Gastautoren

Tom Strohschneider

Tom Strohschneider

Tom Strohschneider, Jahrgang 1974, war nd-Chefredakteur von 2012 bis 2017. Nach einem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie kam er mehr zufällig zum Journalismus. Er arbeitete unter anderem bei der Wochenzeitung "Der Freitag" und bei der "taz". Er denkt gern über die gesellschaftliche Linke nach, bloggt unter anderem "Linksbündig" und wartet stets vergeblich auf ein Rezensionsexemplar des jeweils neuesten 3D-Druckers. Strohschneider liest gern Dath und hat aus "South Park" und "Die Simpsons" mehr gelernt als aus vielen Sachbüchern. Selbst schreibt er auch manchmal welche. Zuletzt erschienen von ihm: "Linke Mehrheit?" über Möglichkeiten und Grenzen von Rot-Rot-Grün sowie “What's left?” über Europas Linke, den Rechtsruck und einen sozialistischen Kompromiss. Beide erschienen bei VSA.

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Aktuelle Beiträge von Tom Strohschneider

Um nicht zu stagnieren

Die DDR ist auch an der Unfähigkeit zu kritischer Selbstverortung gescheitert. Exemplarisch steht dafür das Schicksal des Schriftstellers Thomas Brasch.

Leistung schlägt Solidarität

Sozialdemokraten sind zufrieden mit dem Bundesverfassungsgericht. Kein Wunder, hat es doch mit den Sanktionen das Postulat einer Leistungsgesellschaft bestätigt, das nicht erst seit der Agenda 2010 Kern sozialdemokratischer Gerechtigkeitsvorstellungen ist.

Jetzt ist alles gelaufen

Die nächsten Jahre werden für uns kein Zuckerschlecken.» Diese Worte verliest Heiner Müller auf der Demonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz. Auf dieser Demo schien vieles möglich. Doch schon kurz danach wechselt die Geschichte das Gleis.

Bequeme Nachrufer

Als »Vordenker« bezeichneten den verstorbenen Erhard Eppler viele seiner Genossen. Das heißt aber, dass die SPD ihm hätte nachfolgen müssen. Stattdessen konzentrierte sich die Partei auf den Vollzug von Sachzwängen und machte weiter wie zuvor.

Danke, du Unvollkommener!

Du wirst 70, lieber DGB, und wir beide sind inzwischen auch schon fast 30 Jahre zusammen. Es waren nicht immer einfache Zeiten, für dich nicht, und auch für mich nicht. Aber wann waren die Zeiten schon einfach? Als ich in deine Familie eintrat, hieß meine Gewerksch...

Klöße und Größe

Amtsinhabereffekt, Ramelowisierung oder schlicht »Thüringenmoment«? Der amtierende Ministerpräsident des Freistaats eilt in Beliebtheitsfragen allen anderen Linkspolitikern davon.

Die Verunsicherung

Chinas Aufstieg hält einem Westen in der Krise den Spiegel vor und stellt auch der Linken einige Denkaufgaben.

Wer hat wann was gesagt?

»DDR-Die Wende« - so titelte einst schon der Spiegel, lange bevor der Begriff sich im Sprachgebrauch etabliert hatte. Ist das nun aber eine angemessene Bezeichnung für den Aufbruch des Jahres 1989 in der DDR? Oder ist es alles nur »Krenz-Sprech«?

Wir brauchen Koordinaten

Als Anfang dieses Jahres der Tod von Erik Olin Wright zu beklagen war, haben sich viele vor diesem außergewöhnlichen Menschen verbeugt.

Glanz, Gloria, AfD-Wähler

Die einen haben »König Kurt«, die anderen »König Nachbar«: Wenn auch unterschiedlich ausgeprägt, findet man in Sachsen wie in Brandenburg eine starke regionale Bindung der Bevölkerung und das Bedürfnis nach möglichst wenig Veränderung.

Als die Tore geöffnet wurden

Seit einigen Wochen diskutieren ostdeutsche Wissenschaftler und Bürgerrechtler in der »Frankfurter Allgemeine« darüber, wem die Friedliche Revolution gehört: Über Ausreiser und Dableiber und die Frage, wer den Aufbruch von 1989 brachte.

Angebot. Nachfrage. Und Hologramme.

Angebot Eine Email mit einem Betreff, der mehr sagt, als der Absender weiß: »Leistung Macht. Spaß?« Die falsche Großschreibung als versehentliche Ideologiekritik: »Sehr viele Männer heutzutage haben große Probleme im Liebesleben. Hatte Sie auch in letzter Zeit Erfah...

Alle Ismen verabscheut

Bis zuletzt kämpfte die ungarische Holocaust-Überlebende, Marxistin und Freiheitsphilosophin Ágnes Heller gegen Orbáns Oligarchie an, gegen die Entwicklung zum »absolut refeudalisierten Staat«, gegen neuen Nationalismus und Rassismus.

Nicht erfolgreich, aber nicht abgestraft

In Griechenland ist eine Epoche zu Ende gegangen - und für die gesellschaftliche Linke heißt es nun: nachdenken. Wer über die Niederlage von SYRIZA reden will, kann über die Unfähigkeit der europäischen Linken nicht schweigen.

Kommt Zeit, kommt Filz

Die Partei SYRIZA trat an mit dem Versprechen, die politische Kultur in Griechenland grundlegend zu verändern. Stattdessen näherte sich die Linkspartei dem »alten System« immer mehr an. Eine Analyse, wie sich die Partei entwickelte.