanessa Fischer

Ausgerechnet in diesem Jahr

Abgesagte Konzerte, Tagungen, Lesungen: Viele kleine Unternehmen, Clubs und Freiberuflerinnen stürzt das Coronavirus in Existenznot. Besonders hart trifft es die Messebauer. Es ist die »größten Nachkriegskrise der Berliner Kulturszene«.

Die Stunde der Spekulanten
Stephan Kaufmann

Die Stunde der Spekulanten

20 Billionen Dollar haben sich in den vergangenen Wochen an den Weltbörsen in Luft aufgelöst. Was man damit alles hätte machen können - und ein paar weitere Anmerkungen zum Geschehen an den Finanzmärkten.

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Ein mulmiges Gefühl, selbstverständlich

Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro wurde laut lokaler Medien positiv auf das Coronavirus getestet. Zuvor war bei Bolsonaros Pressesekretär Fábio Wajngarten nach einer Reise in die USA die Krankheit festgestellt worden. Am Donnerstag hatte Bolsonaro in seiner wöchentliche Live-Schalte auf Facebook mit Atemschutzmaske gesagt, dass er noch auf das Testergebnis warte. Zugleich riet er von...

Verzögern statt verhindern
Johanna Treblin

Verzögern statt verhindern

In China und Italien wurden wegen des Coronavirus Städte abgeriegelt, ganz Italien wurde zur Schutzzone erklärt. Theoretisch wäre das auch in Deutschland möglich – aber unwahrscheinlich. Noch gilt: Es ist wenig sinnvoll und nicht verhältnismäßig.

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Sechs Tote bei US-Angriff auf Miliz im Irak

Bagdad. Bei dem US-Luftangriff auf eine proiranische Miliz im Irak sind nach offiziellen Angaben mindestens fünf irakische Sicherheitskräfte und ein Zivilist getötet worden. Dabei handele es sich um drei Soldaten, zwei Polizisten und den Mitarbeiter des Flughafens in der südirakischen Stadt Karbala, teilte die Führung der irakischen Sicherheitskräfte am Freitag mit. Zwölf Menschen wurden demnach v...

Die Vertrauensfrage
ndPlusUte Weinmann

Die Vertrauensfrage

Wenn am 22. April über die weitreichenden Änderungen an der Verfassung der Russischen Föderation abgestimmt wird, dann allein deswegen, weil Wladimir Putin diesen Wunsch geäußert hat. Nur wenn die Bevölkerung als letzte Instanz hinter dem Plan stehe, solle er auch in Kraft treten. Vorgeschrieben ist dieses Prozedere keineswegs. In der Verfassung ist ein Referendum vorgesehen, aber mit einer ganzen...

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Euphoriemangel im Maschinenraum
ndPlusHendrik Lasch

Euphoriemangel im Maschinenraum

Die Autoindustrie ist in Ostdeutschland eine tragende Branche; vor allem in Sachsen sowie Berlin-Brandenburg. Wie steht die Belegschaft zu der Transformation hin zu Elektromobilität? Euphorie im Maschinenraum fehlt in Teilen.

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Freigelassen?
ndPlusDaniel Lücking

Freigelassen?

Ein Suizidversuch veranlasste die US-Justiz am Donnerstag umgehend dazu, die etwa ein Jahr andauernde Beugehaft gegen Chelsea Manning zu beenden. Sie würde lieber verhungern als gegen Julian Assange auszusagen.

Nur eine Ahnung
Stephan Kaufmannn

Nur eine Ahnung

Die Ausbreitung des Coronavirus gibt den Menschen hierzulande eine Ahnung davon, was in anderen, ärmeren Regionen des Globus normal ist. So fürchten angesichts von SARS-CoV-2 derzeit viele um die eigene Gesundheit und die ihrer Lieben.

Immer mit der Ruhe
Leo Fischer

Immer mit der Ruhe

Lange hat sich der Verfassungsschutz Zeit gelassen mit einer Beobachtung der AfD. Gut - so konnte kein Vertrauen untergraben werden, das sich eventuell noch gar nicht eingestellt hatte.

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Das Reich
Stefan Gärtner

Das Reich

Deutschland, das sollten sich auch jene klar machen, die seine Verfassung schätzen, ist kein linkes Land, ist es nie gewesen. Stattdessen hat es mit vielen unangenehmen bis gefährlichen Zwangsvorstellungen zu tun.

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Opportunistisches Kalkül
Max Böhnel und Moritz Wichmann

Opportunistisches Kalkül

Könnte Bernie Sanders doch noch die Vorwahl der US-Demokraten gewinnen? Welche Rolle spielt das Coronavirus und was heißt es, dass nicht mehr junge Wähler abgestimmt haben als in der Vergangenheit? Folge 2 von »Max und Moritz«.

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen
ndPlusKarlen Vesper

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen

Vor 30 Jahren fanden in der DDR die ersten freien Volkskammerwahlen statt. Wie wird frau Vorsitzende der Wahlkommission? Kurzfassung: Durch einen Aushang am Schwarzen Brett der Germanisten der Humboldt-Universität. Ein Gespräch mit Petra Bläss

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Casino Royale

James Bond (Daniel Craig, Foto) sollte den Finanzier Le Chiffre (Mads Mikkelsen) verfolgen, der eigentlich Geldwäscher einer Terrororganisation ist. Da Le Chiffre das Geld der Organisation verspekuliert hat, will er nun bei einem Pokerturnier im »Casino Royale« in Montenegro die Summe zurückgewinnen. Bei der Pokerrunde sitzt Bond selbst am Tisch als Undercover-Zocker. Foto: imago images/Unite...

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ndPlusCarolin Philipp

Das Asylrecht gilt nicht mehr

Die Abwehr von Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze schweißt Regierungen in Europa zusammen. Anwaltsverbände halten das Vorgehen für menschenrechtswidrig.

Durch das Fenster eines türkischen Polizeiwagens
Fabian Goldmann

Durch das Fenster eines türkischen Polizeiwagens

Unser Autor wollte über die Situation von Flüchtlingen und die Restriktionen für Journalisten an der griechisch-türkischen Grenze berichten. Aber erst als er selbst in einen Polizeitransporter gesperrt wurde, bekam er wirklich eine Ahnung davon.

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ndPlusPeter Eßer

Ein Herz für wenige Kinder

Es war ein kleiner Erfolg, den EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Donnerstag bei ihrem Besuch in Athen verkünden konnte: Sieben EU-Länder hätten sich bereit erklärt, »mindestens 1600 unbegleitete Minderjährige, Kinder und andere Verwundbare« aus überfüllten griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Die Lage in den griechischen Camps ist nicht erst seit der Eskalation der Situation an der Gren...

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Eine Mission, die alles verändert
Heidi Diehl

Eine Mission, die alles verändert

Irgendwann konnte er es einfach nicht mehr ertragen. Als dann Anfang 2016 an nur einem einzigen Tag 600 Flüchtlinge ertranken, beschloss er: Du musst dorthin und mithelfen. Der Gastronom Andreas Steinert rettete Flüchtlinge aus dem Mittelmeer.

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ndPlusFlorian Schmid

Warnschild in Hufeisenform

Wenn etwas im deutschen Kulturbetrieb als »umstritten« gilt, dann ist das oft gleichmeinend mit »indiskutabel«. Dabei ist Umstrittenheit eine Grundlage für demokratischen Streit und Debatte. Doch dafür müsste man das Wort wieder ernst nehmen.

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Was Ohnmacht macht
ndPlusSara Müller

Was Ohnmacht macht

Auf Attentate wie dem von Hanau folgen psychologische Ferndiagnosen der Täter. Doch um deren »Wahn« zu verstehen, greift die individuelle Betrachtung zu kurz. Eine Psychologie der Gegenwart müsste stattdessen den Blick für strukturelle Probleme schärfen.

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ndPlusJana Frielinghaus

Heuern und feuern

Trotz einer Gesetzesreform vor vier Jahren sind immer noch neun von zehn wissenschaftlichen Mitarbeitern an deutschen Hochschulen befristet beschäftigt. Dagegen wehren sich die Betroffenen zusammen mit den Gewerkschaften verdi und GEW. Dass die Prekarisierung nicht nur den »Mittelbau«-Beschäftigten selbst schadet, sondern auch der Qualität von Lehre und Forschung, wollen viele Verantwortliche nicht sehen.

Zweierlei Brillen
René Heilig

Zweierlei Brillen

Die Effizienz des Verfassungsschutzes im Kampf gegen rechts wird zunehmend bezweifelt. Doch wie berechtigt ist diese Kritik? Und was hat dies mit dem Erbe des ehemaligen Chefs der Geheimdienstbehörde zu tun?

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ndPlusKlaus Gietinger

«Wir ergreifen die Staatsgewalt»

Als Reaktion auf den Kapp-Putsch vor 100 Jahren formierte sich rascher Widerstand. Rund zwölf Millionen Menschen schlossen sich dem Generalstreik an. Doch die erfolgreiche Mobilisierung endete letztlich in der Zerstörung der Arbeiterbewegung - und im Erstarken rechter Kräfte.

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Die Tage des Saulus
ndPlusKarsten Krampitz

Die Tage des Saulus

Martin Niemöller gilt noch heute als Galionsfigur der Friedensbewegung und als Kronzeuge für das Lernen aus der Vergangenheit. Doch in den Ruhrkämpfen vor 100 Jahren führte der spätere Lenin-Preisträger ein Freikorps-Bataillon an - im Kampf gegen den Bolschewismus.

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Der Haken an der Landwirtschaft

Meldungen über Salmonellen in Lebensmitteln gibt es immer mal wieder. Meist sind es Produkte tierischen Ursprungs. Genetische Untersuchungen an bis zu 6500 Jahre alten Skeletten zeigen, wieso. Das Team um Felix M. Key, Alexander Herbig und Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena konnte aus den menschlichen Überresten aus dem westlichen Eurasien acht alte Genome vo...

ndPlusDieter B. Herrmann

Riesenteleskop sucht Platz

Auf Hawaii protestieren Indigene gegen den Bau des größten Spiegelteleskops auf der Nordhalbkugel. Für sie ist der Berg Mauna Kea ein heiliger Ort, an dem sie Kontakt mit ihren Ahnen aufnehmen können. Bei früheren Teleskopbauten dort wurden Proteste noch ignoriert. Beim 30-Meter-Teleskop erwägt man nun einen Wechsel auf die Kanarischen Inseln.

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Der Wächter des Genoms
ndPlusIris Rapoport

Der Wächter des Genoms

Unsere Gene haben einen Schutzengel. Den brauchen sie auch dringend. Zwar ist unsere Erbinformation einem sehr stabilen Molekül anvertraut. Aber wenn kosmische Strahlung auf die DNA oder auch nur UV-Licht einprasselt, kann es bei den ungeheuer langen Molekülen schon mal zu Strangbrüchen oder anderen Veränderungen kommen. Auch die allgegenwärtige oxidative Bedrohung, die von unserem eigenem Stoffwe...

Programmierte Sparsamkeit
ndPlusDavid Siebert

Programmierte Sparsamkeit

Schlanker und ressourcenschonender programmierte Computeranwendungen könnten die Digitalisierung nachhaltiger gestalten - meinen Wissenschaftler. Sie haben einen »Blauen Engel« für Software entwickelt. Bislang zeigt sich die Branche allerdings wenig interessiert.

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Können wir keinen Müll sortieren?

Es gibt mal wieder eine Kampagne zur korrekten Mülltrennung. Ich dachte, wir hätten das schon längst verstanden.Da ist schon wieder das beliebte »Wir«. Wer bitte ist »Wir«? Ich glaubte bislang, dass ich die Mülltrennung verstanden habe, wenn ich zum Beispiel eine alte Schraube in die Gelbe Tonne schmeiße. In Berlin geht das, in anderen Bundesländern wäre es ein klassischer Fehlwurf, weil dort in d...

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ndPlusNicolas Šustr

Nicht zu hoch stapeln

Angesichts der Flächenknappheit muss Berlin in die Höhe gehen - mit dem neuen Hochhausleitbild will der Senat der Metropole dafür den Rahmen abstecken. Klar ist: Sterile Hochhausensemble, die Nachts verwaist sind, wollen allenfalls Investoren haben.

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ndPlusRainer Rutz

Mach mit, mach’s nach, mach’s besser

In Berliner Bibliotheken kann man nun auch lernen, eine Stickmaschine zu programmieren und so Textilien verschönern. Mit Makerspaces haben sie den Anschluss an den Bildungsauftrag des 21. Jahrhunderts gefunden - und sind damit deutschlandweit Vorbild.

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Unter Corona-Verdacht
ndPlusTomas Morgenstern

Unter Corona-Verdacht

Corona-Warnung in Neustadt (Dosse). In der brandenburgischen Kleinstadt hat der Landkreis Schulen und Einrichtungen schließen lassen und für einen großen Personenkreis vorsorgliche Schutzmaßnahmen veranlasst.

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Befehl von ganz oben
Alexander Ludewig

Befehl von ganz oben

Während in anderen Sporarten laufende Spielzeiten schon vorzeitig beendet wurden, pocht der Profifußball auch in Zeiten des Coronavirus auf sein Recht. Diesmal überhöht auch der 1. FC Union Berlin diese milliardenschwere Parallelwelt.

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ndPlusFelix Lill

Niemand hat die Absicht, Olympia abzusagen

Eigentlich soll die Fackel mit dem olympischen Feuer Ende März in Japan ankommen. Ob sie so weit getragen wird, ist nicht sicher. Bisher gibt es unterschiedliche Stimmen aus dem asiatischen Land, ob die größten internationalen Spiele ausgetragen werden.

Angst vor dem Aus
ndPlusTom Mustroph

Angst vor dem Aus

Abgesehen vom Profifußball bedrohen Einnahmeverluste das Fortbestehen von Vereinen. Auch deshalb befasste sich der Sportausschuss des Bundestages mit den Folgen der Epidemie. Einen Notfallplan gibt es aber noch nicht.

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Ȇber Kuba lacht die Sonne ...
ndPlusStephan Brünjes

Ȇber Kuba lacht die Sonne ...

Eine tägliche Spur hinterlässt Martin Staub mit seinen E-Bike-Touren durch mehrere kubanische Städte. Touristen-Spots streift der 59-jährige Saarbrücker nur, er radelt mit seiner Pedalkarawane lieber durch ungeschminkte Teile der Millionenmetropole.

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