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Stephan Kaufmann

Verwirrendes Geld

Deutschland braucht eine neue, dritte Wehrmachtsausstellung, sagt Historiker Hannes Heer im nd-Gespräch zum 75. Jahrestag des Sieges. Lesen Sie auch: Thomas Gebauer (Medico International) über die WHO und Bill Gates, der Zoom-Boom und die Datenfrage, queere Initiativen in Jordanien

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Velten Schäfer

Das Unternehmen Weltgesundheit

Die EU-Kommission hat eine »Geberkonferenz« initiiert, um »Milliarden für einen Impfstoff« gegen das Coronavirus zu sammeln. Das Treffen stand unter der Leitung eines Clubs mächtiger Akteure.

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Johanna Treblin

»Kein schönes Gefühl mehr, hier zu leben«

Im bayerischen Waldkraiburg sind türkeistämmige Ladenbesitzer Ziel von Anschlägen geworden. Nun ermittelt eine Sonderkommissio, »da ein extremistischer Hintergrund für die Taten naheliegt«.

Sebastian Thieme

Riskante Lockerungsübungen

Hauptsache Arbeitsplätze? Wenn die Sorge um »die kleinen Leute« als Argument dafür dient, ein schnelles Ende der Schutzmaßnahmen zu fordern, ist gleich doppelt Vorsicht geboten.

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Aert van Riel

Bundeswehroffizier nahm an Wehrmachtsgedenken teil

Das Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass ein aktiver Angehöriger der Bundeswehr 2016 auf Kreta an einer Gedenkveranstaltung für Wehrmachtssoldaten teilgenommen hat. Vor wenigen Monaten hatte das Ministerium diesen Fakt noch geleugnet.

Daniel Lücking

Neue Zeugen, bitte!

Aussage gegen Aussage - für das Bundeskriminalamt ist das wenig schmeichelhaft, aber immer noch besser, als Fehler einzugestehen. Denn die habe es ja nicht gegeben, meinen Zeugen vor dem Breitscheidplatz-Untersuchungsausschuss im Bundestag.

Ute Weinmann, Moskau

Der unsichtbare Feind

Der 9. Mai ohne Parade auf dem Roten Platz - auch die Feierlichkeiten in Moskau 75 Jahre nach dem Sieg über den deutschen Faschismus fallen Corona zum Opfer. Während die Russen dafür Verständnis haben, verspielt die Regierung an anderer Stelle Kredit.

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Susanne Lang

Profiteur des Lockdown

In Zeiten verordneter Kontaktbeschränkung verlegt sich ein großer Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation ins Internet. Star der Videokonferenzanbieter ist das US-Unternehmen Zoom. Doch an ihm scheiden sich die Datenschutzgeister.

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Fabian Hillebrand

Lebensretter leben länger

Mehr als 20.000 Flüchtlinge ertranken im Mittelmeer. Vor fünf Jahren gründeten sich die ersten privaten Seenotrettungsorganisationen. Ohne sie wären es noch viel mehr gewesen.

Fabian Hillebrand

Drei Quadratmeter Schande

In der Coronakrise werden Grundsätze der Verfassung über Bord geworfen. Um eine andere Asylpolitik zu fordern, muss man kein linker Utopist mehr sein, sondern nur noch jemand, der den Rechtsstaat verteidigt.

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Alexander Isele

Institutioneller Rassismus

Erneut erschüttert ein Mord an einem schwarzen Mann die USA. Ahmaud Arbery wurde beim Joggen von zwei Weißen erschossen. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Grund für eine Anklage, bis nun ein Handyvideo veröffentlicht wurde, das die Tat zeigt.

Aert van Riel

Tag der kritischen Reflexion

Wenn der 8. Mai als bundesweiter Feiertag etabliert werden sollte, darf nicht nur über Geschichte geredet werden. Denn Deutschland hat nicht alle notwendigen Lehren aus der NS-Zeit gezogen.

Sebastian Bähr

Zorn und Wachsamkeit

Nach der möglicherweise rassistischen Anschlagsserie im oberbayrischen Waldkraiburg muss die kritische Zivilgesellschaft sicherstellen, dass die Ermittlungen gründlich und konsequent verlaufen. Verlassen kann man sich auf die Behörden nicht.

Denis Trubetskoy

Der Gastdarsteller

2015 wurde Georgiens Ex-Präsident Michail Saakaschwili vom damaligen ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko ins Land geholt. Er sollte Reformen in der Schwarzmeerregion Odessa vorantreiben. Doch die politische Liebe zwischen den einstigen Kommilitonen endete schnell. Denn Saakaschwili beschuldigte Poroschenko der Korruption, woraufhin dieser ihm 2017 die ukrainische Staatsangehörigkeit entzog. ...

Leo Fischer

Lockert die Lockerungen!

Der Lockdown war ein Riesen-Fehler«, schreibt die »Bild«-Zeitung, und lässt »Deutschlands klügste Corona-Skeptiker« zu Wort kommen, etwa die ehemalige »Bunte«-Chefin Patricia Riekel und den gruseligen Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel, der sich mal lautstark für die Genitalvermessung jugendlicher Geflüchteter starkmachte. Nachdem es Springer mit angeschlossener PR-Agentur Storymachine nicht ...

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Christof Meueler

Baby, you can’t drive my car

Es ist bewiesen, dass der Verkehr mit jeder neuen Umgehungsstraße und jeder weiteren Spur auf der Autobahn zunimmt, weil man dann besser durchkommt - bis man im nächsten Stau hängen bleibt.

Marie Hecht

Wo bleibt der Freiraum?

Wie sprechen und vor allem: wie schreiben? Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten zu gendern, doch manche sind konventioneller als andere. Dabei geht es doch um die Erforschung freier Räume in Gesellschaft und Sprache.

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Thomas Blum

Boing Boom Tschak

Florian Schneider gründete mit Ralf Hütter die Improvisations-Rockband »Organisation zur Verwirklichung gemeinsamer Musikkonzepte«. Daraus wurde Kraftwerk. Sie wussten: Steckdosen und Autobahnen waren die Zukunft. Ein Nachruf.

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Marion Bergermann

Wer zeigt, der ist

Seit Home Office und Videokonferenzen kriegt man dauernd weiße Bücherregale hinter Kolleg*innen zu sehen. Zufällig ist das nicht, eher Selbstinszenierung.

Klaus Bellin

Die unbekannte Fotografin

Charlotte Joël hat sie alle porträtiert: Gustav Landauer, Martin Buber, Walter Benjamin, Karl Kraus. Sie selber bleibt unsichtbar, es hat sich kein einziges Foto erhalten, auf dem sie selber zu sehen ist.

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Johanna Montanari

Fatimas Augen

NGOs in Jordanien versuchen die herrschenden patriarchalen Strukturen aufzubrechen, indem sie über die gesellschaftliche Ungleichheit der Geschlechter aufklären und Frauen fördern.

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Johanna Montanari

Gib mir mehr Platz, Habibi

Wie kann man feministisches Denken in einem Land wie Jordanien vermitteln, wo die Benachteiligung der Frau gesetzlich verankert ist? Ein junges Unternehmen versucht es mit Podcasts.

Eva-Maria Tepest

Homosexualität bringt Klicks

Das in Amman gegründete queerfeministische Online-Magazin »My.Kali« versteht sich als Stimme für soziale Gerechtigkeit. Ein Gespräch mit dem Chefredakteur und kreativen Leiter aus Jordanien.

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Celestine Hassenfratz

Im Jammertal - Eltern in der Krise

Seit dem Lockdown sind Väter und Mütter im Dauerstress, um Kinderbetreuung und Job irgendwie zusammenzubringen. Genauso gestresst sind die Kinder. Eltern erzählen, wie es ihnen geht und was unbedingt besser laufen muss.

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Velten Schäfer

Noch immer im Schatten

Vor fünf Jahren beging Joachim Gauck den 8. Mai mit Besuchen an Gedenkorten für sowjetische Kriegsgefangene. Heute legt Frank Walter Steinmeier einen Kranz an der »Neuen Wache« nieder: über das gespaltene Gedächtnis der Deutschen.

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Frank Schumann

Kein Schild, kein Pfeil

Im 2+4-Vertrag von 1990 hatte die DDR-Seite festhalten lassen, dass sowjetische Ehrenmale und Kriegsgräber zu achten und pflegen seien. 30 Jahre sind diese Denkmäler immerhin in einem besseren Zustand als die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau.

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Guido Speckmann

Die Wehrmacht war’s auch

Der Holocaust steht mittlerweile im Mittelpunkt deutscher Erinnerungspolitik. Die Verbrechen an den slawischen Menschen sind hingegen kaum aufgearbeitet. Denn dafür müsste, so der Historiker Hannes Heer, die Täterschaft der Vielen ins Zentrum rücken.

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Elke Scherstjanoi

»Ich gratuliere zum Sieg«

Er ist vielleicht der letzte noch lebende ehemalige Rotarmist, der an der Eroberung des Berliner Reichstags beteiligt war: Aleksandr Kusnezow. Er hat seine Geschichte der deutschen Historikerin Dr. Elke Scherstjanoi erzählt.

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Harald Hahn

Schweigen und Schämen

Der Großvater von Harald Hahn war als «Asozialer» in Buchenwald interniert. Diese Opfergruppe der Nationalsozialisten war lange vergessen, das Wort gilt bis heute auf vielen Schulhöfen als Schimpfwort. Auf den Spuren eines Großvaters - und der eigenen Scham.

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Dem ältesten Bier auf der Spur

Archäologen sind dank neuer Forschungsansätze dem ältesten Bier in Mitteleuropa auf der Spur. Mit Sicherheit seien malzhaltige Getränke bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. am Bodensee und am Zürichsee zubereitet worden, sagt der Archäobotaniker Andreas Heiss von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Ob es sich dabei tatsächlich um Bier oder ein noch alkoholfreies Malzgetränk gehand...

Michael Lenz

Waldbrände und Feuerwolken

Im zu Ende gehenden Sommer der Südhalbkugel standen wieder weite Teile Südaustraliens in Flammen. Mit der Klimaerwärmung nimmt deren Häufigkeit zu. Zugleich heitzen derartige Großfeuer selbst den Treibhauseffekt an.

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Dirk Eidemüller

Als die Welt durchsichtig wurde

Vor 125 Jahren entdeckte Wilhelm Röntgen durch Zufall die später nach ihm benannte Strahlung. Seine Entdeckung revolutionierte nicht nur die Medizin. Sie eröffnete auch völlig neue Felder der Materialuntersuchung und der Astronomie. Mithilfe Röntgenstrahlen lässt sich die Struktur Biomolekülen atomgenau aufklären.

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Christof Meueler

Wie stark ist Pippi Langstrumpf?

Das stärkste Mädchen der Welt feiert Geburtstag: Herzlichen Glückwunsch Pippi Langstrumpf! Dr. Schmidt spricht im aktuellen ndPodcast über (anti)autoritäre Erziehung, Höchstleistungen im Sport und Kinderstars in der DDR.

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Nicolas Šustr

Der Schatten der Renditejäger

Viele Vermieter tun so, als würde der Berliner Mietendeckel garantiert vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden und schreiben einfach ihre Wunschmiete in Verträge. Die Linke-Politikerin Gaby Gottwald hält das für illegal.

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Jonas Wagner

Solidarität ist auch eine sichere Bleibe

Damit sie während der Corona-Pandemie nicht in Heimen oder auf der Straße hausen müssen, nehmen einige Berliner*innen Geflüchtete in ihren Wohnungen auf. Unter den Helfenden ist auch eine Kreuzberger WG.

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Andreas Fritsche

Kleinere Kleingärten

Kleingartenparzellen in Berlin sind gefragt. Angesichts des Bevölkerungswachstums würde die Stadt einerseits mehr Kleingärten benötigen, andererseits sollen Anlagen für Infrastrukturprojekte geopfert werden. Dergleichen Baupläne sorgen für Verbitterung.

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Jirka Grahl

Wellen machen glücklich

Philip Köster ist der beste Windsurfer der Welt. Der 26-Jährige Deutsche lebt auf Gran Canaria, wo er wegen der strengen spanischen Quarantäneregeln zwei Monate lang überhaupt nicht aufs Wasser durfte. Erst diese Woche war es wieder soweit.

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Ani Dießelmann

»Das Fahrrad hat mir die Angst genommen«

In der tropischen Metropole Cali zeigt das Thermometer 34 Grad Celsius an. Der Asphalt brennt, der Schweiß läuft den Rücken herunter. Anny Vera Lozada kommt mit dem Rad den Berg hinauf. Das Interview findet vor der Tür statt, mit Sicherheitsabstand. Hallo, Frau Lozada, vielen Dank, dass wir uns trotz Corona-Ausgangssperre für das Interview treffen können. Sie müssen jetzt viele Aufträge haben...