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Christoph Ruf

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Christoph Ruf, 41, lebt als frei(willlig)er Journalist im sonnigen Südwesten, wo er Bücher und Zeitungstexte über Fußball, Fans und Neonazismus schreibt. Für das nd besonders gerne..

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Aktuelle Beiträge von Christoph Ruf

Botox für die Alte Dame

Nun hat die Liga also ihren »Klinsi« wieder. Als Spieler, im VfB-Dress, wirkte der Stürmer Jürgen Klinsmann noch unverstellt und natürlich. Viele fanden ihn deshalb in Zeiten sympathisch, als das Wort »authentisch« im Fußball noch nicht so inflationär gebraucht wurde wi...

Einer ist immer Sachsen-Anhalt

Jetzt würgt auch noch die Politik den Sachsen-Anhaltiner einen rein und bestellt Rainer Wendt zum Staatssekretär im Innenministerium. Ein Gutes hat die Nachricht. Staatssekretäre werden nicht für das Herumlümmeln in Talkshows bezahlt.

Die Leiden der Fachleute

Wer beruflich eine gehörige Distanz zum Fußball hat, kann sich beim Schauen besser darauf einlassen. Er muss keine taktischen Umstellungen oder Einwechslungen durchdenken oder vornehmen. Wie beim Fußball ist es auch im Leben.

Zu intelligent, zu sensibel

Einen »Brückenschlag zwischen Ensembles und Fußballteams« wolle man hinbekommen, hatte es einleitend geheißen. Insofern lässt sich die zweite Staffel der von der DFB-Kulturstiftung organisierten Reihe »Spielkultur« als erfolgreich gescheitert bezeichnen. Denn bei den 10...

Remis in der Wahlheimat

Der FC Erzgebirge überraschte beim KSC mit Offensivfußball. Nachdem mal wieder die Videoschiedsrichter eingriffen, wurde Aues Spiel dem alten Ruf seines Trainers gerecht.

»Alles gut«

Freiburgs anhaltender sportlicher Höhenflug ging nach dem ersten Bodycheck eines Spielers gegen einen Trainer seit Bundesligagründung und großem Gerangel danach etwas unter.

Im VIP-Raum nach dem achten Pils

Sein letztes Spiel als Bayern-Präsident hat Uli Hoeneß richtig genossen. 4:0 gegen Borussia Dortmund, also gegen den wohl einzigen Verein, der die gefühlt 187. Meisterschaft der Bayern am Ende dieser Spielzeit vielleicht hätte gefährden können. Die Heimspiele davor gewa...

Nur ausbilden lohnt sich nicht

Am Wochenende musste es die große weite Fußballwelt sein. Wir hatten über verschlungene Wege noch zwei Tickets für ein Dortmunder Heimspiel ergattert und den Schock überwunden, dass ein hoch gelegener Sitzplatz hinterm Tor 51 Euro kostet. Immerhin bekamen wir dafür acht...

Leere Schlachtfelder

Im Berliner Amateurfußball haben am vergangenen Wochenende die Schiedsrichter gestreikt. Gähnende Leere auf all den Plätzen, auf denen sonst von acht Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit Hochbetrieb herrscht.

Zu Höherem berufen

»Keine Spitzenmannschaft« schlägt schon wieder eine Spitzenmannschaft: Beim SC Freiburg passt derzeit vieles zusammen. »Den Sieg gegen Leipzig haben uns nicht viele zugetraut«, sagte jedenfalls Freiburgs Angreifer Nils Petersen nach dem 2:1-Sieg.

Ein Stadionbesuch als Bildungsreise

Am Sonntag ging die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Bei dem Gedränge, das am Samstag herrschte, war vieles möglich. Nur nicht, sich einem Stand unbeschadet zu nähern oder gar mal in einem der Bücher zu schmökern. Auch der Fußball präsentierte sich traditionell in Frankfu...

Die Decke der Zivilisation ist dünn

Türkische Spieler, die mit kindlicher Freude den militärischen Gruß zu Ehren ihrer ruhmreich vor sich hin tötenden Armee erbieten, bulgarische Fans, die den Hitlergruß präsentieren - wer Zweifel daran hatte, dass die Decke der Zivilisation eine dünne ist, müsste eigentlich mittlerweile klarer sehen.

Die Quadratur des Balles

Das Bundesland Baden-Württemberg setzt deutlich weniger Polizei beim Fußball ein - und hat damit nicht nur an Spieltagen Erfolg. Derweil protestieren die Fans gegen ein neues Polizeigesetz.

In stiller Trauer

Christoph Ruf über ritualisierte Politikerreflexe und die Unmöglichkeit, gleichzeitig zu sprechen und zu trauern. Es ist eine Kunst, im richtigen Moment die richtigen Worte zu finden. Eine noch größere Kunst ist es aber offenbar zu merken, wann man einfach mal nichts sagen darf.

Gemeinsam gegen Willkür

Anhänger der Fußballklubs aus Karlsruhe, Freiburg und Stuttgart können einander eigentlich nicht leiden. Am Wochenende werden sie aber geeint im Kampf gegen mehr Macht für Polizisten.

Religiöser Fanatismus anno 2019

Dass Fußball im Idealfall auch hierzulande eine demokratische Veranstaltung ist, zeigten am Wochenende mal wieder die Fankurven bei den Bundesligaspielen.

Investorendämmerung

Kleine Fußballvereine sind angesichts ihrer Perspektivlosigkeit anfällig für die Verlockungen des großen Geldes. Und das versprechen in den unteren Ligen derzeit vor allem so genannte »Investoren«, die mal mehr, mal weniger seriös agieren.

Akute GroKo-Schmerzen

Noch bis 12. Oktober werben die Kandidaten für den SPD-Vorsitz an der Parteibasis für sich. Dann haben die Mitglieder in einer Urwahl das Wort, bevor im Dezember ein Parteitag entscheidet.

Sagen, was ist

Das Theater um Bakery Jatta, so dachte man, ist endlich vorbei. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte schließlich die Ermittlungen eingestellt, mittels derer herausgefunden werden sollte, ob der HSV-Profi denn nun bei seiner Einreise falsche Angaben zu seiner Identität gem...

Schmutzige Arbeit

Beim Bundesligisten Fortuna Düsseldorf ist eine Führungskraft unter Druck geraten: Vorstandschef Thomas Röttgermann soll einen alten Buddy zum eingestellt haben. Christoph Ruf über banale Kungeleien und echte Untiefen des wild gewordenen Fußballgeschäfts.