Gastautoren

Tim Wolff

Tim Wolff
Als "Titanic"-Chefredakteur (2013-2018) war Tim Wolff gezwungen, jahrelang die Bürgerpresse intensiv zu lesen. Jetzt entsorgt er sie in "neues deutschland" Woche für Woche, Artikel für Artikel. Der gebürtige Mannheimer und Zwangs-Frankfurter schreibt neben anderen Printprodukten auch für Funk und Fernsehen.

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Aktuelle Beiträge von Tim Wolff

Versuch, einen »Watson«-Text zu verstehen - autsch!

Das alltägliche Elend des deutschen Printjournalismus ist nichts gegen das, was täglich in der buzzfeedisierten Sektion des Onlinejournalismus passiert. Tim Wolff über das ebenso verblödete wie verblödende Boulevardnachrichten-Onlineportal »Watson«.

Der Robert Habeck des Klassenfahrtgelages

Der Frontmann der Toten Hosen, Campino, outet sich als Fan von Volksmusik. Auch scheint er Frieden mit seiner deutschen Heimat gemacht zu haben. Klar, dass unser Kolumnist das nicht unkommentiert lässt.

Allumfassend unglaubhaft

Es gibt keinen Kampf der »Bild« gegen Rechts; es gibt nur die Taktik, ein Publikum zu sich zu holen, indem man anbietet: Lasst den einen Hass sein, dann können wir gemeinsam den anderen ausleben.

Journalismus als Menschenjagd

»Welt«-Journalisten liefern nicht nur rassistische Rhetorik. Sie wollen unliebsame Nicht-Deutsche auch aus dem Land schaffen. Nervige Ausländer, aufsässige Frauen zumal, sollen die Klappe halten. Tim Wolff über das Treiben einiger Springer-Journalisten.

Die angekündigte Revolution ist da!

Um den Kapitalismus als ein Arbeitskraft und Verstand bis zur restlosen Dummheit verwertendes System zu erkennen, reichen Automobilkonzerne und die Presselakaien, die sie preisen. Tim Wolff über die »Revolutionen«, die von Audi und Volkswagen angekündigt werden.

Wunschschreiben

Der Wunsch nach Ernsthaftigkeit, Mäßigung, nach weniger Polemik ist der schale Standard eines sich neutral wähnenden Journalismus, der kein Ziel als das Staatstragende hat.

Silke und Holger kaufen sich eine Zeitung

Was sind das eigentlich für Leute, die die »Berliner Zeitung« gekauft haben? Tim Wolff weiß es: Menschen, die pathologisch beliebig Wörter von schwammiger Bedeutung aneinanderreihen und das Ergebnis mit so etwas wie »Haltung« verwechseln.

Berlin direkt

Vielleicht werde er »mal eine interessante politische Person in diesem Land« werden, drohte der Neonazi Björn Höcke im ZDF-Interview. Das Problem ist: Höcke ist das schon, nicht zuletzt wegen Einladungen zu solchen Interviews.

Ruhig Blut, es ist nur eine Haltungssimulation!

Der dümmste aller Vorwürfe an Spaßmacher ist: dass sie mit Witzen nichts erreichen. Diesen Anspruch würden Ernstmacher an ihr Leitartikelgeschwalle nie stellen. Und würden Sie gerne zusammen mit Timo Frasch in der »FAZ« lachen?

Hurra, keine Katastrophe!

Für die Demokratie muss der Erfolg der AfD in Brandenburg und in Sachsen keine Katastrophe sein. Warum? Angeblich beginnt die Republik nun «besser zu verstehen, was gegen den Populismus hilft.» Lernt man das auf der Journalistenschule?

Wenn die Doppelmoral marschiert

Zu jenen fragwürdigen Journalisten, die berechtigte Vorwürfe gegen neue Nazis einfach auf ihre Gegner ummünzen und die in jedem zweiten Sozialdemokraten einen Linksradikalen sehen, gehört der Chefredakteur der »Welt am Sonntag«, Johannes Boie.

Spätsowjetische Depression auf Glückspillen

Der ehemalige Leiter des Wirtschaftsressorts der FAZ, Rainer Hank, äußert Unverständnis darüber, dass alle über den Klimawandel reden, und ist sich sicher: Das Problem mit dem Klima löst sich von selbst, wenn man nur auf den Kapitalismus vertraut.

Alles über Menschen wissen, die nicht wir sind

Phrasen und Rassismus: Wie die »Bild«-Zeitung eine Jagd auf einen Gambier veranstaltet und warum Sportjournalisten oft nichts anderes sind als die PR-Abteilung eines Massenbetrugsgeschäfts, erfährt man aus Tim Wolffs »Müllabfuhr«.