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Fernsehen

Das klassische, analoge Fernsehen sei auf dem absteigenden Ast, heißt es. Es werde von den Streamingdiensten gnadenlos verdrängt. Und überhaupt: Die Privaten sendeten nur noch Schrott, die Öffentlich-Rechtlichen seien langweilig und teuer. Das wollen die TV-Gewaltigen natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Sie haben wieder einmal keine Mühen gescheut, um für die Weihnachtsfeiertage ein erbauliche...

Marie Frank

Neonazis wegen Terrorserie festgenommen

In der rechtsextremen Terrorserie in Berlin-Neukölln gab es statt Aufklärung lange Zeit nur Justiz- und Polizeiskandale. Nun wurden zwei mutmaßliche Täter festgenommen.

Marion Bergermann

Kein »Alle Jahre wieder«

Die Berichte aus dem neuen Camp auf Lesbos werden immer dramatischer. Mittlerweile wissen alle, wie schlecht es Geflüchteten geht. Auch wenn an der Politik sämtliche Argumente abprallen, kann sie das nicht mehr lange aushalten.

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Wir Experten

Wissen Sie noch, vor einem Jahr? Als wir uns noch unterhalten haben wie normale Menschen. Ohne Maske vorm Gesicht, die die Hälfte der Artikulation wegfiltert, über alle möglichen Dinge - Urlaub, Konzerte, Theater, Kinobesuche, Partys. Als wir Herdenimmunität noch für einen Fachbegriff aus der Schafzucht gehalten haben und FFP2-Masken für Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen Feuerwehr.Seit Monat...

Raachermaa un Peremett

Seit dem 17. Jahrhundert ist das Erzgebirge auch international für Spielzeug und Kunsthandwerk aus Holz bekannt. Die Branche erblühte, weil die Menschen in der Region einen Strukturbruch verkraften und sich nach dem Niedergang des Bergbaus neue Einnahmequellen erschließen mussten. Dabei halfen Geschick und Erfindungsreichtum, die der Bergbau als eine »Hochtechnologiebranche« hervorgebracht hatte. ...

Kummt, Bargbrüder, fahrn mer aus!

Das Selbstverständnis des Erzgebirges lässt sich in fünf Worte fassen: »Alles kommt vom Bergwerk her.« Die Region, einst von einem Urwald namens »Miriquidi« überzogen, blühte auf, als 1168 bei Freiberg Silbererz gefunden wurde. Das erste »Berggeschrey« führte zu rascher Besiedelung. Ende des 15. Jahrhunderts gab es weitere reiche Funde. Bergstädte wie Annaberg, Marienberg, Schwarzenberg und Schnee...

Hendrik Lasch

Allzu stille Nacht im Weihnachtsland

Heiligabend im Lockdown ist eine ernüchternde Erfahrung – im Weihnachtsland Erzgebirge aber wohl doch noch etwas mehr. Dennoch wollen sich die »Männelschnitzer« und Traditionsvereine nicht unterkriegen lassen.

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... schleicht sich Gram un Sorg verbei

Singen wird der Wirtschaft im Erzgebirge gegen Corona nicht helfen. Zwar behauptet Anton Günther (1876 bis 1937), der berühmteste Mundartdichter der Region: »Dort wu klinge lustge Lieder / schleicht sich Gram un Sorg verbei«. Für die Bewältigung der Pandemie aber geben andere Faktoren den Ausschlag. Das ifo-Institut Dresden etwa erwartet, dass Corona generell »zu mehr Arbeitslosigkeit im Osten und...

Gefahr beim Hutznoohmd

Das Erzgebirge ist bundesweit einer der Hotspots der Corona-Pandemie. Unter den am stärksten betroffenen Regionen rangiert der sächsische Landkreis zuletzt auf Platz 7. Innerhalb von sieben Tagen wurden 515,6 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner verzeichnet. In einzelnen Kommunen, darunter Stollberg, lag der Wert zeitweise bei über 1200. Insgesamt sind im Landkreis seit Beginn der Pandemie 14 303...

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Jana Frielinghaus

Plötzlich illegal

Die Benachteiligung von nicht in das Bild der blutsverwandten Vatermutterkind-omaopa-Familien passenden menschlichen Verbindungen bei den weihnachtlichen Ausnahmeregelungen für Treffen mit haushaltsfremden Personen ist in dieser Zeitung schon dargelegt worden. Was aber offenbar noch niemandem aufgefallen ist: Auch stinknormale Cis-Hetero-Familien haben ein Problem, und zwar nicht nur zum Fest, son...

Ulrike Wagener

Die Pandemie der Femizide

Getötet, weil sie schwanger war, sich trennen wollte, einen neuen Job bekommen hat: Patriarchale Gewalt tötet jeden Tag 137 Frauen auf der ganzen Welt. Und Corona hat das Problem noch verstärkt.

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Denis Trubetskoy, Kiew

Große Corona-Party zum Neujahr

Ein Lockdown im Dezember galt in der Ukraine als unvermeidlich. Die Regierung vertagte ihn jedoch auf Januar. Mit dieser Entscheidung schwindet das Vertrauen der Ukrainer in ihre Politiker vollends.

Philipp Hedemann

»Ich kam mit vielen Träumen«

Als das Flüchtlingslager Moria abbrannte, sprach unser Reporter mit der 16-jährigen Mahdie aus Afghanistan über ihre Träume. Über drei Monate später hat er sie wieder angerufen.

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Inga Dreyer

Besser ist nicht gut genug

Gesundheitsminister Jens Spahn bringt das Thema Pflege in die Öffentlichkeit. Menschen aus der Praxis berichten, was im Alltag von seiner Politik zu spüren ist - und welche Forderungen sie haben.

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Oliver Kern

Der Populist im Weißen Haus

2000 Dollar für alle, statt nur 600. Klingt doch toll, warum also nicht mal US-Präsident Donald Trump loben? Weil auch dieser Schachzug wieder nur seine Verlogenheit beweist, seinen Fremdenhass und seinen Fokus darauf, als beliebter Mann des Volkes in die Geschichte einzugehen. Mehr Geld für unter Corona leidende Menschen ist eine gute Sache, doch das forderten die US-Demokraten seit Monat...

Kurt Stenger

Das EU-Mikado

Am Ende des Corona-Jahres steht die EU da, wo sie beim ersten Lockdown schon mal stand und eigentlich nie wieder stehen wollte: Einzelne Länder schließen einseitig Grenzen, während die EU-Kommission um ein gemeinsames Vorgehen bittet und sich gegen pauschale Reiseverbote ausspricht. Diesmal trifft es das bis Jahresende noch ein bisschen zur EU gehörende Großbritannien, wo Warnungen vor einer ...

Jana Frielinghaus

Viel Risiko für wenig Erbauung

Theater und Konzerthallen mussten schließen, Kirchen bleiben offen - trotz gleichwertiger Hygienekonzepte. Das zeigt die Macht der Kirchenlobby.

Cyrus Salimi-Asl

Mit aller Härte

Wie viel Angst muss ein Staat vor einem Journalisten haben, um ihn für mehr als 27 Jahre hinter Gitter bringen zu wollen? Die Causa Dündar ist wohl auch eine persönliche Abrechnung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit dem Journalisten.

Anke Herold

Die gute Nachricht zum Schluss

Es gab 2020 auch eine Reihe von positiven Entwicklungen bei der Bekämpfung der Klimakrise zu vermelden. Anke Herold sieht den Energiesektor Ende 2020 auf einem klaren Weg in Richtung Dekarbonisierung.

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Karlen Vesper

Kindsein ist ein kostbarer Schatz

Mit der Verkündung der Engel in dere Weihnachtsgeschichte »Fürchtet Euch nicht!« möchte der Liedermacher und Christ Gerhard Schöne alle Menschen ermuntern, angstfrei die Festtage zu genießen. Für 2021 wünscht er sich, dass der »Prophetin« Greta Thunberg mehr Gehör geschenkt wird.

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Jirka Grahl

Mein Leben als Rockstar

Ach, diese Tristesse in Virus-Zeiten! Darf man überhaupt jammern? Ist doch alles gut so weit, oder? Lauter Lektionen in Demut in diesem 2020: Wie gut Spazierengehen tut! Wie erholsam, wenn nicht jeder Abend der Woche mit irgendwas verplant ist - Hallenfußball, Doppelkopfabend, Fitnessstudio, Elternversammlung. Wie schön auch, dass man offenbar die richtige Frau geheiratet hat: Selbst in Seuchentag...

Karsten Krampitz

Der schönste Tag im Jahr

Ich liebe Weihnachten. Was vor allem daran liegt, dass ich Heiligabend Geburtstag habe. Und bevor mich hier irgendwer bemitleidet, von wegen, dass es nur einmal Geschenke gibt und so weiter - ich habe Erinnerungen, die mir keiner nehmen kann: Für ein Kind gibt es nichts Schöneres, als an diesem Tag geboren zu sein. Ich bin das beste Weihnachtsgeschenk gewesen, das meine Mama je bekommen hat. Mag s...

Andreas Peter

Corona, die Mimin

Johann Wolfgang von Goethe hat sich als Hauptdarstellerin für seine «Iphigenie auf Tauris», 1779 uraufgeführt, die aus Guben stammende Schauspielerin Corona Schröter erwählt. In ihrer brandenburgischen Geburtsstadt kann man heute ihr Denkmal besichtigen.

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Alexander Isele

Klappriger Arbeitstag

Systemrelevant bin ich also, so steht es in dem Schreiben, das ich von unserem Geschäftsführer bekommen habe und das ich seither immer bei mir trage. Wobei, dass ich systemrelevant bin, steht nicht so direkt drin, aber wer will, kann es so interpretieren. Als Redakteur des »nd« arbeite ich in einem systemrelevanten Beruf, bei der Presse, und muss somit in die Redaktion gelangen können. Das Schreib...

Michael Ramminger

Corona, die Heilige

Die Heilige Corona, die »Gekrönte«, gehört zu den frühen Märtyrerinnen der christlichen Kirche. Viel wissen wir nicht von ihr. Sie soll als 16-Jährige hingerichtet worden sein, indem man sie zwischen zwei gespannten Palmen zerriss. Sie gilt in Österreich und Bayern tatsächlich als Schutzheilige gegen Seuchen und Krankheiten. Angesichts der hohen Inzidenzen in Bayern kommt man da ins Zweifeln: Fehl...

Matthias Penzel

Heiliger Bimbam: Corona

Trotz Tanne und handgeschnitztem Gebäck aus dem Erzgebirge wird die Szenerie einiger Haushalte in den kommenden Tagen anmuten wie der Besuch eines fernostasiatischen Airports. Lauter Gesichtsmasken, die jedwedes Gefühl überdecken. Gute Voraussetzung für ein Spiel Poker. Zugleich begibt es sich aber auch zu dieser Zeit, dass die kurzen Tage gut sind für Besinnung und Reflexion - und die langen Näch...

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Nicolas Šustr

Kurzer Moment der Erleichterung

Trotz Festnahmen nach Ermittlungen zum rechten Terror in Neukölln führt an einer Aufarbeitung des langen Versagens der Sicherheitsbehörden kein Weg vorbei. Das schuldet die Politik den Opfern.

Tomas Morgenstern

Kein Weihnachtsbaum ohne Wassereimer

Brennende Kerzen lösen in der Weihnachtszeit oft Wohnungsbrände aus. Berlins Feuerwehr rät zu vorbeugendem Brandschutz und was zu tun ist, wenn bei einem Feuer Selbsthilfe zu gefährlich wird.

Marie Frank

Festnahmen im Neukölln-Komplex

Die rechtsextreme Terrorserie hat Neukölln seit vielen Jahren fest im Griff, Konsequenzen mussten die Täter bislang nicht fürchten. Im September hat die Generalstaatsanwaltschaft den Fall übernommen, nun verzeichnet sie einen ersten Erfolg.

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Barbara Barckhausen

Sorgenvoller Blick aus Australien

Wir hier in Australien hatten das Coronavirus eigentlich bereits besiegt. So dachten wir zumindest. Unser Leben verlief fast wieder normal - mit Strandtagen, Weihnachtsfeiern und Kinderpartys. Doch wenige Tage vor Weihnachten hat sich das Virus dann doch wieder eingeschlichen. Wie genau, das ist bisher noch unbekannt - vermutlich über das Ausland. Daraufhin sind mehrere Stadtteile in Sydney in den...

Claudia Krieg

Hilfe geht nicht in den Lockdown

Um die Weihnachtszeit steigt die Gewalt in Familien seit jeher an. Nun kommt verschärfend der erneute Lockdown hinzu. Einrichtungen, die Hilfe und Beratung bieten, sind dennoch auf die kommenden Wochen vorbereitet.

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Blickwinkel

Die Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag als Redakteur beim »nd« war gerade gesetzt, als im März der erste Lockdown verkündet wurde. Puh - was ein Privileg. Nicht mehr bangen müssen oder in der Krise mit Jobcenter und Behörden um das Nötigste schachern. In den zehn Jahren zuvor gab es für mich zwar immer wieder Phasen, in denen ich für einige Wochen in Redaktionsteams mit Redaktionsräumen tätig w...

Celestine Hassenfratz

Nicht die beste, sondern gar keine Triage

Die Behandlungssituation für Corona-Infizierte verschärft sich, teilweise sind die Kapazitäten erschöpft. Die Sorge wächst, dass nicht jeder und jede Coronakranke voll versorgt werden kann. Medizinrechtler Oliver Tolmein über Kriterien bei der Behandlung von Covid-19-Patienten.

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Inga Dreyer, Anna-Lena Schlitt

»Manche Dinge gehen mir total nah«

Die Coronakrise ist für Viele ein Einschnitt. Lebensumstände verändern sich, Jobs geraten in Gefahr oder gehen verloren – 
es ist aber auch ein Anlass, vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage zu stellen. Und manchmal entsteht aus einer Zwangspause ein neuer Anfang.

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Oliver Kern

Papa, was soll ich hier machen?

Ich will ehrlich sein. Es gab Momente, da dachte ich: Zeitungen wird es nicht mehr lange geben, und ich brauche bald einen anderen Job, der mich zur Rente bringt. Lehrer wäre doch gut: Die werden ganz gut bezahlt, in den Ferien haben sie doch immer frei, gesucht werden sie auch. Ein Quereinstieg geht ebenso. Und dann kam Corona. Die Kombination aus Homeoffice und Homeschooling war, sagen wir:...

Cyrus salimi-Asl

»Ich muss nicht Christ werden, um Weihnachten zu feiern«

Seien wir mal ehrlich. Wirklich erholsam ist die Weihnachtszeit eigentlich nie, dafür ist zu viel Stress: Geschenke aussuchen, Oma nicht vergessen anzurufen, Grußkarten verschicken … Von wegen Besinnlichkeit. Da haben's Muslime doch besser, die können ja kein Weihnachten, haben aber trotzdem frei. Und die armen Christen? Müssen sich mal wieder in Stimmung trinken für die Festtage. Diesmal im Lockd...

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Ulrike Henning

Suchttherapie mit Hindernissen

Die Haftanstalten in Deutschland haben versucht, der Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 zu begegnen. Andere Gesundheitsprobleme existieren jedoch schon länger.

Ulrike Henning

Ein Teddy extra

Besuche bei Strafgefangenen wurden im Frühjahr ganz unterbrochen. Kompensationsmaßnahmen wie das Skypen können den Verlust an persönlichem Kontakt nicht immer auffangen.

Seite 21
Susanne Aigner

Weniger Feuerwerk ist gesünder

Ein Start ins neue Jahr ohne bunte Raketen und laute Böller ist für viele Menschen unvorstellbar. Aus Umweltsicht ist ein Verbot allerdings vernünftig.

Seite 22
Sebastian Weiermann

Raclette-Dilemma

Was tun mit den Weihnachts-Traditionen in Corona-Zeiten? Weder Drosten noch Lauterbach haben vor Raclette gewarnt, oder? Doch es gilt auch: Eigenverantwortung! Am Ende steht im Hause Weiermann ein Kompromiss.

Stephan Kaufmann

Vom Hamstern und Sparen

In der Coronakrise wurde vieles gehortet: Klopapier, Desinfektionsmittel, Hefe und anderes. Was »Hamstern« genannt wird, hat mit dem Kapitalismus viel und mit dem Hamster wenig zu tun.

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Steffen Schmidt

Videokonferenz statt Dienstreise

Der mehrfache Lockdown in diesem Jahr zwang Unternehmen ebenso wie Schulen, Unis und Künstler zu kreativen Lösungen. Manches scheint die Coronakrise vereinfacht zu haben: Impfstoffforschung etwa.

Lisa Ecke

Schutz oder Qual

Die Mehrzahl der pfegebedürftigen Menschen werden nicht in Heimen, sondern zu Hause versorgt. Was hat sich dieses Jahr für die pflegenden Angehörigen verändert? Und wie ist die Situation in den Pflegeheimen?

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Alexander Ludewig

Verbindendes Virus

Es war ein schöner Frühling. Und das nicht nur, wenn man über das Wetter redet. Raus aus der verordneten Ruhezeit in der Wohnung, an die frische Luft - wer wollte das nicht ab und an? Ich musste, zwangsweise. Bewegung auf Rezept: Nach einer Sportverletzung war Laufenlernen mit zwei Krücken angesagt. Dankbar war ich da für jeden Sonnenstrahl. Und für die vom Lockdown leer gefegten Straßen und geleg...

Maik Rosner, Augsburg

Mit dem Titelwunsch zu Mama

Leipzigs souveräner Pokalsieg in Augsburg bestärkt zum Jahresabschluss den Gesamteindruck, dass sich RB den Größen der Branche immer mehr annähert. Trainer Julian Nagelsmann sieht die Zeit für Trophäen gekommen.

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Teilen auch Sie

Teilen auch Sie

Schon eine kleine Spende erreicht viel! Auch in diesem Jahr heißt es zu Weihnachten: »Teilen macht satt«. Mit bisher 23 078,95 Euro zeigen Sie, die nd-Leser*innen, erneut, dass Solidarität auch in einem besonderen Jahr wie 2020 ungebrochen ist. Die Organisationen INKOTA, Weltfriedensdienst und SODI und vor allem die Menschen in den Projekten bedanken sich herzlich für diese großartige Halbzeitbila...

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Alle Jahre wieder ...
HEIDI DIEHL

Alle Jahre wieder ...

HEIDI DIEHLWenn das Jahr in seine letzten Wochen ging, dann zogen oft besonders verführerische Düfte durch mein Elternhaus. Es wurden Plätzchen und Pfefferkuchen gebacken, Berge von Grünkohl gekocht und ein riesiges Lebkuchenhaus gebaut. Der Höhepunkt aber war jener Tag, an dem der Weihnachtsstollen bereitet wurde.Stollen braucht Zeit. An einem Tag ist die Sache nicht getan. Schon Wochen vorher st...

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Ich war mit der Kamera ganz nah dran
Heidi Diehl

Ich war mit der Kamera ganz nah dran

Herr Billhardt, im kommenden Jahr wollen Sie mit Leserinnen und Lesern des »nd« nach Chile reisen. Warum? Ich war schon Anfang der 70er Jahre dort. Es war eine unglaublich interessante Reise, die sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt hat. Erzählen Sie! Ende der 60er zeichnete sich in Chile eine Umbruchsituation ab. Ich wollte mit eigenen Augen sehen, was sich in dem Land tut, und ...

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HEIDI DIEHL

Auf den Spuren der Erinnerung

HEIDI DIEHLMit diesem Land verbinden zumindest die Älteren unter Ihnen sicher viele Erinnerungen - selbst wenn sie noch nie dort waren. Chile ist das ferne, nahe Land, auf das wir 1970 mit großer Hoffnung schauten, als Salvador Allende zum Präsidenten gewählt wurde. Chile ist aber auch das Land, das schon drei Jahre später durch unvorstellbare Gräueltaten unter der mörderischen Militärjunta Pinoch...

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Molly unterwegs

Molly unterwegs

Während das Jahresende mit Weihnachten und Silvester für Menschen eine Zeit des Beisammenseins und der Freude ist, beginnt für viele Hunde das Grauen. Der Grund dafür - das ist auch wirklich kein Geheimnis mehr - sind die Böller und das Feuerwerk. Bis vor vier Jahren habe ich noch gerätselt, warum meine Menschen in dieser dunklen und unwirtlichen Jahreszeit immer mit mir verreisen. Auch als H...

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Kaminer, Kandinsky und Jim

Kaminer, Kandinsky und Jim

Menschen, die sich in verschiedenen Kulturen wohlfühlen, haben mehr Freude im Leben. Nicht nur, weil sie auf Reisen in ferne Länder nicht rummotzen müssen, wenn auf dem Frühstückstisch die Leberwurststulle fehlt oder das Müsli nicht knuspert. Dann isst man einfach eine Schüssel Kascha oder - wie in China - eine heiße Suppe. Ist das Weihnachtsfest in die Hose gegangen, weil der Tannenbaum zu früh g...

Seite 34

Im Lockdown durch Berlin

Als Ruhrpottkind bin ich mal wieder ein paar Tage in Berlin. Gemeinsam mit einem Geschäftspartner aus Hamburg, der kurzfristig absagen musste, wollte ich Geschäftliches in der Hauptstadt erledigen und mir nebenbei anschauen, was sich in Berlin alles verändert hat. Nun stehe ich alleine da und überlege, was man überhaupt noch unternehmen kann in einer Zeit von touristischem Beherbergungsverbot und ...

Seite 35

Den Kapitalismus in seinem Lauf ...

Am historischen Wochenende im November 1989 waren wir gar nicht in Berlin, die »Tagesschau« sahen wir aber trotzdem und trauten unseren Augen nicht: Da standen die Leute auf der Mauer herum, drängten durch die Grenzkontrollen und waren völlig außer sich vor Begeisterung. Na, dachte ich so bei mir, wenn das mal gut geht. Doch nicht nur auf der Mauer tat sich Seltsames, auch in unserer Wohngegend, u...

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Glücksbringer auf Umwegen
Heidi Diehl

Glücksbringer auf Umwegen

Eine Karriere als Glücksbringer hat er ausgeschlagen, auch wenn sie ihm gewissermaßen in die Wiege gelegt wurde. Denn Roland Noltes Vater war Schornsteinfeger. Doch in seine Fußstapfen wollte der Junge nicht treten. »Auf hohen Dächern herumklettern war nie mein Ding«, sagt er. Dass er letztlich doch zum Glücksbringer wurde, konnte er nicht ahnen, als er sich von seiner Heimatstadt Hameln aufmachte...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungen für alle Aufgaben bis Freitag, den 4. Januar. Jede Lösung kann auch einzeln geschickt werden, denn für jede richtige gibt es eine Buchauslosung! (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe) Per E-Mail an: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter Kennwort »Denkspiele« an: Redaktion »nd«, Ressort nd.Commune, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin. Bitte den Absender nicht ver...

mim

kurz & knackig

Bei der Liveübertragung des Neujahrskonzerts aus Hamburg erklingt der erste Ton. Wer hört den warum eher: vorn der Dirigent im Konzertsaal (zwei Meter von der Ersten Geige entfernt) oder ein Rundfunkkonzertfan per Ohrhörer in Budapest (rund 1000 Kilometer weit weg)? Welches ist die kleinste Zahl, die beim Dividieren durch 2 den Rest 1, durch 3 den Rest 2, durch 4 den Rest 3, durch 5 den Rest ...

⋌⋌nd

Kniffliges Neujahrsgeschenk

Für diese Rubrik können uns Denkspielerinnen und -spieler ihre Aufgabenvorschläge schicken (E-Mail- bzw. Postadresse auf dieser Seite unten links). Für jede veröffentlichte Einsendung erhalten Einsenderin oder Einsender als Dankeschön ein Buchgeschenk. Von Bernhard Arnold aus Bremen kommt das heutige Problem:Ein nicht übermäßig spendabler, dafür aber witziger Großonkel avisiert seinem Großneffen J...

⋌nd

Dreiecksverhältnisse

Die »Aufgabe der Woche«, die der Chemnitzer Mathelehrer Thomas Jahre jeweils im Internet veröffentlicht, richtet sich an Schülerinnen und Schüler sowie alle mathematisch Interessierten. Sie erscheint in sieben Sprachen. »nd.Commune« übernimmt das Format monatlich. Die heutige Aufgabe ist bei www.schulmodell.eu die Nr. 659: 1. »Wie du sehen kannst, habe ich das berühmte Dreieck des Pythagoras in ei...