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Christoph Ruf

Christoph Ruf

Christoph Ruf, 41, lebt als frei(willlig)er Journalist im sonnigen Südwesten, wo er Bücher und Zeitungstexte über Fußball, Fans und Neonazismus schreibt. Für das nd besonders gerne..

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Aktuelle Beiträge von Christoph Ruf

Ein Stadionbesuch als Bildungsreise

Am Sonntag ging die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Bei dem Gedränge, das am Samstag herrschte, war vieles möglich. Nur nicht, sich einem Stand unbeschadet zu nähern oder gar mal in einem der Bücher zu schmökern. Auch der Fußball präsentierte sich traditionell in Frankfu...

Die Decke der Zivilisation ist dünn

Türkische Spieler, die mit kindlicher Freude den militärischen Gruß zu Ehren ihrer ruhmreich vor sich hin tötenden Armee erbieten, bulgarische Fans, die den Hitlergruß präsentieren - wer Zweifel daran hatte, dass die Decke der Zivilisation eine dünne ist, müsste eigentlich mittlerweile klarer sehen.

Die Quadratur des Balles

Das Bundesland Baden-Württemberg setzt deutlich weniger Polizei beim Fußball ein - und hat damit nicht nur an Spieltagen Erfolg. Derweil protestieren die Fans gegen ein neues Polizeigesetz.

In stiller Trauer

Christoph Ruf über ritualisierte Politikerreflexe und die Unmöglichkeit, gleichzeitig zu sprechen und zu trauern. Es ist eine Kunst, im richtigen Moment die richtigen Worte zu finden. Eine noch größere Kunst ist es aber offenbar zu merken, wann man einfach mal nichts sagen darf.

Gemeinsam gegen Willkür

Anhänger der Fußballklubs aus Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart können einander eigentlich nicht leiden. Am Wochenende werden sie aber geeint im Kampf gegen mehr Macht für Polizisten.

Religiöser Fanatismus anno 2019

Dass Fußball im Idealfall auch hierzulande eine demokratische Veranstaltung ist, zeigten am Wochenende mal wieder die Fankurven bei den Bundesligaspielen.

Investorendämmerung

Kleine Fußballvereine sind angesichts ihrer Perspektivlosigkeit anfällig für die Verlockungen des großen Geldes. Und das versprechen in den unteren Ligen derzeit vor allem so genannte »Investoren«, die mal mehr, mal weniger seriös agieren.

Akute GroKo-Schmerzen

Noch bis 12. Oktober werben die Kandidaten für den SPD-Vorsitz an der Parteibasis für sich. Dann haben die Mitglieder in einer Urwahl das Wort, bevor im Dezember ein Parteitag entscheidet.

Sagen, was ist

Das Theater um Bakery Jatta, so dachte man, ist endlich vorbei. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte schließlich die Ermittlungen eingestellt, mittels derer herausgefunden werden sollte, ob der HSV-Profi denn nun bei seiner Einreise falsche Angaben zu seiner Identität gem...

Schmutzige Arbeit

Beim Bundesligisten Fortuna Düsseldorf ist eine Führungskraft unter Druck geraten: Vorstandschef Thomas Röttgermann soll einen alten Buddy zum eingestellt haben. Christoph Ruf über banale Kungeleien und echte Untiefen des wild gewordenen Fußballgeschäfts.

Vom Verschwinden des Konjunktivs

Der Schauspieler Brad Pitt hat vergangene Woche in einem Interview durchblicken lassen, dass er alkoholkrank war. Geholfen hat ihm eine Therapie, die über eineinhalb Jahre viele Gesprächsrunden bei den »Anonymen Alkoholikern« beinhaltete. Pitt ist den anderen Menschen i...

Ein paar Zeilen Sonnenschein

Es ist an dieser Stelle schon viel geschimpft worden, harmoniebedürftige Menschen würden vielleicht ergänzen: zu viel. Umso wichtiger scheint es mir, in dieser Spielzeit bereits nach grob geschätzt neun Prozent der zu absolvierenden Spiele ein wenig Sonnenschein aus den...

Fromme Wünsche im neuen Leben

»Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben«, dichtete ein Schlagerbarde aus Herne Mitte der 70er - und lieferte damit eine Steilvorlage für alle sangesfreudigen Fußballfans, deren Vereine den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse geschafft haben.

Viel Power, wenig Verstand

Es ist schon verwunderlich, was sich derzeit bei 1860 München abspielt. Da debattiert halb Fußballdeutschland über Chemnitz, Schalke und die Frage, wie man Menschen wie Daniel Frahn oder Clemens Tönnies begegnen soll. Menschen also, die sich mit einem Menschenbild herum...

Mit allen auf Augenhöhe

Geht es nach den Verbandsbossen, wird Fritz Keller neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Er führte jahrelang den SC Freiburg mit Ruhe und Kontinuität. Das könnte der DFB gerade gut gebrauchen.

Fußballfans sind wachsamer

Nein, allzu viele Überraschungen hatte die erste Pokalrunde nicht parat. Ein paar Menschen dürften bei Google Maps nachgesehen haben, wo dieses Verl liegt, das war’s dann aber auch schon weitgehend. Aber eben nicht ganz, denn Drochtersen/Assel, noch so ein Google-K...

Größenwahn im Stillen

Stuttgart zeigte beim 2:1 am ersten Spieltag gegen Hannover 96, dass es nur ein Ziel geben kann - den Wiederaufstieg. Neben dem VfB gibt es noch drei weitere Schwergewichte. Von Christoph Ruf, Stuttgart Am Freitag war es Hannovers Trainer Mirko Slo...

Ultras wollen nicht vergessen

Lange schwieg sich der DFB über seine Rolle in der NS-Zeit aus. Die Fanszene ist da schon weiter: Kritische Fans sind mit verantwortlich dafür, dass ihre Vereine sich dieser Verantwortung bewusst werden.

Traumausbeuter

Eigentlich soll man sich ja so kurz vorm Urlaub nicht mehr aufregen. Und schon gar nicht sollte man die letzte Kolumne vor der Sommerpause mit anderen Themen füllen als solchen, die mit Sommer, Sonne und Cocktails zu tun haben. Aber zum einen werden Sie auch beim Weiter...

Was alles zum Himmel stinkt

Berlin als fußballferne Stadt zu bezeichnen, wäre übertrieben. Dank der Arbeitsmigration aus 15 anderen Bundesländern gibt es dort für so gut wie jeden Erstligisten die passende Fankneipe, wo er sich mit gleichgesinnten Bremern, Dortmundern oder Gladbachern die Spiele s...