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Unten links

Bordelle zu Obdachlosenunterkünften! Nach diesem Motto hat der Prager Oberbürgermeister den größten Rotlichtbetrieb der Stadt zumindest temporär um seine Räumlichkeiten gebracht. Nun sollen in dem Gebäude des ehemaligen Schlachthofs der Stadt Obdachlose in Corona-Quarantäne einquartiert werden. Wer weiß, ob dieses Beispiel auch in Berlin Schule macht. Immerhin gibt es mit dem Artemis einen ähnlich...

Simon Poelchau

Worauf es ankommt

Dass die Wirtschaftsleistung aufgrund der Corona-Pandemie einbrechen wird, ist sicher. Wie stark, ist aber noch nicht abzusehen. Deswegen kommt es nicht überraschend, dass die sogenannten Wirtschaftsweisen keine eindeutige Prognose liefern, sondern von einem Szenario zwischen 2,8 und 5,4 Prozent Minus beim Bruttoinlandsprodukt für 2020 ausgehen. Doch letztlich ist nicht der eine oder andere P...

Vor der Katastrophe

New York. Krankenschwestern, die sich mit Mülltüten zu schützen versuchen, und Kühltrucks als mobile Leichenhallen: Experten erwarten den Höhepunkt der Corona-Pandemie in den USA erst in rund zwei Wochen, doch in den Krankenhäusern in New York droht schon die Überlastung. Bürgermeister Bill de Blasio warnte, die in den Kliniken der Stadt vorhandene Schutzausrüstung werde nur noch für eine Woche re...

Markus Drescher

Unvermeidliche Rezession

Die »Wirtschaftsweisen« haben ein Sondergutachten zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise vorgelegt, in dem sie drei Szenarien durchspielen.

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Ines Wallrodt

Ausgesetzt und verschoben

Maschinen stehen still, in Kliniken wird jede Hand gebraucht, Demonstrationen sind unmöglich - auch die Tarifpolitik ist von Corona befallen. Doch Gewerkschaften können sich anders beweisen.

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Moritz Wichmann

»Es wird noch schlimmer werden«

Sie fühlen sich allein gelassen und kämpfen ohne ausreichende Schutzkleidung gegen Covid19. Zwei Krankenschwestern aus New York und Atlanta erzählen von ihrer Frustration über den Umgang mit dem Coronavirus in den USA.

Philipp Hedemann, New York

Zwischen Angst und Trotz

Das Coronavirus bringt das öffentliche Leben auch in New York zum Erliegen. Im Vergleich zu anderen Orten in den USA sind hier die Fallzahlen höher. Die Krankenhäuser arbeiten bereits am Limit.

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Uwe Kalbe

Rentenidee: Mehr Geld von Kinderlosen

Jüngere Bundestagsabgeordnete der Union preschen immer wieder gern mit Vorschlägen in die Öffentlichkeit, älteren Semestern vermeintliche Privilegien zu beschneiden. Unter dem Logo »Generationengerechtigkeit« machte manch späterer Prominente auf diese Weise früh auf sich aufmerksam. Auch heute hat die sogenannte Junge Gruppe in der Unionsfraktion hierzu Ideen. Sie denkt an einen höheren Rentenbeit...

Reimar Paul

Asse: Alles muss raus

Die Räumung der Kammern mit Atommüll in Asse soll 2033 beginnen. Vorher sollen ein weiterer Schacht und ein Zwischenlager gebaut werden. Die Kosten werden mit rund 3,35 Milliarden Euro beziffert.

Daniel Lücking

Freiwillige Corona-App

Ein Gesetzentwurf, der einen Zugriff auf die Smartphones von Corona-Betroffenen ermöglichen sollte, war schon geschrieben. Das Thema wurde wegen Kritik vertagt. Jetzt wird Freiwilligkeit angeboten.

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Stephan Fischer

Corona lässt kaum eine Wahl

Die PiS will die Präsidentenwahl in Polen am 10. Mai bisher unbedingt durchziehen – gegen den Willen der Opposition und vieler Wähler. Und dafür will sie eine »Granate« zünden.

Natalie Mayroth, Mumbai

1,3 Milliarden Inder lahmgelegt

Noch bis Mitte April steht Indien unter strikter Ausgangsbeschränkung, um die Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu verlangsamen. Hilfen für Arme laufen langsam an.

Andreas Knobloch, Havanna

Rosneft steigt aus, Russland nicht

Der russische Ölkonzern Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück. Der überraschende Schritt des bisher größten wirtschaftlichen Verbündeten könnte die wirtschaftlichen Probleme Venezuelas vertiefen.

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Martin Ling

Ohne Solidarität geht es nicht

Solidarität in der Krise ist keine Sache von Reichtum. Portugal erteilt jedem, der vor Ausrufung des Ausnahmezustands wegen Corona einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel gestellt hat, volle Bürgerrechte bis mindestens 1. Juli.

Stefan Otto

Was die Krise lehren sollte

Das passt nun wirklich nicht zusammen: Auf der einen Seite schränken sich während der Corona-Pandemie viele Menschen ein. Nicht nur, um sich selbst zu schützen, sondern auch jene, die zu einer Risikogruppe gehören. Auf der anderen Seite gibt es Firmen, die von der Krise profitieren. Wo es einen Engpass gibt, wie jetzt bei der Schutzkleidung, da steigen die Preise. Zudem wird oft Mangelhaftes gelie...

René Heilig

Nun soll »Irini« scheitern

Am 31. März endet offiziell die EU-Marinemission »Sophia«. Sie ist gescheitert. Die Frage, welche Länder die aus Seenot geborgenen Flüchtlinge aufnehmen, drohte die Europäische Union zu zerreißen. Also überließ man die Schutzsuchenden schon seit einem Jahr sich selbst - und damit oft genug dem Tod. Nun werden die Marineschiffe ins Mittelmeer zurückkehren. Zur Operation »Irini«. Sie soll das von de...

Jana Frielinghaus

Grippe-Expertin

Vera Lengsfeld, einst DDR-Dissidentin, fällt seit langem durch ihre Sympathien für die AfD und Pegida auf. Nun erklärt sie die Corona-Pandemie sei »nachweislich weit weniger gefährlich« als eine Grippewelle.

Bernd Zeller

Vernissage im Wohnzimmer

Unser heutiger Bericht befasst sich mit dem Umgang unserer Kulturschaffenden mit der Krise und zuerst mit Popstar Madonna, die sich mit einem Foto aus der Badewanne gemeldet hat mit der Botschaft, Corona mache uns alle gleich. Genau dasselbe tut das Bad und ebenfalls nur, wenn man es hat. Wenn man keins hat - kein Bad -, kann man immerhin zugucken, wie Madonna badet. Sie fühlt sich demnach durch C...

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Martin Kröger

Hauptsache, die Gelder fließen

Natürlich hätte alles reibungslos ablaufen können. Dass die Antragstellerinnen und Antragsteller viele Stunden in virtuellen Warteschlangen hingen, um an die finanziellen Soforthilfen des Landes Berlin zu kommen, war für die Betroffenen sicherlich frustrierend. Auch die Datenpanne ist sehr ärgerlich. Viele hatten seit Tagen sehnsüchtig darauf gewartet, dass die Anträge endlich von der Investition...

Andreas Fritsche

Keine Hilfe für soziale Verbände

Brandenburgs Sozialisten schlug Soforthilfen für Sozialverbände und Kultureinrichtungen vor. Im Finanzausschuss des Landtags lehnte die Koalition das ab.

Philip Blees

Polizei sieht sich gut aufgestellt

Die Kontaktbeschränkungen könnten wohl auch über den 5. April in Kraft bleiben. Die Polizei soll helfen, sie durchzusetzen. Bisher schafft sie das gut - und wird auch von der Bevölkerung unterstützt.

Tomas Morgenstern

Tegel bleibt zunächst offen

Mit der Coronakrise ruht der kommerzielle Passagierverkehr an Berlins Flughäfen weitgehend. Um die finanziellen Lasten einzugrenzen, wurde auch die zeitweilige Schließung des Airports Tegel erwogen.

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Marina Mai

Kirchenasyl als Virenschutz

Zwar müssen Geflüchtete in der Coronakrise Abschiebungen nur noch in Einzelfällen fürchten, Kirchenasyl gibt es aber weiterhin, auch weil die Menschen hier besser vor dem Virus geschützt sind.

Nicolas Šustr

Die Krise gegen Airbnb nutzen

Der Umsatz von Airbnb in Deutschland hat sich binnen eines Monats halbiert, in der Innenstadt von Dublin ist das Mietwohnungsangebot um zwei Drittel gestiegen. Die Berliner Linke-Abgeordnete Katalin Gennburg warnt, dass diese aus ihrer Sicht erfreuliche Entwicklung nach bald wieder ins Gegenteil umschlagen könnte. Sie will airbnb enteignen.

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Guido Speckmann

Plötzlich für Eurobonds

Hamburg. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hält sogenannte Corona-Bonds für das beste Instrument zur Bekämpfung der ökonomischen Folgen der Covid-19-Pandemie. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Kurzbericht vor. Die Wirtschaftsforscher widersprechen damit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die gemeinsame Anleihen der EU-Staaten als Vergemeinschaftung der Schulden kritisiert un...

Hermannus Pfeiffer

Auch fitten Firmen droht Insolvenz

Die Bundesregierung hat diverse Rettungspakete geschnürt, die Unternehmen durch die Coronakrise bringen sollen. Doch für die Zeit danach werden sie nicht ausreichen.

Rainer Balcerowiak

Knochenjob Spargelstechen

Spargelanbau gehörte lange zu den boomenden Bereichen in der deutschen Landwirtschaft. Doch wer soll in diesem Jahr bei der Ernte helfen, da die Saisonkräfte aus Osteuropa nicht einreisen dürfen?

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Tim Wolff

Dankbarkeit ist erlaubt

Der Mensch, der alte Sauhund, hat in seinen paar Tausend Jahren Zivilisation einiges getan und geschaffen, um mächtige individuelle Spuren zu hinterlassen. Mit dem höheren Bewusstsein, das vor allem ein Bewusstsein der Sterblichkeit ist, kam die Arroganz und Dreistigkeit, der Nachwelt etwas mitgeben zu wollen, die Ergüsse des Ichs zu einer Instanz für die Nachgeborenen zu machen. Jede Vermutung, j...

Jürgen Hahm

Verehrt. Verdrängt. Vergessen?

»Ich bin, was mir geschieht« - so hat Heidrun Hegewald eines ihrer Bücher betitelt. Und geschehen ist der Malerin, Grafikerin und Autorin in ihrem nunmehr über acht Jahrzehnte langen Leben schon einiges: in der DDR angesagt, aber auch angefeindet, in der gesamtdeutschen BRD nahezu totgeschwiegen, wie andere Berufskollegen auch. Die Städtische Galerie in Dresden hatte kürzlich eine Mini-Retrospekti...

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Karlen Vesper

Lügen, stehlen, schießen?

Vor 30 Jahren wurde der Nachfolger der Stasi aufgelöst: das »Amt für Nationale Sicherheit«. Das kennt kaum noch jemand. Zum berühmt-berüchtigten Thema Aktenvernichtung gibt es ein obskures Kartenspiel im Berliner DDR-Museum

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Wolfgang Müller, Straelen

Allein unter Männern

An diesem Mittwoch ist Inka Grings genau ein Jahr im Amt. 2019 übernahm sie in Straelen als erste Frau ein Männerteam aus den obersten vier Ligen. Ihr Chef ist begeistert, sie selbst hat noch andere Pläne.

Frank Hellmann, Frankfurt am Main

Bescheidenheit ist eine Zier

DFB und Vereinsvertreter beraten weitere Maßnahmen in der Coronakrise. Die Existenz der Frauen-Bundesligisten ist nicht gefährdet, gleichwohl suchen Klubs wie Frankfurt und Jena nach neuen Wegen.

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Thomas Blum

Was geht? Das geht:

Was soll man tun, wenn man jetzt so viel zu Hause bleiben muss? Wir feiern die neue Bleib-zuhause-Kultur: Heute mit Bob Dylan.