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Es war einmal in einem Land, in dem lebte ein Fürst, der sehr stolz darauf war, was seine Untertanen zu fertigen imstande waren. Küchen bauen beispielsweise konnten sie sehr gut, und auch Babyfachartikel erfreuten sich großer Beliebtheit. Alsbald befiel jedoch eine heimtückische Krankheit das Land und alle Knechte durften ihre Stallungen nur im Notfall verlassen. Der Fürst war besorgt, dass sich n...

Ines Wallrodt

Der Bund als Aufstocker

Mit jeder weiteren Corona-Woche schicken mehr Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Millionen Beschäftigte sind bis auf Weiteres auf das angewiesen, was die Bundesagentur für Arbeit überweist. Das ist für viele viel zu wenig. Anders als in der Krise von 2009 sind heute mit Tourismus, Kultur oder Gaststätten klassische Niedriglohnbranchen besonders betroffen. Mit 40 Prozent weniger vom Nettolohn...

Sachsen zeigt Gesicht

Dresden. Es geht voran: Seit Montag dürfen wegen der gesunkenen Ansteckungsrate in der Corona-Pandemie in Deutschland wieder mehr Geschäfte und vielerorts auch Tierparks und botanische Gärten öffnen. Der Preis dafür, zumindest in Sachsen: Die Bürger müssen seit Montag einen Mund-Nase-Schutz tragen, wenn sie einkaufen gehen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt die ...

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Corona weckt global niedrige Instinkte

Ob in Deutschland oder in den USA - zuerst traf es Menschen mit asiatisch anmutenden Gesichtszügen. Schon im Februar häuften sich in Deutschland die Meldungen von Beleidigungen, Drohungen und körperlichen Angriffen gegen Menschen asiatischen Aussehens, welchen Hintergrunds auch immer. Weil das Virus zuerst in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan auftrat, werden Menschen mit asiatischen Wurzel...

Fabian Kretschmer, Peking

»Wir sind auch Menschen«

Chinas Medien loben die Erfolge der Regierung gegen das Coronavirus und schüren die Angst vor »importierten Fällen«. Dass die Importeure allerdings bis zu 90 Prozent Chinesen sind, wird verschwiegen.

Ralf Klingsieck, Paris

Rückkehr der offenen Ressentiments

Durch die Coronaviruspandemie sind rassistische Einstellungen wach geworden, die man teils überwunden geglaubt hatte. Das trifft auch für deutsch-französische Grenzregionen zu.

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Natalie Mayroth

Stockschläge und Quarantäne

Noch ist die Zahl der Coronafälle in Indien überschaubar, doch in den Slums von Mumbai ist ihre Ausbreitung kaum kontrollierbar. Die Behörden reagieren mit strikten Auflagen für die Einwohner.

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Daniel Lücking

Corona-App vor dem Scheitern

Die Kritik an der Corona-App PEPPPT reißt nicht ab. Nachdem mehrere Ausstiege aus dem Projekt erfolgten, sprechen sich nun 300 Wissenschaftler aus 25 Ländern gegen Teile des Projekts aus.

Lea Schönborn

Aus der Krise lernen, was für ein gutes Leben nötig ist

Die Corona-Pandemie bietet die Chance, Aufwertung von Sorgearbeit, 30-Stunden-Woche und mehr neu zu diskutieren, meint Gabriele Winker. Ein Interview mit der Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies.

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Stefan Otto

Studierenden brechen die Nebenjobs weg

Viele Studierende sind während der Coronakrise in eine Notlage geraten. Sie jobben in Cafés, auf Messen, übernehmen Bürotätigkeiten - oft in Branchen, die vom Shutdown besonders betroffen sind. Für fast jeden zweiten Studierenden im Nordosten ist der Nebenerwerb derzeit ausgesetzt worden, wie eine Befragung von 3000 Studierenden ergab, die der Allgemeine Studierendenausschusses (Asta) in Mecklenbu...

Max Zeising

Vermummung wird Pflicht

Bayern führt ab der nächsten Woche die Maskenpflicht in Geschäften, Bahnen und Bussen ein. Zuerst hatten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern solche Vorschriften verkündet.

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Catherine Triomphe

Der Ärger wachst

Das Coronavirus wütet in den Vereinigten Staaten. Der Ton in der Politik wird bissiger; in mehreren Städten wurde gegen die Ausgangsbeschränkungen protestiert.

Denis Trubetskoy, Kiew

Ex-Komiker im Kaltwasser

Die eigene Partei zerfällt, die Wirtschaft geht auf dem Zahnfleisch. Wie lange sich der Präsident noch halten kann, weiß niemand.

Carmela Negrete

»Wir sind sehr besorgt um die Frauen«

In Spanien werden Frauen, die Opfer von Männergewalt geworden sind, während der Ausgangssperre in Hotels untergebracht. Ein Gespräch mit Lucy Polo Castillo von der Vereinigung Asociación Por Ti Mujer.

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Peter Nowak

Juristen streiten übers Arbeitsrecht

Soll in der Coronakrise das Arbeitsrecht gelockert werden, um Unternehmen das Weitermachen zu erleichtern? Jurist*innenverbände sind sich uneins in dieser Frage.

John Dyer, Boston, und Kurt Stenger

Krisenopfer US Post

Der staatliche Postdienst der USA steht wegen der Coronakrise vor der Zahlungsunfähigkeit. Präsident Trump verweigert ihm finanzielle Hilfen - aus politischem Kalkül.

Hermannus Pfeiffer

Der Brexit geht weiter

Trotz Coronakrise - die komplizierten Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien gehen seit Montag weiter. Die Diplomaten streiten vor allem über Banken und Fischerei.

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Lisa Ecke

Vor allem Frauen betroffen

Etwa ein Viertel der erwerbstätigen Alleinerziehenden arbeitet in Deutschland in als systemrelevant eingestuften Berufen. Zwar erhalten diese während der Coronakrise für ihre Kinder eine Notbetreuung, das reicht aber längst nicht aus. Alle Alleinerziehenden sollten für ihre Kinder einen kostenfreien Notbetreuungsplatz erhalten. Die Doppelbelastung von Arbeit und Kinderbetreuung führt besonder...

Daniel Lücking

Kalkulierte Provokation

Ein Milliardengeschäft am Bundestag und dem Koalitionspartner vorbei, einfach per E-Mail über den großen Teich. Dass das so nicht geht, dürfte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eigentlich wissen.

Robert D. Meyer

Völkisch-braune Kosmetik

»Flügel«-Mann Björn Höcke kassiert vom AfD-Vorstand eine »Missbilligung«, sein Freund Andreas Kalbitz muss dem Gremium eine Liste vorlegen, bei welchen Nazi-Vereinigungen er sich früher herumtrieb. Beide Maßnahmen dürften folgenlos bleiben.

Fabian Kretschmer

Überläufer

Bis vor vier Jahren diente Thae Yong Ho noch einem Land, das Wahlen lediglich pro forma abhält. Am Mittwoch errang der gebürtige Nordkoreaner selbst einen historischen Wahlsieg: Als erster Nordkoreaner gewann der 57-jährige Überläufer einen Sitz in der südkoreanischen Nationalversammlung. Im ikonischen Nobelbezirk Gangnam in Seoul stimmten über 58 Prozent für den einstigen Diplomaten. Kurz vor sei...

Christopher Wimmer

»Denen da unten« werden nur »die da unten« helfen

Die Pflegerinnen, Verkäuferinnen und Lastwagenfahrer verstehen zunehmend, dass der Kapitalismus sie in der Coronakrise nicht schützen wird. Stattdessen müssen sie sich auf sich selbst und die Solidarität aus der Arbeiterklasse verlassen.

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Claudia Krieg

Zeit für soziale Forderungen

Auch wenn die Zahlen von bestätigten Corona-Infizierten und am Virus Verstorbenen in der Hauptstadt nicht so dramatisch sind wie zunächst befürchtet, sei die Zeit für vorschnelle Lockerungen noch nicht gekommen, heißt es zu Beginn der Woche. Das mag stimmen, aber zu einer richtigen Entscheidung wird diese Vorsichtsmaßnahme nur, wenn die gewonnene Zeit nicht für das Verabreichen von Beruhigungstabl...

Martin Kröger

Linksradikale Szene ruft zu Aktionen auf

Das Versammlungsverbot wird wohl über den 3. Mai hinaus für größere Demonstrationen in Berlin gelten. Im Netz diskutieren Linke dezentrale, alternative Aktionsformen.

Claudia Krieg

»Was nicht da ist, kann nicht verteilt werden«

Im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses rät man von vorschnellen Öffnungen ab - die Situation in der Hauptstadt sei nur aufgrund frühzeitiger Maßnahmen nicht eskaliert.

Rainer Rutz

Bespaßt euch doch selber

Während der Schulbetrieb langsam hochgefahren werden soll, bieten Kitas weiterhin nur einen Notdienst an. Der soll zwar ausgeweitet werden, die Auswahlkriterien hierfür stehen aber in der Kritik.

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Jordan Raza

Ramadan ohne gemeinsames Fastenbrechen

Gemeinsame Rituale sind für Muslime im Ramadan wichtig - in der Coronakrise müssen sie ausfallen. Die Pandemie stellt die Berliner Moscheen vor große Herausforderungen.

Jonas Wagner

Unser täglich’ Brot bring uns heute

Viele Ehrenamtliche und ausreichend Spenden: Die Tafel kann in der Hauptstadt auch während der Pandemie noch helfen. Bei kommerziellen Lebensmittelretter*innen boomt der Versandhandel.

Nicolas Šustr

Eigentümer profitieren vom Streit

Ein Webfehler aus West-Berliner Zeiten bei der Berechnung der Kosten für Sozialwohnungen beschert den Eigentümern hohe Renditen und kostet Land und Mieter viel Geld.

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Andreas Fritsche

7,4 Millionen Schutzmasken eingetroffen

Im Land Brandenburg ist die Coronakrise bislang mit Ausnahme von Potsdam unter Kontrolle, was die beschlossenen Lockerungen rechtfertigt. Das heißt aber nicht, dass es keine ernsten Probleme gibt.

Tomas Morgenstern

Ohne Regen droht eine Katastrophe

Das Frühjahr hat der Region viel Sonnenschein und teils frühsommerliche Temperaturen beschert. Doch es ist viel zu trocken, im April hat es kaum geregnet. Die Agar- und Forstwirte sind sehr beunruhigt.

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Was geht? Das geht:

Zum Gedenken an die Befreiung der deutschen Konzentrationslager vor 75 Jahren gibt die Musical- und Chansonsängerin Ute Lemper ein Online-Konzert aus ihrem New Yorker Wohnzimmer - mit den Songs von Kurt Weill.

Klaus Bellin

Schwärmer, Heiliger, Jakobiner

Er war nun voll des Abschieds. Er habe lange nicht geweint, schrieb Friedrich Hölderlin am 4. Dezember 1801 an Casimir Ulrich Böhlendorff. »Aber es hat mich bittre Thränen, gekostet, da ich mich entschloß, mein Vaterland noch jezt zu verlassen, vielleicht auf immer … Aber sie können mich nicht brauchen.« Kurz darauf brach er in Nürtingen auf, um in Bordeaux eine Stelle als Hauslehrer anzutreten. V...

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Tim Wolff

Die zauberhafteste und die schmerzhafteste Erfahrung

Tim Wolff über den Nachwuchs: Kinder zu haben, ist die anstrengendste, verrückteste, zauberhafteste, schmerzhafteste und erhebendste Erfahrung, die man machen kann, und sie sind der einzige Trost für die Beleidigung, die der Tod darstellt.

Georg Leisten

Kein wahres Bildnis im Falschen

Du sollst dir ein Bild machen – profan, sakral und immerzu: In den modernen Videokonferenzen kehrt der alte Glaube an die Macht der Porträtmalerei zurück. Vorausgesetzt, man hat Empfang.

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Stefan Ripplinger

Die Freiheit geht baden

»Wie hier ein Musikprofessor als gütiger Gockel gezeichnet wird, erinnert stark an die Autoritäten des deutschen TV-Vorabendprogramms, an all die Ärzte, Kommissare, Lehrer und Pfarrer.« Stefan Ripplinger über die Miniserie »Unorthodox«.

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Peter Richter

Covid-19 - Indikator eines Systemversagens

Die Politik war auf die gegenwärtige Pandemie schlecht vorbereitet. Das soll sich nun aber nicht wiederholen, wenn es um die Erhaltung des Systems geht.

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Kristina Puck und Lars Reinefeld, Stuttgart

Nur zwei Spieler und ein Schiri

In dieser ungewöhnlichen Turnierserie werden auch Jan-Lennard Struff und Philipp Kohlschreiber ihre Bälle selber einsammeln müssen. Mit einem interessanten Konzept will der Deutsche Tennis Bund (DTB) seinen Profis in der Zwangspause helfen - Ballkinder, Publikum und der gewohnte Handschlag sind in Coronavirus-Zeiten aber nicht erlaubt. Es geht vielmehr darum, den Spielern Matchpraxis zu ermögliche...

Nikolaj Stobbe

Schwergewicht der Selbstvermarktung

1995 verlor Axel Schulz in Las Vegas den Kampf seines Lebens gegen Box-Legende George Foreman. Davon profitierte der Publikumsliebling aus Brandenburg sogar.

Michael Wilkening, Mannheim

Falsche Zahlenspiele

Bis Ende Juni dürften Handball- und Fußball-Bundesligisten finanziell durchhalten. Wenn Großveranstaltungen bis in den Winter verboten bleiben, könnte es eng werden. Aber die Berechnungen sind wacklig.