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Der Sommerurlaub steht ja auch sonst für ein begrenztes Vergnügen, ist eingeklemmt von drei Jahreszeiten. Doch nun scheitert er ganz an geschlossenen Grenzen. Und fast jeder zweite Befragte schickte sich drein, lehnt eine EU-Grenzöffnung ab. Wohl, weil er im Ausland dem Virus zu begegnen fürchtet. Nur 15 Prozent sprachen sich dafür aus, die Grenzen im Sommer wieder zu öffnen. Wohl, um dem Virus zu...

Aert van Riel

Sehnsucht nach Jamaika

Es ist wieder einmal unklar, woran man bei den Grünen wirklich ist. Zwar versprechen sie in der Coronakrise soziale Wohltaten für Hartz-IV-Beziehende und ein milliardenschweres Konjunkturprogramm, eiern aber herum, wenn es um die Frage geht, wer die Krisenkosten bezahlen soll. Die Grünen bekannten sich auf ihrem Kleinen Parteitag am Samstag lediglich dazu, dass starke Schultern mehr tragen sollten...

Uwe Kalbe

Ungeduld gegenüber Auflagen wächst

Die wegen Corona verhängten strikten Kontaktsperren bröckeln. Demonstrationen häufen sich, doch auch Landesregierungen scheren aus dem vereinbarten Reglement aus.

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Aert van Riel

Die Exekutive profitiert

In der Coronakrise verschieben die Parteien wichtige programmatische und personelle Entscheidungen. Verlierer der gegenwärtigen Situation scheint vor allem das Mitte-links-Lager zu sein.

Aert van Riel

Solidarität aus Eingennutz

Erstmals haben sich die Grünen zu einem digitalen Parteitag getroffen und verlangen ein großes Konjunkturprogramm. Offen bleibt aber, wer aus ihrer Sicht für die Krisenkosten aufkommen soll.

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Hier herrscht das Gesetz der Straße

Im Jahr 2014, im Vorfeld der Olympischen Spiele, besetzte das Militär den Favela-Komplex. Mittlerweile ist das Militär abgezogen, die Gewalt und Repression von Sicherheitskräften ist jedoch immer noch trauriger Alltag.

Thaís Cavalcante, Rio de Janeiro

Der unsichtbare Feind

Die Angst war schon immer da: Angst vor Polizei, vor willkürlichen Hausdurchsuchungen, vor Schießereien. Nun ist eine neue Angst hinzugekommen: Das Coronavirus hat die Favelas von Rio erreicht.

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Pass für Genesene?

In der kommenden Woche schon liegt er dem Bundestag zur Berastung vor: der sogenannte Immunitätspass. Noch ist er umstritten, und auch der Bundesgesundheitsminister scheint zu zögern.

Sebastian Weiermann

1. Mai - digital und auf der Straße

In zahlreichen Städten gab es am Freitag trotz Verboten und strengen Auflagen Proteste. Ein zentrales Thema: Die Arbeitsbedingungen im Gesundheitssektor.

Sebastian Haak, Erfurt

Täter von Ballstädt vor Gericht erfolgreich

Das sogenannte Ballstädt-Verfahren war einer der größten Prozesse gegen Rechtsextreme in der jüngeren deutschen Geschichte. Der Bundesgerichtshof hat die damaligen Schuldsprüche nun aufgehoben.

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Philip Malzahn

Das Tröpfchen Corona

Am 1. Mai hat der Libanon offiziell Antrag auf einen Hilfskredit beim Internationalen Währungsfonds (IWF) gestellt. In einer Fernsehansprache an die Nation sagte Diab, der Libanon brauche internationale Unterstützung in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar. Er wird auch versuchen, günstige Darlehen in Höhe von elf Milliarden US-Dollar zu erhalten, die vor zwei Jahren von der internationalen Gemeinsc...

David Graaff, Medellín

Vermutete Kritiker ausspioniert

Den Aktionen lagen weder richterliche Anordnungen zugrunde, noch sind ihr Zweck und Ziel bekannt. Ziel sei gewesen, das Image des kolumbianischen Militärs sauber zu halten.

Stefan Schocher und Kim Traill, Wien

Abschiebung gegen Staatsinteresse

Bis zum Jahr 2030 braucht Österreich über 40.000 zusätzliche Pflegekräfte. Nur sollen die nach dem Willen der Regierung nicht gerade aus Afghanistan kommen.

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René Heilig

Rückkehr zu einem alten Konsens

Die Argumente gegen in Deutschland stationierte US-Atomwaffen sind nicht neu. Das macht sie aber nicht weniger gewichtig - auch wenn diese in der CDU und auch bei der SPD selbst zu empörten Reaktionen führt.

Christian Klemm

Krude Wortmeldung

»Welt«-Chef Poschardt hat mit einem Tweet zum 1. Mai für Aufsehen gesorgt. Darin hatte er Berliner Mietaktivisten und Nazis gleichgesetzt - ein klarer Fall von NS-Verharmlosung.

Simon Poelchau

Ganz schön dreist

Lässt sich die Bundesregierung von der Lufthansa über den Tisch ziehen? Die Airline will Staatshilfen - lehnt aber den Einfluss des Staates ab, und zwar vehement. Offenbar kommt das Management damit durch.

Jan Keetman

Hassprediger

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Blick gesenkt, die Handflächen hält er nach oben vor sich, wie es dem islamischen Gebetsgestus entspricht. Aus den Zügen spricht eine tiefe, ernste Ergriffenheit. Seine Minister tun es ihm nach, so gut sie es können. An Erdoğans Seite spricht der Leiter der staatlichen Religionsbehörde, Ali Erbas, in ein Mikrofon. Es geht aber nicht um die...

Christoph Ruf

Survival oft the fattest

Das Fußball-Profigeschäft redet in Corona-Zeiten viel davon, nachhaltiger werden zu wollen. Doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass nach der Pandemie die Großen nur noch größer werden – und dass eine letzte Grenze fällt.

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Martin Kröger

Die fetten Jahre sind vorbei

Mit großer Sorge erwartet der rot-rot-grüne Senat die Steuerschätzung, die in diesem Mai bekannt gegeben werden soll. Denn dann wird deutlich werden, wie massiv die Coronakrise die Steuereinnahmen in Berlin tatsächlich wegbrechen lässt. Erwartet wird vom Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), dass Berlin für seinen Doppelhaushalt 2020/2021 und die Konjunkturhilfen einen zusätzlichen Finanzbedarf vo...

Philip Blees

Stelldichein der Verschwörer

Das Prozedere ist bekannt: Trotz Corona-Verordnung treffen sich in Mitte Verschwörungstheoretiker*innen, um gegen diese zu demonstrieren. Wieder gibt es zahlreiche Festnahmen.

Marie Frank

Autonome und Gendarmen

In Zeiten von Corona ist alles anders – auch die traditionellen linksradikalen Proteste am 1. Mai. Immer neue Spontandemonstrationen formierten sich in Kreuzberg, die Polizei war sichtlich überfordert.

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Nicolas Šustr

Länderstreit um S-Bahn beigelegt

Ein Drama in vielen Akten neigt sich langsam dem Ende zu. Die Hauptstadt und die Mark haben sich über die Ausschreibung der S-Bahn verständigt. Die Berliner Linksfraktion hat aber noch Klärungsbedarf.

Nicolas Šustr

Weil sie Menschen liebt

Die neue BVG-Chefin kommt aus Mainz. Von einem Unternehmen mit 850 Beschäftigten wechselt sie zu einem Koloss mit knapp 15 000 Mitarbeitern. Mit Menschen kann sie allerdings ziemlich gut.

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Lobbyisten wollen rasche Lockerung

Berlin. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat angesichts der Corona-Beschränkungen einen verbindlichen Planungshorizont für die Unternehmen eingefordert. »Unsere Unternehmen wollen und müssen wissen, in welchen Stufen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anlaufen soll - und zwar nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsiden...

John Dyer, Boston

Das Geld kommt nicht an

Das US-Konjunkturpaket angesichts der Coronakrise umfasst direkte Hilfszahlungen an Steuerzahler, ebenso eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung. Bei der Umsetzung hakt es.

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Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

Herr Mosekund saß auf der Parkbank und studierte einen Zeitungsartikel über ein gefährliches Virus, als sich ein Spaziergänger mit der Bemerkung »Schönes Wetter heute« neben ihm niederließ. »Ja, gewiss«, antwortete Herr Mosekund und rutschte wegen der allgemeinen Hygienevorschriften ein Stück zur Seite. »Finden Sie diese vielen Vorsichtsmaßnahmen nicht auch etwas übertrieben?«, fragte der Mann und...

Martin Stolzenau

Dichterin des Holocaust

Nelly Sachs entkam nur knapp dem Holocaust. Von ihrem eignen Leben wollte sie nie erzählen. Sie wollte allein durch ihr schriftstellerisches Werk gelten und ist bis heute in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Veronika Kracher

Aufeinander aufpassen

Unter_bau ist eine Hochschulgewerkschaft, nicht nur für studentische Mitarbeitende, sondern für alle an der Universität Beschäftigten. Wie verbindet man dies? Wir sind eine basisdemokratisch organisierte und statusgruppenübergreifende Gewerkschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das heißt, dass sich im unter_bau alle Uniangehörigen organisieren können, also sowohl diejenigen, die...

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Unabhängig

Ihren Start am Jüdischen Museum in Berlin hat sich Hetty Berg anders vorgestellt. Seit ihrem Antritt vor einem Monat ist das Museum geschlossen, der erste Kontakt mit den Kollegen lief per Video, die Eröffnung der neuen Dauerausstellung wurde verschoben. Der Umgang mit den Einschränkungen ist zur Zeit nur ein Teil der Sorgen Bergs. Das Museum war zuletzt oft in den Schlagzeilen. Im Kern ging es um...

Wolfram Adolphi

Kein bloßer Appendix

Peter Zotl, Jahrgang 1944, war in der Berliner PDS buchstäblich der Mann der ersten Stunde. Und nun präsentiert er seine Erinnerungen an die »Wende«. Die haben es in sich.

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Marco Krummel, Köln

»Wir kämpfen weiter«

Die US-Fußballerinnen sind mit der Klage auf gleiche Bezahlung wie ihre weniger erfolgreichen männlichen Kollegen vor Gericht vorerst gescheitert. Aufgeben wollen sie den Kampf aber nicht.

Andreas Morbach, Köln

Infizierte Versuchskaninchen

Quarantäne statt Training. Zwei Kölner Fußballer und ein Physiotherapeut werden positiv auf das Coronavirus getestet. Der Rest des Teams soll trotzdem aufs Feld. Das passt nicht allen Spielern.