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Untenlinks

Keine Chance für ein Leben in der Filterblase bietet dem geneigten Fahrgast die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Zeiten von Corona. Wer weiß? Vielleicht wäre einem in einem vollen U-Bahn-Wagen der Herr entgangen, der mit verbundenen Augen während der Fahrt seine Jonglierkünste zu verbessern suchte. Allerdings stand er wohl noch ganz am Anfang seiner Karriere. Allzu lange blieben die roten Bä...

Sebastian Bähr

Quellenschutz ist Täterschutz

Mal wieder steht der Verfassungsschutz in den Schlagzeilen. Obwohl der Geheimdienst offenbar Informationen über die Aktivitäten des militanten Neonazis und späteren mutmaßlichen Mittäters beim Lübcke-Mord, Markus H., besaß, gab er diese nicht an ein Gericht weiter.

Erschreckende Parallelen

Washington. In den USA ist der Tod eines weiteren Afroamerikaners in den Fokus gerückt. Der Mann starb wie George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz. Der Gouverneur des Westküstenstaates Washington, Jay Inslee, kündigte eine neue Untersuchung zum Fall des 33-jährigen Manuel Ellis an, der im März umgekommen war. Zuvor war ein Video von Ellis’ Festnahme aufgetaucht.Auch der vor zweieinhalb Woch...

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Martin Reischke

»Große Lücke zwischen Worten und Taten«

Viele politische Beobachter kritisieren den autoritären Stil von Regierungschef Nayib Bukele - trotzdem zeigen zahlreiche Umfragen, dass er äußerst beliebt ist. Warum? Die große Popularität des Präsidenten hängt mit der Unzufriedenheit der Menschen mit den etablierten Parteien und der weitverbreiteten Korruption unter den früheren Regierungen zusammen. Bukele hat von dieser Unzufriedenheit pr...

Vom Hoffnungsträger zum Despoten
Martin Reischke

Vom Hoffnungsträger zum Despoten

Als Bürgermeister von San Salvador erwarb Nayib Bukele Meriten, die ihm den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2019 verschafften. Statt der versprochenen Präventionspolitik setzt er auf Militarisierung.

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Nicolas Šustr

Shutdown für Mietschulden

»Shutdown Mietenwahnsinn - sicheres Zuhause für alle«, unter diesem Motto ruft das Berliner Bündnis gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung zum Protest auf. Bundesweit soll am Samstag, den 20. Juni, der erste wohnpolitische Aktionstag nach dem coronabedingten Shutdown stattfinden. Ein Erlass von Mietschulden, die Senkung von Mieten, die Durchsetzung eines Rechts auf eine Wohnung für alle Mensche...

Simon Poelchau

Der Bruder, der Mietaktivist

Die Kampagne »Deutsche Wohnen & Co enteignen« will großen Immobilienkonzernen an den Kragen. Hasan Kesim aus der Otto-Suhr-Siedlung in Berlin-Kreuzberg ist von Anfang an dabei.

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Ausgrenzung per Gesetz hat kein Ende
Lisa Ecke

Ausgrenzung per Gesetz hat kein Ende

Blutspenden sind zurzeit besonders knapp, trotzdem dürfen viele nicht spenden.Schwule sind pauschal ausgeschlossen. Sie dürfen nur dann spenden, wenn sie mindestens ein Jahr keinen Sex hatten.

Blutspur ins Nazihaus
Simon Volpers

Blutspur ins Nazihaus

Die Zielperson und ihre Nachbarn hatten Glück: Bei einer von Neonazis herbeigeführten Explosion in Niedersachsen am Mittwochmorgen kam nur einer der Täter zu Schaden.

Hans-Gerd Öfinger

Crew soll die Sanierung bezahlen

Trotz neun Milliarden Euro Staatshilfe wegen der Coronakrise will die größte deutsche Fluggesellschaft die Zahl ihrer Beschäftigten jetzt doppelt so stark reduzieren wie zunächst bekanntgegeben.

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Ute Weinmann, Moskau

Ins Desaster gespart

Der Konzern Norilsk Nickel schüttet jedes Jahr milliardenschwere Dividenden an seine Aktionäre aus, bei Investitionen in Infrastruktur und Umweltschutz wird dagegen gespart. Mit verheerenden Folgen.

Anna Maldini, Rom

Moderne Sklaverei in Süditalien

Nach umfangreichen Ermittlungen führten Behörden in Süditalien einen Schlag gegen ein Netzwerk, das Flüchtlinge in der Landwirtschaft ausbeutete.

Mirco Keilberth, Tunis

Denkpause im Bürgerkrieg

Auf dem Schlachtfeld herrscht mittlerweile ein Patt: Die traditionelle Teilung Libyens in Ost und West droht sich zu verhärten. Doch aufgeben will niemand.

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Moritz Wichmann

Viel Rauch, aber auch etwas Wandel

Fast jedes große US-Unternehmen hat mittlerweile eine Black-Lives-Matter-Erklärung abgegeben beziehungsweise sich an symbolischen Aktionen wie dem BlackOutTuesday beteiligt. Die Entwicklung zeigt den politischen Erfolg von Black Lives Matter, aber auch die Flexibilität des postmodernen Kapitalismus, der kritische Forderungen einfach integriert, für den Rassismus ein Hindernis ist, Produkte an mögl...

Martin Ling

Pandemie treibt die Kinderarbeit

Die Vereinten Nationen schätzen, dass als Folge der Corona-Pandemie 66 Millionen Kinder in extreme Armut abrutschen. Beim »Corona-Sofortprogramm« des Entwicklungsministeriums kommt das Wort Kinder auf 18 Seiten nur einmal vor. Sechs. Setzen. Besser machen!

Ines Wallrodt

Mit Billigung

Das Desaster war vorhersehbar. Deshalb muss darüber geredet werden, wer dafür die Verantwortung trägt. Die Verantwortlichen sitzen in der Spitze des Lufthansa-Konzerns und in der Großen Koalition

Philip Malzahn

Der Schein trügt

Hafsa Al-Ulama bricht mit so ziemlich jedem Vorurteil, das über die Rolle der Frau in den konservativen Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) herrscht. Denn die Diplomatin ist studiert und erfolgreich. Sie trägt kein Kopftuch, dafür manchmal einen Blazer. Um all diese Freiheiten zu erlangen, musste sie keinen Bruch mit ihrem Heimatland eingehen wie so viele ihrer Landesschwestern. Am Montag wurde ...

Anke Herold

Wasserstoff muss grün sein

Die Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung braucht nach Ansicht der Umweltexpertin Anke Herold dringend eine breitere Basis aus erneuerbaren Energien. »Unser Strom ist wahrscheinlich erst um das Jahr 2040 herum ausreichend grün, damit der Wasserstoffeinsatz einen Klimavorteil bringt«, schreibt sie in der nd-Klimakolumne.

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Nicolas Šustr

Mietendeckel ist ein Anfang

Rund 60 Prozent der Fläche von Berlin-Mitte gehören der öffentlichen Hand. Trotzdem fehlen die Baugrundstücke für den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor. Das ist so überraschend nicht, denn im Westhafen, im Tiergarten, im Virchow-Klinikum oder auf dem Leopoldplatz kann man schlecht Wohnungen bauen. Es muss also an den Bestand gehen. Für Deutsche Wohnen & Co enteignen ist klar: An der S...

Mieten werden auch in der Krise gezahlt
Claudia Krieg

Mieten werden auch in der Krise gezahlt

Bislang haben laut regionalen Verbänden vergleichsweise wenige Mieter*innen um die Stundung ihrer Miete bitten müssen. Aber die Coronakrise ist noch nicht vorbei.

Nicolas Šustr

Stadtzentrum wird immer privater

An die 90 Prozent aller Neubauwohnungen in Berlin-Mitte werden von privat errichtet. Die Aufteilung in Eigentumswohnungen schreitet voran. Die Mieterstadt Berlin ist im Zentrum unter großem Druck.

Yannic Walther

Schwedischer Investor spielt Monopoly

Aus normalen Wohnungen werden teure Mikroapartments, das hat die schwedische Skjerven-Gruppe schon in Charlottenburg durchexerziert. Weddinger Mieter fürchten nun dasselbe Schicksal.

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Wilfried Neiße

Festival der Tränen

Durch die Einschränkungen in der Coronakrise entsteht den nicht kommerziellen Festivals in Brandenburg ein Schaden von 4,6 Millionen Euro, bei den kommerziellen sind es zwölf Millionen Euro.

Noch ungeiler als vorher
Mischa Pfisterer

Noch ungeiler als vorher

Kultursenator Klaus Lederer diskutierte am Mittwochabend in einem Clubgarten in der Nähe vom Ostkreuz über »Queer-sozialistische Perspektiven nach Corona«. Die sind alles andere als rosig.

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Simon Poelchau

Pessimistischer als die Bundesregierung

Anders als im Zuge der Finanzkrise 2007/08 wird dieses Jahr auch die Weltwirtschaft schrumpfen. Dies wiederum ist ein ernsthaftes Problem für die exportabhängige deutsche Industrie.

Ines Wallrodt

Erst der Profit, dann die Sorge

Einmal im Jahr, am 12. Juni, wird mit dem Welttag gegen Kinderarbeit die Ausbeutung von Kindern ins Bewusstsein gerufen. Ein Lieferkettengesetz könnte ihre Lage verbessern, kommt aber nicht voran.

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Ingo Petz

Ein Akt der Revolte

Es ist noch nicht so lange her, da galten die USA vor allem im Osten als Freiheitsversprechen. Auch für Ljavon Volski - den kaum jemand kennen dürfte. Den aber kennen sollte, wer sich für die komplexen Zusammenhänge in Osteuropa interessiert. In Belarus ist er ein Star, zumindest für diejenigen, die an so was wie demokratische Freiheit glauben. Volskis innere Mission ist bereits im Familiennamen a...

Bahareh Ebrahimi

»Aus Widerstand wird Hoffnung«

Widerstand oder Flucht? Das ist die ewige Frage in der iranischen Gesellschaft. In der Filmreihe »10 Days of Iranian Cinema« spielt diese Frage eine zentrale Rolle. Auch die Entwicklung des Landes und seines Kinos wird abgedeckt.

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Clickhate
Susanne Romanowski

Clickhate

Das Online-Magazin »bento« wurde lange belächelt und verspottet. Nun wurde bekannt, dass die junge Marke des »Spiegel« zum Herbst eingestellt wird. Viel Kritik an »bento« war berechtigt. Ein Grund zur Freude ist ihr Ende aber nicht.

Thomas Blum

Jeder ist sich selbst der Nächste

24 Stunden und 19 Minuten Gesamtspieldauer: In einer Retrospektive zeigt der RBB ab Sonntag zehn Filme aus der legendär gewordenen Langzeitdokumentation »Die Kinder von Golzow«, die 1961 in der DDR begonnen und 2007 im Nachwendedeutschland beendet wurde.

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Klaus Bergmann, München

Pomadig, müde - und doch zu gut

Bayern gegen Bayer - das Pokalfinale könnte ein großer Fußballabend werden. Im Halbfinale deutete Eintracht Frankfurt kurzzeitig an, dass die Münchner doch noch schlagbar sind.

»Die Proteste treffen einen Nerv«

»Die Proteste treffen einen Nerv«

Glückwunsch zu den ersten beiden Siegen in München. Sind Sie schnell in den Rhythmus gekommen?Nein, einen Rhythmus würde ich das noch nicht nennen. Dafür sind zwei Spiele zu wenig. Vor allem in der Defensive sind wir noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Zum Glück haben wir offensiv gut getroffen und so immer wieder Wege gefunden, die Spiele für uns zu entscheiden. Das Turnier dauert drei Wochen....