Gastautoren

Roberto de Lapuente

Roberto de Lapuente

Roberto J. De Lapuente, geboren 1978, hat vor vielen Jahren eine Lehre zum Industriemechaniker absolviert und danach länger in der Metallbranche gearbeitet. Mittlerweile lebt er als freier Publizist in Frankfurt am Main. Er ist Mitglied des Blogs “neulandrebellen”.

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Aktuelle Beiträge von Roberto de Lapuente

Sagen, wenn es zu viel wird

Von jeher engagierte sich Sahra Wagenknecht gegen die Ausbeuterökonomie unserer Zeit. Selten war sie so glaubwürdig wie bei ihrem stressbedingten Rückzug aus der »Aufstehen«-Spitze. Es ist wichtig, dass Überlastung prominent wird.

Kramp-Karrenbauers Postdemokratie

Die CDU-Parteichefin Annegret Kamp-Karrenbauer wird von vielen Menschen in Deutschland schon als die nächste Bundeskanzlerin wahrgenommen. Doch ihre Wahl ist noch nicht sicher und sie sollte es nach Meinung von Roberto J. De Lapuente auch nicht sein.

Discounterkritik in der sibirischen Verbannung

Der russische Supermarkt Mere ist so gut, ja fast unbezahlbar. Wegen den billigen Schnäppchen? Nein, weil er unsere deutschen Discounter wie seriöse Geschäftsmodelle aussehen lässt. Aldi und Co. sahen selten besser aus.

Baldrian aus dem ifo-Reformhaus

Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Vorschläge zur Neugestaltung von Hartz IV hat jetzt fast jeder auf Lager. Da steckt zuweilen die pure Panik dahinter - schließlich will man das System retten. Das ifo-Institut mischt mit.

Geh doch nach Hause, SPD!

Homeoffice für alle! Die SPD möchte arbeitnehmerfreundlicher werden. Thematisch greift sie mit der Heimarbeit aber daneben. Sie löst die Sphären auf. Und wie die Lidl-Verkäuferin von daheim arbeitet, erklärt die SPD nicht.

Gelebtes Vorsorgeprinzip: Scheuer entsorgen!

Feinstaub-Fake oder Bedrohung? Ist die Lungenarzt-»Expertise« nun Entkräftung oder Beschwichtigung? Alternative oder richtige Fakten? Suchen Sie es sich aus, ganz egal, denn die Antwort muss so oder so lauten: Vorsorge geht vor.

Der Bundespräsident, der den Bundespräsidenten abschafft

Bei aller Kritik an Köhler, Wulff und Gauck: Sie fielen hin und wieder auf als Bundespräsidenten. Unser aktuelles Staatsoberhaupt jedoch ist so stromlinienförmig, unauffällig und banal, dass man ihn auch gleich abschaffen könnte.

Zumutbarkeitslimbo mit der Bahn

Aufgegebene Gleise, zu wenig und deutlich gefrustetes Personal, defekte und zu späte Züge: Die Deutsche Bahn ist ein Musterunternehmen unserer ökonomisch verordneten Effizienz-Mangelbetriebswirtschaft. Sie ist ein Limbo.

Potenzial Ultralinker ist besorgniserregend

Die deutschen Linken können nicht so tun, als würden sie die Proteste der Gelbwesten nicht tangieren. Die sprechen nämlich Punkte an, die sogenannte Modernisierungsverlierer beschäftigen: Und die sind klassisch linke Klientel.

Das Geheimnis der Wiederbegrünung

Ohne die AfD wären die Grünen nicht die neue Volkspartei in spe. Immerhin versteht es keine Partei so sehr wie sie, sich als Anti-AfD zu stilisieren, um damit mit der Inhaltslosigkeit eines moralischen Gewissens zu punkten.

Vom Verwalten des Prekären

Wegen des Anstiegs des Mindestlohnes möchte mancher im Land die Minijobs ausgeweitet sehen. Das sei angeblich ein Gebot der Fairness und der Arbeitszeitsicherung. Prekarisierung ist ein Teufelskreis, der durchbrochen gehört.

Jeder Tag ein schwarzer Freitag

Am kommenden Freitag beginnt das Weihnachtsgeschäft. Das bedeutet Hochkonjunktur für Paketlieferanten – ein Beruf, der einen Wachstumsmarkt darstellt. Und trotzdem schlecht bezahlt und sozial geächtet wird.

Das Musterexemplar des konservativen Niedergangs

Die CDU will ihr traditionelles Profil reanimieren – sie will wieder konservativ werden. Viele glauben nun, mit Friedrich Merz könne dies gelingen. Doch Merz will nicht konservieren, sondern abschaffen, er ist Liberaler.

Stell dir vor, es ist Wahlkampf und keiner merkt‘s

Nach den Enttäuschungen der letzten Wahlen trösteten sich Sozialdemokraten gerne mit der Floskel, eigentlich einen »guten Wahlkampf geführt« zu haben - das klingt auf liebenswerte Art und Weise altmodisch. Leider.

Linkssein bedeutet mehr, als sich nach rechts abzugrenzen

Medienkritik gab es auch schon vor der AfD. Sie war links. Macht es Uli Hoeneß jetzt zum AfDler, weil er n-tv und Springer kritisierte? Kritik sollte nicht runtergeschluckt werden, nur weil sie auch von Rechten kommt.

Freiwillige vor?

Ernährungsministerin Klöckner will Salz, Zucker und Fett in Fertiggerichten eindämmen - durch kleinere TK-Pizzen. So lustig der Vorschlag zunächst klingt, zeigt er doch eine tragische Entwicklung: Politik fungiert als Werbeagentur der Konzerne.

Bescheuerte Verkehrspolitik

Donald Trump leugnet den menschengemachten Klimawandel. Was haben wir in Deutschland für ein Glück! Der Verkehrsminister zum Beispiel, er leugnet ihn nicht. In der Konsequenz ähnelt er aber Trump: Er ist ein Funktionsgehilfe des »Weiter so«.